Kinderabtreibung
Kardinal will Kind adoptieren
Ein indisches Elternpaar wollte seinem eigenen Kind den Garaus machen. Doch dann entwickelte ein Gericht Muttergefühle.
Der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias, im Dezember 2006 - noch vor seiner Kardinalserhebung.
Der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias, im Dezember 2006 – noch vor seiner Kardinalserhebung.
(kreuz.net, Bombay) Das Oberste Gericht von Indien in Bombay hat dem hinduistischen Paar Niketa and Haresh Mehta verboten, ihr ungeborenes Kind noch im siebten Monat abzutreiben.

Die Ärzte hatten der Frau am Ende des sechsten Schwangerschaftsmonat gesagt, daß ihr Kleines an einem Herzfehler leidet. Nach Angaben der nationalen Presse ist es der erste Fall in Indien, wo ein lebensunwertes Leben vor Gericht verhandelt wurde.

In Indien wird die Kinderabtreibung nach dem fünften Monat bestraft, außer es besteht eine Gefahr für das Leben der Mutter.

Die Eltern argumentierten, daß das Kind ab der Geburt einen Herzschrittmacher brauchen werde. Es würde keine „normales“ Leben führen können. Zudem fehle ihnen das Geld für die teuren medizinischen Behandlungen.

Die Richter befragten ein Ärzteteam über die Gefahren einer Geburt und einer Tötung des Kindes.

Die Ärzte sagten, daß das Kind möglicherweise nicht überleben werde. Doch auch die Abtreibung des bereits lebensfähigen Kindes sei für die Mutter risikoreich.

Kirche bietet Hilfe

Der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias, begrüßte das Urteil zugunsten des Kindes. Das berichtete die asiatische Nachrichtenagentur ‘UcaNews’.

Kardinal Gracias hatte bereits im Vorfeld an das Gericht appelliert, ein Urteil im Sinne des Kindswohls zu fällen.

Nun bot er an, das Kind zu adoptieren „falls es für die Mutter zu viel“ werde.

Er habe bereits mit den Missionarinnen der Nächstenliebe in der Stadt gesprochen. Sie würden sich um das behinderte Kind kümmern.

Das Urteil verdeutliche, daß „wir nicht Gott spielen können“.

Die Erlaubnis zur Abtreibung hätte eine lebensfeindliche Mentalität gefördert.

Der Kirchenfürst versteht, daß die Eltern ein Trauma erleben. Aber das gebe ihnen nicht das Recht zu töten.

Die hinduistische Mutter erklärte vor ‘UcaNews’, daß sie angeblich an Gott glaube. Sie empfinde das Kind nicht als Last.

Allerdings hält sie die Abtreibung für „weniger schmerzlich“, als ihr Kind lebenslang leiden zu sehen.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Gunsenum   19:06:24 | Mittwoch, 6. August 2008
HAAAAAAAAAAALLO? Das ist ein VII’ler!!!
Und sie loben ih hier?!!? Was ist nur aus dem altmodischen hetz.net geworden? tztztz!
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#3   Botschafter   10:10:35 | Mittwoch, 6. August 2008
Sonntagsevangelium
Da hat sich einer das Sonntagsevangelium katholik.ch/ zu Herzen genommen, bravo Kardinal Gracias!
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#2   pneumat   01:48:48 | Mittwoch, 6. August 2008
„daß ihr Kleines an einem Herzfehler leidet“
Gott sei Gracias, dass der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias keinen Herzfehler hat!
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#1   Ministrant   19:46:34 | Dienstag, 5. August 2008
Oh…
es wird mal nicht ueber einen römisch – katholischen Bischof gehetzt, sonst werden ja in diesem braunen Etablisement nur die lefevbrisch – katholischen Bischöfe, welcher der Strafe der Exkommunikation und dem ungehorsam gegenüber dem Papst verfallen sind, gelobt.
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