Polen
Nein, nein, nein
Die vom Konzil gewollte Aufwertung der Laien, ist schnell zu einem innerkirchlichen Klassenkampf zwischen Geweihten und Ungeweihten verkommen. Doch nicht überall.
Messe in Polen: Bis auf den letzten Platz gefüllt.
Messe in Polen: Bis auf den letzten Platz gefüllt.
(kreuz.net) „Während des Kommunismus waren die polnischen Bischöfe und Priester eng mit bestimmten Laien verbunden, denen sie vertrauen konnten.“

Das erklärte die Journalistin Alina Petrowa-Wasilewicz – Präsidentin des ‘Nationalen Rates der katholischen Laien in Polen’ – am 10. Juli vor der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.

Es habe damals die Befürchtung gegeben, daß die kommunistische Geheimpolizei ihre eigenen Leute in die Kirche einschmuggeln könnte.

Dieser inoffizielle Kreis katholischer Laien habe damals mitgeholfen, die Kirche vor Feinden zu bewahren: „1994 hat er sozusagen einen offiziellen Rahmen erhalten.“

Der Rat hat zwanzig Mitglieder, die von der Bischofskonferenz nominiert werden und aus verschiedenen Diözesen stammen. Fünf weitere Mitglieder werden für das Laienapostolat bestimmt.

Auf den Hinweis, daß Kardinal Joachim Meisner von Köln das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ einmal als Untersuchungsausschuß kritisierte, der glaubt, Lehraussagen der Bischöfe und des Papstes absegnen zu müssen, antwortet Frau Petrowa: „Nein, nein, nein.“

Man wolle nicht Papst und Bischöfen kontrollieren, sondern dafür sorgen, „daß es in der Gesellschaft radikale Christen gibt.“

Der ‘Rat der katholischen Laien in Polen’ habe kein Autoritätsproblem.

Bei der Arbeit sei man in sehr engem Kontakt mit den Oberhirten: „Ich habe die Handy-Nummern der Bischöfe immer gespeichert bei mir.“

Und: „Wenn ich zu Talk-Shows oder Interviews eingeladen werde, sage ich Dinge, die in voller Übereinstimmung stehen mit dem, was die Bischöfe vertreten und was die Kirche lehrt, etwa zum Thema In-vitro-Fertilisation.“

Frau Petrowa will nicht, daß Frauen Priester werden: „Das nicht!“ Sie glaubt aber, daß Frauen stärker als bisher die Möglichkeit bekommen sollten, ihre Führungsfähigkeiten einzusetzen.

Eine Revolution will sie deswegen nicht organisieren: „Aber etwas muß sich ändern“ – so Frau Petrowa.

Sie sieht auch die Notwendigkeit einer theologischen Bildung der Laien. Dabei schätzt sie die Bücher des Papstes: „Er schreibt aus dem Geist des Gebetes heraus, im Unterschied zu Hans Küng.“

Insgesamt wünscht sie sich eine demütigere und weniger selbstzufriedene Kirche: „All die Einrichtungen und Institutionen innerhalb der Kirche können nicht das innere Leben ersetzen.“

Wenn das alles da sei, aber innen eine spirituelle Leere vorherrsche, habe die Kirche keinen Sinn: „Ich glaube, Polen macht in dieser Hinsicht zur Zeit eine Reinigung durch.“

„Es bleiben nur die wenigen Gläubigen übrig, die ein wirkliches Bewußtsein für den Glauben haben.“
      
23 Lesermeinungen
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#23   Jörg Guttenberger, Köln   15:21:00 | Mittwoch, 13. August 2008
Marcelus: Religion
Ihre Ausführungen entsprechen genau jenen Halbwahrheiten, wie sie von Ideologien, hier vom Katholizismus, gerne verbreitet werden!
Natürlich hat Jesus Christus nur eine Kirche gegründet, die sich seit Ignatius von Antiochien katholisch nennt. Das Substantiv von „katholisch“ ist aber „Katholizität“, und nicht „Katholismus“, wie Sie offenbar nicht begreifen oder nicht begreifen wollen! Sie können nicht zwischen Ideologie und Wirklichkeit unterscheiden oder wollen es zumindest nicht können.
Sie gehören nach Ihren bisherigen Ausführungen eindeutig zu den Anhängern des von VATII überwundenen Katholizismus, wohingegen ich es mit VATII und damit mit der Katholizität halte.
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#22   Marcelus   20:13:11 | Dienstag, 12. August 2008
@J. Gutenberger: Werden Sie nicht noch alberner
s gibt nur eine katholische Religion, und nicht mehrere davon.
Und Sie gehören definitiv nicht dazu, weil Sie auch an mehrere Pseudo-Kirchen glauben.
Bekehren Sie sich zur Lehre der Kirche, wenn Sie gerettet werden wollen.
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#21   Jörg Guttenberger, Köln   09:30:01 | Dienstag, 12. August 2008
Marcelus: Katholzismus
Was ich Ihnen schon immer vorgeworfen habe und nun schon wieder vorwerfen muß: Sie sind offenbar mit der Unterscheidung zwischen Katholizismus und Katholizität schlichtweg überfordert!
Die Behauptung, Jesus Christus habe im 19. Jahrhundert gelebt, haben Sie aufgestellt, nicht ich.
Meine Frage, welche Dogmen ich nach Ihrer Auffassung leugne, haben Sie bisher nicht beantwortet.
Sie schreiben einfach drauflos, ohne zu denken!
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#20   Marcelus   20:08:32 | Montag, 11. August 2008
@Jörg Guttenberger, Köln, der modernistische Pseudokatholik: Wenn Sie die Lehre der Kirche kennen,
müssen Sie an dieser auch festhalten.
Wenn Sie diese kennen und verwerfen, dann sind Sie Häretiker und Apostat, und befinden sich als Apostat außerhalb der Kirche und außerhalb der ewigen Errettung.
Von modernistischen Geschichtsdogmentheorien wird Ihre Dogmenleugnung der einen Kirche auch nicht besser.
Jörg Guttenberger, Köln
Nach allem, was Sie bisher von sich gegeben haben, bin ich über die Lehre der römisch-katholischen Kirche deutlich besser unterrichtet, als Sie, der Sie sich deutlich als Anhänger des Katholizismus, also der im 19. (!) Jahrhundert entstandenen und von VATII überwundenen ideologischen Ausgabe der Katholizität profilieren! Hierauf habe ich schon öfter hingewiesen!
Jesus Christus hat also während Seines Erdendaseins im 19. Jahrhundert D.E.Z. gelebt, als Er auf St. Petrus die eine Kirche unter St. Petrus als Seinen Stellvertreter gegründet hat?
Und der Petrusnachfolger Bonifaz VIII. hat auch im 19. Jahrhundert D.E.Z. gelebt, als er dieselbe Lehre über die eine Kirche im offiziellen Papstdokument Unam sanctam für alle Christen klar verständlich darlegte?
Papst Bonifaz VIII., Apostolisches Schreiben Unam sanctam
Wir erklären, sagen und definieren nun aber, daß es für jedes menschliche Geschöpf unbedingt notwendig zum Heil ist, dem Römischen Bischof unterworfen zu sein.
Wer ein Dogma leugnet, ist aber kein Katholik mehr.
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   16:52:13 | Montag, 11. August 2008
Marcelus: Kirche
Nach allem, was Sie bisher von sich gegeben haben, bin ich über die Lehre der römisch-katholischen Kirche deutlich besser unterrichtet, als Sie, der Sie sich deutlich als Anhänger des Katholizismus, also der im 19. (!) Jahrhundert entstandenen und von VATII überwundenen ideologischen Ausgabe der Katholizität profilieren! Hierauf habe ich schon öfter hingewiesen!
Sie haben offenbar etwas gegen Religionswissenschaft? Dann sollten Sie verinnerlichen, daß analythisches Denken der Wissenschaft und verknüpfendes Denken der Meditation zusammengehören, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes.
Im Übrigen bin ich kein Religionswissenschaftler, sondern Betriebswirt und praktizierender r.-k. Christ, habe aber neben der eigenen Tradition auch die byzantinische sehr gut kennen gelernt und mich mit anderen östlichen Riten befaßt.
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#18   Marcelus   21:28:46 | Sonntag, 10. August 2008
@Jörg Guttenberger der protestantische Religionswissenschaftler: Für die heutige »anglikanische
Kirche« mögen Sie recht haben, aber nicht historisch für die richtige Kirche Christi, die die Kirche unter dem Petrusnachfolger ist.
Informieren Sie sich über die Lehre der römisch-katholischen Kirche.
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#17   Jörg Guttenberger, Köln   23:18:04 | Donnerstag, 7. August 2008
Marcelus: Diakoninnen
Daliegen Sie wieder, wie meistens, völlig falsch!
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#16   Marcelus   22:27:17 | Donnerstag, 7. August 2008
@J. Guttenberger: Diakoninnen haben nie ein Weihesakrament
empfangen.
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#15   Jörg Guttenberger, Köln   22:26:06 | Donnerstag, 7. August 2008
Laien in der Kirche, Priesterinnen
Kirchenvorstände, für die vermögensverwaltung zuständig, hat es auch vor dem Konzil schon gegeben. Hinzugekommen sind die Pfarrgemeinderäte, je jure ausschließlich mit beratender Funktion, für die übrigen Bereiche der Pfarre.
Leider gewinnt man den Eindruck, daß die heutigen Laienräte sich nicht für die Evangelisierung der Welt, sondern für die Prophanisierung der Kirche stark machen und so eher als Klotz am Bein des corpus christi mysticum wirken.
Die kirchliche Tradition kennt keine Priesterinnen, auch im 1. Jahrhundert nicht. Weil aus dieser Zeit nur wenig bekannt ist, feiern Spekulationen umso fröhlichere Urständ. Wer sich im damaligen Denken auskennt, weiß, daß eine Priesterin damals völlig unmöglich war.
Sakramental geweihte Diakonninnen hat es mit Ausname von Rom und Alexandrien zum Teil bis ins Mittelalter gegeben. In Byzanz fehlte bei der Weihe jedoch der Zusatz „für die Mysterien“ (Mysterium ist im dortigen liturgischen Sprachgebrauch gleichbedeutend mit Sakrament). Damit war die Diakonin vom Altardienst ausgeschlossen, durfte aber in derselben liturgischen Kleidung, wie die Diakone, hinter der Ikonostase an der Liturgie teilnehmen.
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#14   stimme der vernunft †   13:23:27 | Donnerstag, 7. August 2008
Hüpfdohlen
Wir wissen, du hättest gerne, dass es welche Hüpfdohlen gäbe,
Ja, die Hüpfdohlen würden doch hervoragend zu den Kostümkaspern passen, die heute da am Altar herumkaspern und lateinische Zaubersprüchlein murmeln.
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#13   Mens Sana   23:56:45 | Mittwoch, 6. August 2008
@ Appendix
In der Kirche Jesu Christi gibt es keine Priesterinnen.
Wir wissen, du hättest gerne, dass es welche Hüpfdohlen gäbe, die dann um den Altar hüpfen könnten, wie die Hexen um den Hexekessel.
weil es vermutlich etwas ganz was anderes ist, wenn da anstelle „tanzender Hupfdohlen“ (sic), männliche schwarze Pinguine oder rosa Flamingos als Vertreter der Schreitvögel um den Altar schwarwenzeln.
Gruss
MS
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#12   apex   22:37:00 | Mittwoch, 6. August 2008
@ Regina
Ein Priester nur predigen. Und eine Priesterin…
In der Kirche Jesu Christi gibt es keine Priesterinnen.
Wir wissen, du hättest gerne, dass es welche Hüpfdohlen gäbe, die dann um den Altar hüpfen könnten, wie die Hexen um den Hexekessel.
:-D
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#11   Sozialkatholisch   17:45:09 | Mittwoch, 6. August 2008
Ich finde es immer wieder schön
wenn intime Mädchengespräche hier so öffentlich geführt werden!
:-]
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#10   Regina 1961   17:42:07 | Mittwoch, 6. August 2008
@Aleph
Ich wollte ja auch nur den Ruhrpotti ein wenig ärgern.
Blubb… :-$
Regina1961
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#9   Aleph †   15:29:16 | Mittwoch, 6. August 2008
Regina 1961
Absolution kann ich Ihnen keine erteilen. Dazu fehlt mit die Befugnis.
Obwohl mir die Formel in Latein und Deutsch durchaus geläufig ist.
Aber ich würde mal sagen, versenken wir das, weswegen Sie „mea culpa“ gerufen haben, einfach ins tiefste Meer…
dann ist es nicht mehr da.
Quitt…
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#8   Regina 1961   14:52:57 | Mittwoch, 6. August 2008
@Aleph
Mea culpa, mein Lieber, mea culpa maxissima…
:-D
Regina
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#7   Immaculata   14:49:04 | Mittwoch, 6. August 2008
@Guiseppe
Sagen wir mal so: vor dem Konzil waren die Laien nicht ausschließlich, aber oft nur als die Empfänger der Sakramente im Blick.
In den Texten des II. Vaticanums, gerade in LG und GS, wurde einmal der spezifische Charakter der Laien und die ihnen eigene Aufgabe und Sendung in den Blick genommen, nämlich ihr Weltcharakter.
Die Bezeichnung als „Aufwertung“ ist also insofern gerechtfertigt, wenn man das oben Genannte damit meint.
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#6   Aleph †   14:48:39 | Mittwoch, 6. August 2008
Regina 1961
Sanfter Widerspruch, Regina: ein Priester darf nur zelebrieren und ein Prediger darf nur predigen und ein Pastor darf nur Schafe und Lämmer weiden…! :-)
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#5   Regina 1961   14:46:20 | Mittwoch, 6. August 2008
Mein Gott Stimme…
…Du kapierst aber auch gar nix. Ein Bäcker kann eben nur Brötchen backen. Und ein Schreiner nur Tische. Ein Priester nur predigen. Und eine Priesterin… :-D :-D :-D
LG Regina
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#4   stimme der vernunft †   13:07:00 | Mittwoch, 6. August 2008
@Ruhrpott
Seit wann kann ein Bäcker Wasserrohr flicken
Was genau sollte es einem Bäcker unmöglich machen, ein Wasserrohr zu flicken?
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#3   Guiseppe   12:11:44 | Mittwoch, 6. August 2008
Aufwertung der Laien?
kreuz.net: „… vom Konzil gewollte Aufwertung der Laien“
Wo hat „das Konzil“ die Laien aufgewertet?
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#2   bonifatius   12:05:37 | Mittwoch, 6. August 2008
Nicht nur in Polen
„Ich glaube, Polen macht in dieser Hinsicht zurzeit eine Reinigung durch.“
„Es bleiben nur die wenigen Gläubigen übrig, die ein wirkliches Bewußtsein für den Glauben haben.“
Dies gilt auch für Deutschland und für Westeuropa!
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#1   r.ruhrgebietler   12:00:20 | Mittwoch, 6. August 2008
Aufwertung der Laien??
Seit wann kann ein Bäcker Wasserrohr flicken, oder ein KFZ-Schlosser Torten zaubern? Und zu dem das alles in einer streng hirarchischen Ordnung der traditionell hlg. röm.-kath. Kirche, in der die trid. Liturgie immer im Vordergrund steht???
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