14:28:13 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Manipulierende Berichterstattung ist bei Artikeln zu kirchlichen Themen die Regel. Die antikirchlichen Autoren dürfen hoffen, von ihren ahnungslosen Lesern nicht aufgedeckt zu werden.
(kreuz.net) Italien zahlt für die katholische Kirche mehr als für ihre Politiker. Das behauptete der
Journalist Alexander Smoltczyk Anfang Juni in seiner Rubrik „Uups! – et Orbi“ auf der kirchenfeindlichen
Webseite ‘Spiegel Online’.
Smoltczyk unterschlägt, daß es bei der Geldsumme unter anderem um Wiedergutmachungen
der Raubzüge handelt, die der italienische Bandit und Freimaurer-Staatsgründers Giuseppe Garibaldi († 1882)
durchgeführt hat.
Die Kirche in Italien ist – nach Smoltczyk – unter der Führung des römischen Kardinalvikars
Camillo Ruini (76) in den letzten zwanzig Jahren zu einem „hochprofitablen Unternehmen“ umgebaut worden.
Sie mache jährlich knapp drei Milliarden Euro Umsatz und bekomme anderthalb Milliarden geldwerten Steuervorteilen –
zitiert der ‘Spiegel’-Journalist den Journalisten Curzio Maltese.
Dieser hat ein Büchlein „La Questua“ –
„Das Kirchenopfer“ – geschrieben.
Maltese behauptet darin, daß die katholische Kirche die italienischen
Steuerzahler jedes Jahr etwa viereinhalb Milliarden Euro kostet – von direkter Finanzierung durch Staat
und Gebietskörperschaften bis zum Steuerausfall.
Doch daß die Kirche zum Beispiel im Gesundheits- und
Bildungswesen billigere und bessere Leistungen erbringt als die maroden Staatsbetriebe unterschlägt Maltese.
Bei einer Milliarde Euro der genannten Summe handelt es sich außerdem um Einnahmen aus einer in Italien
existierenden Steuer, die der Bürger freiwillig der Kirche, dem Staat oder einer anderen Institution
zukommen lassen kann.
Auch diese Information hält Smoltczyk seinen Lesern vor.
Hochgerechnet werden
auch 950 Millionen für die Gehälter der 22.000 Religionslehrer und 700 Millionen Zuwendungen für Lehre
und Gesundheitswesen. Beide Summen kommen dem Staat direkt oder indirekt zugute.
Auch das sagt Smoltczyk
nicht.
Zusätzlich berechnet Smoltczyk noch geschätzte 1,5 Milliarden angeblich entgangene Steuer-Einnahmen.
Katholische Buchläden, Hotels, Kinos, Reliquienshops, Restaurants und Immobilien sind nämlich seit
den Lateran-Verträgen von jeglicher Steuer befreit.
Doch hierbei handelt es sich nicht um Privilegien,
sondern um eine Bereinigung der römischen Frage, die entstand, nachdem die Stadt Rom von illegalen piemontesischen
Truppen überfallen, erobert und geplündert wurde.
Auch die angebliche Steuerfreiheit von 7000 Hektoliter
Likör und Schnaps, die jedes Jahr im vatikaneigenen Supermarkt umgesetzt werden, beklagt Smoltczyk weiter.
Der Supermarkt befindet sich gar nicht auf italienischem Staatsgebiet.
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#20
Fragender 19:34:50 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#19
Nachtlaterne 18:50:03 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#18
Colombe de la paix 12:11:08 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#17
Aleph † 11:56:51 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#16
Lorenz 11:53:20 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#15
Sarastro 09:06:01 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#14
JMX 08:58:46 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#13
Benedikt 02:04:55 | Donnerstag, 17. Juli 2008
#12
JMX 22:07:37 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#11
Benedikt 21:52:04 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#10
JMX 21:43:58 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#9
Hoffnung 19:10:54 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#8
bonifatius 18:54:44 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#7
leshandl1 18:17:25 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#6
Sirilo 17:28:22 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#5
Ansgar 16:59:06 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#4
Desperatus † 16:17:30 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#3
stimme der vernunft † 15:18:50 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#2
semper reformandus 15:11:09 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#1
stimme der vernunft † 14:45:45 | Mittwoch, 16. Juli 2008