Ich werde einmal Bischof
In Australien hat der Heilige Vater vielleicht auch Gelegenheit, seine Cousine zu treffen. Erinnerungen von damals.
(kreuz.net) Erika Kopp (83) lebt in Blackburn South in der Nähe der australischen Stadt Melbourne.
Im Jahr 1955 emigrierte sie mit ihrem Ehemann Karl von Deutschland nach Australien.
Frau Kopp ist die Cousine von Papst Benedikt XVI. Ihr Vater, Benno Rieger, war der Bruder der Mutter des Papstes.
Als ihr Cousin Joseph sechs Jahre alt war, besuchte sie mit ihm und seiner Mutter Maria ein Geschäft:
„Die Ladenbesitzerin war eine ältere Frau. Sie fragte Joseph: »Was willst Du einmal werden«. Joseph antwortete: »Ich werde einmal Bischof«.“
Frau Kopp war nicht überrascht: „Das war die Erziehung von Joseph“ – erklärt sie:
„Dort wurde viel gebetet. Sein Vater war ein höherer Polizeibeamter. Bevor er den Dienst antrat, machte
er immer das Kreuzzeichen.“
Die Ladenbesitzerin fragte auch die kleine Erika, was sie werden wollte: „Ich sagte »Bäckerin« und so kam es auch. Ich arbeitete in der Bäckerei meines Vaters.“
Ihr Gatte Karl verstarb im Jahr 2003 im Alter von 83 Jahren. Doch Frau Kopp ist in engem Kontakt mit ihrer Tochter Veronica und den drei Enkelinnen Laura (28), Rebecca (26) und Helen (23).
Von ihrem Cousin ist Frau Kopp begeistert: „Ich glaube, er ist ein hervorragender Mann. Seine geistigen Fähigkeiten sind noch so gut wie in seiner Jugend.“
Nach seiner Wahl zum Papst war Frau Kopp sehr aufgeregt und stolz: „Joseph ist ein so guter Mensch, so einfach, sehr ruhig. Er ist auch sehr kontrolliert, sehr exakt, immer pünktlich. Ich glaube, er kann das gar nicht anders. Sein Vater war schon so.“
„Joseph hat sein ganzes Leben lang studiert. Und das ist der höchste Posten, den man erreichen kann. Er war immer so schlau, so ein guter Denker. Das ist eine Gabe Gottes. Sogar als kleines Kind war jedem klar, daß Joseph ein Wunderkind war.“
Von der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst hörte Frau Kopp telephonisch: „Meine 86jährige deutsche Freundin rief mich am Morgen an und sagte: »Erika, Dein Cousin ist Papst«.“
Als Kardinal Ratzinger im Jahr 1981 Präfekt der Glaubenskongregation wurde, sorgten sich die Verwandten um die Ratzinger-Geschwister, weil sie sich so nahe waren und Joseph aus ihrem Kreis losgelöst wurde.
„Als wir Kinder waren, sagte Maria, Josephs Schwester: »Wenn Joseph einmal Priester ist, werde ich für ihn kochen«. So geschah es auch. Maria sorgte sich um Joseph im Vatikan. Sie heiratete nie. Maria war seine Haushälterin.“
„Als Maria am 2. November 1991 im Alter von 69 Jahren starb, war das für Joseph ein schwerer Schlag. Sie waren sich sehr nahe.“
„Joseph war kein Sportler“ – erzählt Frau Kopp weiter: „Es gab in der Familie viel Musik und ein großes Klavier, das Joseph und Maria häufig spielten. Ich fuhr mit Marias Fahrrad. Der Onkel verwendete sein ganze Geld für die Erziehung der Kinder. Joseph besuchte eine sehr gute Schule.“
„Josephs Mutter tat viel für ihn. Sie war meine Firmpatin, war begabt und arbeitete hart. Sie machte für Joseph Bären, Tiere und Hasen aus Stoff, alles mögliche. Sie stellte sie selber her.“
„Bei Josephs Priesterweihe am 29. Juni 1951 sagte sie: »Erika, ich habe dich seit vierzehn Jahren nicht gesehen«. Ich hätte mich nicht mehr daran erinnert, wie lange ich sie nicht mehr gesehen hatte. Später sagte Joseph zu mir: »Erika, ich besitze meine Stofftiere noch«.“
„Die Tante war auch eine sehr gute Köchin. Sie stellte wunderbare eingemachte Walnüsse her. Nach dem Essen gab sie uns davon.“
Erika sah ihren Cousin das letzte Mal im Jahr 1985, als sie Deutschland besuchte und er Kardinal in München war: „Ich besuchte seine Residenz, die aussah wie Buckingham Palace.“
„Viele sagen, daß wir uns ähnlich sehen“ – erklärt sie: „Erika siehst mehr wie Joseph aus als seine Schwester.“
Die Aussagen stammen aus einem Artikel, der nach der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst in der Zeitung ‘Kairos’ der Erzdiözese Melbourne publiziert wurde.
© Titelbild: WYD 2008
Im Jahr 1955 emigrierte sie mit ihrem Ehemann Karl von Deutschland nach Australien.
Frau Kopp ist die Cousine von Papst Benedikt XVI. Ihr Vater, Benno Rieger, war der Bruder der Mutter des Papstes.
Als ihr Cousin Joseph sechs Jahre alt war, besuchte sie mit ihm und seiner Mutter Maria ein Geschäft:
„Die Ladenbesitzerin war eine ältere Frau. Sie fragte Joseph: »Was willst Du einmal werden«. Joseph antwortete: »Ich werde einmal Bischof«.“

Die Ladenbesitzerin fragte auch die kleine Erika, was sie werden wollte: „Ich sagte »Bäckerin« und so kam es auch. Ich arbeitete in der Bäckerei meines Vaters.“
Ihr Gatte Karl verstarb im Jahr 2003 im Alter von 83 Jahren. Doch Frau Kopp ist in engem Kontakt mit ihrer Tochter Veronica und den drei Enkelinnen Laura (28), Rebecca (26) und Helen (23).
Von ihrem Cousin ist Frau Kopp begeistert: „Ich glaube, er ist ein hervorragender Mann. Seine geistigen Fähigkeiten sind noch so gut wie in seiner Jugend.“
Nach seiner Wahl zum Papst war Frau Kopp sehr aufgeregt und stolz: „Joseph ist ein so guter Mensch, so einfach, sehr ruhig. Er ist auch sehr kontrolliert, sehr exakt, immer pünktlich. Ich glaube, er kann das gar nicht anders. Sein Vater war schon so.“
„Joseph hat sein ganzes Leben lang studiert. Und das ist der höchste Posten, den man erreichen kann. Er war immer so schlau, so ein guter Denker. Das ist eine Gabe Gottes. Sogar als kleines Kind war jedem klar, daß Joseph ein Wunderkind war.“
Von der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst hörte Frau Kopp telephonisch: „Meine 86jährige deutsche Freundin rief mich am Morgen an und sagte: »Erika, Dein Cousin ist Papst«.“
Als Kardinal Ratzinger im Jahr 1981 Präfekt der Glaubenskongregation wurde, sorgten sich die Verwandten um die Ratzinger-Geschwister, weil sie sich so nahe waren und Joseph aus ihrem Kreis losgelöst wurde.
„Als wir Kinder waren, sagte Maria, Josephs Schwester: »Wenn Joseph einmal Priester ist, werde ich für ihn kochen«. So geschah es auch. Maria sorgte sich um Joseph im Vatikan. Sie heiratete nie. Maria war seine Haushälterin.“
„Als Maria am 2. November 1991 im Alter von 69 Jahren starb, war das für Joseph ein schwerer Schlag. Sie waren sich sehr nahe.“
„Joseph war kein Sportler“ – erzählt Frau Kopp weiter: „Es gab in der Familie viel Musik und ein großes Klavier, das Joseph und Maria häufig spielten. Ich fuhr mit Marias Fahrrad. Der Onkel verwendete sein ganze Geld für die Erziehung der Kinder. Joseph besuchte eine sehr gute Schule.“
„Josephs Mutter tat viel für ihn. Sie war meine Firmpatin, war begabt und arbeitete hart. Sie machte für Joseph Bären, Tiere und Hasen aus Stoff, alles mögliche. Sie stellte sie selber her.“
„Bei Josephs Priesterweihe am 29. Juni 1951 sagte sie: »Erika, ich habe dich seit vierzehn Jahren nicht gesehen«. Ich hätte mich nicht mehr daran erinnert, wie lange ich sie nicht mehr gesehen hatte. Später sagte Joseph zu mir: »Erika, ich besitze meine Stofftiere noch«.“
„Die Tante war auch eine sehr gute Köchin. Sie stellte wunderbare eingemachte Walnüsse her. Nach dem Essen gab sie uns davon.“
Erika sah ihren Cousin das letzte Mal im Jahr 1985, als sie Deutschland besuchte und er Kardinal in München war: „Ich besuchte seine Residenz, die aussah wie Buckingham Palace.“
„Viele sagen, daß wir uns ähnlich sehen“ – erklärt sie: „Erika siehst mehr wie Joseph aus als seine Schwester.“
Die Aussagen stammen aus einem Artikel, der nach der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst in der Zeitung ‘Kairos’ der Erzdiözese Melbourne publiziert wurde.
© Titelbild: WYD 2008
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Mittwoch, 16. Juli 2008 12:28
Sirilo: Vatikanwohnung 2
Ja, Kardinal Ratzinger wohnte in einer vatikaneigenen Wohung ausserhalb des Vatikans. Nota bene: Ca. 30 % des roemischen Mitwohnungsbestandes befinden sich im Besitz des Vatikans. Die Mieten bilden einen Grossteil der Einnahmen des Vatikans…
Mittwoch, 16. Juli 2008 12:18
JK-NAK: Vatikanwohnung
Die ehemalige Wohnung von Ratzinger befindet sich in einem vatikaneigenen Gebäude. Jedem Kardinal steht eine Wohnung in Rom zu. Rund um den Petersplatz und die Via della Conciliazione gibt es viele solcher vatikaneigenen Gebäude und Wohnungen, in denen Kardinäle und Bischöfe residieren, permanent oder zeitweise…
Mittwoch, 16. Juli 2008 12:11
Alois Bischof: Frau Erika Kopp
sagte auch, daß die Familie Ratzinger während der 1930er und des Weltkrieges nicht viel Besuch erhielt
„weil sie so gläubig“ gewesen seien; das war den Nationalsozialisten und Leuten die um ihre Stellen im
NS-Deutschland fürchteten nicht angenehm.
Auch traurig zu sehen, daß eine Cousine ihren Vetter so wenig trifft und daß der familiäre Individualismus sogar im heilig’en Bayernlande schon mancherorts só verbreitet war in den 1950ern. (Ungesund.)
Daß Benedikt XVI. intelligent ist und ‘schlau’ steht außer Frage; aber wie steht es mit der (Recht)Gläubigkeit und dem Einsatz für den Christkönig? Wohl weniger glorreich, wie aus den Zeugnissen der Bücher Ratzingers und der Gesprächsinhalte mit dem verehrten Erzbischof Marcel Lefebvre CSSp hervorgeht. Leider.
Auch traurig zu sehen, daß eine Cousine ihren Vetter so wenig trifft und daß der familiäre Individualismus sogar im heilig’en Bayernlande schon mancherorts só verbreitet war in den 1950ern. (Ungesund.)
Daß Benedikt XVI. intelligent ist und ‘schlau’ steht außer Frage; aber wie steht es mit der (Recht)Gläubigkeit und dem Einsatz für den Christkönig? Wohl weniger glorreich, wie aus den Zeugnissen der Bücher Ratzingers und der Gesprächsinhalte mit dem verehrten Erzbischof Marcel Lefebvre CSSp hervorgeht. Leider.
Mittwoch, 16. Juli 2008 11:15
iustus: Sirilo
Sind sie sicher, dass die Wohnung des Kardinals Ratzinger nicht zum Vatikan gehörte, wenn sie auch nicht innerhalb der Mauern lag?
Mittwoch, 16. Juli 2008 10:52
Colombe de la paix: @Sirilo
1. Mit 83 J darf man etwas durcheinander bringen !
2. Lassen Sie diese Familiengeschichte einfach nur auf sich wirken.
Die alte Dame ist nur sehr stolz auf ihren Cousin.
2. Lassen Sie diese Familiengeschichte einfach nur auf sich wirken.
Die alte Dame ist nur sehr stolz auf ihren Cousin.
Mittwoch, 16. Juli 2008 10:50
Aleph: Sirilo
Das sind ja die Neuigkeiten aus dem päpstlichen Nachtkästchen.
Nein, aber auch. Wie sind Sie nur daran gekommen…?
Nein, aber auch. Wie sind Sie nur daran gekommen…?
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.






