Kinderschlachtung
Die Verhandlung dauerte drei Minuten
Die österreichischen Bischöfe versinken immer weiter im unentrinnbaren Sumpf von Widersprüchen und Zweideutigkeiten, in den sie sich hineinmanövriert haben. Von Dr. Josef Preßlmayer.
Unterschrift und Stempel auf einem Beratungsschein - zum Töten eines Menschen.
Unterschrift und Stempel auf einem Beratungsschein – zum Töten eines Menschen.
(kreuz.net) Gegenwärtig arbeite ich an einer Studie „Der Abfall der Katholischen Kirche Österreichs von der kirchlichen Lehre über den Lebensschutz“. Im Rahmen von Abklärungen für diese Studie rief ich bei der ‘Aktion Leben’ in Wien an.

Die ‘Aktion Leben’ ist eine österreichische Organisation, die sich angeblich „für den umfassenden Schutz menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“ einsetzt. In den Diözesen Linz und Salzburg ist sie der ‘Katholischen Aktion’ angegliedert.

In Wien wird sie ideell und finanziell von der Erzdiözese unterstützt.

Ich wurde telephonisch mit Frau Christina Gersbach verbunden und gab vor, eine Beratungsbestätigung für eine Kinderabtreibung in einem Wiener Spital zu benötigen.

Die gewünschte Beratungsbestätigung wurde mir problemlos zugesagt.

Eine solche Bestätigung ist in Österreich nur für eine Billig-Abtreibung um rund 300 Euro nötig, die in bestimmten Wiener Spitälern durchgeführt wird.

Diese Kinder- Billigschlachtungen wurden auf Drängen der sozialistischen Gesundheits-Stadträtin Renate Brauner eingeführt.

Zur Eindämmung der Nachfrage nach Billig- Abtreibungen wurde eine vorhergehende, vom Abtreiber getrennte Beratung vorgeschrieben.

Bischöfe auf der Seite der Kinderabtreiber

Schon seit längerem bestand der Verdacht, daß die ‘Aktion Leben’ in ihrer Beratungsstelle in der Wiener Dorotheergasse Beratungsscheine ausgibt, die dann als Todeszertifikate verwendet werden.

Nach meinem Anruf bei der ‘Aktion Leben’ und der bejahenden Antwort empfand ich zwar das Erfolgserlebnis eines Fahnders, der Übeltätern auf die Spur gekommen ist, andererseits war ich angesichts der erfahrenen Ungeheuerlichkeit zugleich ratlos: Wer würde mir glauben, daß das, was mir soeben mitgeteilt wurde, wirklich geschehen ist? Ich brauchte Beweise.

Wer würde diese heikle Aufgabe übernehmen? Welche Frau könnte ohne Stottern und halber Ohnmacht bei der von Kirche und Bischöfen hochgepriesenen ‘Aktion Leben’ einen Beratungsschein zur Kindestötung verlangen?

Eine von mehreren Dokumentationen über die 'Aktion Leben', die ich dem Kardinal 2005 zusandte, hatte ihn wegen des Umfanges von zehn Seiten "entmutigt", diese zu lesen.
Eine von mehreren Dokumentationen über die ‘Aktion Leben’, die ich dem Kardinal 2005 zusandte, hatte ihn wegen des Umfanges von zehn Seiten „entmutigt“, diese zu lesen.
Schmeichelte nicht Erzbischof Alois Kothgasser von Salzburg der Damenriege von ‘Aktion Leben’ mit Worten wie: „Die Wahrheit braucht keine Fanatiker, Wahrheit braucht Liebe“ – um auf diese Weise echten katholischen Lebensschützern einen Seitenhieb zu versetzen?

Rügte nicht Kardinal Christoph Schönborn von Wien die Lebensschutzorganisation ‘Jugend für das Leben’ scharf für deren angeblichen „Aktionismus“?

Zugleich macht seine Nichte und sogenannte Lebensschutzbeauftragte Stephanie Merckens gemeinsame Sache mit der ‘Aktion Leben’ und interveniert gegen die gesetzliche Einführung einer Trennung von Beratung und Abtreibung.

Detektivin im Einsatz

Um gegenüber den glorifizierten Amazonen von ‘Aktion Leben’ aufzutreten, bedarf es einer besonderen Persönlichkeit.

So kam ich auf die Idee, daß dies am besten eine Detektivin erledigen könnte.

Die erste Detektei lehnte wegen mangelnder „rechtlicher Relevanz“ ab. Eine weitere beantwortete mein Mail nach einer telefonischen Vorbesprechung nicht. Ich wollte schon aufgeben.

Doch dann versuchte ich es weiter bei einem Unternehmen, daß Sonderaufträge erledigte. Dort war man einverstanden.

„Silke Bull“ will eine Tötungslizenz

Am 3. Juli machte sich eine Detektivin – alias Silke Bull – ans Werk. Zuerst versicherte sie sich telephonisch bei Frau Gersbach, ob sie den gewünschten Tötungsschein bekomme.

Den Beratungstermin nahm eine Frau Gabriele Mayerhofer wahr. Sie wurde von ihrer Kollegin über den Beratungszweck informiert und fragt gleich nach, ob die Entscheidung zur Abtreibung des Kindes feststehe.

Die verdeckte Ermittlerin bejahte. Sie erklärte, daß sie die Bescheinigung für die Abtreibung ihres Kindes in der Semmelweiß-Klink brauche.

Beraterin Mayerhofer wies darauf hin, daß auch das Wiener Spital Rudolfstiftung ebenfalls solche Bestätigungen verlangt.

Noch einmal fragte sie, ob die Ratsuchende über ihre Situation sprechen möchte und bot an, gemeinsam zu schauen, wo die Probleme liegen.

Doch die Detektivin gab an, keine weitere Diskussion mehr zu wünschen.

Damit war die sogar vor ‘Radio Vatikan’ propagierte, „professionelle“ und „ergebnisoffene“ Beratung der „Lebensschutzbewegung in Österreich“ – wie sich die ‘Aktion Leben’ auf ihrer Webseite mit Alleinvertretungsanspruch vorstellt – vorbei.

Sie dauerte etwa 2 ½ Minuten.

Glucksendes Lachen

Während dieser 2 ½ Minuten stieg Frau Mayerhofer viermal ein unmotiviertes glucksendes Lachen auf.

Sie war offenbar nicht ganz so kaltblütig wie die ihr gegenübersitzende Detektivin und wollte die todtraurige Situation vielleicht mit etwas Heiterkeit überspielen.

Dann folgte eine statistische Erhebung. Als geförderte Beratungsstelle sei eine solche anonyme Erhebung notwendig, erklärte die Schnell-Beraterin.

Bei der Frage nach der Schwangerschaftswoche antwortet die Detektivin „fünfte Woche“.

Da fällt der Frau von ‘Aktion Leben’ eine Tötungs-Alternative ein: Der „Abbruch“ – wie sie sich ausdrückt – könne auch mit dem „Medikament“ erfolgen.

Frau Mayerhofer meinte die Abtreibungspille „RU 486/Mifegyne“. Sie führt dazu, daß das ungeborene Kind von der mütterlichen Nahrungszufuhr abgeschnitten wird und kläglich verhungert und verdurstet.

Schließlich erkundigt sich die Beraterin, ob noch irgendwelche Informationen gebraucht würden.

Nachdem dies dankend verneint wurde, erklärt die Beraterin, daß es auch in Ordnung sei, wenn die Ratsuchende nichts erzählen wolle.

Damit war die statistische Erhebung mit ergänzender Tötungsberatung nach rund vier Minuten beendet. Sie dauerte demnach etwa doppelt so lang wie die eigentliche sogenannte Beratung.

Der schwierigste Teil der Beratung

Relativ langwierig war die Ausstellung der Tötungslizenz. Sie dauerte wegen technischer Probleme weitere sieben Minuten – so lange wie die angebliche Beratung und die statistische Erhebung zusammen.

Über mögliche psychische und physische Nachwirkungen wie das erwiesene höhere Fehlgeburts-Risiko nach Abtreibung wurde die Nachfragende nicht informiert.

Kein Wunder: Die ‘Aktion Leben’ leugnet Abtreibungsfolgen wie das gut dokumentierte Post-Abortion-Syndrom.

Damit ist sie in guter Gesellschaft mit dem berüchtigten Wiener Abtreiber Christian Fiala. Der Engelmacher leugnet ebenfalls Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit durch Abtreibung.

Darin wird er von der skrupellosen sozialistischen Wiener Gesundheitsstadträtin Renate Brauner bestärkt.

Letzterer überreichte der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, erst Ende Juni einen päpstlichen Orden.

Im 62. Kapitel des Rundschreibens ‘Evangelium Vitae’ von Papst Johannes Paul II. heißt es:

„Wer eine Abtreibung vornimmt, zieht sich mit erfolgter Ausführung die Tatstrafe der Exkommunikation latae sententiae zu, das heißt die Strafe tritt von selbst durch Begehen der Straftat ein. Die Exkommunikation trifft alle, die diese Straftat in Kenntnis der Strafe begehen, somit auch jene Mittäter, ohne deren Handeln sie nicht begangen worden wäre.“

‘Aktion Leben’ und Kardinal Christoph Schönborn sind latae sententiae exkommuniziert.

Der Autor ist Gesundheitspsychologe und Kurator des„1. Europäischen Lebensschutz-Museums“
      
25 Lesermeinungen
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#25   methusalix †   00:18:39 | Dienstag, 15. Juli 2008
Aber ob ihn das davon abhält weiterhin katholisch zu sein?
Anton: Kardinal Schönborn ist exkommuniziert!
Das wage ich doch sehr zu bezweifeln; und ich glaube auch eher NICHT, dass es seine Amtsmacht in die Hände des Papstes zurücklegen wird.
Im übrigen finde ich in der (möglicherweise unvollständigen) Liste der Ordensmitglieder nur zwei, die sich im Kampf gegen schwangere Frauen besonders hervor getan haben, eben die erwähnte Frau Meves und Norbert Geis MdB.
Aber ich habe auch bei diesen Verfechtern des so genannten „Lebensrechtes Ungeborener“ und selbst ernannten „Lebensschützeren“ so meine Zweifel, ob sie den Orden zurücgeben werden. Freuen würde ich mich allerdings darüber.
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#24   Elijahu †   23:20:38 | Montag, 14. Juli 2008
Göttliche Gerechtigkeit
Hart an der Grenze zur Häresie und damit an der Grenze zur Exkommunikation zu lavieren, das ist die Kunst die die deutschsprachigen Bischöfe beherrschen wie keine andere. Wo ist unter denen auch nur ein Bekenner oder Märtyrer?
Sie alle liegen mit dem Zeitgeist im Bett wie die sprichwörtliche Hure Babylon. Aber dieselben gottlosen Gestalten an die sie ihre Gläubigen verraten haben werden ihnen schliesslich in den Rücken fallen.
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#23   Anton   23:09:11 | Montag, 14. Juli 2008
Kardinal Schönborn ist exkommuniziert!
Endlich wagt es noch jemand das Unglaubliche öffentlich zu machen:
„ ‘Aktion Leben’ und Kardinal Christoph Schönborn sind latae sententiae exkommuniziert.“
Wann reagiert Rom endlich?
Ich danke Ihnen, Herr Preßlmayer, für Ihren mutigen Einsatz gegen die Tyrannei der lächelnden, barbarischen Kinder-Massenmörder!
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#22   Nachtlaterne   20:28:24 | Montag, 14. Juli 2008
dem autoren ein großes…
…danke für diesen artikel. da werden weiber zu (modernen) hyänen un treiben es mit den worten jesu…
es ist eine unsägliche vorstufe zur ölle was uns hier alles an ach so toleranten, jesusvollen, liberalen und humanen worten und taten entgegenschlägt.
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#21   diaconus   20:18:23 | Montag, 14. Juli 2008
Daß die „Aktion Leben“
sich längst von ihrer Aufgabe verabschiedet hat das Leben Ungeborener zu schützen und Abtreibungen zu verhindern, ist seit Jahren ein offenes „Geheimnis“. Nur HLI „Human Life International“ ist in Österreich jene Organisation – mit enger Verbindung zu P. Reilly –, die sich wirklich für das Leben einsetzt, ebenso setzt sich „Jugend für das Leben“ für die Ungeborenen ein. Auch ich war sehr enttäuscht, dass Mag. Brauner den Gregorius-Orden erhielt, denn sie ist, wie alle Linken, eine eifrige Verfechterin der Abtreibungen. Dass dabei Kard. Schönborn die Fäden gezogen hat, ist ziemlich sicher. Er ist genauso wie der verstorbene Kardinal König – Gott sei ihm gnädig – eher Diplomat als ein Hirte, der die Lehre der Kirche und das Lehramt ohne „Wenn und Aber“ vertritt. Bei Verstössen gegen die Lehre der Kirche etc. ist er fast immer ein „Weich-Ei“. Leider! Wo sind die Hirten, die genügend Rückgrat haben? In Westeuropa sicher sehr selten. Gelobt sei der Herr in Ewigkeit!
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#20   Josef Preßlmayer   17:09:05 | Montag, 14. Juli 2008
Danke „Pünktchen“, für Ihr mail mit der Bild-Dokumentation der Papst-Unterschrift!
Ich warte jetzt auf weitere Reaktionen der Lebensschutz-Plattform, mit der ich dann das weitere Vorgehen koordiniere.
Jedenfalls ist es eine große ideelle Hilfe, die Sie immer wieder, auch mit Ihrem großen Wissen und den wertvollen praktischen Kenntnissen, für die Rettung der ungeborenen Kinder leisten, unserer Brüder und Schwestern, unseren geringsten Nächsten, in denen Jesus heute gekreuzigt wird.
Sie sind einer der Unbeugsamen, die den Blick auf das Leid gerichtet haben, das wir diesen heiligsten Geschöpfen Gottes und uns selbst zufügen, indem wir uns um unsere Zukunft und zugleich um die Lehre unseres Erlösers bringen!
So viele sind teilnahmslos am größten Massen-Raubmord der Geschichte! So viele Gleichgültige „arisieren“ die erwarteten materiellen Bedürfnisse ihrer Kinder gleich für sich in der Gebärmutter und häufen für die ersparten Ausgaben Tonnen von Luxus-Schrott an, verachten die Liebe und Zuneigung der Kinder-Herzen und fallen in den teuflischen Abgrund des materiellen Sklaventums.
In Schio weinte das Gips-Jesuskind fünf mal. Erstmals am Tag der Ungeborenen Kinder! Die Königin der Liebe gab über Renato dann die Botschaft, dass ihr Jesuskind wegen der „Gleichgültigkeit der Menschen“ weint.
Doch sie hat eine Bewegung „Mit Christus für das Leben“ („Con Christo per la vita“) gegründet und gesagt: „Ich werde eure Heerführerin sein!“
Jetzt beten vor ca. 60 Kliniken in Oberitalien Gebetsgruppen, wie sie zuvor schon von P. Reilly in Ö und D gegründet wurden.
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#19   Burgorus   16:01:36 | Montag, 14. Juli 2008
Die beiden „Aktion Leben“
Vielleicht kennt der Heilige Vater die Aktion Leben in Abtsteinach/Odw. in Deutschland www.aktion-leben.de/, die klar gegen den Kindermord ist, sodass er im Unterbewusstsein gedacht hat, dass die Aktion Leben Österreich nur der österreichische Ableger ist?
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#18   Josef Preßlmayer   15:11:12 | Montag, 14. Juli 2008
Danke, nochmals, „Pünktchen“! Ich habe ihre Anregung, zu der wohl noch einige dazukommen werden,
schon in den Schluss eingearbeitet:
„Wie durch telefonische Auskunft und durch die Erhebung einer Detektivin erwiesen ist, stellt auch die „Aktion Leben“ solche „Beratungsscheine“, die zur Tötung ungeborener Kinder berechtigen, aus. Die Erzdiözese Wien arbeitet eng mit der „Aktion Leben“ zusammen, unterstützt sie finanziell und führt mit ihr gemeinsame Veranstaltungen durch. Selbst „Radio Vatikan“ propagierte in einer Sendung zur „Woche des Lebens“ der Erzdiözese Wien die „professionelle“ und „ergebnisoffene“ Beratung der „Aktion Leben“ indem es Ausschnitte aus der Rede der „Aktion Leben“-Generalsekretärin Kronthaler sendete.
Heiliger Vater, wir bitten Sie, die kirchliche Förderung der „Aktion Leben“ zu beenden und zu überprüfen, ob die Voraussetzungen für die Verleihung des St. Gregorius-Ordens an eine Vorkämpferin der Abtreibung, Mag. Brauner, und einer Bahnbrecherin der „Fristenlösung“ innerhalb der kirchlichen Strukturen, Dr. Steindl, tatssächlich gegeben waren.“
Der Vorschlag mit der Leserzeitung ist auch gut!
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#17   Florian Geyer   15:06:45 | Montag, 14. Juli 2008
Parmenas
mein lieber Florian. Doch hast Du hier mehr als einmal als großer Kämpfer posiert …
ich glaube ich habe immer klar und deutlich ausgedrückt wofür ich stehe und versuche natürlich auch meine Überzeugung mit Klugheit und Umsicht im Alltag umzusetzen.
Das (lächerlich) martialische Wort „Kampf“ ist ein Begriff der viele Formen und Facetten annehmen kann.
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#16   Parmenas   14:51:48 | Montag, 14. Juli 2008
Nichts für ungut,
mein lieber Florian. Doch hast Du hier mehr als einmal als großer Kämpfer posiert …
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#15   Domenico Tuttisanti   14:46:57 | Montag, 14. Juli 2008
Zweitaccount .chen: Lieber Herr Dr. Preßlmayer,
Sie könnten den Brief zusammenhängend in die Leserzeitung einstellen! Das hätte auch den Vorteil, daß Sie – etwa nach Beratung mit Herrn Kirchmaier – jederzeit Änderungen vornehmen können.
Grüße
.chen
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#14   Pünktchen   14:35:34 | Montag, 14. Juli 2008
Der Brief sollte nicht nur informativ
sein, sondern in eine Frage an den Hl. Vater münden oder sogar in die Bitte zu überprüfen, ob nicht der verliehene Orden Frau Brauner wieder aberkannt werden müsse…
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#13   Josef Preßlmayer   14:27:03 | Montag, 14. Juli 2008
Danke nochmals, „Pünktchen“, für Ihr konstruktives Mitdenken! hier geht der „Offene Brief“,
beschränkt auf eine A4-Seite, weiter:
„1989 hat sie sich von einer Gegnerin der „Fristenlösung“ zu deren Befürworterin gewandelt. An dieser möchte die „Aktion Leben“, wie ihre frühere Generalsekretärin, Dr. Gertrude Steindl, betonte, „nicht rütteln“. Trotz dieser Befürwortung der „Fristenlösung“ wurde Dr. Steindl der päpstlichen St. Gregorius Orden verliehen, wohl ohne die Intentionen dieser Organisation näher zu kennen, welche auch die Pillen-Verhütung, ja sogar die
Ebenfalls mit dem St. Gregorius Orden wurde die frühere Gesundheitsstadträtin von Wien, Mag. Renate Brauner, ausgezeichnet. Brauner setzte die so genannten „Billigabtreibungen“ in Wiener Krankenhäusern durch. Um den Zustrom einzudämmen, wurden in Wien Bestätigungen über eine vorhergehende Beratung eingeführt. Brauner unterstützt auch den Wiener Abtreibungsarzt Dr. Christian Fiala, der auch Leiter der internationalen Abtreibungspersonal-Vereinigung FIAPAC ist, in seiner Behauptung, dass Abtreibung „keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit“ hat, obwohl das erhöhte Fehlgeburtsrisiko nach Abtreibung erwiesen und in der „Dokumentierten Patientenaufklärung“ festgehalten ist.
Wie durch telefonische Auskunft und durch die Erhebung einer Detektivin erwiesen ist, stellt auch die „Aktion Leben“ solche „Beratungsscheine“, die zur Tötung ungeborener Kinder berechtigen, aus. Die Erzdiözese Wien arbeitet eng mit der „Aktion Leben“ zusammen, unterstützt sie finanziell und führt mit ihr gemeinsame Veranstaltungen durch, … R. f.
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#12   Florian Geyer   14:23:01 | Montag, 14. Juli 2008
Brandenburgis
sie müssens ja wissen, kennen wir uns doch schon so gut und haben doch schon oft zusammen Schweine gehütet ?
da ich kein Bischof bin würd ich auch mit Feigheit keinen Schaden anrichten…
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#11   Pünktchen   14:10:23 | Montag, 14. Juli 2008
Trittbrett
für Sie, Herr Dr. Preßlmayer!
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#10   Josef Preßlmayer   13:55:03 | Montag, 14. Juli 2008
Danke „Pünktchen“! Ich habe Ihre Idee gleich nach Ihrem ersten Posting umgesetzt, einen „Offenen
Brief“ entworfen und an Andreas Kichmair gemailt:
Offener Brief an seine Heiligkeit, Papst Benedikt XVI.
Sehr verehrter Heiliger Vater!
Im Vorfeld Ihres Besuches im September vorigen Jahres in Österreich haben sich viele Lebensschützer an Sie um Hilfe gewandt, um den endlosen Zustrom von Abertausenden ungeborenen Kindern, die Jahr für Jahr völlig schutzlos in den Tötungszentren unseres Landes vernichtet werden, einzudämmen.
Sie haben in der Wiener Hofburg vor den versammelten Politikern und im Heiligtum der Magna Mater Austriae in Mariazell beindruckende Worte gegen die Auslöschung der ungeborenen Kinder im Mutterleib gefunden. Kaum waren Ihre Worte jedoch verhallt, erhoben sich schon Proteste von sozialdemokratischer Seite und auch von der „Aktion Leben“, welche in der Erzdiözese Salzburg und in der Diözese Linz Teil der Katholischen Kirche und ihrer „Katholischen Aktion“, ist.
Gegenüber dem kirchenfeindlichen „Standard“ erklärte die derzeitige Generalsekretärin der „Aktion Leben“, Mag. Martina Kronthaler, zur neu entflammten Debatte über die „Fristenlösung“ in unfassbarer Überheblichkeit: „Das bringt uns keinen Schritt weiter“. Das Hinterfragen der Fristenlösung führe nur zu „altem Lagerdenken“.
Nach eigener Definition ist die „Aktion Leben“ nun ein „privater“ Verein, nachdem sie von Kirchenvertretern gegründet wurde, der „professionell“ und „ergebnisoffen“ Beratungen in Schwangerschaftskonflikten durchführt. Seit ihrer „Standortbestimmung“ 1989 hat sie … Rest folgt
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#9   Brandenburgis   13:49:22 | Montag, 14. Juli 2008
Lieber Florian
Du bist zu feige. Du bist ein notorischer Feigling.
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#8   Biene Maja   13:41:09 | Montag, 14. Juli 2008
Florian Gayer
Sie haben Recht zu FEIGE die Wahrheit zu sagen. :(3
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#7   Florian Geyer   12:30:52 | Montag, 14. Juli 2008
ich glaub
die Bischöfe kennen alle den Weg der zu gehen wäre, sind aber zu feig ihn zu gehen.
Für welchen Judaslohn biegt man die Wahrheit ?
um zu überleben ? – Nein
um das Leben von Katholiken zu schützen ? – Nein
für eine gute Presse und Schulterklopfen von den Freimaurern – ? Ja
…erbärmlich
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#6   Marcelus   11:42:33 | Montag, 14. Juli 2008
Auch Jesus Christus hat bekanntlich den Iskariot zum Apostel berufen,
der Ihn später aus eigenen Willensentschluß verraten hat und sich danach das Leben genommen hat, und unter den Verdammten angenommen wird.
Rügte nicht Kardinal Christoph Schönborn von Wien die Lebensschutzorganisation ‘Jugend für das Leben’ scharf für deren angeblichen „Aktionismus“?
Wer wird in das Himmelreich eingehen?
Die Schützer des Lebens, im Auftrag Christi und des Petrusnachfolgers seit Johannes Paul II.,
oder der Verleumder der katholischen Lehre im Kardinalsrang?
Leider folgen viele Kardinäle und Bischöfe, gerade auch seit Jahrhunderten unter den Deutschen, dem Iskariot-Irrweg,
wobei es am traurigsten ist, daß ein in der katholischen Lehre ausgezeichnet bewanderter Kardinal dazu zu zählen ist, der einer der Hauptredakteure des zuletzt vom Papsttum veröffentlichten Katechismus der Katholischen Kirche ist.
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#5   Pünktchen   11:40:58 | Montag, 14. Juli 2008
bonifatius
Ich bin sicher, daß Herr Dr. Preßlmayer den thread liest. Er könnte zusammen mit Herrn Andreas Kirchmair www.kreuz.net/article.7360.html einen Brief an der Hl. Vater entwerfen. Dieser Schritt wäre durch die entstandene Verwirrung über die kirchliche Haltung in einer wesentlichen Frage und durch das Zwielicht, in das der Hl. Vater durch gewisse Kreise hineingezerrt wurde, mehr als gerechtfertigt. Schön wäre es auch, wenn die Aktion „Jugend für das Leben www.youthforlife.net/“ mitmacht. Sie könnte um Unterschriften werben …
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#4   bonifatius   11:26:36 | Montag, 14. Juli 2008
Frage zum Offenen Brief.
Pünktchen, die Idee ist gut. Wer startet wann die Aktion?
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#3   ExBochumer †   11:25:34 | Montag, 14. Juli 2008
Schönborn ist eine der größten Schwachstellen in der katholischen Kirche.
Aber davon mal ab.
In die Reihe der „Kommandeurinnen des Gregoriusordens“ gehört auch eine Frau Christa Meves.
Warum gibt diese Dame nicht einfach die päpstliche Auszeichnung „für den Eifer in der Verteidigung der katholischen Religion“ ab, oder reizt es Frau Meves, mit der Brauner in einer Reihe zu stehen – natürlich beide mit dem Eifer für die Verteidiung der katholischen Religion?
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich glatt in ein „unmotiviert-glucksendes Lachen“ verfallen.
Lebensschutz a la Wien unter Schönborn. – Typisch für ihn. Er ist eine Lachnummer im „Bäumchen-wechsel-dich-Spiel“.
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#2   karljosef   11:13:25 | Montag, 14. Juli 2008
@pünktichen
Während des Studiums hatte ich Kontakt zu Kommilitonen die die Vorlesungen von Schönborn hörten. Nach dessen Bericht wurde der heutige Kardinal immer von den linken Theologiestudenten fertiggemacht. Heute verstehe ich warum. Er hat nur ein eingerschränktes Rückgrat.
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#1   Pünktchen   10:48:07 | Montag, 14. Juli 2008
Österr. Katholiken sind irritiert durch die
Verleihung eines päpstl. Ordens an eine politische Abtreibungsaktivistin („Hände weg von der Fristenlösung!“), die als solche und durch ihr Mitwirken an dem System der Kindertötungen in Österr. exkommnuniziert ist. Der Orden ist vom Papst selber (mit Urkunde und eigenhändiger Unterschrift) verliehen worden. Ich bin mir sicher, daß der Papst nicht wußte, wen er dort mit einem Orden auszeichnet. Es wäre daher an der Zeit, ihn in einem offenen Brief darüber aufzuklären, daß er hinter’s Licht geführt worden ist. Ein offener Brief ist deswegen erforderlich, weil nicht mehr abzusehen ist, welche Informationen überhaupt und ungefiltert durch den strukturell und personell tief ins Abtreibungsverbrechen verwickelten österr. Kirchenapparat hindurch zum Adressaten gelangen.
Da eine Auszeichnung mit einem Orden ein öffentlicher Akt ist, sollte die Irritation und Verärgerung von kirchentreuen Katholiken auch die Öffentlichkeit suchen, damit nicht der falsche Eindruck entsteht, die Kirche unter Leitung des Petrusnachfolgers habe sich mit der Abtreibung arrangiert! Das ist auch für all die vielen jungen Kämpfer für den Lebensschutz ein wichtiges Signal…
Ein offener Brief würde außerdem die kirchl. Verantwortlichen für die Fehlentscheidung zugunsten der Brauner in einen erheblichen Erklärungsdruck bringen!
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