Bildung
Antikatholische Indoktrination in der Schule
Die in deutschen Schulbüchern verbreitete Geschichtsdoktrin über die frühe Neuzeit ist weithin antikatholisch eingestellt. Von Hubert Hecker.
Protestantische Foltermethode in den USA: gefesselten Denunzierten wurden solange Felsbrocken aufgetürmt, bis sie ihre teuflischen Pakte gestanden - oder der Brustkorb einbrach.
Protestantische Foltermethode in den USA: gefesselten Denunzierten wurden solange Felsbrocken aufgetürmt, bis sie ihre teuflischen Pakte gestanden – oder der Brustkorb einbrach.
(kreuz.net) In einem deutschen Oberstufen- Geschichtsbuch des Buchner-Verlags wird der Priester und Kanzler des ermländischen Domkapitels, Nikolaus Kopernikus († 1543), wahrheitswidrig als polnischer Astronom bezeichnet.

Seine kirchliche Bedeutung wird verschwiegen.

Auch die Förderung seiner Schrift über die heliozentrischen Planetenbewegungen durch zwei Bischöfe sowie die Widmung eines seiner Bücher an Papst Paul III. († 1549) unterschlägt das Schulbuch.

Ebenso paßt die Kalenderreform von 1582 des Papstes Gregor XIII., die auf dem heliozentrischen Weltbild beruhte, nicht in die offenbar kirchenfeindlichen Vorurteile der Autoren.

In keinem Schulbuch wird man finden, daß das kopernikanische Weltbild an den katholischen Universitäten Spaniens zum Ende des 16. Jahrhunderts gelehrt wurde.

In jedem Geschichtsschulbuch dagegen sind Darstellungen von Ketzergerichten der spanischen Inquisition erwähnt, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts in ganz Spanien einigen Dutzend Ketzern den Prozeß machten.

Spätere und zeitgenössische Darstellungen der Inquisition
Die peinliche Gerichtsordnung Karls V. von 1532, Carolina genannt, war eine Zusammenfassung älterer Stadt- und Volksrechte, in denen Hexenverbrennungen schon lange aufgenommen waren.Eine Bildlüge aus dem 19. Jahrhundert mit allen antikatholischen Klischees zu Hexenprozessen. Zeitgenössische Darstellungen zu Hexengerichten aus dem 16. und 17. Jahrhundert - wie die folgenden Bilder - zeigen ausschließlich weltliche Gerichtsherren.Vernehmung eines Beschuldigten vor einem weltlichen Gericht: der unvermeintliche Ausgang des Verfahrens ist im Hintergrund angedeutet; ebenfalls ein zeitgenössischer Stich aus der zweiten Ausgabe der Cautio.

Auf dem protestantischen Auge blind

Der antikatholische Grundton dieser Auswahl wird daran deutlich, daß kein Schulbuch die protestantischen Ketzerprozesse erwähnt.

In der reformierten Stadt Genf wurden zur gleichen Zeit auf Betreiben des protestantischen Reformators Johannes Calvin († 1564) innerhalb von fünf Jahren 56 Todesurteile wegen Glaubens- und Sittenfragen vollstreckt.

Ein Verurteilter war der Arzt Michael Servet, den man wegen Leugnung der Dreifaltigkeit öffentlich auf dem Scheiterhaufen verbrannte.

Auch in den nordamerikanischen Kolonien behandelten die Calvinisten Ketzer mit äußerster Härte. Häretiker brandmarkte man mit einem „H“ auf die Hand, bevor sie bei weiterer Unbußfertigkeit an den Galgen gebracht wurden.

Für Hexenverdächtige während der Verfolgungswelle des Jahres 1690 dachten sich die protestantischen Gemeinden um Boston eine besondere Foltermethode aus.

Auf die gefesselten Denunzierten wurden solange Felsbrocken aufgetürmt, bis sie ihre teuflischen Pakte gestanden – oder der Brustkorb einbrach.

Der zentrale protestantische Beitrag an der europäischen Hexenverfolgung wird in den Schulbüchern sorgfältig ausgespart, obwohl Martin Luther, Philipp Melanchthon und die protestantische Hexen-Predigtliteratur einen wesentlichen Anteil am Ausbruch der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung im Deutschen Reich und den skandinavischen Ländern hatten .

Hexenprozesse sind kein katholische Phänomen

Daß es in den katholischen Kernländern wie Irland und Spanien keine, in Italien nur ganz marginale Hexenverfolgungen gab, erfahren deutsche Schüler nicht.

Die spanische Inquisition stellte sich ausdrücklich gegen das Buch „Hexenhammer“ von Heinrich Kramer und erkannte die Hexen-Denuntiationen als ein soziales Problem von Neid und Mißgunst.

Vielfach sprach sich die Inquisition gegen Prozeß- und Foltermethoden der staatlichen Gerichte im Deutschen Reich aus.

Unbelehrbare Schulbücher

In den schulisch verwendeten Geschichtsbüchern dagegen wird immer noch die historische Unwahrheit im Dreischritt „Mittelalter – Hexenverfolgung – kirchliche Inquisition“ vermittelt.

Ein neueres Geschichtsbuch aus dem Westermann-Verlag spekuliert völlig faktenfrei: „Das Hexenwesen galt als nichts anderes als die Verschwörung einer kirchenfeindlichen Sekte.“

Anschließend schwärzt das Schulbuch die kirchliche Inquisition als Hexenketzergerichte an.

Es müßte den Schulbuchmachern eigentlich auffallen, daß in zeitgenössischen Bildern von Hexenprozessen ausschließlich weltliche Richter und Folterer zu sehen sind.

Zahnlose Hexenbulle

Aber haben nicht die sogenannte Hexenbulle von Papst Innozenz VIII. und der „Hexenhammer“, beides von dem Dominikanermönch Heinrich Kramer Ende des 15. Jahrhunderts verfaßt, den Startschuß für die europäische Hexenhatz gegeben?

Mitnichten. Schon der Papst beklagte in seiner Hexenbulle, daß die meisten Kirchenleute den verrückten Dominikaner nicht ernst nähmen und tatsächlich verwiesen manche Bischöfe den Hexenhämmerer aus ihren Diözesen.

Weil die Schulbücher die Hexenverfolgung in protestantischen Ländern unterschlagen, brauchen sie sich auch nicht der Frage stellen, wieso Luther und seine Mitreformatoren ausgerechnet bei der Hexenlehre dem Papst und Dominikanermönch gefolgt sein sollten.

Die große Hexenverfolgungswelle in Mitteleuropa begann achtzig Jahre nach dem „Hexenhammer“ als frühbürgerliche Erscheinung.

Darüber herrscht inzwischen in der Geschichtswissenschaft ein Konsens.

Doch bei den Schulbuchautoren hat sich diese Erkenntnis leider noch nicht herumgesprochen. So werden deutsche Schüler weiterhin antikatholisch indoktriniert.

Der Autor ist Geschichtslehrer an einem hessischen Gymnasium.
      
69 Lesermeinungen
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#70   antikatholisch   20:12:28 | Donnerstag, 7. August 2008
antikatholisch
Die Katholische Kirche is auch anti protestantisch eingestellt.
Warum beschweren sich katholiken darueber dass es eine antikatholischen Einstellung gegenueber der Katholischen Kirche gibt die andersglaubende nicht akzeptiert?
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#69   Dr. Christoph Heger   23:34:24 | Montag, 14. Juli 2008
@Marcelus: Kolumbus
Ihre Frage:
Vielleicht war Christoph Kolumbus auch einfach nur der spanischen Königsregierung ein Dorn im Auge,
Das hat die bisherige Kolumbus-Biographik wohl immer so angenommen. Aber wie das gefundene Dokument der Anklage – bestätigt durch die Aussagen, die man bisher wohl als Zeugnisse gehässige Neides gewertet hat – lehrt, hat Kolumbus aus unersättlicher Habgier ein Terrorregiment in seinem Herrschaftsbereich geführt. Nach meiner Erinnerung starb Kolumbus, bevor das alles gerichtlich geklärt werden konnte.
MfG
Christoph Heger
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#68   Brandenburgis   18:29:42 | Montag, 14. Juli 2008
@Alter Rheinländer
Am Alter kann’s also nicht liegen … :-)
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#67   alter Rheinländer   18:27:24 | Montag, 14. Juli 2008
@Brandenburgis
Das ist ein guter Vorsatz, kann nicht schwer sein, denn Sie haben ja eben selbst gesagt, daß Sie hier bisher ja auch nicht gedacht haben. Also: Einfach so weiter machen.
Was mein „Alter“ angeht, das Sie ja immer sehr zu beschäftigen scheint. Ich habe es schon einmal erläutert: „Alter“ Rheinländer bin ich vor allem, weil ich es schon lange bin, nämlich seit meiner Geburt vor 65 Jahren. Nun sehen Sie, daß ich gar nicht so sehr viel älter bin als Sie!
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#66   Marcelus   18:21:00 | Montag, 14. Juli 2008
Vielleicht war Christoph Kolumbus auch einfach nur der spanischen Königsregierung ein Dorn im Auge,
weil er in einem neuentdeckten Teil der Welt ein eigenständiges Regiment führte, und er nicht mehr auf die Anweisungen der spanischen Regierung hörte,
und Kolumbus auf dem Weg zu einem unabhängigen Regenten in Amerika war,
wie später die USA.
Dr. Heger
Erst vor kurzer Zeit ist die Anklageschrift gegen Christoph Columbus wiedergefunden worden. Sie macht deutlich, daß die spanische Regierung ihn mit gutem Grund in Ketten nach Spanien zurückbringen ließ. Er hat offenbar lange Zeit in den Kariben furchtbar gehaust.
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#65   Brandenburgis   18:17:27 | Montag, 14. Juli 2008
Alter Rheinländer
Das Denken überlasse ich gern Ihnen! Hoffe nur,. Sie sind noch nicht zu „alt“ dazu …
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#64   alter Rheinländer   18:12:28 | Montag, 14. Juli 2008
@Brandenburgis
Brandenburgis:Ich denke hier gar nicht,
Wie wahr!!!!
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#63   Marcelus   18:11:48 | Montag, 14. Juli 2008
Das entspricht nicht der damaligen Realität
durch Weltkrieg „geweihten“ Dritten Reich oder Auswanderung unter fast optimalen Bedingungen, gewährleistet durch zwischenstaatliche Abkommen?
Abgesehen davon, daß das Großbritische Reich den Zionismus damals nicht unterstützte, und dieses aber den Großteil der Welt beherrschte, und auch das Mandat über Palästina hatte.
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#62   Brandenburgis   18:08:43 | Montag, 14. Juli 2008
Ich denke hier gar nicht,
ich gebe hier nur die historische Realiät wieder. Was wäre für sie denn projüdisch: Zwangsweiser Verblieib in dem Untergang durch Weltkrieg „geweihten“ Dritten Reich oder Auswanderung unter fast optimalen Bedingungen, gewährleistet durch zwischenstaatliche Abkommen?
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#61   Marcelus   18:03:54 | Montag, 14. Juli 2008
@Brandenburgis: Die deutschen Juden, die über die Palästinaemigrationsstelle des NS-Deutschen
Reiches flüchten durften, waren Flüchtlinge aus de, antijüdischen NS-Deutschen Reich,
und durften das Reich nur nach den Bedingungen der antijüdischen NSDAP verlassen.
Etwas logisches Denken dürfte sogar Ihnen nicht schaden.
Brandenburgis:
Selbstverständlich konnten die Palästina-Auswanderer von 1939 – 1940 ihr Hab und Gut aus Deutschland mitnehmen. Es wurde sogar zu Sonder- und Vorzugsbedingungen transferiert, somit waren diejenigen deutschen Juden, die sich dem Zionismus fügten, gegenüber dem Rest der Deutschen in extremem Maße privilegeirt, denn die nichtjüdischen Deustchen, die flüchteten, waren es, die sich freuen durften, wenn sie auch nur ein Hemd hatten mitnehmen dürfen.
Eine projüdische Politik sieht anders aus als jene der NSDAP!
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#60   Parmenas   14:14:51 | Montag, 14. Juli 2008
Willsagen
natürlich 1933 – 1940
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#59   Brandenburgis   13:34:40 | Montag, 14. Juli 2008
@Marcelus
Sis sind ein fehlprogrammierter Automat. Selbstverständlich konnten die Palästina-Auswanderer von 1939 – 1940 ihr Hab und Gut aus Deutschland mitnehmen. Es wurde sogar zu Sonder- und Vorzugsbedingungen transferiert, somit waren diejenigen deutschen Juden, die sich dem Zionismus fügten, gegenüber dem Rest der Deutschen in extremem Maße privilegeirt, denn die nichtjüdischen Deustchen, die flüchteten, waren es, die sich freuen durften, wenn sie auch nur ein Hemd hatten mitnehmen dürfen.
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#58   JMX   13:17:05 | Montag, 14. Juli 2008
Sie haben recht…
6 Wochen Gefängnis (plus die Überfahrt) sind eine gerechte Bestrafung… o.O
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#57   Dr. Christoph Heger   13:08:25 | Montag, 14. Juli 2008
Ja, lieber Herr Stöhr.
Dabei könnte man noch einiges mehr zum Vorteil Spaniens und Portugals erwähnen.
Erst vor kurzer Zeit ist die Anklageschrift gegen Christoph Columbus wiedergefunden worden. Sie macht deutlich, daß die spanische Regierung ihn mit gutem Grund in Ketten nach Spanien zurückbringen ließ. Er hat offenbar lange Zeit in den Kariben furchtbar gehaust.
Es ist mir nicht bekannt, daß die USA jemals einen vergleichsweise üblen Gesellen zur Rechenschaft gezogen hätten.
MfG
Christoph Heger
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#56   Ydefix   12:45:45 | Montag, 14. Juli 2008
Sehr geehrter Herr Dr. Heger,
vielen Dank für ihren sinnvollen Hinweis auf Leyenda negra de.wikipedia.org/wiki/Leyenda_negra. Insbesondere der Abschnitt „Die klassischen Quellen“ ist interessant.
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#55   JMX   12:42:05 | Montag, 14. Juli 2008
marcelus, Halluzinationen?
@JMX: Sie leugnen doch die Ausrottung der Altamerikander durch die Angelsachsen
und glorifizieren das Großbritische Reich und die USA.
Sie haben entweder eine massive Leseschwäche oder halluzinieren. Ich habe das in keiner Weise getan.
Das ich das eine kritisiere, heißt noch lange nicht, das ich etwas anderes gutheiße. Non sequitur (ich nehme an, daß sie etwas Latein können.
Sie machen sich nur noch unglaubwürdiger.
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#54   Dr. Christoph Heger   12:39:41 | Montag, 14. Juli 2008
Es ist keineswegs Marcelus, der hier „naiv“ ist.
Sein Hinweis auf die vergleichsweise vorteilhafte Figur, die Spanien und Portugal in Amerika abgegeben haben, besteht völlig zu Recht. Die von interessierten Kreisen gepflegte leyenda negra dürfte inzwischen als solche erkannt sein.
Im übrigen: Seine pauschale Beschimpfung der über die geschmackvollerweise so menschenverachtend genannten „Rattenlinie“ Geflohenen als „Kriegsverbrecher und Faschisten“ kann JMX nicht damit rechtfertigen, daß tatsächlich oder möglicherweise auch Mengele, Eichmann und Pavelic auf diese Weise fliehen konnten.
Es verdient dagegen erinnert zu werden, daß ein gewisser Ernest Hemingway sich mit dem Mord an einem deutschen Kriegsgefangenen brüsten durfte, ohne daß ihm auch nur der Nobelpreis aberkannt worden wäre.
MfG
Christoph Heger
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#53   matt2 †   12:35:23 | Montag, 14. Juli 2008
ich meinte allerdings bloß die Sache mit der Naziflucht…
nicht den jüngeren Diskussionsstrang mit den Indios… das ist wieder ein anderes Thema.
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#52   Marcelus   12:34:32 | Montag, 14. Juli 2008
@JMX: Sie leugnen doch die Ausrottung der Altamerikander durch die Angelsachsen
und glorifizieren das Großbritische Reich und die USA.
Klar, das unangenehme Vergangenheit gerne geleugnet wird. Im gleichen Atemzug werden aber die positiven Sachen nur zu gerne aufgebauscht.
Das ist so leicht zu durchschauen…
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#51   JMX   12:33:16 | Montag, 14. Juli 2008
Daniel
Von „historischen Fakten“ weiß man sowieso nichts, jedenfalls nichts genaues. Sparen Sie sich deshalb einfach ihre blöden Empörungsorgien und tun Sie etwas sinnvolles.
Klar, das unangenehme Vergangenheit gerne geleugnet wird. Im gleichen Atemzug werden aber die positiven Sachen nur zu gerne aufgebauscht.
Das ist so leicht zu durchschauen…
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#50   Marcelus   12:31:59 | Montag, 14. Juli 2008
Die kolonialisierten „Indios“ leiden im Anglo-Amerika nur mehr in sehr beschränktem Maße,
weil man sie dort ausgerottet hat.
Ausrottungsvorgänge von Völkern, die die Protestanten offenbar leugnen, und deshalb Mitleid mit den „Indios“ im katholischen Amerika heucheln,
eine Heuchelei, die für die Reformationschristen typisch ist.
JMX
Ich weiß, der Papst denkt genauso wie sie, und leugnet die Leiden der Indios. Das macht es aber nur noch perfider.
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#49   matt2 †   12:28:46 | Montag, 14. Juli 2008
@JMX: ich stehe in der Sache voll hinter ihnen…
das Einzige, was die kath. Kirche entlasten würde wäre, dass sie nicht wußte, wem sie da die Flucht ermöglichte.
Aber wer sonst hatte denn Grund zu flüchten als die hochrangigen Nazikriegsverbrecher? Da muss ich Ihnen beipflichten.
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#48   Ydefix   12:28:45 | Montag, 14. Juli 2008
*kreisch* *heul* *flenn*
„Mit historischen Fakten hat das nichts zu tun.
Ich weiß, der Papst denkt genauso wie sie, und leugnet die Leiden der Indios. Das macht es aber nur noch perfider.“
Von „historischen Fakten“ weiß man sowieso nichts, jedenfalls nichts genaues. Sparen Sie sich deshalb einfach ihre blöden Empörungsorgien und tun Sie etwas sinnvolles.
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#47   Marcelus   12:28:11 | Montag, 14. Juli 2008
@JMX: Sie haben von grundlegenden Dingen der Weltgeschichte leider keine Ahnung,
und bestätigen nur, daß Sie einfach nur ein Abklatschprodukt Ihrer Schulbücher sind.
Die USA und England haben die Amerikaner ausgerottet, und nicht Spanien und Portugal,
abgesehen von Ihrer Unkenntnis von der Vernichtung Ostdeutschlands und der Konzentrationslager Stalins und der UdSSR.
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#46   JMX   12:25:16 | Montag, 14. Juli 2008
Sie sind sehr naiv,
wenn sie glauben, das meine Ausführungen außerhalb von propagandistischen Schulbüchern nicht belegt seien. Es gibt Originaldokumente zu diesem Thema.
Ihre Geschichtsauffassung über die Kolonisation Amerikas scheint auch eher aus apologetischen Propagandaschriften zu kommen. Mit historischen Fakten hat das nichts zu tun.
Ich weiß, der Papst denkt genauso wie sie, und leugnet die Leiden der Indios. Das macht es aber nur noch perfider.
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#45   Marcelus   12:09:02 | Montag, 14. Juli 2008
Es fällt leider auf, daß die derzeitigen Schulbücher und Massenmedien Hexenverfolger, Folter-
inquisitoren und Verfolger Andersgläubiger und von Fremdvölkern nur unter Katholiken zu finden vorgeben,
während die Hexenverfolgung, die Folter und die Ausrottung der Fremdvölker bei den Protestanten weit ausgeprägter war, als bei den Katholiken,
und insbesonders, zuletzt was die Ausrottung der Fremdvölker betrifft, unter den Anglo-US-Amerikanern und im Großbritischen Reich bis noch vor einigen Jahrzehnten völlig gang und gäbe war,
während die Altamerikaner im katholischen Lateinamerika genetisch noch munter fortleben –
im Gegensatz zum rassenreinen Anglo-Amerika.
Und diese Politik hat nicht nur den Großbritannienbewunderer Hitler geprägt,
sondern auch die britische Vernichtungspolitik gegen die deutsche Nation und Kultur bis weit nach Kriegsende,
bis kurz vor BRD-Gründung.
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#44   JMX   12:04:11 | Montag, 14. Juli 2008
Wollen Sie etwa leugnen,
das Personen wie Mengele, Eichmann und Pavelic Faschisten und Kriegsverbrecher waren?
Das Wiesel scheinen sie zu sein…
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#43   Dr. Christoph Heger   12:00:16 | Montag, 14. Juli 2008
Die Rolle der katholischen Kirche
– soll heißen der Persönlichkeiten im Vatikan – bei der Fluchthilfe für Personen, die hier von einem Anonymus „JMX“ ungescheut pauschal als „nationalsozialistische und faschistische Kriegsverbrecher“ diffamiert werden, bedarf keiner weiteren Rechtfertigung oder „Relativierung“ (was dieses Wieselwort auch immer heißen mag). Sie verdient Dank und Anerkennung.
MfG
Christoph Heger
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#42   Marcelus   11:57:37 | Montag, 14. Juli 2008
Die Deutschen wurden seit Kriegsende verfolgt und in Konzentrationslager gesteckt,
insbesonders unter sowjetischer und osteuropäischer Besatzung.
Niemand, dem nicht ein Prozeß gemacht wurde, verdient es, in ein Konzentrationslager gesteckt zu werden.
Es ist außerdem dumme Polemik, den antisemitischen „Nationalsozialismus“ mit einem rechtsnationalistischen „Faschismus“ zusammenzuaddieren,
der gegenüber allen anderen Ideologien geradezu harmlos ist, wie man an Spanien und Österreich sieht, und lange Zeit auch an Italien.
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#41   JMX   11:53:48 | Montag, 14. Juli 2008
Welche
unverfälschte Quelle belegt den ihre Behauptungen? Die sind sie schuldig geblieben.
Und, noch einmal, inwiefern rechtfertigt und relativiert das die Rolle der kath. Kirche bei der Fluchthilfe für nationalsozialistische und faschistische Kriegsverbrecher? Das ist Kämpfen gegen Windmühlen.
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#40   Marcelus   11:46:30 | Montag, 14. Juli 2008
@JMX: Da haben Sie aber einen Riesennachholbedarf in Geschichtswissen,
was aber auch kein Wunder ist, wenn Sie Ihr „Geschichtswissen“ über Deutschland nur aus Schulbüchern von fremdbesetzten deutschen Staaten beziehen.
2. kann ich mich nicht erinnern, daß in den Ostgebieten 6 Millionen Menschen in KZs umgebracht wurden – oder vergleichbares geschah. Das ist selbst mit dem „Argument“ der frühen Geburt nicht behauptbar.
Gott sei Dank können Sie das zumindest nicht wissen, weil Sie nicht darunter waren.
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#39   JMX   11:36:54 | Montag, 14. Juli 2008
Jungejungejunge
das mit der Beweislast üben wir aber nochmal.
SIE haben eine Behauptung aufgestellt, SIE sind in der Beweispflicht.
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#38   Brandenburgis   11:35:28 | Montag, 14. Juli 2008
Ja, Marcelus
da versagen mal wieder IHRE Geschichtskenntnissse. Wie wäre es, wenn Sie mir spaßeshalber die Genealogie der Herrschaften aufzeigen? Da könnten Sie sich einen großen Verdienst um die Aufklärung des Holocaust erwerben.
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#37   JMX   11:34:30 | Montag, 14. Juli 2008
@ marcelus
Ich habe bewußt die sojwetisch besetzten Gebiete ausgeschlossen, da
1. die Rattenlinie dort nicht in dem Maße vorkam u. Mengele und Eichmann nicht aus diesem Gebiet „gerettet“ wurden.
2. kann ich mich nicht erinnern, daß in den Ostgebieten 6 Millionen Menschen in KZs umgebracht wurden – oder vergleichbares geschah. Das ist selbst mit dem „Argument“ der frühen Geburt nicht behauptbar.
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#36   Marcelus   11:27:41 | Montag, 14. Juli 2008
@JMX: Sie irren leider sowohl in
(1.) und (2.).
Damit erkennt man nur, daß Sie die Gnade einer späten Geburt hatten, und insbesonders nicht aus dem alten Ostdeutschland stammen.
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#35   Dr. Christoph Heger   11:25:32 | Montag, 14. Juli 2008
Hat der Vatikan Eichmann und Mengele die Flucht ermöglicht?
Das weiß ich auch nicht. Ist mir auch ziemlich gleichgültig.
Daß vatikanische Persönlichkeiten und Kreise, darunter wohl der bekannteste der Bischof oder Erzbischof Hudal, vielen Menschen zur Flucht vor den Racheorgien der Siegermächte verholfen haben, ist ihnen hoch anzurechnen.
Daß dabei auch Leute mit durchgeschlüpft sind, die von einem ordentlichen Gericht – und nicht gerade von den makabren Sondergerichten der Siegermächte – verurteilt gehörten, tut dem keinen Abbruch. Wie bekannt haben die Siegermächte (ebenso Israel) ihre Kriegs- und Nachkriegsverbrecher pauschal amnestiert bzw. als Helden gefeiert.
Also ein Hoch auf Papst Pius XII. gloriose regnantem.
MfG
Christoph Heger
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#34   Marcelus   11:22:38 | Montag, 14. Juli 2008
@Brandenburgis: Als NS-Reich-Geschichtsunkundiger ist Ihnen offenbar leider nicht bekannt,
daß die „Palästina-Auswanderungsstelle“ des NS-Deutschen Reiches nichts mit jüdischen Palästinazionismusorganisationen zu tun hat, sondern daß diese NS-„Auswanderungsstellen“ zwar jüdischen Mitbürgern die Flucht aus der NS-Diktatur ermöglichte, aber unter der Bedingung, daß diese ihr Hab und Gut dem NS-Staat überlassen mußten.
Und Eichmann, der später der Organisator der Vernichtung der Juden Deutschlands und Europas wurde, als „Volljuden“ zu bezeichnen“, das grenzt eher an Irrsinn.
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#33   JMX   11:18:41 | Montag, 14. Juli 2008
Marcelus
Du schreibst dich um Kopf und Kragen.
1. Zu behaupten, die Zivilbevölkerung hätte nach WKII unter den Alliierten genauso verfolgt worden wie die Juden im 3. Reich ist völlig ungerechtfertigt und eine schändliche Verleumdung der Tatsachen.
2. Es ist völlig abwegig, zu behaupten man habe nicht gewußt, wem man zur Flucht verhalf. Die einzigen Leute, die nach dem Kriege aus der späteren BRD flüchten mußten, waren diejenigen, die befürchten mußten, für ihre Rolle im Naziregime zur Rechenschaft gezogen zu werden. Alle anderen hätten VORHER Grund zur Flucht gehabt, aber doch nicht mehr nach Kriegsende.
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#32   Brandenburgis   11:13:44 | Montag, 14. Juli 2008
ÜBer das, was Mengele
und Eichmann taten, ist nur sehr, sehr wenig bekannt. Eins aber ist sicher: Eichmann befaßte sich vor 1939 als Mitarbeiter zionistischer Organisationen mit der Auswanderung von (deutschen) Juden nach Palästina.
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#31   Marcelus   11:05:51 | Montag, 14. Juli 2008
@JMX: Die Fluchthelfer im Vatikan gegenüber Eichmann und Dr. Mengele wußten mit Sicherheit nicht,
welchen Verbrechern sie da zur Flucht nach Amerika verholfen haben.
Immerhin wurden sämtliche Deutsche, insbesonders aber die Zivilbevölkerung, ab Kriegsende 2698 a.u.c. von den Siegermächten genauso verfolgt wie zuvor die deutschen und europäischen Juden durch Hitler.
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#30   JMX   10:48:48 | Montag, 14. Juli 2008
Nachweise bitte
Mengele stammt aus einer katholischen Industriellenfamilie, wo bitte gibt es da Hinweise auf Judentum?
Und – wo macht das einen Unterschied in Anbetracht der Tatsache, daß die kath. Kirche Nazi-Kriegsverbrecher gedeckt und ihre Flucht ermöglicht hat?
Das ist nur ein vergeblicher Weißwaschungsversuch.
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#29   Brandenburgis   10:41:57 | Montag, 14. Juli 2008
Ja, tatsächlich,
beide waren Volljuden. Das ist belegt und weitestgehend unbestritten.
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#28   JMX   10:39:36 | Montag, 14. Juli 2008
Das glaubst Du doch wohl selbst nicht,
daß die jüdischer Abstammung waren. Du schimpfst dich Historiker?
Das ist die Geschichtsklitterung die die katholische Kirche immer unglaubwürdiger macht.
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#27   Brandenburgis   10:21:42 | Montag, 14. Juli 2008
Es sei daran erinnert,
daß sowohl Eichmann als auch Mengele Volljuden im rabbinischen Sinne gewesen sidn. Wenn Pius XII. ihnen die „Flucht“ ermöglichte, dann handelte es sich also um einen philosemitischen Akt, den man ihm nicht abkreiden sollte.
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#26   Marcelus   08:37:23 | Montag, 14. Juli 2008
@Brandenburgis: Nach Ihrer Argumentation sind Sie dann ja als Brandenburger,
und aus dem ehemaligen Preußen stammend, auch ein „Pole“,
und müßte eigentlich ja das gesamte ehemalige Preußen an Polen geschlagen werden.
Nach der erfolgreichen Durchsetzung der Oder-Neiße-Linie nach dem Ende des II. 30jährigen Krieges dehnte Warschau deshalb nicht zu Unrecht seine Forderungen bis nach Westnorddeutschland mit Hamburg aus.
Hamburg hätte somit heute auch problemlos „polnisch“ sein können.
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#24   JMX   23:25:31 | Samstag, 12. Juli 2008
Stichwort
ODESSA bzw. Rattenlinie.
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#23   matt2 †   21:50:32 | Samstag, 12. Juli 2008
@Lebl: ich stelle mich nicht dumm…
und verbitte mir solche Unterstellungen, jawoll!… ich wusste davon bis heute nichts.
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#22   Leblhuber   21:35:00 | Samstag, 12. Juli 2008
@Matt 2:
hat der Vatikan Eichmann und Mengele die Flucht ermöglicht?
Stell dich nicht dümmer, als du bist.
Oder willst du die hier sabbernden Geschichtsverdreher provozieren?
Dann allerdings :)3 !!!
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#21   matt2 †   21:26:11 | Samstag, 12. Juli 2008
hat der Vatikan Eichmann und Mengele die Flucht ermöglicht?
gerade hörte ich das in einem Fernsehbericht… wer kann mir das bestätigen/widerlegen?
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#20   Aleph †   09:38:45 | Samstag, 12. Juli 2008
Burgorus
Arschlochkriech-Theologen
Was soll eigentlich diese unsägliche Wortkombination? Haben Sie das nötig oder ist es nur eine temporäre verbale Entgleisung?
Das will ich Ihnen zugunsten einmal so sehen. Sonst wäre ich sehr enttäuscht von Ihnen.
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#19   Josefus   09:10:11 | Samstag, 12. Juli 2008
Vielen Dank Burgorus:
… für den interessaten Spiegelartikel und ihre kenntnisreichen Stellungnahmen.
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#18   Major Kong   00:41:22 | Samstag, 12. Juli 2008
Lamoryanz ist unkatholisch!
Die Lamoryanz dieses Artikels ist irritierend.
Mir fällt aus meiner noch nicht gar zu lang zurückliegenden Schulzeit ein Buch ein, welches wir in der gymnasialen Oberstufe verwendeten. Dort wurde im Rahmen des Kulturkampfes eher der kath. Standpunkt favorisiert.
Das Problem ist vielmehr allgemeiner Natur. Der Zeitgeist ist flach und dementsprechend breit wabernd.
Ein schönes Beispiel hierfür ist in der Tat das angesprochene Thema Kopernikus. Natürlich ist die Formulierung pl. Astronom Unsinn. Im ausgehenden Mittelalter gab es die Idee einer nationalen Identität noch nicht, auch wenn die Polen sich das gerne einreden. Umso überraschender ist, daß in der pl. Wikipedia pl.wikipedia.org/…wo%C5%9Bci_Kopernika diese Kontroverse einigermaßen sachlich aufgearbeitet worden ist. Deutschen Geschichtslehrern wäre dies ebenso zu empfehlen. Hieran könnte man nämlich erleutern, daß Kopernikus in erster Linie Katholik war und sonst nichts.
@Rocko
Die Polen sind weder als Volk traditionell-katholisch (schon historisch nicht) noch sind sie so katholisch wie ihr Ruf in Westeuropa das glauben machen möchte.
Die Zuspitzung auf Fragen pseudonationaler Identität, wie etwa bei Kopernikus ist tatsächlich etwas antikatholisch, da sie den Blick auf die Universalität der Kirche verstellt.
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#17   iudex †   00:07:53 | Samstag, 12. Juli 2008
@LXX-Kenner…
Wenn die „unverfälschte LXX“ der exklusive AT-Kanon der Kirche ist, welche der LXX-Rezensionen ist die kanonische? Abgesichts der teilweise gravierenden Unterschiede zwischen den LXX-Rezensionen wär das schon eine interessante Frage, wenn die LXX der kanonische Text sein soll!?
Oder: Warum sind dann in meiner Bibel nur 2 statt 4 Makk-Büchern? Oder warum find ich nur Esr und Neh (= Esdr B LXX) in meinem AT und nicht den Text von Esdr A (LXX)? Warum fehlen das Buch Odai oder die PsSal, wenn doch der LXX_Kanon kanonisch sein soll?
Nicht ganz so einfach was?
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#16   Burgorus   20:53:28 | Freitag, 11. Juli 2008
Stimmt, Heinrich, die Septuaginta ist die maßgebende!
Als inspiriert gilt die Septuaginta, bei den Christen wie bei den Juden. Es sprachen ja die Juden neben Aramäisch vor allem Griechisch, während Hebräisch nur noch Liturgiesprache war, die nur wenige beherrschten. Die Juden haben erst später, um sich von den Christen besser abzugrenzen, die Septuaginta ad acta gelegt und sich andere Text-Versionen gesucht.
Und heutige Arschlochkriech-Theologen kamen auf den völligen Schwachsinn, die masoretische hebräische Bibel als den Urtext zu bezeichnen und passten sogar die Psalmzählung an diese an, worunter wir heute noch leiden: Ps 90 (89) und ähnlicher Unfug.
Von der Hebraica vera (= wahr) war damals die Rede, und gemeint war die masoretische Textversion. Aber die heutigen Hebräisch-Lehrer (zumindest der meinige) spotten lieber über diesen Ausdruck, als dass sie ihn ernst nähmen.
Auch von der Aussprache her ist die griechische Transskription viel aufschlussreicher als die Jahrhunderte später erfolgte hebräische Punktierung zur Vokalisation.
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#15   HeinrichvonOfterdingen   20:46:57 | Freitag, 11. Juli 2008
Lieber Rodolfo,
auf Ihre Äusserung reagiere ich ziemlich ungehalten – weil Sie wahrscheinlich recht haben!
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#14   Rodolfo Panetta   20:43:40 | Freitag, 11. Juli 2008
Der heutige Hexenwahn …
… im scheinbar aufgeklärten Deutschland richtet sich gegen jeden, der politisch oder theologisch rechts steht.
Dem früheren Hexenglaube entspricht auch der Wahn der neuen Klima-Religion, die lehrt, der Mensch könne das Weltklima verändern, wenn er Ablaßzahlungen leistet.
Der tschechische Präsident Václav Klaus macht die neue Religion des Ökologismus für diesen neuen Wahn verantwortlich. Jedermann sollte sein Buch „Blauer Planet in grünen Fesseln“ lesen.
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#13   HeinrichvonOfterdingen   20:39:02 | Freitag, 11. Juli 2008
Lieber Luterer,
die Katholiken haben mit der sof. hebräischen Bibel ohnehin nix zu tun. Sie haben ja – ziemlich exklusiv – die unverfälschte LXX!
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#12   Burgorus   20:34:22 | Freitag, 11. Juli 2008
@Lutherner: Was legitimiert da was?
Die hebräische Bibel im Licht neuer archäologischer Erkenntnisse (Schulfach Ethik)
Tja, Katholiken haben es zunehmend schwer, und wenn das so weiter geht, könnten immense Schadensersatzforderungen auf den Vatikan zukommen.
Meinen Sie, dass die katholische Kirche die Hebräische Bibel wieder aberkennen muss? Oder wissen Sie nicht dass nicht die Hebräische Bibel die katholische Kirche legitimiert, sondern die Katholische Kirche durch Papst Damasus I. die Hebräische Bibel? Die katholische Kirche geht auf den Messias, Jesus, zurück.
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#11   Lutheraner   20:15:23 | Freitag, 11. Juli 2008
Protestanten sind assimiliert
Als kastriertes Christentum ist es für die Herrschenden völlig ungefährlich, vielmehr finden sich darin die untertänischen Mitläufer.
Außerdem ist die Besucherzahl der Gottesdienste so gering, daß diese EKD längst als ausgeblutet gilt.
Warum sollte man also auf den Protestanten herumtrampeln?
Was noch in der Schule gelehrt:
Die hebräische Bibel im Licht neuer archäologischer Erkenntnisse (Schulfach Ethik) 74.125.39.104/search?q=cache:EAfuq3…
Tja, Katholiken haben es zunehmend schwer, und wenn das so weiter geht, könnten immense Schadensersatzforderungen auf den Vatikan zukommen. Man weiß ja: GELD STINKT NICHT!
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#10   Lorenz   19:55:28 | Freitag, 11. Juli 2008
Irr-, nicht Aberglauben…
… hat die Hlg. Inquisition bekämpft. Also gehörte Hexenwahn nicht zu ihrem Aufgabengebiet.
Wenn man bedenkt, wie zentral der Ordnungsbeitrag der Kirche für das vormoderne Europa war, rechtfertigt das manche Härte (Häresiebekämpfung) bei der Verteidigung deren Lehrautorität. Der Häretiker berücksichtigt nur seinen persönlichen Vorteil aus der Verbreitung von Häresien, nicht aber die gesamtgesellschaftlichen Wirkungen, ja er kennt letztere nicht einmal.
Was die antikatholischen Schulbücher nie sinnvoll erklären: Das Cui Bono der Hexenverfolgung.
Was soll der Kirche der Erhalt heidnischen Brauchtums jemals genützt haben? Der Rückgriff in die Trickkiste der archaischen Opferkultur, zeigt bestenfalls die Schwäche der christlichen Opferkultur in den für Hexenverfolgung empfänglichen Gebieten Europas.
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#9   dave_hamburg   19:19:28 | Freitag, 11. Juli 2008
Antikatholisch
und nicht Anti-Christlich. Genau da liegt des Pudels Kern.
Zugehörigkeit zu einer Institution macht einen Menschen noch lange nicht zum Christen. Es schadet nicht – aber nützen tut es auch nicht notwendigerweise.
Schon erstaunlich, wer hier „Hetztiraden“ anprangert – und gleichzeitig schlimmste Hetze betreibt.
Leider stirbt Dummheit nie aus.
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#8   Burgorus   15:47:48 | Freitag, 11. Juli 2008
Sacrobosco statt Kopernikus
Nur eine kleine Korrektur oder Ergänzung zum Artikel. Das kopernikanische Weltbild stammt eigentlich bereits von Sacrobosco aus dem 13. Jahrhundert, ist also eindeutig mittelalterlich. Kopernikus hat seitenweise nur von Sacrobosco abgeschrieben, so jedenfalls im Spiegel-Artikel
Wie die Erde zur Scheibe wurde [1. Teil] www.spiegel.de/…,1518,381627,00.html [2. Teil] www.spiegel.de/…518,381627-2,00.html
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#7   Brandenburgis   14:59:02 | Freitag, 11. Juli 2008
Mal wieder dieses leidige Thema
Kopernikus stammte aus Thorn, Thorn war wie alle Städte des europäischen Ostens eine deutsche Stadt, insonderheit eine Stadt des Deutschen Ordens, die allerdings als ausgesprochene Grenzstadt nach Polen tendierte und dann auch mehr oder weniger „für immer“ an Polen fiel. Die Polen betrachten insoferne auch zurecht Thorn als polnische Stadt und die Thorner als „Polen“, das heißt dem polnischen Staats(un)wesen zugeordnet. Wenn man nicht völkisch argumentiert – und das sollte man nicht – dann geht das schon in Ordnung und Kopernigk hat als gebildeter Mann sicherlich auch polnisch gesprochen, wenn auch seine Familie „deutschsprachig“ war.
Leider rast auf diesem Gebiete der nationalistische Schwachsinn beider Seiten. Ich sah einst in Philadelphia PA ein Denkmal Kopernikens, wo er auch als „polnischer“ Wissenschaftler deklariert wurde. Es ist das traurige Schicksal der Polen auf solche Anleihen angewiesen zu sein.
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#6   No Comment   14:58:53 | Freitag, 11. Juli 2008
Wen wunderts?
Schulbücher sind nunmal auch heute noch auf dem Stand von 1768, nicht einmal von 1968. Fröhliche Wissenschaft!
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#5   rocko   14:37:46 | Freitag, 11. Juli 2008
polnischer Astronom
Ganz abgesehen von der Frage, wen dieser merkwürdige Artikel von was überzeugen will:
Nicht nur deutsche Schulbücher sehen Kopernikus als Polen an. Auch die polnischen Schulbücher bezeichnen ihn als Polen – Seit wann betreiben die traditionell katholischen Polen „antikatholische Indoktrination“?
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#4   wolke68   14:24:42 | Freitag, 11. Juli 2008
@ALL…
Wen ich mir hier Art und Weise, incl. Ausdrucksweise :-! so mancher Diskussion anschaue, tja dann, kann ich mir vorstellen, dass „Inquisition“ kein historisch erledigtes Phänomen ist. Leider. :-@
wolke68 O:)
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#3   Brandenburgis   14:02:29 | Freitag, 11. Juli 2008
Herr Hecker
argumentiert in der Tat recht eigenwillig nach dem Schema F „Verfolgte Unschuld“.
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#2   HeinrichvonOfterdingen   14:01:37 | Freitag, 11. Juli 2008
Lieber Protestant:
Die katholische Kirche hat die Hexenverfolgung nie bejaht, im Gegensatz zu Luther und Calvin. Nur die Ostkirchen beteiligten sich nicht an der Hexenverfolgung. Die Anzahl der Verurteilten war in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich. Es gab hierbei Schwerpunkte wie z.B. Skandinavien, Thüringen, das Rheinland, Westfalen, die Niederlande, Mecklenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Gebiete in den USA und das Schweizer Wallis. Aber es gab auch andere Gegenden, wie z.B. das Herzogtum Württemberg, in denen kaum Verfolgung stattfand. In Spanien hat die Inquisition die Hexenverfolgung verhindert. Behauptungen, wie sie im Kulturkampf wieder verbreitet wurden, die Jesuiten hätten zu Hexenverfolgungen angestiftet, wurden schon durch die ausführlichen Untersuchungen der Historiker Johann Janssen und Bernhard Duhr widerlegt.
Ihren relativ hohen Bekanntheitsgrad hatte die Hexenbulle Heinrich Kramer zu verdanken, der sie dem eigentlichen Text des Hexenhammers voran stellte.
Zahlenmäßig lässt sich sagen, „daß protestantische Territorien des Alten Reichesnicht minder, sondern eher mehr daran beteiligt waren“.(aus WIKIPEDIA)
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#1   Protestant   13:51:05 | Freitag, 11. Juli 2008
Ertappt!!!
Weil die Schulbücher die Hexenverfolgung in protestantischen Ländern unterschlagen, brauchen sie sich auch nicht der Frage stellen, wieso Luther und seine Mitreformatoren ausgerechnet bei der Hexenlehre dem Papst und Dominikanermönch gefolgt sein sollten.
Das heißt doch aber, dass die vielgeschmähten Reformatoren der Hexenlehre von Ppapst und Dominikanern (die ja angeblich gar nicht so schlimm gewesen sein soll) gefolgt seien…????? Entweder war dann in dieser Frage die rkk und die Dominikaner wirklich die bösen Buben, oder wenn nicht, dann war es doch okay, wenn Luther diese Lehre übernommen hat!!??? Widersprechen wir uns da nicht ein ganz klein wenig…?
Der Hexen- und Ketzerglaube war einer der größten Irrsinne der Weltgeschichte. Er ist zu verurteilen! Aber mit dem oben zitierten Beitrag haben Sie jetzt dargelegt, woher er kommt!
Oder wer die Katharer und Albigenser ausgerottet? Päpstliche Truppen haben wehrlose Frauen und Kinder, die in Kirchen Zuflucht gesucht haben, vernichtet!
Ich habe kein Problem damit, Luther dort zu kritisieren, wo es angebracht ist! Aber Ihr, kehrt erstmal vor eurer eigenen Haustür und schiebt dabei nicht dem Nachbarn den ganzen Dreck rüber!
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