China
Eifrige und fleißige Klosterfrauen – wie lange noch?
Mit den Kommunisten haben sich die Schwestern arrangiert. Doch jetzt kommt eine viel größere Gefahr: Wie werden sie das drohende Zweite Vatikanische Konzil überleben?
(kreuz.net/Kirche in Not) „Als ich meinen Eltern sagte, daß ich Ordensschwester werden wollte, waren sie anfangs nicht begeistert. Auf dem Hof brauchten sie meine Hilfe.“

Schwester Zong (23) ist das einzige Kind ihrer Eltern. Wie die anderen Ordensschwestern ihrer Diözese im Norden von Peking kommt sie aus einer Bauernfamilie.

In China leben sechzig Prozent der Bevölkerung auf dem Land.

Von ihren Mitschwestern sind acht über achtzig. Die restlichen Schwestern sind alle unter vierzig.

Durch die grausamen kommunistischen Verfolgungen der 50er Jahre, die barbarische Kulturrevolution von 1966 bis 1976 und die brutale Ein-Kind-Politik fehlen zwei Generationen.

Christliche Kunst aus China
Mariä VerkündigungHerbergssucheGeburt in Bethlehem

Hasenscharten will man nicht

„Die Ein-Kind-Politik führt, unterstützt von der Pränataldiagnostik, dazu, daß vor allem Mädchen abgetrieben werden“, berichtet eine der Schwestern.

Die Strafe, die für ein zweites Kind zu zahlen ist, beträgt etwa sechs Monatslöhne. Bei jedem weiteren Kind wird sie verdoppelt.

Die staatliche Geburtenkontrolle wird auf dem Land weniger streng durchgeführt.

„Auf dem Land gibt es einige Familien mit drei Kindern“, erklärt Schwester Zong.

Sie ist eine glückliche Ordensfrau: „Ich bin stolz darauf, Schwester zu sein, weil das, was wir tun, einen tiefen Sinn hat und die Menschen uns vertrauen.“

Manchmal legen die Mütter ihre Neugeborenen vor der Tür der Schwestern. Die verlassenen Kinder sind zum Teil behindert: „Die Eltern wissen, daß wir alle Kinder lieben“ – sagt Schwester Zong.

Eines der Kinder der Schwestern hat keine Beine, ein anderes eine Hasenscharte.

Katechese verboten

Weil das Sozialsystem unzureichend ist, toleriert die kommunistische Regierung katholische Sozialeinrichtungen: „Wir werden aber sehr genau beobachtet.“

Die Schwestern müssen sich auf die Aufnahme und Pflege von Menschen beschränken: „Jegliche Glaubensvermittlung außerhalb der dafür vorgesehenen Orte ist streng verboten.“

Die Regierung hat andere Prioritäten als den sozialen Bereich: „Im modernen China zählt, wer jung ist. Alte und Kranke haben keinen Platz“ – so Schwester Zong.

Wer nicht in den Plan der Kommunisten hineinpaßt, landet bei den Schwestern: Obdachlose, Behinderte, Bettlägerige, Gestrandete.

Das chinesische Klosterleben ist kein Pappenstiel. In einem Kloster in der Provinz Sichuan haben die Schwestern einen sehr straffen Tagesablauf: von 4:45 Uhr bis 21:30 Uhr.

China – Impressionen
Kirche im chinesischen BaustilDer Rosenkranz umspannt alle Völker und Kulturen.Muttergottes von China, bitte für uns.

Dunkle Wolken

„Hier herrscht oft eine traditionelle Sicht des Katholizismus“, zitiert das internationale Hilfswerk ‘Kirche in Not’ einen nicht namentlich genannten sogenannten Intellektuellen aus Peking:

„Die Entwicklung seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil erreicht uns nur nach und nach.“

Die Möglichkeiten für Schwestern, ins Ausland zu gehen, sind sehr begrenzt.

Doch sei der geistliche Austausch mit dem Ausland von entscheidender Bedeutung – meint der Intellektuelle: Er gebe den Schwestern die nötige Inspiration und lasse sie ihre eigene Kultur besser verstehen.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Jean-Paul MESTRALLET   16:11:37 | Dienstag, 12. August 2008
WIE KANN ICH COPY/PASTE DIE PHOTOMEILE?
diese schône chinesische Kunstmalerei=Aufnahmen brauche ich fûr meine Enkeln: helfen Sie mir, weil es mir nicht gelingt, auf meinen Computer hinzuladen ! Danke im Voraus
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#19   Marcelus   20:10:51 | Montag, 11. August 2008
@Brandenburgis: Sind Sie ein Protestant?
Christus hat nur eine Kirche gegründet, jene unter dem Petrusnachfolger.
Du bist selbst ein Glied der Konzilskirche, wofür Du in der Hölle büßen wirst!
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#18   Brandenburgis   20:09:27 | Montag, 11. August 2008
@Marcelus
Du bist selbst ein Glied der Konzilskirche, wofür Du in der Hölle büßen wirst!
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#17   Marcelus   18:44:17 | Montag, 11. August 2008
@RJH: Guter Einfall!
Das »Erfolgsmodell« Vaticanum-II-Kirche aus Deutschland muß unbedingt in die Volksrepublik China exportiert werden.
Vielleicht melden sich aus Deutschland ja zahlreiche Pastoralgeistmissionare, und vielleicht auch gleich für die katholische Kirche in Polen und in Osteuropa,
die bis zum Fall der KP-Regime das II. Vaticanum nicht so ganz problemlos rezipieren konnten.
Hier bedarf es mutiger Missionare, die den grossartigen Aufbruch im Sinne des Konzilsgeistes auch den Brüdern und Schwestern in China vermitteln. Das wäre vielleicht ein schöne Aufgabe für so manchen Hw. Herrn der demnächst – immer noch beseelt vom Konzilsgeist – in Ruhestand gehen muss. Da gibt es noch viel zu tun! Wenn man nur an die liturgiegerechten Umgestaltungen der Gottesdiensträume denkt.
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#16   Franz Kappes   09:13:39 | Sonntag, 10. August 2008
Aufbruch?
Welcher Aufbruch? Habe ich die letzten 40 Jahre geschlafen?
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#15   RJH   10:47:40 | Samstag, 9. August 2008
Hier bedarf es mutiger Missionare
die den grossartigen Aufbruch im Sinne des Konzilsgeistes auch den Brüdern und Schwestern in China vermitteln. Das wäre vielleicht ein schöne Aufgabe für so manchen Hw. Herrn der demnächst – immer noch beseelt vom Konzilsgeist – in Ruhestand gehen muss. Da gibt es noch viel zu tun! Wenn man nur an die liturgiegerechten Umgestaltungen der Gottesdiensträume denkt.
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#14   DerMartin   22:07:21 | Freitag, 8. August 2008
@Heinrich
Und uns hat Schlimmeres gedroht als den Chinesen während der Kulturrevolution? Völliger Blödsinn!
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#13   HeinrichvonOfterdingen   22:01:23 | Freitag, 8. August 2008
Lieber DerMartin,
was wird den Schwester vom „pösen Zwaiten Pfaticanum“ wohl drohen? Das Gleiche was uns drohte und was wir erfahren „durften“, dass nämlich der Glauben den Bach runter geht! Sonst noch Fragen?
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#12   DerMartin   21:57:06 | Freitag, 8. August 2008
Was haben eigentlich
Überschrift und Inhalt dieses Artikels miteinander zu tun? Welche „Gefahr“ konkret den Schwestern in China durch das pöhse Vatikanum droht, scheint nicht einmal der Autor zu wissen.
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#11   Aleph †   18:28:09 | Freitag, 8. August 2008
Dem süßen Rialo
:-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :'( :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#10   Sozialkatholisch   18:20:54 | Freitag, 8. August 2008
Dumm, dümmer, Knalleph
Ja Knalleph, du bist fast so toll wie unser Prottie und der hat dich bestimmt ganz doll lieb!
:-D :-D :-D
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#9   Aleph †   18:19:17 | Freitag, 8. August 2008
Stzhlgangfreier Dünnpfiff
Haben Sie sonst nichts auf Lager. Armes Rialooo! Sie wiederholen sich. Die Platte ist wohl abgelaufen. Jetzt der ganz gewöhnliche stuhlgangfreie Dünnpfiff…wa
:-) :-) Nix mehr drinne, Tote Hose
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#8   Sozialkatholisch   18:08:13 | Freitag, 8. August 2008
Dumm, dümmer, Knalleph
Wahrlich, wahrlich –--
:-D :-D :-D
H.BRabbel wird wie immer stolz auf sein V2 Vorzeigefrüchtchen sein!
:-D :-D :-D :-D :-D
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#7   Aleph †   18:06:08 | Freitag, 8. August 2008
Thumb
Thumb, saudummes Rialooooo! :-D :-D :-D
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#6   Sozialkatholisch   18:03:25 | Freitag, 8. August 2008
Dumm, dümmer, Knalleph
Da haben die meisten Chinesen wohl noch mehr Wahrheit!
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#5   Aleph †   17:59:40 | Freitag, 8. August 2008
Regime
Das spielt doch keine Rolle ob kommunistisch oder natsozistisch: Hauptsache kapitalistisch. Es lebe der burtale Staatskapitalismus.
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#4   Colombe de la paix   17:56:37 | Freitag, 8. August 2008
Sich unter einem solchem Regim
für ein christliches Klosterleben zu entscheiden,
ist sehr mutig!
Obwohl andere Relionsgruppen werden dort auch
niedergemetzelt!
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#3   Sozialkatholisch   17:39:36 | Freitag, 8. August 2008
Ganz genau betrachtet
Ist das Regime in China Nationalsozialistisch!
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#2   Aleph †   17:35:25 | Freitag, 8. August 2008
Arno Nuehm
Was soll ach die Feder: Die stört nur beim Eierlegen…
:-D :-D
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#1   Arno Nuehm   17:23:28 | Freitag, 8. August 2008
Das Regime in China…
…nennt sich kommunistisch, ist es aber nicht.
Es ist eine brutale Diktatur, die immer rücksichtsloseren Kaiptalismus umsetzt. Nur weil man sich eine Feder in den Hintern steckt, ist man noch lange kein Huhn.
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