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Bischofspredigt + Einheit außerhalb? + Versprochen ist versprochen + Papstfeinde zugelassen + Allergische Gläubige
Kardinal Pell zelebriert die Eröffnungsmesse.
Kardinal Pell zelebriert die Eröffnungsmesse.
© WYD 2008
Bischofspredigt

Australien. Gestern morgen zelebrierte der Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell, den Eröffnungsgottesdienst zum Weltjugendtag. Rund 26 Kardinäle, 400 Bischöfe und 4000 Priester konzelebrierten. 150.000 Jugendliche wohnten der Messe bei. Die deutsche Agentur ‘Katholische Nachrichtenagentur’ kommentierte, daß Kardinal Pell auf „markige Thesen“ verzichtet habe. Er habe eine Predigt gehalten, die alle Anwesenden „irgendwie auf sich beziehen“ hätten können.

Eröffnungsmesse des Weltjugendtags
Eröffnungsmesse unter freiem HimmelKardinal Pell mit dem Evangeliar.Hauptzelebrant ist der Erzbischof von Sydney George Kardinal Pell.

Einheit außerhalb?

Großbritannien. Heute Mittwoch treffen sich 650 Bischöfe der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft in der südenglischen Stadt Canterbury zur sogenannten Lambeth-Konferenz. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, wird die dreiwöchige Tagung nach Angaben von ‘Radio Vatikan’ besuchen. Er will den Anglikanern sagen, daß er „die Einheit der anglikanischen Gemeinschaft“ wünsche.

Versprochen ist versprochen

Deutschland. Der Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg verteidigte vor der Regionalzeitung ‘Fränkischer Tag’ den Zölibat. Die Kirche brauche immer eine genügende Anzahl eheloser Priester. Nur so könne sie über die Welt hinausweisen und die Transzendenz des Glaubens verkörpern. Jene, die den Zölibat versprechen, müßten ihn auch halten – so der Erzbischof.

Papstfeinde zugelassen

Australien. Das australische Bundesgericht hat Proteste gegen den Papstbesuch doch erlaubt. Am Dienstag bezeichnete das Gericht Regelungen, die antikatholische Propaganda während des Weltjugendtags verbieten, als verfassungswidrig.

Allergische Gläubige

„Mein Priesterfreund zelebrierte in einer progressiven Pfarrei. Ein Ministrant in Soutane und Chorrock bediente das Weihrauchfaß. Nachher beklagten sich die Gläubigen beim Pfarrer über Hustenreize. Einige hätten sogar die Kirche verlassen müssen. Drei Wochen später bat der gleiche Priester eine Ministrantin, mit einer Weihrauch-Keramikschale den Mittelgang der Kirche hinaufzutanzen. Gleicher Weihrauch. Gleiche Kohlen. Die Gläubigen waren begeistert. Der Pfarrer erhielt keine Beschwerden. Offenbar waren sie allergisch auf Ministranten in Soutane.“

Der in Rom tätige US-amerikanische Dominikanerpater Philip Neri Powell in einer Lesermeinung für den Weblog ‘What does the prayer really say’
      
20 Lesermeinungen
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#20   NurEinLeser   03:32:34 | Samstag, 19. Juli 2008
@JMX: Diese „Logik“ ist noch löchriger…
…denn warum laufen denn den Evangelen noch mehr Leute weg als den „vergangenheitsverhafteten“ Katholiken? Warum haben die keine Geistlichenschwemme, trotz Fehlen des Zölibats und trotz weiblicher Gemeindevorsteherinnen?
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#19   JMX   11:34:18 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Einfache Logik,
aber trotzdem falsche Schlußfolgerung.
Wegen dem Zölibat gibt es weniger Priester. Richtig.
Falsch ist aber: Der Priestermangel geht auf das Zölibat zurück. Denn die Mangelerscheinung wird durch den Vergleich mit den Priesterzahlen etwa von 1970 festgestellt – dort aber gab es den Zölibat auch schon, weswegen der Zölibat als Begründung ausscheidet.
Natürlich ist der Zolibat eine der Ursachen für den Priestermangel.
Der Zölibat wird heute nicht mehr akzeptiert und das Priesteramt ist nicht mehr populär, weil 1. die Gesellschaft säkularer geworden ist und 2. die Leute, die noch glauben und potentielle Priester wären, nicht mehr der Ansicht sind, daß man, um Priester zu sein, zölibatär leben müsse. Diese Art der Frömmigkeit gibt es kaum mehr (zum Glück!). Vor allem, da es die Konkurrenz ja vormacht, daß es geht.
Ich hatte in Münster einen WG-Mitbewohner, der kath. Theologie auf Priesteramt studierte. Er war sehr guter Student und voll dabei. Problem: Er hatte eine sehr nette und hübsche Freundin. Was macht er also? Richtig, er konvertiert und wird ev. Priester.
Kaum einer sieht mehr ein, sich zwischen Priesteramt und Familie entscheiden zu müssen, wenn doch auch beides geht.
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#18   Gotthard   21:52:14 | Mittwoch, 16. Juli 2008
@bayern-tradi
wo habe ich dich denn auf deiner Krachledernen erwischt?
Es wird soviel Unsinn als Teil und Inhalt unser hl. Religion ausgegeben … viele fromm klingende Sätze sind absoluter Blödsinn… solch Unsinn ist eine angebliche der Ehelosigkeit der Priester durch das Gleichnis vom Mietling und guten Hirten.
Unsinn muss einfach als Unsinn gebrandmarkt werden!
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#17   Bayern-Tradi   21:36:05 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Gotthard,
Sie sind einfach unbelehrbar! Welches Trauma haben Sie denn erlitten, dass Sie so von Hass gegen unsere heilige Religion strotzen?!
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#16   Gotthard   21:30:51 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Mietling!!
auch in dem Beispiel vom Mietling und guten Hirten, der das zölibatäre Leben begründet.
eine tolle Hausmanns-Theologie!
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#15   bonifatius   18:35:51 | Mittwoch, 16. Juli 2008
@RRR:der kleine Unterschied
Mietling oder guter Hirt? Ja, lieber dreimaliger R, nicht wenige Priester und Kandidaten sehen in der Priester – besser Pastorfunktion einen Beruf und keine Berufung. Und da liegt der Unterschied,- auch in dem Beispiel vom Mietling und guten Hirten, der das zölibatäre Leben begründet.
Benedikt: Einfache Logik. Korrekt
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#14   Benedikt   13:45:15 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Einfache Logik
Wegen dem Zölibat gibt es weniger Priester. Richtig.
Falsch ist aber: Der Priestermangel geht auf das Zölibat zurück. Denn die Mangelerscheinung wird durch den Vergleich mit den Priesterzahlen etwa von 1970 festgestellt – dort aber gab es den Zölibat auch schon, weswegen der Zölibat als Begründung ausscheidet.
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#13   RRR   13:37:18 | Mittwoch, 16. Juli 2008
@ Matthias_DD
Warum eigentlich Pflichtzölibat? Der Zölibat ist immer freiwillig
Korrekt. Niemand wird zum Zölibat gezwungen. Aber für die, die Priester werden wollen, ist die Zölibatsberufung (bzw. das Zölibatsversprechen) in der Tat Pflicht. Müssten alle Kindergärtnerinnen verheiratet sein, könnte man durchaus von einer Pflichtehe für Kindergärtnerinnen sprechen.
Erkennen Sie jetzt zufällig gewisse Parallelen zwischen dem weltlilchen und dem geistlichen Stand? Vielleicht in der Wahl des Partners für das sakramentale Versprechen? Na, dämmerts??? RICHTIG!!! Man kann nicht beiden Ständen angehören! So isses und so bleibt es!
Selbstverständlich kann man: verheiratete Diakone (gehören nämlich ebenfalls dem geistlicghen Stand an), verheiratete Priester-Konvertiten, verheiratete Priester in den Ostkirchen, auch den katholischen.
Na, dämmerts??? RICHTIG!!! Man kann sehr wohl beiden Ständen angehören! So isses und so bleibt es! Nur die lateinische Kirche hält in vielen (aber nicht in allen) Fällen an der Zölibatsverpflichtung für Priester fest. Das ist kirchenhistorisch gewachsen, pragmatisch sinnvoll (höhere Verfügbarkeit der Priester), vielleicht auch spirituell eindrucksvoll (in den Fällen, wo es wirklich gelingt) – aber notwendig für das Amt ist es nicht (denn sonst dürfte es ja keine Abweichungen geben, weder durch Ausnahmeregeln für Konvertiten noch durch die Anerkennung der ostkirchlichen Praxis, wonach Zölibat nur für Bischöfe verpflichtend ist.
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#12   Bernd-Jupp   13:23:41 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Typisch +net
Ich möchte hier nur anmerken, dass die Nachricht über die Aussage von EB Schick so zwar stimmt, dass sie aber eben nur die halbe Wahrheit darstellt. EB Schick hat in diesem Interview dezidiert gesagt, dass er sich in Zukunft vermehrt auch verheiratete Priester vorstellen könne, dass aber Priester, die den Zölibat leben, auch immer für die Kirche wichtig seien. Warum wurde denn diese Wahrheit hier verschwiegen??? Ein Schelm, der Böses denkt… O:)
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#11   Aleph †   12:21:43 | Mittwoch, 16. Juli 2008
-JMX- Wo sind die Engpässe?
Provozierenderweise habe ich gefragt, wo denn Enpässe zu gegenwärtigen sind. Mir ist die Situation schon klar.
Mich stört nur, dass die Kirchenleitung so tut, als gäbe es keine Engpässe und mit dem Priestermangel einfach weiterwurschtelt.
Da sollte schon mehr geschehen. Vielleicht ist man deshalb von der möglichen Konversion der Anglikaner nicht ganz abgeneigt, weil dann verheiratete Priester zur Verfügung stünden, ohne dass die Zölibatsverpflichtung für die Festlandspriester außer Kraft zu setzen gewesen wäre.
So elegant lassen sich Probleme kurzfristig umschiffen, gelöst sind Sie daher nicht.
Deshalb: Wo sind sie denn, die Engpässe…wo! o^/
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#10   JMX   11:41:33 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Wollen Sie abstreiten,
daß viele Gemeinden keinen eigenen Pfarrer mehr haben und mit anderen Gemeinden zusammengelegt werden müssen? In meiner Heimatgemeinde (Bistum Osnabrück) gibt es keinen „richtigen“ Pfarrer mehr, sondern einen aus dem Ruhestand reaktivierten Pater (weit in den 70ern), der auch noch weitere Gemeinden zu betreuen hat.
Hallooo, selbst JPII hat das beklagt, auch die Bischofssynode äußerte sich entsprechend:
religion.orf.at/…051007_synode_fr.htm
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#9   Matthias_DD   11:32:09 | Mittwoch, 16. Juli 2008
@e.s.r.
In den Konzilsdokumenten steht aber warum der Zölibat auch weiterhin beibehalten wird, übrigens sehr lesenswert…
Warum eigentlich Pflichtzölibat? Der Zölibat ist immer freiwillig, niemand wird gezwungen, warum auch? Übrigens genauso wie die Ehe, niemand wird gezwungen…
Erkennen Sie jetzt zufällig gewisse Parallelen zwischen dem weltlilchen und dem geistlichen Stand? Vielleicht in der Wahl des Partners für das sakramentale Versprechen?
Na, dämmerts???
RICHTIG!!! Man kann nicht beiden Ständen angehören! So isses und so bleibt es!
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#8   Aleph †   11:22:11 | Mittwoch, 16. Juli 2008
-JMX-
Wo denn? Wo sollen die denn sein? Können Sie mir plausibel Engpässe benennen, die wirklich als Engpässe zu bezeichnen sind… :-)
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#7   Burgorus   11:08:48 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Sind die Anglikaner Kardinal Kasper zu konservativ?
Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper, will den Anglikanern sagen, daß er „die Einheit der anglikanischen Gemeinschaft“ wünsche.
Heißt das, dass er wünscht, dass jetzt alle Anglikaner das Frauen-Bischoftum anerkennen, damit sich die Abspaltung von der katholischen Kirche verfestige, oder geht es ihm schlicht und einfach darum, die – aus seiner liberalen Sicht wohl viel zu konservativen – Anglikaner aus der katholischen Kirche fernzuhalten, damit sie nicht gesunde?
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#6   JMX   11:06:35 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Es gibt also
im Moment keine Engpässe?!?!?
Entschuldigen Sie mein schallendes Gelächter. :-D
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#5   Aleph †   10:48:03 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Vertretbare diplomatische Antwort
Stimmt doch. Damit ist sichergestellt, dass es nicht zu Engpässen kommt. Da gibt es doch nichts zu hinterfragen.
Das ist eine durchaus vertretbare, diplomatische Antwort, sauber, korrekt, einleuchtend oder schlicht: quadratisch, praktisch, gut.
Sie, die Antwort, lässt kaum etwas zum Herausfiltern. ^-^ ;-)
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#4   Ansgar   10:45:13 | Mittwoch, 16. Juli 2008
@ ecclesia
Wieso, Exz. Schicks Begründung ist doch schlüssig? Ich verstehe sie jedenfalls. Was ist Ihr Problem?
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#3   ecclesia-semper-reformanda   10:03:13 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Lieber Matthis,
mag sein, dass das „in den Konzilsdokumenten“ steht; aber deshalb ist es doch nicht automatisch auch richtig. verstehen kann man jedenfallls diese „Begründung“ nicht.
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#2   Matthias_DD   09:17:51 | Mittwoch, 16. Juli 2008
@e.s.r
Msgn. Schick steht eben fet auf dem Fundament des Vatikanum II, man darf halt in den Konzilsdokumenten eben nicht nur lesen was einem gerade in den Kram passt…
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#1   ecclesia-semper-reformanda   09:07:02 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Äh, also:
Die Kirche brauche immer eine genügende Anzahl eheloser Priester. Nur so könne sie über die Welt hinausweisen und die Transzendenz des Glaubens verkörpern.
Nee klar, das leuchtet sicherlich jedem ein…
Mannoman, was müssen sich die Herren einen abbrechen, um den Pflicht-Zölibat zu begründen…
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