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Montag, 4. August 2008 10:10
Wehe dem angeblich Schuldigen
Seit es in der Kirche Beichte und Buße nicht mehr gibt, haben die Medien das öffentliche Schuldkapitel eingeführt. Dessen Ziel: die Vernichtung des Verdächtigen.
Webseite des Erzbistums Bamberg
Webseite des Erzbistums Bamberg
(kreuz.net) Der angebliche Mißbrauchsfall im Erzbistum Bamberg hat bereits zum ersten journalistischen Mißbrauch geführt.

So behauptete das deutsche Boulevard-Magazin ‘Focus’ am 3. Juli, daß der Fall angeblich „mit einer Schweigeerklärung vertuscht werden sollte“.

Ende Juli wurde der Bamberger Domkapitular und Personalchef Otto M. (63) entpflichtet. Ihm werden Mißbräuche Minderjähriger im Bereich des sechsten Gebotes vorgeworfen.

Der Domkapitular war von 1978 bis 1991 Direktor des erzbischöflichen Knabenseminars Ottonianum in Bamberg, das im Jahr 1999 aufgelöst wurde.

‘Focus’ erzählt von einem mysteriösen Treffen, das im Herbst 2007 im bistumseigenen Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg stattfand.

Daran nahm der beschuldigte Priester, „sein Mitarbeiter“, ein Jurist, ein Psychologe und das angebliche Opfer – der heute 40jährige Erwin S. – teil.

Bei dem Treffen sollte Erwin S. – nach den Behauptungen von ‘Focus’ – angeblich eine Verzichtserklärung unterschreiben und sich verpflichten, keine Mißbrauchs-Vorwürfe gegen den Prälaten zu erheben.

Erwin S. habe abgelehnt, obwohl „die Kirchenmänner“ angeblich mit einer Verleumdungsklage gedroht hätten.

Der bei dem Treffen anwesende Psychologe habe den Bamberger Erzbischof schließlich „gedrängt“, die Vorfälle öffentlich zu machen und die Staatsanwaltschaft zu informieren.

‘Focus’ erklärt auch, daß der Psychologe inzwischen von einem kirchlichen Posten zurückgetreten sei. Gründe dafür nennt ‘Focus’ nicht.

Licht in die dunkle ‘Focus’-Geschichte brachte ein fast gleichzeitig erschienener Artikel in der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’.

Das Blatt berichtet mit Bezug auf eine Sprecherin der Erzdiözese Bamberg, daß es sich bei dem ominösen ‘Focus’-Treffen um eine offizielle Zusammenkunft zwischen dem Beschuldiger und dem Beschuldigten handelte.

Daran nahm – nach den Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz – auch der für Mißbrauchsvorwürfe eingesetzte Arbeitsstab teil.

Ihm gehören unter anderen ein Psychoanalytiker, eine Diplomsozialpädagogin und zwei Juristen an.

Damals habe Aussage gegen Aussage gestanden, erklärte die Sprecherin.

Daher sei der Betroffene von den anwesenden Juristen darauf hingewiesen worden, zu welchen Konsequenzen falsche Beschuldigungen führen könnten.

Domkapitular M. hält sich derzeit wegen einer „schweren psychischen Krankheit“ – so ‘Focus’ – in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach im Bistum Würzburg auf.

Nach Angaben des Bistums haben sich mittlerweile vier angebliche Mißbrauchsopfer gemeldet.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Domkapitular eingeleitet.
32 Lesermeinungen:
Sonntag, 12. Oktober 2008 11:16
Franz Kappes: Neuigkeiten?
Wie verfährt die Staatsanwaltschaft? Man hört ja gar nichts mehr davon.
Freitag, 15. August 2008 17:23
neverland: Der ist aber auch bitter nötig
Bei dem Umgangston im Forum
Viele Grüße

Sr. Hedwig
Dienstag, 5. August 2008 15:42
Aleph †: Neverland
Das glaube ich kaum. Die meisten hier sind keine reuigen Sünder, sondern strenge Richter. Die legen anderen Bußmittel auf.

Zum Beispiel, gemeinschaftlich hier im Forum den Sühnerosenkranz zu beten…
Montag, 4. August 2008 18:36
Messdiener: Aufklärungswahrscheinlichkeit
Es wird sehr schwierig sein, die gemachten Vorwürfe stichhaltig und gerichtsfest zu beweisen.

Die vorgehaltenen Taten sind zwischen 32 und 17 Jahre her. Die genauen Umstände, vor allem weil es außer Zeugenaussagen keine anderen Beweismittel gibt, sind hierbei nicht mehr ohne Weiteres zu ermitteln.

Selbst wenn die Taten restlos ermittel werden können und sich somit als begangen herausstellen, ist eine Verjährung möglich. Sie liegt bei den hier wahrscheinlichen Delikten zwischen 5 und 20 Jahren. Sie ruht aber bis zur Volljährigkeit der entsprechenden Opfer.
Montag, 4. August 2008 18:09
neverland: Suscipiat
Das glaube ich kaum. Die meisten hier sind keine reuigen Sünder, sondern strenge Richter. Die legen anderen Bußmittel auf.
Montag, 4. August 2008 17:43
Aleph †: Blödes vertotteltes Rialo
Sie haben wohl keinen Menschen, mit dem Sie sich unterhalten können.
Montag, 4. August 2008 17:29
Sozialkatholisch: Tja Knalleph
Ist zwar höchst unwahrscheinlich, aber da bei Gott alles möglich ist könntest du vielleicht auch noch das Heil erreichen!


Aber so dumm wie jetzt wirst du wohl auf jeden Fall in Ewigkeit bleiben!
Montag, 4. August 2008 17:25
Aleph †: Kacke
Zuviel der Ehre aus einer völlig unwillkommenen Ecke. Da kann einem fast übel werden… Muss aber nicht. Man fragt für wen der missionarische Eifer?
Montag, 4. August 2008 17:21
Sozialkatholisch: @ Knalleph
Du hast dich im Strang vertan, aber nicht so schlimm, bei dir ist sowieso immer alles verkehrt!
Montag, 4. August 2008 17:20
Aleph †: sportgayfan
Zwischenzeitlich handelt es sich um hochgradige Verwirrung…
Montag, 4. August 2008 17:18
Sozialkatholisch: Nichts gegen H.BRabbel
Er hat ja immer noch sein V2 Vorzeigefrüchtchen Knalleph welcher wohl von jedem Schisma soewie Häresieverdacht freizusprechen ist!
Montag, 4. August 2008 17:14
Elijahu †: HBR kennt alle Fakten ganz genau! Er ist: Der Superrichter
In jedem Missbrauchsfall steht Aussage gegen Aussage und es geht üblicherweise um Geld, sehr viel Geld.

Wenn ein Priester einmal in diesen Ruch geraten ist, ist sein öffentliches Leben ruiniert, ob er schuldig ist oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Es heisst nicht umsonst: im Zweifel für den Angeklagten. Das gilt auch und gerade für solche Verdachtsfälle.
Montag, 4. August 2008 17:07
HBR: Warum nimmt +.net eigentlich immer Kinderschänder in Schutz?
Wenn +.net über Priester berichtet, die sich an Kindern vergengen haben, werden diese Unholde meistens als Opfer dargestellt. Vielleicht sollte +.net hier mal seine Position überdenken
Montag, 4. August 2008 17:06
turk: Träumende „Seminaristen“ …
Nu, Herr „Seminarist“, Sie scheinen ziemlich stark zu träumen. Jeder Fall ist für sich selbst zu betrachten. Das von Ihnen als Themenverfehlung des Tages benannte Buch strotzt vor Irrtümern, Unterstellungen und Lügen. So etwas schlägt nicht wie eine Bombe ein, sondern schadet den darin „Verteidigten“ massiv, aber das kennen wir ja schon vom hetzenden „13.“, die mit ihrem Fanatismus vor allem Bischof Krenn jahrelang schadeten. Das Buch, welches den Titel „Der Lüge und Pseudo-Manipulation die Ehre“ tragen müßte, kann daher leider nicht anders als negativ „rezensiert“ werden. Für alle von ihnen in Ihrer Verwirrung benannten Orte bedeutet das Büchl so viel wie ein einsamer Astronaut, der am Mond spazieren geht. Prof. Dr. Spindelböck hat wegen seiner sachlichen Rezension sogar eine Drohung erhalten, das ist also der Geist, aus dem das Büchl ist. Danke nein.
Montag, 4. August 2008 15:17
Seminarist: Ups – ein Sex-Skandal!
Aha – turk meldet sich auch mal wieder gelgentlich zu Wort und spielt auch mal wieder wo er kann auf die „Vorgänge“ in St. Pölten an.
Da hört mal aber mittlerweile, dass Seiner Excellenz in St. Pölten der A… auf Grundeis geht. „Der Wahrheit die Ehre“ hat doch wie eine Bombe eingeschlagen und Bischof Küng reicht es nicht mehr aus, sich seine Sauereien (und die der ganzen Pöltner Modernisten-Mafia) von seinen Vasallen in Eichstätt und Kleinhain verteidigen zu lassen, sondern ist nun selbst losgeprescht („Bitte rezensieren Sie das Buch negativ!“ ). Hoffe, dass kreuz.net oder einer der Leser bald entsprechendes Schreiben des Episcopus hier reinstellen werden. Da gehts aber auch jemanden in Eichstätt mit ans Eingemachte.
Montag, 4. August 2008 15:11
Messdiener: Spiegel-Artikel
Ich habe einen Link von SPON (Spiegel Online). Interessant finde ich, dass sich der vermeintliche Täter in psychotherapeutischer Behandlung befindet.
Montag, 4. August 2008 14:18
RJH: Fakten, Fakten, Fakten
die stehen leider nicht im Focus sondern auf
http://www.eo-bamberg.de
Montag, 4. August 2008 13:52
turk: Obige Einsendung ist manipulativ und lächerlich
Im obigen Artikel werden sämtliche Ebenen verwechselt und Dinge ausgespielt, die nicht ausgespielt werden können und dürfen. Wenn der zuständige Erzbischof selbst einer Pressekonferenz vorsteht, wird das Belastungsmaterial schon mehr als dicht vorliegen. Im übrigen gilt, was Papst Benedikt XVI. in Australien als klare und offene Linie der Kirche für alle Zukunft vorgibt – Angst vor Medien hat da keinen Platz mehr und ist völlig sinnlos: „An diesem Punkt möchte ich innehalten, um die Scham einzugestehen, die wir alle empfunden haben aufgrund des sexuellen Mißbrauchs von Minderjährigen durch einige Kleriker und Ordensleute … Ich bedauere wirklich zutiefst den Schmerz und das Leid, die die Opfer ertragen mußten, und ich versichere Ihnen, daß ich als Ihr Hirte Ihr Leid mitfühle. Diese Vergehen, die einen so schweren Vertrauensbruch darstellen, verdienen eine eindeutige Verurteilung. Sie haben großen Schmerz verursacht und dem Zeugnis der Kirche geschadet. Ich bitte Euch alle, Eure Bischöfe zu unterstützen, ihnen zu helfen und im Kampf gegen dieses Übel mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Opfer sollten Mitgefühl und Fürsorge erfahren, und die Verantwortlichen für diese Übel müssen vor Gericht gestellt werden. Es ist eine dringende Priorität, eine sicherere und gesundere Umgebung zu fördern, besonders für die jungen Menschen.
Montag, 4. August 2008 13:26
Colombe de la paix: @Messdiener
Außerdem ist der „Focus“ kein Boulevard-Blatt, sondern ein seriöses politisches Magazin.

Der Witz war gut!
Der Focus veröffentlicht doch nur,
was nicht gegen unsere derzeitige Regierung spricht.
Dort wird mehr sensiert , wie veröffentlicht.
Deutschland und Meinungsfreiheit!!!!
Montag, 4. August 2008 13:24
Sozialkatholisch: Wie oft sagen
die letzten guten Amtskirchenpriester denn das leider so gut wie keiner mehr zur Beichte kommt?

Hab ich jedenfalls schon oft gehört.
Montag, 4. August 2008 13:22
Der Focus ist aus meiner Sicht n Boulevardblatt… Nur besser aufgemotzt.

Da gibts andere seriöse Medien wie zB KNA, Spiegel, Die Zeit o.ä. Die berichten über Tatsachen und machen Vermutungen als solche kenntlich…
Montag, 4. August 2008 13:20
Sirilo: Beichte und Buße
Daß es in der Kirche Beichte und Buße nicht mehr gibt, ist eine Lüge. In unserer Stadt (im Erzbistum Bamberg) gibt es in jeder der 7 Pfarreien allwöchentlich eine Beichtgelegenheit.
Montag, 4. August 2008 13:18
Messdiener: Doppelmoral
Das ist ja mal wieder typisch. Auf der einen Seite für die vermeintlichen Täter, zu Recht, die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung einfordern, aber gegen Randgruppen (z.B. Homosexuelle), die durch den Rechtsstaat geschützt sind, hetzen.

Außerdem ist der „Focus“ kein Boulevard-Blatt, sondern ein seriöses politisches Magazin.
Montag, 4. August 2008 11:54
Suscipiat †: hetz.net und Buße
So viel Bußmittel, die die hetz-net-Lügner in ihrem Beichtstuhl sich auferlegen lassen müssten, gibt es gar nicht!
Montag, 4. August 2008 11:27
Schön wäre es, dann hätten wir
Schiedsämter weniger Arbeit!
Montag, 4. August 2008 11:06
stimme der vernunft: Dummschwätzer
Seit es in der Kirche Beichte und Buße nicht mehr gibt

Die Dummschwätzer von hetznet mal wieder.

Die weltliche Schuld war noch nie durch Beichte und Buße abgegolten.

Oder ist beispielweise schon jemals einem Verleumder wie den hetznet-Redakteuren die weltliche Strafe erlassen worden, nur weil er bei der Beichte war und als „Buße“ 15 Avemaria heruntergeleiert hat?
Montag, 4. August 2008 11:03
Aleph †: -RJH-
Leider tauchen aber solche Anschuldigungen oft kurz nach Verjährungsfrist auf.

Wenn die Anschuldigungen so lange sicher verwahrt werden können, um er nach der Verjährungsfrist an die Öffentlichkeit zu gelangen, ist das doch für die beschuldigte Partei eine gute Sache, weil die andere leer ausgehen muss… und dafür wenigstens den Schaden hat: –)
Montag, 4. August 2008 10:39
RJH: @timpressum
Auch Sie stimmen leider in den Chor der Stammtische ein. Das „Kloster“ von dem die Rede ist, ist ein sog. Recollectio-Haus in dem auch Psychotherapeuten und Ärzte arbeiten. Das Beschuldigungen strafrechtlich relevanter Art vor Gericht geklärt werden sollten, wäre wohl auch im Sinne der Beschuldigten um öffentlich die ganze Wahrheit zu ergründen. Leider tauchen aber solche Anschuldigungen oft kurz nach Verjährungsfrist auf. Die Staatsanwaltschaft hat also überhaupt keine Veranlassung Klage zu erheben. Oft wird auch wegen der Geringfügigkeit der „Vorfälle“ das Verfahren eingestellt.
Montag, 4. August 2008 10:38
Sozialkatholisch: Schweres Thema
Tatsache ist allerdings, daß es schon öfter den Versuch gegeben hat, sich das Schweigen von Mißbrauchsopfern (auch mit Geld) zu erkaufen!

Tatsache ist auch, daß es immer wieder Versuche gibt, zu Unrecht Angeschuldigte mit der Androhung von übler Nachrede und Verleumdung zu erpressen!


Ein wirklich sehr schweres Thema.
Montag, 4. August 2008 10:36
Pünktchen: Tatsachen …
Tatsache ist allerdings, daß es schon öfter den Versuch gegeben hat, sich das Schweigen von Mißbrauchsopfern (auch mit Geld) zu erkaufen!

Tatsache ist auch, daß es immer wieder Versuche gibt, zu Unrecht Angeschuldigte mit der Androhung von übler Nachrede und Verleumdung zu erpressen!
Montag, 4. August 2008 10:28
timpressum †: Medien und Mißbrauch
Das machen die Boulevardblätter nicht nur bei der Kirche so! Und das macht kreuz.net bei ganz anderen Sachen übrigens auch!

Tatsache ist allerdings, daß es schon öfter den Versuch gegeben hat, sich das Schweigen von Mißbrauchsopfern (auch mit Geld) zu erkaufen!

Und der Herr Domkapitular gehört nicht in eine Kloster, wenn er krank ist, sondern in eine Klinik. Und dann vor Gericht!
Montag, 4. August 2008 10:21
RJH: Gnadenlose Vernichtungskampagne
Obwohl sich der Beschuldigte noch überhaupt nicht offiziell geäussert hat, geschweige denn eine Schuld eingeräumt hat, wird er von der Presse gnadenlos niedergemacht. Die gleichen Medien die sonst so auf „Freiheit“, „Gerechtigkeit“ und „Fakten“ bedacht sind steigern sich wenn es um die Kirche geht in einen wahren Blutrausch.
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