11:28:47 | Mittwoch, 6. August 2008
Die vom Konzil gewollte Aufwertung der Laien, ist schnell zu einem innerkirchlichen Klassenkampf zwischen Geweihten und Ungeweihten verkommen. Doch nicht überall.

Messe in Polen: Bis auf den letzten Platz gefüllt.
(kreuz.net) „Während des Kommunismus waren die polnischen Bischöfe und Priester eng mit bestimmten Laien
verbunden, denen sie vertrauen konnten.“
Das erklärte die Journalistin Alina Petrowa-Wasilewicz – Präsidentin
des ‘Nationalen Rates der katholischen Laien in Polen’ – am 10. Juli vor der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.
Es habe damals die Befürchtung gegeben, daß die kommunistische Geheimpolizei ihre eigenen Leute in
die Kirche einschmuggeln könnte.
Dieser inoffizielle Kreis katholischer Laien habe damals mitgeholfen,
die Kirche vor Feinden zu bewahren: „1994 hat er sozusagen einen offiziellen Rahmen erhalten.“
Der Rat
hat zwanzig Mitglieder, die von der Bischofskonferenz nominiert werden und aus verschiedenen Diözesen
stammen. Fünf weitere Mitglieder werden für das Laienapostolat bestimmt.
Auf den Hinweis, daß Kardinal
Joachim Meisner von Köln das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ einmal als Untersuchungsausschuß
kritisierte, der glaubt, Lehraussagen der Bischöfe und des Papstes absegnen zu müssen, antwortet Frau
Petrowa: „Nein, nein, nein.“
Man wolle nicht Papst und Bischöfen kontrollieren, sondern dafür sorgen,
„daß es in der Gesellschaft radikale Christen gibt.“
Der ‘Rat der katholischen Laien in Polen’ habe
kein Autoritätsproblem.
Bei der Arbeit sei man in sehr engem Kontakt mit den Oberhirten: „Ich habe die
Handy-Nummern der Bischöfe immer gespeichert bei mir.“
Und: „Wenn ich zu Talk-Shows oder Interviews
eingeladen werde, sage ich Dinge, die in voller Übereinstimmung stehen mit dem, was die Bischöfe vertreten
und was die Kirche lehrt, etwa zum Thema In-vitro-Fertilisation.“
Frau Petrowa will nicht, daß Frauen
Priester werden: „Das nicht!“ Sie glaubt aber, daß Frauen stärker als bisher die Möglichkeit bekommen
sollten, ihre Führungsfähigkeiten einzusetzen.
Eine Revolution will sie deswegen nicht organisieren:
„Aber etwas muß sich ändern“ – so Frau Petrowa.
Sie sieht auch die Notwendigkeit einer theologischen
Bildung der Laien. Dabei schätzt sie die Bücher des Papstes: „Er schreibt aus dem Geist des Gebetes
heraus, im Unterschied zu Hans Küng.“
Insgesamt wünscht sie sich eine demütigere und weniger selbstzufriedene
Kirche: „All die Einrichtungen und Institutionen innerhalb der Kirche können nicht das innere Leben ersetzen.“
Wenn das alles da sei, aber innen eine spirituelle Leere vorherrsche, habe die Kirche keinen Sinn: „Ich
glaube, Polen macht in dieser Hinsicht zur Zeit eine Reinigung durch.“
„Es bleiben nur die wenigen Gläubigen
übrig, die ein wirkliches Bewußtsein für den Glauben haben.“
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Marcelus 20:13:11 | Dienstag, 12. August 2008
#20
Marcelus 20:08:32 | Montag, 11. August 2008
#18
Marcelus 21:28:46 | Sonntag, 10. August 2008
#16
Marcelus 22:27:17 | Donnerstag, 7. August 2008
#13
Mens Sana 23:56:45 | Mittwoch, 6. August 2008
#12
apex 22:37:00 | Mittwoch, 6. August 2008
#11
Sozialkatholisch 17:45:09 | Mittwoch, 6. August 2008
#10
Regina 1961 17:42:07 | Mittwoch, 6. August 2008
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Aleph † 15:29:16 | Mittwoch, 6. August 2008
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Regina 1961 14:52:57 | Mittwoch, 6. August 2008
#7
Immaculata 14:49:04 | Mittwoch, 6. August 2008
#6
Aleph † 14:48:39 | Mittwoch, 6. August 2008
#5
Regina 1961 14:46:20 | Mittwoch, 6. August 2008
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Guiseppe 12:11:44 | Mittwoch, 6. August 2008
#2
bonifatius 12:05:37 | Mittwoch, 6. August 2008
#1
r.ruhrgebietler 12:00:20 | Mittwoch, 6. August 2008