Schweiz
Die linke Doppelstrategie: Schimpfen und Jammern
Die Bischöfe tolerieren von untergebenen Mitarbeitern Schmähungen, die keine Firma, keine Organisation und keine Gemeinschaft, die sich selber respektiert, ertragen kann. Ein Kommentar.
Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder
Der Bischof von Chur, Mons. Vitus Huonder
(kreuz.net, Chur) „Bischof Huonder könnte einen zweiten Fall Röschenz provozieren“ oder „Redeverbot wie einst im Ostblock“.

Mit solchen Hetzparolen heizt der antikirchliche Journalist Michael Meier bei seinen Lesern ein.

Meier ist in der kirchenfeindlichen Zürcher Tageszeitung ‘Tages-Anzeiger’ für die antikirchliche Berichterstattung zuständig.

Am 7. Juli publizierte er eine seiner zahllosen Haßtiraden gegen Bischof Vitus Huonder von Chur: „Wie Bischof Huonder mit eigenständig agierenden Mitarbeitern umgeht, gibt zu denken“ – schimpft der Journalist.

Im Vorfeld maßregelte der Bischof einen Pfarrer, der in vollem Bewußtsein ein schweres Sakrileg begangen hatte.

Auch vor Monika Schmid – notorische Donnerpredigerin in der Gemeinde Illnau-Effretikon im Bistum Chur – wirft sich Meier wie ein totesmutiger Winkelried des gegenwärtigen kirchlichen Abfalls.

Frau Schmid gilt als hochaggressiv. Sie hat in der jüngsten Vergangenheit im Schweizer Fernsehen mit wüsten Schimpftiraden auf sich aufmerksam gemacht.

Jetzt jammert sie über „Druck“ und „Erpressung“ seitens des Bischofs.

Die Art wie Mons. Huonder mit Disziplinarfällen umgeht, erinnert Hetzjournalist Meier deshalb „an Ostblock-Regime“. Frau Schmids antikirchliche Unflätigkeiten bezeichnet er als „Kritik“.

Ihr Fall besitze auch rechtliche Brisanz, insinuiert Meier: Denn Frau Schmid habe sich nur zu einem informellen Gespräch mit dem Bischof bereit erklärt und die Bedingung gestellt, daß die Unterredung nicht Teil eines Verfahrens sei.

Dessen ungeachtet habe der Offizial der Diözese Chur ein Protokoll angefertigt, das von einem Verweis spreche.

Im weiteren konstruiert Meier sogar Parallelen zum abgefallen Priester Franz Sabo, der gegenwärtig dabei ist, die ehemalige katholische Pfarrei Röschenz im Bistum Basel zu einer Personalsekte umzuwandeln.

Um seine Thesen zu bekräftigen, zitiert Meier auch den ehemaligen Präsidenten des Schweizerischen Bundesgerichtes, Giusep Nay.

Was Meier nicht sagt: Nay ist seit Jahrzehnten für seine verhärtete kirchen- und bischofsfeindliche Einstellung bekannt. Ein unabhängiges Urteil ist deshalb von ihm in dieser Sache nicht zu erwarten.

Dann jammert Meier, daß Ketzer, gegen die kirchliche Verfahren eingeleitet werden, angeblich gar nicht wüßten, weshalb sie angeklagt seien.

Das dürfte freilich bei Frau Schmid nicht der Fall sein. Sie hat ihre wüsten Beschimpfungen in aller Öffentlichkeit vorgetragen.

Solche Tiraden kann keine Firma, keine Organisation und keine Gemeinschaft, die sich selber respektiert, ertragen.

Auch das ist Teil der Menschenfreundlichkeit der Kirche: Daß sie nicht jede Dreckschleuder in ihren Reihen schalten und walten läßt.
      
8 Lesermeinungen
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#8   karljosef   09:08:18 | Dienstag, 15. Juli 2008
In der Privatwirtschaft herrscht Hire and Fire
In der Kirche sollte es genauso sein. Wer den Chef öffentlich verunglimpft, fliegt raus. Wenn ein Exempel statutiert worden ist, wird es Mucksmäuschenstill.
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#7   Aleph †   22:23:26 | Montag, 14. Juli 2008
Hetzkapläne
Dass war früher alles mal besser: da gab es die Riege der sogenannten Hetzkapläne. Die sind offenbar nicht mehr so aktiv…?
Jetzt müssen wohl die Hetzjournalisten die Arbeit übernehmen. Aber die dürfen nur von der anderen Seite sein…
Damit die kirchlichen Insider Grund zum Ärgern haben.
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#6   RJH   22:16:39 | Montag, 14. Juli 2008
@Amanda: Da haben Sie vollkommen recht!
Aber man sollte trotzdem keine Gelegenheit auslassen immer mal wieder auf dieses abschreckende Treiben aufmerksam zu machen!
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#5   Amanda   19:51:02 | Montag, 14. Juli 2008
Wen interessiert denn schon Breitenbach?
Preis hin oder her, dieser Herr ist für mich nicht diskussionswürdig, da er immer wieder deutlich zeigt, wes (Zeit-) Geistes Kind er ist.
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#4   RJH   18:52:43 | Montag, 14. Juli 2008
Pfr. Breitenbach
vergibt sogar einen Preis www.stmichael.de/gemeinde/index.htm an die besagte Frau Schmid.
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#3   für die Kirche   14:37:44 | Montag, 14. Juli 2008
warum solche Leute aggressiv werden
Es ist klar, warum abgefallene Priester und Leute wie die Predigerin aggressiv werden: sie wollen eben durchs Schimpfen und Sich als Opfer-Darstellen dann eine Existenz sichern. Wenn ein Laie nicht mehr glaubt, er tritt aus und zahlt keine Kirchensteuern mehr. Aber ein Priester, wenn er nicht mehr glaubt, wovon soll er leben? Kein Betrieb wird ihn anstellen. Daher schnell wie möglich sich in Medien als Opfer der Kirche darstellen, so gewinnt man wahrscheinlich noch einen Lebensunterhalt. Wie Drewemann und co.
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#2   RRR   14:35:32 | Montag, 14. Juli 2008
Korrekt!
Die Bischöfe tolerieren von untergebenen Mitarbeitern Schmähungen, die keine Firma, keine Organisation und keine Gemeinschaft, die sich selber respektiert, ertragen kann.
Meisterhaft darin: kreuz.net ! :-S
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#1   Pünktchen   14:27:28 | Montag, 14. Juli 2008
Gibt es beim Tagesanzeiger
neben dem Journalisten für Anti-Kirchliches auch noch einen Redakteur für die kirchlichen Belange? :-S
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