Wie es aussieht, entwickelt sich die ökumenische Bewegung mehr und mehr zu einem Debattierklub für politische und sozialpolitische Anliegen.
Russisch-orthodoxe Kirche
(kreuz.net, Moskau) Eine vollständige heilige Gemeinschaft zwischen den Orthodoxen und Katholiken ist
sehr unwahrscheinlich.
Das erklärte der Vertreter der russisch-orthodoxen Gemeinschaft bei der EU, Erzbischof
Hilarion Alfejew (41) von Wien und Österreich, in einem Interview mit der Zeitung des russisch-weißrussischen
Unionsparlamentes ‘Sojusnoje Vetsche’.
„Die Trennung geschah vor fast tausend Jahren. Sie kann schwerlich
wieder geheilt werden“ – so der Erzbischof.
Alfejew glaubt auch nicht, daß die Unterschiede zwischen
den Orthodoxen und der Kirche im dritten Jahrtausend verschwinden werden.
Gleichzeitig ist er davon überzeugt,
daß gewisse theologische Differenzen eine Zusammenarbeit und eine gemeinsame Verteidigung von Werten
nicht behindern.
„Wir werden uns nicht vereinigen. Aber wir können lernen, Verbündete und Partner zu
werden“ – erklärte der Erzbischof:
„Wir sollten keine Rivalen sein, sondern Christen, die in bestimmten
theologischen Feinheiten unterschiedliche Meinungen haben, aber praktisch die gleichen Ansichten über
moralische und soziale Werte vertreten.“
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@J. Guttenberger: Unter den unterschiedlichen orthodoxen Teilkirchen gibt es schon lange keine unterschiedlichen
Meinungen mehr über den päpstlichen Primat. Diese theologische Debatte wurde nämlich bereits vor über
100 Jahren geklärt, nämlich durch das bis dato letzte unfehlbare Dogmenkonzil Vaticanum I (2622-2623
a.u.c., sel. Papst Pius IX.), welches auch gleichzeitig dem Papst alleine die Unfehlbarkeit bescheinigte,
die eine Zustimmung der ihm unterstehenden Kirchenhierarchie nicht bedarf. Die Orthodoxie anerkennt doch
den päpstlichen Primat! Nur über den Umfang besehen Meinungsverschiedenheiten unter den Kirchen. Ihre
Aussage stimmt also nur bis zum Jahr 2623 a.u.c. (1870 D.E.Z.). Wer ein Dogma ablehnt, gehört auch nicht
mehr zur Kirche.
@ Bischof Und was ist damit: „Die Epiklese bewirkt das, was nur dem Glauben zugänglich ist.“ (Joh. Damaskinos:
De fide orth., 4, 13) „Die Wandlung des Brotes in den Leib Christi wird durch die alleinige Kraft des
Heiligen Geistes bewirkt.“ (ebd.)
Bischof: Waandlung Natürlich ist die zitierte Auffassung des hl. Erzbischofs Joh. Chrysostomos richtig,
daran zweifelt doch niemand! Die Frage lautet doch nur, ob es die einzig richtige Auffassung ist, und
das ist erwiesenermaßen nicht der Fall!
Die Neomodernistischen und Historizistischen Pseudoargumente die ich hier zum Thema ‘Wandlungsmoment’
lese, bestätigen mich wieder im Urteil, daß die bundesdeutsche Hochmut und der bundesdeutsche hegelsche
Unglaube immer noch herrschen. Freinsberg und viele andere, sollten wissen, daß der hl. Johannes Chrysostomos
selber sagte, daß beim Sprechen des ‘Das ist Mein Leib’ das Brot gewandelt werde. In Florenz verteidigten
die Vertreter Konstantinopels und der Griechen nur die Ansicht, daß die Epiklese nicht fehlen dürfe
und notwendig sei, nicht jedoch, daß in ihr und durch sie die Wandlung vollzogen werde – auch ohne die
Worte Jesu. Wer das heilige Schweigen des hl. Justinus Martyri so versteht, als gehe aus seinen Berichten
hervor, daß die frühe lateinische Kirche keinen Einsetzungsbericht verwendete, versteht das Christentum
des Altertums und die patristischen Texte gar nicht.
Ich kann nicht erkennen, daß das 1. Vatikanum nun so sehr präzise definiert hat. „Pastor aeternus“ ist
ein schwammiges Dokument. Und der scheußliche Papalismus wurde dadurch außerordentlich begünstigt.
Freinsberg: Hochgebet / Marcelus: Kirche F.: Herzlichen Dank für Ihren Hinweis! Vermutlich war das auch
die Meinng der alten Kirche, ehe man sich Gedanken über den Zeitpunkt gemacht hat. Eine andere Frage:
Wissen Sie, ob und gegf. inwieweit die Bugumilen bei der Reformation Pate gestanden haben? M.: Die Orthodoxie
anerkennt doch den päpstlichen Primat! Nur über den Umfang besehen Meinungsverschiedenheiten unter den
Kirchen.
Genau das ist die unfehlbare Lehre der katholischen Kirche Oder wollen Sie sagen, daß die nicht in voller
Gemeinschaft mit Rom lebenden Christen nicht zum Corpus Christi Mysticum gehören? Wer die Oberhoheit
des Papstes leugnet, gehört nicht mehr zur Kirche. Siehe die Dogmen der Kirche über das Papsttum, zuletzt
präzise und unfehlbar formuliert durch das letzte Dogmenkonzil Vaticanum I (2622-2623 a.u.c. [1869-1870
D.E.Z.]) unter dem sel. Papst Pius IX.
@ Guttenberger Jedes Eucharistiegebet hat (als Ganzes) anamnetischen und epikletischen Charakter. Die
Einsetzungsworte sind nur ein Element der Anamnese.
Marcelus: Kirche Natürlich kann man sagen, daß der Herr nur eine Kirche gegründet hat. Nur: diese Kirche
ist gespalten. Oder wollen Sie sagen, daß die nicht in voller Gemeinschaft mit Rom lebenden Christen
nicht zum Corpus Christi Mysticum gehören?
@Jörg Guttenberger, Köln: Wenigstens geben Sie zu, daß Sie kein Katholik sind, sondern leider nur ein
häretisierender Religionswissenschaftler. Was die katholische Lehre betrifft: Gott kann natürlich prinzipiell
überall wirken, nicht nur in der göttlichen Kirche Jesu Christi, weil Gott ja allmächtig ist. Deshalb
gibt es dennoch nur eine Kirche.
Marcelus: Kirche Gerade Sie gehören zu denjendigen, bei deren Wissen dringender Aktualisierungsbedarf
besteht! Kirche kommt aus dem griechischem „kyriakä“, das sind die zum Herrn gehörigen! Hier mehrfach
zitiert: der Apostelschüler Ignatius von Antiocheien sagt: „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“!
Glauben Sie etwa, daß der Herr in den mit Rom nicht in voller Gemeinschaft stehenden Kirchen nicht wirkt?
Auch die Lutheraner haben sich bis zur Aufklärung als Katholiken und uns als Papisten bezeichnet.
@Jörg Guttenberger, Köln, der Religionswissenschaftler: Ein Katholik sind Sie leider keiner, nachdem
Sie an mehrere Kirchen neben der einen und einzigen Kirche Jesu Christi glauben. Katholiken glauben nur
an eine Kirche, die aus Teilkirchen besteht – aber dennoch nur eine Kirche ist, und zwar unter dem Petrusnachfolger,
großartig und klar dargelegt durch Papst Bonifaz VIII. in Unam sanctam (Apostolisches Lehrschreiben,
13. XI. 2055 a.u.c.). …w.rechtsgeschichte.jku.at/…A/Unam%20Sanctam.pdf
Wandlung Die Ausführungen von Freinsberg stimmen mit meinem Wissen überein. Aleph drückt sich recht
humorvoll in demselben Sinne aus. Die Meinungsverschiedenheit über den Zeitpunkt der Wandliung wurde
überbrückt, in dem jeder Kanon in alloen Kirchen sowohl eine Epiklese, als auch eine Anamnese enthält.
Die Genehmigung eines Kanons ohne Anamnese durch JPII ist tatsächlich neu. Es gibt aber keinen Grund,
an der rechtmäßigkeit päpstlichen Handelns zu zweifeln. Die Bezeichnung „Nestorianer“ ist im Übrigen
taktlos. Wir wissen heute, daß dem Nestorius großes Unrecht geschehen ist. Seit wenigstens 70 Jahren
ist bekannt, daß die Assyrer (oder „Apostolische Kirche des Ostens“) hinsichtlich der Person Christi
dasselbe glaubt, wir Rom und Konstantinopel. Dasselbe gilt übrigens auch für die Altorientalen, die
eben keine Monophysiten sind. Nur ist diese Erkenntnis hier etwas jünger. Bedauerlich, daß einige Aktualisierung
ihres Wissens verweigern.
@J. Guttenberger, Köln: Es gibt nur eine Kirche Jesu Christi, und nicht zwei Kirchen. Es gibt zwei Probleme
zwischen der r.-k Kirche und der orthodoxen Kirche: das Primatsverständnis des (römischen) Papstes und
die 68er Ideologie.
Sonntäglicher Wandlungstrip Wenn das wirklich das große Thema ist, zu welchem Zeitpunkt, resp. bei welchem
Wort, welcher Silbe, sich die Wandlung vollzieht. Nun gut denn. Dann sollte künftig unbedingt auch immer
die genaue Uhrzeit angegeben werden. Damit ein Bus die Gläubigen durch die Stadt kutschieren kann, damit
diese, die Gläubigen an möglichst vielen Wandlungen teilnehmen können. Das ist mittelalterliche Frömmigkeit.
Nur dass im 21. Jahrhundert ein Bus eingesetzt werden kann. Gott sei Dank. Aber wenn es so gewünscht
wird, bildet sich bestimmt auch bald eine katholische Sekte, die sich allsonntäglich auf den großen
Wandlungstrip begibt… Die dann auch noch steinhart behaupten wird, das wäre die einzig gültige Form,
die Messe zu feiern. Diesmal nicht der Kirche, sondern der Wandlung auf der Spur
Zeitpunkt der Wandlung Einmal mehr könnte diese Frage durch einen Vergleich mit dem archaischen Ritus
strukturiert werden. Der heiligste, aufwühlendste Moment im archaischen Ritus ist nach meiner Einschätzung
die Opferung, nicht die Annahme des Opfers durch die Gottheit, die ja nie sinnlich wahrnehmbar ist. Da
die christliche Eucharistie bewusst die Strukturgemeinsamkeit mit dem archaischen Ritus sucht, um die
Unterschiede erkennbar zu machen (gerade wie ein Tischler die Parallelität, also Unvereinbarkeit zweier
Leisten erkennt, wenn diese nahe beieinander liegen), sollte man sagen dürfen, dass der aufwühlendste
Moment die Opferung durch die Wandlungsworte ist. Dadurch – und das unterscheidet dann die Eucharistie
vom archaischen Ritus – fallen Opferung und religiöse Epiphanie zeitlich zusammen. Es erweist sich so,
dass die Opferlogik seitens des opfernden Kollektives ex ante verstanden ist. Sie wissen, was sie tun,
weil sie im Lichte der Offenbarung des Kreuzes opfern.
Einsetzungsbericht Es kann keine gültige Wandlung ohne irgendeine Form der Einsetzungsworte, der Worte
Jesu, zu sprechen. Das ist allgemeine Auffassung, aber kein Dogma.
@Alois Bischof Die Frage nach dem Zeitpunkt der Wandlung ist falsch gestellt. In Justins erster Apologie
(2. Jh.) ist nur die Rede von den „eucharistisierten“ Gaben, also jenen, über die das Eucharistiegebet
gesprochen wurde. Einsetzungsworten oder andere Elemente erwähnt der Autor nicht. Erst die scholastischen
Haarspalter fragten: Wann passiert es? Die Osttheologen zogen nach und nannten die Epiklese als Zeitpunkt
der Wandlung. – Warum genügt es nicht, zu sagen: Das Eucharistiegebet ist Konsekrationsgebet.
Diese „Erlaubnis“ Johannes-Paul II. und Ratzingers für die Anaphora der häretischen Nestorianerkirche
welche den hl. Addai und Mari zugeschrieben wird, war ein Skandal. Es kann keine gültige Wandlung ohne
irgendeine Form der Einsetzungsworte, der Worte Jesu, zu sprechen. Die ursprüngliche Anaphore des hl.
Addai und Mari enthielt einen Einsetzungsbericht, aber wahrscheinlich ist dieser im 8 Jh. in der häretischen
Nestorianischen Gemeinschaft ausgefallen. Das hat mit der Liturgie, mit den Liturgien der hl. Kirche Jesu
Christi, der diese Nestorianergemeinschaft nicht angehörte, gar nichts am Hut. Was den Griechen Konstantinopels
angeht: diese haben doch auf dem Konzil von Lyon, sowie auf dem Konzil von Florenz, Ferrara und Basel
bei der Wiedervereinigung mit Rom (die nur bis 1453-58 erhalten blieb wegen Widerstand des fanatisierten
schismatischen Bischofs Markos), bestätigt, die Epiklese sei wichtig, aber die Wandlungsworte seien auch
wesentlich zur gültigen Wandlung des Brotes und des Weines. Diese Tatsache alleine belegt schon, daß
die Epiklese nicht reicht. Natürlich ist die Epiklese Ausdruck der sakramentellen Absicht die hl. Eucharistie
zu konsakrieren und nicht nur einen Einsetzungsbericht zu „singen“ oder „beten“. Aber die Form des Sakramentes
ist doch für die hl. römisch-katholische Kirche, die eins und dasselbe ist wie die Kirche Jesu Christi
(Humani generis – 1950, 27), stellen die Wandlungsworte Jesu dar – nicht die byzantinischen Flehrufe an
den Heiligen Geist.
sacerdos helveticus: Glaube In den von Ihnen genannten Beispielen gibt es tatsächlich nur eine einzige
richtige Auffassung. Nehmen wir aber die Frage, zu welchem Zeitpunkt in der Liturgie sich Wandlung vollzieht.
Hier wird von uns die Meinung vertreten, beim Sprechnen der Wandlkungsworte über die vorgelegten Gaben,
die Byzantiner und andere glauben, bei der Herabrufung des hl. Geistes auf die Opfergaben. Hier bestehen
m. W. beide Meinungen gleichberechtigt, nicht kirchentrennend nebeneinander. So hat vor einigen Jahren
JPII den Chaldäern einen Kanon erlaubt, der keinen Einsetzungsbericht enthielt, wohl aber die Herabrufung
des hl. Geistes auf die Opfergaben. Das hat damals im Westen für Gesprächsstoff gesorgt.
@ Jörg Guttenberger Jörg Guttenberger schrieb: Mit Glaubensfragen ist es ähnlich wie mit der Mathematik:
wie es Gleichungen mit mehreren gleichermaßen richtigen Lösungen gibt, und solche mit nur einer einzigen
richtigen Lösung, so gibt es auch Glaubensfragen, auf die es mehrere richtige Antworten und solche, auf
die es nur eine einzige richtige Antwort gibt. Das kann aber doch im Bereich der Glaubenslehre nur gelten,
wenn sich entweder das Lehramt noch nicht letztverbindlich geäussert hat oder die Antworten sich nicht
diametral widersprechen. Das Widerspruchsprinzip, nach dem eine Sache nicht zugleich wahr und falsch sein
kann, muss auch im Bereich der Glaubenslehre gelten. Um das Beispiel von Alois Bischof bezüglich der
Höllenstrafen zu nehmen. Wenn das Lehramt unfehlbar erklärt hat, dass die Höllenstrafen der Verdammten
ewig sind, kann das Gegenteil nur eine Häresie sein. Das nmanche Kirchenväter diese Ansicht vertreten
haben, hat dann keine grössere Relevanz, wenn diese vor der dogmatischen Klärung durch das Lehramt gelebt
haben. Beispielsweise ist ja auch ein Theologe, der zu Anfang des 19. Jahrhundderts nicht die Unbefleckte
Empfängnis der Gottesmutter lehrte, ein Häretiker, wohl aber jemand, der nach der Dogmatisierung (1854)
weiterhin diese bezweifelt.
Bischöf: Ökumene Ihre Ausführungen gehen weit an der Wirklichkeit vorbei! Es gibt zwei Probleme zwischen
der r.-k Kirche und der orthodoxen Kirche: das Primatsverständnis des (römischen) Papstes und die 68er
Ideologie. Das Primatsverständnis ist eine Frage, die von den Theologen zu regeln ist. Die 68er Ideologie
hat Bewußtsein, Lebensform und Charakter des Westens schon so stark deformiert, daß den Menschen schon
der Weg zurück zu ihrer eigenen Kirche weitgehend verbaut ist! Wie soll unter diesen Voraussetzungen
Ökumene gelingen? Das filioque ist nicht kirchentrennend, ebensowenig die Ehescheidungspraxis des Ostens,
wie sich aus den Beschlüssen des Konzils von Trient ergibt. Zu 1 Kor. 7, 12 ff. (privilegium paulinum,
der Apostel schreibt hier ausdrücklich nicht im Namen Jesu Christi, sondern im eigenen Namen) ergibt
sich die Frage, ob diese Regelung ausschließlich im Umkehrschluß zu interpretieren ist, wie es die r.-k.
Kirche tut, oder ob auch analoge Interpretation zulässig ist. Bei analoger Interpretation ist die Praxis
der nichtkatholischen Kirchen gedeckt. Es geht bekanntlich nicht um eine Uniformierung, sondern um Einheit
in der Verschiedenheit. Mit Glaubensfragen ist es ähnlich wie mit der Mathematik: wie es Gleichungen
mit mehreren gleichermaßen richtigen Lösungen gibt, und solche mit nur einer einzigen richtigen Lösung,
so gibt es auch Glaubensfragen, auf die es mehrere richtige Antworten und solche, auf die es nur eine
einzige richtige Antwort gibt.
Besser debattieren als exkommunizieren Wie es aussieht, entwickelt sich die ökumenische Bewegung mehr
und mehr zu einem Debattierklub für politische und sozialpolitische Anliegen. Es kann doch nicht verkehrt
sein, wenn Orthodoxe und Katholiken miteinander debattieren, als sich gegenseitig mit Bannbullen zu bedrohen,
diese auf den Altären zu verbrennen, um dann die gegenseitige Exkommunikation zu vollziehen. Gespräch
ist immer besser als rücksichtslos auf dem Standpunkt zu beharren und den Gegner des Irrglaubens zu bezichtigen.
So war es Praxis seit gut tausend Jahren. Kein Wunder dass die Kirchenspaltung mit den Orthodoxen immer
stärker dogmenhafte Züge annehmen konnte. Aber jetzt wird wenigstens debattiert. Hätte man das nur
damals schon mit Eifer getan, anstatt einfach das Filioque aus der Westentasche zu holen, es als verbindlichen
Glaubenssatz zu definieren und es den Orthodoxen zu präsentieren. Damit macht man sich keine Freunde.
Das Vorgehen hat die Nähe zu den Orthodoxen nicht gefördert, die auch in der Gegenwart immer noch ganz
gut ohne Filioque auskommen…
Da der Russisch-Orthodoxe Bischof von Wien die Ewigkeit der Höllenstrafen leugnet und die Ehescheidung
schon lange wie die abgetrennte irrgläubige schismatische Russische Ostkirche schönredet und praktiziert,
kann es tatsächlich mit ihm und mit einer Heterodoxen Orthodoxen Gemeinschaft wie die des heutigen Moskauer
Patriarchates keine Einigung geben. Nur die Aufgabe der Irrtümer und des Schismas seitens der Ostschismatiker,
also die Bekehrung durch Wunder, kann den Bruch heilen.