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Dienstag, 1. März 2005 17:27
Theologische Rumpelkammer: Der Papst mahnt den Erzbischof zum Eucharistieglauben
Die Ablehnung der wahren Gegenwart Christi im Allerheiligsten ist keine moderne Erscheinung. Die ersten Leugner waren Bischöfe und Priester. Schon im Jahre 1267 sah sich Papst Clemens IV. gezwungen, dem hochwürdigsten Erzbischof von Narbonne einen kurzen Fernkurs in Sachen Eucharistielehre zu vermitteln.
(kreuz.net) Es ist Uns zu Gehör gelangt, daß Du, hochwürdigster Erzbischof Maurinus, gesagt haben sollst, daß der heiligste Leib unseres Herrn Jesus Christus nicht wesenhaft auf dem Altar sei, sondern nur wie das Bezeichnete unter einem Zeichen.

Du habest hinzugefügt, dies sei in Paris eine vielgehörte Meinung. Deine Aussage hat sich verbreitet. Als sie schließlich zu Uns nach Rom gelangte, bereitete sie Uns größten Ärger.

Es fiel Uns nicht leicht, zu glauben, daß Du solches behauptet haben solltest, weil diese Aussage eine offenkundige Häresie enthält. Außerdem tut sie der Wahrheit des Allerheiligsten Altarsakramentes Abbruch. Der Glaube an die Realpräsenz übersteigt aber die Sinne, nimmt den Verstand gefangen und unterwirft die Vernunft seinen Gesetzen.

Halte unzweideutig an dem fest, was die Kirche als ganze lehrt: daß nämlich – nachdem die heiligen Wandlungsworte durch den Mund des Priesters nach dem Ritus der Kirche ausgesprochen wurden – sich der Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus wahrhaft, wirklich und wesentlich unter den Gestalten von Brot und Wein befindet, wobei Christus sich dem Orte nach im Himmel befindet.

Brief „Quanto sincerius“ an Erzbischof Maurinus von Narbonne. Verfaßt von Papst Clemens IV. († 1268) am 28. Oktober 1267.
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1 Lesermeinung:
Donnerstag, 3. März 2005 17:38
kreuzi: …
Mit welcher Konsequenz muss dieser Bischof rechnen? Der normale Weg ist doch, dass dieser Bischof zum Nachfolger Petri zitiert wird und von seinen Irrlehren Abstand nimmt, oder aus der Heiligen Kirche, die durch Jesus erschaffen wurde, und Petrus von Jesus zum Vorsteher dieser als Türöffner von der Erde zum Himmel auserkoren wurde.
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