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Nicht selber + Kardinal schikaniert + Immerhin: Abtreibungsverbot von Mädchen + Sterbehilfe für Hollywood + Christliche Vollkommenheit
Nicht selberVatikan. Anläßlich des gestrigen Angelusgebetes zeigte sich der Heilige Vater um 12.00 Uhr kurz am Fester der römischen Gemelli-Klinik. Erstmals seit 26 Jahren konnte er den Engel-des-Herrn nicht selber vorbeten. An seiner statt verlas der vatikanische „Innenminister“, Erzbischof Leonardo Sandri (61), die päpstliche Ansprache: „Indem wir auf Christus schauen und ihm mit geduldigem Vertrauen folgen, können wir verstehen, wie jede Form menschlichen Leids in sich eine göttliche Verheißung von Heil und Freude birgt.“ Papst Johannes Paul II. brachte in der Ansprache seinen Dank für die Zuneigung und das Mitgefühl aus aller Welt zum Ausdruck. „Möge diese Botschaft der Ermutigung und der Hoffnung alle erreichen, insbesondere diejenigen, die in schwierigen Momenten leben und die körperlich und geistig leiden.“
Kardinal schikaniert
USA. Nach einem Bericht der im US-Bundesstaat Florida publizierten Tageszeitung „El Nuevo Herald“ wurde der Erzbischof von Havanna, Jaime Kardinal Ortega Alamino, am vergangenen Freitag ungefähr drei Stunden am Internationalen Flughafen in Miami festgehalten. Miami ist die Hauptstadt von Florida im Südosten der USA. Zwei Augenzeugen gaben an, daß der Kardinal von den US-amerikanischen Grenzbeamten schikaniert worden sei. Man habe den Kirchenfürsten über den Grund seiner Reise in die USA und über seine Einstellung zum Regime des kubanischen Diktators Fidel Castro befragt. Als er sich gegen eine Durchsuchung seines Gepäcks gewehrt habe, soll ihm die Abschiebung nach Kuba angedroht worden sein. Ein Sprecher der Grenzbehörden erklärte dagegen, Kardinal Ortegas Aufenthalt habe sich nur deswegen verzögert, weil er nicht in diplomatischen Diensten sondern privat unterwegs war. Aus diesem Grund sei er nicht bevorzugt, sondern wie ein normaler Einreisender behandelt worden.
Immerhin: Abtreibungsverbot von Mädchen
China. Obwohl der chinesische Staat es verbietet, das Geschlecht eines Kindes im Mutterleib zu bestimmen, existieren solche illegalen Untersuchungen. Ziel dieser Abklärungen ist, Mädchen ausfindig zu machen, um sie abzutreiben. Grund dafür ist die chinesische Ein-Kind-Politik. Viele Chinesen wünschen, daß der einzige ihnen erlaubte Nachkomme ein Knabe sei. Das hat in China zu einem verheerenden Ungleichgewicht der Geschlechter geführt. Zu diesem Thema äußerte sich die von der chinesischen Regierung publizierte Tageszeitung „China Youth Daily“ in ihrer Sonntagsausgabe. Nach Angaben der Tageszeitung will der chinesische Gesetzgeber die Abtreibung von Mädchen strafrechtlich verfolgen. Die Zeitung spricht nur von der Bestrafung der Abtreiber, nicht der Mütter. Die Spätabtreibung wird bereits seit dem 1. Januar in einer chinesischen Vorreiterstadt mit Geldbußen bestraft.
Sterbehilfe für Hollywood
Vatikan. Der mit sieben Oskars nominierte Spielfilm „Millionen Dollar Baby“ von Clint Eastwood sorgt über Amerika hinaus für Aufregung. Grund ist die im Film gemachte Sterbehilfe-Propaganda. Die Hauptdarstellerin, eine leidenschaftliche Boxerin, ist nach einem Unfall querschnittgelähmt und kämpft im Film dafür, ihr Leben zu beenden. Am vergangenen Freitag hat Bischof Elio Sgreccia, der Vizepräsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, auf „Radio Vatikan“ dazu Stellung genommen. Die Gnadentötung, wie sie im besagten Film als Antwort auf das menschliche Leid vorgeschlagen wird, ist nicht „die beste Lösung“, erklärte der Prälat. Der geeignetste Ausweg bestehe nicht darin, dem natürlichen Tod zuvorzukommen und ein gepeinigtes Leben zu töten, sondern Hoffnung zu wecken und den Wert des Leidens aufzuzeigen.
Christliche Vollkommenheit
„Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“ Die ganze christliche Vollkommenheit besteht tatsächlich darin,
1. daß man ein Heiliger werden wolle: Wenn jemand mir nachfolgen will;
2. daß man sich selbst verleugne: der verleugne sich selbst
3. daß man leide: nehme sein Kreuz auf sich
4. daß man handle: und folge mir nach.
Aus dem Rundschreiben an die Freunde des Kreuzes des hl. Priesters und Ordensgründers Ludwig Maria Grignion de Montfort († 1716)
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