Die Spaltung der Anglikaner ist „eine Frage der Zeit“
Die Einsetzung von Gene Robinson als US-anglikanischer Bischof im Jahr 2003 empört seine Glaubensbrüder. Bischof Robinson ist geschieden und hat Kinder. Inzwischen lebt der residierende anglikanische Bischof offiziell in einem Homo-Konkubinat.
(kreuz.net, Ottawa) Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis die weltweite anglikanische Gemeinschaft
auseinanderbricht. Diese Meinung vertrat das Oberhaupt der anglikanischen Gemeinschaft in Kanada, Andrew
Hutchison, nach einem Bericht des Britischen Rundfunks.
Der anglikanische Erzbischof machte seine Aussage,
nachdem die weltweite anglikanische Gemeinschaft beschlossen hatte, die kanadischen und US-amerikanischen
Anglikaner aus einem weltweiten Beratungsgremium, dem „Anglikanischen Konsultativrat“, auszuschließen.
Grund dafür sind deren unmoralische Ansichten zum Thema Homosexualität.
Mit dieser Maßnahme bleibe
die Frage der Beurteilung der Homosexualität in der anglikanischen Gemeinschaft ungeklärt, meinte der
anglikanische Erzbischof Hutchison.
Bereits zuvor hatte Rowan Williams, der Erzbischof von Canterbury
und Ehrenvorsitzende der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft, gewarnt, daß der Ausschluß der Nordamerikaner
permanent werden könnte.
Die nordamerikanischen Anglikaner wurden gebeten, sich bei den Beratungsgremien
der Bischöfe der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft drei Jahre lang bis zum Jahr 2008 nicht mehr
blicken zu lassen. Die Entscheidung wurde an einem Treffen von Landesvorsitzenden der anglikanischen Gemeinschaft
getroffen.
Die Anglikaner sind über ihre nordamerikanischen Glaubenbrüder empört, die in Kanada Homo-Konkubinate
segnen und in den USA den militanten Homosexuellen Gene Robinson zum Bischof erhoben haben.
Bei einem
Treffen von anglikanischen Bischöfen in Irland, lehnten es einige anglikanische Kirchenvorsteher ab,
die Kommunion gemeinsam mit ihren nordamerikanischen Glaubensbrüdern zu empfangen.
Der Bruch über die
Homosexuellenfrage scheint ziemlich tief zu sein. Der präsidierende Bischof der Amerikanischen Kirche
vertrat die Ansicht, daß die Ordination eines Homosexuellen zum Bischof „richtig und angebracht“ sei.
Gleichzeitig war er bereit zuzugeben, daß diese Entscheidung in vielen Teilen der Welt „extrem problematisch
und schwierig“ sei.
Vor allem die afrikanischen Anglikaner können sich mit dem homosexuellen Bischof
nicht anfreunden.
Noch letzten Freitag erklärte der anglikanische Erzbischof von Canterbury, daß er
in der anglikanischen Gemeinschaft eine „eindrückliche“ Entschlossenheit bemerkt habe, einen Weg zu finden,
der ohne Spaltung in die Zukunft führt.
Pessimistischer klang der gleiche Erzbischof in einem gestrigen
Interview des Britischen Rundfunks. Der Preis für die einseitigen Entscheide der nordamerikanischen Anglikaner
sei „sehr hoch“: „Ich glaube nicht, daß die Nordamerikaner, welche diese Schritte gesetzt haben, sich
im klaren gewesen sind, wie tief der Bruch und die Verletzung sein würde.“
Die Vorsitzenden der anglikanischen
Landeskirchen haben eine besondere Anhörungen im Juni gefordert, um den nordamerikanischen Anglikanern
Gelegenheit zu geben, ihre Ansichten über die Homosexualität zu erklären.
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2 Lesermeinungen
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… Diese Menschen sündigen ohnehin schon massiv, weil sich sich ein Parallelchristentum aufbauen und
sich ein Parallelkonstrukt neben der durch Christus geschaffenen Kirche gebildet haben. Von derher weiß
ich gar nicht, wieso überhaupt über diese Parallelkonstrukte berichtet wird.