Eine Erzählung aus dem täglichen Leben von Vincenzo Gioacchino Raffaele Luigi Pecci, besser bekannt als Papst Leo XIII. († 1903). Der schlagfertige Heilige Vater in einer äußerst pikanten Situation.
(kreuz.net) Erzbischof Pecci, der spätere Papst Leo XIII., war noch apostolischer Nuntius in Brüssel
als er bei einem Botschaftsempfang einer heiklen Situation mit Pfiff und Finesse aus dem Weg ging.
Als
Nuntius hatte er aus seiner Vorliebe für eine gute Prise Schnupftabak nie einen Hehl gemacht. Diese Vorliebe
nahm ein Anwesender zum Anlaß, um den Erzbischof dadurch in eine befangene Lage zu manövrieren.
Einer
der Anwesenden präparierte seine Schnupftabakdose dergestalt, daß die Innenseite des Deckels ein pikantes,
ja sogar lasziv zu titulierendes Damenportrait zeigte. Freundlich reichte man dem Erzbischof den anstössigen
Tabakbehälter. Die Eingeweihten im Raum verfolgten die Szene gespannt aus den Augenwinkeln.
Der Nuntius
nahm die Dose, öffnete sie, würdigte die Leichtbekleidete eines kurzen Blickes, genoß eine Prise Tabak
und gab die Dose dem edlen Spender zurück. Dann meinte er mit einem freundlichen Lächeln: „Reizend!
Ihre Frau Gemahlin?“
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