19:10:32 | Donnerstag, 31. Juli 2008
Der Vatikan hat am vergangenen Montag die gesamte Leitung einer jungen Ordensgemeinschaft abgelöst und unter kommissarische Verwaltung gestellt.

Ein Priester der Gemeinschaft Lumen Dei liest die Messe.
(kreuz.net) Der Vatikan hat den Präsidenten und den Generalrat der katholischen Gemeinschaft Lumen Dei
per Dekret abgesetzt.
Das berichtete die römische Nachrichtenagentur ‘Zenit’.
Lumen Dei ist eine neokonservative
Ordensgemeinschaft.
Sie beruft sich vor allem auf die Enzyklika ‘Mater et Magistra’ und ‘Pacem in Terris’
von Johannes XXIII. sowie auf die Dokumente des Zweiten Vatikanums.
Die Gemeinschaft besteht aus Priestern,
Ordensschwestern und verheirateten Laien.
Die Vereinigung wurde im Jahr 1960 vom Spanier, Pater Rodrigo
Molina Rodríguez, in Peru gegründet.
Lumen Dei ist in zahlreichen lateinamerikanischen Staaten und
in den USA verbreitet. Insgesamt besitzt Lumen Dei mehr als 800 Mitglieder.
Am Montag berichtete das
Generalsekretariat von Lumen Dei, daß die vatikanischen Ordenskongregation den emeritierten Erzbischof
von Pamplona, Mons. Fernando Aquilar (78), zum päpstlichen Kommissar für die Union ernannt hat.
Damit
ist der Erzbischof der de facto Generalobere der Gemeinschaft.
Eine solche Maßnahme ergreift der Vatikan
meistens nur dann, wenn es in einer Vereinigung schwere interne Probleme gibt oder wenn die Gemeinschaft
zwar katholisch und gesund ist, aber viele altliberale Feinde hat.
Es scheint, daß der bisherige Generalpräsident
der Gemeinschaft, Pater Daniel Zavala, nicht bereit ist, sein Amt freiwillig abzugeben.
Das neu geführte
Generalsekretariat von ‘Lumen Dei’ berichtet, daß die Ordenskongregation Pater Zavala „erneut daran erinnert
hat, daß sein Mandat beendet ist“.
Das beinhalte die Verpflichtung, sich nicht mehr als Präsident von
Lumen Dei zu betätigen: „Solche Handlungen wären illegitim und ungültig“.
Auf Bitte des Heiligen Stuhles
hat der päpstliche Kommissar alle Mitglieder des Generalrates, den Generalsekretär, die Schwester Generalverwalter
und alle Lokaloberen entpflichtet.
Die Gemeinschaft betreibt 18 Pfarreien, gibt Exerzitien, betreibt
Armenküchen, Krankenstationen, ein Spital in Cusco in Peru, Schulen, Gymnasien, ein Priesterseminar mit
55 Seminaristen, ein Ausbildungshaus für 35 junge Schwestern, höhere Bildungsanstalten, eine katholische
Hochschule in Cusco in Peru, ferner einen Verlag, 27 Buchhandlungen und zahlreiche Radio- und Fernsehstationen.
Die Webseite der Vereinigung ist zur Zeit
außer Betrieb. Dort heißt es nur „Die Seite wird repariert“.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#17
Maria Escorial 08:05:39 | Donnerstag, 7. August 2008
#16
Messdiener 17:04:17 | Freitag, 1. August 2008
#15
maliems 11:24:15 | Freitag, 1. August 2008
#12
Messdiener 02:22:18 | Freitag, 1. August 2008
#11
clarissa colonia 02:14:15 | Freitag, 1. August 2008
#10
Messdiener 02:08:10 | Freitag, 1. August 2008
#9
clarissa colonia 01:58:22 | Freitag, 1. August 2008
#8
Messdiener 01:50:17 | Freitag, 1. August 2008
#7
clarissa colonia 01:32:53 | Freitag, 1. August 2008
#6
maliems 01:17:28 | Freitag, 1. August 2008
#5
Bruder Theophil 23:04:02 | Donnerstag, 31. Juli 2008
#4
Gotthard 22:11:58 | Donnerstag, 31. Juli 2008
#3
Thomasius 22:06:50 | Donnerstag, 31. Juli 2008
#2
RRR 19:59:35 | Donnerstag, 31. Juli 2008
#1
Hank 19:18:40 | Donnerstag, 31. Juli 2008