18:10:07 | Dienstag, 15. Juli 2008
Ein Vertreter des Anglo-Katholizismus warnt vor einer übereilten Massenbekehrung zur Kirche. Das Problem: Rom soll zuvor die ungültigen anglikanischen Weihen anerkennen.
(kreuz.net) Der anglikanische Bischof John Broadhurst hat die
Euphorie um eine mögliche Massenbekehrung
bei englischen Anglikanern gedämpft.
Broadhurst ist Suffraganbischof der Diözese London. Er ist für
Pfarreien zuständig, welche Frauenpriesterinnen nicht akzeptieren. Außerdem ist er Vorsitzender der
Vereinigung ‘Forward in Faith’, die rund achthundert anglikanische Gemeinden repräsentiert.
Am 9. Juli
veröffentlichte er auf der Webseite der Vereinigung eine Stellungnahme zur in England bevorstehenden
Einführung von Bischöfinnen.
Die Abstimmung zugunsten der Frauen-Bischöfe bezeichnet Broadhurst als
„wirklichen Schock für viele unserer Pfarreien“.
Doch nun sei nicht die Zeit für schnelle Entscheidungen
oder reflexartige Reaktionen. Man müsse sich vielmehr in Ruhe gemeinsam beraten.
Broadhurst wiederholt
seine bekannte Position, mit der anglikanischen ‘Kirche von England’ einen gemeinsamen Weg zu suchen.
Allerdings scheint ihm das nach der jüngsten Abstimmung auch selber etwas unrealistisch zu sein: „Aber
es ist immer noch nicht unmöglich.“
Vergangene Verhandlungen mit dem Heiligen StuhlIn seiner Stellungnahme
äußerte sich Broadhurst auch zu früheren Kontakten mit dem Heiligen Stuhl.
Zunächst erklärt er,
den christlichen Einheitsbemühungen sehr verbunden zu sein. 1992 habe er sich an Gesprächen mit der
römischen Hierarchie beteiligt und im Jahr 1996 eine längere Unterredung mit dem damaligen Präfekten
der Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, geführt.
Damals habe er von Seiten des Vatikan
viel Großzügigkeit erfahren. Doch gleichzeitig fehlt ihm ein ekklesiologisches Angebot: „Mit anderen
Worten: unser gemeinsames eucharistisches und spirituelles Leben wurde nicht anerkannt.“
Das stellt für
Broadhurst nach wie vor ein Problem dar.
In seiner Stellungnahme berichtet er im weiteren, in der Zeit
seit der Einführung von Frauenpriesterinnen bei den englischen Anglikanern viele zornige und enttäuschte
Telefonanrufe erhalten zu haben.
Einige hätten vorgeschlagen, der englischen Staatskirche den Krieg
zu erklären. Die Enttäuschten wollten vor allem damit aufhören, die anglikanische Gemeinschaft finanziell
zu unterstützen:
„Ich bin für solche Maßnahmen offen“ – erklärt Broadhurst: Doch jetzt sei nicht
der richtige Zeitpunkt für dramatische Gesten.
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Fragender 23:15:21 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#17
Mathias Wagener 19:53:26 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#16
Aleph † 11:14:41 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#15
alter Rheinländer 10:02:11 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#14
stimme der vernunft † 09:54:46 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#13
HeinrichvonOfterdingen 09:30:37 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#12
Fragender 07:40:24 | Mittwoch, 16. Juli 2008
#11
Gotthard 23:11:29 | Dienstag, 15. Juli 2008
#10
Aleph † 23:02:59 | Dienstag, 15. Juli 2008
#9
timpressum † 23:00:50 | Dienstag, 15. Juli 2008
#8
Brandenburgis 22:44:21 | Dienstag, 15. Juli 2008
#7
timpressum † 22:34:02 | Dienstag, 15. Juli 2008
#6
Alois Bischof 22:20:59 | Dienstag, 15. Juli 2008
#5
Brandenburgis 21:10:01 | Dienstag, 15. Juli 2008
#4
timpressum † 21:04:29 | Dienstag, 15. Juli 2008
#3
Aleph † 20:24:52 | Dienstag, 15. Juli 2008
#2
ottaviani 20:23:13 | Dienstag, 15. Juli 2008
#1
Freinsberg 19:32:08 | Dienstag, 15. Juli 2008