(kreuz.net) Die britische Tageszeitung ‘The Telegraph’ hat heute Auszüge aus einem privaten Brief des
jetzigen anglikanischen Erzbischofs von Canterbury, Rowan Williams, publiziert.
Der Brief stammt aus
der Zeit kurz vor Williams’ Ernennung zu seinem gegenwärtigen Amt im Februar 2003 und handelt von der
Homo-Frage.
In dem Brief bekennt sich Williams offen zu unmoralischen Ansichten bezüglich der Homo-Unzucht:
„In der Bibel ist die Frage einer angemessenen Verhaltensweise jener, die von Natur, Instinkt oder aus
sonst einem Grund homosexuell sind, nicht angesprochen“ – behauptet Williams in dem Schreiben:
„Am Ende
der 80er Jahre bin ich endgültig zur Auffassung gekommen, daß die Bibel nicht von Personen spricht,
die wir als naturbedingte Homosexuelle anerkennen sollten.“
Williams stellt die Homo-Unzucht sogar theologisch
auf die gleiche Ebene wie die Ehe:
„Ich kam zum Schluß, daß eine aktive sexuelle Beziehung zweier gleichgeschlechtlicher
Menschen darum die Liebe Gottes auf eine mit der Ehe vergleichbare Weise reflektieren kann, wenn und nur
wenn sie den gleichen Charakter einer absoluten Bundestreue besitzt.“
Darum hält Williams eine Revision
der anglikanischen Lehre in dieser Frage für möglich:
„Die Kirche hat ihre Ansichten bei verschiedenen
Problemen geändert – zum Beispiel bei der Zinsfrage oder der moralischen Zulässigkeit der Empfängnisverhütung.
Ich muß mich darum fragen, ob das hier ein ähnliches Thema ist.“
Das gegenwärtige anglikanische Oberhaupt
greift auch Kritiker der Homo-Unzucht an, welche diese Frage angeblich „politisieren“ und „als das einzige
und wichtigste Merkmal der christlichen Orthodoxie behandeln“ würden.
Der präsidierende anglikanische
Bischof der Südlichen Hemisphäre und Bischof von Argentinien, Gregory Venables, zeigte sich nicht überrascht:
„Es ist kein Geheimnis und keine Nebensächlichkeit, daß ein wichtiger Teil der gegenwärtigen Spannungen
in der anglikanischen Gemeinschaft im Herzen ihres Anführers ausgetragen wird.“
Email-Adressen der Empfänger
32 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Gleichrichter ??? Nanana!!! El Greco…was ist denn ein DUMSCHWÄTZER??? Aber, sind denn nicht alle Menschen
gleich vor Gott? Ich empfinde diesen Beitrag als eine tumbe Provokation und ich werde hierauf nicht eingehen.
Wer Augen hat zum Sehen, der sehe
@Gleichrichter Vor Gott sind alle Menschen gleich Du bist ein Dumschwätzer und willst dem Leser einreden,
ein Massenvergewaltiger, Sittenstrolch oder ein wer-weiss-was-Aberirrter hätte den Freibrief in Händen
vor demAngesicht Gottes. Selten eine solche Anmaßung und bodenlose Frechheit gelesen.
@vineta Lieber vineta, Ich möchte hier kurz deinen geistigen Auswurf zitieren: Hier liegt ein naturbedingter
Defekt vor, der nicht zu einer normalen Ehe und Familiengründung befähigt. Was man an dieser Stelle
des Gedankengangs keinesfalls außer acht lassen sollte, ist: Es gibt Millionen von der Natur in tausend
Variationen fehlgebildete und benachteiligte Menschen, für die eine Ehe nie in Frage kommt – denen auch
ein Leben ohne Ehepartner zugemutet worden ist: Es gibt Pädophile, Sadomasochisten, Impotente, Gelähmte
und weiß Gott noch viele, viele andere von ihrer Natur her nicht für eine Familiengründung vorgesehene
Menschen, die ein eheloses Leben meistern müssen, und es oft auch meistern. Das ist in meinen Augen nicht
richtig! In welcher Welt lebst Du bitte? Nein, in keiner Ehe auf dieser Welt gibt es Pädophile (es wurden
noch nie Kinder vom eigenen Vater oder der eigenen Mutter missbraucht). Viagra und deren Verwendung und
Notwendigkeit ist auch eine Erfindung der ach so bösen Massenmedien. Frauen wurden noch nie von ihren
Männern geschlagen (was eine leichte Andeutung auf Sadismus bescheinigen würde) und Frauen haben es
auch noch nie ertragen geschlagen zu werden oder sich genau solche Männer auszusuchen (Masochismus).
Und Beziehungen zwischen „behinderten“ und nichtbehinderten Menschen gehören seit der Euthanasie g***-sei-Dank
der Verganenheit an!
@vineta Wer Homosexualität für einen naturbedingten „Defekt“ hält, leidet wohl an einigen Defekten.
Leute wir dieser Asoziale sind ein einziger Defekt, ein Geschwür an der Kirche Jesu Christi.
LandorganistII! Wie käme ich dazu, eine Entschuldigung zu akzeptieren, die gleich wieder mit der neuen
Verbalinjurie „Blödsinn“ erfolgt, den zu widerlegen, Sie hochnäsig für unter Ihrer Würde liegend halten!?
Landorganist II! Andere in niederträchtiger Weise beleidigen, das können Sie schon vorzüglich! Was
Sie aber noch lernen müssen, ist das vernünftige Argumentieren!
@Vineta Ihre Auslassungen lassen uns zu der Erkenntnis kommen, dass auch bei Ihnen ein naturbedingter
Defekt vorliegt, nämlich der der mangelnden Erkenntnis. Wir gehen davon aus, dass dieser durch menschliches
Eingreifen nicht heilbar ist. Da kann nur einer helfen: Der Heilige Geist. Es gibt Millionen von der Natur
in tausend Variationen fehlgebildete und benachteiligte Menschen, denen die Erkenntnis niemals kommt –
denen auch ein Leben in Einfalt zugemutet worden ist: Es gibt Dumme, Dämliche Verblödete, und weiß
Gott noch viele, viele andere von ihrer Natur her nicht für die Erkenntnis vorgesehene Menschen, die
ein einfach strukturiertes Leben meistern müssen, und es oft auch meistern. Besagten kommt es zu, sich
demütig in einer großen Schar zu wissen – sich einzureihen, ohne dreist nach einer Vorzugsbehandlung
zu schreien!
Vernünftiges Denken kommt zu anderen Ergebnissen als Williams, der für die Homo-Ehe plädiert, da es
eine naturbedingte Homosexualität gäbe. Letztere muß redlicherweise zunächst einmal eingegrenzt werden.
Bei relativ vielen Menschen – bei 20 % oder noch viel mehr – beobachtet die Wissenschaft bisexuelles Empfinden,
d.h. sie könnten sich homosexuell ausleben, könnten aber genauso eine Heterobeziehung eingehen. Will
er etwa jenen auch die Homo-Ehe zubilligen – und das im Ernst? Was nun jene 2 oder vielleicht 3 % der
Menschen angeht, die aus bisher immer noch unerklärlichen Gründen ausschließlich gleichgeschlechtlich
empfinden und deren Neigung anscheinend therapieresistent ist – so kann man vernünftigerweise auch diesen
nicht eine sog. Homo-Ehe zubilligen, denn es gilt festzuhalten: Hier liegt ein naturbedingter Defekt vor,
der nicht zu einer normalen Ehe und Familiengründung befähigt. Was man an dieser Stelle des Gedankengangs
keinesfalls außer acht lassen sollte, ist: Es gibt Millionen von der Natur in tausend Variationen fehlgebildete
und benachteiligte Menschen, für die eine Ehe nie in Frage kommt – denen auch ein Leben ohne Ehepartner
zugemutet worden ist: Es gibt Pädophile, Sadomasochisten, Impotente, Gelähmte und weiß Gott noch viele,
viele andere von ihrer Natur her nicht für eine Familiengründung vorgesehene Menschen, die ein eheloses
Leben meistern müssen, und es oft auch meistern. Besagten 2-3% kommt es zu, sich demütig in einer großen
Schar zu wissen – sich einzureihen, ohne dreist nach einer Vorzugsbehandlung zu schreien.
@möchtegerner Nun, was die peinlichen geschichtlichen Details angeht, da kommt Heinrich VIII ja wie ein
frommer Klosterbruder rüber, wenn man ihn mit den frühen Päpsten vergleicht Heinrich wollte seine
Mätresse wenigstens ehelichen, diese Päpste haben einfach nur herumgehurt und aufgebockt, was ihnen
vor die läufige Flinte gekommen ist. Und zwischendurch haben sie sich die „Messe aller Zeiten“ ausgedacht
Die anglikanische … … Sekte ist auch hinsichtlich ihrer Gründung ein Witz, wenn man bedenkt, dass
ihr Gründer ein Mehrfachmörder war, und diese „Kirche“ vorallem deshalb gegründet hat, um seine Mätresse
ehelichen zu können. So eine peinliche Gründunggeschichte sagt aus, dass diese „Kirche“ keine vernünftige
Existenzberechtigung. Insofern passt Homo-Ideologie irgendwie dazu – „Kirche“ als Methode die Moral zu
umgehen.
@Biene Maja Verehrteste, wie wäre es, wenn Sie Ihren ureigensten Aufgaben nachkommen und Honig produzieren
würden. Falls Ihnen die Orientierung dazu fehlt, gibt es sicher auch im Stock genug zu tun. Also, weg
mit Ihnen, oder muss erst die chemische Keule zum Einsatz kommen?
Na und? Interessiert doch keine Sau was nicht-christliche und nicht-kirchliche Sekten so treiben. Diese
pseudochristlichen Staats-Kirchenimitationen sind doch per se ein Witz.
#8 Protestant 21:13:15 | Donnerstag, 7. August 2008
@bertcd Und da es mich in diesem Fall nicht betrifft, kommts mir perönlich auf hundert Jahre nicht an.
Recht hast du (wir haben nämlich gestern oder irgendwann hier alle beschlossen, uns zu duzen-wie eine
große Familie) und Recht hat natürlich auch der Bischof! Und da es uns ja wirklich nicht betrifft, möchte
ich deinen Vorschlag aufgreifen! Wir werden uns exakt heute in hundert Jahren hier wieder auf dieser Seite
treffen und uns dann darüber austauschen, ob sich in der Tat was geändert hat…äh,aber Moment mal,
wir könnten uns ja dann auch im Himmel unter vier Augen unterhalten… oder geht das etwa nicht, weil
man dort das Geschreie so mancher kreuz.netler aus den Tiefen der Hölle hören kann…Nein,nein…wir
sehen uns heute in hundert Jahen…
#7 Biene Maja 20:43:54 | Donnerstag, 7. August 2008
Homo Ausernandersetzung Gott hat Mann und Frau geschaffen, nicht Mann und Mann sonst wäre die Welt schon
ausgestorben woher nehmen Sie die Kinder wenn Sie welche haben wollen da sind wir Frauen gefragt in einer
ganz normalen Beziehung zu einen Mann AIDS breitet sonst zuviel aus in Europa. Das ist die Strafe für
nicht Gott gewolltes Verhalten. Die Menschen haben Verantwortung gegenüber Gott und den Mitmenschen Er
wird uns einmal fragen am jüngsten Tag.
Eine richtige Ein-/Ansicht Der anglikanische Erzbischof ist zur rechten Einsicht gekommen und vertritt
die richtige Ansicht. Auch die Kirche wird ihre Einstellung ändern – es dauert immer etwas länger, bis
so etwas in der Kirche Christi geschieht. Aber ich bin mir sicher, der Hl. Geist lenkt sie und deshalb
werden ihre Vorsteher auch irgendwann zur Einsicht kommen…schließlich wurde inzwischen auch Galiläo
rehabilitiert…was sind in der Kirche schon hundert Jahre. Und da es mich in diesem Fall nicht betrifft,
kommts mir perönlich auf hundert Jahre nicht an.
#5 Messdiener 17:19:00 | Donnerstag, 7. August 2008
@Pünktchen Zur kurzen Erklärung: Das Wort „proud“ ist das Adjektiv zum englischen Wort „pride“. „Pride“
wird in der englischen Sprache auch als Ausdruck eines positiven Gruppengefühls genutzt. Im deutschen
Sinne von „aufrichtig“. Ein „proud Anglican“ ist daher ein „aufrichtiger Anglikaner“ mit einem selbstbewussten
Gruppengefühl. Wenn Du dich als „proud Catholic“ bezeichnen würdest, wäre das kein Stolz auf eine Leistung,
sondern ein Ausdruck eines Selbstbewusstsein und Zugehörigkeitsgefühl zu dieser spezifischen Gruppe
der Katholiken. Die englisch-sprachige Bezeichnung für Christopher-Street-Day bzw. für die Parade ist
„Gay Pride“. Damit soll keinensfalls ausgedrückt werden, dass stolz ist schwul zu sein, sondern man präsentiert
dort eben sein schwules/lesbisches/bisexuelles Selbstbewusstsein.
#4 Pünktchen 17:04:52 | Donnerstag, 7. August 2008
Das ewige „proud“ – kann das jemand erklären? Wie kann man „stolz“ darauf sein, eine bestimmte Sexualorientierung
zu haben? Ist es überhaupt sinnvoll zu sagen: Ich bin stolz darauf, heterosexuell/homosexuell/bisexuell …
zu sein? Ist das eine Leistung oder eine Auszeichnung oder ein persönlicher Vorzug, oder was …? Ich
könnte verstehen, wenn es hieße „selbstbewußt“. Aber dafür gibt es im Englischen ein anderes Wort.
Was also könnte jemanden im Ernst stolz machen, so-und-so-sexuell zu sein? Wenn Ihr mich fragt: Alles
Quatsch mit Soße! Und nun also die schwul-anglikanische Variante: „Proud anglicans“. In dieser merkwürdigen
Wortverbindung soll also womöglich eine Sexualorientierung den „Stolz“ eines Anglikaners ausmachen …
??? Da bin und bleibe ich lieber als Katholik/in ein ganz und gar demütiges und kleines pünktchen
#3 Messdiener 16:36:58 | Donnerstag, 7. August 2008
Ein vernünftiger Mensch Also mir wird Erzbischof Rowan Williams da richtig sympathisch. Hoffentlich vertritt
er diese Meinung auch gegen über den Klemmschwestern aus dem Vatikan.
#1 Protestant 15:15:14 | Donnerstag, 7. August 2008
Recht hat damit wohl… Das gegenwärtige anglikanische Oberhaupt greift auch Kritiker der Homo-Unzucht
an, welche diese Frage angeblich „politisieren“ und „als das einzige und wichtigste Merkmal der christlichen
Orthodoxie behandeln“ würden. Genau diesen Eindruck gewinne ich bei kreuz.net auch…