18:07:46 | Montag, 28. Juli 2008
„Zugleich mit dem Gedanken an Gott stirbt auch der Gedanke an einer absoluten Wahrheit und die Moral wird zur Sache von Geschmack und Laune.“ Von Martin Rhoner.
(kreuz.net) Gläubige aus dem Gegend von Fulda und Kassel folgen seit Jahren dem Aufruf zu einer Gebetsvigil
im Sinne des Lebensschützers Monsignore Philip Reilly aus New York.
Dabei beten einige Teilnehmer in
einer Kirche vor dem ausgesetzten Allerheiligen. Andere ziehen gleichzeitig in einer friedlichen Prozession
betend an die finstersten Orte der Weltgeschichte – zu den Schlachthöfen, wo Kinder der Abtreibungsgewalt
zum Opfer fallen.
Um die Zahl der Beter zu erhöhen, wollte die Gruppe im Osthessischen Wochenblatt ‘Marktkorb’
eine kostenpflichtige Klein-Anzeige schalten.
Der ‘Marktkorb’ ist ein Gratisanzeiger, der in einer Auflage
von etwa 100.000 Exemplaren erscheint.
Herausgeber des Blattes ist das Fuldaer Verlagshaus ‘Parzeller
Druck- und Mediendienstleistungen’. Zu dem Medienunternehmen gehört auch das Monopolblatt ‘Fuldaer Zeitung’.
Das wäre der Text der Anzeige gewesen, die am Mittwoch erscheinen sollte:
+++
Bis zum Wochenende werden
in Deutschland 30.000 Kinder – ungefähr 1.200 Schulklassen – im Mutterleib getötet worden sein. Wer
tut was dagegen und fährt am 27. Juli 2008 mit nach Kassel zum Gebet in einer Kirche oder vor einer Abtreibungsklinik?
Es folgte eine Telefonnummer.Die Dame in der Anzeigenannahme äußerte bereits Bedenken gegen den Text
des Inserates. Sie wollte sich jedoch bei ihrer Vorgesetzen erkundigen und anschließend zurückrufen.
Kurze Zeit später meldete sie sich: Man lehne die Anzeige wegen der drei Kreuze und wegen inhaltlicher
Bedenken ab.
Dabei hätte die im Inserat angegebene Zahl richtigerweise 70.000 heißen müssen.
Die
Dame schlug dann noch eine zahnlose und unverbindliche Form vor, bei welcher der Leser erst nach Anruf
bei der angegebenen Telephonnummer erfahren hätte, worum es geht.
Der Vorschlag führte jedoch zum Verzicht
des Auftraggebers.
In der Zeit der Hitler-Diktatur wurde die ‘Fuldaer Zeitung’ zwangsweise gleichgeschaltet
und auf Kurs der ‘Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei’ gebracht.
Im Vergleich zu damals
können sich die zahlungswilligen Bittsteller noch glücklich schätzen.
In der NS-Zeit hätte man ihnen
sicherlich die Gestapo auf den Hals gehetzt und sie abschleppen lassen.
Es ist offensichtlich, daß der
Medienunternehmer ‘Parzeller’ sich einer von gewissen Kreisen gesteuerten „Political Correctness“ unterwirft.
Die Klicke der Abtreibungs-Apologeten ist mächtig: Sogar der ‘Europarat’ hat den ungeborenen Menschen
das Lebensrecht abgesprochen und deren Schlachtung zu einem Menschenrecht erklärt.
Darum bekennen die
Besteller der Anzeige untertänigst, mit der Anzeige versucht zu haben, die Menschenrechte zu verletzen.
Max Horkheimer schrieb dazu im Jahr 1970 in dem Buch „Die Sehnsucht nach dem ganz anderen“:
„Zugleich
mit dem Gedanken an Gott stirbt auch der Gedanke nach einer absoluten Wahrheit und die Moral wird zur
Sache von Geschmack und Laune“.
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diaconus 22:57:09 | Dienstag, 29. Juli 2008
#15
Gunsenum 17:24:40 | Dienstag, 29. Juli 2008
#14
Suscipiat † 15:45:40 | Dienstag, 29. Juli 2008
#13
thaumaturgos 10:59:48 | Dienstag, 29. Juli 2008
#12
Pünktchen 08:19:05 | Dienstag, 29. Juli 2008
#11
Vineta 00:10:06 | Dienstag, 29. Juli 2008
#10
Aleph † 23:39:33 | Montag, 28. Juli 2008
#9
Gotthard 23:33:52 | Montag, 28. Juli 2008
#8
diaconus 22:52:56 | Montag, 28. Juli 2008
#7
Vineta 21:46:57 | Montag, 28. Juli 2008
#6
Marcelus 21:41:44 | Montag, 28. Juli 2008
#5
28.IX-28.X 21:38:29 | Montag, 28. Juli 2008
#4
Marcelus 21:38:24 | Montag, 28. Juli 2008
#3
Capistrano 21:36:53 | Montag, 28. Juli 2008
#2
Gotthard 19:21:30 | Montag, 28. Juli 2008
#1
Mic 18:49:25 | Montag, 28. Juli 2008