17:33:25 | Samstag, 9. August 2008
Die schrecklichsten Völkermorde und Holocauste sind jene, die nie gesühnt wurden. Hier sind die katholischen Opfer ganz vorn.
(kreuz.net/ ‘Kirche in Not’) „Ich erinnere mich an meine Verhaftung, als wäre sie gestern gewesen“, sagt
Hw. Wang leise vor dem katholischen Hilfswerk ‘Kirche in Not’.
Der chinesischen Priester wurde im November
1965 von kommunistischen Milizionären verhaftet.
Kürzlich feierte er mit seinen Freunden seinen zwanzigsten
Geburtstag – das heißt – den zwanzigsten Jahrestag seiner Befreiung aus den Kerkern der chinesischen
Kommunisten.
Dieser Tag im Jahre 1985 war für ihn wie ein Tag der Auferstehung.
Bis heute hat er kaum
mit jemandem über seine Haftzeit gesprochen – weder mit seiner Familie noch mit seinen Gläubigen.
Verschleppt„Es war im November 1965“ – beginnt Pater Wang. Er erinnert sich genau an
alle Einzelheiten:
„Meine Pfarrei und ich waren in unserer kleinen Kirche, nicht weit von hier, versammelt.
Wir bereiteten uns auf die Messe vor, als Uniformierte die Kirche betraten.“
Sie machten weder halt vor
dem Kreuz noch vor dem Altar: „Es war 11 Uhr 40. Sie haben mich umzingelt und dann nach draußen geschleppt.“
Der Geistliche wurde in ein wartendes Auto gedrängt. Die Pfarrangehörigen sahen alles: „Sie waren vor
Angst wie gelähmt und konnten nichts tun.“
Danach verschwand Hw. Wang für die nächsten zwanzig Jahre.
Nach der Machtergreifung der kommunistischen Staatsverbrecher im Jahre 1949 wurde die Situation für
die chinesischen Katholiken unerträglich.
Zwei SynonymeIm Jahr der Verhaftung von Hw. Wang waren schon so viele Katholiken inhaftiert,
daß manche Jugendliche glaubten, katholisch und Märtyrer zu sein, sei das Gleiche.
Hw. Wang kennt viele
Märtyrer. Er wäre fast selber einer geworden.
„Im Gefängnis war es verboten, zu beten“, erklärt er:
„Wir waren unter ständiger Aufsicht. Sobald ich die Augen schloß oder aufhörte zu reden, glaubten meine
Wächter, ich würde beten, und begannen mich zu schlagen.“
Die kommunistischen Verbrecher waren zu zweit
und benutzten ein Brett mit eingehauenen Nägeln um zuzuschlagen – manchmal stundenlang.
Hw. Wang erinnert
sich noch gut an die Torturen: „Doch kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wann sie aufhörten.“
„Ich
weiß nur noch, daß die Wände voller Blut waren, als sie meine Zelle wieder verließen.“
„Sie haben
mich auch gefoltert. Einmal zwanzig Nächte hintereinander. Ich habe sie gezählt.“
Die kommunistischen
Barbaren traten in die Zelle des Geistlichen, hoben ihn von seiner Pritsche und schleppten ihn durch einen
langen, dunklen und feuchten Korridor:
„Als wir in einem Raum mit Betonboden ankamen, ließen sie mich
mit den Knien auf geschliffene Metallplatten fallen, die so scharf waren wie Rasierklingen.“
„Dann banden
sie mir einen Sack an den Hals der so schwer war, daß ich kaum noch atmen konnte und ließen mich in
dieser Stellung für Stunden zurück.“
„Ich durfte weder die Augen schließen noch aufhören zu reden,
damit sie sicher gehen konnten, daß ich nicht betete.“
Die Häscher kehrten dem Priester immer den Rücken
zu: „Ich weiß nicht mehr, wie sie mich zurück in meine Zelle brachten.“
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