Die meisten deutschen Bischöfe widersetzen sich dem Papst
Ein Jahr nach der Freigabe der Alten Messe haben zwei deutsche Laienvereinigungen in der heutigen Ausgabe der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ eine dramatische Erklärung publiziert. Der Wortlaut.
Bei den Altgläubigen findet sich eine angemessene Verehrung der Eucharistie.
(kreuz.net) Vor einem Jahr hat Papst Benedikt XVI. die überlieferte Heilige Messe als außerordentliche
Form des Römischen Ritus bestätigt. Er erhofft sich wegen ihrer ausgeprägten Sakralität davon auch
eine Befruchtung der Meßform von 1969:
„Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig
und groß. Es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein. Es tut uns allen gut, die
Reichtümer zu wahren, die im Glauben und Beten der Kirche gewachsen sind und ihnen ihren rechten Ort
zu geben.“
Die meisten deutschen Bischöfe jedoch widersetzen sich dem Papst und verweigern fast allen
Katholiken, die entsprechende Anträge stellen, ihr verbrieftes Recht auf diese Form der Heiligen Messe.
Obwohl der Papst die römische Kommission ‘Ecclesia Dei’ als ausführende Instanz eingesetzt und jede
gegenteilige Anordnung für unwirksam erklärt hat, erließ die Deutsche Bischofskonferenz „Leitlinien“,
die den römischen Vorschriften widersprechen.
Die Leitlinien bestimmen, daß wegen der Heiligen Messe
in überlieferter Form keine Sonntagsmesse in der Form von 1969 ausfallen darf.
Diese Bestimmung widerspricht
Äußerungen des Vorsitzenden der Kommission ‘Ecclesia Dei’, Kardinal Dário Castrillón Hoyos, es wäre
„am besten, eine der Sonntagsmessen in der Pfarrei“ in dieser Form zu zelebrieren.
Ferner beanspruchen
die Bischöfe nach den Leitlinien ein Genehmigungsrecht bei Gruppen von Gläubigen aus verschiedenen Pfarreien.
Dazu Kardinal Castrillón: „Warum soll das ein Problem sein, wenn die Menschen aus einer anderen Pfarrei
kommen? Wenn sie sich treffen, werden sie zu einer stabilen Gruppe.“
In Deutschland jedoch werden im
Normalfall nur Werktagsmessen „genehmigt“ oder vereinzelte Sonntagsmessen zu einem familienfeindlichen
Termin am Sonntagnachmittag oder Sonntagabend.
Kinderreichen Familien und älteren Gläubigen wird von
bischöflichen Ordinariaten sogar zugemutet, jeden Sonntag Dutzende oder gar Hunderte von Kilometern bis
zur nächsten regelmäßigen Sonntagsmesse in dieser Form zurückzulegen.
Priester berichten uns von
mannigfachen Pressionen seitens ihrer Ordinariate, wenn sie die Anträge von Gläubigen erfüllen wollen,
wozu sie von Rom aus eigentlich verpflichtet wären.
Kardinal Castrillón: „Es ist höchst bedauerlich,
wenn Priester durch einschränkende rechtliche Verfügungen, die im Widerspruch zu den Absichten des Papstes
und dem universellen Kirchenrecht erlassen worden sind, daran gehindert werden, die außerordentliche
Form der Heilige Messe zu zelebrieren.“
Ferner fordern viele Ordinariate die Auslieferung von Namen und
Adressen der Antragsteller und begnügen sich nicht mit der Einsichtnahme durch den Pfarrer
Die meisten
antragstellenden Gläubigen – besonders solche im kirchlichen Dienst – befürchten jedoch, auf einer schwarzen
Liste geführt zu werden.
Ein Fall ist dokumentiert, in dem ein Ordinariat sich „bei den Unterzeichnern
melden“ will, um deren „festen Willen“ zu erfragen.
Deshalb haben unsere Vereinigungen, den Bestimmungen
des päpstlichen Motu Proprio entsprechend, über fünfzig unerledigte Gruppenanträge an die Kommission
‘Ecclesia Dei’ weitergeleitet und um Erfüllung der Anliegen gebeten.
Wir appellieren an die deutschen
Bischöfe, ihren Widerstand gegen das gültige Kirchenrecht und den Willen des Papstes aufzugeben.
Die
Katholiken rufen wir auf, sich zusammen mit uns auch weiterhin dafür einzusetzen, daß diese segensreiche
und bewährte Form der Heiligen Messe für alle erreichbar wird.
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@ Marcelus Gerade diese Form der Betsingmesse wurde aber von Tridentinus kritisiert. – Und: Bevor man
einen Vorbeter anstellt, der parallel zur stillen Messe des Priesters die Texte laut deutsch vorträgt,
könnte der Priester ja gleich die Messe in der Volkssprache feiern.
@Freinsberg: Die Betsingmesse, warum soll es die nicht mehr geben? Im kanonisierten Römischen Ritus für
alle Zeiten gibt es diese noch. Richtig ist, daß die kanonisierte Römische Messe bis zur Meßbulle Summorum
Pontificum (07. VII. 2760 a.u.c.) rechtswidrig verfolgt wurde, nachdem Paul VI. oder ein anderer Papst
die Meßbuchkanonisation nie aufgehoben hat. Die Betsingmesse alter Praxis (mit dem Vorbeter als Dolmetsch,
während der Priester seine Texte pflichtgemäß lateinisch flüstert) gibt es ohnehin nicht mehr.
Die tridentinische Messe ist schön, man muß nur für sie werben Die meisten jungen Leute kennen gar
nicht, wie die alte Messe ist. Dabei gibt es ein reichen Schatz zu entdecken: die Rezitation auf Latein,
die Gregorianik, die theologische Bedeutung der symbolischen Handlungen des Priesters… Ja, um die alte
Messe würdigen zu können, muß man vielmehr Arbeit leisten, um sich als Laie der altwürdigen Meßform
anzueignen. Und natürlich müssen auch Sachkundigen einem dabei behilflich sein. Aber was tun die meisten
Pfarrer? Sie verschweigen den Gläubigen, daß es die alte Messe gibt. Wenn sie doch davon reden, dann
sagen sie, das sei veraltes Zeug für Rechtsextremisten. Aber bitte, was hat eine liturgische Form überhaupt
mit der politischen Gesinnung zu tun? Ich bin politisch liberal, aber ich gehe trotzdem in die Alte Messe,
weil ich sie schön finden, und weil ich mich dabei besser konzentrieren kann. Aber ich gehe auch in die
neue Messe, ich sehe überhaupt keinen Widerspruch dabei. Ein Musikprofessor (ein weltberühmter Kenner
der Gregorianik) schreibt in seiner Monographie: „Die Gregorianik als eine liturgische Musik kann man
erst verstehen, wenn man sie im Kontext der liturgischen Handlung betrachtet“. Dann fängt seine viel
gelesene und hoch gerühmte Monographie mit einer Erklärung des katholischen liturgischen Kalenders (vor
1962 natürlich) an! Wenn ich nicht die alte Messe gekannt hätte, würde ich dieses Werk über Musik
gar nicht richtig verstehen! Für mich allerdings ist es ein großes Geschenk, daß es die Alte Messe
noch praktiziert wir…
Liebenswürdiger Naseweis Bischen langweilig Ihr letzter Kommentar. Bitte etwas mehr Hirn und Witz. Waren
Sie denn überhaupt mal in einer Messe? Wenn ja dann müssten Sie wissen, dass man dort nicht Däumchen
dreht. Und wie wär es denn Mal mit einer Beichte? Ach pardon ich hatte vergessen dass die Reue für Bester
karljosef, Sie werden doch wohl nicht annehmen, dass vor Ihnen einfach nur so Perlen ausleere. Sie wissen
doch, vor wem man das überhaupt nicht tun soll. Nur weil Sie so ein lieber katholischer Naseweis sind,
der gerne wüsste, ob andere Leute in der Messe waren. Die Frage ist ungemein geschmackvoll und dann erst
die Aufforderung zur Beichte. Wobei ich stark bezweifle, ob Ihre Absolution überhaupt Sinn macht. Auf
so eine groteske Idee, zur Beichte aufzufordern, kann ja nur ein Katholiban kommen.
Korrektur: Hier der von mir eigentlich gemeinte Satz Ferner fordern viele Ordinariate die Auslieferung
von Namen und Adressen der Antragsteller und begnügen sich nicht mit der Einsichtnahme durch den Pfarrer
Das in dem anderen Satz Ausgesagte geht natürlich auch voll in diese Richtung; ihn zu zitieren war somit
nicht ganz daneben…!
@Aleph Bischen langweilig Ihr letzter Kommentar. Bitte etwas mehr Hirn und Witz. Waren Sie denn überhaupt
mal in einer Messe? Wenn ja dann müssten Sie wissen, dass man dort nicht Däumchen dreht. Und wie wär
es denn Mal mit einer Beichte? Ach pardon ich hatte vergessen dass die Reue für die Sodomiepraktien fehlt.
Die Diktatur des Modernismus feiert in den Scheinbischöfen Zollitsch, Fürst & Co. fröhlich Urständ
Die von ihnen und anderen deutschen Scheinbischöfen praktizierte Katholik(inn)enverfolgung offenbart
sich nicht nur in ihren perfiden Versuchen, katholische Verlage wie den von Anton Schmid …ww.verlag-anton-schmid.de/
darin zu bevormunden, wie er sein Verlagsprogramm („Pro fide catholica“ – „Für den katholischen Glauben“)
zu nennen bzw. nicht zu nennen hat (Gott sei Dank erfolglos!) und in dem nicht minder perfiden (und leider
erfolgreichen!) Versuch, dem pacelli-„katholischen“ Priester P. Rolf Hermann Lingen www.kirchenlehre.com/
die Internetdomäne www.katholisch.de, die dieser für die wahre katholische Kirche reserviert hatte,
lange bevor die schlafenden V2-Scheinkatholiken auf die Idee kamen, dies für sich zu tun, per Gerichtsverfahren
zu entreißen, sondern auch in der in diesem Satz aufscheinenden, auch sonst in Diktaturen beliebten Art
und Weise, unliebsame Elemente in den eigenen Reihen zu identifizieren, um sie dann umso besser denunziieren,
drangsalieren und verfolgen zu können: Priester berichten uns von mannigfachen Pressionen seitens ihrer
Ordinariate, wenn sie die Anträge von Gläubigen erfüllen wollen, wozu sie von Rom aus eigentlich verpflichtet
wären @iustus Die Forderung und Förderung der aktiven Teilnahme an der Liturgie der hl. Kirche ist
keine Erfindung des 2. Vatikanum, sondern geht ganz wesentlich bereits auf Papst Pius X. zurück!
karljosef: Däumchendrehen Da können Sie wirklich froh sein, dass Ihre Glaubwürdigkeit kein Jota besser
ist. Sie fühlen sich wohl in der Ehre gekänkt, weil Sie die Daumen bei der Messe nicht kreuzen können
oder wollen. Das tut mir aber außerordentlich leit. Vielleicht drehen Sie auch nur Däumchen bis zum
nächsten Einsatz.
#63 dave_hamburg 19:41:37 | Freitag, 11. Juli 2008
Mark. 2, 21 – 22 ich halte es für Unsinnig, einen Ritus wiederherzustellen, aus nostalgischen Gründen.
Wenn er jemandem wirklich etwas bedeutet und ihm in seinem Leben Kraft und Halt geben kann… sei’s drum,
bitte schön. Aber einfaches „Herunterbeten“, um des Gehorsams Willen, bringt niemanden näher zu Gott!
Der Gottesdienst muss verinnerlicht und zunächst verstanden werden – sonst ist er nutzlos. siehe dazu
o. g. Bibelstelle.
@ iustus Klar. Wohl aber das Singen deutscher Lieder während der Priester pflichtgemäß lateinisch flüstert.
Schlimm genug. Was ist daran so schlimm? Es gibt eben verschiedene Formen der „aktiven“ Teilnahme am Messgeschehen.
Natürlich sollen die Gläubigen vor allem und in erster Linie die (lateinischen) Messtexte mitbeten können,
insbesondere das Ordinarium, aber es gibt auch durchaus andere legitime Andachtsformen, die ich nicht
als schlimm bezeichnen oder in jedem Fall als Missbrauch bezeichnen würde, wie bespielsweise das berühmte
Rosenkranzbeten während der Stillmesse. Lassen wir den frommen Seelen doch die Freiheit, an der Messe
auf diejenige Art und Weise „aktiv“ teilzunehmen, wie es jedem recht ist. Schlimm wäre es freilich, wenn
man hier eine Form verabsolutieren würde.
@ iustus: Maglione-Brief Das Schreiben ging an den Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz; als Personen,
die über die Liturgische Bewegung wachen sollen, werden die Bischöfe genannt.
@Freinsberg Was die Regelung durch die Bischöfe betrifft: Die wurde ihnen durch das berühmte Schreiben
des Kardinalstaatssekretärs L. Maglione vom 24. Dez. 1943 – mit dem Betsingmesse, Chormesse und Deutsches
Hochamt offiziell zugelassen werden – sogar aufgetragen. Den Bischofskonferenzen oder den Bischöfen?
Die Betsingmesse alter Praxis (mit dem Vorbeter als Dolmetsch, während der Priester seine Texte pflichtgemäß
lateinisch flüstert) gibt es ohnehin nicht mehr. Klar. Wohl aber das Singen deutscher Lieder während
der Priester pflichtgemäß lateinisch flüstert. Schlimm genug.
Betsingmesse etc. Die Betsingmesse alter Praxis (mit dem Vorbeter als Dolmetsch, während der Priester
seine Texte pflichtgemäß lateinisch flüstert) gibt es ohnehin nicht mehr. Was die Regelung durch die
Bischöfe betrifft: Die wurde ihnen durch das berühmte Schreiben des Kardinalstaatssekretärs L. Maglione
vom 24. Dez. 1943 – mit dem Betsingmesse, Chormesse und Deutsches Hochamt offiziell zugelassen werden –
sogar aufgetragen.
@Lieber Freinsberg Diese Formen, besonders die dialogata, haben meines Erachtens irgendwie eine Schicht
über die eigentliche Liturgie der Kirche gelagert. Das ist in meiner Wahrnehmung eine Parallelisierung
oder Zweigleisigkeit, die die Liturgie nicht wirklich erschlossen hat. Am meisten kritisiere ich an der
dialogata, dass oft alle Gebete ohne Rücksicht auf den zum Teil sehr unterschiedlichen Charakter zu Wechselgebeten
zwischen Volk und Priester wurden. Die Bet-Sing-Messe hat diesen Wortschwall (der nicht weit von heutiger
liturgischer Realität im Usus Ordinarius entfernt ist) eben zum Klang-Teppich gewoben, der sich über
die Liturgie breitete und sie so verbarg, nicht erschloss.
Volksbrauch und Bischofskonferenz Immerhin gab es für die sogenannten „volksliturgischen“ Mess-Formen
offizielle Regelungen der Bischofskonferenzen. Die sind mit dem Gebot der aktiven Teilnahme der Gläubigen
des 2. Vatikanischen Konzils obsolet geworden. Heute ist eine Bet-Sing-Messe völlig fehl am Platz. Überdies:
Hatte vor dem 2. Vatikanum die Bischofskonferenz wirklich solche Dinge schon zu regeln?
@ subjektive Volksbräuche? Immerhin gab es für die sogenannten „volksliturgischen“ Mess-Formen offizielle
Regelungen der Bischofskonferenzen. Das kann man nicht einfach als subjektive Volksbräuche abtun.
Der Geist der Liturgie Wenn man während der Messe Rosenkranz beten oder unpassende Lieder singen kann,
darf man wohl auch die liturgischen Texte in Übersetzung sprechen. Die Gläubigen sollten und sollen
bekanntlich „die Messe beten“ – nicht „in der Messe beten“. Wenn aber die Messe lateinisch ist, dann soll(t)en
sie die ihnen zukommenden Teile auch lateinisch beten. So einfach ist das: Die alte Liturgie im Geist
des 2. Vatikanums gefeiert – nicht nach subjektiven Volksbräuchen (und seien sie von Pius Parsch gefördert).
@ Tridentinus Weshalb Betsing- und Chormesse Fehlformen der Messgestaltung gewesen sein sollen, verstehe
ich nicht. Freilich, sie waren Notlösungen. Pius Parsch hat die für die stille Messe geltenden Regeln
ausgenützt – mit dem Argument: Wenn man während der Messe Rosenkranz beten oder unpassende Lieder singen
kann, darf man wohl auch die liturgischen Texte in Übersetzung sprechen. Man könnte an diesen Formen
etwa kritisieren, dass die Priester-Rolle verwischt wurde, weil der Vorbeter akustisch dominierte. Aber:
Wäre eine vom Priester geflüsterte Messe, in der sich die Gläubigen irgendwie fromm beschäftigten,
besser gewesen?
-RRR- …und weil die Ministranten schlafenderweise vergessen haben, beim Händefalten die Daumen zu kreuzen.
Das führt letztlich zu Ungültigkeit der Feier. Muss wiederholt also werden. Daher der stets große Personalaufwand
bei den Altrituellen.
@ Merker Mein Rat an jene, die noch die HEILIGE Messe, nicht aber die Spektakelmesse lesen: Mit „Spektakelmesse“
meinen Sie die, wo Männer in Frauenkleidern und mit Manipelchen 13 Minuten an einem Seitenaltar herumflüstern
und anschließend gleich beichten gehen müssen, weil sie beim Händeausbreiten nicht einen exakten 90-Grad-Winkel
hingekriegt haben, oder?
Seid bedenkenlos aktiv! Mein Rat an jene, die noch die HEILIGE Messe, nicht aber die Spektakelmesse lesen:
Nehmt überall eine Kirche in beschlag, besonders dort, wo eine abgerissen werden soll. Gegenüber den
jetzt fragwürdig gewordenen Bischöfen habt Ihr keine Gehorsamspflicht, Ihr sollt nur Gott gehorchen
und dem Papst. Muß die Kirche dann verteidigt werden, so bin ich dabei.
#45 karljosef 22:29:06 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Ich gehe zu immer einer Messe (1962) die von einer Gemeinschaft die mit dem Papst verbunden ist gelesen
wird. Es kommen pro Sonntag 1000 Gläubige in vier Messen. Während der Messe sitzen auch Priester im
Beichtstuhl. Es ist herrlich. Man muss ueberhaupt nicht zur FSSPX gehen.
#44 Brandenburgis 22:27:59 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Um katholisch zu sein sollte man schon eine gesunde Distanz zu den Figuren Zollitsch, Algermissen, Mussinghof
und Geby Fürst gewährleisten. Dies auch Herrn Gottenberg zur Kenntnis.
timpressum: wenn ich Sie richtig verstanden wenn ich Sie richtig verstanden habe ist man nur dann katholisch,
wenn man vor den Epigonen des Tandem Rahner-Lehmann zu Boden kriecht. Zu diesen Epigonen gehören Zolltisch,
Algermissen, Mussinghof und Geby Fürst.
Was ist in der RKK ein Gottesdienst. (Ein Blick von der Seite). Normalerweise entweder setzen sich Leute
in Kirchen wie Protestanten und Häretiker oder stehen wie fromme Orthodoxe. Nein, hier man setzt sich
mal, dann steht gleich auf, dann runter, dann hoch, dann alles von vorne. Keine Ruhe und Kontemplation.
Dabei wird in einem Gebäude mit 9 ms Nachhall! klägliche Stimme (einen Homosexuellen?) mit dem Mikro
verstärkt. Ist das nicht geschmacklos? Aber hauptsächlich beweist das, dass es nur leere geistlose Rituale
sind. Sonst hätte es kein wirklicher Betender aushalten können. Das ist noch nicht genug. Nun kommen
in die moderne Messe elende Soaps mit blöden Sprüchen und ekliger Popmusik von Laien und armen Kindern
geliefert. Anschließend werden welche komischen Scheibchen geschluckt. Ist das eine Kommunion? Ohne Beichte
wird der Leib Christi – wenn es ein sein soll – von Gläubigen (?) mit Händen angefasst. Und wo ist das
Blut Christi? Hat er nicht gesagt, wer mein Blut nicht trinkt, hat keinen Teil mit mir? Ist das von Heiligen
Aposteln überlieferter Gottesdienst? Aufwachen!!!
Rector ecclesia Can. 903 – Ein Priester ist zur Zelebration zuzulassen, auch wenn er dem Rektor der Kirche
nicht bekannt ist, sofern er ein Empfehlungsschreiben seines Ordinarius bzw. seines Oberen vorlegt, das
höchstens vor einem Jahr ausgestellt wurde, oder wenn vernünftigerweise anzunehmen ist, daß er bezüglich
der Zelebration keinem Hindernis unterliegt. Anders ist es nur, wenn (wie im Fall der SJM im Lixhof) ein
(Ordens-)Priester in einer Diözese dauerhaft eine feste Seelsorge ausübt. Dann braucht er die Erlaubnis
des Bischofs.
Widersinn Was soll dieses Geschwätz? Eines ist doch völlig einsichtig, die Konzilsbischöfe müssen
die katholische Messe ablehnen, denn steht sie im krassen Gegensatz zur ökumenischen Eucharistiefeier
der Modernisten des Pastoralkonzils. Leute, hört die Messe bei den Priestern der von Msgr. Lefébvre
gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. und Ihr habt eure Probleme gelöst!
@iustus: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Rector Ecclesiae nicht das Recht hätte, einem Priester
mit Zelebret die Messzelebration in seiner Kirche zu verweigern; sonst hätten ja beispielsweise auch
die Servi Jesu et Mariae ihre Messe in ihren Pfarreien der Diözese Fulde weiter feiern können. Mir sagte
auch ein Priester, der in meiner eigenen Pfarrei mal die tridentinische Messe las, dass er den zuständigen
Pfarrer um die Erlaubnis bitten müsse.
Tridentinus Es wäre interessant, das Alter auch der anderen Poster hier zu kennen. Anscheinend sind die
Gegner der alten Messe so alt, dass sie Fehlentwicklungen vor dem Konzil noch erlebt haben. Da wird manches
verständlicher. Und es könnte ein fruchtbarer Dialog beginnnen…
@Benedict: Nein, der Pfarrer kümmerte sich darum, dass ein vom Ordinariat bestimmter Priester in einer
Kapelle seiner eigenen Pfarrei einmal im Monat die Alte Messe zelebriert. (Mehr als einmal im Monat hätte
der von der Petrusbruderschaft auch nicht Zeit gehabt.) Das Ersuchen um die Alte Messe wurde gewährt,
nur nicht in der Pfarrei des Diakons, sondern in der des Pfarrers, und nicht mit einem Priester des Petrusbruderschaft,
sondern mit einem der Erzdiözese.
Mal zur Klarstellung Ein Rektor Ecclesia darf einem Priester, der ein gültiges Zelebret (für den einen
römischen Ritus) besitzt, überhaupt nicht die Zelebration in seiner Kirche verbieten!!!
@ Libertas Ecclesiae Und warum jetzt diese Erbsenzählerei? Müssen wirklich alle Gläubige, die den Antrag
unterzeichnet haben, auch tatsächlich bei jedem Zelebrationstermin in der dafür vorgesehenen Kapelle
anwesend sein? Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass es gar nicht möglich wäre, also erst gar
nicht für alle Platz geschaffen wird. Die feste Gruppe dort muss wesentlich kleiner sein. Das ist im
übrigen kein Vorwurf der Lüge. Denn dazu hätten die Antragsteller eine Teilnahme von 300 Gläubigen
behaupten müssen. Es bedeutet aber, dass der Fall nciht so schwerwiegend sein kann, wie er aufgrund der
Zahlen erscheint. Entscheidend ist doch vielmehr der Umstand, dass den Gläubigen jahrelang ihr berechtigtes
Anliegen verweigert wurde. Bis letztes Jahr stand es dem Bischof frei, dem Ansinnen nicht nachzukommen
(obgleich er das mE besser hätte tun sollen). @ Burgorus Wie war das jetzt? Der Pfarrer erlaubte die
Zelebration in seiner Pfarrei, aber nur mit ihm als Zelebranten, oder wie?
Wie Samt und Seide Werthe Mitdiskutanten, es war ein schönes Erlebnis, mit Ihnen auf dieser sachbezogenen
Ebene Meinungen auszutauschen. Danke! Vor allem gab es keine Sieger und keine Verlierer. Bis jetzt erlebte
ich eine Diskussion wie Samt und Seide. Das ermutigt mich, dass das Forum auch positive Kräfte bündeln
kann. Dennoch gilt: hart in der Sache aber fair (Plasberg). Wegen anderweitiger Verpflichtungen verabschiede
ich mich aus dieser tollen Runde. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie im bisherigen Stil weiterdiskutieren
könnten, ohne Unterstellungen, Diffamierung und andere böse Störungen. Vielleicht kommen wir in ein
paar Stunden noch mal ähnlich zusammen. Das würde mich freuen Gruß Aleph :)3
@ Benedikt Ich bin seit dem Fall Gießen sehr misstrauisch, was irgendwelche Anträge angeht. Dort sollen
300 Gläubige einen Antrag auf die alte Messe gestellt haben, aber die anvisierte Kapelle fasste maximal
50 Gläubige. Sind für sie die traditionsverbundenen Katholiken, die entsprechende Anträge stellen,
potentielle Lügner? Und warum jetzt diese Erbsenzählerei? Müssen wirklich alle Gläubige, die den Antrag
unterzeichnet haben, auch tatsächlich bei jedem Zelebrationstermin in der dafür vorgesehenen Kapelle
anwesend sein? Entscheidend ist doch vielmehr der Umstand, dass den Gläubigen jahrelang ihr berechtigtes
Anliegen verweigert wurde. Man stelle sich vor, was los wäre, wenn man mit den Anhängern der ordentlichen
Form so umspringen würde.
@Benedict und Aleph: Die alte Messe war eigentlich in der Nachbarspfaffei beantragt. Diese leitet ein
Diakon, der sich mit Händen und Füßen gegen eine alte Messe sträubte. Der Pfarrer, der diese Pfarrei
als Priester mitbetreut, war immerhin noch derjenige, der sich um das Zustandekommen des Lesens der Alten
Messe kümmerte, die dann eben in seiner eigenen Pfarrei stattfand. Warum er da das Ordinariat eingeschaltet
hat, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wusste er, dass die Antragssteller gleich den Priester mitbrachten.
Herzlichen Dank unseren Laienvereinigungen! Es ist wahr: Wir Gläubigen draußen im Land haben in großer
Zahl Anträge gestellt und zumindest in der Diözese Rottenburg-Stuttgart den Eindruck, für des Bischofs
Papierkorb unterschrieben zu haben. Die uns vom Papst zugestandenen Rechte werden mißachtet. Man mutet
uns und unseren Familien zu, sonntags trotz hoher Benzinpreise hundert Kilometer mit dem Auto zur Messe
zu fahren. Die Priester unseres Vertrauens werden von der örtlichen Mafia gemobbt und unsere Laienvertreter
abgekanzelt. Wir sind es satt, von amtlich bestallten Pfarrern wie Rechtlose behandelt zu werden, von
Amtsinhabern, denen der überlieferte Glaube und der Wille des Papstes schnurzegal sind, während sie
gerne ihre A13 – oder höher – Besoldung einstreichen! Sie laufen zum Teil sogar mit römischem Kragen
herum und betreiben Wühlarbeit gegen Rom!
Burgorus Da sind allenthalben unschöne Dinge passiert. Da muss keine Seite mit dem Finger auf die andere
zeigen. Da gab es Enttäuschungen und Diffamierungen. Das ist natürlich nicht im Sinne der Religion.
Da spielten kirchliche Vorschriften auch noch eine wichtige Rolle, wenn sie großzügig oder pingelig
ausgelegt wurden. So entsteht im Verlauf ein schlimmes, giftiges Gemenge, das man nicht weiterfüttern
muss, wenn man nicht will. Den Hinweis auf das JUDENTUM habe ich nicht auf mich bezogen…!
#25 timpressum † 18:27:33 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Ungehorsame Bischöfe Seid ihr noch ganz katholisch hier? Die deutschen Bischöfe machen weniger Quatsch
als der exkommunizierte Herr Lefebvre in Interview, was unter diesem Artikel steht!
@ Burgorus In diesen – wie ich meine bedauerlichen und wenig verständlichen – Fällen aber liegt die
Verantwortung ganz beim Pfarrer als Rektor ecclesiae, nicht bei den Bischöfen.
#23 Tridentinus 18:25:20 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Alle Menschen sind sterblich, da haben Sie natürlich recht Aleph. Aber mir ist es biologisch offenbar
im Gegensatz zu Ihnen erspart geblieben, die vorkonziliaren Fehlformen der liturgischen Feier: Betsing-Messe,
missa dialogata zB überhaupt erleben zu können (Jg. 1977). Wo der Usus extraordinarius bewahrt wurde
und heute begangen wird, finden Sie das alles nicht oder kaum, da manche die dialogata nicht als Missbrauch
erkennen, leider auch bei Pius.
@Benedict: @Aleph: Ich kenne eine Gruppe, die hatte einen Priester aus der Petrusbruderschaft, der die
Alte Messe liest; doch man lies ihn nicht in die Kirche. Die Unterschriftenliste reichte aber dafür aus,
dass das Ordinariat einen eigenen Priester zur Verfügung stellte. So einfach, dass jede Gruppe, die einen
katholischen Priester hat, eine Messe mit diesem Priester erhält, ist es eben nicht. Aber so, wie Sie
es sagten, so sollte es eigentlich sein. Jeder Pfarrer kann aber einem Priester das Feiern der Messe in
seinen Kirchen verbieten. Und bei Priestern, die die alte Messe feiern wollen, machen es eben viele, wohingegen
griechisch-orthodoxe Priester stets in jede Kirche gelassen werden. Das sind die Zustände de facto. @Aleph:
War etwas gewagt, aus Ihrem Nick-Name und der Schreibung „G*tt“ für „Gott“ zu schließen, dass sie Jude
sind. Ich weiß es nicht, und es geht mich auch nichts an. Nehme das zurück.
Tridentinus Auch für Sie wird es die biologische Lösung geben. Das ist die einzige Lösung. Das sollten
Sie mal nicht unter den Teppich fegen. Sie kommen auch dran. Oder haben Sie an die Lösung für sich noch
nicht denken wollen oder mögen.
#20 No Comment 18:18:06 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Aleph Noch kein Hardcore-Tradi hat mir je erläutern können, dass „man“ dem frommen Volk die heißgeliebte
„alte Messe“ in einer Art despotisch-kriegerischem Gewaltakt wider Willen entwinden konnte und dennoch
99,998 % Gehorsam herstellen, während es doch sonst mit der Hörigkeit des Kirchenvolks angeblich so
schlecht bestellt ist („die Jugend von heute“ etc.; also die zu Moses’ Zeiten??)…
@Benedikt Gratulation, Sie haben die Sache auf den Punkt formuliert: Seit wann sind „Äußerungen“ eines
Kardinals kirchenrechtlich verbindliche Rechtssätze? Dies betrifft ja nicht nur diese obskure Annonce
in der FAZ, auch diese „Äußerungen“ von Card. Hoyos in London werden hier hochgepusht, dass man denken
könnte, er sei der alleinige und authentische Interpret des päpstlichen Willens. Als ob der Hl. Vater
nicht selbst durchaus Manns genug und in der Lage wäre, seine Meinung a) kund zu tun und b) durchzusetzen…
Grotesk das alles! Aber natürlich wissen die Fans des Missale 1962 sowieso viel besser, was der Papst
„eigentlich“ mit dem Mot. Proprio gemeint hat. Und merken gar nicht, dass sie damit genau das tun, was
sie der Gegenseite (in dem Fall: der DBK) vorwerfen: Eine einseitige Interpretation vorzulegen, die mit
dem Text des MP nichts zu tun hat. (Man fragt sich ja auch, warum denn Eccl. Dei den armen unterdrückten
Massen, die die Messe von 1962 suchen, nicht zu Hilfe eilt? Hm?
Brandenburgis Seit wann soll Gott immer zwischen Priester und Tabernakel eingezwängt sein. Das kann ich
nicht begreifen. Wenn Sie die Juden zitieren, könnte es sein, dass da ein anderes G*ttesbild besteht.
Da kann es Unterschiede geben. Wie und wo, spielt eigentlich nur für die ganz großen Theologen eine
Rolle. Letztlich interessiert das den lieben G*tt überhaupt nicht, wie und wo und wann und von wem er
im Geist und in der Wahrheit angebetet wird.
#17 Tridentinus 18:14:40 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Aleph Wenn Sie das so mitbekommen haben, löst sich Ihr Problem bzw. das Problem, das Sie darstellen,
bald biologisch. Wie man es vor 20 Jahren von den Tradis erwartet hat.
@ Guiseppe Dann sollen die Initiativkreise die Fälle offenlegen. Ich bin seit dem Fall Gießen sehr misstrauisch,
was irgendwelche Anträge angeht. Dort sollen 300 Gläubige einen Antrag auf die alte Messe gestellt haben,
aber die anvisierte Kapelle fasste maximal 50 Gläubige. Die Frage ist auch, was dieser permanente Umweg
über die Ordinariate überhaupt noch soll. Wenn die entsprechenden Kreise einen Priester haben, dann
sollen sie doch machen, es kann ihnen niemand verbieten. Ein ganz anderer Fall ist der Lixhof. Dabei handelt
es sich offenbar um keine genehmigte Kapelle. Das ist kirchenrechtlich nicht zulässig. Von Blockade kann
man erst sprechen, wenn die dortige Gemeinde auch in einer regulären Kirche keine Aufnahme findet. Mit
Bischöfen, die sich mit der FSSPX konfrontiert dehen, nachdem sie andere Möglichkeiten zum Besuch der
alten Messe unmöglich gemacht haben hält sich mein Mitleid in Grenzen.
@Aleph: Wenden sich nicht auch die Juden Gott zu? Warum werft ihr Juden uns Christen vor, dass wir uns
bei liturgischen Feiern Gott zuwenden, wenn ihr es doch selber so macht?
No Comment Na ja, Aleph, Kenner der Ewigen Messe Aller Zeiten werden das wohl kapiert haben: Das wohlgenährte
Priesterlein, mit Manipel, stolpert, noch nicht ganz nüchtern, mit einem –- soeben geohrfeigten –- Messdiener
(HJ-Frisur!) an einen Herz-Jesu-Nebenaltar und brabbelt aus dem Missale seinen Text, die lat. Zeilen nur
knapp andeuttend, im übrigen blätternd –- hicks –- Während irgendwo hinten im Halbdunkel des kalten
Seitenschiffs zwei Bäurinnen ihre Messandachten durchhecheln, froh, eine Pause in der Arbeit auf dem
Felde zu haben. Ite, missa est! Beim Lesen der Zeilen musst ich genüsslich lachen. Ihre Schilderung trifft
ins Schwarze. Nicht viel anders habe ich es auch erlebt. Ich erinnere mich aber auch an die Vorfreude
auf die neue Messe. Es war eine gute Reform damals. Die ale Messe vermisse ich nicht und fühle mich auch
nicht hingezogen…! Ihren Beitrag habe ich ganz übernommen, damit er vermehrt gelesen werden kann.
#13 Tridentinus 18:05:00 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Ich finde es absolut nicht pauschal gut, wenn jemand „überhaupt in die Kirche geht“. Mitunter sind mir
anständige Menschen, die nicht(s) praktizieren lieber. Sympathischer als „Kirchgänger“ fast durchgehend.
Von wegen geringe Nachfragen Die Nachfragen werden in der Mehrheit abgelehnt. Antragsteller werden hingehalten,
eingeschüchtert oder ignoriert. Bischöfe leisten in Sachen MP Summorum Pontificum latent, immer mehr
auch auch offen, Widerstand gegen den Papst. Da stößt es übrigens schon etwas sauer auf, wenn ausgerechnet
Bischöfe wie Fürst und Zollitsch, über den Ungehorsam der Piusbruderschaft jammern. Bischof Fürst
ging jüngst gegen die SJM vor (Lixhof). Die SJM zelebriert auch im neuen Ritus! Und Erzbischof Zollitsch
duldet selbst die Petrusbruderschaft nicht in seinem Erzbistum, obwohl diese papst- und bischofstreu ist
und das Vat. II bejaht. Will Zollitsch so die Piusbruderschaft motivieren, sich mit der Kirche zu versöhnen?
Tridentinus Die üblen Nachreden über die nachkonziliare Eucharistiefeier wurde sorgsam von den Vertretern
der tradionellen Messe geschürt. Dennoch mag für sie die Erfahrung tröstlich sein, dass die Leute nicht
wegen eines speziellen Ritus zur Kirche kommen. Wichtig ist doch, dass sie überhaupt noch zur Kirche
kommen. Dass NOM nicht überall in der wünschenswerten Form begangen wird, spricht doch nicht grundsätzlich
gegen die Schönheit der neuen Messe. Eine Gemeinde gehört dazu, die in der Gemeinschaft die Gegenwart
G*ttes erfährt. Vor allem aber, dass der Altardienst der Gemeinde nicht nur schönen Rücken zeigt, unterbrochen
durch ein paar kurze „Dominus…“ des Priesters“. Soll diese Art Messe wirklich die Idealform der Messe
sein…?
#10 No Comment 17:57:30 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Atha… Irrtum. Diese (von mir karikierten) Gläubigen haben den „Glauben“ über Jahrzehnte hochgehalten,
nicht über Jahrhunderte… Ungefähr von 1870 bis 1920. Bisserl in die Kulturgeschichte blicken… Es
gab auch zwischen 1517 und 1962 noch Zwischenphasen…
… Wer kann denn so etwas ernst nehmen? Es mag sein, dass sich die Bischöfe dem MP widersetzen. Dann
wäre es schön gewesen, wenn man mal konkrete Beispiele genannt hätte, so dass sich auch Außenstehende
ein Bild von der Lage hätten machen können. Aber dann kommt’s: Die Bestimmungen der DBK widersprächen
„Äußerungen“ (!) von Kardinal Hoyos. Wie konnte denn dieser Unsinn in die Stellungnahme geraten? Zunächst
einmal: Die Bestimmungen der DBK sind älter als die Äußerungen von Kardinal Hoyos. Dann: Seit wann
sind „Äußerungen“ mit irgendeiner Form von Rechtsverbindlichkeit gesegnet? Und: In wie vielen Gemeinden
gibt es überhaupt noch mehrere Sonntagsmessen? Und wenn: Warum sollte eine davon pauschal im Usus antiquior
stattfinden, also auch dann, wenn gar kein Bedarf besteht? Das MP hat im wesentlichen bestimmt: Der Ritus
nach den Büchern von 1962 ist die außerordentliche Form des römischen Ritus. Stabile Gruppen können
einen Priester bitten, für sie nach dieser Form zu zelebrieren. Ein Priester kann nach Belieben auch
privat nach diesem Ritus zelebrieren. Wenn eine Gemeinde keinen Priester findet, der für sie nach FE
zelebriert, dann sollen sie sich an den Bischof wenden oder ggfs an Ecclesia Dei. Wenn die Bischöfe überall
mauern, wo bleiben dann die Äußerungen von Ecclesia Dei? Warum schreiben die Initiativkreise dazu nichts?
@Aleph: 40 Jahre haben ihre Wirkung gezeigt. Der Durchschnittsgläubige weiß ja gar nicht mehr, was eine
heilige Messe ist. Er hat 40 Jahre lang sonntags eine eher langweilige Unterhaltung über sich ergehen
lassen oder auch nicht ergehen lassen – der Kirchenbesuch schwand ja drastisch – und jetzt – nach dem
MP – ist die Messe auf einmal überhaupt keine Unterhaltung mehr. Die Leute wissen ja gar nicht, dass
man sich da selbst aktiv durch Lesen im Messbuch an der Messe beteiligen soll, dass mehr als Berieselnlassen
gefordert wird. Normalerweise müssten die Bischöfe und Priestern den Gläubigen erst erklären, was
in einer Messe geschieht. Im Urchristentum wurden die Katechumenen erst unterrichtet, dann getauft und
dann erst durften sie am Opferteil der Messe teilnehmen. Uneingeweihten war das verboten (Arkandisziplin).
Aber der Papst hat ja den Bischöfen bei den Ad-Limina-Besuchten oft genug gesat, dass sie die unverkürzte
Lehre der katholischen Kirche wieder verkünden sollen, nur: sie tun’s halt nicht. Der Glaube und das
Verständnis für die alte Messe, der man anmerkt, dass sie keine Unterhaltung, sondern ein Opfer ist,
muss erst durch die Gläubigen selbst so langsam wieder verbreitet werden, die Priester, die es täten,
wie z.B. die von der Petrus-Bruderschaft, werden ja mit voller Absicht vom Einsatz in den Pfarreien ferngehalten.
armer no comment diese geistliche, so „besoffen“ sie auch gewesen sein mögen, jene „armen“ ministranten
und die sich eine pause gönnenden bäurinnen im halbdunkel haben den glauben wie auch immer über die
jahrhunderte hoch gehalten und hatten keinen „LIFT“ weder die einen noch die anderen. sei ihnen dankbar
und küß den boden wo sie stolperten!
#6 No Comment 17:48:43 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Aleph Na ja, Aleph, Kenner der Ewigen Messe Aller Zeiten werden das wohl kapiert haben: Das wohlgenährte
Priesterlein, mit Manipel, stolpert, noch nicht ganz nüchtern, mit einem –- soeben geohrfeigten –- Messdiener
(HJ-Frisur!) an einen Herz-Jesu-Nebenaltar und brabbelt aus dem Missale seinen Text, die lat. Zeilen nur
knapp andeuttend, im übrigen blätternd –- hicks –- Während irgendwo hinten im Halbdunkel des kalten
Seitenschiffs zwei Bäurinnen ihre Messandachten durchhecheln, froh, eine Pause in der Arbeit auf dem
Felde zu haben. Ite, missa est!
#5 Bernd-Jupp 17:48:11 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Und weshalb wohl? Ferner fordern viele Ordinariate die Auslieferung von Namen und Adressen der Antragsteller
und begnügen sich nicht mit der Einsichtnahme durch den Pfarrer. Ja warum wohl? Weil hier ganz schön
getürkt wird durch die Gruppen, die immer und immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen, wie viele
Gläubige doch die alte Messform wünschen würden. Da werden dann aus einer HAndvoll wie durch ein Wunder
ganze Listen – ich selbst hab von einer gehört, bei der in einer süddeutschen Pfarrei einer aus Hamburg
unterschrieben hat, der mal gerade auf Besuch war… Leute so gehts wirklich nicht! Ich bin nun wahrlich
kein Freund von Castrillo Hoyes – Gott verschone und bewahre – aber wo er recht hat, da hat er recht.
Vorausgesetzt man lget seine Worte so aus: Die paar Hansel die das feiern möchten sollen dahin fahren,
wo es eine solche Feier gibt und irgendwann haben sie sich dann so liebgewonnen, dass man daraus eine
Personalpfarre machen kann. Vorausgesetzt: Die schauen sich auch mal an, damit sie wissen, mit wem sie
eigentlich feiern…
#3 Tridentinus 17:43:35 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Und wohin eilen die Gläubigen, Aleph?! In den NOM auch nicht. Daran ist bei allem traurigen vielleicht
tatsächlich noch etwas tröstliches, denn wie sich der NOM in den Pfarren präsentiert, ist er sicher
nicht der ordentliche Usus, der dem Papst vorschwebt!
#2 No Comment 17:41:38 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Frust im Busch, rechts hinten? Obskurantisten! Die „alte Messe“ interessierte doch scin 1963 fast niemanden
mehr, als die Liturgiekonstitution erschien. Was Wunder, dass die „Kulturrevolution“ vom 7. Juli 007 keine
war Mag ja sein, dass msanche Bfe. das M.P. immer noch als Repression des usus antiquior (mit Erlaubnisvorbehalt)
umdeuten wollen; es ist aber Erlaubnis mit nur ganz schmalem Repressionsvorbehalt (wie hier schon im Sept.
006 vertreten!) Das bedeutet noch einiges Stühlerücken, aber im Prinzipm ist die Sache „durch“. An der
fehlenden Nachfrage nach ‘good old masses’ kann ja auch kein Papst was ändern. Die Leute wollen zwar
bessere Messen als heute üblich, aber nicht das Klerikalgemurre von ehedem.
An den Bedürfnissen vorbei Wenn vor einem Jahr vor zu großer Euphorie über das MP gewarnt wurde, wurde
der Mahner stets frech niedergebügelt. Jetzt gestehen die Vereinigungen verschämt, aber kämpferisch
ein, dass sie viel zu hoch gepokert. Der Bedarf in der Bevölkerung an der Insznierung alter Messen ist
mehr als gering einzustufen… Eine tröstliche Erkenntnis, an den Bedürfnissen der Gläubigen vorbeigeeilt
zu sein!