Seit es in der Kirche Beichte und Buße nicht mehr gibt, haben die Medien das öffentliche Schuldkapitel eingeführt. Dessen Ziel: die Vernichtung des Verdächtigen.
Webseite des Erzbistums Bamberg
(kreuz.net) Der angebliche Mißbrauchsfall im Erzbistum Bamberg hat bereits zum ersten journalistischen
Mißbrauch geführt.
So behauptete das deutsche Boulevard-Magazin ‘Focus’ am 3. Juli, daß der Fall angeblich
„mit einer Schweigeerklärung vertuscht werden sollte“.
Ende Juli wurde der Bamberger Domkapitular und
Personalchef Otto M. (63) entpflichtet. Ihm werden Mißbräuche Minderjähriger im Bereich des sechsten
Gebotes vorgeworfen.
Der Domkapitular war von 1978 bis 1991 Direktor des erzbischöflichen Knabenseminars
Ottonianum in Bamberg, das im Jahr 1999 aufgelöst wurde.
‘Focus’ erzählt von einem mysteriösen Treffen,
das im Herbst 2007 im bistumseigenen Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg stattfand.
Daran nahm der
beschuldigte Priester, „sein Mitarbeiter“, ein Jurist, ein Psychologe und das angebliche Opfer – der heute
40jährige Erwin S. – teil.
Bei dem Treffen sollte Erwin S. – nach den Behauptungen von ‘Focus’ – angeblich
eine Verzichtserklärung unterschreiben und sich verpflichten, keine Mißbrauchs-Vorwürfe gegen den Prälaten
zu erheben.
Erwin S. habe abgelehnt, obwohl „die Kirchenmänner“ angeblich mit einer Verleumdungsklage
gedroht hätten.
Der bei dem Treffen anwesende Psychologe habe den Bamberger Erzbischof schließlich
„gedrängt“, die Vorfälle öffentlich zu machen und die Staatsanwaltschaft zu informieren.
‘Focus’ erklärt
auch, daß der Psychologe inzwischen von einem kirchlichen Posten zurückgetreten sei. Gründe dafür
nennt ‘Focus’ nicht.
Licht in die dunkle ‘Focus’-Geschichte brachte ein fast gleichzeitig erschienener
Artikel in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’.
Das Blatt berichtet mit Bezug auf eine Sprecherin der
Erzdiözese Bamberg, daß es sich bei dem ominösen ‘Focus’-Treffen um eine offizielle Zusammenkunft zwischen
dem Beschuldiger und dem Beschuldigten handelte.
Daran nahm – nach den Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz –
auch der für Mißbrauchsvorwürfe eingesetzte Arbeitsstab teil.
Ihm gehören unter anderen ein Psychoanalytiker,
eine Diplomsozialpädagogin und zwei Juristen an.
Damals habe Aussage gegen Aussage gestanden, erklärte
die Sprecherin.
Daher sei der Betroffene von den anwesenden Juristen darauf hingewiesen worden, zu welchen
Konsequenzen falsche Beschuldigungen führen könnten.
Domkapitular M. hält sich derzeit wegen einer
„schweren psychischen Krankheit“ – so ‘Focus’ – in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach im Bistum
Würzburg auf.
Nach Angaben des Bistums haben sich mittlerweile vier angebliche Mißbrauchsopfer gemeldet.
Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Domkapitular eingeleitet.
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32 Lesermeinungen
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Neverland Das glaube ich kaum. Die meisten hier sind keine reuigen Sünder, sondern strenge Richter. Die
legen anderen Bußmittel auf. Zum Beispiel, gemeinschaftlich hier im Forum den Sühnerosenkranz zu beten…
Aufklärungswahrscheinlichkeit Es wird sehr schwierig sein, die gemachten Vorwürfe stichhaltig und gerichtsfest
zu beweisen. Die vorgehaltenen Taten sind zwischen 32 und 17 Jahre her. Die genauen Umstände, vor allem
weil es außer Zeugenaussagen keine anderen Beweismittel gibt, sind hierbei nicht mehr ohne Weiteres zu
ermitteln. Selbst wenn die Taten restlos ermittel werden können und sich somit als begangen herausstellen,
ist eine Verjährung möglich. Sie liegt bei den hier wahrscheinlichen Delikten zwischen 5 und 20 Jahren.
Sie ruht aber bis zur Volljährigkeit der entsprechenden Opfer.
Tja Knalleph Ist zwar höchst unwahrscheinlich, aber da bei Gott alles möglich ist könntest du vielleicht
auch noch das Heil erreichen! o^/ Aber so dumm wie jetzt wirst du wohl auf jeden Fall in Ewigkeit bleiben!
Kacke Zuviel der Ehre aus einer völlig unwillkommenen Ecke. Da kann einem fast übel werden… Muss aber
nicht. Man fragt für wen der missionarische Eifer?
Nichts gegen H.BRabbel Er hat ja immer noch sein V2 Vorzeigefrüchtchen Knalleph welcher wohl von jedem
Schisma soewie Häresieverdacht freizusprechen ist!
HBR kennt alle Fakten ganz genau! Er ist: Der Superrichter In jedem Missbrauchsfall steht Aussage gegen
Aussage und es geht üblicherweise um Geld, sehr viel Geld. Wenn ein Priester einmal in diesen Ruch geraten
ist, ist sein öffentliches Leben ruiniert, ob er schuldig ist oder nicht spielt dabei keine Rolle. Es
heisst nicht umsonst: im Zweifel für den Angeklagten. Das gilt auch und gerade für solche Verdachtsfälle.
Warum nimmt +.net eigentlich immer Kinderschänder in Schutz? Wenn +.net über Priester berichtet, die
sich an Kindern vergengen haben, werden diese Unholde meistens als Opfer dargestellt. Vielleicht sollte
+.net hier mal seine Position überdenken
Träumende „Seminaristen“ … Nu, Herr „Seminarist“, Sie scheinen ziemlich stark zu träumen. Jeder Fall
ist für sich selbst zu betrachten. Das von Ihnen als Themenverfehlung des Tages benannte Buch strotzt
vor Irrtümern, Unterstellungen und Lügen. So etwas schlägt nicht wie eine Bombe ein, sondern schadet
den darin „Verteidigten“ massiv, aber das kennen wir ja schon vom hetzenden „13.“, die mit ihrem Fanatismus
vor allem Bischof Krenn jahrelang schadeten. Das Buch, welches den Titel „Der Lüge und Pseudo-Manipulation
die Ehre“ tragen müßte, kann daher leider nicht anders als negativ www.kath.net/detail.php?id=20337
„rezensiert“ werden. Für alle von ihnen in Ihrer Verwirrung benannten Orte bedeutet das Büchl so viel
wie ein einsamer Astronaut, der am Mond spazieren geht. Prof. Dr. Spindelböck hat wegen seiner sachlichen
Rezension sogar eine Drohung erhalten www.kath.net/detail.php?id=20337, das ist also der Geist, aus dem
das Büchl ist. Danke nein.
Ups – ein Sex-Skandal! Aha – turk meldet sich auch mal wieder gelgentlich zu Wort und spielt auch mal
wieder wo er kann auf die „Vorgänge“ in St. Pölten an. Da hört mal aber mittlerweile, dass Seiner Excellenz
in St. Pölten der A… auf Grundeis geht. „Der Wahrheit die Ehre“ hat doch wie eine Bombe eingeschlagen
und Bischof Küng reicht es nicht mehr aus, sich seine Sauereien (und die der ganzen Pöltner Modernisten-Mafia)
von seinen Vasallen in Eichstätt und Kleinhain verteidigen zu lassen, sondern ist nun selbst losgeprescht
(„Bitte rezensieren Sie das Buch negativ!“ ). Hoffe, dass kreuz.net oder einer der Leser bald entsprechendes
Schreiben des Episcopus hier reinstellen werden. Da gehts aber auch jemanden in Eichstätt mit ans Eingemachte.
Spiegel-Artikel Ich habe einen Link www.spiegel.de/…,1518,569353,00.html von SPON (Spiegel Online).
Interessant finde ich, dass sich der vermeintliche Täter in psychotherapeutischer Behandlung befindet.
Obige Einsendung ist manipulativ und lächerlich Im obigen Artikel werden sämtliche Ebenen verwechselt
und Dinge ausgespielt, die nicht ausgespielt werden können und dürfen. Wenn der zuständige Erzbischof
selbst einer Pressekonferenz vorsteht, wird das Belastungsmaterial schon mehr als dicht vorliegen. Im
übrigen gilt, was Papst Benedikt XVI. in Australien als klare und offene Linie der Kirche für alle Zukunft
vorgibt – Angst vor Medien hat da keinen Platz mehr und ist völlig sinnlos: „An diesem Punkt möchte
ich innehalten, um die Scham einzugestehen, die wir alle empfunden haben aufgrund des sexuellen Mißbrauchs
von Minderjährigen durch einige Kleriker und Ordensleute … Ich bedauere wirklich zutiefst den Schmerz
und das Leid, die die Opfer ertragen mußten, und ich versichere Ihnen, daß ich als Ihr Hirte Ihr Leid
mitfühle. Diese Vergehen, die einen so schweren Vertrauensbruch darstellen, verdienen eine eindeutige
Verurteilung. Sie haben großen Schmerz verursacht und dem Zeugnis der Kirche geschadet. Ich bitte Euch
alle, Eure Bischöfe zu unterstützen, ihnen zu helfen und im Kampf gegen dieses Übel mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Die Opfer sollten Mitgefühl und Fürsorge erfahren, und die Verantwortlichen für diese Übel müssen
vor Gericht gestellt werden. Es ist eine dringende Priorität, eine sicherere und gesundere Umgebung zu
fördern, besonders für die jungen Menschen.“
@Messdiener Außerdem ist der „Focus“ kein Boulevard-Blatt, sondern ein seriöses politisches Magazin.
Der Witz war gut! Der Focus veröffentlicht doch nur, was nicht gegen unsere derzeitige Regierung spricht.
Dort wird mehr sensiert , wie veröffentlicht. Deutschland und Meinungsfreiheit!!!!
#12 timpressum † 13:22:44 | Montag, 4. August 2008
Focus Der Focus ist aus meiner Sicht n Boulevardblatt… Nur besser aufgemotzt. Da gibts andere seriöse
Medien wie zB KNA, Spiegel, Die Zeit o.ä. Die berichten über Tatsachen und machen Vermutungen als solche
kenntlich…
Beichte und Buße Daß es in der Kirche Beichte und Buße nicht mehr gibt, ist eine Lüge. In unserer
Stadt (im Erzbistum Bamberg) gibt es in jeder der 7 Pfarreien allwöchentlich eine Beichtgelegenheit.
Doppelmoral Das ist ja mal wieder typisch. Auf der einen Seite für die vermeintlichen Täter, zu Recht,
die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung einfordern, aber gegen Randgruppen (z.B. Homosexuelle), die durch
den Rechtsstaat geschützt sind, hetzen. Außerdem ist der „Focus“ kein Boulevard-Blatt, sondern ein seriöses
politisches Magazin.
Dummschwätzer Seit es in der Kirche Beichte und Buße nicht mehr gibt Die Dummschwätzer von hetznet
mal wieder. Die weltliche Schuld war noch nie durch Beichte und Buße abgegolten. Oder ist beispielweise
schon jemals einem Verleumder wie den hetznet-Redakteuren die weltliche Strafe erlassen worden, nur weil
er bei der Beichte war und als „Buße“ 15 Avemaria heruntergeleiert hat?
-RJH- Leider tauchen aber solche Anschuldigungen oft kurz nach Verjährungsfrist auf. Wenn die Anschuldigungen
so lange sicher verwahrt werden können, um er nach der Verjährungsfrist an die Öffentlichkeit zu gelangen,
ist das doch für die beschuldigte Partei eine gute Sache, weil die andere leer ausgehen muss… und dafür
wenigstens den Schaden hat: –)
@timpressum Auch Sie stimmen leider in den Chor der Stammtische ein. Das „Kloster“ von dem die Rede ist,
ist ein sog. Recollectio-Haus in dem auch Psychotherapeuten und Ärzte arbeiten. Das Beschuldigungen strafrechtlich
relevanter Art vor Gericht geklärt werden sollten, wäre wohl auch im Sinne der Beschuldigten um öffentlich
die ganze Wahrheit zu ergründen. Leider tauchen aber solche Anschuldigungen oft kurz nach Verjährungsfrist
auf. Die Staatsanwaltschaft hat also überhaupt keine Veranlassung Klage zu erheben. Oft wird auch wegen
der Geringfügigkeit der „Vorfälle“ das Verfahren eingestellt.
Schweres Thema Tatsache ist allerdings, daß es schon öfter den Versuch gegeben hat, sich das Schweigen
von Mißbrauchsopfern (auch mit Geld) zu erkaufen! Tatsache ist auch, daß es immer wieder Versuche gibt,
zu Unrecht Angeschuldigte mit der Androhung von übler Nachrede und Verleumdung zu erpressen! Ein wirklich
sehr schweres Thema.
Tatsachen … Tatsache ist allerdings, daß es schon öfter den Versuch gegeben hat, sich das Schweigen
von Mißbrauchsopfern (auch mit Geld) zu erkaufen! Tatsache ist auch, daß es immer wieder Versuche gibt,
zu Unrecht Angeschuldigte mit der Androhung von übler Nachrede und Verleumdung zu erpressen!
Medien und Mißbrauch Das machen die Boulevardblätter nicht nur bei der Kirche so! Und das macht kreuz.net
bei ganz anderen Sachen übrigens auch! Tatsache ist allerdings, daß es schon öfter den Versuch gegeben
hat, sich das Schweigen von Mißbrauchsopfern (auch mit Geld) zu erkaufen! Und der Herr Domkapitular gehört
nicht in eine Kloster, wenn er krank ist, sondern in eine Klinik. Und dann vor Gericht!
Gnadenlose Vernichtungskampagne Obwohl sich der Beschuldigte noch überhaupt nicht offiziell geäussert
hat, geschweige denn eine Schuld eingeräumt hat, wird er von der Presse gnadenlos niedergemacht. Die
gleichen Medien die sonst so auf „Freiheit“, „Gerechtigkeit“ und „Fakten“ bedacht sind steigern sich wenn
es um die Kirche geht in einen wahren Blutrausch.