Die in deutschen Schulbüchern verbreitete Geschichtsdoktrin über die frühe Neuzeit ist weithin antikatholisch eingestellt. Von Hubert Hecker.
Protestantische Foltermethode in den USA: gefesselten Denunzierten wurden solange Felsbrocken aufgetürmt, bis sie ihre teuflischen Pakte gestanden – oder der Brustkorb einbrach.
(kreuz.net) In einem deutschen Oberstufen- Geschichtsbuch des Buchner-Verlags wird der Priester und Kanzler
des ermländischen Domkapitels, Nikolaus Kopernikus († 1543), wahrheitswidrig als polnischer Astronom
bezeichnet.
Seine kirchliche Bedeutung wird verschwiegen.
Auch die Förderung seiner Schrift über die
heliozentrischen Planetenbewegungen durch zwei Bischöfe sowie die Widmung eines seiner Bücher an Papst
Paul III. († 1549) unterschlägt das Schulbuch.
Ebenso paßt die Kalenderreform von 1582 des Papstes
Gregor XIII., die auf dem heliozentrischen Weltbild beruhte, nicht in die offenbar kirchenfeindlichen
Vorurteile der Autoren.
In keinem Schulbuch wird man finden, daß das kopernikanische Weltbild an den
katholischen Universitäten Spaniens zum Ende des 16. Jahrhunderts gelehrt wurde.
In jedem Geschichtsschulbuch
dagegen sind Darstellungen von Ketzergerichten der spanischen Inquisition erwähnt, die in der Mitte des
16. Jahrhunderts in ganz Spanien einigen Dutzend Ketzern den Prozeß machten.
Der antikatholische Grundton dieser
Auswahl wird daran deutlich, daß kein Schulbuch die protestantischen Ketzerprozesse erwähnt.
In der
reformierten Stadt Genf wurden zur gleichen Zeit auf Betreiben des protestantischen Reformators Johannes
Calvin († 1564) innerhalb von fünf Jahren 56 Todesurteile wegen Glaubens- und Sittenfragen vollstreckt.
Ein Verurteilter war der Arzt Michael Servet, den man wegen Leugnung der Dreifaltigkeit öffentlich auf
dem Scheiterhaufen verbrannte.
Auch in den nordamerikanischen Kolonien behandelten die Calvinisten Ketzer
mit äußerster Härte. Häretiker brandmarkte man mit einem „H“ auf die Hand, bevor sie bei weiterer
Unbußfertigkeit an den Galgen gebracht wurden.
Für Hexenverdächtige während der Verfolgungswelle
des Jahres 1690 dachten sich die protestantischen Gemeinden um Boston eine besondere Foltermethode aus.
Auf die gefesselten Denunzierten wurden solange Felsbrocken aufgetürmt, bis sie ihre teuflischen Pakte
gestanden – oder der Brustkorb einbrach.
Der zentrale protestantische Beitrag an der europäischen Hexenverfolgung
wird in den Schulbüchern sorgfältig ausgespart, obwohl Martin Luther, Philipp Melanchthon und die protestantische
Hexen-Predigtliteratur einen wesentlichen Anteil am Ausbruch der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung im
Deutschen Reich und den skandinavischen Ländern hatten .
Hexenprozesse sind kein katholische Phänomen
Daß es in den katholischen Kernländern wie Irland und Spanien keine, in Italien nur ganz marginale
Hexenverfolgungen gab, erfahren deutsche Schüler nicht.
Die spanische Inquisition stellte sich ausdrücklich
gegen das Buch „Hexenhammer“ von Heinrich Kramer und erkannte die Hexen-Denuntiationen als ein soziales
Problem von Neid und Mißgunst.
Vielfach sprach sich die Inquisition gegen Prozeß- und Foltermethoden
der staatlichen Gerichte im Deutschen Reich aus.
Unbelehrbare Schulbücher
In den schulisch verwendeten
Geschichtsbüchern dagegen wird immer noch die historische Unwahrheit im Dreischritt „Mittelalter – Hexenverfolgung –
kirchliche Inquisition“ vermittelt.
Ein neueres Geschichtsbuch aus dem Westermann-Verlag spekuliert völlig
faktenfrei: „Das Hexenwesen galt als nichts anderes als die Verschwörung einer kirchenfeindlichen Sekte.“
Anschließend schwärzt das Schulbuch die kirchliche Inquisition als Hexenketzergerichte an.
Es müßte
den Schulbuchmachern eigentlich auffallen, daß in zeitgenössischen Bildern von Hexenprozessen ausschließlich
weltliche Richter und Folterer zu sehen sind.
Zahnlose Hexenbulle
Aber haben nicht die sogenannte Hexenbulle
von Papst Innozenz VIII. und der „Hexenhammer“, beides von dem Dominikanermönch Heinrich Kramer Ende
des 15. Jahrhunderts verfaßt, den Startschuß für die europäische Hexenhatz gegeben?
Mitnichten. Schon
der Papst beklagte in seiner Hexenbulle, daß die meisten Kirchenleute den verrückten Dominikaner nicht
ernst nähmen und tatsächlich verwiesen manche Bischöfe den Hexenhämmerer aus ihren Diözesen.
Weil
die Schulbücher die Hexenverfolgung in protestantischen Ländern unterschlagen, brauchen sie sich auch
nicht der Frage stellen, wieso Luther und seine Mitreformatoren ausgerechnet bei der Hexenlehre dem Papst
und Dominikanermönch gefolgt sein sollten.
Die große Hexenverfolgungswelle in Mitteleuropa begann achtzig
Jahre nach dem „Hexenhammer“ als frühbürgerliche Erscheinung.
Darüber herrscht inzwischen in der Geschichtswissenschaft
ein Konsens.
Doch bei den Schulbuchautoren hat sich diese Erkenntnis leider noch nicht herumgesprochen.
So werden deutsche Schüler weiterhin antikatholisch indoktriniert.
Der Autor ist Geschichtslehrer an
einem hessischen Gymnasium.
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69 Lesermeinungen
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#70 antikatholisch 20:12:28 | Donnerstag, 7. August 2008
antikatholisch Die Katholische Kirche is auch anti protestantisch eingestellt. Warum beschweren sich katholiken
darueber dass es eine antikatholischen Einstellung gegenueber der Katholischen Kirche gibt die andersglaubende
nicht akzeptiert?
@Marcelus: Kolumbus Ihre Frage: Vielleicht war Christoph Kolumbus auch einfach nur der spanischen Königsregierung
ein Dorn im Auge, Das hat die bisherige Kolumbus-Biographik wohl immer so angenommen. Aber wie das gefundene
Dokument der Anklage – bestätigt durch die Aussagen, die man bisher wohl als Zeugnisse gehässige Neides
gewertet hat – lehrt, hat Kolumbus aus unersättlicher Habgier ein Terrorregiment in seinem Herrschaftsbereich
geführt. Nach meiner Erinnerung starb Kolumbus, bevor das alles gerichtlich geklärt werden konnte. MfG
Christoph Heger
@Brandenburgis Das ist ein guter Vorsatz, kann nicht schwer sein, denn Sie haben ja eben selbst gesagt,
daß Sie hier bisher ja auch nicht gedacht haben. Also: Einfach so weiter machen. Was mein „Alter“ angeht,
das Sie ja immer sehr zu beschäftigen scheint. Ich habe es schon einmal erläutert: „Alter“ Rheinländer
bin ich vor allem, weil ich es schon lange bin, nämlich seit meiner Geburt vor 65 Jahren. Nun sehen Sie,
daß ich gar nicht so sehr viel älter bin als Sie!
Vielleicht war Christoph Kolumbus auch einfach nur der spanischen Königsregierung ein Dorn im Auge, weil
er in einem neuentdeckten Teil der Welt ein eigenständiges Regiment führte, und er nicht mehr auf die
Anweisungen der spanischen Regierung hörte, und Kolumbus auf dem Weg zu einem unabhängigen Regenten
in Amerika war, wie später die USA. Dr. Heger Erst vor kurzer Zeit ist die Anklageschrift gegen Christoph
Columbus wiedergefunden worden. Sie macht deutlich, daß die spanische Regierung ihn mit gutem Grund in
Ketten nach Spanien zurückbringen ließ. Er hat offenbar lange Zeit in den Kariben furchtbar gehaust.
Das entspricht nicht der damaligen Realität durch Weltkrieg „geweihten“ Dritten Reich oder Auswanderung
unter fast optimalen Bedingungen, gewährleistet durch zwischenstaatliche Abkommen? Abgesehen davon, daß
das Großbritische Reich den Zionismus damals nicht unterstützte, und dieses aber den Großteil der Welt
beherrschte, und auch das Mandat über Palästina hatte.
Ich denke hier gar nicht, ich gebe hier nur die historische Realiät wieder. Was wäre für sie denn projüdisch:
Zwangsweiser Verblieib in dem Untergang durch Weltkrieg „geweihten“ Dritten Reich oder Auswanderung unter
fast optimalen Bedingungen, gewährleistet durch zwischenstaatliche Abkommen?
@Brandenburgis: Die deutschen Juden, die über die Palästinaemigrationsstelle des NS-Deutschen Reiches
flüchten durften, waren Flüchtlinge aus de, antijüdischen NS-Deutschen Reich, und durften das Reich
nur nach den Bedingungen der antijüdischen NSDAP verlassen. Etwas logisches Denken dürfte sogar Ihnen
nicht schaden. Brandenburgis: Selbstverständlich konnten die Palästina-Auswanderer von 1939 – 1940 ihr
Hab und Gut aus Deutschland mitnehmen. Es wurde sogar zu Sonder- und Vorzugsbedingungen transferiert,
somit waren diejenigen deutschen Juden, die sich dem Zionismus fügten, gegenüber dem Rest der Deutschen
in extremem Maße privilegeirt, denn die nichtjüdischen Deustchen, die flüchteten, waren es, die sich
freuen durften, wenn sie auch nur ein Hemd hatten mitnehmen dürfen. Eine projüdische Politik sieht anders
aus als jene der NSDAP!
@Marcelus Sis sind ein fehlprogrammierter Automat. Selbstverständlich konnten die Palästina-Auswanderer
von 1939 – 1940 ihr Hab und Gut aus Deutschland mitnehmen. Es wurde sogar zu Sonder- und Vorzugsbedingungen
transferiert, somit waren diejenigen deutschen Juden, die sich dem Zionismus fügten, gegenüber dem Rest
der Deutschen in extremem Maße privilegeirt, denn die nichtjüdischen Deustchen, die flüchteten, waren
es, die sich freuen durften, wenn sie auch nur ein Hemd hatten mitnehmen dürfen.
Ja, lieber Herr Stöhr. Dabei könnte man noch einiges mehr zum Vorteil Spaniens und Portugals erwähnen.
Erst vor kurzer Zeit ist die Anklageschrift gegen Christoph Columbus wiedergefunden worden. Sie macht
deutlich, daß die spanische Regierung ihn mit gutem Grund in Ketten nach Spanien zurückbringen ließ.
Er hat offenbar lange Zeit in den Kariben furchtbar gehaust. Es ist mir nicht bekannt, daß die USA jemals
einen vergleichsweise üblen Gesellen zur Rechenschaft gezogen hätten. MfG Christoph Heger
Sehr geehrter Herr Dr. Heger, vielen Dank für ihren sinnvollen Hinweis auf Leyenda negra de.wikipedia.org/wiki/Leyenda_negra.
Insbesondere der Abschnitt „Die klassischen Quellen“ ist interessant.
marcelus, Halluzinationen? @JMX: Sie leugnen doch die Ausrottung der Altamerikander durch die Angelsachsen
und glorifizieren das Großbritische Reich und die USA. Sie haben entweder eine massive Leseschwäche
oder halluzinieren. Ich habe das in keiner Weise getan. Das ich das eine kritisiere, heißt noch lange
nicht, das ich etwas anderes gutheiße. Non sequitur (ich nehme an, daß sie etwas Latein können. Sie
machen sich nur noch unglaubwürdiger.
Es ist keineswegs Marcelus, der hier „naiv“ ist. Sein Hinweis auf die vergleichsweise vorteilhafte Figur,
die Spanien und Portugal in Amerika abgegeben haben, besteht völlig zu Recht. Die von interessierten
Kreisen gepflegte leyenda negra dürfte inzwischen als solche erkannt sein. Im übrigen: Seine pauschale
Beschimpfung der über die geschmackvollerweise so menschenverachtend genannten „Rattenlinie“ Geflohenen
als „Kriegsverbrecher und Faschisten“ kann JMX nicht damit rechtfertigen, daß tatsächlich oder möglicherweise
auch Mengele, Eichmann und Pavelic auf diese Weise fliehen konnten. Es verdient dagegen erinnert zu werden,
daß ein gewisser Ernest Hemingway sich mit dem Mord an einem deutschen Kriegsgefangenen brüsten durfte,
ohne daß ihm auch nur der Nobelpreis aberkannt worden wäre. MfG Christoph Heger
@JMX: Sie leugnen doch die Ausrottung der Altamerikander durch die Angelsachsen und glorifizieren das
Großbritische Reich und die USA. Klar, das unangenehme Vergangenheit gerne geleugnet wird. Im gleichen
Atemzug werden aber die positiven Sachen nur zu gerne aufgebauscht. Das ist so leicht zu durchschauen…
Daniel Von „historischen Fakten“ weiß man sowieso nichts, jedenfalls nichts genaues. Sparen Sie sich
deshalb einfach ihre blöden Empörungsorgien und tun Sie etwas sinnvolles. Klar, das unangenehme Vergangenheit
gerne geleugnet wird. Im gleichen Atemzug werden aber die positiven Sachen nur zu gerne aufgebauscht.
Das ist so leicht zu durchschauen…
Die kolonialisierten „Indios“ leiden im Anglo-Amerika nur mehr in sehr beschränktem Maße, weil man sie
dort ausgerottet hat. Ausrottungsvorgänge von Völkern, die die Protestanten offenbar leugnen, und deshalb
Mitleid mit den „Indios“ im katholischen Amerika heucheln, eine Heuchelei, die für die Reformationschristen
typisch ist. JMX Ich weiß, der Papst denkt genauso wie sie, und leugnet die Leiden der Indios. Das macht
es aber nur noch perfider.
@JMX: ich stehe in der Sache voll hinter ihnen… das Einzige, was die kath. Kirche entlasten würde wäre,
dass sie nicht wußte, wem sie da die Flucht ermöglichte. Aber wer sonst hatte denn Grund zu flüchten
als die hochrangigen Nazikriegsverbrecher? Da muss ich Ihnen beipflichten.
*kreisch* *heul* *flenn* „Mit historischen Fakten hat das nichts zu tun. Ich weiß, der Papst denkt genauso
wie sie, und leugnet die Leiden der Indios. Das macht es aber nur noch perfider.“ Von „historischen Fakten“
weiß man sowieso nichts, jedenfalls nichts genaues. Sparen Sie sich deshalb einfach ihre blöden Empörungsorgien
und tun Sie etwas sinnvolles.
@JMX: Sie haben von grundlegenden Dingen der Weltgeschichte leider keine Ahnung, und bestätigen nur,
daß Sie einfach nur ein Abklatschprodukt Ihrer Schulbücher sind. Die USA und England haben die Amerikaner
ausgerottet, und nicht Spanien und Portugal, abgesehen von Ihrer Unkenntnis von der Vernichtung Ostdeutschlands
und der Konzentrationslager Stalins und der UdSSR.
Sie sind sehr naiv, wenn sie glauben, das meine Ausführungen außerhalb von propagandistischen Schulbüchern
nicht belegt seien. Es gibt Originaldokumente zu diesem Thema. Ihre Geschichtsauffassung über die Kolonisation
Amerikas scheint auch eher aus apologetischen Propagandaschriften zu kommen. Mit historischen Fakten hat
das nichts zu tun. Ich weiß, der Papst denkt genauso wie sie, und leugnet die Leiden der Indios. Das
macht es aber nur noch perfider.
Es fällt leider auf, daß die derzeitigen Schulbücher und Massenmedien Hexenverfolger, Folter- inquisitoren
und Verfolger Andersgläubiger und von Fremdvölkern nur unter Katholiken zu finden vorgeben, während
die Hexenverfolgung, die Folter und die Ausrottung der Fremdvölker bei den Protestanten weit ausgeprägter
war, als bei den Katholiken, und insbesonders, zuletzt was die Ausrottung der Fremdvölker betrifft, unter
den Anglo-US-Amerikanern und im Großbritischen Reich bis noch vor einigen Jahrzehnten völlig gang und
gäbe war, während die Altamerikaner im katholischen Lateinamerika genetisch noch munter fortleben –
im Gegensatz zum rassenreinen Anglo-Amerika. Und diese Politik hat nicht nur den Großbritannienbewunderer
Hitler geprägt, sondern auch die britische Vernichtungspolitik gegen die deutsche Nation und Kultur bis
weit nach Kriegsende, bis kurz vor BRD-Gründung.
Die Rolle der katholischen Kirche – soll heißen der Persönlichkeiten im Vatikan – bei der Fluchthilfe
für Personen, die hier von einem Anonymus „JMX“ ungescheut pauschal als „nationalsozialistische und faschistische
Kriegsverbrecher“ diffamiert werden, bedarf keiner weiteren Rechtfertigung oder „Relativierung“ (was dieses
Wieselwort auch immer heißen mag). Sie verdient Dank und Anerkennung. MfG Christoph Heger
Die Deutschen wurden seit Kriegsende verfolgt und in Konzentrationslager gesteckt, insbesonders unter
sowjetischer und osteuropäischer Besatzung. Niemand, dem nicht ein Prozeß gemacht wurde, verdient es,
in ein Konzentrationslager gesteckt zu werden. Es ist außerdem dumme Polemik, den antisemitischen „Nationalsozialismus“
mit einem rechtsnationalistischen „Faschismus“ zusammenzuaddieren, der gegenüber allen anderen Ideologien
geradezu harmlos ist, wie man an Spanien und Österreich sieht, und lange Zeit auch an Italien.
Welche unverfälschte Quelle belegt den ihre Behauptungen? Die sind sie schuldig geblieben. Und, noch
einmal, inwiefern rechtfertigt und relativiert das die Rolle der kath. Kirche bei der Fluchthilfe für
nationalsozialistische und faschistische Kriegsverbrecher? Das ist Kämpfen gegen Windmühlen.
@JMX: Da haben Sie aber einen Riesennachholbedarf in Geschichtswissen, was aber auch kein Wunder ist,
wenn Sie Ihr „Geschichtswissen“ über Deutschland nur aus Schulbüchern von fremdbesetzten deutschen Staaten
beziehen. 2. kann ich mich nicht erinnern, daß in den Ostgebieten 6 Millionen Menschen in KZs umgebracht
wurden – oder vergleichbares geschah. Das ist selbst mit dem „Argument“ der frühen Geburt nicht behauptbar.
Gott sei Dank können Sie das zumindest nicht wissen, weil Sie nicht darunter waren.
Ja, Marcelus da versagen mal wieder IHRE Geschichtskenntnissse. Wie wäre es, wenn Sie mir spaßeshalber
die Genealogie der Herrschaften aufzeigen? Da könnten Sie sich einen großen Verdienst um die Aufklärung
des Holocaust erwerben.
@ marcelus Ich habe bewußt die sojwetisch besetzten Gebiete ausgeschlossen, da 1. die Rattenlinie dort
nicht in dem Maße vorkam u. Mengele und Eichmann nicht aus diesem Gebiet „gerettet“ wurden. 2. kann ich
mich nicht erinnern, daß in den Ostgebieten 6 Millionen Menschen in KZs umgebracht wurden – oder vergleichbares
geschah. Das ist selbst mit dem „Argument“ der frühen Geburt nicht behauptbar.
@JMX: Sie irren leider sowohl in (1.) und (2.). Damit erkennt man nur, daß Sie die Gnade einer späten
Geburt hatten, und insbesonders nicht aus dem alten Ostdeutschland stammen.
Hat der Vatikan Eichmann und Mengele die Flucht ermöglicht? Das weiß ich auch nicht. Ist mir auch ziemlich
gleichgültig. Daß vatikanische Persönlichkeiten und Kreise, darunter wohl der bekannteste der Bischof
oder Erzbischof Hudal, vielen Menschen zur Flucht vor den Racheorgien der Siegermächte verholfen haben,
ist ihnen hoch anzurechnen. Daß dabei auch Leute mit durchgeschlüpft sind, die von einem ordentlichen
Gericht – und nicht gerade von den makabren Sondergerichten der Siegermächte – verurteilt gehörten,
tut dem keinen Abbruch. Wie bekannt haben die Siegermächte (ebenso Israel) ihre Kriegs- und Nachkriegsverbrecher
pauschal amnestiert bzw. als Helden gefeiert. Also ein Hoch auf Papst Pius XII. gloriose regnantem. MfG
Christoph Heger
@Brandenburgis: Als NS-Reich-Geschichtsunkundiger ist Ihnen offenbar leider nicht bekannt, daß die „Palästina-Auswanderungsstelle“
des NS-Deutschen Reiches nichts mit jüdischen Palästinazionismusorganisationen zu tun hat, sondern daß
diese NS-„Auswanderungsstellen“ zwar jüdischen Mitbürgern die Flucht aus der NS-Diktatur ermöglichte,
aber unter der Bedingung, daß diese ihr Hab und Gut dem NS-Staat überlassen mußten. Und Eichmann, der
später der Organisator der Vernichtung der Juden Deutschlands und Europas wurde, als „Volljuden“ zu bezeichnen“,
das grenzt eher an Irrsinn.
Marcelus Du schreibst dich um Kopf und Kragen. 1. Zu behaupten, die Zivilbevölkerung hätte nach WKII
unter den Alliierten genauso verfolgt worden wie die Juden im 3. Reich ist völlig ungerechtfertigt und
eine schändliche Verleumdung der Tatsachen. 2. Es ist völlig abwegig, zu behaupten man habe nicht gewußt,
wem man zur Flucht verhalf. Die einzigen Leute, die nach dem Kriege aus der späteren BRD flüchten mußten,
waren diejenigen, die befürchten mußten, für ihre Rolle im Naziregime zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Alle anderen hätten VORHER Grund zur Flucht gehabt, aber doch nicht mehr nach Kriegsende.
ÜBer das, was Mengele und Eichmann taten, ist nur sehr, sehr wenig bekannt. Eins aber ist sicher: Eichmann
befaßte sich vor 1939 als Mitarbeiter zionistischer Organisationen mit der Auswanderung von (deutschen)
Juden nach Palästina.
@JMX: Die Fluchthelfer im Vatikan gegenüber Eichmann und Dr. Mengele wußten mit Sicherheit nicht, welchen
Verbrechern sie da zur Flucht nach Amerika verholfen haben. Immerhin wurden sämtliche Deutsche, insbesonders
aber die Zivilbevölkerung, ab Kriegsende 2698 a.u.c. von den Siegermächten genauso verfolgt wie zuvor
die deutschen und europäischen Juden durch Hitler.
Nachweise bitte Mengele stammt aus einer katholischen Industriellenfamilie, wo bitte gibt es da Hinweise
auf Judentum? Und – wo macht das einen Unterschied in Anbetracht der Tatsache, daß die kath. Kirche Nazi-Kriegsverbrecher
gedeckt und ihre Flucht ermöglicht hat? Das ist nur ein vergeblicher Weißwaschungsversuch.
Das glaubst Du doch wohl selbst nicht, daß die jüdischer Abstammung waren. Du schimpfst dich Historiker?
Das ist die Geschichtsklitterung die die katholische Kirche immer unglaubwürdiger macht.
Es sei daran erinnert, daß sowohl Eichmann als auch Mengele Volljuden im rabbinischen Sinne gewesen sidn.
Wenn Pius XII. ihnen die „Flucht“ ermöglichte, dann handelte es sich also um einen philosemitischen Akt,
den man ihm nicht abkreiden sollte.
@Brandenburgis: Nach Ihrer Argumentation sind Sie dann ja als Brandenburger, und aus dem ehemaligen Preußen
stammend, auch ein „Pole“, und müßte eigentlich ja das gesamte ehemalige Preußen an Polen geschlagen
werden. Nach der erfolgreichen Durchsetzung der Oder-Neiße-Linie nach dem Ende des II. 30jährigen Krieges
dehnte Warschau deshalb nicht zu Unrecht seine Forderungen bis nach Westnorddeutschland mit Hamburg aus.
Hamburg hätte somit heute auch problemlos „polnisch“ sein können.
@Matt 2: hat der Vatikan Eichmann und Mengele die Flucht ermöglicht? Stell dich nicht dümmer, als du
bist. Oder willst du die hier sabbernden Geschichtsverdreher provozieren? Dann allerdings :)3 !!!
Burgorus Arschlochkriech-Theologen Was soll eigentlich diese unsägliche Wortkombination? Haben Sie das
nötig oder ist es nur eine temporäre verbale Entgleisung? Das will ich Ihnen zugunsten einmal so sehen.
Sonst wäre ich sehr enttäuscht von Ihnen.
Lamoryanz ist unkatholisch! Die Lamoryanz dieses Artikels ist irritierend. Mir fällt aus meiner noch
nicht gar zu lang zurückliegenden Schulzeit ein Buch ein, welches wir in der gymnasialen Oberstufe verwendeten.
Dort wurde im Rahmen des Kulturkampfes eher der kath. Standpunkt favorisiert. Das Problem ist vielmehr
allgemeiner Natur. Der Zeitgeist ist flach und dementsprechend breit wabernd. Ein schönes Beispiel hierfür
ist in der Tat das angesprochene Thema Kopernikus. Natürlich ist die Formulierung pl. Astronom Unsinn.
Im ausgehenden Mittelalter gab es die Idee einer nationalen Identität noch nicht, auch wenn die Polen
sich das gerne einreden. Umso überraschender ist, daß in der pl. Wikipedia pl.wikipedia.org/…wo%C5%9Bci_Kopernika
diese Kontroverse einigermaßen sachlich aufgearbeitet worden ist. Deutschen Geschichtslehrern wäre dies
ebenso zu empfehlen. Hieran könnte man nämlich erleutern, daß Kopernikus in erster Linie Katholik war
und sonst nichts. @Rocko Die Polen sind weder als Volk traditionell-katholisch (schon historisch nicht)
noch sind sie so katholisch wie ihr Ruf in Westeuropa das glauben machen möchte. Die Zuspitzung auf Fragen
pseudonationaler Identität, wie etwa bei Kopernikus ist tatsächlich etwas antikatholisch, da sie den
Blick auf die Universalität der Kirche verstellt.
@LXX-Kenner… Wenn die „unverfälschte LXX“ der exklusive AT-Kanon der Kirche ist, welche der LXX-Rezensionen
ist die kanonische? Abgesichts der teilweise gravierenden Unterschiede zwischen den LXX-Rezensionen wär
das schon eine interessante Frage, wenn die LXX der kanonische Text sein soll!? Oder: Warum sind dann
in meiner Bibel nur 2 statt 4 Makk-Büchern? Oder warum find ich nur Esr und Neh (= Esdr B LXX) in meinem
AT und nicht den Text von Esdr A (LXX)? Warum fehlen das Buch Odai oder die PsSal, wenn doch der LXX_Kanon
kanonisch sein soll? Nicht ganz so einfach was?
Stimmt, Heinrich, die Septuaginta ist die maßgebende! Als inspiriert gilt die Septuaginta, bei den Christen
wie bei den Juden. Es sprachen ja die Juden neben Aramäisch vor allem Griechisch, während Hebräisch
nur noch Liturgiesprache war, die nur wenige beherrschten. Die Juden haben erst später, um sich von den
Christen besser abzugrenzen, die Septuaginta ad acta gelegt und sich andere Text-Versionen gesucht. Und
heutige Arschlochkriech-Theologen kamen auf den völligen Schwachsinn, die masoretische hebräische Bibel
als den Urtext zu bezeichnen und passten sogar die Psalmzählung an diese an, worunter wir heute noch
leiden: Ps 90 (89) und ähnlicher Unfug. Von der Hebraica vera (= wahr) war damals die Rede, und gemeint
war die masoretische Textversion. Aber die heutigen Hebräisch-Lehrer (zumindest der meinige) spotten
lieber über diesen Ausdruck, als dass sie ihn ernst nähmen. Auch von der Aussprache her ist die griechische
Transskription viel aufschlussreicher als die Jahrhunderte später erfolgte hebräische Punktierung zur
Vokalisation.
Der heutige Hexenwahn … … im scheinbar aufgeklärten Deutschland richtet sich gegen jeden, der politisch
oder theologisch rechts steht. Dem früheren Hexenglaube entspricht auch der Wahn der neuen Klima-Religion,
die lehrt, der Mensch könne das Weltklima verändern, wenn er Ablaßzahlungen leistet. Der tschechische
Präsident Václav Klaus macht die neue Religion des Ökologismus für diesen neuen Wahn verantwortlich.
Jedermann sollte sein Buch „Blauer Planet in grünen Fesseln“ lesen.
@Lutherner: Was legitimiert da was? Die hebräische Bibel im Licht neuer archäologischer Erkenntnisse
(Schulfach Ethik) Tja, Katholiken haben es zunehmend schwer, und wenn das so weiter geht, könnten immense
Schadensersatzforderungen auf den Vatikan zukommen. Meinen Sie, dass die katholische Kirche die Hebräische
Bibel wieder aberkennen muss? Oder wissen Sie nicht dass nicht die Hebräische Bibel die katholische Kirche
legitimiert, sondern die Katholische Kirche durch Papst Damasus I. die Hebräische Bibel? Die katholische
Kirche geht auf den Messias, Jesus, zurück.
Protestanten sind assimiliert Als kastriertes Christentum ist es für die Herrschenden völlig ungefährlich,
vielmehr finden sich darin die untertänischen Mitläufer. Außerdem ist die Besucherzahl der Gottesdienste
so gering, daß diese EKD längst als ausgeblutet gilt. Warum sollte man also auf den Protestanten herumtrampeln?
Was noch in der Schule gelehrt: Die hebräische Bibel im Licht neuer archäologischer Erkenntnisse (Schulfach
Ethik) 74.125.39.104/search?q=cache:EAfuq3… Tja, Katholiken haben es zunehmend schwer, und wenn das
so weiter geht, könnten immense Schadensersatzforderungen auf den Vatikan zukommen. Man weiß ja: GELD
STINKT NICHT!
Irr-, nicht Aberglauben… … hat die Hlg. Inquisition bekämpft. Also gehörte Hexenwahn nicht zu ihrem
Aufgabengebiet. Wenn man bedenkt, wie zentral der Ordnungsbeitrag der Kirche für das vormoderne Europa
war, rechtfertigt das manche Härte (Häresiebekämpfung) bei der Verteidigung deren Lehrautorität. Der
Häretiker berücksichtigt nur seinen persönlichen Vorteil aus der Verbreitung von Häresien, nicht aber
die gesamtgesellschaftlichen Wirkungen, ja er kennt letztere nicht einmal. Was die antikatholischen Schulbücher
nie sinnvoll erklären: Das Cui Bono der Hexenverfolgung. Was soll der Kirche der Erhalt heidnischen Brauchtums
jemals genützt haben? Der Rückgriff in die Trickkiste der archaischen Opferkultur, zeigt bestenfalls
die Schwäche der christlichen Opferkultur in den für Hexenverfolgung empfänglichen Gebieten Europas.
Antikatholisch und nicht Anti-Christlich. Genau da liegt des Pudels Kern. Zugehörigkeit zu einer Institution
macht einen Menschen noch lange nicht zum Christen. Es schadet nicht – aber nützen tut es auch nicht
notwendigerweise. Schon erstaunlich, wer hier „Hetztiraden“ anprangert – und gleichzeitig schlimmste Hetze
betreibt. Leider stirbt Dummheit nie aus.
Sacrobosco statt Kopernikus Nur eine kleine Korrektur oder Ergänzung zum Artikel. Das kopernikanische
Weltbild stammt eigentlich bereits von Sacrobosco aus dem 13. Jahrhundert, ist also eindeutig mittelalterlich.
Kopernikus hat seitenweise nur von Sacrobosco abgeschrieben, so jedenfalls im Spiegel-Artikel Wie die
Erde zur Scheibe wurde [1. Teil] www.spiegel.de/…,1518,381627,00.html [2. Teil] www.spiegel.de/…518,381627-2,00.html
Mal wieder dieses leidige Thema Kopernikus stammte aus Thorn, Thorn war wie alle Städte des europäischen
Ostens eine deutsche Stadt, insonderheit eine Stadt des Deutschen Ordens, die allerdings als ausgesprochene
Grenzstadt nach Polen tendierte und dann auch mehr oder weniger „für immer“ an Polen fiel. Die Polen
betrachten insoferne auch zurecht Thorn als polnische Stadt und die Thorner als „Polen“, das heißt dem
polnischen Staats(un)wesen zugeordnet. Wenn man nicht völkisch argumentiert – und das sollte man nicht –
dann geht das schon in Ordnung und Kopernigk hat als gebildeter Mann sicherlich auch polnisch gesprochen,
wenn auch seine Familie „deutschsprachig“ war. Leider rast auf diesem Gebiete der nationalistische Schwachsinn
beider Seiten. Ich sah einst in Philadelphia PA ein Denkmal Kopernikens, wo er auch als „polnischer“ Wissenschaftler
deklariert wurde. Es ist das traurige Schicksal der Polen auf solche Anleihen angewiesen zu sein.
polnischer Astronom Ganz abgesehen von der Frage, wen dieser merkwürdige Artikel von was überzeugen
will: Nicht nur deutsche Schulbücher sehen Kopernikus als Polen an. Auch die polnischen Schulbücher
bezeichnen ihn als Polen – Seit wann betreiben die traditionell katholischen Polen „antikatholische Indoktrination“?
@ALL… Wen ich mir hier Art und Weise, incl. Ausdrucksweise so mancher Diskussion anschaue, tja dann,
kann ich mir vorstellen, dass „Inquisition“ kein historisch erledigtes Phänomen ist. Leider. wolke68
Lieber Protestant: Die katholische Kirche hat die Hexenverfolgung nie bejaht, im Gegensatz zu Luther und
Calvin. Nur die Ostkirchen beteiligten sich nicht an der Hexenverfolgung. Die Anzahl der Verurteilten
war in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich. Es gab hierbei Schwerpunkte wie z.B. Skandinavien,
Thüringen, das Rheinland, Westfalen, die Niederlande, Mecklenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein,
Gebiete in den USA und das Schweizer Wallis. Aber es gab auch andere Gegenden, wie z.B. das Herzogtum
Württemberg, in denen kaum Verfolgung stattfand. In Spanien hat die Inquisition die Hexenverfolgung verhindert.
Behauptungen, wie sie im Kulturkampf wieder verbreitet wurden, die Jesuiten hätten zu Hexenverfolgungen
angestiftet, wurden schon durch die ausführlichen Untersuchungen der Historiker Johann Janssen und Bernhard
Duhr widerlegt. Ihren relativ hohen Bekanntheitsgrad hatte die Hexenbulle Heinrich Kramer zu verdanken,
der sie dem eigentlichen Text des Hexenhammers voran stellte. Zahlenmäßig lässt sich sagen, „daß protestantische
Territorien des Alten Reichesnicht minder, sondern eher mehr daran beteiligt waren“.(aus WIKIPEDIA)
Ertappt!!! Weil die Schulbücher die Hexenverfolgung in protestantischen Ländern unterschlagen, brauchen
sie sich auch nicht der Frage stellen, wieso Luther und seine Mitreformatoren ausgerechnet bei der Hexenlehre
dem Papst und Dominikanermönch gefolgt sein sollten. Das heißt doch aber, dass die vielgeschmähten
Reformatoren der Hexenlehre von Ppapst und Dominikanern (die ja angeblich gar nicht so schlimm gewesen
sein soll) gefolgt seien…????? Entweder war dann in dieser Frage die rkk und die Dominikaner wirklich
die bösen Buben, oder wenn nicht, dann war es doch okay, wenn Luther diese Lehre übernommen hat!!???
Widersprechen wir uns da nicht ein ganz klein wenig…? Der Hexen- und Ketzerglaube war einer der größten
Irrsinne der Weltgeschichte. Er ist zu verurteilen! Aber mit dem oben zitierten Beitrag haben Sie jetzt
dargelegt, woher er kommt! Oder wer die Katharer und Albigenser ausgerottet? Päpstliche Truppen haben
wehrlose Frauen und Kinder, die in Kirchen Zuflucht gesucht haben, vernichtet! Ich habe kein Problem damit,
Luther dort zu kritisieren, wo es angebracht ist! Aber Ihr, kehrt erstmal vor eurer eigenen Haustür und
schiebt dabei nicht dem Nachbarn den ganzen Dreck rüber!