Ökumene
Schon damals wurde die Messe verboten
Über 150 Jahre lang gab es in der Kirche keine Messe mehr nach dem klassischen Römischen Ritus. Doch dann kehrte die Messe aller Zeiten wieder zurück. Auch ein Durchbruch.
Die Alte Messe in den 50er Jahren
Die Alte Messe in den 50er Jahren
(kreuz.net, Mosbach) Einen „Durchbruch“ der besonderen Art feierten Christen am Sonntag in Mosbach im Erzbistum Freiburg.

Davon berichtete die Tageszeitung ‘Fränkische Nachrichten’ am 29. Juli 2008.

Nach 300 Jahren wurde in der ehemaligen Mosbacher Stadtkirche eine mehr als ein Meter dicke Trennungsmauer zwischen Chor und Kirchenschiff durchbrochen.

Sie war errichtet worden, um den katholischen Teil der Kirche vom evangelischen zu trennen.

Rund tausend Menschen waren bei dem sogenannten „Fest der Maueröffnung“ anwesend.

Vor dem Mauerdurchbruch wurde im katholischen Teil des Gotteshauses eine Messe zelebriert. Auf der anderen Seite begingen die Protestanten einen Predigt-Gottesdienst.

Danach wurden die beiden Türen geöffnet und damit die Mauer symbolisch durchbrochen.

Delegationen beider Gemeinden reichten sich in der Tür die Hand und besuchten den jeweils anderen Kirchenraum.

Weihbischof Bernd Uhl von Freiburg überbrachte Grüße des Erzbischofs. Oberkirchenrat Gerhard Vicktor kam als Vertreter des evangelischen badischen Landesbischofs.

Die Öffnung sei ein angeblich „wichtiger Meilenstein in der ökumenischen Partnerschaft“ – hieß es.

Die Gottesdienste werden aber auch künftig „überwiegend“ nach Konfessionen getrennt gefeiert. Die Tür werde nur „zu besonderen ökumenischen Ereignissen geöffnet“.

In den vergangenen 300 Jahren gab es immer wieder Versuche, die Mauer zu durchbrechen.

Eigentlich hätte man sich ihren vollständigen Abbruch gewünscht. Doch das ist vor allem am Denkmalschutz gescheitert.

Die Baukosten für die zwei Türen betrugen rund 38.000 Euro und wurden geteilt.

Die Aufteilung der früheren Stadtkirche geht auf den Abfall der Protestanten von der katholischen Kirche im 16. Jahrhundert zurück.

Anschließend war in der Stadtkirche die katholische Messe verboten.

Doch im Jahr 1685 verkündete der katholische Kurfürst Philipp Wilhelm die volle Religionsfreiheit. Er ordnete an, daß Protestanten und Katholiken sich die Stiftskirche St. Juliana teilen mußten.

Im Jahr 1698 wurde dort wieder die erste katholische Messe nach dem uralten Römischen Ritus seit der Reformation zelebriert.

Da man sich jedoch auf Dauer nicht einig werden konnte, wurde die Kirche baulich getrennt. Die Katholiken erhielten den Chorraum mit der Heiligen Juliana.

Die evangelische Gemeinde beschränkte sich auf das Kirchenschiff – die Stiftskirche.
      
39 Lesermeinungen
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#41   Sozialkatholisch   19:16:08 | Sonntag, 3. August 2008
@ Samurei
Wieso?
Das habe ich so nicht gesagt, es war doch von Japanern die Rede. Nur habe ich wohl wirklich schon oft festgestellt das viele, besonders lutherische Protestanten ihren Glauben so sehr relativiert haben das sie wohl Atheisten oder Agnostiker sind.
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#40   Samurai   19:12:05 | Sonntag, 3. August 2008
@ „Sozialkath“
Und die evangelischen Christen beten auch nicht den dreieinigen Gott an, oder wie und deswegen sind die also Ihrer Meinug nach Heiden oder was?
Samurai
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#39   Sozialkatholisch   18:55:08 | Sonntag, 3. August 2008
@ Samurei
Sozialkatholisch, die Japaner sind… bis auf eine verschwindend kleine Gruppe entweder Buddhisten oder Shintoisten im Gegensatz zu den christlichen „Protestanten“ hierzulande.
Sag ich doch, fast alles Heiden, beten nicht den dreieinen Gott an.
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#38   Samurai   18:53:19 | Sonntag, 3. August 2008
Sozialkatholisch, die Japaner sind…
… bis auf eine verschwindend kleine Gruppe entweder Buddhisten oder Shintoisten im Gegensatz zu den christlichen „Protestanten“ hierzulande.
Samurai
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#37   Sozialkatholisch   18:46:00 | Sonntag, 3. August 2008
Nunja,
Japaner sind ja auch meist Heiden!
:-]
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#36   Samurai   18:42:57 | Sonntag, 3. August 2008
@ Orthokathole
Christen der reformatorischen Tradition sind Heiden?
Haben Sie eine halbwegs logische Erklärung dafür, ich nicht?
Samurai
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#35   orthokathole   11:08:19 | Samstag, 2. August 2008
Bitte sauberer formulieren!
Die Protestanten bilden keine Kirche. Daher sollte auch der Text deutlicher formuliert sein. In Mosbach gibt es unter einem Dach eine Kirche und einen protestantischen Versammlungsraum, in dem sie ihre kultischen Handlungen und ein paar kulturelle Veranstaltungen (Konzerte …) abhalten. Ich lobe mir das Französische: dort versammeln sich die Apostaten im «têmple», da sie eben nicht mehr von den Heiden zu unterschieden werden brauchen; somit sind auch die Versammlungsstätten genau wie die der antiken Heiden zu benennen.
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#34   Protestant   22:41:57 | Freitag, 1. August 2008
@leblhuber
Von den institutionalisierten Predigern der ewig gültigen Moral darf man allerdings etwas mehr erwarten. Auf der hierarchischen Ebene eines Faulhaber war die Gefahr für das eigene Leben doch deutlich geringer, als im Volk.
Und sollten wir nicht besser jener Priester und Laien gedenken, die alleingelassen von ihrer kath. Führungsriege, ihr Leben geopfert haben, um das Christentum zu bezeugen?
Klar,gar kein Thema, da bin ich voll bei Ihnen! Wollte eigentlich nur sagen, das Kardinäle auch Menschen sind und dass es in solchen Extremsituation für die meisten von uns schwer ist, zu seinen Überzeugungen zu stehen, auch wenn es an Leben und Gesundheit geht! Selbst Jesus Christus hat am Kreuz gerufen: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Ich stimme Ihnen gerne zu, dass diejenigen moralisch auf der höchsten Sprosse der Leiter stehen, die ihr Leben geopfert haben- aber mal ganz im Ernst…leider Gottes war auf der oberen Leitersprosse nie besonders großes Gedrängel.
Tun wir alles dafür, dass sich solche Situationen hier nie widerholen, dass wir alle nicht irgendwann mal in dem fürchterlichen Konflikt landen unser Leben für unsere Überzeugung aufs Spiel zu setzen!
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#33   Leblhuber   22:36:15 | Freitag, 1. August 2008
@Protestant:
Ich stimme Ihnen vorbehaltlos zu, was die Bevölkerung betrifft. Wenn sich einer weder bereichert, Vorteile für sich errungen, noch sich selbst die Hände schmutzig gemacht hat, sollten wir uns vor einer Verurteilung hüten. Es steht uns nicht zu, über Menschen zu richten, die schwiegen, weil sie ihr Leben und das ihrer Verwandten nicht in Gefahr bringen wollten. Keiner weiß, wie er sich verhalten hätte.
Von den institutionalisierten Predigern der ewig gültigen Moral darf man allerdings etwas mehr erwarten. Auf der hierarchischen Ebene eines Faulhaber war die Gefahr für das eigene Leben doch deutlich geringer, als im Volk.
Und sollten wir nicht besser jener Priester und Laien gedenken, die alleingelassen von ihrer kath. Führungsriege, ihr Leben geopfert haben, um das Christentum zu bezeugen?
Statt dessen wird behübscht und gelogen, was das Zeug hält.
Wie meine Großeltern beweisen, konnte man durchaus auch passiven Widerstand leisten, ohne gleich in Todesgefahr zu geraten.
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#32   Protestant   22:08:22 | Freitag, 1. August 2008
@ledlhuber
Ich habe hier die Meinung vertreten, dass Faulhaber KEIN Nazi war. Aber seine opportunistische Haltung in jenen Jahren, als es darauf ankam Position zu beziehen, ist nicht zu leugnen.
Und ich habe jetzt das letzte Wort…! Basta…so wie einst Schröder!!! :-]
Nein, was Sie sagen, kann ich voll unterstreichen!
Wir sollten uns gewiss an die eigene Nase fassen, bevor wir über andere richten! Stauffenberg hat auch ganz lange gebraucht, bis er auf den richtigen Weg kam! Wir leben in einer freien Demokratie.Wir haben Probleme, uns mit den Zwängen und Gefahren jener Menschen auseinanderzusetzen, die diese schreckliche Zeit erleben mussten- egal, ob es Kardinäle, Politkker oder „einfache“Leute waren!Wie hätten wir in einer solchen Situation gehandelt? Ich habe ein Patenkind aus der ehemaligen DDR. Ich wehre mich entschieden gegen jede „Besserwessirei“, die diesen Leuten mangelnden Widerstand vorwerfen!Nein, Faulhaber war gewiss kein Nazi, auch kein absoluter Widerstandskämpfer! Er war ein Mensch, wie Millionen andere Deutscher, die vielleicht im Kleinen geholfen haben, aber letztendlich dem Druck des Regimes auch nicht immer standhalten konnten! Darf ich, der ich diese Zeit-Gott sei Dank-nicht erlebt habe- diese Menschen verurteilen?‘Nein!!!! Auch Kardinäle sind Menschen mit Gefühlen und Ängsten!Ich möchte Faulhaber nicht verteidigen, aber wir sollten gerecht sein!
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#31   Leblhuber   22:01:07 | Freitag, 1. August 2008
Ofterdingen, Sie wollen das letzte Wort. Gut, sollen Sie haben.
Ich habe es auch Heger angeboten und mich daran gehalten. Sie brauchen also nur nocheinmal zu posten, und Sie haben es.
Wann waren die Adventspredigten von Faulhaber (1933) und wann wäre es auf seinen Widerstand angekommen, um jüdisches Leben zu retten? Hat er diesen Widerstand dann geleistet? Hat er für den Verbrecher Josef Tiso interveniert?
Ich kenne Ihre Quelle.
www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=6534
Ist das alles, was Sie über Faulhaber wissen?
Ich habe hier die Meinung vertreten, dass Faulhaber KEIN Nazi war. Aber seine opportunistische Haltung in jenen Jahren, als es darauf ankam Position zu beziehen, ist nicht zu leugnen.
Und TISO verdiente keine Intervention.
Sie haben das letzte Wort!
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#30   HeinrichvonOfterdingen   21:46:11 | Freitag, 1. August 2008
Lieber HBR, im Gegenteil,
Die Reformation kritisierte nicht nur gottesdienstliche Missbräuche, sondern bestritt auch die überlieferte katholische Lehre von der Eucharistie (Messopfer). Das machte aus Sicht des Papsttums eine Vereinheitlichung der Liturgie erforderlich, um die Gültigkeit und Würde der Feiern zu sichern. Gemäß dem Beschluss des Konzils von Trient wurde unter Papst Pius V. 1570 das Missale Romanum veröffentlicht. Für diesen Druck wurden, so die Bulle Quo primum tempore, die ältesten damals verfügbaren Handschriften und Messbücher herangezogen, um Verformungen zu beseitigen und um eine möglichst traditionstreue Fassung aus der Zeit vor den Unruhen der Reformation wiederherzustellen (restituere). Tatsächlich handelt es sich hierbei lediglich um eine Überarbeitung des Missale curiae, des Messbuchs der Römischen Kurie, von dem zwischen 1474 und 1570 etwa 300 Ausgaben gedruckt worden waren. Das Missale Romanum Pius’ V. wurde in der ganzen (abendländischen) Kirche für verbindlich erklärt, nur Bistümer und Orden, die seit wenigstens zwei Jahrhunderten eine eigene Diözesan- oder Ordensliturgie besaßen, durften ihre besonderen gottesdienstlichen Bücher weiterhin verwenden. (ex WIKIPEDIA)
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#29   HBR   21:40:13 | Freitag, 1. August 2008
Fakt ist…
das der außerordentliche Ritus auf einem Reformkonzil beschlossen worden ist. Es war damals eine Liturgiereform.
Ziemlich viele Parallelen zum zweiten Vatikanuum, welches ebenfalls ein Reformkonzil gewesen ist. Wenn man also gegen das zweite vatikanische Konzil wettert, muss man dies auch gegen das tridentinische Reformkonzil tun,oder?
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#28   HeinrichvonOfterdingen   21:33:34 | Freitag, 1. August 2008
Lieber HBR,
Was bitte ist eine „Messe aller Zeiten“? Die tridentinische Messe kann das sicherlich nicht sein. Immerhin wurde diese erst auf den Reformkonzil von Trient kodifiziert. Sozusagen als NOM der damaligen Zeit.
… dass sie da kodifiziert wurde, heisst ja nicht, dass Sie da erfunden wurde. Sie ist viel älter!
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#27   HBR   21:29:54 | Freitag, 1. August 2008
Die „Messe aller Zeiten“?
Über 150 Jahre lang gab es in der Kirche keine Messe mehr nach dem klassischen Römischen Ritus. Doch dann kehrte die Messe aller Zeiten wieder zurück. Auch ein Durchbruch.
Was bitte ist eine „Messe aller Zeiten“? Die tridentinische Messe kann das sicherlich nicht sein. Immerhin wurde diese erst auf den Reformkonzil von Trient kodifiziert. Sozusagen als NOM der damaligen Zeit.
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#26   HeinrichvonOfterdingen   21:22:21 | Freitag, 1. August 2008
Lieber Lebl, aus der DT vom 09.12.2003
Zusammen mit der Silvesterpredigt vom 31. Dezember 1933 über „Christentum und Germanentum“ wurden sie in einer Auflage von über 200000 Exemplaren (einzeln oder zusammen) gedruckt und in insgesamt sieben Sprachen übersetzt (die im folgenden angegebenen Seitenzahlen beziehen sich auf die Gesamtausgabe unter dem Titel Judentum, Christentum, Germanentum, München 1934). Sie brachten ihrem Autor erbitterte Polemik nationalsozialistischer Ideologen ein. Die feindseligen Reaktionen von Seiten der Gegner gipfelten in einem Mordanschlag am 27. Januar 1934, als auf Faulhabers Arbeitszimmer zwei Schüsse abgefeuert wurden. Den Anfeindungen der Nazis standen eine Fülle positiver Reaktionen, besonders auch von Seiten zahlreicher Juden, gegenüber. Noch nach dem Krieg erhielt Faulhaber Post aus Israel mit dem Ausdruck tiefer Dankbarkeit.
Mitglied beim Verein der „Amici Israel“
Um so erstaunlicher ist die Beurteilung der Adventspredigten in jüngeren Abhandlungen zur alttestamentlichen Hermeneutik oder in Studien zur Bedeutung des Alten Testaments in christlicher Predigt. Wurden die Adventspredigten von den Zeitgenossen als Bekenntnis zur alttestamentlichen Herkunft des Christentums, zur Verwurzelung des Christentums im Judentum und zur unauflöslichen Verbundenheit von Juden und Christen betrachtet, rücken neuere Interpreten Faulhabers Aussagen in die Nähe der gegnerischen Ideologie, als habe sein Festhalten an der „Vorläufigkeit“ des Alten Testaments, die Betonung seiner inneren Hinordnung …
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#25   Leblhuber   21:11:07 | Freitag, 1. August 2008
HeinrichvonOfterdingen:
Faulhaber war der Obermacker des oskuren Vereins „amici Israel“, der dann von Rom verboten wurde. Wenn er von Nützlichkeitsüberlegungen getrieben war, dann hat er aber ziemlich über den Tag hinausgedacht.
1. Faulhaber war Alttestamentler und führte sogar die Minorah in seinem Wappen.
2. Er war nicht der Obermacker dieses „obskuren Vereins“
3. Der Verein wurde mit Dekret vom 25. März 1928 vom Heiligen Offizium aufgelöst.
Was das jetzt damit zu tun hat, dass ich ihn NICHTals Nazi bezeichnet habe, steht in den Sternen.
Es ändert aber gar nichts daran, dass er dann, als es darauf ankam, sich aus utilitaristischen Überlegungen heraus nicht dazu aufraffen konnte, gegen die Judenverfolgung aufzutreten und dass er sich für Nazis und für Tiso eingesetzt hat.
Ihr Posting ist wie immer für den kreuz.net- Papierkorb!
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#24   HeinrichvonOfterdingen   20:35:53 | Freitag, 1. August 2008
Lieber Lebl,
Faulhaber war der Obermacker des oskuren Vereins „amici Israel“, der dann von Rom verboten wurde. Wenn er von Nützlichkeitsüberlegungen getrieben war, dann hat er aber ziemlich über den Tag hinausgedacht. Vermutlich war er einfach nur ein unbequemer Querkopf, der seinen persönlichen Überzeugungen folgte. Die SPD hat mit einem solchen Querkopf nun ja auch so ihre Probleme. Man dürfte ihr in dieser Sache mehr clementia anraten. Andererseits weiss ich, d’ss die Nazi Faulhaber als Bedrohung empfanden und dass quasi als sichtbare Stasi häufig Stenographen der Gestapo im Dom sassen und seine Predigten mitstenographierten.
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#23   Ydefix   20:13:43 | Freitag, 1. August 2008
Adventspredigten von Faulhaber:
www.kirchenlehre.com/germane.htm
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#22   Leblhuber   19:56:26 | Freitag, 1. August 2008
@Stöhr:
Nazi war er sicher keiner. Aber Faulhabers Haltung gegenüber dem Nationalsozialismus war doch sehr von Nützlichkeitsüberlegungen geprägt, die ihm nicht den moralisch gebotenen Widerstand als vorrangig erscheinen ließen, sonder das vermeintliche Wohlergehen der Kirche. Deshalb hat er sich auch geweigert, die Judenverfolgung anzuprangern, was er aber sehr wohl beim Euthanasieprogramm getan hat.
Seine Interventionen zu Gunsten von Nazis und dem Verbrecher Tiso sind hinlänglich bekannt.
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#21   Ydefix   19:56:15 | Freitag, 1. August 2008
Ja, rockdino,
aber ihre Behauptung war, dass er „eindeutig“ für den Nationalsozialismus war.
Ihnen geht es gar nicht um die Wahrheit, sondern um die Beschimpfung und Verleumdung von Toten.
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#20   rockdino †   19:53:48 | Freitag, 1. August 2008
@ Daniel Stöhr + @ marcelus
@ Daniel Stöhr:
Hier ein paar Zitate von Faulhaber:
„Uns kommt es aufrichtig aus der Seele: G-tt erhalte unserem Volk unseren Reichskanzler.“
„Niemand hat die Machtergreifung durch Hitler mehr herbeigesehnt als die deutschen Bischöfe.“
Und 1945 intervenierte er für inhaftierte Kriegsverbrecher.
@ marcelus
Zitat:
„gewählt haben die NSDAP ausschließlich die protestantischen Wahlkreise des Deutschen Reiches.“
Dass diese Behauptung Blödsinn ist, haben hier auf dieser Seite doch schon unzählige Leute geagt!
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#19   Ydefix   19:53:02 | Freitag, 1. August 2008
@sportgay:
Solche Äußerungen waren taktisch motiviert.
Für das Zitat von Pius XII. hinsichtlich der Tschechsoslowakei hätte ich gerne einen Quellennachweis, das ist schwer zu glauben.
Der Abschnitt aus der Kölner Kirchenzeitung wir sehr, sehr oft zitiert. Warum wohl?
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#18   sportgayfan   19:50:26 | Freitag, 1. August 2008
So ganz war
die RKK aber den Nazis wohl nicht abgeneigt.
Hier ein Text aus einer Katholischen Kirchenzeitung der Erzdiozöse Köln vom 20.04.1941
„Es gibt nur wenige Männer…und zu diesen großen Männern gehört unstreitig der Mann, der heute seinen 52.Geburtstag feiert – Adolf Hitler –. Am heutigen Tag versprechen wir ihm, daß wir alle Kräfte zur Verfügung stellen, damit unser Volk den Platz in der Welt gewinnt, der ihm gebührt. „
Und hier von Kardinal von Galen aus dem Jahre 1936
„Ich als deutscher Mann und Bischof danke dem Führer unseres Volkes für alles, was er für das Recht, die Freiheit und die Ehre des deutschen Volkes getan hat.
Und die Päpste waren dem Führer auch nicht ganz abgeneigt
‘Ich liebe Deutschland jetzt noch mehr.’
(Papst Pius XII, nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch deutsche Einheiten)
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#17   Ydefix   19:36:52 | Freitag, 1. August 2008
@rockdino:
Die anderen auf der Liste kenne ich nicht, aber Faulhaber war kein Nazi. Das ist durch einschlägige Predigten nachweisbar, die sich gegen die Nat.-Soz. Ideologie richten.
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#16   Marcelus   19:12:54 | Freitag, 1. August 2008
@rockdino: Haben die Hierarchen die NSDAP gewählt?
Nein,
gewählt haben die NSDAP ausschließlich die protestantischen Wahlkreise des Deutschen Reiches.
Nach 1933/1934 D.E.Z. mußte jeder Reichsbürger mit der Partei zusammenarbeiten, oder er landete im Konzentrationslager, Sie Schlaumeier.
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#15   rockdino †   19:00:45 | Freitag, 1. August 2008
@ Marcelus
Zitat:
„Höhere Kleriker, die für die Nationalsozialisten waren? In der katholischen Kirche mit Sicherheit nicht.“
Anscheinend kennen Sie die Geschichte nicht besonders gut.
Ich werde mich diesmal darauf beschränken, die Namen einiger der hohen Kleriker zu nennen, die EINDEUTIG für den Nationalsozialismus waren:
Kardinal Faulhaber
Errzbischof Gröber
Bischof Berning (Osnabrück)
Bischof Vogt (Aachen)
Bischof Bornewasser (Trier)
Weihbischof Burger
Prälat Steinmann (Berlin)
Joseph Lortz (bekannter Theologe und Parteigenosse)
Michael Schmaus (1952 zum Päpstlichen Hausprälaten gemacht)
Kardinal Schulte (Köln)
Kardinal Innitzer
Fürsterzbischof Weitz (Salzburg)
Diese Liste ist lange nicht vollständig!!
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#14   Marcelus   16:17:42 | Freitag, 1. August 2008
@RRR: Die Katholiken haben die NSDAP nie zur Staatsautorität gemacht
Höhere Kleriker, die für die Nationalsozialisten waren? In der katholischen Kirche mit Sicherheit nicht.
Da müssen Sie nur die Hirtenbriefe des damaligen deutschen Militärbischofs (Name ist mir entfallen, aber den kriegen Sie selbst raus) lesen, um zu sehen, dass Sie irren.
Nach der Machtübernahme 1933/1934 D.E.Z. (2686/2687 a.u.c.) waren die NSDAP-Mitglieder an die Stelle der Staatsautorität getreten,
und in puncto Staatsautorität müßte Ihnen ja die katholische Lehre bekannt sein,
die es lediglich verbietet, den Geboten Gottes zuwiderzuhandeln,
während die Staatsautorität als solche anerkannt werden muß,
der nicht leichtfertig widersprochen werden darf.
Wenn, dann nur in Berufung auf Gottes Gesetz, was auch zur Hinrichtung führen kann.
Ansonsten gehorchen die Christen jeder Staatsautorität.
Und daß die NSDAP relativ stärkste Parlamentspartei war, und so die Macht übernehmen konnte, verdankt das Deutsche Reich ausschließlich den protestantischen Wahlkreisen.
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#13   ExBochumer †   15:52:14 | Freitag, 1. August 2008
Also ob der vorherigen Postings
bekotze, bepisse und bescheiße ich mich selbst.
Die verharmlosenden Typen und „Immer-noch-Nazis“ sollten sich in eine Schulung begeben und diverse Sachverhalte aufarbeiten.
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#12   RRR   15:49:36 | Freitag, 1. August 2008
@ Marcelus
Höhere Kleriker, die für die Nationalsozialisten waren? In der katholischen Kirche mit Sicherheit nicht.
Da müssen Sie nur die Hirtenbriefe des damaligen deutschen Militärbischofs (Name ist mir entfallen, aber den kriegen Sie selbst raus) lesen, um zu sehen, dass Sie irren.
Der Nationalsozialismus ist ein protestantisches Fänomen.
Welcher Konfession gehörte Hitler doch gleich an? :-S
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#11   Peter-Pan   15:45:47 | Freitag, 1. August 2008
@Marcelus
Die NSDAP wurde ja bekanntlich ausschließlich von den protestantischen Konfessionsgebieten Deutschlands gewählt.
Offensichtlich wollen Sie mit Ihren seltsamen Ausfällen von einer alten NSDAP-Nähe abwenden.
Nein, sie wurde nicht ausschließlich von protestantischen Konfessionsgebieten Deutschlands gewählt.
Abgesehen davon: Die NSDAP wurde zu großen Teilen von Katholiken gegründet und geführt – allen voran dem langjährigen Parteivorsitzenden Adolf Hitler.
Wie passt das in ihre „protestantisches Fänomen“-Theorie?
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#10   Marcelus   15:43:25 | Freitag, 1. August 2008
@ExBochumer: Höhere Kleriker, die für die Nationalsozialisten waren?
In der katholischen Kirche mit Sicherheit nicht.
Der Nationalsozialismus ist ein protestantisches Fänomen.
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#9   ExBochumer †   15:42:20 | Freitag, 1. August 2008
@ Marcelus
Fangen Sie schon wieder diese unsäglich-verniedlichende Diskussion an?
Sogar höchste Kleriker waren den Nationalsozialisten zugetan.
Ich erspare mir nähere Quellenangaben oder auch Pictures.
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#8   Marcelus   15:39:08 | Freitag, 1. August 2008
@ExBochumer: Die NSDAP wurde ja bekanntlich ausschließlich
von den protestantischen Konfessionsgebieten Deutschlands gewählt.
Offensichtlich wollen Sie mit Ihren seltsamen Ausfällen von einer alten NSDAP-Nähe abwenden.
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#6   neverland   13:13:13 | Freitag, 1. August 2008
Gute Wünsche begleiten den Ex Bochumer
WIR hingegen (sozi, stimme, aleph, hedwig) haben gelernt, daß wir jeden mit unseren guten Wünschen und Gebeten begleiten.
Da sie noch leben können wir ihnen beim heutigen Sühnegebet leider keinen Ablass verschaffen. Sie müssen schon selbst mitbeten.
„Hüte deine Zunge vor Bösen und deine Lippen vor Worten des Trugs.“ Psalm 34
Welcher Religion gehören sie eigentlich an mein Lieber.
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#4   neverland   12:03:12 | Freitag, 1. August 2008
Frau Schmitt an Stimme
Der Hund von Frau Schmitt kackte an Bäume. Sie (die Hündin) ist nämlich verstorben. Ich soll ihnen das ausrichten. In Elztal, einem Ort hinter Mosbach, kann man übrigens jede Woche die alte Messe hören.
74834 Elztal
Pfarrkiche Dallau, jeden Montag um 18:30 Uhr Zelebrant: Pfr. Dörner
Wahrscheinlich meinten den.
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#3   Protestant   11:59:13 | Freitag, 1. August 2008
Liebe Stimme der Vernunft…
…Sie haben ja vollkommen recht!
Ich musse erst zweimal nachlesen,um darauf zu kommen, dass hier wieder der Link zur Alten Messe gemeint war!Unglaublich! Ich hab mich zunächst erstmal über die Tatsache gefreut, dass hier zwischen Protestanten und Katholiken Mauern eingerissen worden sind, anstatt wie sie hier im kreuz.net immer wieder neu aufgebaut werden.Und ich hab mich schon gewundert…!
Aber was solls, ich freue mich über die eingerissene Mauer zwischen Menschen, die anderen sollen sich dann meinetwegen über die neu aufgerichtete lateinische Mauer freuen!
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#2   maliems   11:56:15 | Freitag, 1. August 2008
was soll daran peinlich sein?
ist doch ganz interessant zu lesen.
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#1   stimme der vernunft †   11:40:56 | Freitag, 1. August 2008
Echt peinlich
Es mag die Meldung noch so wenig mit dem Thema zu tun haben, die Idioten von der Redaktion machen aus jeder Meldung eine Propagandameldung für die veraltete Messe
Demnächst kommt noch die Meldung:
Hund kackt an Baum
Der Hund von Frau Schmitt aus Pimpelsdorf hat an einen Baum gekackt. Pimpelsdorf ist ein Ort in der hinteren Walachei. Einen Hund hatte auch Pater Schmidberger als Kind. Pater Schmidberger liest täglich die uralte Messe, die schon von Adam und Eva im Paradies gelesen wurde…
:-D :-D :-D :-D
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