(kreuz.net) Würde der Novus Ordo so zelebriert, wie ihn die Konzilsväter wünschten, könnte man dieselbe
Sakralmusik wie für den Alten Ritus verwenden.
Das erklärte der Kirchenmusiker und Musikwissenschaftler
Albert Richenhagen (55) am 10. Juli vor der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.
Richenhagen lehrt an der
Universität der Künste in Berlin das Fach Musiktheorie. Er ist auch Orgelimprovisator, ehrenamtlicher
Kirchenmusiker sowie gelegentlich Jazzer und Kabarettist.
Nach Richenhagen ließ das Konzil die Rangfolge
bei der Kirchenmusik unverändert: gregorianischer Choral, altklassische Vokalpolyphonie, generelle sakrale
Mehrstimmigkeit und an vierter Stelle geistliche Gesänge in der Landessprache.
Die aktive musikalische
Beteiligung der Gemeinde am Gottesdienst habe schon Papst Pius X. († 1914) angeordnet.
Richenhagen hat
das als Musikstudent im ersten Semester miterlebt, als er in der Kirche einer Kölner Arbeiterpfarrei
eine Organistenvertretung übernahm:
„Der Pfarrer sagte in der Sakristei: Wir singen heute das elfte
Ordinarium. Ich erschrak, weil ich dieses nicht kannte,
Albert Richenhagen:
„Bedauerlich ist, daß schlechte
Unterhaltungsmusik, die nicht diskothekenfähig ist und nie in die Charts kommen würde, als neues geistliches
Lied in der katholischen Kirche auftaucht.“
und ich mußte mich schnell auf der Orgelbank damit vertraut
machen.“
Doch die Gläubigen konnten das Ordinarium aus dem ausliegenden Kyriale gut mitsingen.
Dagegen
würden die Ausführungsbestimmungen des Novus Ordo oft ignoriert: „Es dringen Elemente ein wie bürgerliche
Höflichkeitsformen, die als liturgischer Gesang unmöglich wären.“
Ein Beispiel: „Man kann ja nicht
singen: Ich wünsche Ihnen einen guten Morgen und die Gemeinde antwortet: Danke gleichfalls.“
Er habe
das einmal den „unordentlichen Ritus“ genannt. Dieser sei von keinem Konzil beschlossen worden und zeichne
sich durch zahlreiche Beliebigkeiten aus.
Ihn ärgere, daß die Altgläubigen in den hintersten Winkel
verbannt würden: „Für diesen Unfug aber ist in vielen Kirchen Platz. Genau umgekehrt müßte es sein.“
Den Versuch, mit einer sogenannten „kreativen Gottesdienstgestaltung“ den Menschen entgegenkommen, hält
Richenhagen für falsch: „Das muß mißlingen.“
Viele der neuen geistlichen Lieder seien dilettantisch
gemacht: „Ich bin selber Jazzmusiker und bin auch für die Unterhaltungsmusik sehr aufgeschlossen.“
„Bedauerlich
ist, daß schlechte Unterhaltungsmusik, die nicht diskothekenfähig ist und nie in die Charts kommen würde,
als neues geistliches Lied in der katholischen Kirche auftaucht.“
Vom Motu Proprio glaubt Richenhagen,
daß es zum Reichtum der römischen Liturgie zurückführen wird.
Was in der Konzilsaula in den 60er
Jahren diskutiert worden sei, werde durch das Motu Proprio wieder mehr und mehr praktiziert werden: „Das
ist ein großer Fortschritt.“
Richenhagen wünscht sich, daß der Alte Ritus in allen Bischofskirchen
wöchentlich zelebriert
Kindergottesdienste?
„Ich plädiere dafür, daß Kindern die Messe erklärt wird
und sie zusammen mit den Erwachsenen am Gottesdienst teilnehmen“.
wird. Man könne darin auch neue Präfationen
oder neue Heiligenfeste aufnehmen.
Außerdem kann er sich auch vorstellen, daß die geistliche Musik
des 20. und 21. Jahrhunderts in sie Einzug hält:
„Ein sonntägliches Hochamt im außerordentlichen Ritus
mit gregorianischem Proprium und mit dem mehrstimmigen Ordinarium von Igor Strawinski oder eines Komponisten
wie Arvo Pärt wäre sehr zu begrüßen“
Ein Problem sieht der Musiker allerdings bei der musikalischen
Ausbildung der Priester: „Die gesungene Liturgie war immer das Normale.“
Über die gesungene Liturgie
müsse in der Priesterausbildung viel mehr gelehrt und gelernt werden.
Ihn persönlich habe in der Liturgie
das Gewordene, nicht das Gemachte angesprochen: „Was Liturgieplaner nicht am grünen Tisch planen können.
Das hat mich fasziniert.“
Auf die Frage, ob man seine musikalischen Visionen auch für Familiengottesdienste
umsetzen könne, antwortet Richenhagen: „Es ist einer der Hauptirrtümer zu glauben, daß es eigene Kinder-
oder Familiengottesdienste geben müsse.“
Es gebe ja auch keine Kinderflugzeuge, Kinderstraßenbahnen
und so weiter.
Dadurch, daß man die Kinder ausgliedere und ihnen Reservate zuweise, geschehe eine verhängnisvolle
Desintegration: „Ich plädiere daher dafür, daß Kindern die Messe erklärt wird und sie zusammen mit
den Erwachsenen am Gottesdienst teilnehmen“.
Email-Adressen der Empfänger
62 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Biene Maja: da haben Sie recht. Es interessiert nur niemanden. Die haben es sich doch alle so schön
eingerichtet in der Pfarrei, jeder hat was zu sagen, außer dem Pferrer selber, der, wenn er noch Hirn
hat, seine Einstellung sauber bei sich behält. Geht es doch nur darum, dass sich im Gottesdienst einzelne
Laien hervortun. Und um sonst nichts mehr. Infolgedessen wird den Katholiken ein geistiger Reichtum vorenthalten,
der auf zweitausend Jahre des Wirkens des Hl. Geistes zurückgeht: dies ist unerwünscht. Vergleichen
Sie nur das „Gotteslob“ mit dem „Missale Romanum“. Ein Abstieg einer Hochkultur zum Kindergartenniveau
in wenigen Jahren. Die, die das zu verantworten haben, die gehen jetzt aber in den Ruhestand. Und schämen
sich nicht einmal. lg Galatea
@RJH: Wie wahr … Das muss man mal gehört haben sonst glaubt man es nicht! Stimmt auffallend – habe
das mal in einer Werktagsmesse erlebt, in der der Pfarrer anfing mit „Guten Abend, liebe Gemeinde“ und
die 15 anwesenden älteren Damen antworteten im Kinderchor „Guten Abend, Herr Pfarrer Dittrich“ – so ziemlich
die absurdeste Kiste, die ich in Sachen Liturgie überhaupt erlebt habe Fehlt nur noch ein darauffolgendes
„Bitte“, dann wäre es gleich wie im Fußballstadion. Da muss ich widersprechen. Ich war gestern abend
in Unterhaching beim Frauenländerspiel Deutschland-England. Da wirkt das „Deutschland?“ – „Drei!“ – „England?“ –
„Null!“ – „Danke, Danke, Danke“ – „Bitte, bitte, bitte“ sehr passend Leider waren keine englischen Fans
dar, hatte mich auf das ebenfalls sehr liturgische „Rule, Britannia“ schon so gefreut
#59 Brandenburgis 21:47:42 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Sanctus und Benedictus sind nicht „EINS“, erst kommt das „Sanctus“, dann an geeignetr Stelle, wird das
„Benedictus“ musiziert. Es gibt keine „Orchestermesen“, es gibt lediglich Messen, bei denen ein Orchester
musiziert.
@athanasius1957 Heutige Praxis: Sanctus und Benedictus werden vor dem Kanon zusammengezogen. Die persönliche
Kontemplation ist nur mehr bis zur Konsekration möglich, da danach sofort die „Bauchlandung“ durch den
Ruf „Geheimnis des Glaubens erfolgt. die gegenteilige Praxis, die Du vorher beschrieben hast, ist eine
Vergewaltigung der Liturgie – ein Missbrauch zugunsten einer konzertanten Musik. Sanktus und Benediktus
sind EINS – schau in die Messbücher bei Schott oder sonstwo – welcher Liturgie auch immer. Orchestermessen
haben sehr viel mit Konzert – und sehr wenig mit Messe zu tun.
@aleph u. gotthard: es hört sich ganz einfach dermassen lächerlich an, wenn die Gemeinde im chor zurückruft:
„danke ebenfalls“. Das muss man mal gehört haben sonst glaubt man es nicht! Fehlt nur noch ein darauffolgendes
„Bitte“, dann wäre es gleich wie im Fußballstadion. Dieses „Zwiegespräch“ fand vor dem Segen im Anschluss
an die Vermeldungen statt.
zur Musik in der Liturgie hab ich schon am Sonntag, 21. Mai 2006 14:25 in Kreuznet Die Kirchenmusik des
letzten Konzils: Von Außerirdischen inspiriert? www.kreuz.net/…ticle.2656-page.html folgendes gepostet:
Jedem Kind ist es klar, wenn es ein musikalisch begleitetes Hochamt im Ritus 1962 erfahren darf, daß
dort die Engel agieren. Einfaches Beispiel aus dem Ordinarium jeder Messe: Sanctus und Benedictus sind
zwei eigenständig komponierte Musikstücke, welche sich vollständig in den römischen Kanon einfügen.
Diese musikalischen Teile haben aber Programm- und Propagandacharakter, da sie auf das zu vollziehende
Mysterium hinführen (Sanctus) und uns aus der persönlichen Kontemplation während der Konsekration –
nur durch engelsgleiches Glockenläuten unterbrochen – danach (Benedictus) ohne „Bauchfleck“ eine angenehme
Landung bereiten sollen. Kompositionstechnisch zeigen sich folgende Eigenarten: Sanctus: meist für mehrere
Solisten (Sopran, Tenor, Bass…), das Chorhosanna mit einer offenen Quint. Benedictus: meist Damensolo
(Alt,Sopran…) am Beginn um mit den übrigen Solisten und dem Chor im Chorhosanna zu enden. Beim Versuch
„Emotion-Mathematik-Musik-Programm“ als Kurve darzustellen, würde eine Gaußsche Glockenkurve entstehen.
Der Umkehrpunkt an der Spitze entspräche der Konsekration. Heutige Praxis: Sanctus und Benedictus werden
vor dem Kanon zusammengezogen. Die persönliche Kontemplation ist nur mehr bis zur Konsekration möglich,
da danach sofort die „Bauchlandung“ durch den Ruf „Geheimnis des Glaubens erfolgt. Zufall oder Wissen?
-RJH- Priester: „Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Sonntag“ Gemeinde: „Danke, ebenfalls“! Es würde
schon interessieren, was an dem Wunsch des Priesters und dem „Danke“ der Gemeinde absurd sein soll, wenn
der Wunsch im Anschluss an den Segen an die Gemeinde gerichtet wurde. Bestimmt war es auch so… und nicht
noch vor dem Schlussgebet? Es muß doch nicht jede Lebensäußerung liturgisiert oder ritualisiert sein.
Das grenzt ja schon an Byzantinismus.
keine Ahnung die normale Gemeinde in den 50er Jahren kannte auch nur die Lieder aus dem Gesangbuch…
was soll an dem Wunsch „einen schönen sonntag“ schlecht sein?
Der durchschnittliche katholische Gottesdienstbesucher von heute weiss weder was ein „Ordinarium“ noch
was ein „Kyriale“ ist. Ausser den üblichen Kirchenliedern können die Gemeindemitglieder überhaupt nichts
mitsingen. Woher sollten sie es auch gelernt haben? Folgende Absurdität habe ich tatsächlich schon mal
miterlebt und scheint in der der dortigen Gemeinde usus zu sein: Priester: „Ich wünsche Ihnen allen einen
schönen Sonntag“ Gemeinde: „Danke, ebenfalls“!
Zur guten Nacht hier de.youtube.com/watch?v=g-v8dcK4K2w ein durch und durch geistliches Stück Musik von
einem sehr frommen Katholiken! Wünsche gute Erbauung!
also ich stehe nicht auf Heavy Metal… obwohl ich den Musikern ihr instrumentales Talent nicht absprechen
will. Aber für mich gehört zur Musik auch eine kennbare Melodie – das ist übrigens auch die Meinung
von Hard-Rock Altmeister Ozzy Osbourne – und ein entsprechend guter Sänger/Performer. Die E-Gitarre sollte
harmonisch einspielen und ebenfalls melodiös klingen und nicht so stark bassmäßig verzerrt sein. Positive
Beispiele wären für mich Brian May, Mark Knopfler oder Eric Clapton.
Ich hab’ auch ‘nen anderen Link, vielleicht liegt der dir mehr, weil „seriöser“ – aber auf Englisch… www.telegraph.co.uk/connected/main.jhtml?xml=/connected… HeinrichvonOfterdingen: Lieber JMX, offensichtlich
bist Du ein Anfänger. Hier die genauen Erklärungen. Der Schmidt soll mal lieber bei seiner Kirchenorgel
bleiben…da klingt auch alles gleich
Lieber Daniel Stöhr, ‘ne et is jenau anders herum! Der hört viel Klassik und von daher kennt er die
richtigen Formulierungen. Tja, Popmusik macht halt dumm!
Lustigerweise „Schlaue Kinder hören Mozart, Beethoven oder Haydn – das ist ein altes Vorurteil. Stimmt
aber gar nicht, haben britische Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Hochbegabte Kinder hören am liebsten
Heavy Metal. Der Psychologe Stuart Cadwallader hat 1000 Mitglieder der „National Academy For Gifted And
Talented Youth“ befragt, was sie denn am liebsten hören. Und dabei kam heraus, dass über ein Drittel
der elf bis 19-jährigen Hochbegabten Heavy Metal hören. Fünf Prozent der britischen Schüler sind Mitglied
im Hochbegabten-Club. Überraschenderweise haben die Klischee-Streber-Musikrichtungen Klassik und Jazz
am schlechtesten abgeschnitten: „Vielleicht erfahren begabte Menschen besonders viel Druck und Frustration
und brauchen die Musik eher als Ventil, um ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen“, vermutet Psychologe
Cadwallader. „ d. Stöhr: Wenn ich mir so ein Metal-Stück anhöre nervt es mich jedenfalls ziemlich,
weil mir die Struktur fehlt. www.laut.de/…3/22/14760/index.htm Es wird eher so sein, daß dich der Sound
so nervt, daß du gar nicht erst so zuhörst daß du die Strukturen erkennen könntest. HM ist meist äußerst
genau strukturiert, v.a. rhythmisch und formal.
Diese Metal-Musik ist halt eine Musik für Dumme. Passt irgendwie gut zum Modernismus und zu Benedikt
XVI, auch wenn der selber nicht so dumm ist und Mozart-Klaviersonaten spielt, wenn er denn Zeit dazu hat.
Das ist dann wohl eine Wertungsfrage. Meiner Meinung nach passt es schon: de.wikipedia.org/wiki/Atonalit%C3%A4t
Wenn ich mir so ein Metal-Stück anhöre nervt es mich jedenfalls ziemlich, weil mir die Struktur fehlt.
Sorry… aber wenn ich die Wahl zwischen zwei Stunden Schönberg, Stockhause oä und zwei Stunden Rock/Metal
hätte, dann würde ich mich ohne Zweifel für letzteres entscheiden. Während das eine in grauenhafter
Melodieführung versinkt besitzen zumindest die näher am Mainstream befindlichen Metalrichtungen (Melodic
Metal etc) auf jedenfall noch einen erträglichen Sound. Wenn ich dagegen immer gleich den Inhalt auf
die Goldwaage legen würde könnte ich nichtmal mehr Mozart hören.
Keine Ahnung Nun ja, es ist eine Spielart von atonaler Musik. Und da es wie gesagt da eine Verknüpfung
gibt, kann man nicht sagen, dass nichts darauf hindeutet, dass atonale Musik sich gegen das Christentum
richtet. Bei Punk z.B. gibt es sogar einige Bands, die sich als christlich bezeichnen und Punk hat eindeutig
einen Grundton, ist also nicht atonal Mannomann, selten so einen Schwachsinn über das Thema Musik und
Religion gelesen. Metal ist nicht atonal. Atonalität ist nicht gleich anti-christlich. Es gibt auch dutzende
christliche Metalbands, sie Schlaumeier… Die Taliban haben auch Musik bekämpft. Fangen die Katholiban
jetzt auch an?
Heavy Metal Ich finde schon das Heavy Metal satanistisch ist, auch wenn der Text das nicht ausdrücklich
hergibt. Die Musik funktioniert auch ohne Text… sie ist eigentlich eine Sprache ohne konkrete Worte…sie
hat eine Aussage auch ohne Text…und in diesem Fall ist die Botschaft destruktiv und auf Zerstörung
ausgerichtet…
„Was hat denn Metal mit atonaler Musik zu tun?“ Nun ja, es ist eine Spielart von atonaler Musik. Und da
es wie gesagt da eine Verknüpfung gibt, kann man nicht sagen, dass nichts darauf hindeutet, dass atonale
Musik sich gegen das Christentum richtet. Bei Punk z.B. gibt es sogar einige Bands, die sich als christlich
bezeichnen und Punk hat eindeutig einen Grundton, ist also nicht atonal.
verwirrend dass man bei so einer Musik (Metal) keine Struktur erkennen kann, sie im wahrsten Sinne des
Wortes ver-wirrend ist. Komisch, so gehts mir mit kreuz.net-Artikeln auch öfter mal. Sind die etwa auch
alle satanisch ? Übrigens, Herr Stöhr, danke für Ihre nette PN! Was Ihre Frage angeht: ich bin da
nicht anders als alle, die gern hier posten!
@ Stöhr Was hat denn Metal mit atonaler Musik zu tun? Man kann übrigens auch nicht sagen, dass Metal
grundsätzlich satanistisch ist. De facto dürfte nur eine kleine Anzahl von Metal-Bands Satanisten sein.
Die anderen labern zwar mal vom Teufel, aber mehr als Provokation steckt da ja meist nicht dahinter. @ Bayern-Tradi
Ich fordere überhaupt nicht den Einsatz der Rockmusik bei einer liturgischen Feier. Ich bin ganz im Gegenteil
ein Gegner von Rockmusik im Gottesdienst. Ich kenne auch viele Jugendliche, die der Aussage oben im Text
zustimmen würden, dass die im Gottesdienst verwendete moderne Musik von minderer Qualität ist.
@Benedikt Das ist richtig…besser gesagt, ist die abendländische Musik geprägt vom Spannungsverhältnis
zwischen sakralem und profanem Einfluß…darüberhinaus spielt für die Musik die Sprache eine wichtige
Rolle… zunächst orientiert sich die Musik an lateinischen und griechischen Sprachbetonungen…die deutsche
Sprache tritt zur Zeit der Reformation vermehrt in den Mittelpunkt und mit ihr die Instrumentalmusik (Schütz,
Bach), die Instrumentalmusik wiederum ist Vvoraussetzung für die Musik der Wiener Klassik…die atonale
Musik ist gänzlich Instrumentalmusik und unsanglich… Liturgische Musik ist dagegen sanglich (Choral)…
#22 Bayern-Tradi 21:29:18 | Mittwoch, 16. Juli 2008
@benedikt Natürlich gab es schon immer auch andere Musikrichtungen. Aber man muss doch das Profane vom
Sakralen trennen. Eine Messe, in der die gleiche Musik gespielt wird, wie auf einem Rockkonzert, ist etwas
Furchtbares. Dafür gibt es ja extra die Kirchenmusik, um die Gottesdienste würdig zu gestalten. Profane
Musik, auch wenn sie vermeintlich geistigen Inhalt hat, dient meiner Meinung nach nicht zur Förderung
der Andacht.
@ gelobt sei jesus christus Es gab schon lange vor der atonalen Musik Musik, die nichts mehr mit Religion
und Sakralität zu tun hat. Jazz, Operette, Oper, Sinfonien etc pp. Es hat wohl immer geistliche und weltliche
Musik gegen. Die atonale Musik ist sicher ein völlig neuer Weg, wie es ihn zuvor in der Musik nicht gab.
Aber nichts deutet darauf hin, dass sie gegen das Christentum gerichtet ist.
@Benedikt Unsere Abendländische Kunst ist dem Wesen nach Christlich…Sie ist geprägt von sakralen Kultur…
Die atonale und serielle Musik ist gewissermaßen der Traditionsbruch, mit dem man sich vom christlichen
Bezug lösen möchte…
@ gelobt sei jesus christus Jo, ich find auch, dass diese Musik keine Aussagekraft hat. Aber verkümmernde
Formen gibt es in vielen Kunstrichtungen. Ich sehe nicht, wo das eine Verknüpfung mit einer religiösen
Frage zulässt.
@benedikt Doch ich finde schon… Diese Musik ist entmenschlicht… wenn man dieser Musik zuhört, ist
es, als wäre sie ohne Beziehung zur menschlichen Seele und zum menschlichen Leben… genauso verkümmert
die Seele ohne Glauben an Gott…
@benedikt Wahrscheinlich liegt es daran, dass die aAtonale und serielle Musik den Grundton leugnet oder
zumindest eine Beziehung zu ihm bewußt vermeiden will. Es gibt also keine festen Bezugspuünkt mehr…
Somit ist die Atonaität die Parallele zum Atheismus…
Naja, ich denke das kommt daher, dass man bei so einer Musik (Metal) keine Struktur erkennen kann, sie
im wahrsten Sinne des Wortes ver-wirrend ist. Da liegt es eben nahe an den Teufel zu denken.
Noch schlimmer Die serielle Musik ist noch schlimmer als die atonale. Warum aber sowas dann immer gleich
satanisch sein soll, verstehe wer will. Wieso langt nicht die Feststellung, dass atonale und serielle
Musik einfach sch**** klingt?
Atonalität Am schlimmsten ist die atonale Musik… Sie ist wahrscheinlich die Musik des Satans, wie in
Dr. Fausus beschrieben. Deswegen gibt es auch keine atonale Missa.
@Brandenburgis Ah ja. Was hast Du denn so von Bettelheim gelesen? Die Gerüchte über B.B. sind mir bekannt.
Das ändert nichts daran, daß seine Bücher zu den wichtigsten Klassikern der Pädagogik gehören, und
daß es keinen ernstzunehmenden Pädagogen gibt, er seine Analysen ernsthaft infrage stellt. Kinder sind
keine kleinen Erwachsenen, wie es die Vor-Neu-Zeit sieht. Sie sind aber auch keine kleinen Idioten, wie
die Mehrheit der tutteligen Pädagogen der Jetztzeit meint. Vor allem sind wir, die wir eine Messe besuchen,
weder große noch kleine Idioten. Einstmals waren die Katholiken stolz darauf, daß sie zweisprachig aufwuchsen.
Und heute?
… Würde der Novus Ordo so zelebriert, wie ihn die Konzilsväter wünschten, könnte man dieselbe Sakralmusik
wie für den Alten Ritus verwenden. Das wird doch durchaus gemacht. „Ein sonntägliches Hochamt im außerordentlichen
Ritus mit gregorianischem Proprium und mit dem mehrstimmigen Ordinarium von Igor Strawinski oder eines
Komponisten wie Arvo Pärt wäre sehr zu begrüßen“ In der ordentlichen Form schon oft erlebt. Ist aber
nicht so mein Fall.
reichtum der Liturgie nach Piusbrüdern… …heißt: der reichtum ebstht darin, AUSSCHLIEßLICH die alte
MEsse zu lesen und die neue Form abzuschaffen. das ist der EXKLUSIVE (Wortsinn!!) Reichtum der Piusbruderliturgie!
Neue Musik Leider hat das Neue geistige Lied einen so grottenschlechten Ruf, daß keiner mehr moderne
Lieder sing will. Schade. Aber den Redakteuren der heutigen Gesangsbüchern gebührt dafür herzlicher
Undank. Faszinierende – aber meist schwierig zu singende – neue Lieder bleiben außen vor, richtiger Bockmist
muß gesungen werden, weil man meint, die Gemeinde nicht überfordern zu dürfen. Aber dies ist die Wurzel
des Übels – nicht nur Kinder werden als kleine Idioten behandelt, die nur lallen und stottern können,
sondern auch Erwachsene. Wie oft habe ich als still leidendes Mitglied eines Liturgieausschusses schon
hören müssen, dies sei zu schwierig – weil Latein oder Gregorianik, und man müsse doch die Menschen
„dort abholen, wo sie stehen“. Schade. Die Herren, die die Kindergottesdienste für Doofe verbrechen,
sollten sich Bücher von wirklichen Pädagogen ansehen. Bruno Bettelheim zum Beispiel. Kinder brauchen
Bücher, Kinder brauchen Märchen, Kinder brauchen die Heilige Messe.
RISCHTISCH (richtig) „Es ist einer der Hauptirrtümer zu glauben, daß es eigene Kinder- oder Familiengottesdienste
geben müsse.“ Es gebe ja auch keine Kinderflugzeuge, Kinderstraßenbahnen. Dadurch, daß man die Kinder
ausgliedere und ihnen Reservate zuweise, geschehe eine verhängnisvolle Desintegration: „Ich plädiere
daher dafür, daß Kindern die Messe erklärt wird und sie zusammen mit den Erwachsenen am Gottesdienst
teilnehmen“. Genau so sieht es aus!!! Man sollte als Vater und Mutter mit den Kindern zu hause schon beten,
wenn sie anfangen sprechen zu lernen. Dann ist Gebet für sie völlig normal und sie haben einen Zugang
zu gottesdienstlichem Handeln. Und dann ist es für sie auch normal, wenn Vater und/oder Mutter während
der HL. Messe erklären was da gerade geschieht oder was gerade gebetet wird. Im gregorianischen Ritus
gibt es immer irgendwas interessantes zu sehen für die Kinder und die Atmospäre ist schön und gibt
Heimat. Das können diese künstlichen, verkopften Kinder-Kuschel-Messen, die vorallem der Selbstverwirklichung
gescheiterter Pastoralemanzen dienen, niemals bewirken.
so ist es, leider… hören sich eh alle an als wären sie von barfüssigen Latzhosenträgern im LSD Rausch
komponiert worden. Würde ich vielleicht nicht so absolut sagen, trifft aber den Kern des Problems!
Neues geistliches Liedgut Ich kann mich gut erinnern, dass neue geistliche Lieder (oder wie man das nennen
will) schon zur Zeit des alten Ordo Missae gesungen wurden. Es kann also nicht am Ritus liegen.
die neuen „geistlichen“ Lieder hören sich eh alle an als wären sie von barfüssigen Latzhosenträgern
im LSD Rausch komponiert worden. Musikantenstadel mit religiöser Verbrämung sollte in einem Gotteshaus
nichts zu tun haben und profanisiert die Leute nur. Da in den meisten Geimende zur Zeit noch der „ordentliche“
Ritus zelebriert wird bleibt man davon leider nicht verschont.
Zurückführen Merkwürdig: Die Kinder Israel sind bei dem Zug durchs Rote Meer stets vorwärts gewandert,
um im Gelobten Land anzukommen. Die Kirche will jetzt durch das Motu proprio zum Reichtum der Liturgie
partout zurückführen, wo überall Priestermangel herrscht…?