Eine Kirche, die nicht im Gleichschritt mit den gesellschaftlich Mächtigen und ihrer Ideologie marschiert, wird von diesen früher oder später abgestraft werden. Ein Vorgeschmack.
(kreuz.net) „Was geht die innere Verfassung einer Religionsgemeinschaft die Öffentlichkeit an?“ – fragte
ein anonymer Kommentator am 16. Mai in der Regionalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’:
„Ist es
nicht ein internes Problem, daß Pfarren ohne Seelsorger sind und bleiben müssen, daß Laien Befugnisse
in der Pastorale wieder abzugeben haben, daß Frauen nach wie vor als Personal zweiter Klasse behandelt
werden?“ – erklärt und unterstellt der Kommentator.
Von außen betrachtet ließen sich die jüngsten
kirchlichen Entwicklungen mit einer Schärfung des Profils beschreiben.
Kirchenintern und im Verhältnis
zu anderen Glaubensgemeinschaften würden die Grenzen „klarer“ gezogen.
Das ergibt nach Angaben des Kommentators
folgendes Bild: „In der katholischen Kirche gilt ein monarchisches Prinzip anstelle einer demokratischen
Diskussionskultur“.
Der Begriff „demokratische Diskussionskultur“ bezeichnet die von den Medien-Konzernen
veröffentlichte Meinung.
Die Kirche dekretiere – nach Angaben des Kommentators –
einen „sexistischen“ Ausschluß von Frauen aus fast allen Leitungsämtern, und sie beanspruche für sich
eine Vorherrschaft gegenüber allen anderen Religionsgemeinschaften.
Dann fragt der Kommentator: „Ist
das nur eine interne Angelegenheit?“
Für „moderne Gesellschaften“ gehörten Demokratie, Gleichstellung
der Frauen und Gleichwertigkeit religiöser Gemeinschaften angeblich grundlegend zum Selbstverständnis.
Nach einer entspannten Phase des Miteinanders von katholischer Kirche und Gesellschaft seien offenbar
„neue Zeiten“ zu erwarten.
Die „scheinbare Schwäche“ der katholischen Kirche, was den Mangel an Priestern
und Gläubigen betreffe, „sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Verfechter des neuen Selbstbewußtseins
ihren Weg konsequent gehen werden.“
Das Fazit des Kommentars: „Die internen Angelegenheiten der katholischen
Kirche gehen die politische Öffentlichkeit vermutlich doch etwas an.“
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21 Lesermeinungen
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Wofür brauchen „wir“ die Kirche? Unpolitisch, langweilig, ausschließend und taub für die Notwendigen
der Gegenwart hätte sich dieses blutige Relikt aus grauer Vorzeit lange überlebt; wenn der Bund in die
große Politik nicht wäre. Gib’ ihnen ein paar abstruse Heilserwartungen zu fressen, dann lassen sich
sich belügen, betrügen, verraten und selbst als Schlachtopfer mißbrauchen. Dummköpfe kann es nie genug
geben.
Wüsche Ihnen dreien noch einen gnadenvollen Wochenwechsel an SebMich: Eine inhaltlich-sachliche Erwiderung
meiner Darlegungen ist Ihnen nicht möglich, wodurch Sie mir Recht geben. Danke. Da Sie weder den Eindruck
erwecken zu wissen noch wissen zu wollen, was ein Katholik unter „Glaube“ und Schöpfungsordnung versteht,
erübrigt sich jeder weitere Austausch. Da Sie darüber hinaus auch noch ein dümmliches Totschlagwort
wie „religiöser Wahn“ benutzen, haben Sie ohnehin bewiesen nicht ernstgenommen werden zu wollen und dadurch
ja den Dialog schon Ihreseits getötet. an Aleph: Ja er wollte mit seinen Aposteln allein sein. An genau
diesem Abend der Sakramentseinsetzung genau deswegen. „Generell ausgeschlossen“? Nicht generell, sondern
von der Teilhabe am sakramentalen Weihepriestertum. an altRheini: Ihre Idee vom Ausschluß aller Junggesellen
könnte bestenfalls dann greifen, wenn im Abendmahlssaal AUSSCHLIESSLICH Ehemaänner anwesend gewesen
wären. Für den dann doch zölibatär lebenden Petrus gilt das Wort des Herrn in Lk.14,26 Denn man beachte
Lk.18,28ff Sowie Mt 19,11f Ergänzend die Erklärung 1 Kor 7,25ff (Aber nehmen Sie bitte eine katholische
also rechtgläubige Übersetzung.) Im übrigen ist mit der Bischofsweihe die Übertragung der Teilhabe
am SAKRAMENTALEN Priestertum Christi vollendet. Die Übertragung des Papstamtes ist kein sakramentaler
Vorgang.
Petrus, der erste Papst, war verheiratet. Wenn Jesus durch die reine Männergesellschaft beim Abendmahl
die Frauen vom Priestertum ausschließen wollte, dann wollte er doch wohl auch Junggesellen vom Papstamt
ausschließen, oder nicht?
Zwobel Ihre Beiträge sind meines Erachtens Typisch für einen Menschen der in seinem Relligiösen wahn
nicht fähig ist zu erkennen was wahr und was GLAUBE ist. Welche Ntürliche würde hat den die Frau? Welches
Naturgesetz bestimmt diese Würde?
Zwobbel Sie sollten aber auch für die andere Version offen sein. Vielleicht wollte Jesus seine Mutter
deshalb nicht zum Begängnis des Gründonnerstag dabei haben, weil er mit seinen nächsten Freunden allein
sein wollte. Vielleicht hätte eine Frau, schlechthin auch noch seine Mutter, das Meeting durch ihre Anwesenheit
gesprengt? Maria Magdalena war schließlich auch nicht im Abendmahlssaal. Warum sollte das so nicht möglich
sein, wenn der gleiche Jesus bei der Hochzeit zu Kana zu seiner Mutter gesagt haben soll: „Frau, was habe
ich mit dir zu tun…?“ Die Nichanwesenheit seiner Mutter ist doch kein Beleg, dass er Frauen generell
ausgeschlossen hat, wie das die offizielle Kirche immer gern hervorhebt, weil das offenbar so zu sein
hat. Wenn er sich von Maria Magdalena die Füße waschen und mit Narde salben lässt, ist eine starke
erotische Szene. Mich wundert, dass sie noch nicht aus dem Zweiten Testament, wegen der großen Gefahr
der Verführung und Nachahmung, eliminiert wurde.
Die Kirche verteidigt von der Offenbarung die schöpfungsgemäße Würde von Männern und Frauen Die Unmöglichkeit
der Teilhabe der Frau am sakramentalen Weihepriestertum ist dagegen theologisch von der göttlichen Offenbarung
her begründet. Denn der einzige (sonst privilegierte) Mensch, der wegen Sündenlosigkeit würdig gewesen
wäre am Letzten Abendmahl (Einsetzung der Sakramente des Altares und des Priestertums) teilzunehmen wurde
ausgerechnet dabei von Jesus nicht dazu geholt. Gemeint ist seine geliebte heilige Mutter. Jesus hat sich
sonst nicht um gesellschaftliche Konventionen im Umgang mit Frauen geschert, sondern sie aus seiner göttlichen
Vollkommenheit heraus stets entsprechend der Schöpfungsordnung („alles ist durch IHN und auf IHN hin
geschaffen“) behandelt. Trotzdem hat er nur Männer zu Aposteln gewählt. Da ist es auch bezeichnend,
das Maria an jenem Gründonnerstagabend nicht dabei war. Und das obwohl sich die Apostel dann nach der
Himmelfahrt selbstverständlich um SIE als Mutter der Kirche versammelten. an Phil-Wolk: Ohne jetzt hier
die Aufklärung oder die Verfallsform „Absolutismus“ verteidigen zu wollen, siehe hier de.wikipedia.org/wiki/Maria_Theresia_(Österreich)
Der Machtanspruch der Korrupten … … wird hier deutlich. Mit der von ihnen gekauften Medienmacht wollen
sie unsere Kirche plattwalzen und sie dem Zeitgeist gleichschalten, wie es ihnen mit den C-Parteien schon
gelungen ist. Katholiken seid wachsam!
Das Geschwurbel von den „Rechten“ „Was ist mit unzähligen Frauen die eben kein einfluss hatten. Den Bäuerinnen?„Und
was ist mit den unzähligen Männern die eben keinen Einfluß hatten, …? Den Bauern? Was ist an an dem
was Sie schreiben typisch Mittelalter? Oder eine Benachteiligung gerade der Frau? „Das Mittelater war
keines Wegs diese Rosige Zeit.“ Was meinen Sie mit „rosige Zeit“? Die Moderne ist noch weit weniger „rosig“.
„Und Frauenrechte gab es nicht wirklich.“ Den Schwachsinn ständig Rechte zu erfinden und zu fordern,
ohne zu fragen ob es diese überhaupt gibt, woher sie kommen und wer warum verpflichtet sein sollte sie
zu erfüllen, ist zwar typisch für die Moderne, aber deswegen noch lange nicht sinnvoll. Welche Fakten
und Argumente begründen die Notwendigkeit bestimmter „Frauenrechte“? Das ist nur ein Versuch Spaltung
zwischen die Geschlechter zu bringen. Wenn der Mensch in seiner Gottesebenbildlichkeit anerkannt wird,
braucht man den ganzen Bimborium von Menschenrechten, Frauenrechten, Kinderrechten, Tierrechten usw. nicht.
Die angebliche Unterdrückung der Frau durch die kath. Kirche ist ein Märchen. (Was die Protestanten
als Erstgeborene der Moderne angerichet haben, laß ich mal außen vor.) Besonders lächerlich ist dieses
Märchen bzgl. Mittelalter. Und bis heute wirkt im ehemaligen Abendland noch das Katholische nach. Und
nur deswegen haben wir noch etliches sinnvolle, auch wenn es andre heute für sich reklamieren. Die Unmöglichkeit
der Teilhabe der Frau am sakramentalen Weihepriestertum ist dageg…
zwobel. Ihre Ausführungs ist ja ganz nett aber dennoch betrachten sie nur eine Seite. Was ist mit unzähligen
Frauen die eben kein einfluss hatten, die geschlagen und gedemütigt wurden. Den Bäuerinnen und den Stadt
Fraun? Das Mittelater war keines Wegs diese Rosige Zeit die sie dort sehen. Und Frauen rechte gab es nicht
wirklich egal wie sie es verdrehen.
„Rolle der Frau“ – Katholiken laßt euch nicht die Butter vom Brot nehmen! Wer sich etwas mit dem Mittelalter
beschäftigt hat, weiß wie verlogen es ist so zu tun als ob die Moderne und ihr Götze Demokratie die
Frau befreit hätten, denn sie tun nichts anderes als die Frau gleichermaßen wie den Mann materialistisch
zu versklaven. Als das Abendland noch christlich war, hatten auch Frauen großen Einfluß auf die Geschicke
der Staaten und auch der Kirche. Beispiele für einflußreiche Kaiserininnen: Adelheit, Theophanu, Kunigunde,
Agnes, Gisela, Maria Theresia. In welchem anderen Kulturkreis, außer dem katholischen, erhielten Frauen
eine Weihe/Salbung bei der Krönung?!?! Damals waren Frauen „consors regni“! Beispiele für Äbtissinnen
die ins Reichsgeschehen eingriffen: Brigida v. Regensburg, Sophie v. Gandersheim, Gerberga v. Gandersheim,
Adelheit v. Quedlinburg, Mathilde v. Quedlinburg Andere Beisp. einflußreicher katholischer Frauen: Hildegard
von Bingen, Theresa von Avila, Birgitta von Schweden, Katharina von Siena, Gertrud von Helfta, Mechthild
von Hackeborn Und diese „Rolle“ der Frau ist zutiefst durch das Evangelium, also Wort und Tat Jesu Christi
geprägt. (Was sich diesbezüglich auch weitgehend mit germanischen Gepflogenheiten deckte.) Man denke
allein an den Dialog Jesu mit der Frau am Brunnen. Und die Stellung Mariens in der Heilsgeschichte. Wir
Katholiken sollten uns „kein X für U vormachen lassen“. Insbesondere nicht von Feinden Christi (die sogar
den frauenfeindlichen Islam fördern) und Revoluzzern gegen die Schöpfungsordnung Gottes.
Drohung? Wo steckt die Drohung, der Kirche das Messer an die Gurgel zu legen? Ich hoffe, dass sich die
Gesellschaft für die inneren Befindlichkeiten der Kirche interessiert – anders wäre sie eine Null!
@Aleph Es geht darum, dass der anonyme Kommentar von einer Zeitung abgedruckt wird, die ihn sich dadurch
zu eigen macht. Dies ist die Nachricht. Zwar war es nur eine Regionalzeitung, doch immerhin nicht die
allerkleinste …
Ein anonymer Kommentator Wenn jemand zu einer Sache Stellung bezieht, sollte er nicht anonym bleiben wollen.
Was ist dann sein Kommentar schon wert? Offensichlich hat er Probleme und will durch unterlassene Namens-
nennung zum Ausdruck bringen: …zu schreiben habe ich mich eh’ schon getraut, aber meinen Namen habe
ich dann doch nicht darunter setzen mögen… Herrlich! Warum eigentlich nicht? Das könnte in anderen
Zusammenhängen unter Umständen der Nachweis für Bescheidenheit gelten, im Falle eines Kommentars ist
es aber die Verarschung der Leser. Kreuz.net ist sich nicht zu schade, den anonymen Kommentar auch noch
kommentiert ins Forum zu stellen… Da lachen doch die Hühner…
Korrekt! Eine Kirche, die nicht im Gleichschritt mit den gesellschaftlich Mächtigen und ihrer Ideologie
marschiert, wird von diesen früher oder später abgestraft werden. Korrekt! Deswegen folgte auf die Kirche
in der Neuzeit auch die Bewegung der Aufklärung,