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Dienstag, 1. März 2005 08:32
kreuzmeldungen
Neuer Kardinal Protodiakon + Menschenrecht aus Peking + Neuer Nuntius für die Europäische Gemeinschaft + Reise nach New York + Das große Ärgernis + Von Engeln gestohlen
Kardinal Medina Estevez
Kardinal Medina Estevez
Neuer Kardinal Protodiakon

Vatikan. Der emeritierte Präfekt der „Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung“, Jorge Arturo Kardinal Medina Estevez, wurde am vergangenen Donnerstag vom Heiligen Vater zum neuen Kardinal-Protodiakon ernannt. Der 78-jährige Kardinal stammt aus Chile. Er wird in Zukunft unter anderem dafür zuständig sein, nach dem nächsten Konklave den Namen des neugewählten Papstes zu verkünden. Das Kardinalskollegium gliedert sich formell in drei Kategorien: Kardinalbischöfe, Kardinalpriester und Kardinaldiakone. Diese Unterscheidung hat historische Gründe und läßt meistens nicht auf den Rang eines Kardinals schließen. Der erste Kardinalbischof und Vorsitzende des Kardinalskollegiums ist Joseph Kardinal Ratzinger.

Menschenrecht aus Peking

USA. Seit Montag tagt die Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York. Ziel der Zusammenkunft ist zu überprüfen, wie das vor zehn Jahren bei der Weltfrauenkonferenz in Peking verfaßten Dokument umgesetzt wurde. Das Pekinger Dokument forderte ein Ende der Benachteiligung von Frauen in zwölf Bereichen, so zum Beispiel im Gesundheits- und Bildungswesen. In Tat und Wahrheit streiten sich die Konferenzteilnehmer über die Kinderabtreibung. Die USA verlangt eine Klarstellung in der Abschlußerklärung, daß es kein Recht auf die Kinderabtreibung gibt. In der derzeitigen Formulierung des Pekinger Dokuments werden vorgeburtliche Kindstötungen als Menschenrecht deklariert.

Neuer Nuntius für die Europäische Gemeinschaft

EU. Die Europäische Union hat einen neuen Nuntius. Der französische Erzbischof André Dupuy (65) löst den Spanier Mons. Faustino Sainz Munoz (67) als Vertreter des Vatikans bei der EU ab. Dies gab Kardinalsstaatssekretär Angelo Sodano am Donnerstag bekannt. Erzbischof Dupuy war zuletzt im Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls in Venezuela tätig. Sein Vorgänger bei der EU ist seit Dezember letzten Jahres Nuntius von Großbritannien.

Reise nach New York

USA. In New York findet derzeit ein vom „Jüdischen Weltkongreß“ organisiertes Treffen statt, an dem sich auch Vertreter der katholischen Hierarchie beteiligen. Der „Jüdische Weltkongreß“ vertritt Juden aus achtzig Ländern der Welt. Neben zahlreichen jüdischen Vertretern haben sich auch 27 katholischen Bischöfe, unter ihnen Jean-Marie Kardinal Lustiger, selber ein Jude, und der für die Ökumene zuständige Kurienkardinal Walter Kaper, eingefunden. Als Schwerpunkt steht ein gemeinsames Projekt gegen die Verbreitung von AIDS in Afrika auf dem Programm. Ein weiteres Thema ist das Konzilsdokuments „Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen. Die Erklärung, die heuer ihren vierzigsten Geburtstag feiert, hat einen neuen Zugang der Kirche zum Judentum markiert. Sie hält unter anderem fest, daß den Juden keine kollektive Schuld am Tod Christi zukommt.

Das große Ärgernis

Österreich. Der Bischof von St. Pölten, Klaus Küng, entschuldigte sich laut einem Bericht des ‘Österreichischen Rundfunks’ bei den aus der Kirche Ausgetretenen für „das große Ärgernis“ im letzten Jahr. Damit spielte der Bischof auf die Ereignisse im Priesterseminar seiner Diözese an. „Es tut mir sehr leid, daß Verantwortliche der Kirche dieses Ärgernis gegeben haben, und ich möchte mich dafür entschuldigen.“ Er arbeite an einer „Bereinigung der leidigen Situation“ und an einem Neuanfang in der Diözese St. Pölten. Die Rückkehr in die Kirche sei jederzeit möglich. Der Hauptgrund für Kirchenaustritte in Österreich ist die dort von Kirche und Staat eingeforderte Kirchensteuer.

Von Engeln gestohlen

Zehn Tage nach dem Tod der letzten Seherin von Fatima, Sr. Lucia dos Santos, hat sich Mel Gibson die Filmrechte zum Buch ‘Gestohlen von Engeln’ erworben. Das berichtete der christliche Online-Dienst „Xt3“. Es handelt sich um einen Roman von Brian Dullaghans über das dritte Geheimnis von Fatima. Im Roman flieht ein junger Ire aus dem trübseligen Leben seines Dorfes und wandert nach Amerika aus. Dort schlittert er direkt in die Verbrecherszene von New York. Sein Leben ändert sich, als er die hübsche Italienerin Maria kennenlernt. Er packt erneut seine Sachen und zieht mit Maria nach Italien. Dort erwartet ihn aber nicht das erhoffte Glück. Das Pärchen wird mit dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. und dem dritten Geheimnis von Fatima konfrontiert. Dann überschlagen sich die Ereignisse. „Man darf gespannt sein“, so die ersten Kommentare.
4 Lesermeinungen:
Dienstag, 1. März 2005 17:44
GerdEric: Man, man oh man
wenn Jesus denn gegen Pharisäer gewettert haben sollte,
was würde er euch die „Messdiener“ lesen

es ist nicht zu glauben,
ihr schlagt die vermeintlichen Pharisäer,
ih seit wahrlich schlimmer…
Dienstag, 1. März 2005 16:34
Ich habe dann kein Problem, wenn dieses Programm auf dem Boden der kirchlichen Morallehre stattfindet, also Geschlechtsverkehr nur in der Ehe, sonst Keuschheit. Nur bei derartigen Zielsetzungen wäre die Anwesenheit eines Cardinals der katholischen Kirche bei einem derartigen Anlaß rechtfertigbar. Ein derartiges Programm wäre sicherlich sehr erfolgreich, stattdessen forciert man Kondome für sündhafte Beziehungen aller Art und fördert damit AIDS.
Dienstag, 1. März 2005 14:13
GerdEric: Liebe Stimme aus dem Tradiland
In dem Bericht steht: Als Schwerpunkt steht ein gemeinsames Projekt gegen die Verbreitung von AIDS in Afrika auf dem Programm.

Ist da was gegen einzuwenden?
Dienstag, 1. März 2005 12:22
Was hat der Jüdische Weltkongreß mit AIDS zu tun? Zweite Frage: Was sucht Kuriencardinal Kasper dort – will er den Juden das Evangelium verkünden?
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