Kinderschlachtung
Sich den Maulkorb gleich selber übergezogen
„Zugleich mit dem Gedanken an Gott stirbt auch der Gedanke an einer absoluten Wahrheit und die Moral wird zur Sache von Geschmack und Laune.“ Von Martin Rhoner.
Maulkorb
Maulkorb
© Marek Bereza, CC
(kreuz.net) Gläubige aus dem Gegend von Fulda und Kassel folgen seit Jahren dem Aufruf zu einer Gebetsvigil im Sinne des Lebensschützers Monsignore Philip Reilly aus New York.

Dabei beten einige Teilnehmer in einer Kirche vor dem ausgesetzten Allerheiligen. Andere ziehen gleichzeitig in einer friedlichen Prozession betend an die finstersten Orte der Weltgeschichte – zu den Schlachthöfen, wo Kinder der Abtreibungsgewalt zum Opfer fallen.

Um die Zahl der Beter zu erhöhen, wollte die Gruppe im Osthessischen Wochenblatt ‘Marktkorb’ eine kostenpflichtige Klein-Anzeige schalten.

Der ‘Marktkorb’ ist ein Gratisanzeiger, der in einer Auflage von etwa 100.000 Exemplaren erscheint.

Herausgeber des Blattes ist das Fuldaer Verlagshaus ‘Parzeller Druck- und Mediendienstleistungen’. Zu dem Medienunternehmen gehört auch das Monopolblatt ‘Fuldaer Zeitung’.

Das wäre der Text der Anzeige gewesen, die am Mittwoch erscheinen sollte:

+++
Bis zum Wochenende werden in Deutschland 30.000 Kinder – ungefähr 1.200 Schulklassen – im Mutterleib getötet worden sein. Wer tut was dagegen und fährt am 27. Juli 2008 mit nach Kassel zum Gebet in einer Kirche oder vor einer Abtreibungsklinik?

Es folgte eine Telefonnummer.


Die Dame in der Anzeigenannahme äußerte bereits Bedenken gegen den Text des Inserates. Sie wollte sich jedoch bei ihrer Vorgesetzen erkundigen und anschließend zurückrufen.

Kurze Zeit später meldete sie sich: Man lehne die Anzeige wegen der drei Kreuze und wegen inhaltlicher Bedenken ab.

Dabei hätte die im Inserat angegebene Zahl richtigerweise 70.000 heißen müssen.

Die Dame schlug dann noch eine zahnlose und unverbindliche Form vor, bei welcher der Leser erst nach Anruf bei der angegebenen Telephonnummer erfahren hätte, worum es geht.

Der Vorschlag führte jedoch zum Verzicht des Auftraggebers.

In der Zeit der Hitler-Diktatur wurde die ‘Fuldaer Zeitung’ zwangsweise gleichgeschaltet und auf Kurs der ‘Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei’ gebracht.

Im Vergleich zu damals können sich die zahlungswilligen Bittsteller noch glücklich schätzen.

In der NS-Zeit hätte man ihnen sicherlich die Gestapo auf den Hals gehetzt und sie abschleppen lassen.

Es ist offensichtlich, daß der Medienunternehmer ‘Parzeller’ sich einer von gewissen Kreisen gesteuerten „Political Correctness“ unterwirft.

Die Klicke der Abtreibungs-Apologeten ist mächtig: Sogar der ‘Europarat’ hat den ungeborenen Menschen das Lebensrecht abgesprochen und deren Schlachtung zu einem Menschenrecht erklärt.

Darum bekennen die Besteller der Anzeige untertänigst, mit der Anzeige versucht zu haben, die Menschenrechte zu verletzen.

Max Horkheimer schrieb dazu im Jahr 1970 in dem Buch „Die Sehnsucht nach dem ganz anderen“:

„Zugleich mit dem Gedanken an Gott stirbt auch der Gedanke nach einer absoluten Wahrheit und die Moral wird zur Sache von Geschmack und Laune“.
      
16 Lesermeinungen
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#16   diaconus   22:57:09 | Dienstag, 29. Juli 2008
Gotthard, die Antwort zu Ihren Fragen.
Ob HLI in Deutschland aktiv ist, kann ich nicht im Detail sagen, vermutlich wird es nur in Großstädten sein. Ich weiß nur, dass es in vielen Ländern der Welt Lebensschutzzentren gibt. Aufgabe von HLI ist Frauen von einer möglichen Abtreibung durch Beratung im Lebenszentrum abzubringen, wenn diese in Not sind zu unterstützen, tlw. mit sozialversicherungsrechtlichen Anstellungen, damit sie dann Anspruch auf Arbeitslosengeld, gesetzliche Beihilfen usw. haben, auch Wohnmöglichkeiten etc., wobei die dabei anfallenden Kosten, wie Sozialversicherungsbeiträge usw. durch Spenden aufgebracht werden. Der Erstkontakt erfolgt meist vor den Abtreibungskliniken durch Ausgabe von Folder durch beratende Streetworker, die auch die Frauen dann ins Lebenszentrum zur Beratung bringen. Außerdem ist meist vor der Abtreibungsklinik zusätzlich ein Straßenbeter, der nur dort steht und still betet. Sowohl Berater als auch Straßenbeter sind oft Übergriffen durch die von den Kliniken eingesetzten sogenannten „Escorts“ ausgesetzt
Vineta, in Rundschreiben und in einem monatlich erscheinenden Mitteilungsblatt werden sehr wohl auch die Namen jener Politiker erwähnt, vor allem von pseudochristlichen, die nicht dagegen auftreten. Ich selbst habe auch schon diesbezügliche Briefe direkt an derartige Politiker gesandt.
Preist den Herrn!
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#15   Gunsenum   17:24:40 | Dienstag, 29. Juli 2008
Brav um 18 Uhr kommen!
gemeinsamer Sühnerosenkranz aller kreuznetler.
Legt das Forum eine Rosenkranzlänge lahm. Als Protest gegen die Sünde. Was auch immer Sünde sein mag – WIR sind dagegen!
Weitersagen!
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#14   Suscipiat †   15:45:40 | Dienstag, 29. Juli 2008
Gut so!
Gut, dass es beim Marktkorb fähige Köpfe gibt, die zu unterscheiden wissen zwischen wirklichem Engagement auch für das ungeborene Leben und Sektieren, die ihre Parolen nur als Mittel zur Verbreitung ihrer pseudo-politischen Parolen benutzen wollen! Gut so!
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#13   thaumaturgos   10:59:48 | Dienstag, 29. Juli 2008
bei KATHOILBANS
aka societatrs s.[chismatici] marcelli matürlich an einer absoluten Wahrheit
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#12   Pünktchen   08:19:05 | Dienstag, 29. Juli 2008
Stirbt der Gedanke an eine absolute Wahrheit
oder stirbt der Gedanke an einer absoluten Wahrheit, wie es im Text heißt? :-S
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#11   Vineta   00:10:06 | Dienstag, 29. Juli 2008
Ergänzungen zu meinen beiden Bemerkungen
1) Nicht nur christliche Meldungen ( wie z.B. die Christenverfolgung in den islamischen Staaten, die in vielen Zeitungen nie vorkommt) werden im Zeitalter der ( sog.) Pressefreiheit unterdrückt, auch schlimme Mißstände im eigenen Land werden oft beschönigt oder ganz ausgeblendet. Wenn Politiker zig Milliarden Euro für Unfug verschwenden, wird dies übergangen oder nicht als skandalös und sträflich angeprangert. Kritische Leserbriefe werden nur veröffentlicht, wenn die etablierte Politik damit leben kann. Zur milliardenteuren und grammatisch falschen neuen Rechtschreibung werden schon lange alle Leserbriefe unterdrückt, auf daß (vermeintlich) die Politik so das Gesicht wahren könne.
2) Diaconus! Was Sie beschreiben – in allen Ehren! Denn offenbar wird da in Wien usw. nicht nur, vor der eigenen Anstrengung fliehend, Gott ein Anliegen vorgetragen, sondern auch gehandelt vor den Abtreibungskliniken und in bezug auf Schwangere, denen geholfen wird. Aber ein bißchen kommt einem das halt doch so vor , wie wenn Ärzte die Symptome einer Krankheit bekämpfen statt der Ursache zu Leibe zu rücken, die heißt: Ignorante, karrieresüchtige und skrupellose Politiker, , die von gedankenlosen Wählern angekreuzt, sich Unerhörtes leisten können! Und niemand ist da, der sie namentlich auflistet und sie mit den besseren Argumenten in die Defensive drängt.
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#10   Aleph †   23:39:33 | Montag, 28. Juli 2008
Korrekte Antwort
Wenn die Herrschaften zu diesem Thema beten wollen, können Sie auch per Mail Gleichgesinnte ansprechen. Was soll da eine Anzeige im „Maktkorb“, wenn es sich um eine rein religiöse Angelegenheit handelt. Die Dame von der Anzeigenabteilung hat eine korrekte Antowrt gegeben…!
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#9   Gotthard   23:33:52 | Montag, 28. Juli 2008
Human Life International
ist diese Organisation in Deutschland aktiv?
Ist sie lebendig und weitverbreitet?
Was macht diese Organisation aus?
Was ist ihr Programm und was sind ihre Aktionen?
Fragen über Fragen also…
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#8   diaconus   22:52:56 | Montag, 28. Juli 2008
Msgr. Philip Reilly ist der Gründer von
HLI (Human Life International), der internationalen Lebensschützerbewegung, und daher auch bei den HLI-
Kongressen in aller Welt meistens anwesend. Auch in Österreich ist diese Bewegung seit über 10 Jahre tätig und es wurden bereits weit über 200 Gebetsviglien (je 1 x pro Monat) vor den Abtreibungskliniken in Wien, Graz, Salzburg usw. durchgeführt. Durch die Tätigkeit von HLI vor den Abtreibungskliniken und der Beratung in den Lebenszentren werden rd. 1.000 ungeborene Kinder vor der Tötung im Mutterleib im Jahr bewahrt. Pressefreiheit Die sogenannte „Pressefreiheit“ besteht darin, dass sie auf dem Papier besteht und in Wirklichkeit das Manipulationsinstrument des „Political Correctness“ ist. Katholische oder christliche Berichte, Meldungen usw. werden weitgehend negiert oder negativ berichtet bzw. manipuliert; ebenso diesbzügliche Leserbriefe. Vineta Glauben Sie wirklich, dass derartige Listen etc. gebracht würden? Außerdem steht das Presserecht gegen derartige Veröffentlichungen! Hier hilft nur das ständige Gebet. Eine Abtreibungsklinik in Wien 2., wurde durch das jahrelange Gebet im gleichen Haus bereits geschlossen. Preist den Herrn!
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#7   Vineta   21:46:57 | Montag, 28. Juli 2008
Dazu zwei Bemerkungen:
1)Leider gibt es zu viele naive Leute, die zeitlebens glauben, was in allen Schulen beim Thema „Demokratie „ gelehrt wird, nämlich daß
im Gegensatz zur gleichgeschalteten Presse der braunen Jahre in unserem heutigen demokratischen Staat , o Jubel, eine unabhängige und freie Presse existiert.
Fakt ist indes, daß die Presse sich gewissen einflußreichen politischen Kreisen ausliefert und ihnen nach dem Munde redet bzw. schreibt. Welche Zeitung ist schon wirklich unabhängig? Die Medien sind abhängig von Geldgebern, von dreist auftretenden Gruppen und von Parteien, die oft die Besitzer der Zeitungen sind.
2) Mit Gebetsveranstaltungen vorgehen gegen die staatlich organisierte und subventionierte millionenfache Abtreibung aus sozialen Gründen bei gleichzeitigem Menschenersatz durch bildungsferne fanatische Moslems ( oder gegen von der Politik begrüßte schamlose Paraden der Homos samt Subventionen für deren Institute und Propaganda) ? Wie sinnvoll ist das?
Sollte man sich vernünftigerweise nicht erst dann hilfesuchend an Gott wenden, wenn alle eigenen Mühen vergeblich gewesen sind? Statt vorschnell ein Anliegen an Gott zu delegieren:
Besser erst die Zusammenhänge den Menschen immer wieder erklären und vor allem alle Schuldigen namentlich, listenweise und mit Zitaten an den Pranger stellen, auf daß sie in die Defensive geraten!
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#6   Marcelus   21:41:44 | Montag, 28. Juli 2008
@28.IX-X: Und einen Kardinal Lehmann kann man sich ja ausgezeichnet auch als Bischof
in der Endfase des Deutschen Reiches vorstellen, in puncto Glaubensstärke gegenüber den Zeitgeist.
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#5   28.IX-28.X   21:38:29 | Montag, 28. Juli 2008
ja,…
denn ein Gotthardt würde es nicht tun!
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#4   Marcelus   21:38:24 | Montag, 28. Juli 2008
@Gotthard: Für deutsche Verhältnisse leider schon
Gebetsvigil im Sinne des Lebensschützers Monsignore Philip Reilly aus New York.
ist das was Besonderes?
Muss dazu ein amerikanischer Priester seinen Kopf hinhalten?
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#3   Capistrano   21:36:53 | Montag, 28. Juli 2008
@Gotthard
Sie sind doch gar nicht katholisch. Warum ereifern Sie sich auf kreuz.net immer?
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#2   Gotthard   19:21:30 | Montag, 28. Juli 2008
Gebetsvigil …
Gebetsvigil im Sinne des Lebensschützers Monsignore Philip Reilly aus New York.
ist das was Besonderes?
Muss dazu ein amerikanischer Priester seinen Kopf hinhalten?
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#1   Mic   18:49:25 | Montag, 28. Juli 2008
Sehr traurig,…
…dass die Anzeige abgelehnt wurde, aber es war schon fast voraussehbar. Die Frau an der Anzeigenannahme hat sich aber wenigstens die Mühe gemacht, bei ihren Vorgesetzten nachzufragen, das ist schon einmal löblich.
Das Zitat am Ende dieses Artikels finde ich gut, wobei ich anmerken muss, dass auch atheistische Menschen nach einer absoluten Wahrheit suchen oder zumindest daran denken/glauben können, was natürlich nicht auf alle zutrifft und wobei für sie dann Gott nicht diese absolute Wahrheit ist.
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