Bei den innerkirchlichen Verhandlungen um die bevorstehenden Papstmessen in Frankreich sind offenbar die Fetzen geflogen.
Die Zeiten der Päpstlichen Handkommunion sind hoffentlich vorbei.
(kreuz.net) Das erzbischöfliche Ordinariat in Paris will verhindern, daß der Papst bei seinem Frankreichbesuch
im September knienden Gläubigen die Mundkommunion austeilt.
Das berichte die jüngste Aussendung der
‘Lettre de Paix liturgique’. Sie bezieht sich dabei auf „sehr zuverlässige Quellen“.
Offenbar hat die
Vorbereitung der Papstreise nach Frankreich zu „relativ schwierigen Verhandlungen“ geführt.
Die ‘Lettre
de Paix liturgique’ wörtlich: „Es scheint sogar, daß die römischen Unterhändler angesichts der Einwände,
die durch die kirchlichen Autoritäten Frankreichs vorgebracht wurden, lauter geworden sind.“
Bei den
Verhandlungen stehen Vertreter des Heiligen Stuhles der französischen Kirchenführung gegenüber.
Der
wichtigste französische Unterhändler ist André Kardinal Vingt-Trois von Paris. Der Kardinal ist zugleich
Gastgeber des Papstes in Paris und Präsident der französischen Bischofskonferenz.
Mitte Juni begab
sich der päpstliche Zeremonienmeister, Prälat Guido Marini, nach Lourdes und Paris. Dabei brachte er
einige „Wünsche“ bezüglich des Ablaufs der Zeremonien vor.
Gesprochen wurde auch über die liturgischen
Einrichtungen und Gegenstände, die bei den Papstmessen zum Einsatz kommen sollen.
Der Zeremonienmeister
soll die Verwendung von Hostienschalen oder Hostienkörben für die Heiligen Kommunion ausgeschlossen
und auf die Verwendung von Ziborien der traditionellen Form bestanden haben.
Für die Konzelebration
auf dem Platz der Invaliden in Paris, hat Kardinal Vingt-Trois für die dreihundert Konzelebranten die
Verwendung von Kaseln vorgesehen.
Die Anzahl der Konzelebranten will er aber nicht reduziert wissen.
Außerdem soll der Kardinal keine Eile zeigen, die Anfrage von Prälat Marini zu beantworten, der wünscht,
daß der Papst den Gläubigen in Paris die kniende Mundkommunion austeilt.
Die Teilnahme von Priestern
aus ganz Frankreich während der verschiedenen Zeremonien wurde nicht angesprochen.
Aber nach Angaben
der ‘Lettre de Paix liturgique’ will das Pariser Ordinariat verhindern, daß sich traditionalistische
Priester – sowohl aus den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften als auch von der Piusbruderschaft – einschleichen.
Angst vor der Tradition
Es ist vorgesehen, daß der Papst das Collège des Bernardins – eine theologische
Fakultät und Konferenzzentrum zum Dialog der Kultur mit dem Christentum – einweiht.
Das Institut befindet
sich in unmittelbarer Nähe der großen Innenstadtkirche Saint-Nicolas-du-Chardonnet, die sich in den
Händen der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. befindet.
Der Papst könnte sich vom Collège des Bernardins
leicht zu Fuß dorthin begeben.
Eine andere unerwünschte Adresse ist das Institut de France. Der Kardinal
will nicht, daß der Papst einer Einladung des Instituts Folge leistet, dessen Mitglied er seit November
1992 ist.
Das Institut der France ist eine Gelehrten-Vereinigung in Paris. Sie umfaßt fünf Akademien,
deren bedeutendste die Académie française ist.
Ein Besuch des Papstes in diesem Institut würde von
dem ehemaligen französischer Justizminister Jean Foyer (87) sehr begrüßt. Foyer wird allerdings von
den französischen Bischöfen als „Traditionalist“ eingestuft.
Angst vor den Worten des Papstes
Nach
Angabe der ‘Lettre de Paix liturgique’ fürchtet sich das Leitungsgremium der französischen Bischöfe
sowie das Pariser Ordinariat davor, daß eine „zu negative“ Rede hält, die als Widerhall der Kritiken
derer verstanden werden könnte, die Kardinal Vingt-Trois gerne [traditionalistische] „Grüppchen“ nennt.
Als mögliche Kritikpunkte nennt die ‘Lettre de Paix liturgique’: das Abdriften gewisser Theologen, der
Rückgang bei den Priester- und Ordensberufungen, die Notwendigkeit einer Neueinteilung der französischen
Diözesen, der Kontaktverlust zwischen Bischöfen und Priestern, besonders den Priestern der neuen Generation.
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42 Lesermeinungen
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Verehrter Aufrechter! Schön, Sie mal wieder zu lesen :(3 ! Da ich letztes Mal Ihren erlesenen Geschmack
nicht so getroffen habe, hier www.weddix.de/…kleider-galerie/0722 ein anderer Vorschlag! Ist das nicht
sehr seriös? Auf eine baldige Erprobung in der Praxis!
junge Leute neigen zur Mundkommunion Ich gehe manchmal in die Frühmesse, und beobachte gerne mal die
Leute dort. Zu meinem Erstaunen (ich bin noch nicht lange katholisch), nehmen die alten Leutechen oft
Handkommunion, aber die jungen (20-30), nehmen meistens Mundkommunion. Ich meine, die sind ja fromm, denn
sonst würden sie nur den Sonntagsgottesdienst besuchen. Aber zeigt das nicht auch, daß Mundkommunion
doch gut ankommt?
@aufrecherkatholik Ich habe Sie nicht nach der Meinung eines Anderen gefragt… aber gut. Solange keiner
von uns das „eigene“ Glaubensziel erreicht hat, bringt jegliche Diskussion sowieso nichts, da sie nicht
konstruktiv abläuft. Ich freue mich am Ende auf jeden Fall über jeden Gläubigen, der am Ende die volle
Gemeinschaft mit Gott haben wird und dann endlich auch keine Unterschiede mehr gemacht werden… Aufgrund
meiner persönlichen Glaubensansicht lass ich mir hier die Postings nicht verbieten Und damit müssen
Sie wohl leben. Sie brauchen mich ja nicht weiter zu kommentieren…
Das große Hochzeitfest O großes Hochzeitfest, darzu der Himmelskönig die Menschen rufen läßt! Ist
denn die arme Braut, die menschliche Natur, nicht viel zu schlecht und wenig, daß sich mit ihr der Sohn
des Höchsten traut? O großes Hochzeitfest, wie ist das Fleisch zu solcher Ehre kommen, daß Gottes Sohn
es hat auf ewig angenommen? Der Himmel ist sein Thron, die Erde dient zum Schemel seinen Füßen, noch
will er diese Welt als Braut und Liebste küssen! Das Hochzeitmahl ist angestellt, das Mastvieh ist geschlachtet;
wie herrlich ist doch alles zubereitet! Wie selig ist, den hier der Glaube leitet, und wie verflucht ist
doch, der dieses Mahl verachtet!
JK-NAK Lesen Sie die Postings von wackererkatholik. Das sagt mehr als all die Anmerkungen, zu denen ich
in der Lage wäre… Achten Sie auf die zugerichtete Braut! Jawoll!
aufrechterkatholik Sie missionieren sicher nicht, davon bin ich überzeugt. Wollen sie mich beleidigen?
Ich informiere mich hier, wie gram sich die Katholiken untereinander sind… Haben sie ein Problem mit
Neuapostolischen?
JK-Nak Ja was sind Sie denn für einer? Heißt denn das NAK neuapostolisch? Was machen Sie denn hier?
Müssen Sie immer noch a la Zeugen Jehovas missionieren? Oder wollen Sie uns dazu ermutigen, Ihrem Jargon
zufolge die Braut zuzurichten? Aber, bevor ich weiter hier ins Blaue hinein schimpfe, antworten Sie erst
einmal. Dann schauen wir weiter. Jawoll
dann nehmen wir das (eine) Beispiel wiederverheiratete Geschiedene… „Die Kirche verweigert wiederverheirateten
Geschiedenen die Heilige Kommunion, weil diese im Zustand der Todsünde verharren und sich damit nach
der Lehre der Kirche und dem Zeugnis des Evangeliums vom Leib Christ getrennt haben.“ Kreuz.net in einem
Artikel vom 1.11.2005 Wer beurteilt denn, ob jemand im „Stand der Gnade ist“? Jesus wird sicherlich niemanden
abhalten, im Gegenteil. Die Maßstäbe die hier und da in diesem Forum angelegt werden sind auf jeden
Fall fern ab von jeglichem Besteben für den kath. Glauben zu werben. Denn von Einheit, Eintracht und
Liebe ggü. den „eigenen“ Gläubigen und den potenziellen „Neu“-Mitgliedern kann da keine Rede sein. @ aufrecherkath.
Sie stellen sich ja schon eine Stufe höher ggü den Nicht-RKK, indem sie von ihrem „Thron“ aus einen
Böse-Zeigefinger-Empfehlung geben. Sie schreiben auch im Plural von sich selbst, was wollen Sie damit
aussagen? Ich denke, es kann jeder hier im Forum für sich selbst sprechen. Und wenn sie nicht wollen,
das Nicht-RKKs hier posten, sollte man als Zugangsberechtigung vielleicht die Taufurkunde vorlegen – um
ganz sicher zu gehen. Die Katholiken die ich kenne, begegnen mir jedenfalls immer in einer offenen und
herzlichen Art. Lassen sich auch auf Glaubensgespräche ein, ohne meinen Glauben zu degradieren. Im Gegenteil!
komischer Protestant Sie haben wohl Langeweile, jetzt treiben Sie sich hier herum. Die von Ihnen geschähte
Hl. katholische Kirche verwehrt keinem, aber auch wirklich keinem Geschiedenen (sofern er im Stand der
Gnade ist) dem Empang des Hl. Opfermahls. Wo haben Sie bloß Ihr Halbwissen her? Anstatt hier andauernd
Ihr Halbwissen abzusondern und daraus unberechtigte Polemiken abzulassen, empfehlen wir Ihnen: Informieren
Sie sich! Sollten Sie selbst Ihren Neigungen jedoch folgen und den konsekrierten Leib des Herrn empfangen,
denken Sie an den Hl. Paulus: … ißt sich das Gericht! Jawoll!
…noch weiter gehen Wie können dann die beispielsweise Geschiedenen das Wesen Jesu erlangen, denen die
Teilnahme am Mahl verboten wird? Die RKK verbietet ihnen die Teilnahme, aber Jesus Christus lädt sie
ein! Auch für mich ist es immer wirder eine Gewissensfrage, als Protestant die Einladung unseres Herrn
Jesus in der rk-Messe entweder ablehen zu müssen(was im Zweifel schlimmer ist), oder sie anzunehmen,
obwohl das Bodenpersonal damit ein Problem hätte. Ich denke, jeder Geschiedene sollte dies mit seinem
Gewissen und mit Jesus Christus abmachen, ob er sich an das Verbot einer Institution hält oder eben seinem
Gewissen folgt!
wer so etwas : Wie können dann die beispielsweise Geschiedenen das Wesen Jesu erlangen, denen die Teilnahme
am Mahl verboten wird? schreibt, disquailifiziert sich damit selbst, zeigt er doch, dass er keine Ahnung
hat. Si tacuisses, philosophus mansisses !
@JK-NAK Wenn man noch so heilig hinkniet und den Mund öffnet, sagt das noch lange nichts über die eigene
innere Haltung und Würdigkeit aus, welche man in sich trägt, während man die Hostie empfängt. …und
dem kann ich definitiv nichts hinzufügen!!!
Leib und Blut Wir sollten froh sein, dass Jesus sein Leib und sein Blut für uns gegeben hat. Denn es
ist die Notwendigkeit sein Wesen überhaupt zu erlangen zu können (Wie können dann die beispielsweise
Geschiedenen das Wesen Jesu erlangen, denen die Teilnahme am Mahl verboten wird? Die RKK schließt sie
aus der innigsten Verbindung zu Jesu aus, die wir durch das Hl. Abendmal überhaupt mit ihm haben können!)
Ob knieend, stehend oder wie auch immer. Mag sein, dass es die Wichtigkeit Mahls unterstützt – aber DER
Weg ist es nicht. Wenn man noch so heilig hinkniet und den Mund öffnet, sagt das noch lange nichts über
die eigene innere Haltung und Würdigkeit aus, welche man in sich trägt, während man die Hostie empfängt.
Können und Sollen unterscheiden man kann die Mundkommunion stehend, soll sie aber kniend empfangen lautet
der korrekte Ausdruck. Diese Feststellung sollte ein Schlussstrich setzen unter eine Diskussion, die überhaupt
keinen Sinn hat, denn letztlich geht es um die ontologisch korrekte Wiedergabe einer Sache und nicht um
ein Wortspiel
Französischer Klerus aufsässig Eine absolute Frechheit des französischen Klerus, Wünsche des Papstes
und eines Gastes zu missachten bzw. nur widerwillig nachzukommen. Er verkennt wohl seine Stellung.
monti Rechtzeitig aber immerhin, während sich Altrituelle seit Jahrhunderten im Kokon eingenistet haben…
und dringend Frischluftund andere frische Sachen brauchten. Auch dem Fall: Unter den Talaren – Muff von
tausend Jahren…
was ihr so alles empfangt Ich kann also knie(e)nd (die) Mundkommunion empfangen. Aber eine knie(e)nde
Mundkommunion zu empfangen, Ich habe immer wieder Freude an diesen verbalen Kämpfen, die dann alle sprachlich
daneben sind. Ich kann keine „Mundkommunion“ empfangen – allenfalls Mundkommunion praktizieren. Beim Kommunionempfang
unter beiderlei Gestalt findet in aller Regel sowohl Handkommunion wie Mundkommunion statt… und empfangen
werden dabei der Leib und das Blut Christi.
@Aleph Ich gebe Ihnen recht, dass man stets auf korrekte Formulierung achten sollte. Im Email-, Chat-
und Englisch-Zeitalter schreiben alle immer chaotischer und keinen kümmert’s. Trotzdem sollte das nicht
zu Scheindiskussionen führen, die nur noch um die Ausdrucksform gehen, weil die inhaltliche Diskussion
über diese Fragen wichtiger ist denn je. Die Menge von Lesern (eben online: „1.213 Leser“) zeigt es.
Totgeglaubte leben länger Freude, Freude seit heute kann die knieende Mundkommunion wieder fröhliche
Urständ feiern. Was sich einmal im Denken festgesetzt hat, lässt sich aus den Klauen offenbar nicht
mehr lösen. Wie soll eine Kommunion knieen können? Vielleicht knieen manche Empfänger beim Empfang
der Kommunion? Aber die Mundkommunion kann nicht knieen. Soll deshalb vielleicht die Hostie auf die Erde
gelegt werden (=knieen?), damit sie mit der Zunge aufgenommen werden kann? Für ältere Herrschaften dürfte
das ziemlich viel verlangt sein. Die jüngere Generation wird den Kotau ganz bestimmt nicht vollziehen…!
Folglich wird es auch keine knieende Mundkommunion geben. Vor wem sollte die Kommunion eigentlich auch
knieen?
#22 Tridentinus 14:48:40 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Selbstverständlich ist Laudes ein Plural und es richtiger, die von Ihnen bevorzugte Formulierung zu
wählen. Darauf habe ich im Trierer Priesterseminar auch bestanden, um den insgesamt nicht sonderlich
begabten damaligen Subregens Markus Nicolay zu ärgern.
@ Tridentinus Unreif ist das pedantische Gehabe der Korrektur, die Sie zum wiederholten Male anbringen
In dieser Unreife sind Traditionalisten in aller Regel Meister – die schreiben nämlich sogar ganze „Artikel“
darüber, wen sie meinen wie korrigieren zu müssen. Aber es freut mich, dass wir uns darin einig darin
sind, dass kreuz.net zutiefst Unreife ausstrahlt. Im Übrigen haben exakt Sie vor exakt 30 Minuten von
mir eine genaue Erklärung erbeten – da können Sie sich jetzt doch wohl kaum beschweren, dass Sie sie
bekommen haben. was vermuten lässt, dass Sie das auch noch originell oder lustig finden Die Vermutung
teile ich nicht. Dabei nennen Sie ja selbst ein völlig etabliertes paralleles Phänomen des sprachlichen
Ausdrucks, und es gäbe deren mehrere. Das Zeigt eben, dass es Ausdrucksweisen gibt, die rein semantisch
betrachtet Normabweichungen sind oder Inkonsequenzen implizieren, gleichwohl aber im sogar hochsprachlichen
Sprachgebrauch akzeptiert und daher eben nicht mehr als falsch bezeichnet werden können. Da sind wir
unterschiedlicher Ansicht. Im Gegensatz zu Ihnen bin in der Meinung, dass der Ausdruck „Komm zur Laudes,
die ist immer so feierlich“ auch durch ständige Wiederholung nicht korrekt wird. Es heißt „Komm zu den
Laudes, die sind immer so feierlich“. Allenfalls bin ich bereit – wie ich auch schon sagte – zu akzeptieren,
dass ein solcher grammatisch falscher Ausdruck nicht moniert werden MUSS. Falsch ist und bleibt er aber
trotzdem.
paixliturgique.com Danke für den Hinweis auf die Internet-Homepage von ‘La lettre de Paix Liturgique’.
Diese war mir noch nicht bekannt. Der versöhnliche Ton, der mir auf dieser Homepage vernehmbar zu sein
scheint, gefällt mir gut. Siehe z.B.: „Au moment où l’Eglise traverse en France [nicht nur dort!] une
crise grave, il est urgent de mettre en oeuvre une réconciliation entre tous les fidèles : les fidèles
des paroisses, les catholiques qui vivent leur foi au sein des communautés « Traditionnelles» en dehors
du diocèse et ceux qui, pour des raisons diverses, ont préféré suivre le mouvement de Monseigneur
Lefebvre.“
#19 Tridentinus 14:34:20 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@RRR!!! Unreif ist das pedantische Gehabe der Korrektur, die Sie zum wiederholten Male anbringen, was
vermuten lässt, dass Sie das auch noch originell oder lustig finden. Dabei nennen Sie ja selbst ein völlig
etabliertes paralleles Phänomen des sprachlichen Ausdrucks, und es gäbe deren mehrere. Das Zeigt eben,
dass es Ausdrucksweisen gibt, die rein semantisch betrachtet Normabweichungen sind oder Inkonsequenzen
implizieren, gleichwohl aber im sogar hochsprachlichen Sprachgebrauch akzeptiert und daher eben nicht
mehr als falsch bezeichnet werden können.
@ Tridentinus „knie(e)nd“ ist ein Partizip Präsens Aktiv – im Nominativ Singular. Die Zuschreibung dieses
Partizips als Attribut ist beim Substantiv „Mundkommunion“ zwar grammatisch möglich, aber semantisch
sinnlos. Darin besteht der Fehler. Genauso wie bei „stehenden Ovationen“. Ein grammatischer Fehler bleibt
auch dann, wenn er zur festen Redewendung geworden ist, ein Fehler – allenfalls einer, den man mit Rücksicht
auf die Normalsprache nicht monieren muss. Ich kann also knie(e)nd (die) Mundkommunion empfangen. Aber
eine knie(e)nde Mundkommunion zu empfangen, das ist und bleibt semantisch unmöglich. Und diese Feststellung
macht mich jetzt – wenn ich den Vorredner richtig verstehe – zu einer unreifen Person.
Knieende Mundkommunion Das Attribut „knieend“ bezieht sich auf „Mundkommunion“. Nun kann aber die Mundkommunion
als Sache nicht knien, denn das kann nur der Kommunikant. Deshalb wäre die absolut korrekte Bezeichnung:
„knieend empfangene Mundkommunion“. Indes: Die bezeichnung „kniende Mundkommunion“ ist mittlerweile als
terminus technicus allgemein anerkannt und gebräuchlich, so daß die Kritik von RRR nichts anderes als
peinliche Schlaumeierei ist. Hier will einer beweisen, daß er schlau ist, und beweist doch nur seine
Unreife.
Nunja Der Papst könnte sich vom Collège des Bernardins leicht zu Fuß dorthin begeben. Ja, wenn ihn
das prötzliche Bedürfnis überkommt, der schismatischen Sekte einen Besuch abzustatten, warum denn nicht.
Den Dalai Lama und die Blaue Moschee in Istanbul hat er ja auch schon besucht (und wenn ich es recht in
Erinnerung habe, war er dabei auch zu Fuß)
@ Tridentinus die sprachlich vielleicht nicht ganz exakt ist, aber üblich und verständlich Zu Ihrem
Bedauern muss ich Ihnen mitteilen, dass mir – geschult durch die liturgische Tradition der Kirche – etwas
an sprachlicher Feinheit liegt. Und da stelle ich fest, dass der Ausdruck „kniende Mundkommunion“ nicht
etwa, wie Sie behaupten, „vielleicht nicht ganz exakt ist“, sondern schlicht und einfach falsch. Wenn
das der Umgang der Traditionalisten mit Sprache ist, dann gibt es keinen Grund, die lateinische Tradition
der Kirche wieder höher zu hängen als das in den letzten Jahrzehnten war. Das hieße dann nämlich Perlen
vor die Säue werfen.
#11 Tridentinus 14:00:07 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@RRR! Wärmen Sie nicht immer den Schmarrn auf, der sich an einer Formulierung aufhängt, die sprachlich
vielleicht nicht ganz exakt ist, aber üblich und verständlich!
Igitt! die kniende Mundkommunion Wie muss man sich denn eine kniende Mundkommunion vorstellen? Komische
Vorstellung… Da kommt so eine Mundkommunion an, kniet sich hin – und was will sie dann? Vielleicht die
Mundkommunion? Von wem? Darf man einer Mundkommunion, die vor einem kniet, die Mundkommunion reichen?
Ich dachte, das dürfe man nur bei Menschen!
Ganz leicht Der Papst könnte sich vom Collège des Bernardins leicht zu Fuß dorthin begeben. Jaja…für
das Schlendern auf den Trottoirs dieser Welt ist er bekannt.
@Pünktchen: Ein Nachfolger sollte immer aus den Fehlern seines Vorgängers lernen. Mal was anderes: Der
zweimal geschiedene französische Staatspräsident Sarkozy darf aber nicht zur Kommunion, oder?
Das älteste Sorgenkind gerne bezeichnet sich Frankreich als die älteste Tochter der Kirche. In Wirklichkeit
aber ist sie deren ältestes Sorgenkind. Schuld daran sind nicht etwa Aufklärung und französische Revolution,
sondern niemand Geringeres als die französischen Könige, denen ihre Herrschaft wichtiger war als der
Glaube den sie zu verteidigen hatten. Der Ursprung der Konzilssekte ist nicht etwa Rom, sondern Frankreich
mit seiner „Nouvelle Théologie“ dessen Epigonen in Deutschland Rahner, Vorgrimmler Küng heissen. Es
war der unter dem heiligen Pius X strafversetzte Kardinal Liénart traurigen Gedenkens, der in Rom den
Aufstand gegen die römische Theologie anführte.
#1 Tridentinus 11:26:02 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Eine spannende Konstellation. Es wird sich zeigen, wie Rom mit einer gallikanistischen Atmosphäre fertig
wird, und das, ohne das konziliare Prinzip der Kollegialität zu verletzen. Was ist dieses letztlich,
wenn nicht Gallikanismus/Febronianismus? Allerdings: Ohne gewisse gallkanische Wurzelgründe wäre wohl
kaum ein französischer Erzbischof zum weltweiten Akteur zur Wahrung der Tradition geworden!