19:28:24 | Dienstag, 5. August 2008
Ein indisches Elternpaar wollte seinem eigenen Kind den Garaus machen. Doch dann entwickelte ein Gericht Muttergefühle.

Der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias, im Dezember 2006 – noch vor seiner Kardinalserhebung.
(kreuz.net, Bombay) Das Oberste Gericht von Indien in Bombay hat dem hinduistischen Paar Niketa and Haresh
Mehta verboten, ihr ungeborenes Kind noch im siebten Monat abzutreiben.
Die Ärzte hatten der Frau am
Ende des sechsten Schwangerschaftsmonat gesagt, daß ihr Kleines an einem Herzfehler leidet. Nach Angaben
der nationalen Presse ist es der erste Fall in Indien, wo ein lebensunwertes Leben vor Gericht verhandelt
wurde.
In Indien wird die Kinderabtreibung nach dem fünften Monat bestraft, außer es besteht eine Gefahr
für das Leben der Mutter.
Die Eltern argumentierten, daß das Kind ab der Geburt einen Herzschrittmacher
brauchen werde. Es würde keine „normales“ Leben führen können. Zudem fehle ihnen das Geld für die
teuren medizinischen Behandlungen.
Die Richter befragten ein Ärzteteam über die Gefahren einer Geburt
und einer Tötung des Kindes.
Die Ärzte sagten, daß das Kind möglicherweise nicht überleben werde.
Doch auch die Abtreibung des bereits lebensfähigen Kindes sei für die Mutter risikoreich.
Kirche bietet
HilfeDer Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias, begrüßte das Urteil zugunsten des Kindes.
Das berichtete die asiatische Nachrichtenagentur ‘UcaNews’.
Kardinal Gracias hatte bereits im Vorfeld
an das Gericht appelliert, ein Urteil im Sinne des Kindswohls zu fällen.
Nun bot er an, das Kind zu
adoptieren „falls es für die Mutter zu viel“ werde.
Er habe bereits mit den Missionarinnen der Nächstenliebe
in der Stadt gesprochen. Sie würden sich um das behinderte Kind kümmern.
Das Urteil verdeutliche, daß
„wir nicht Gott spielen können“.
Die Erlaubnis zur Abtreibung hätte eine lebensfeindliche Mentalität
gefördert.
Der Kirchenfürst versteht, daß die Eltern ein Trauma erleben. Aber das gebe ihnen nicht
das Recht zu töten.
Die hinduistische Mutter erklärte vor ‘UcaNews’, daß sie angeblich an Gott glaube.
Sie empfinde das Kind nicht als Last.
Allerdings hält sie die Abtreibung für „weniger schmerzlich“,
als ihr Kind lebenslang leiden zu sehen.
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Gunsenum 19:06:24 | Mittwoch, 6. August 2008
#3
Botschafter 10:10:35 | Mittwoch, 6. August 2008
#2
pneumat 01:48:48 | Mittwoch, 6. August 2008
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Ministrant 19:46:34 | Dienstag, 5. August 2008