Sogar der gegenwärtige Münchner Erzbischof war dagegen
Heute vor vierzig Jahren veröffentlichte Papst Paul VI. die Enzyklika ‘Humanae Vitae’, die zu einem innerkirchlichen Aufstand kurzsichtiger Liberaler geführt hat. Angesichts der Entwicklungen der letzten vierzig Jahre müßten sie jetzt vor Scham in den Boden versinken. Pressesplitter.
„Bis 1930 waren sich Katholiken, Orthodoxe wie Protestanten darin einig, jeden Versuch,
den ehelichen Akt unfruchtbar zu machen, zu verurteilen. Im selben Jahr brach die anglikanische Kirche
in diesem Punkt mit der christlichen Lehre. Als sich die Pille in den frühen Sechzigern durchsetzte,
war die katholische Kirche die einzige christliche Institution, die an dem festhielt, was innerhalb von
nur dreißig Jahren zur absurden Position geworden war. Papst Paul VI. schockierte die Weltöffentlichkeit,
indem er 1968 die traditionelle Lehre gegen die Empfängnisverhütung in seiner Enzyklika Humanae vitae
erneut bekräftigte. Sie schlug ein wie eine Bombe.“
Christopher West in der Zeitschrift der Gemeinschaft
der Seligpreisungen ‘Feuer und Licht’ vom Juli 2008.
Wahrheit vor Mehrheit
„In dieser Lage wollte Paul
VI. die Auffassung der Kirche über die menschliche Fortpflanzung darlegen. Eine Kommission aus Bischöfen
und Moraltheologen hatte Vorschläge unterbreitet, wie man die neuen pharmazeutischen Möglichkeiten unter
ethischen Gesichtspunkten bewerten könne. Die Mehrheit der Ratgeber sprach sich gegen ein Verbot aktiver
Empfängnisverhütung aus. Paul VI. entschied anders und folgte einer kleineren Gruppe von Bischöfen,
zu der auch der Pole Karol Wojtyla – der spätere Papst Johannes Paul II. – gehörte.“
Aus einem Bericht
der deutschen ‘Katholischen Nachrichtenagentur’.
Paul VI. zum Papst gekrönt
Verhütung über die Hintertür
„Der Vatikan machte
eine «natürliche» Ausnahme – Paul VI. erlaubte es «Eheleuten» (Sex ohne Trauschein war sowieso schier
unvorstellbar), «sich in fruchtbaren Zeiten – des weiblichen Zyklus – des ehelichen Verkehrs zu enthalten.»
Als klare Bedingung dafür wird genannt, «daß aus berechtigten Gründen keine weiteren Kinder mehr wünschenswert
sind.» Auf gut Deutsch: Sex an ungefährlichen Tagen ist ein Zeichen von Treue und Liebe – auch ohne
die Fortpflanzung.“
Aus einem Bericht der Nachrichtenagentur ‘Deutsche Presseagentur’.
Aids kommt nicht
von ‘Humanae vitae’
„Sieht man einmal von schlampigen Bluttransfusionen und dreckigen Drogenspritzen
ab, haben Menschen, die in einer monogamen und auf gegenseitiger Treue basierenden Beziehung leben, bislang
jedenfalls nur ein ausgesprochen geringes Risiko, irgendwann in ihrem Leben einmal die Immunschwächekrankheit
Aids zu bekommen.“
Aus einem Kommentar in der Regionalzeitung ‘Lausitzer Rundschau’.
Kollegial gegen
den Papst
„Die deutschen Bischöfe wollten mit ihrer ‘Königsteiner Erklärung’ im August 1968 den Konflikt
entschärfen. Ohne dem Schreiben aus Rom direkt zu widersprechen, erklärten sie Empfängnisverhütung
zu einer Gewissensentscheidung der Eheleute, nicht des Lehramts.“
Aus einem Bericht der deutschen Zeitung
‘Westdeutsche Allgemeine Zeitung’.
Nicht gerade begeistert
„Selbst Erzbischof Reinhard Marx hatte, wie
er jüngst bekannte, so seine Schwierigkeiten mit der päpstlichen Sexualmoral und lehnte die Enzyklika
‘Humanae Vitae’ rundweg ab. 1968 war das, und Marx, damals Schülersprecher eines Gymnasiums in Westfalen,
reagierte wie die große Mehrheit der deutschen Katholiken auf das heute vor genau vierzig Jahren veröffentlichte
Lehrschreiben Papst Pauls VI. Rückblickend freilich befindet Marx, Münchens neuer konservativer Oberhirte,
«die Zielrichtung der Enzyklika, die Zeugung nicht vom Geschlechtsakt zu trennen», habe «an Stärke
gewonnen». Begeisterung klingt anders.“
Aus einem Bericht der Tageszeitung ‘Kölner Stadtanzeiger’.
Vorzeigefeminist
„Man muß befürchten: Männer, die sich an empfängnisverhütende Mittel gewöhnt
haben, könnten die Ehrfurcht vor der Frau verlieren, und, ohne auf ihr körperliches Wohl und seelisches
Gleichgewicht Rücksicht zu nehmen, sie zum bloßen Werkzeug ihrer Triebbefriedigung erniedrigen und nicht
mehr als Partnerin ansehen, der man Achtung und Liebe schuldet.“
Papst Paul VI. in der Nummer 17 der
Enzyklika ‘Humanae Vitae’.
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31 Lesermeinungen
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Methusalix: Lebensmodell Natürlich geht es um ein Lebensmodell und kein Glaubensmodell, den der Glaube
ist ellen gemeinsam. Die Regel des hl. Benedikt unterscheidet zwischen Stgarken und Schwachen, die selbstverständlich
unterschiedlich zu fordern sind, damit jede Gruppe die ihr mögliche Höchstleistung erbringt. Das ist
ähnlich, wie im Sport! Da man Sie offenbar gestrichen hat, können Sie kaum noch antworten.
ÄNDERUNG LICHTREICHER ROSENKRANZ UM 18 UHR! gemeinsamer lcihtreicher Rosenkranz aller kreuznetler. Legt
das Forum eine Rosenkranzlänge lahm. Als Protest gegen die Sünde. Was auch immer Sünde sein mag – WIR
sind dagegen! Weitersagen!
Diese Erkenntnis steht auch am Anfang des Bekehrungsweges des ex-protestantischen Ex-Pastors Dr. Scott
Hahn (USA) zur wirklichen Kirche Jesu Christi unter dem von Christus eingesetzten Petrusnachfolger, beschrieben
in seinem ausgezeichneten Buch Unser Weg nach Rom, Christiana-Verlag 2004 D.E.Z. (deutsche Übersetzung
aus dem Englischen). Bis 1930 waren sich Katholiken, Orthodoxe wie Protestanten darin einig, jeden Versuch,
den ehelichen Akt unfruchtbar zu machen, zu verurteilen. Im selben Jahr brach die anglikanische Kirche
in diesem Punkt mit der christlichen Lehre.
@libertas Uns wollte man zwangsfusionieren. Dies wäre das Ende für unsere Gemeinde. Wir haben mit 2
weiteren Pfarren eine Wegegemeinschaft aus der man uns ohne einen Grund herausnimmt. Es soll angeblich
nicht aus Kostengründen sein und von unseren Pfarrern ( 2 für 7 Gemeinden) soll auch keiner versetzt
werden. Fusioniert werden soll bis 2010. Die anderen 4 Gemeinden haben sich in einer GdG zusammengefunden,
die nicht funktioniert. Nach dieser Fusionen werden ganz bestimmt alle Gemeinden fusioniert werden. Aachen
hüllt sich in Schweigen! Sie können mich gerne privat per E- mail hier kontaktieren. Umgekehrt ist es
leider nicht möglich.
#18 methusalix † 01:54:33 | Sonntag, 27. Juli 2008
@J. Guttenberger … und zumindest von innerem Wachstum nichts wissen wollen. … zumindest von dem inneren
Wachstum, wie es die ehe- und liebelosen katholischen Priester fordern, nichts wissen wollen. Auch für
solche Leute sollte die Kirche ein Lebensmodell bieten. Es ist gar nicht nötig, dass die katholische
Hierarchie so ein Lebensmodell (meiner Ansicht nach ist Glaubensmodell die genauere Bezeichnung) anbietet.
Die Weltjugendtage sind voll von höchst lebendigen Mädchen und Jungen, die den Glauben leben (nein,
nicht den Hexenverbrenner-Glauben, den anderen, den lebendigen), Jesu Gebot der Nächstenliebe erfüllen
und ihren Partner, ihre Partnerin mit Verantwortung lieben, inklusive sicherer Geburtenkontrolle (nein,
die spielen NICHT völlig verantwortungsloses Vatikan-Roulette) und wissen, dass die ehe- und liebelosen
katholischen Kleriker, bei Humanae Vitae, wieder einmal, falsch liegen.
Kleiner: Pille Herzlichen Dank für diesen wichtigen Hinweis, der auch für mich neu ist, wobei ich dieses
Thema allerdings als nie Verheirateter und damit in der Praxis nicht betroffener nur am Rande verfolge,
jedoch in Gesprächen zuweilen mit Nachdruck darauf gestoßen werde. Deswegen folgende Überlegungen:
Zu Gotthard: es mag stimmen, daß die genannte Enzyklika (E) einen enormen Abfall von der r.-k.-Kirche
verursacht hat. Können Sie Ihre Aufassung belegen? Das Problem scheint mir zu sein, daß die E sich in
erster Linie an Christen wendet, die (zumindest an sich selber) geistliche Anforderungen stellen und sich
alle Müjhe geben, diesen Anforderungen auch gerecht zu werden, also an den harten Kern der r.-k. Christen.
Patriarch Athenagoras v. Konstgantinopel hat sich hier voll hinter PVI gestellt. Im Übrigen denken Sie
bitte daran, daß nach der eucharistischen Rede Jesu Christi viele seiner Anhänger Ihn verlassen haben.
Es gibt also solche Wegscheidungen, möglicherweise gehört obige E dazu. Meiner Meinung nach fehlen Handhabungen
für die breite Masse, die sich den genannten hohen Anforderungen – aus welchen Gründe auch immer – nicht
stellt. Hier wäre die Frage zu erörtern, wo die Sünde und wo die Todsünde anfängt. Zu jedem – auch
innerem Wachstum – gehören Forderungen, es gibt aber Menschen, die nur so in den Tag hineinleben und
zumindest von innerem Wachstum nichts wissen wollen. Auch für solche Leute sollte die Kirche ein Lebensmodell
bieten.
Die Pille ist tödlich Seit nun über vier Jahrzehnten ist die sogenannte „Anti-Baby-Pille“ eine tragende
Säule der westlichen Kultur. Viele Anwender sind aber nicht ausreichend über ihre volle Funktion informiert.
Sie hat nämlich neben der befruchtungsverhindernden Wirkung auch noch eine „nidationshemmende“ Wirkung.
Dieses Fremdwort, das man manchmal sogar auf den Beipackzetteln finden kann, bedeutet folgendes: Bei einem
Versagen der ersten Funktion, das heißt, wenn doch eine Eizelle befruchtet und damit ein Mensch gezeugt
wurde, kann die Pille durch einen weiteren Mechanismus seine Einnistung (= Nidation) in die Gebärmutter
verhindern (siehe z. B. www.pharma-information.de www.pharma-information.de/). Die Pille zielt also auch
darauf ab, Menschen im frühesten Stadium ihrer Entwicklung zu töten. Es ist sehr wichtig und dringend,
diese Tatsache den vielen unwissenden Anwendern bekannt zu machen, um eine große Zahl von Menschenleben
zu retten.
wie kann das? wie kann ein Mann, der vor 40 Jahren noch nicht einmal wußte, dass in München ein Erzbischof
saß, gegen die Enzyklika gewesen sein … eine absolut dümmliche und dumm dreiste Überschrift. Heute
vor 40 Jahren war ich in Istanbul – und erinnere mich noch sehr sehr gut an die vielen türkischen Zeitschriften
mit dem Bild von Paul VI… Diese Enzyklika war diejenige mit der geringsten Akzeptanz in der breiten
katholischen Bevölkerung. Das „Nein zur Pille“ hat alle anderen guten Gedanken blockiert … und markiert
den Beginn des Abstiegs des Einflusses der Kirche. Diese Enzyklika war das Ende der Volkskirche in Europa –
nicht die Liturgie-Reform. Die Pille war das große Aufatmen in der katholischen und sonstigen Bevölkerung
gegen die ausufernde Zahl von Schwangerschaften – eine epochale Erfiindung und eine riesengroße Erleichterung …
verantwortete Elternschaft war endlich möglich. Selbst die Königsteiner Erklärung konnte die ungemein
negative Wirkung dieser Enzyklika nicht mehr auffangen … die Kirche hat seitdem keinen Einfluss mehr
in Fragen der Sexualmoral … und in vielen anderen leider auch nicht mehr. Humanae Vitae markiert den
Beginn der heutigen Krise in Europa…
Helft mir mal auf die Sprünge Angesichts der Entwicklungen der letzten vierzig Jahre müßten sie jetzt
vor Scham in den Boden versinken – die Liberalen wohlgemerkt. Allerdings kann ich nicht erkennen – weshalb?
Das bleibt mir der Autor mal wieder schuldig. Viel Dampf um nichts – wie so oft – leider
#12 ExBochumer † 16:34:36 | Freitag, 25. Juli 2008
Trotz der „Bemühungen“ des Marx … … ist Marx Rotarier. Und damit der Kirche weniger zugeneigt als
seinen Meistern in den Rotariern-Gruppen und den Freimaurer-Kreisen. Eine Stellungnahme zu Rotary liegt
mir seitens der Nuntiiatur vor.
Was bitte spricht gegen Verhütung? Wenn die gottgegebene geschlechtliche Fähigkeit von einem Gläubigen
Christ für den entfremdeten Genuss (eventuelle Kinder vorbei, durch Verhütung) missbraucht wird, wird
es einst bestraft werden: entweder gesundheitlich oder noch wie. Das entspricht dem geistigen Gesetz,
das in unserem Gewissen geschrieben ist. Die RKK ist so tief gefallen, dass ihre Anhänger den geistigen
Hintergrund der Schöpfung nicht begreifen. Sie üben eine formale Religion aus.
@HvO… … wenn Sie Ihre Frau betrügen, wenn Sie Ihren Geschäftspartner betrügen, wenn Sie lügen,
usf., dann wird auch kein Menschenleben vernichtet. Ergo alles Dinge die Sie gutheißen? Dies sind Dinge,
die in keinem Zusammenhang mit der Verhütung stehen.
Lieber HBR, Während ich den Kindermord namens Abtreibung aufs schärfste verurteile, kann ich an Verhütung
nichts schlimmes finden. Hier wird kein Menschenleben vernichtet. … wenn Sie Ihre Frau betrügen, wenn
Sie Ihren Geschäftspartner betrügen, wenn Sie lügen, usf., dann wird auch kein Menschenleben vernichtet.
Ergo alles Dinge die Sie gutheißen?
HBR: Uninformiert oder naiv? HBR: „Was bitte spricht gegen Verhütung? Während ich den Kindermord namens
Abtreibung aufs schärfste verurteile, kann ich an Verhütung nichts schlimmes finden. Hier wird kein
Menschenleben vernichtet.“ Schon mal was davon gehört, dass Kontrazeptiva – erwiesenermaßen – frühabtreibend
sein können? Einfach mal sich informieren über den heutigen Stand der Wissenschaft in dieser Frage!
@ Konrad @libertas Wenn die Konzepte gut sind, ist es auch kein Problem. Wir erarbeiten gerade für uns
bessere Konzepte. In der Hoffnung, dass Aachen diese übernimmt. Was Aachen in die Wege leitete, scheitert
doch jetzt schon!
EB Marx macht nicht dasselbe wie in Aachen, Fulda oder Bamberg, sondern weist einem Pfarrer/Priester mehrere
Mitarbeiter zu. Er kennt nicht den protestantischen Begriff des „leitenden Pfarrers“ der „geleitete Pfarrer“
zur Folge hat. Er will einen Pfarrer mit mehreren Mitarbeiten in einer Seelsorgeinheit mit mehreren Gemeinden/Pfarreien.
@ Colombe de la paix Wurden die Gemeinden auch nicht über die Konsequenzen aufgeklärt und belogen, wie
in Aachen? Darüber weiß ich leider zu wenig, ich habe nur von Bekannten gehört, dass die Strukturdebatte
„von oben“ angestoßen wurde. Auch in Fulda hieß es, dass der Pastorale Prozess nach Anhörung der Basis
durchgeführt werden sollte, de facto wurde aber alles mehr oder weniger willkürlich von oben beshclossen.
Was bitte spricht gegen Verhütung? Während ich den Kindermord namens Abtreibung aufs schärfste verurteile,
kann ich an Verhütung nichts schlimmes finden. Hier wird kein Menschenleben vernichtet.
Marx ist bekanntermaßen Rotarier – –- eine Freimaurervorfeldorganisation. Und wie es um das Selbstverständnis
der Rotary-Sekte steht – davon kann jeder sich selbst ein Bild machen.
@libertas E Auch er hat jetzt beispielsweise die Gründung seelsorgsfremder Großpfarreien beschlossen,
ohne dass dies groß kritisiert wurde, Wurden die Gemeinden auch nicht über die Konsequenzen aufgeklärt
und belogen, wie in Aachen? Informiert und wehrt Euch!!! In Trier wird alles mit den Gemeinden demokratisch
abgesprochen und nicht erzwungen wie in Aachen.
Erzbischof Reinhard Marx Selbst Erzbischof Reinhard Marx hatte, wie er jüngst bekannte, so seine Schwierigkeiten
mit der päpstlichen Sexualmoral und lehnte die Enzyklika ‘Humanae Vitae’ rundweg ab. Es fällt mir etwas
schwer, den als konservativ bezeichneten Münchner Erzbischof Reinhard Marx theologisch und kirchenpolitisch
einzuordnen. Inwiefern ist er denn „konservativ“? Auch er hat jetzt beispielsweise die Gründung seelsorgsfremder
Großpfarreien beschlossen, ohne dass dies groß kritisiert wurde, dabei macht er doch im Grunde genommen
dasselbe wie Mussinghoff in Aachen oder Algermissen in Fulda. Wo ist da der unterschied?