08:59:04 | Sonntag, 27. Juli 2008
In der ehemaligen Wohnung + Keine Verhandlungssubstanz + Identitätsprobleme + Massenbekehrungen? + Wo liegt der Notstand?
In der ehemaligen WohnungVatikan. Papst Benedikt XVI. wird am 4. Oktober den italienischen Präsidenten
Giorgio Napolitano in dessen Amtssitz, dem Quirinalpalast, besuchen. Das gab der Vatikan am Samstag bekannt.
Der Quirinalpalast war bis zur Enteignung 1871 der römische Wohnsitz des Papstes. Napolitano ist ein
Ex-Kommunist. Am 19. Oktober wird der Papst den italienischen Wallfahrtsort Pompei besuchen.
Keine Verhandlungssubstanz
Großbritannien. Cormac Kardinal Murphy-O’Connor von Westminster in London fordert von den Anglikanern
eine Klärung ihres Kirchenverständnisses. Bei einer Rede vor der Lambeth-Konferenz am Freitag bedauerte
der Kardinal, daß der ökumenische Prozeß ins Stocken geraten sei. Als Gründe nannte er die Einsetzung
von Frauen und Homosexuellen zu Bischöfen.
IdentitätsproblemeGroßbritannien. Der Vorsteher der anglikanischen
Gemeinschaft, Rowan Williams, glaubt offenbar an eine Lösung der Krise seiner Gemeinschaft. Am Freitag
sagte er bei der Lambeth-Konferenz, daß der Sinn für die Notwendigkeit der Einheit bei den Anglikanern
wachse. Williams möchte klären, was seine Gemeinschaft genau ist: „Wir sind keine Föderation und keine
Kirche, wie die katholische.“ Probleme der Moral schob der Anglikaner als „Strukturfragen“ auf die Seite.
Massenbekehrungen?Burma. In Burma sollen sich in den letzten drei Jahren 4.700 buddhistische Mönche
zum Christentum bekehrt haben. Das behauptete die in Burma tätige Organisation ‘Christian Aid’ in einem
Bericht am 18. März. Die Vereinigung gibt an, aus Sicherheitsgründen nie mehr als drei Mönche gleichzeitig
getauft zu haben.
Wo liegt der Notstand?„Auch in den Kirchen scheinen inzwischen die Zweifel zu wachsen,
ob die Lage in den Gemeinden tatsächlich so besorgniserregend ist, daß Kirchen verkauft oder abgerissen
werden müssen. Oberkirchenrat Thomas Begrich, Finanzdezernent der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD), demonstriert es anhand nüchterner Zahlen: An einem normalen Sonntag besuchen eine Million Protestanten
in Deutschland den Gottesdienst – vier Prozent der Gemeindemitglieder: Das ist ein achtzigmal so hoher
Anteil wie in der Kirche des Berliner Chronisten von 1848! Von insgesamt 21.000 evangelischen Kirchen
seien bis heute nur 33 umgewidmet, 43 einer „erweiterten Nutzung“ zugeführt, nur 113 ungenutzt, davon
nur noch 64 wegen tatsächlicher Baufälligkeit. Das ergibt ein völlig anderes Bild eines angeblichen
Notstands, der womöglich weniger als Notstand eines Gebäudebestands, denn als geistig-geistlicher Notstand
eines Berufstands zu deuten ist, der sich mit seinem Kernauftrag, der Verkündigung, schwertut.
Aus einem
Artikel der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 25. Juni.
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Marcelus 21:53:47 | Montag, 28. Juli 2008
#14
Montfalcone 21:50:05 | Montag, 28. Juli 2008
#13
Marcelus 21:15:29 | Montag, 28. Juli 2008
#12
pneumat 22:40:26 | Sonntag, 27. Juli 2008
#11
Protestant 20:24:48 | Sonntag, 27. Juli 2008
#10
alter Rheinländer 19:06:34 | Sonntag, 27. Juli 2008
#9
pneumat 18:59:39 | Sonntag, 27. Juli 2008
#8
HeinrichvonOfterdingen 18:07:39 | Sonntag, 27. Juli 2008
#7
alter Rheinländer 18:01:09 | Sonntag, 27. Juli 2008
#6
HeinrichvonOfterdingen 17:44:51 | Sonntag, 27. Juli 2008
#5
alter Rheinländer 17:35:13 | Sonntag, 27. Juli 2008
#4
Colombe de la paix 17:31:26 | Sonntag, 27. Juli 2008
#3
HeinrichvonOfterdingen 17:24:50 | Sonntag, 27. Juli 2008
#2
alter Rheinländer 17:18:25 | Sonntag, 27. Juli 2008
#1
pneumat 16:52:01 | Sonntag, 27. Juli 2008