08:28:35 | Montag, 28. Juli 2008
Weltjugendtag verinnerlicht + Frühlingsputz im Vatikan? + Ein Zeichen + Vom Kindersegen zur Körperlichkeit + Märtyrer des Unglaubens

Abschlußmesse des Weltjugendtags
Weltjugendtag verinnerlichtItalien. Papst Benedikt XVI. erinnerte beim gestrigen Angelusgebet in Castel
Gandolfo vor den Toren Roms an den Weltjugendtag in Sydney. Dieser Anlaß war für den Heiligen Vater
eine außerordentliche Erfahrung. Es habe sich nicht nur um ein „äußeres“ Ereignis, sondern um Tage
mit „geistigem Tiefgang“ gehandelt. Heute Montag beginnt der Papst seinen 15tägigen Urlaub in Brixen
in Südtirol.
Frühlingsputz im Vatikan?Frankreich. Der Verantwortliche für die französischsprachige
Sektion des vatikanischen Staatssekretariates, Monsignore François Dutheil, ist offenbar entlassen worden.
Das berichtete die 68-nostalgische französische Webseite ‘Golias.fr’ bereits Mitte Juni. Monsignore Dutheil
wird von der kirchenfeindlichen Webseite sehr gelobt und hat in der Vergangenheit offenbar altliberale
Tendenzen gezeigt.
Ein ZeichenCosta Rica. Am Samstag haben zehntausende Menschen in dem Karibikstaat
Costa Rica gegen die staatliche Anerkennung des Homo-Konkubinats demonstriert. Nach den unzuverlässigen
Angaben einer Homo-Webseite beteten mehr als zwanzigtausend Menschen auf den Straßen der Hauptstadt San
José. Zuvor hatte die Kirche aufgerufen, ein Zeichen für die Ehe, die Familie und den sozialen Frieden
zu setzen.
Vom Kindersegen zur KörperlichkeitItalien. Papst Paul VI. hat mit seiner Enzyklika ‘Humanae
Vitae’ vor dem Risiko einer massiven Banalisierung der Sexualität gewarnt. Das sagte die Professorin
für Bioethik an der römischen Filiale der Mailänder Universität des Heiligsten Herzen, Maria Luisa
Di Pietro, vor ‘Radio Vatikan’. Frau Di Pietro bedauert, daß auch heute noch viele meinen, die Enzyklika
sei nicht lebbar: „Paul VI. hat die Aufmerksamkeit neu auf die Begriffe Körperlichkeit, Sexualität,
Zusammenleben und verantwortliche Elternschaft gelenkt.“
Märtyrer des Unglaubens„Die
‘Königsteiner
Erklärung’ ist ein Meisterstück kirchlicher Diplomatie. Sie bekennt sich einerseits zur Annahme der
von Paul VI. definierten Lehre, berücksichtigt aber andererseits vorsichtig die Bedenken vieler Katholiken.
[…] Trotz aller Vorsicht und Differenzierung belastet ‘Königstein’ seit 30. August 1968 als Akt des
Ungehorsams das Verhältnis des deutschen Episkopats zu Rom. Aber Kardinal Julius Döpfner von München
und Freising († 1976) ist stolz auf ‘Königstein’. Er muß bis zu seinem Tod im Juli 1976 wegen seiner
Haltung zu ‘Humanae vitae’ Demütigungen und Schmähungen hinnehmen. »Döpfner verschwinde, damit wir
katholisch bleiben können«, wird an sein Haus geschmiert.“
Aus einem Beitrag von Gernot Facius zum
vierzigjährigen Jubiläum von ‘Humanae Vitae’ in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#2
Bernd-Jupp 00:07:35 | Dienstag, 29. Juli 2008
#1
pneumat 11:39:33 | Montag, 28. Juli 2008