Australien. Gestern morgen zelebrierte der Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell,
den Eröffnungsgottesdienst zum Weltjugendtag. Rund 26 Kardinäle, 400 Bischöfe und 4000 Priester konzelebrierten.
150.000 Jugendliche wohnten der Messe bei. Die deutsche Agentur ‘Katholische Nachrichtenagentur’ kommentierte,
daß Kardinal Pell auf „markige Thesen“ verzichtet habe. Er habe eine Predigt gehalten, die alle Anwesenden
„irgendwie auf sich beziehen“ hätten können.
Großbritannien. Heute Mittwoch
treffen sich 650 Bischöfe der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft in der südenglischen Stadt Canterbury
zur sogenannten Lambeth-Konferenz. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter Kardinal Kasper,
wird die dreiwöchige Tagung nach Angaben von ‘Radio Vatikan’ besuchen. Er will den Anglikanern sagen,
daß er „die Einheit der anglikanischen Gemeinschaft“ wünsche.
Versprochen ist versprochen
Deutschland.
Der Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg verteidigte vor der Regionalzeitung ‘Fränkischer Tag’ den Zölibat.
Die Kirche brauche immer eine genügende Anzahl eheloser Priester. Nur so könne sie über die Welt hinausweisen
und die Transzendenz des Glaubens verkörpern. Jene, die den Zölibat versprechen, müßten ihn auch halten –
so der Erzbischof.
Papstfeinde zugelassen
Australien. Das australische Bundesgericht hat Proteste gegen
den Papstbesuch doch erlaubt. Am Dienstag bezeichnete das Gericht Regelungen, die antikatholische Propaganda
während des Weltjugendtags verbieten, als verfassungswidrig.
Allergische Gläubige
„Mein Priesterfreund
zelebrierte in einer progressiven Pfarrei. Ein Ministrant in Soutane und Chorrock bediente das Weihrauchfaß.
Nachher beklagten sich die Gläubigen beim Pfarrer über Hustenreize. Einige hätten sogar die Kirche
verlassen müssen. Drei Wochen später bat der gleiche Priester eine Ministrantin, mit einer Weihrauch-Keramikschale
den Mittelgang der Kirche hinaufzutanzen. Gleicher Weihrauch. Gleiche Kohlen. Die Gläubigen waren begeistert.
Der Pfarrer erhielt keine Beschwerden. Offenbar waren sie allergisch auf Ministranten in Soutane.“
Der
in Rom tätige US-amerikanische Dominikanerpater Philip Neri Powell in einer Lesermeinung für den Weblog
‘What does the prayer really say’
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20 Lesermeinungen
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@JMX: Diese „Logik“ ist noch löchriger… …denn warum laufen denn den Evangelen noch mehr Leute weg
als den „vergangenheitsverhafteten“ Katholiken? Warum haben die keine Geistlichenschwemme, trotz Fehlen
des Zölibats und trotz weiblicher Gemeindevorsteherinnen?
Einfache Logik, aber trotzdem falsche Schlußfolgerung. Wegen dem Zölibat gibt es weniger Priester. Richtig.
Falsch ist aber: Der Priestermangel geht auf das Zölibat zurück. Denn die Mangelerscheinung wird durch
den Vergleich mit den Priesterzahlen etwa von 1970 festgestellt – dort aber gab es den Zölibat auch schon,
weswegen der Zölibat als Begründung ausscheidet. Natürlich ist der Zolibat eine der Ursachen für den
Priestermangel. Der Zölibat wird heute nicht mehr akzeptiert und das Priesteramt ist nicht mehr populär,
weil 1. die Gesellschaft säkularer geworden ist und 2. die Leute, die noch glauben und potentielle Priester
wären, nicht mehr der Ansicht sind, daß man, um Priester zu sein, zölibatär leben müsse. Diese Art
der Frömmigkeit gibt es kaum mehr (zum Glück!). Vor allem, da es die Konkurrenz ja vormacht, daß es
geht. Ich hatte in Münster einen WG-Mitbewohner, der kath. Theologie auf Priesteramt studierte. Er war
sehr guter Student und voll dabei. Problem: Er hatte eine sehr nette und hübsche Freundin. Was macht
er also? Richtig, er konvertiert und wird ev. Priester. Kaum einer sieht mehr ein, sich zwischen Priesteramt
und Familie entscheiden zu müssen, wenn doch auch beides geht.
@bayern-tradi wo habe ich dich denn auf deiner Krachledernen erwischt? Es wird soviel Unsinn als Teil
und Inhalt unser hl. Religion ausgegeben … viele fromm klingende Sätze sind absoluter Blödsinn…
solch Unsinn ist eine angebliche der Ehelosigkeit der Priester durch das Gleichnis vom Mietling und guten
Hirten. Unsinn muss einfach als Unsinn gebrandmarkt werden!
@RRR:der kleine Unterschied Mietling oder guter Hirt? Ja, lieber dreimaliger R, nicht wenige Priester
und Kandidaten sehen in der Priester – besser Pastorfunktion einen Beruf und keine Berufung. Und da liegt
der Unterschied,- auch in dem Beispiel vom Mietling und guten Hirten, der das zölibatäre Leben begründet.
Benedikt: Einfache Logik. Korrekt
Einfache Logik Wegen dem Zölibat gibt es weniger Priester. Richtig. Falsch ist aber: Der Priestermangel
geht auf das Zölibat zurück. Denn die Mangelerscheinung wird durch den Vergleich mit den Priesterzahlen
etwa von 1970 festgestellt – dort aber gab es den Zölibat auch schon, weswegen der Zölibat als Begründung
ausscheidet.
@ Matthias_DD Warum eigentlich Pflichtzölibat? Der Zölibat ist immer freiwillig Korrekt. Niemand wird
zum Zölibat gezwungen. Aber für die, die Priester werden wollen, ist die Zölibatsberufung (bzw. das
Zölibatsversprechen) in der Tat Pflicht. Müssten alle Kindergärtnerinnen verheiratet sein, könnte
man durchaus von einer Pflichtehe für Kindergärtnerinnen sprechen. Erkennen Sie jetzt zufällig gewisse
Parallelen zwischen dem weltlilchen und dem geistlichen Stand? Vielleicht in der Wahl des Partners für
das sakramentale Versprechen? Na, dämmerts??? RICHTIG!!! Man kann nicht beiden Ständen angehören! So
isses und so bleibt es! Selbstverständlich kann man: verheiratete Diakone (gehören nämlich ebenfalls
dem geistlicghen Stand an), verheiratete Priester-Konvertiten, verheiratete Priester in den Ostkirchen,
auch den katholischen. Na, dämmerts??? RICHTIG!!! Man kann sehr wohl beiden Ständen angehören! So isses
und so bleibt es! Nur die lateinische Kirche hält in vielen (aber nicht in allen) Fällen an der Zölibatsverpflichtung
für Priester fest. Das ist kirchenhistorisch gewachsen, pragmatisch sinnvoll (höhere Verfügbarkeit
der Priester), vielleicht auch spirituell eindrucksvoll (in den Fällen, wo es wirklich gelingt) – aber
notwendig für das Amt ist es nicht (denn sonst dürfte es ja keine Abweichungen geben, weder durch Ausnahmeregeln
für Konvertiten noch durch die Anerkennung der ostkirchlichen Praxis, wonach Zölibat nur für Bischöfe
verpflichtend ist.
Typisch +net Ich möchte hier nur anmerken, dass die Nachricht über die Aussage von EB Schick so zwar
stimmt, dass sie aber eben nur die halbe Wahrheit darstellt. EB Schick hat in diesem Interview dezidiert
gesagt, dass er sich in Zukunft vermehrt auch verheiratete Priester vorstellen könne, dass aber Priester,
die den Zölibat leben, auch immer für die Kirche wichtig seien. Warum wurde denn diese Wahrheit hier
verschwiegen??? Ein Schelm, der Böses denkt…
-JMX- Wo sind die Engpässe? Provozierenderweise habe ich gefragt, wo denn Enpässe zu gegenwärtigen
sind. Mir ist die Situation schon klar. Mich stört nur, dass die Kirchenleitung so tut, als gäbe es
keine Engpässe und mit dem Priestermangel einfach weiterwurschtelt. Da sollte schon mehr geschehen. Vielleicht
ist man deshalb von der möglichen Konversion der Anglikaner nicht ganz abgeneigt, weil dann verheiratete
Priester zur Verfügung stünden, ohne dass die Zölibatsverpflichtung für die Festlandspriester außer
Kraft zu setzen gewesen wäre. So elegant lassen sich Probleme kurzfristig umschiffen, gelöst sind Sie
daher nicht. Deshalb: Wo sind sie denn, die Engpässe…wo! o^/
Wollen Sie abstreiten, daß viele Gemeinden keinen eigenen Pfarrer mehr haben und mit anderen Gemeinden
zusammengelegt werden müssen? In meiner Heimatgemeinde (Bistum Osnabrück) gibt es keinen „richtigen“
Pfarrer mehr, sondern einen aus dem Ruhestand reaktivierten Pater (weit in den 70ern), der auch noch weitere
Gemeinden zu betreuen hat. Hallooo, selbst JPII hat das beklagt, auch die Bischofssynode äußerte sich
entsprechend: religion.orf.at/…051007_synode_fr.htm
@e.s.r. In den Konzilsdokumenten steht aber warum der Zölibat auch weiterhin beibehalten wird, übrigens
sehr lesenswert… Warum eigentlich Pflichtzölibat? Der Zölibat ist immer freiwillig, niemand wird gezwungen,
warum auch? Übrigens genauso wie die Ehe, niemand wird gezwungen… Erkennen Sie jetzt zufällig gewisse
Parallelen zwischen dem weltlilchen und dem geistlichen Stand? Vielleicht in der Wahl des Partners für
das sakramentale Versprechen? Na, dämmerts??? RICHTIG!!! Man kann nicht beiden Ständen angehören! So
isses und so bleibt es!
Sind die Anglikaner Kardinal Kasper zu konservativ? Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Walter
Kardinal Kasper, will den Anglikanern sagen, daß er „die Einheit der anglikanischen Gemeinschaft“ wünsche.
Heißt das, dass er wünscht, dass jetzt alle Anglikaner das Frauen-Bischoftum anerkennen, damit sich
die Abspaltung von der katholischen Kirche verfestige, oder geht es ihm schlicht und einfach darum, die –
aus seiner liberalen Sicht wohl viel zu konservativen – Anglikaner aus der katholischen Kirche fernzuhalten,
damit sie nicht gesunde?
Vertretbare diplomatische Antwort Stimmt doch. Damit ist sichergestellt, dass es nicht zu Engpässen kommt.
Da gibt es doch nichts zu hinterfragen. Das ist eine durchaus vertretbare, diplomatische Antwort, sauber,
korrekt, einleuchtend oder schlicht: quadratisch, praktisch, gut. Sie, die Antwort, lässt kaum etwas
zum Herausfiltern.
Lieber Matthis, mag sein, dass das „in den Konzilsdokumenten“ steht; aber deshalb ist es doch nicht automatisch
auch richtig. verstehen kann man jedenfallls diese „Begründung“ nicht.
@e.s.r Msgn. Schick steht eben fet auf dem Fundament des Vatikanum II, man darf halt in den Konzilsdokumenten
eben nicht nur lesen was einem gerade in den Kram passt…
Äh, also: Die Kirche brauche immer eine genügende Anzahl eheloser Priester. Nur so könne sie über
die Welt hinausweisen und die Transzendenz des Glaubens verkörpern. Nee klar, das leuchtet sicherlich
jedem ein… Mannoman, was müssen sich die Herren einen abbrechen, um den Pflicht-Zölibat zu begründen…