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Montag, 28. Februar 2005 15:58
Die Spaltung der Anglikaner ist „eine Frage der Zeit“
Die Einsetzung von Gene Robinson als US-anglikanischer Bischof im Jahr 2003 empört seine Glaubensbrüder. Bischof Robinson ist geschieden und hat Kinder. Inzwischen lebt der residierende anglikanische Bischof offiziell in einem Homo-Konkubinat.
Andrew Hutchion, anglikanischer Erzbischof und Oberhaupt der Anglikaner in Kanada
Andrew Hutchion, anglikanischer Erzbischof und Oberhaupt der Anglikaner in Kanada
(kreuz.net, Ottawa) Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis die weltweite anglikanische Gemeinschaft auseinanderbricht. Diese Meinung vertrat das Oberhaupt der anglikanischen Gemeinschaft in Kanada, Andrew Hutchison, nach einem Bericht des Britischen Rundfunks.

Der anglikanische Erzbischof machte seine Aussage, nachdem die weltweite anglikanische Gemeinschaft beschlossen hatte, die kanadischen und US-amerikanischen Anglikaner aus einem weltweiten Beratungsgremium, dem „Anglikanischen Konsultativrat“, auszuschließen. Grund dafür sind deren unmoralische Ansichten zum Thema Homosexualität.

Mit dieser Maßnahme bleibe die Frage der Beurteilung der Homosexualität in der anglikanischen Gemeinschaft ungeklärt, meinte der anglikanische Erzbischof Hutchison.

Bereits zuvor hatte Rowan Williams, der Erzbischof von Canterbury und Ehrenvorsitzende der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft, gewarnt, daß der Ausschluß der Nordamerikaner permanent werden könnte.

Die nordamerikanischen Anglikaner wurden gebeten, sich bei den Beratungsgremien der Bischöfe der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft drei Jahre lang bis zum Jahr 2008 nicht mehr blicken zu lassen. Die Entscheidung wurde an einem Treffen von Landesvorsitzenden der anglikanischen Gemeinschaft getroffen.

Die Anglikaner sind über ihre nordamerikanischen Glaubenbrüder empört, die in Kanada Homo-Konkubinate segnen und in den USA den militanten Homosexuellen Gene Robinson zum Bischof erhoben haben.

Bei einem Treffen von anglikanischen Bischöfen in Irland, lehnten es einige anglikanische Kirchenvorsteher ab, die Kommunion gemeinsam mit ihren nordamerikanischen Glaubensbrüdern zu empfangen.

Der Bruch über die Homosexuellenfrage scheint ziemlich tief zu sein. Der präsidierende Bischof der Amerikanischen Kirche vertrat die Ansicht, daß die Ordination eines Homosexuellen zum Bischof „richtig und angebracht“ sei. Gleichzeitig war er bereit zuzugeben, daß diese Entscheidung in vielen Teilen der Welt „extrem problematisch und schwierig“ sei.

Vor allem die afrikanischen Anglikaner können sich mit dem homosexuellen Bischof nicht anfreunden.

Noch letzten Freitag erklärte der anglikanische Erzbischof von Canterbury, daß er in der anglikanischen Gemeinschaft eine „eindrückliche“ Entschlossenheit bemerkt habe, einen Weg zu finden, der ohne Spaltung in die Zukunft führt.

Pessimistischer klang der gleiche Erzbischof in einem gestrigen Interview des Britischen Rundfunks. Der Preis für die einseitigen Entscheide der nordamerikanischen Anglikaner sei „sehr hoch“: „Ich glaube nicht, daß die Nordamerikaner, welche diese Schritte gesetzt haben, sich im klaren gewesen sind, wie tief der Bruch und die Verletzung sein würde.“

Die Vorsitzenden der anglikanischen Landeskirchen haben eine besondere Anhörungen im Juni gefordert, um den nordamerikanischen Anglikanern Gelegenheit zu geben, ihre Ansichten über die Homosexualität zu erklären.
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2 Lesermeinungen:
Dienstag, 1. März 2005 17:38
GerdEric: Jesus
hat keine Kirche gegründet,
und auch keinen Papst gekürt
und Johannes der Täufer war wie Jesus Jude,
nichts anderes als ein Jude!
Dienstag, 1. März 2005 16:11
kreuzi: …
Diese Menschen sündigen ohnehin schon massiv, weil sich sich ein Parallelchristentum aufbauen und sich ein Parallelkonstrukt neben der durch Christus geschaffenen Kirche gebildet haben. Von derher weiß ich gar nicht, wieso überhaupt über diese Parallelkonstrukte berichtet wird.
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