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Samstag, 19. Juli 2008 11:47
Der Papst in Australien: Warum tut er sich das an?
Papstbesuche sind in erster Linie Verschleißveranstaltungen für die päpstliche Gesundheit. Da Benedikt XVI. noch vieles richten müßte, nützen sie daher vor allem den Feinden des Glaubens. Von Dr. Franz Xaver Schmid.
Papst Benedikt XVI. in Sydney.
Papst Benedikt XVI. in Sydney.
(kreuz.net/ Agentur Mosch) In Australien wetzten die Feinde der Kirche ihre Messer schon im Vorfeld des Weltjugendtages.

Wieder geben sie die Themen vor, denen sich der Papst zu stellen hat und mit denen sie den katholischen Glauben als häßlichen Rest einer vergangenen Epoche vorführen wollen.

Natürlich geht es wieder um Mißbrauchspriester, Zölibat und angebliche kirchliche Sexualfeindlichkeit.

Damit besetzen sie die Themen. Sie zwingen den Papst zu empfindlichem Zeitverbrauch in nervenden Defensivpositionen.

Wenn zuvor 98 Prozent der Australier nicht wußten, welch’ üble Mißstände es in der Kirche angeblich gibt, hat man es diesen 98 Prozent jetzt klargemacht.

Kreuzwegstationen in SydneyKreuzwegstationen in SydneyKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 8 Bildern zu starten.

Was ist mit diesen Fun-Events mit Zehntausenden bunt bemalten Jugendlichen gewonnen, die man nachher in keinem Gottesdienst mehr sieht?

Mir ist völlig unerfindlich, wie der Papst in diese Falle tappen kann.

Als flankierende Maßnahmen greifen die Kirchenfeinde die jungen Pilger auch direkt an. Homo-Verbände in Sydney wollen an jeden Pilger ein Kondom verteilen.

Offenbar haben sie das Weltjugendtreffen in Toronto in Erinnerung, wo das riesige Veranstaltungsareal nach der sogenannten Papstmesse mit gebrauchten Kondomen übersät war.

In Sydney legt man noch etwas zu. Die gut organisierten Feinde des Festivals tragen Leibchen mit der Aufschrift „Papst Benedikt hat mir unter den Rock gegriffen“.

Komischerweise sind die so gekleideten lebenden Verleumdungslitfaßsäulen Frauen, die Hosen tragen.

Diese Angriffe sind von einer Unverschämtheit, die in keinem anderen Bereich der Gesellschaft auch nur annährend akzeptabel wären. Gegen keine andere Weltreligion dürfte man so etwas wagen.

Dieser Vorgang bestärkt mich darin, daß es ohne Militanz nicht geht.

Hätte es keinen Don Juan D’Austria während der Seeschlacht von Lepanto, keinen Karl Martell, keinen Prinz Eugen gegeben, würden die Moscheen schon lange in Wien, Köln oder Mainz stehen. Die Scharia wäre bei uns seit Jahrhunderten eine Gewißheit.

Nur heute glaubt man, ohne eine entschlossene Wehrhaftigkeit auszukommen.

Diese laue, treulose Christenheit wird die Quittung bekommen, die sie verdient.

Der Auflösungsprozeß ist schon längst angelaufen – und gewinnt an Fahrt.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 61 Lesermeinungen:
Montag, 21. Juli 2008 01:30
obelix †: @Brandenburgis
Ach ja, und die Türken fliegen demnächst auch aus heutigen deutschen Landen achtkantig raus …

Dann können wir am nächsten Tag diese Republik schliessen.

Und wenn wir „die Türken“ und unser Schulsystem nicht dazu bekommen, schleunigst viel mehr hochqualifizierte Schul- und Universitätsabsolventen zu produzieren, dann können wir diese Republik(en) übermorgen schliessen. Ich frage mich, warum das Geschrei der Personalchefs der Industrie noch nicht bei den konservativen Politiker angekommen ist, die immer noch kein vernünftiges Einwanderungsprogramm, kein vernünftiges Integrationsprogramm und schon gar kein vernünftiges Schulsystem mit Ganztagsschulen und gemeinsamen Unterricht bis zur neunten Klasse haben wollen. Wenn wir mit dem Schulsystem, der Einwanderungs- und Integrationspolitik von heute weiter machen, dann fliegt uns der Laden nicht wegen „Kinderverhütung“, „Babycaust“ oder sonst einer frommen Hysterie um die Ohren, sondern dann machen wir dicht, weil wir zwar genügend Leute im Land haben (zur Zeit über achtzig Millionen, so viel wie noch nie in der Geschichte), aber keiner mehr eine CNC-Maschine oder einen Industrieroboter bedienen kann, geschweige denn konstruieren kann.
Sonntag, 20. Juli 2008 18:15
Brandenburgis: Da irren Sie sich
wie ich schon mehrfach darlegte. Sie sind einfach ein Schwätzer! Ach ja, und die Türken fliegen demnächst auch aus heutigen deutschen Landen achtkantig raus wegen Verletzung des Gastrechtes.
Sonntag, 20. Juli 2008 18:00
methusalix †: @Brandenburgis: Wer liest ist klar im Vorteil
Samstag, 19. Juli 2008 19:02obelix: Hallo Herr Doktor Schmid!

Das war ja eine ganz wunderbare Philippika! Lieder haben sich einige kleiner Fehler eingeschlichen.

Das hier …

… würden die Moscheen schon lange in Wien, …

… ist zwar auch ein Verdienst des Savoyener Prinzen, aber noch mehr der der Polen unter Johan Sobiesky.

Und Lepanto war für die Türken eine Lappalie; wie ihr weiterer Zug gen Westen auch bewiesen hat.
Sonntag, 20. Juli 2008 14:16
Marcelus: @methusalix: Nur schön gewesen „für den Papst“?
Für die Europäer, also auch für Herrn „methusalix“, nicht?

Wäre schön gewesen für den Papst. Man hatte die Osmanen aber nur in den östlichen Teil des Mittelmeeres geschickt und den Westteil
Sonntag, 20. Juli 2008 14:05
Brandenburgis: @Methusalix
Ich kann keinen Widerspruch erkennen. Wie ist denn eigentlich Ihre These?
Sonntag, 20. Juli 2008 13:22
methusalix †: @Brandenburgis
Lepanto hat die türkische Beherrschung des Mittelmeeres für immer gebrochen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Wäre schön gewesen für den Papst. Man hatte die Osmanen aber nur in den östlichen Teil des Mittelmeeres geschickt und den Westteil (und den nur auf dem Wasser, das von osmanischen Piraten verseucht war; Tunis fiel 1574 in osmanische Hände) für sich erobert.

Der Großwesir Sokollu Mehmed Pascha zeigte sich von der Niederlage unbeeindruckt, als er dem venezianischen Botschafter in Konstantinopel den Unterschied zwischen Eurer und unserer Niederlage diktierte:

Indem wir Euch das Königreich Zypern entrissen haben, haben wir Euch einen Arm abgetrennt. Indem Ihr unsere Flotte besiegt habt, habt Ihr uns nur den Bart abrasiert. Der Arm wächst nicht wieder nach, aber der Bart wächst nun umso dichter.
Quelle: Wiki

Und ein paar Donnerstage später stand das Riesenheer von Kara Mustafa Pascha vor Wien und nur die Polen mit ihrem König Johan III. Sobiesky konnten sie vertreiben.
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