Stigmatisiert?
Fließende Grenze?
Italienische Gläubige pilgern in Scharen zu einem süditalienischen Familienvater, in dessen Leben sich offenbar merkwürdige Dinge zutragen.
Der letzte italienische Stigmatisierte war der Heilige Pater Pio.
Der letzte italienische Stigmatisierte war der Heilige Pater Pio.
(kreuz.net, Montecovino) Der 38jährige Familienvater Giulio Massa aus Montecorvino trägt angeblich die Wundmale Christi. Montecorvino ist ein 11.000-Seelen-Ort bei Salerno – südlich von Neapel.

Vor drei Monaten machte ein italienischer Journalist das Phänomen bekannt. Seitdem strömen Gläubige und Schaulustige scharenweise in die Gemeinde.

Am Dienstag berichtete die deutsche Regionalzeitung ‘Aachener Zeitung’ über das Phänomen.

Der zuständige Erzbischof von Salerno, Mons. Gerardo Pierro (73), hat kürzlich ein Verfahren zur Prüfung der Wundmale eingeleitet. Der Erzbischof ist gegenwärtig auch in eine Strafuntersuchung wegen Finanzvergehen verwickelt.

Wer ist der Stigmatisierte?

Die ‘Aachener Zeitung’ beschreibt Massa als sportlich, freundlich und gewöhnlich. Er hat einen Sohn und eine Tochter und arbeitet als Obst- und Gemischtwarenhänder.

Massa organisiert regelmäßig Gebetsversammlungen. Mit seiner Berühmtheit geht er nach Angaben der ‘Aachener Zeitung’ gelassen um.

Die Stigmata Christi soll er im Jahr 2002 empfangen haben. Seitdem beschreibt ihn sein Umfeld als „von Gott gezeichnet“.

Massa erträgt neben den Wundmalen auch eine blutunterlaufene Stelle auf der rechten Schulter – wo Christus das Kreuz auf sich genommen hat.

Von den Stigmata überfallen

Zunächst hielt Massa das Phänomen für eine Hautkrankheit und ging zum Dermatologen. Doch die Untersuchung ergab keinen klaren Befund.

Einige Tage später fiel er nach eigenen Angaben mehrfach in zehnminütige Ekstasen. In dieser Zeit redete er in einer Sprache, die niemand verstehen konnte.

Der Obsthändler suchte bei einem Psychiater Rat. Doch auch dieser konnte keine seelischen Probleme finden.

In der Hand der Kirche

Schließlich ging Massa zu einem ihm bekannten Priester, Hw. Luigi Maione.

Hw. Maione zeichnete Massas Ekstasen auf Video auf und spielte sie Mitarbeitern der Heiligsprechungskongregation vor. Dort identifizierte man die Sprache, in der Massa redet, offenbar als Aramäisch, die angebliche Muttersprache Christi.

Der Erzbischof von Salerno bemüht sich nun, die wachsende Verehrung für Massa zu bremsen.

Er weiß – nach eigenen Angaben – „nur allzugut“, daß die Grenze zwischen psychiatrischen Krankheiten und dem Übernatürlichen fließend verläuft.

Gegenwärtig wird der Fall von Experten der Heiligsprechungskongregation beurteilt.
      
27 Lesermeinungen
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#27   Samurai   13:43:14 | Samstag, 2. August 2008
@ Bruder Theo
Nein, ich war nicht dabeí, aber Sie offenbar, oder wieso stellen Sie die Behauptung auf, daß das, was ich über den Ablauf einer römischen Kreuzigung schrieb, falsch ist?
Samurai
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#26   Bruder Theophil   22:50:21 | Freitag, 1. August 2008
@ Samurai
Gut, dass Sie bei Jesu Kreuzigung dabei gewesen sind. Jetzt haben wir endlich einen Experten in der Runde. So wie die Evolutionsexperten in anderen Foren…
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#25   Samurai   12:25:59 | Freitag, 1. August 2008
@ Bruder Theo
Ich weiß es, weil man u.A. die sterblichen Reste eines Gekreuzigten aus der Zeit ‘Jesu gefunden hat, bei dem die Nägel durch die Gelenke und nicht durch die Handflächen gehen.
Was das Kreuz betrifft, weiß man es deshalb, weil
1. in den neutestamentlichen Schriften das Wort steht, daß sich auf den Querrbalken (!) bezieht und weil.
2. es schlichtweg ineffektiv gewesen wäre, bei jedem Verurteilten ein neues Kreuz zu nehmen.
Folge:
Der Längsbalken stand bereits, der Querrbalken wurden von Verurteilten herangetragen.
LG
Pit
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#24   Bruder Theophil   23:24:08 | Donnerstag, 31. Juli 2008
@ Gotthard
Ich habe nicht angefangen mit dieser Spekulation. Wir sollten uns deshalb alle zurückhalten. Das steht uns gut. Auch Ihnen.
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#23   Gotthard   23:05:21 | Donnerstag, 31. Juli 2008
@bruder theophil
Woher wissen Sie das ? Waren sie dabei ?
Woher weißt Du, dass es nicht so war?
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#22   Bruder Theophil   23:00:01 | Donnerstag, 31. Juli 2008
@ Samurai
Jesus trug wie alle „ad cruzum“ Verurteilten nur ! den Quérrbalken des Kreuzes, da der Längsbalken schon am Hinrichtungsort stand- römische Praxis damals.
Woher wissen Sie das ? Waren sie dabei ? Wurde aufgrund seiner Prominenz anders gehandelt ? Was wissen Sie darüber ?
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#21   Samurai   13:03:10 | Donnerstag, 31. Juli 2008
@ HvO Leblhuber hat Ahnung, …
…denn die Nägel wurden immer ! durch das Handgelenk getrieben, da sie – wären sie durch die Handflächen getrieben worden, das Körpergewicht nicht hätte gehalten werden können, das Gewebe wäre schlicht zu dünnn gewesen.
Und noch etwas:
Jesus trug wie alle „ad cruzum“ Verurteilten nur ! den Quérrbalken des Kreuzes, da der Längsbalken schon am Hinrichtungsort stand- römische Praxis damals.
Samurai
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#20   Sozialkatholisch   10:27:50 | Donnerstag, 31. Juli 2008
Ich denke nicht das der Knalleph umsessen ist,
da muss schon mehr hinter, bzw. drinnen stecken!
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#19   r.ruhrgebietler   08:36:15 | Donnerstag, 31. Juli 2008
ein Fall von Bessenheit?
oder Umsessenheit?
==>> ein Fall für Gabriele Armoth!
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#18   Aleph †   00:03:17 | Donnerstag, 31. Juli 2008
Familienvater
Italienische Gläubige pilgern in Scharen zu einem süditalienischen Familienvater, in dessen Leben sich offenbar merkwürdige Dinge zutragen.
Noch vor wenigen Jahrhunderten hätte das kein gewöhnlicher Familienvater sein dürfen.
Und wenn schon Familienvater, dann hätte er zuvor seine Familie ihrem Schicksal überlassen müssen, damit erst dann Scharen zu ihm, dem famlienverlassenden Familienvater, hätten in die Einöde pilgern können…
Das ist offenbar alles vereinfacht worden.
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#17   HeinrichvonOfterdingen   21:56:07 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Ach Lebl,
Sie triumphieren in diesem Punkt ohne Ahnung zu haben!
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#16   Leblhuber   21:52:42 | Mittwoch, 30. Juli 2008
HeinrichvonOfterdingen:
Lieber Samurai, was spricht gegen die Handflächen?
Die Römer waren gewieft! Die wussten, wie es geht! Unsere Stigmatisierten leider nicht, sonst hätten sie die Wundmale nicht gerade in der Handfläche!
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#15   pneumat   21:41:27 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Apostel Paulus:Gal 6:17
… ich trage die Malzeichen (im Griechischen heißt „Stigmata“) des HERRN Jesu an meinem Leibe.
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#14   HeinrichvonOfterdingen   21:39:40 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Lieber Samurai,
was spricht gegen die Handflächen?
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#13   laikos   21:36:49 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Unterscheidung
Stigmata können psychologischer, göttlicher und dämonischer Natur sein. Ein einfaches gut überlegtes „Verhör“ würde meiner Meinung nach reichen um festzustellen ob es sich um einen Betrüger handelt oder nicht. In Medjugorje konnten die Seher schon nach ein paar kurzen Verhören überführt werden.
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#12   Samurai   20:48:45 | Mittwoch, 30. Juli 2008
@ HvO
Richtig, ich streite nicht ab, daß es echte Fälle von Stigmatation geben kann, was mich aber stutzig macht, ist, warum die Wundmale immer an den Handflächen auftauchen und nie an den Handgelenken!
Und warum im beschrieben Fall Spuren vom Kreuz Jesu an der Schulter, auf der er angeblich das Kreuz ! trug, zu sehen sind.
Samurai
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#11   HeinrichvonOfterdingen   20:36:15 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Lieber Rockdino,
Neben Medizinern sind inzwischen auch viele Theologen der Meinung, dass das Auftauchen von Stigmata psychogene Ursachen hat.
Autosuggestion, Hysterie etc. sind die Ursachen.
… selbst wenn das oft so wäre, wäre damit noch nicht gesagt, dass es immer diese Ursachen hat.
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#10   rockdino †   20:15:56 | Mittwoch, 30. Juli 2008
@ timpressum
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#9   timpressum †   20:14:54 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Hand und Fuss
Ich kratz mir demnächst auch mal die Hand- und Fussgelenke auf und knall mir n Holz auf die Schulter. Dann noch ein paar Marienerscheinungen und schupss – bin ich ein gemachter Mann!
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#8   rockdino †   20:10:27 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Neben Medizinern
sind inzwischen auch viele Theologen der Meinung, dass das Auftauchen von Stigmata psychogene Ursachen hat.
Autosuggestion, Hysterie etc. sind die Ursachen.
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#7   Tridentinus   19:54:53 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Was hat er denn auf Aramäisch gesagt?
Wieso befasst sich die Heiligsprechungskongregation damit?
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#6   thaumaturgos   18:38:05 | Mittwoch, 30. Juli 2008
SIRILO, SIRILO
wenn Sie weiterhin dagegen hetzten, dass der Herr der Pius-Sekte Latein besser als Pontius Pilatus sprach, gehen sie geradewegs in die Tradihölle, wo Marcellus maximus schismaticus Sie dann auf kleinem Feuer röstet …
Es fehlte gerade noch, dass Sie behaupten, dass Jesus im Abendmahlssaale ein Mahl und nicht ein OPfer gehalten habe … O Gräuel! Selbstverständlich hat der Jesus der Piisten tridentinisch zelebriert und damit das klassische Schindelamt für alle Teiten eingesetzt
Gehen Sie in siich!
o^/
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#5   Sirilo   17:48:55 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Seit wann…
ist Aramäisch die „angebliche Muttersprache“ Jesu?
Hegt man etwa in Tradi-Kreisen die Ansicht, die Muttersprache Jesu sei Latein gewesen?
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#4   Samurai   17:12:37 | Mittwoch, 30. Juli 2008
@ timpressum
Hat der Stigmatisierte (?) die Wundmale wieder an den Handflächen wie so manche anderen oder zur Abwechslung an den Handgelenken?
Was das Kreut Jesu betrifft:
Seit wann trug Jesus damals das Kreuz – auf welcher Schulter auch immer?
Samurai
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#3   Pünktchen   17:08:19 | Mittwoch, 30. Juli 2008
„Wozu soll das alles gut sein?“
Warum richtet sich Gott nicht nach den Nützlichkeitsmaßstäben eines „timpressum“? :-S
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#2   timpressum †   16:43:57 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Und wozu…?
Wozu soll das alles gut sein? Wenn Gott sich manifestiert, dann doch eher in der Liebe, die wir unseren Nächsten entgegenbringen…
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#1   Ydefix   16:34:02 | Mittwoch, 30. Juli 2008
Manchmal trifft (?) es
…auch Anthroposophinen kath.net/detail.php?id=20463.
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