Gottlose Superparty
Der Regens der Piusbruderschaft in Australien kritisiert den Weltjugendtag scharf. Bei Vertretern der Kirche herrscht dagegen grenzenlose Euphorie. Pressesplitter.
Wiedersehen in Madrid
„Der nächste Weltjugendtag soll in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfinden. Das erfuhr die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) aus Essen aus Kreisen der Deutschen Bischofskonferenz am Rande des Weltjugendtags in Sydney. Unklar ist noch, ob es weiter beim dreijährigen Rhythmus der katholischen Großtreffen bleiben wird oder das Treffen womöglich bereits in zwei Jahren stattfinden soll.“
Aus einer Pressemitteilung der Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung.
Tolle Stimmung und große Begeisterung
„Die australischen Medien haben am Mittwoch ausführlich über die Eröffnung des katholischen Weltjugendtages berichtet. In ironischer Anspielung an die abgelegene geographische Lage Australiens titelte der ‘Sydney Morning Herald’: »Hoffnung und Freude am Ende der Welt.« Die Zeitung ‘The Australian’ schreibt von einem »Meer der Jungen und Gläubigen, das das stillgelegte Werftgelände in Barangaroo überschwemmt«. In weiteren Artikeln werden die tolle Stimmung und die große Begeisterung der mehr als 200.000 Weltjugendtagspilger geschildert.“
Aus einem Bericht von ‘Radio Vatikan’ über verschiedene Pressestimmen.
Viel Spaß, wenig Religion
„Es ist eine sehr weltliche Herangehensweise an die Religion, lediglich eine lustige Party. Eine Woche mit Partys und Konzerten und anderen Veranstaltungen, die wenig wirklich Heiliges, Sakrales, Andächtiges oder überhaupt Katholisches hat.“
Der Regens des Priesterseminars der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Peter Scott, nach einem Bericht der australischen Nachrichtenagentur ‘ABC News’.
Partys in der ganzen Stadt
„Am Sonntag gibt es einen Massengottesdienst auf einer Pferderennbahn. Zum Weltjugendtag werden bis zu 250.000 Besucher erwartet. Die in Sydney versammelten zehntausende jungen Katholiken genossen den Tag mit hunderten Grillpartys in der gesamten Stadt, einem Strandfest am Hafen, bei dem auch ein rappender amerikanischer Priester auftrat.“
Aus einem Bericht der Nachrichtenagentur ‘AP’.
Aborigines im Zentrum
„Während des Weltjugendtags sind die Aborigines und ihre Kultur deutlich sichtbar. Aboriginal-Motive sind ins Design der Meßgewänder des Papstes, der Kardinäle und der Bischöfe eingearbeitet. Eine der Stationen des Kreuzwegs, der am Freitag live in Sydneys Straßen inszeniert wird, soll eine Aboriginal-Thematik haben, und die Rolle der Ureinwohner in der Kirche wird auch ein zentrales Thema der Katechesen sein.“
Aus einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur ‘Kathpress’.
Wie alles begann
„Der Rat für die Laien hätte das Kapitel ‘Jugend’ [nach einem Jugendtreffen in Rom 1984] gerne für ein wenig geschlossen, denn wir hatten viele andere Verpflichtungen. Am Montag der Osterwoche floh ich am Rande der Erschöpfung nach Deutschland, um endlich schlafen zu können und mich ein bißchen von der Müdigkeit zu erholen. Am Ostersonntag verfolgte ich die Fernsehübertragung der Liturgie auf dem Petersplatz. Die Predigt des noch jungen Papstes begeisterte mich. Aber eine Passage irritierte mich: Mit viel Energie sprach der Papst diese Sätze: »Ich habe mich am vergangenen Sonntag mit Hunderttausenden von jungen Menschen getroffen, und das Bild ihrer rauschenden Begeisterung hat sich in meine Seele eingeprägt. Der Wunsch, daß diese wunderbare Erfahrung in der Zukunft wiederholt wird, wird zum Ursprung für den Weltjugendtag am Palmsonntag…« Der Heilige Vater hatte Geschmack gefunden und führte nun eine neue Praxis in der katholischen Kirche ein.“
Der deutsche Präsident des päpstlichen Laienrates, Paul Josef Kardinal Cordes, der schon von 1980-1995 Vizepräsident des Rates war, schildert die Anfänge des Weltjugendtages.
Das erste Mal
„Ich habe ja leider das erste Mal 1975, also ich Bischof geworden bin, das sozialistische Lager verlassen dürfen. Wir sind fast an unserem eigenen Mief erstickt, da uns die Kommunisten nicht haben rausgelassen. Und deshalb war ich auch der einzige deutsche Bischof der 1984 mit Pater Manfred zum ersten Weltjugendtag nach Rom in die Kirche gereist bin. Ich habe in meinem Leben noch nie soviel Beichte gehört wie dort, da ist wirklich ein Einbruch des heiligen Geistes geschehen.“
Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, im Interview mit dem Kölner ‘Domradio’.
Das Gute behalten
„Wenn Papst Benedikt XVI. morgen offiziell per Schiff in Sydney ankomm, dann ist klar, woher die Idee stammt: Vor drei Jahren fuhr der ranghöchste katholische Bischof mit der MS Rheinenergie zum Kölner Dom, diesmal wird die berühmte Hafeneinfahrt der australischen Metropole für eine ähnlich erinnerungswürdige Ankunftsszene genutzt. »Das haben die Australier aus Köln übernommen«, berichtet der heutige Weihbischof Heiner Koch, seinerzeit Generalsekretär des Kölner Weltjugendtages.“
Aus einem Bericht der Regionalzeitung ‘Kölnische Rundschau’.
© Bilder: WYD 2008
„Der nächste Weltjugendtag soll in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfinden. Das erfuhr die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) aus Essen aus Kreisen der Deutschen Bischofskonferenz am Rande des Weltjugendtags in Sydney. Unklar ist noch, ob es weiter beim dreijährigen Rhythmus der katholischen Großtreffen bleiben wird oder das Treffen womöglich bereits in zwei Jahren stattfinden soll.“
Aus einer Pressemitteilung der Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung.
Tolle Stimmung und große Begeisterung
„Die australischen Medien haben am Mittwoch ausführlich über die Eröffnung des katholischen Weltjugendtages berichtet. In ironischer Anspielung an die abgelegene geographische Lage Australiens titelte der ‘Sydney Morning Herald’: »Hoffnung und Freude am Ende der Welt.« Die Zeitung ‘The Australian’ schreibt von einem »Meer der Jungen und Gläubigen, das das stillgelegte Werftgelände in Barangaroo überschwemmt«. In weiteren Artikeln werden die tolle Stimmung und die große Begeisterung der mehr als 200.000 Weltjugendtagspilger geschildert.“
Aus einem Bericht von ‘Radio Vatikan’ über verschiedene Pressestimmen.
Viel Spaß, wenig Religion
„Es ist eine sehr weltliche Herangehensweise an die Religion, lediglich eine lustige Party. Eine Woche mit Partys und Konzerten und anderen Veranstaltungen, die wenig wirklich Heiliges, Sakrales, Andächtiges oder überhaupt Katholisches hat.“
Der Regens des Priesterseminars der Priesterbruderschaft St. Pius X., Pater Peter Scott, nach einem Bericht der australischen Nachrichtenagentur ‘ABC News’.
Partys in der ganzen Stadt
„Am Sonntag gibt es einen Massengottesdienst auf einer Pferderennbahn. Zum Weltjugendtag werden bis zu 250.000 Besucher erwartet. Die in Sydney versammelten zehntausende jungen Katholiken genossen den Tag mit hunderten Grillpartys in der gesamten Stadt, einem Strandfest am Hafen, bei dem auch ein rappender amerikanischer Priester auftrat.“
Aus einem Bericht der Nachrichtenagentur ‘AP’.
Aborigines im Zentrum
„Während des Weltjugendtags sind die Aborigines und ihre Kultur deutlich sichtbar. Aboriginal-Motive sind ins Design der Meßgewänder des Papstes, der Kardinäle und der Bischöfe eingearbeitet. Eine der Stationen des Kreuzwegs, der am Freitag live in Sydneys Straßen inszeniert wird, soll eine Aboriginal-Thematik haben, und die Rolle der Ureinwohner in der Kirche wird auch ein zentrales Thema der Katechesen sein.“
Aus einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur ‘Kathpress’.
Wie alles begann
„Der Rat für die Laien hätte das Kapitel ‘Jugend’ [nach einem Jugendtreffen in Rom 1984] gerne für ein wenig geschlossen, denn wir hatten viele andere Verpflichtungen. Am Montag der Osterwoche floh ich am Rande der Erschöpfung nach Deutschland, um endlich schlafen zu können und mich ein bißchen von der Müdigkeit zu erholen. Am Ostersonntag verfolgte ich die Fernsehübertragung der Liturgie auf dem Petersplatz. Die Predigt des noch jungen Papstes begeisterte mich. Aber eine Passage irritierte mich: Mit viel Energie sprach der Papst diese Sätze: »Ich habe mich am vergangenen Sonntag mit Hunderttausenden von jungen Menschen getroffen, und das Bild ihrer rauschenden Begeisterung hat sich in meine Seele eingeprägt. Der Wunsch, daß diese wunderbare Erfahrung in der Zukunft wiederholt wird, wird zum Ursprung für den Weltjugendtag am Palmsonntag…« Der Heilige Vater hatte Geschmack gefunden und führte nun eine neue Praxis in der katholischen Kirche ein.“
Der deutsche Präsident des päpstlichen Laienrates, Paul Josef Kardinal Cordes, der schon von 1980-1995 Vizepräsident des Rates war, schildert die Anfänge des Weltjugendtages.
Das erste Mal
„Ich habe ja leider das erste Mal 1975, also ich Bischof geworden bin, das sozialistische Lager verlassen dürfen. Wir sind fast an unserem eigenen Mief erstickt, da uns die Kommunisten nicht haben rausgelassen. Und deshalb war ich auch der einzige deutsche Bischof der 1984 mit Pater Manfred zum ersten Weltjugendtag nach Rom in die Kirche gereist bin. Ich habe in meinem Leben noch nie soviel Beichte gehört wie dort, da ist wirklich ein Einbruch des heiligen Geistes geschehen.“
Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, im Interview mit dem Kölner ‘Domradio’.
Das Gute behalten
„Wenn Papst Benedikt XVI. morgen offiziell per Schiff in Sydney ankomm, dann ist klar, woher die Idee stammt: Vor drei Jahren fuhr der ranghöchste katholische Bischof mit der MS Rheinenergie zum Kölner Dom, diesmal wird die berühmte Hafeneinfahrt der australischen Metropole für eine ähnlich erinnerungswürdige Ankunftsszene genutzt. »Das haben die Australier aus Köln übernommen«, berichtet der heutige Weihbischof Heiner Koch, seinerzeit Generalsekretär des Kölner Weltjugendtages.“
Aus einem Bericht der Regionalzeitung ‘Kölnische Rundschau’.
© Bilder: WYD 2008
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Montag, 21. Juli 2008 01:05
Daniel Stöhr: „Fratello Metallo“
Sonntag, 20. Juli 2008 22:46
Maria Escorial: Echte Freude oder Euphorie?
Wer das Video auf http://www.kathtube.com ansieht, wird erstarren vor Schreck, welches Chaos da Papst Benedikt XVI veranstalten lässt und wie auf dem kostbaren Blut Jesu von den eigenen Priestern herumgetrampelt wird. In dem Schreiben „Redemptionis Sacramentum“ wurde diese Art von Kommunion aufs schärfste veruteilt. Diese Unsitte vom tauchen der Hostie in den Kelch.
Samstag, 19. Juli 2008 11:53
ecclesiasticus: Die üblichen Verdächtigen
Kaum gibt es mal ein kirchliches Ereignis, das scharenweise Jugendliche begeistert, schon kommen „die üblichen Verdächtigen“ und mäkeln rum. Frei nach dem Motto: „Das muß doch Teufelszeug sein, sonst wären sie nicht so begeistert.“ Echte Begeisterung darf anscheinend nur von einer tridentinischen Messe ausgehen… Wie arm!!!
Freitag, 18. Juli 2008 17:39
Samurai: @ aleph
Die Passionsspiele in Oberammergau werden auch in-szeniert, in Szene gesetzt, um z.B. wichtige Aspekte
herauszustreichen, zu betonen, nichts anderes haben mit den „Geistlichen Spielen“ die Jesuiten im 17.Jahrhundert
gemacht.
Samurai
Samurai
Freitag, 18. Juli 2008 15:38
Aleph: Kreuzweg inszenieren!!!
Eine der Stationen des Kreuzwegs, der am Freitag live in Sydneys Straßen inszeniert wird
Den Kreuzweg inszenieren, also spielen. Das ist Talmi, unecht, kitschig und kaum glaubwürdig zu vertreten.
Eine Show, die mit Religion kaum etwas zu tun hat.
Den Kreuzweg inszenieren, also spielen. Das ist Talmi, unecht, kitschig und kaum glaubwürdig zu vertreten.
Eine Show, die mit Religion kaum etwas zu tun hat.
Freitag, 18. Juli 2008 12:03
HarroMeyer: Einseitige Medienberichterstattung?
Das ist auch richtig so: Wenn der Pabst auch daran zweifelt, dass Gott, der Allmächtige, das Wetter macht, sondern die Menschen, hat er nichts Besseres verdient
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