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Samstag, 19. Juli 2008 18:39
Kostenlose Umarmungen
Papst Benedikt XVI. benützt bei der Abschlußmesse des Weltjugendtages in Sydney wie angekündigt eine Kommunionbank. Das Vater Unser wird auf seinen Wunsch hin auf Latein gebetet. Pressesplitter.
Vigil am Samstag abend Ortszeit in Sydney.
Vigil am Samstag abend Ortszeit in Sydney.
Mundkommunion und Latein

„Priester und Pilger, die von Papst Benedikt während der Abschlußmesse das Sakrament der Eucharistie empfangen, sollen sich kniend die Hostie auf die Zunge legen lassen. Dies sei ein Zeichen der Ehrerbietung, sagte der Sprecher des Weltjugendtages, Pater Mark Podesta am Samstag. »Es soll all diejenigen, die zuschauen, daran erinnern, daß dies etwas ganz Besonderes ist.« Während der Messe werde auf päpstlichen Wunsch Geheiß das Vaterunser auf Lateinisch gebetet.“

Aus einem Bericht der deutschen Nachrichtenagentur ‘DPA’.

Zu Tränen gerührt

„Australiens Presse steht am Samstag im Zeichen des Kreuzes. Alle Zeitungen haben mit großformatigen Farbphotos der Kreuzigungsszene aus der spektakulären Live-Inszenierung der Passion Christi aufgemacht. ‘Das ultimative Opfer rührt die Gläubigen zu Tränen’, titelt die Wochenendausgabe von ‘The Australian’. Das Boulevardblatt ‘Daily Telegraph’ trägt die Schlagzeile ‘Schmerz und Erlösung’ und widmet dem Weltjugendtag eine Sonderbeilage. Der ‘Sydney Morning Herald’ spielt mit Worten: ‘One good Friday, Sydney aglow’ (Sydney glüht). In der Kleinschreibung von ‘good’ lautet die Übersetzung ‘ein guter Freitag’ – mit großem „G“ würde es ‘Karfreitag’ bedeuten.“

Aus einer bei ‘Radio Vatikan’ veröffentlichten Presseschau.

Vigil am WeltjugendtagVigil am WeltjugendtagKlicken Sie auf das Bild, um die Photomeile mit 8 Bildern zu starten.

Den Mut bewahrt

„Der Papst ist ein Mann von 81 Jahren. Fast kommt es einem unbarmherzig vor, wie Staatsführer und Regierungschefs an ihm zerren. Wobei Benedikt XVI. als Mensch, der in der Welt schon einiges gesehen hat, auf lange Reisen inzwischen auch verzichten könnte. Für junge Menschen, so sagte jetzt Benedikt XVI. bei seiner ersten Begegnung mit Jugendlichen in Sydney, sei »jeder Flug eine spannende Unternehmung. Mir aber«, so gab er unumwunden zu, »stand dieser Flug bevor wie etwas, das einem den Mut nehmen kann!«“

Der Vatikanist der katholischen Zeitung ‘Tagespost’, Guido Horst, in einem Beitrag mit dem Titel „Bis an die Grenze der Kraft“.

Auf Druck der Medien

„Ich möchte innehalten, um die Beschämung auszudrücken, die wir alle wegen des sexuellen Mißbrauchs von Minderjährigen durch einige Kleriker und Ordensleute in diesem Land empfunden haben. Es tut mir wahrhaftig sehr Leid für den Schmerz und das Leiden, das die Opfer erlitten haben. Ich versichere ihnen, daß ich als ihr Hirte mit ihnen leide. Die Vergehen, die einen so schweren Vertrauensbruch darstellen, verdienen unmißverständliche Verurteilung. Sie haben großes Leid verursacht und das Zeugnis der Kirche beschädigt.“

Es beginnt in der Familie

„Ich bin in einer katholischen Familie aufgewachsen, wo mir schon früh beigebracht wurde, den Herrn zu lieben und ihm zu dienen. Doch erst vor wenigen Jahren wurde mir bewußt, wie sehr Gott uns liebt und in uns wirkt. Ich hatte gerade angefangen, meine Glauben ernstzunehmen, und versuchte Ihn in allen Situation zu lieben, wie Er es verdient, nicht nur dann, wenn es mir paßte. Meine Schulkolleginnen bemerkten diese Veränderung in mir und es kam in der Folge zu vielen Diskussion über die Morallehre der katholischen Kirche, die mich und meinen neu entdeckten Glauben stark herausforderten. Obwohl ich zu Beginn ein wenig Angst davor hatte, meine Freundschaften durch diese Diskussionen zu gefährden, wußte ich, daß das Verteidigen der Kirchenlehre ein Akt der Liebe wäre, den ich Gott schenken wollte.“

Das deutschsprachige Zeugnis von Carina Broucek aus Österreich während der Vigil auf dem Weltjugendtag.

Warm halten mit allen Tricks

„Die Pilger in Randwick lassen nichts aus, um sich warm zu halten. Manche tanzen, andere spielen Ball. Die Verkaufsstände mit heißer Schokolode und heißer Suppe erfreuen sich regen Zuspruchs. Clayton aus Houston hält ein Stück braune Pappe hoch mit der Aufschrift »free hugs« (kostenlose Umarmungen). Den tieferen Sinn seiner Aktion beschreibt er so: »Wenn ich Leute umarme, dann freuen sie sich und lächeln. Das finde ich schön.« Dann meint er mit schelmischem Grinsen: »Ich glaube, heute Nacht habe ich viel zu tun.«“

Aus einem Bericht der deutschen ‘Katholischen Nachrichtenagentur’ über die Winternacht auf der Pferderennbahn. Die Organisatoren haben die Fläche eigens mit Plastik ausgelegt, um den Pilgern die Nacht zu erleichtern.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 57 Lesermeinungen:
Dienstag, 22. Juli 2008 11:42
aufrechterkatholik: Lieber Bruder Theophil,
gewiss, lieber Bruder, gewiss, aber es wäre doch nötig, auch von den Freuden und dem geistlichen Gewinn der nach wirklich zukunftsweisenden Worten lechzenden Jugend zu künden. In aller Demut und Bescheidenheit dürfen wir aber auch auf Mt 5,16 verweisen, dieses Wort des Herrn hier zu zitieren dürfte sich gewisslich erübrigen, wir müssen es ja nicht der dumpfen Nachtlaterne nachmachen, die freilich – verwunderlich – hier seit mehreren Tagen nicht mehr herumzitiert hat. Aufrechte Grüße!
Dienstag, 22. Juli 2008 00:04
Bruder Theophil: @ aufrechter…
Dabei hat der Hl. Vater doch Kraft getankt in einer Niederlassung von Opus Dei, deren Mitglieder in nahezu einmaliger Weise die Einheit von Körper und Seele leben und genau wissen, dass gezielte, geplante Maßnahmen am Körper wohlbringend für das Heil der Seele sein können. Davon hätte er künden sollen. Er hätte den Jugendlichen die vorzüglichen Möglichkeiten der Buße und Selbstkasteiung näher bringen können, als sie bei ungezügeltem Jauchzen zu belassen.

Macht es nicht so, wie die Pharisäer…

Wozu sollte er sich darüber äussern ? Muss sich nicht jeder seine eigene Meinung dazu bilden ?
Montag, 21. Juli 2008 13:17
Hier werden Perlen vor die Säue geworfen. Die Botschaft Christi ist eine Botschaft von Selbstaufopferung, Kreuz auf sich nehmen, leiden für die Wahrheit. Nichts davon findet sich hier.

Aus tiefster Seele stimme ich dem zu. Dabei hat der Hl. Vater doch Kraft getankt in einer Niederlassung von Opus Dei, deren Mitglieder in nahezu einmaliger Weise die Einheit von Körper und Seele leben und genau wissen, dass gezielte, geplante Maßnahmen am Körper wohlbringend für das Heil der Seele sein können. Davon hätte er künden sollen. Er hätte den Jugendlichen die vorzüglichen Möglichkeiten der Buße und Selbstkasteiung näher bringen können, als sie bei ungezügeltem Jauchzen zu belassen. Er hätte ihnen die so reíchhaltigen Mittel und Mittelchen aus dem üppigen, prallen Schatz der Vergangenheit der Kirche zeigen können, wo es doch darum geht, über den sündigen Leib und dessen Züchtigung für die Reinheit der Seele zu sorgen. Vor allem hätte er mahnende Worte finden können gegen das Laster aller Laster, die Selbstbefleckung (allein) und den Homohedonismus (zu zweit und mit mehreren). Nichts davon war zu hören. Chance verpaßt, jawoll!
Montag, 21. Juli 2008 00:00
Galatea: @Florian Geyer:
Sie sind doch ein Zyniker vor dem Herrn.
Sonntag, 20. Juli 2008 23:45
Es geht nicht, und wirklich niemals, um kreischende Papstfans.
Genau um die geht es, und ich finde es toll dass es so viele kreischende Papstfans gibt.

Die Generation der Jugendlichen steht bis zum Hals im Dreck umgeben von Verfall, Materialismus, Hoffnungslosigkeit , Lügengespinsten etc. Instinktiv spüren sie dass da einer ist der das Licht Gottes reflektiert, eine Person der Wahrheit, der Aufrichtigkeit und der Liebe – von Gott geschenkt.

Für viele auch eine väterliche Figur in einer vaterlosen Gesellschfat welche ihnen keineswegs nach dem Mund redet sondern wirklich der Wahrheit verpflichtet ist ganz anders als alle weltlichen Idole, Politiker, Pop Stars die in seinem Licht trotz Vitalität blass aussehen.

Genau darum geht es nicht um Kondome, Mundkommunion oder sonstwas
Sonntag, 20. Juli 2008 23:33
Galatea: @jürgen: darum geht es doch nicht.
Feiern ist doch nicht verboten.
Eine Endlosfeier aber mit der apostolischen katholischen Kirche derart in Einklang zu bringen, dass das Feiern, die Gaudi und das Gemeinschaftserlebnis jeglichen Inhalt – der fehlt – übertünchen soll, das ist doch ziemlich primitiv.

Im kath. Glauben geht es um die Heiligung des eigenen Inneren, des Bewusstmachens, wie Gott in einem selber wirkt. Das ist kein dämlicher Glaubensschmus, sondern eigentlich Inhalt des kath. Katechismus. Es geht nicht, und wirklich niemals, um kreischende Papstfans. Es geht auch nie und nimmer darum, junge Menschen erst einmal durch Zuckerl zu vereinnahmen, damit diese dann treue Glieder des kath. Glaubens werden. Das ist nur Wunschdenken.
Denn – entweder man hat die absolute Wahrheit – oder nicht. Und die gilt für alle.
Nicht wahr. Es geht um den Inhalt, und um sonst nichts weiter.
Zur Handkommunion sage ich lieber nichts. Würde sie freiwillig nicht praktizieren. „Stehend will ich meinen Gott umarmen“, musste ich hier einmal lesen. Das sollte uns zu denken geben, denke ich.

p.s. es geht auch nicht um volle Kirchen.
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