16:36:58 | Freitag, 8. August 2008
Mit den Kommunisten haben sich die Schwestern arrangiert. Doch jetzt kommt eine viel größere Gefahr: Wie werden sie das drohende Zweite Vatikanische Konzil überleben?

(kreuz.net/Kirche in Not) „Als ich meinen Eltern sagte, daß ich Ordensschwester werden wollte, waren
sie anfangs nicht begeistert. Auf dem Hof brauchten sie meine Hilfe.“
Schwester Zong (23) ist das einzige
Kind ihrer Eltern. Wie die anderen Ordensschwestern ihrer Diözese im Norden von Peking kommt sie aus
einer Bauernfamilie.
In China leben sechzig Prozent der Bevölkerung auf dem Land.
Von ihren Mitschwestern
sind acht über achtzig. Die restlichen Schwestern sind alle unter vierzig.
Durch die grausamen kommunistischen
Verfolgungen der 50er Jahre, die barbarische Kulturrevolution von 1966 bis 1976 und die brutale Ein-Kind-Politik
fehlen zwei Generationen.
Hasenscharten will man nicht„Die Ein-Kind-Politik
führt, unterstützt von der Pränataldiagnostik, dazu, daß vor allem Mädchen abgetrieben werden“, berichtet
eine der Schwestern.
Die Strafe, die für ein zweites Kind zu zahlen ist, beträgt etwa sechs Monatslöhne.
Bei jedem weiteren Kind wird sie verdoppelt.
Die staatliche Geburtenkontrolle wird auf dem Land weniger
streng durchgeführt.
„Auf dem Land gibt es einige Familien mit drei Kindern“, erklärt Schwester Zong.
Sie ist eine glückliche Ordensfrau: „Ich bin stolz darauf, Schwester zu sein, weil das, was wir tun,
einen tiefen Sinn hat und die Menschen uns vertrauen.“
Manchmal legen die Mütter ihre Neugeborenen vor
der Tür der Schwestern. Die verlassenen Kinder sind zum Teil behindert: „Die Eltern wissen, daß wir
alle Kinder lieben“ – sagt Schwester Zong.
Eines der Kinder der Schwestern hat keine Beine, ein anderes
eine Hasenscharte.
Katechese verbotenWeil das Sozialsystem unzureichend ist, toleriert die kommunistische
Regierung katholische Sozialeinrichtungen: „Wir werden aber sehr genau beobachtet.“
Die Schwestern müssen
sich auf die Aufnahme und Pflege von Menschen beschränken: „Jegliche Glaubensvermittlung außerhalb der
dafür vorgesehenen Orte ist streng verboten.“
Die Regierung hat andere Prioritäten als den sozialen
Bereich: „Im modernen China zählt, wer jung ist. Alte und Kranke haben keinen Platz“ – so Schwester Zong.
Wer nicht in den Plan der Kommunisten hineinpaßt, landet bei den Schwestern: Obdachlose, Behinderte,
Bettlägerige, Gestrandete.
Das chinesische Klosterleben ist kein Pappenstiel. In einem Kloster in der
Provinz Sichuan haben die Schwestern einen sehr straffen Tagesablauf: von 4:45 Uhr bis 21:30 Uhr.
Dunkle Wolken„Hier
herrscht oft eine traditionelle Sicht des Katholizismus“, zitiert das internationale Hilfswerk ‘Kirche
in Not’ einen nicht namentlich genannten sogenannten Intellektuellen aus Peking:
„Die Entwicklung seit
dem Zweiten Vatikanischen Konzil erreicht uns nur nach und nach.“
Die Möglichkeiten für Schwestern,
ins Ausland zu gehen, sind sehr begrenzt.
Doch sei der geistliche Austausch mit dem Ausland von entscheidender
Bedeutung – meint der Intellektuelle: Er gebe den Schwestern die nötige Inspiration und lasse sie ihre
eigene Kultur besser verstehen.
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Marcelus 20:10:51 | Montag, 11. August 2008
#18
Brandenburgis 20:09:27 | Montag, 11. August 2008
#17
Marcelus 18:44:17 | Montag, 11. August 2008
#16
Franz Kappes 09:13:39 | Sonntag, 10. August 2008
#15
RJH 10:47:40 | Samstag, 9. August 2008
#14
DerMartin 22:07:21 | Freitag, 8. August 2008
#12
DerMartin 21:57:06 | Freitag, 8. August 2008
#11
Aleph † 18:28:09 | Freitag, 8. August 2008
#10
Sozialkatholisch 18:20:54 | Freitag, 8. August 2008
#9
Aleph † 18:19:17 | Freitag, 8. August 2008
#8
Sozialkatholisch 18:08:13 | Freitag, 8. August 2008
#7
Aleph † 18:06:08 | Freitag, 8. August 2008
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Sozialkatholisch 18:03:25 | Freitag, 8. August 2008
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Aleph † 17:59:40 | Freitag, 8. August 2008
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Sozialkatholisch 17:39:36 | Freitag, 8. August 2008
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Aleph † 17:35:25 | Freitag, 8. August 2008
#1
Arno Nuehm 17:23:28 | Freitag, 8. August 2008