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Vorsicht vor Schmeichlern + Ritus-Kirche? + Sodomisten kommen in die Hölle + Er tat es dem Meteoriten nach + Seltsame Logik
Papst Benedikt XVI. im Papamobil.
Papst Benedikt XVI. im Papamobil.
Vorsicht vor Schmeichlern

Vatikan. Papst Benedikt XVI. redet seinen Privatsekretär, Prälat Georg Gänswein, mit „Sie“ an. Das erklärte der Prälat im Interview mit der ‘Westdeutschen Allgemeinen Zeitung’. Die Mehrzahl der früheren Privatsekretäre seien von den Päpsten geduzt worden. Doch die Sie-Form sei kein Hindernis für menschliche Wärme und Humor – so der Prälat. Zur Frage der Instrumentalisierung seiner Person sagte Prälat Gänswein: „Natürlich wird immer wieder versucht, über mich an den Papst zu kommen. Man schmeichelt mir, damit sich die Tür öffnet. Da heißt es, aufpassen und keinem auf den Leim gehen. Aber da hilft die Erfahrung.“

Ritus-Kirche?

Deutschland. Das Motu Proprio hat im Bistum Münster zu keiner „starken Ausweitung“ der Alten Messe geführt. Das erklärte der Generalvikar des Bistums Münster, Prälat Norbert Kleyboldt, vor der Webseite seiner Diözese ‘kirchensite.de’. Das Angebot im Bistum Münster scheint ihm „völlig ausreichend“ zu sein: „Den großen Andrang zur Alten Messe hat es nicht gegeben.“ Das Bistum unterstütze eine würdige Feier der Liturgie: „Wir wehren uns aber, wenn dies zur Beeinflussung in eine bestimmte Richtung und zur Abspaltung in eine Ritus-Kirche führt“.

Sodomisten kommen in die Hölle

Italien. Der Papst werde in zwanzig Jahren in der Hölle „von Teufeln und Schwuchteln“ gequält. Das erklärte die für ihre Grobschlächtigkeiten bekannte Komikerin und Schauspielerin Sabina Guzzanti (44) bei einer Veranstaltung am Dienstag abend in Rom. In einem Rundumschlag attackierte Frau Guzzanti auch die Regierung und den italienischen Staatspräsidenten, Giorgio Napolitano. Der Sprecher des vatikanischen Pressesaales, Jesuitenpater Federico Lombardo, wollte die Verbalangriffe vor der Mailänder Tageszeitung ‘Corriere della Sera’ nicht kommentieren.

Er tat es dem Meteoriten nach

Polen. Das EU-Parlament hat die Immunität des polnischen Abgeordneten Witold Tomczak aufgehoben. Das berichtete das ‘Polnische Radio’. Tomczak ist angeklagt, im Jahr 2000 ein angebliches Kunstwerk aus einer Warschauer Galerie entfernt zu haben. Dabei fiel ein Bein der Statue auf den Boden. Das sogenannte Kunstwerk zeigte eine Statue von Papst Johannes Paul II., die von einem Meteoriten zerstört wird. Tomczak gehörte zur Partei ‘Liga der polnischen Familien’.

Seltsame Logik

„Muß es nicht nachdenklich stimmen, wenn ausgerechnet das Ruhrbistum Essen, das mit 3.600 Katholiken pro Kirchengebäude die mit Abstand höchste Mitgliederdichte unter allen deutschen Bistümern aufweist (Paderborn folgt weit abgeschlagen mit 2080), zugleich die weitaus höchste Zahl an Kirchen zur ‘Entwidmung’ freigibt?“

Aus einem Artikel der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 25. Juni.
      
6 Lesermeinungen
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#6   Aleph †   09:46:43 | Samstag, 12. Juli 2008
Besonnene Münsteraner Katholiken
Das Motu Proprio hat im Bistum Münster zu keiner „starken Ausweitung“ der Alten Messe geführt. Das erklärte der Generalvikar des Bistums Münster, Prälat Norbert Kleyboldt, vor der Webseite seiner Diözese ‘kirchensite.de’. Das Angebot im Bistum Münster scheint ihm „völlig ausreichend“ zu sein: „Den großen Andrang zur Alten Messe hat es nicht gegeben.“
Sind nur die Münsteraner Katholiken so besonnen? Jedenfalls enthält die Botschaft des Generalvikars doch eine ganze Menge. Auch wenn es altrituellen Heißspornen überhaupt nicht in den Kram passen will.
Ganz bestimmt gibt es aber auch noch eine Reihe anderer Diözesen in der Bundesrepublik, in den die Bistumsleistung sehr souverän mit dem alten Ritus umzugehen versteht, damit es nicht zu altrituellen Märtyrern kommt.
Das wäre doch der Bumerang… :-]
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#5   SignumSalutis   22:46:49 | Freitag, 11. Juli 2008
Weltbildverkauf – ketz.net pennt
Die deutschen Bischöfe verhökern den angeblichen Pornokonzern Weltbild (so war hier immer zu lesen) – und ketz.net pennt?! Anderswo die Meldung des Tages!
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#4   ExBochumer †   14:59:27 | Freitag, 11. Juli 2008
Der Bischof von Essen /= Genn) …
stammt aus dem Bistum Trier.
Er kann überhaupt nicht mit einem Bistum wie Essen umgehen.
Die verhältnisse sind ganz anders.
Genn ist einfach überfordert. Er sollte sein amt aufgeben und den vorschlag machen, sein Bistum aufzulösen.
Die ursprünglichen Grenzen sind doch da angebracht.
Essen wurde seinerzeit aus dem Boden gestampft … und die heutigen Erfordernisse erforden ein Zusammenlegen von Bistümern.
Was es da für ein Einsparungspotential gibt …
Und vor allen Dingen: Bischof Genn wieder als „nur“ Weihbischof …
:-D
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#3   Hank   10:42:00 | Freitag, 11. Juli 2008
@RRR.
Ich verabschiede mich ins WE.
Gott sei Dank!
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#2   RRR   10:33:53 | Freitag, 11. Juli 2008
@ Tridentinus
Dem Papst schwebt aber eine Beeinflussung vor: Zwar nicht „in eine bestimmte Richtung“, sondern wechselseitig, aber es ist klar, dass für die von ihm angestossene Reform der ‘Reform’ zunächst eine stärke Anbindung des Usus Ordinarius an die liturgische Kontinuität der Lateinischen Kirche wichtig ist.
Ich denke auch, dass das die Intention des Papstes – ich halte das auch inhaltlich für sehr sachdienlich.
Aber: Es muss den „Tridentinern“ deutlich sein, dass der Papst vollumfänglich hinter dem 2. Vatikanischen Konzil und Sacrosanctum Concilium steht, wo ausdrücklich bestimmte Änderungen der Liturgie (v.a. der Eucharistie) in Auftrag gegeben werden. Paul VI. hat viele dieser Vorgaben sehr weit interpretiert (das ist sein gutes Recht als liturgischer Gesetzgeber). Der jetzige Papst hätte es wohl eher eng ausgelegt – nichtsdestrotrotz: Benedikt XVI. wird – wie von ihm in seiner Zeit als Kardinal schon angedeutet – auch den 62er-Ritus nicht dauerhaft unverändert stehen lassen. In der ein oder anderen Form ist dieser Ritus zu vereinfachen, die Volkssprache prinzipiell zu ermöglichen, die Leseordnung zu erweitern, Fürbittgebet einzuführen etc.
Der „Ritus von 1965“ könnte hier einen meiner Meinung nach geeigneten Ausgangspunkt bilden, um mittelfristig die Lateinische Kirche wieder zu einer einheitlichen liturgischen Gestalt (in verschiedenen Sprachen) zu führen. Für nähere Erläuterungen fehlt mir jetzt die Zeit und 1500 Zeichen reichen dafür nicht. Ich verabschiede mich ins WE.
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#1   Tridentinus   10:17:42 | Freitag, 11. Juli 2008
Dem Papst schwebt aber eine Beeinflussung vor:
Zwar nicht „in eine bestimmte Richtung“, sondern wechselseitig, aber es ist klar, dass für die von ihm angestossene Reform der ‘Reform’ zunächst eine stärke Anbindung des Usus Ordinarius an die liturgische Kontinuität der Lateinischen Kirche wichtig ist. Eben das spricht auch gegen eine „Tridentinische“ Ritus-Kirche, aber eine Struktur die kirchenrechtlich eine Schutzfunktion gegen Ortsordinarien wäre, die sich gegen diese Intentionen des Papstes „wehren“, könnte nützlich und vielleicht vorübergehend auch erforderlich sein.
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