Nach dem Zweiten Vatikanum wurden die US-Priesterseminare förmlich von Lustmolchen und Homosexuellen überschwemmt.
Der Erzbischof von Chicago, Francis Kardinal George
(kreuz.net) Die Diözese Rockford im US-Bundesstaat Illinois schickt ihre Seminaristen nicht mehr in das
Priesterseminar St. Mary of the Lake in Mundelein, das von der Erzdiözese Chicago geführt wird.
Das
berichtete der US-Weblog ‘tomroeser.com’ am 29. Juli.
Der Grund für den Schritt des Bischofs von Rockford:
Offenbar sollen zwei Seminaristen aus den höheren Semestern einen Jugendlichen aus Rockford homosexuell
angemacht haben.
Der Erzbischof von Chicago, Francis Kardinal George, soll seine Diözese nicht wirklich
im Griff haben.
Der Weblog berichtet, daß der Kardinal nach Meinung vieler besser an einer Universität
unterrichten sollte, wo keine administrative Erfahrung notwendig ist:
„Er wäre nicht in der Lage, eine
aus zwei Autos bestehende Beerdigung ans Ziel zu bringen.“
Das Priesterseminar St. Mary of the Lake in
Mundelein hat seinen guten Ruf schon lange verloren.
Mons. Gerald Kicanas – der heutige Bischof von Tucson –
leitete das Seminar, als es ein wahrhaftes Treibhaus für homosexuelle Exzesse war.
Heute ist Bischof
Kicanas der stellvertretende Vorsitzende der US-Bischofskonferenz.
Erst kürzlich erhielt er eine Auszeichnung
für seine angeblichen Bemühungen, sexuelle Mißbräuche zu bekämpfen.
Der Preis war nach dem verstorbenen
Erzbischof von Chicago, Joseph Kardinal Bernardin († 1996), benannt.
Beim Requiem für Kardinal Bernardin
sang – auf Wunsch des Verstorbenen – auch der offizielle Homosexuellen-Chor von Chicago.
Bei der Übergabe
des Preises an Bischof Kicanas hätte der bekannte US-Journalist Tim Russert sprechen sollen.
Doch der
Journalist starb ganz überraschend Mitte Juni. Das Requiem zelebrierte der emeritierte Erzbischof von
Washington D.C., Theodore Cardinal McCarrick.
Russert war in seiner Zeit als Stratege der ‘Demokratischen
Partei’ maßgebliche daran beteiligt, führende katholische Demokraten in New York zu überzeugen, Initiativen
zur Förderung der Abtreibung zu unterstützen.
Mons. Kicanas wird voraussichtlich der nächste Präsident
der US-Bischofskonferenz werden.
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88 Lesermeinungen
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Elijahu Einen Bischof von aussen zu holen wäre ein guter Anfang, solange der dann auch die Befugnis hat
das Personal komplett auszutauschen, solange er ausreissen und neu einpflanzen kann. Und er sollte ein
erklärter Todfeind homosexueller Praktiken bei Priestern sein. Sie sind ein zauberhafter Traumwandler.
Wo leben Sie überhaupt, in dieser oder schon in der nächsten Welt?
#86 rumpelstilz 18:14:36 | Dienstag, 12. August 2008
damit das rätselraten ein ende bekommt der s.p.d ist der schönste priester deutschlands. es gibt immer
welche die sich mit hilfe von fitnesstudio oder sonnenbank um diesen titel streiten. hab ja nichts dagegen,wenn
die was für die optik tun, ich meine, diese dicklichen, schwitzenden in ihren zu engen schwarzen anzügen
wirken auch nicht gerade attraktiv und denen macht der zölibat bestimmt nichts aus, aber das gegenteil
gibt es auch. und von denen sind auf allen ebenen welche zu finden. alles klar?
#85 Elijahu † 17:05:42 | Dienstag, 12. August 2008
Unterwanderte Kirche Die homosexuellen Seilschaften in den Bistümern müssen mit Stumpf und Stiel ausgerottet
werden. Einen Bischof von aussen zu holen wäre ein guter Anfang, solange der dann auch die Befugnis hat
das Personal komplett auszutauschen, solange er ausreissen und neu einpflanzen kann. Und er sollte ein
erklärter Todfeind homosexueller Praktiken bei Priestern sein. Vor allem die Priesterausbildung selbst
muss den deutschen und amerikanischen Bischöfen endlich aus der Hand genommen werden. Man sieht doch
welches Schindluder damit in den modernistisch verseuchten Bistümern getrieben wurde. Hat man in Rom
keine Augen und Ohren oder will man keine haben? Die ganze Sache wird noch ein böses Ende nehmen.
sacerdos helveticus confessio schrieb die Tage unter einen anderen Artikel: Geheim-offene Verständigungenin
Stil und Akzent – wer durch’s Raster fällt, wird ignoriert oder an die Stellen geschickt, wo er außen
vor bleibt oder an der Front fallen muß (ich habe miterlebt, wie begabten, durchaus unideologischen,
aber entweder tragisch zu naiven oder bewußt nicht einwilligenden Priestern mit Häme und Unerbittlichkeit
klar gemacht wurde: Du gehörst nicht dazu! Ihr Gebrochenwerden wurde kalt in Kauf genommen und gelassen
abgewartet). Intern wird dann schon mal einer zum S.P.D. gekürt (nota bene: die Grammatik stimmt, es
heißt hier nicht „zur“ – die Eingeweihten verstehen).Weiterkommt, wer sich einpaßt und deckt. Aber es
kommt der Tag der Offenbarung, wo das Verborgene ans Licht geholt wird. Wird dann aber mal einer (aus
dem Nachbarbistum zwar, aber aus der ehemaligen Seilschaft) vor den Kadi gebracht und geächtet, will
man offiziell mit ihm nichts mehr zu tun haben, wendet sich ihm höchstens noch mit pastoraler Empathie
zu – ja, um die eigene Neigung zuzudecken oder zu verdrängen, haut man auf den schwulen Bruder auch schon
mal demonstrativ drauf. Aber Gott sieht alles … – Er ist barmherzig und gerecht. Ein wenig klarer?
#81 rumpelstilz 13:26:28 | Dienstag, 12. August 2008
nun, wo jetzt die stadt bekannt ist also der direktor wurde erst noch in einer anderen pfarrei pfarrer
und ist dort nach einiger zeit gegangen. als chef war der schon in ordnung nur ich weis nicht wie weit
der seine eigene geschichte wirklich von seiner aufgabe her trennen konnte, war halt auch ein kadidat
für den s.p.d… die probleme liegen auf höherer ebene und man kann für das bistum nur wünschen das
der neue bischof von auswärts kommt und keiner der gehandelten insiderfavoriten ist aber das ist ja mit
ausnahme von paderborn auch jetzt gute praxis in rom karriere machte man in diesem bistum nicht unbedingt
nur durch qualität… der bruder ist allerdings verheiratet und der neutestamentler von dem hier die
rede ist war ein sehr ruhiger und intellektueller mensch, immer loyal.
Über Schönborn, es passt zum Thema: Ich berichte auf meiner Homepage, dass seit Juli 2008 am Bezirksgericht
Floridsdorf ein Verfahren gegen Kardinal Schönborn (wegen Vertuschung sexueller Missbrauchsfälle der
kath. Kirche) unter der Aktenzahl Nr. 11 Nc 12 / 08 – d / 3 anhängig ist. Auch ziemlich am Anfang meiner
Homepage schreibe ich: Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat den 85jährigen Priester
Msgr. G. verteidigt, der des sexuellen Missbrauchs verdächtigt wird. „Mein Gott, das kann doch passieren“,
sagte Schönborn in einem Radio-Interview, berichten die Salzburger Nachrichten. Der Priester habe vermutlich
„ein Blackout“ gehabt, es sei „nichts Dramatisches passiert“. Der im Artikel der Salzburger Nachrichten
besagte 85jährige Priester Msgr. G. – war der Priester Kurt Gröger (er ist mittlerweile verstorben).
Er wurde schon 1957 am Landesgericht Korneuburg wegen Kindesmissbrauch bei den kath. Schulbrüdern in
Strebersdorf, rechtskräftig zu einer lächerlich geringen bedingten Haftstrafe verurteilt (schon wieder
Schulbrüder in Strebersdorf)! Kardinal Schönborn hat auch wissentlich Pfarrer Neulinger von Bad Goisern
einfach nur in eine andere Pfarre versetzt. Hans Grünwald, ein Opfer des Geistlichen Rates Kurt Neulinger
bekam außergerichtlich € 18.000.- Schmerzensgeld. Weitere Fälle, wo Schönborn nur vertuscht, gibt
es auf meiner Homepage zu lesen: …ichaeltfirst.blogspot.com/ MfG Michael Tfirst
#79 Elijahu † 10:56:29 | Dienstag, 12. August 2008
Nicht nur die Priester sind daran verzweifelt… sondern vor allem auch die Priesteramtskandidaten, die
Berufenen. So erklärt sich der heutige Priestermangel dort. Diese selbstverliebten Ideologen und Prätentiösen
treiben ja im Mutterschoss der Kirche selbst ihr Unwesen, in den Priesterseminaren. Das ist auch heute
noch so. Man sollte meinen dass Rom diesem Unwesen Einhalt gebieten würde, aber ausser der Verlautbarung
über Homosexualität und Priesterweihe kam von dort nichts. Was wir in den USA und in Deutschland wirklich
brauchen sind Seminare, die völlig unabhängig von den Bischöfen und ihrer jeweiligen Domplatzmafia
Priester ausbilden, mit verdienten und vor allem tiefgläubigen Männern als Ausbilder, die von Rom extra
für diesen Zweck ausgewählt wurden.
Vielleicht nur „proportionale“ Unterschiede? Sie, meine verehrten Herren, sehen den Skandal darin, daß
(ich laß’ das mal „im Unreinen“ stehen) „unwürdige“ Priester gefördert wurden und in Leitungspositionen
aufsteigen konnten; und ich stimme Ihnen darin zu. Trotzdem bin ich der Auffassung, daß die Folgen dessen
als Skandal schwerer wiegen: gutwillige, engagierte, kluge Priester und hingebungsvolle Seelsorger verzweifelten
an diesen Zuständen und haben die Diözese (auf dem einen oder anderen Wege) verlassen, weil Selbstverliebte,
Ideologisierte, Prätentiöse (etc.) nachhaltig gefördert worden sind und zunehmenden Einfluß auf die
Diözesanleitung genommen, bzw. in ihr gewonnen haben.
#76 Elijahu † 09:53:14 | Dienstag, 12. August 2008
„Gute und kluge Priester“ Noch einmal: in den 80er und Anfang der 90er Jahre waren in diesem Priesterseminar
noch über 300 Priesteramtskandidaten. Nach dem rosaroten Abtritt des Direktors sind es heute noch knapp
30. Diese Zahlen sagen doch alles! UNZÄHLIGE Berufungen wurden unter diesem Mann und seinem „Team“ ruiniert,
heute arbeitet er in einem hochdotierten Job als Wirtschaftsberater. Das ist sein Judaslohn… Und es
soll ja niemand glauben es hätte sich nach dem Abgang dieses Mannes etwas zum Besseren gewendet. Es werden
auch weiterhin schlimme Leute in hohe Ämter gehievt die dort ungeheuren Schaden anrichten.
Scandala Monasteriensia Der Skandal in der von mir gemeinten Diözese besteht nicht darin, dass diese
manche -Ihrer Einschätzung nach gute- Priester „verloren“ hat, sondern darin, dass so viele Prieser,
die nachher mit mehr oder weniger grossen Skandalen abgetreten sind, nicht nur Priester in dieser Diözese
werden konnten, sondern auch zu höheren Leitungspositionen aufrücken konnten auch in der Priesterausbildung.
Neben dem erwähnten Regens schieden damals aus verschiedenen Gründen innerhalb weniger Jahre aus dem
priesterlichen Dienst auch noch der Leiter der Diözesanstelle für Berufe der Kirche, ein Verantwortlicher
für die Priesterausbildung von Spätberufenen. Andere, die später das Priesteramt aufgaben, waren insofern
von der Diözese gefördert worden, als sie für Weiterstudium freigestellt wurden (z.B. ein Bruder des
erwähnten Regens; ein Neutestamentler, der später zu den Protestanten abgefallen ist …) Wenn auf unhaltbare
Zustände im Seminar aufmerksam gemacht wurde, so wurde der betreffende Student unter Vorwand entlassen
und die Sache vertuscht durch die Diözesanleitung.
Was reden Sie nur so um den heißen Brei herum, meine Herren? Meinen Sie etwa die Diözese Münster? Die
hat, und das ist wohl der wahre Skandal, in den letzten Jahren viele gute und kluge Priester auf die eine
oder andere Weise verloren; einige davon kenne ich persönlich. Da ist das Trauerspiel um den vormaligen
Regens zwar skandalös, aber kein Skandal!
@Elijahu Ich denke, ich weiss, um welche Diözese es sich handelt. Auch mir ist der Fall wenigstens teilweise
bekannt samt Verwicklungen in höhere Ränge der Diözesanleitung: Habe Ihnen eine persönliche Nachricht
geschickt.
#72 Elijahu † 02:21:51 | Dienstag, 12. August 2008
@sacerdos helveticus Köln war’s nicht, gehn Sie mal ‘n bischen mehr nach Norden dann haben Sie’s. Die
ganze Sache wurde komplett unter den Teppich gekehrt – wer auch nur den Namen des ehemaligen Regens im
Bistum erwähnt handelt sich gewaltig Ärger ein. Zehn Jahre war der Mann für die Priesterausbildung
verantwortlich, hat den Laden komplett ruiniert und dann so ein Abgang. Wie können solche Leute in den
Bistümern überhaupt die Karriereleiter hochklettern ohne dass jemand etwas merkt?
@Elijahu Ich habe nur vom Fall einer Diözese der Kölner Kirchenprovinz gehört. Allerdings ist der dortige
Regens nicht direkt aus dem Seminar Hals über Kopf verschwunden, sondern nachddem er etwa 10 Jahre Regens
war, ging er zuerst in eine Pfarrei. Von dort verschwand er jedoch nach relativ kurzer Zeit in einer Art
„Nacht- und Nebelaktion“. Die Gründe für das Verschwinden des Propstes wurden nie öffentlich bekannt
gemacht, es hiess, es sei mit dem Bischof darüber Stillschweigen vereinbart worden. Der ehemalige Regens
arbeitet jetzt bei einer Unternehmensberatung.
Leere Priesterseminare Unter dem von mir erwähnten homosexuellen Regens ist das Priesterseminar komplett
entleert worden. In den 80er und Anfanger der 90er Jahre waren es noch rund 300 Priesteramtskandidaten –
das Haus war voll – als er dann mit seinem Geliebten verschwand waren es noch 30. So sieht es aus in der
katholischen Kirche Deutschland, ein Beispiel von vielen. Der Priestermangel in den USA und auch in Deutschland
ist von bestimmten liberalen Kreisen künstliche hergestellt worden. Genuine, klar erkennbare Berufungen
werden gezielt torpediert weil es den liberal-modernistisch verseuchten Bistumsführungen nicht in den
Kram passt. Hierzu unbedingt das Buch von Rose lesen. Wer glaubt hier bestünde kein dringender und radikaler
Handlungsbedarf, der handelt fahrlässig. Und für die die nur allzu gerne wüssten von welchem Seminar
die Rede ist, soviele Bistümer hat Deutschland nicht. Manche Bistümer unterhalten nicht einmal ein eigenes
Priesterseminar sondern teilen eins mit der Nachbardiözese. Die ganze Sache ist Anfang 2002 passiert.
Werter marcellus, zunächst schrieben Sie, es habe „das Pastoralkonzil Vaticanum II … eine Entwicklung
ausgelöst, die zur Abschaffung der Disziplin geführt hat, auch in der Überwachung der rechtgläubig
katholischen Lehre über die Sitten in diesen Häusern, sowohl in Theorie und Praxis …“ woraus Sie resümieren:
„Das II. Vaticanum hat sich als praktisches Antireformkonzil erwiesen.“ Damit sagen Sie, andere Faktoren
geruhten Sie weder einzuführen noch zu erörtern, daß das VatII ursächlich für den von Ihnen konstatierten
kirchlichen Disziplinverfall sei. Wenn Sie also vortragen, A sei für B ursächlich, weisen Sie A auch
die Verantwortlichkeit für B zu. Nun schränken Sie Ihre Aussage aber wieder ein, indem Sie behaupten,
das VatII sei „hauptverantwortlich, aber nicht »alleinverantwortlich« im Sinne einer 100-%igen Schuld
am Niedergang der Disziplin der Kirche des 20. Jahrhunderts D.E.Z.“ War es nun (für die von Ihnen gesehenen
Mißstände) verantwortlich, oder nicht? Wenn „hauptverantwortlich“ müssen Sie aber wohl auch die anderen
Faktoren benennen, die Ihrer Meinung nach vorliegen. Schließlich bleiben Sie den Nachweis schuldig, ob
zwischen Ihren „Mißständen“ (so sie denn bestehen) und dem VatII nur ein temporaler, oder tatsächlich
(und worin) ein kausaler Zusammenhang besteht.
@Andreas_Rau der Geschichtsklitterer: In diesem Allgemeinausmaß definitv nicht Außer im Spätmittelalter.
hat es VOR dem Vticanum II nicht gegeben? Uiuiui… so etwas nenne ich Geschichtsklitterung.
#65 Andreas_Rau 22:08:12 | Montag, 11. August 2008
und Disziplinprobleme … hat es VOR dem Vticanum II nicht gegeben? Uiuiui… so etwas nenne ich Geschichtsklitterung.
Und zu Luthers Zeiten war in Wirklichkeit alles gut… und die Erde ist eine Scheibe
Das Antireformkonzil ist objektiv gesehen hauptverantwortlich, aber nicht »alleinverantwortlich« im
Sinne einer 100-%igen Schuld am Niedergang der Disziplin der Kirche des 20. Jahrhunderts D.E.Z. (für
Sie) alleinverantwortlichen „Antireformkonzil“.
Ach, wissen Sie, werter marcellus, als Beobachterin habe ich mir über die Jahre einen Einblick in Seminarien
bilden können; auch schon vor dem (für Sie) alleinverantwortlichen „Antireformkonzil“. Ein Freund aus
Studienzeiten, seinerzeit Seminarist in ***, danach lange Zeit Priester, Pfarrer und Dechant nämlicher
Diözese und mittlerweilen schon verstorben, wurde vom Regens seines Seminars im Jahre 196* gemaßregelt,
weil er während der Rekreationszeit (in Talar) einen Spaziergang mit seiner (leiblichen) Schwester unternommen
hatte. Als er daraufhin äußerte, er hänge sich demnächst ein Schild auf den Rücken mit der Aufschrift
„Ätsch, es ist meine Schwester!“, wäre er fast geflogen. Zum Glück, so stellte er lange danach fest,
habe er (durch seine fünf z. T. älteren Schwestern) gewußt, daß es „zwei Arten Menschen“ gibt und
dies nicht erst nach der Weihe erfahren, wie der Hälfte seiner Kurskollegen, denen diese Erfahrung so
zugesetzt hätte, daß sie in der Vikarszeit „gegangen“ seien. Heute wissen Seminaristen das i.d.R. bereits
vor ihrem Seminareintritt; sicher, die (absoluten) Eintrittszahlen sind wohl gesunken und auch die Zahl
derer, die sich vor der Weihe für einen anderen Weg entscheiden. Gesunken sind aber, wenn meine Beobachtung
nicht ganz realitätsresistent ist, die Zahlen derer, die diesen Schritt nach der Weihe tun. Jetzt satteln
Sie bitte nicht das Roß, daß oktroyierte Disziplin der Selbstdisziplin und Eigenverantwortung vorzuziehen
wären; damit lügen Sie nämlich nur sich (und anderen) in die Tasche.
@clarissa colonia: Das Pastoralkonzil Vaticanum II hat eine Entwicklung ausgelöst, die zur Abschaffung
der Disziplin geführt hat, auch in der Überwachung der rechtgläubig katholischen Lehre über die Sitten
in diesen Häusern, sowohl in Theorie und Praxis, wie dies der heutige Papst Benedikt XVI. Ratzinger selbst
dokumentierte, in seinem Buch Zur Lage des Glaubens über die Verweltlichung der Klöster wie im Spätmittelalter
zur Vortridentinumszeit. Das II. Vaticanum hat sich als praktisches Antireformkonzil erwiesen.
Mit Verlaub, die aufgeworfene Frage ist doch nicht, ob es in Priesterseminarien homosexuell veranlagte
Alumnen gibt, sondern, warum die (angebliche) Flut denn durch das VatII ausgelöst worden sein soll. Wo
war das „Wasser“ dieser Flut denn vorher? Und, sollte jemand behaupten „Überall, nur nicht in den Seminarien“,
dann möchte er doch bitte den Beweis für seine Behauptung antreten.
#60 Desperatus † 21:18:21 | Montag, 11. August 2008
Verehrter Elijahu, wie bitte kommen Sie zu der Annahme, daß ich „Goodbey, Good Men“ nicht gelesen habe?
Mit „hier“ im von Ihnen erwähnten Zitat habe ich werder Michael S. Rose noch Ihnen die hohe Kunst der
Differenzierung abgesprochen, denn die zitierte Nachricht richtet sich, wie Sie sicher festgestellt haben,
an die verehrte Clarissa Colonia. Ich konnte auch nicht wissen, daß Sie die us-amerikanischen Seminarien
so gut aus erster Hand kennen, denn allein über diese schreibt ja Michael S. Rose. Da bitte ich gerne
um Ihre Vergebung. Desperatus
@Desperatus „Die hohe Kunst der Differenzierung und der wissenschaftlich nachprüfbaren Recherche ist
hier leider nicht allzuweit verbreitet.“ Na dann lesen sie mal „Goodbye, Good Men“ von Michael S. Rose.
Alles was er darin behauptet lässt sich leicht überprüfen, denn er nennt Personen und Orte, hat hunderte
Interviews geführt. Was er den amerikanischen Diözesen vorwirft lässt sich so leicht nicht von der
Hand weisen und hat dazu geführt das der Vatikan Gesandschaften in verschiedene amerikanische Seminare
geschickt hat. Ich selbst kann vieles von dem über das Rose schreibt aus erster Hand bestätigen und
habe es auch selbst so erlebt. Der Rauch des Teufels hat Einzug gehalten in die Kirche.
#57 Desperatus † 20:50:16 | Montag, 11. August 2008
Hoffend wider alle Hoffnung glaube ich dennoch nicht, daß Ihre Worte, teuerste Clarissa, „wenig erleuchtet“
waren. Meine Ergänzung hatte keinesfalls zum Ziel, Ihre Ausführungen herabzusetzen. Schelten Sie also
nicht sich selbst.
#55 Desperatus † 20:40:56 | Montag, 11. August 2008
Verehrte Clarissa gestatten Sie mir bitte noch der Ergänzung, daß es nicht allein auf die Menge des
gelesenen ankommt, sondern vielmehr auf das Verstehen. Sicherlich haben Sie die gleiche Erfahrung wie
ich selbst gemacht, daß zur Aufnahme des Stoffes auch die Ruminatio treten muss, damit Zusammenhänge
erkannt und neue Zusammenhänge erschlossen werden können. Mit anderen Worten: Die Fähigkeit komplexen
Denkens und Argumentierens muss in harter Arbeit erworben werden.
Werter Desperatus, das Phänomen kenne ich aus eigener Erfahrung. Nachdem sich für mich die Lektüre
altersangemessener Jugend- (oder Trivial-) literatur (v. a. Enid Blyton) mit der Pubertät endgültig
erledigt hatte und ich mich (auch schulisch bedingt) der „Realliteratur“ zuwandte, stellte ich anfangs
zu meinem Verwundern fest, daß ich der Meinung des gerade gelesenen Autors uneingeschränkt zustimmen
könnte (es handelte sich dabei um eine Interpretation von Manns „Tod in Venedig“). Dann wurden wir aber
von unserem Deutschlehrer mit einer anderen Interpretation desselben Werks konfrontiert, die zur ersten
konträre, teilweise sogar kontradiktorische Auffassungen vertrat; und auch diese belegte ihre Haltung
durch direkten Textbezug. Wieder beobachtete ich bei mir das gleiche Phänomen. Dies ließ erst allmählich,
proportional zur Menge des Gelesenen, nach und hat sich mittlerweile so ziemlich verflüchtigt. Vielleicht
gibt sich das Problem ja auch bei anderen durch Lesen; Alter oder das Vergehen von Zeit scheinen dabei
aber eher nicht zielführend & vale.
#53 Desperatus † 20:09:54 | Montag, 11. August 2008
@Clarissa und wieder darf ich meine volle Zustimmung signalisieren. Die hohe Kunst der Differenzierung
und der wissenschaftlich nachprüfbaren Recherche ist hier leider nicht allzuweit verbreitet. „Ich habe
da in einem Buch was gelesen, also ist es wahr…“ und des Bücherschreibens ist kein Ende …(Koh 12,12)
Am besten Sie lesen das Recherchewerk über die Zustände der USA-Kirchenhierarche seit Ausbrechens des
Liberalismus, in dem der US-amerikanische Journalist Michael S. Rose sehr viele Fallbeispiele quer durch
die Vereinigten Staaten bringt. Goodbye, Good Men: How Liberals Brought Corruption Into the Catholic Church:
How Liberals Brought Corruption into the Catholic Church (Gebundene Ausgabe) von Michael S. Rose US-Preisempfehlung*
$27.95 Statt: EUR 20,99 Jetzt: EUR 19,99 Gebundene Ausgabe: 288 Seiten Verlag: Regnery/Gateway (Juni 2002)
Sprache: Englisch ISBN-10: 0895261448 ISBN-13: 978-0895261441
raus mit der Sprache wo ist denn nun dieses Seminar, in dem ein angeblich schwuler Regens nach 10 Jahren
mit seinem Lover durchgebrannt ist. Habe diese Story noch nie gehört. Aber alles was denkbar ist, kommt
ja bekanntlich auch vor.
Irgendetwas stinkt hier… Ach so, das is der Arikel! Mal eine kleine Feststellung, die zu einer kritischeren
Lesart des Artikels führen kann bzw. sollte: Kard. George ist oberhaupt der reichsten Diözese in den
USA. Welche folgen hat das nun? Nunja, es kann mehr Geld in die Gemeinden investiert werden und kommt
somit den Gläubigen direkt zu gute. Ein Bischof oder Kardinal ohne administrative Fähigkeiten könnte
das nicht. Und ein weiterer Aspekt: Warum ist Kard. George Vors. der US-amerikanischen Bischofskonferenz?
Der Artikel verbreitet mal wieder ein vollkommen falsches Bildnis von herrausragenden Persönlichkeiten…
#47 Desperatus † 18:12:01 | Montag, 11. August 2008
Necedah ein einfach unschlagbares logisches Argument. Wer könnte es auch nur wagen, solch bedeutungsvolle
Offenbarungen wie die Botschaften von Necedah anzuzweifeln. Hier endlich werden die Grundlagen wahrer
Katholizität sichtbar.
Wer die Botschaft von Necedah/ USA… von 1950 bis 1984 kennt versteht sehr viel was hier gespielt wird.
Ich nenne nur ein Teil der Botschaft Es wurden insgesammt 45 000 Agenten asprich falsche Prieseter, Bischöfe.kardinäle
in die Kirche eingeschleust, um zu zerstören. Mit allen Mitteln. Ich empfehle dazu eine Kleinschrift
von Hw.Pf.Dr.Freiberger Mit Maria gegen den Widersacher Verlag: A. Ruhland Rudolf-Diesel-Str. 5 D-84503
Altötting Bstellnr. 051 Dort werden die Boschaften von Necedah auf 84 betrachtet. Diese Saat der verderbnis
geht nun auf. Jowaho13
#43 Desperatus † 16:37:15 | Montag, 11. August 2008
@Desperatus Die Möglichkeit der Wahrheitserkenntnis im Internet ist keine Off-Topic-Diskussion, sondern
Voraussetzung einer jeden Diskussion. Zu Ihrer Aussage: „Wahrheit kann es da (sc. im Internet, Desp.)
geben, muß es aber nicht.“: Ich stimme voll und ganz zu. Dann muß dieser Satz: „Wahrheit kann es da
geben“, selbstverständlich auch für +.net gelten, ebenso wie der Nachsatz: „muß es aber nicht“. Mit
anderen Worten: Der Beweis für die Wahrheit einer Aussage kann allein im Internet nicht erbracht werden,
schon garnicht durch Links auf Artikel der gleichen Quelle.
#42 ExBochumer † 16:26:16 | Montag, 11. August 2008
@ Desperatus: Was soll diese off-Topic-Diskussion eigentlich? Klar sind Sie im Recht, wenn Sie sagen,
im Internet ist alles möglich. Wahrheit kann es da geben, muß es aber nicht. Insofern ein Fake? Das
Internet als Fake? Nun – wenn Sie das bejahen, dann simme ich mit Ihnen nicht zu 100 % überein. Tatsachen
gibt es auch im Internet – man muß nur korrelieren.
#38 rumpelstilz 15:37:20 | Montag, 11. August 2008
leben im seminar das haus wo es lange einen homosexuellen direktor gab kennt doch jeder,kein geheimnis.
ich finde das ist auch nicht schlimm solange der sich unter kontrolle hat, ist vielleicht sogar ganz gut,
dann weis er wenigstns was bei den studenten so los ist. aber ich glaube der hatte sich nicht so ganz
im griff und war ziemlich lebenslustig… dann ist schon ganz gut, wenn er jetzt im sicheren hafen der
freundschaft angekommen ist
@Fabianus Nach „altgläubiger“ (wie man hier so schön sagt) Auffassung kommt Joh. XXIII. in den Himmel
(obwohl es ist fraglich, wo er doch das V.II angestoßen hat) Paul VI. kommt auf jeden Fall in die Hölle!
Wir betonen audrücklich, das diese Auffassung nicht der Unsrigen entspricht!
Eine kurze Frage, die nicht zum Thema gehört, aber eventuell kurz separat behandelt werden kann: Wo liegt
der Unterschied zwischen der Beerdigung von Johannes XXIII. und Paul VI. (plus Nachfoler) Soweit ich weiß,handelt
es sich um eine koplett andere Liturgie. Danke den Antwortenden Fabianus
#33 ExBochumer † 15:17:24 | Montag, 11. August 2008
In der BR Deutschland … und zwar in den r.-k. Seminaren gibt es immer noch Seminaristen, die es nicht
so genau mit ihrem künftigen Beruf als Priester halten. Und die Berufung treten sie ebenfalls mit Füßen.
Fazit: Es gibt immer noch homosexuelle Seminaristen und Studenten der Theologie, die ihre perverse Veranlagung
ausleben. – Was sollte es in r.-k. Seminaren der USA nicht geben, was es in Deutschland gibt?
#32 Desperatus † 15:10:34 | Montag, 11. August 2008
@Elijahu das ist doch ganz einfach: der Server steht in den USA. Im Ernst: Würde man aus einem deutschen
Seminar berichten, wäre es ja recht einfach, alles nachzuprüfen. Und eben deshalb… Honi soit qui mal
y pense
In Deutschland noch viel schlimmer Warum werden in dem Artikel eigentlich nur die Zustände in den amerikanischen
Seminaren beklagt? In Deutschland ist es noch viel schlimmer. Ich kenne ein Seminar in dem ein Homosexueller
10 Jahre lang Direktor gewesen ist und dann von einem auf den anderen Tag verschwand – er war mit seinem
Geliebten durchgebrannt. Nicht ein Wort davon ist jemals an die Öffentlichkeit gedrungen, aber jeder
Priester im Bistum kennt die Geschichte. Es ist einfach unfassbar welche Zustände seit dem Konzil in
die Kirche Einzug gehalten haben.
Nicht mutlos werden! Wenn die hoch unwürdigen Herren immer mehr sich der Welt zuwenden, dem Weltgeist
gefallen wollen, im materiellen Wohlstand (meist übergewichtig an Körperfülle, dafür aber unterernährt
an Geist und Seele) leben und viel zu bequem, vor allem aber zu feige sind, Jesus Worte zu befolgen und
in der Öffentlichkeit zu bezeugen und das Beten verlernt haben, dann sind solche Entgleisungen der Anfang
vom Ende. Hätte Jesus nicht Sein Wort gegeben, daß die Pforten der Hölle Seine Kirche niemals überwältigen
werden, müsste man glatt verzagen. Doch Jesus Christus gründete Seine Kirche für die verlorenen Schafe,
für die Sünder, Er starb auch dafür! Darum sollten die Verzagten guten Mutes sein, trotz der schändlichen
Taten und der Häme, die dadurch kübelweise über das kleine Häuflein der Treuen geschüttet wird.
die Saat geht auf Nun ernten viele Bischöfe den Ungehorsam, den sie eigenthändig gesät haben und noch
immer jeden Tag gegen das römische Lehramt aussäen. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
Unglaubliche Unverfrorenheit Desperatus @ Der ist ja nicht nur dazu da, um Sonntags nach dem Gottesdienst
den Damen des Frauenbundes harmlose, dünne Witzchen zu erzählen oder in die Runde zu fragen: Wie war
ich heute wieder… wenn die brüllende Einsamkeit in der Bude wartet…! Es gehört schon eine unglaubliche
Unverfrorenheit dazu, auf Biegen und Brechen, von außern die strikte Einhaltung des Zölibatsversprechens
zu verlangen.
Desperatus Die kirchlichen Oberen tun sich ja auch leicht beim Probleme bereiten für die unteren Chargen.
Die wissen ja worauf es ankommt. Es ist schon ein mehr als tristes Leben, wenn dann so ein Priester ins
Visier der Obrigkeit geraten ist und weit und breit keinen Ansprechpartner hat, mit dem er wenigstens
Probleme verbalisieren könnte. Deshalb ist es mir unbegreiflich, welche Forderungen teilweise hier im
Forum gestellt werden und mit welcher Vehemenz von manchen hier Schreibenden die strikte Einhaltung des
Zölibat gefordert wird. Meistens sind es doch die Typen, die selbst einen lockeren, um nicht zu sagen
libertinen, Lebenswandel pflegen, bei Priestern aber plötzlich sehr engherzig werden, wenn es um die
Zölibatsfrage geht. Das ist katholische Doppelmoral in Reinkultur…
Desperatus Ihr Gedankengang ist hochinteressant. Nur passt es da nicht ins Bild, daß ich mehrere Priester
kenne, die gerade deshalb massive Probleme haben, weil sie ihr Schwulsein nicht mehr verstecken können
oder wollen, sich vielmehr deshalb outen, weil sie das Versteckspiel an den Rand der Existenz getrieben
hat. Das mag so sein, wenn ein Priester in der Gemeindeseelsorge steht. Wenn er in der Hierarchie höher
gestiegen ist, erfährt er keine Anfechtung mehr wegen seiner angeborenen Homosexualität. In einer Gemeinde
ist er als Vorbild einfach dazu verdammt, ein entsagungsreiches Doppelleben zu führen, um es sich mit
bißgurkigen Betschwestern nicht zu verderben. Da gibt es auch noch jede Menge Nutznießer, die dem jeweiligen
Priester das Leben zur Hölle machen können und ihn an den Existenzrand treiben, wo dann häufig nur
noch der Freitod bleibt.
#21 rumpelstilz 13:53:00 | Montag, 11. August 2008
die kleinen hängt man und die großen läst man laufen – wers etwas genauer haben will, kann ja unter
den spaziergängen nachlesen. „da oben“ ist das schlangennest und gegen einen kleinen pfarrer schwingen
sie die keule. mir ist das egal, ob ein pfarrer homosexuell ist oder nicht aber diese doppelmoral ist
schlimm einerseits machen sie einen auf total konservativ und abends geht die post ab prost mahlzeit…
#20 Brandenburgis 13:51:43 | Montag, 11. August 2008
Es ist evident, daß ALLE Nachfolger des hl. Papstes Pius X. dem Modernismus völlig freie Bahn gewährten
und hemmungslos Modernisten zu Bischöfen weigten. Die kann jeder erkenne, der über ein Minimum an kirchenhistorischen
Kenntnissen verfügt.
clarissa Sie haben natürlich recht! Und ein Blick in die kirchl. chronique scandaleuse der jüngsten
Zeit bestätigt Ihre Einschätzung, daß das Phänomen sich auf alle innerkirchliche Lager erstreckt.
Wie wären sonst Vorfälle in St. Pölten, der Fall Gröer, der Fall Marcial Maciel de.wikipedia.org/wiki/Marcial_Maciel.
In der Leserzeitung wird immer wieder Bischof Williamson in ein gewisses Licht gebracht und aus einer
über 1000-seitigen Publikation zitiert, die auf entsprechende Seilschaften hinweisen will … etc. etc.
#18 Desperatus † 13:42:58 | Montag, 11. August 2008
@Aleph Ihr Gedankengang ist hochinteressant. Nur passt es da nicht ins Bild, daß ich mehrere Priester
kenne, die gerade deshalb massive Probleme haben, weil sie ihr Schwulsein nicht mehr verstecken können
oder wollen, sich vielmehr deshalb outen, weil sie das Versteckspiel an den Rand der Existenz getrieben
hat.
clarissa colonia Verschwörungstheorien stehen immer auf tönernen Füßen, oder erweisen sich als heiße
Luft. Man sollte sich ihnen nicht einfach nur hingeben.
Wenn der „Episkopat des II. Vatikanums“ eine „kriminelle Verschwörung gegen die Kirche“ war, hätten
das wohl (hauptsächlich) Benedikt XV., Pius XI. u. XII. zu verantworten. Wer wäre dann noch orthodox?
Desperatus Noch in den sechziger Jahren war allein schon der Gedanke daran, dass so etwas Realität sein
könnte, verwerfliche Sünde. Aber nach allem was zwischenzeitlich offenkundig geworden ist, sollte man
wenigstens nicht gegen besseres Wissen anlügen. Aber das wird hier stets mit großer Wonne getan. Hier
im Forum habe ich schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass die Homosexualität für Priester wenig gefährlich
ist und daher auch nicht selten praktiziert wird. Wenn die Kirche offiziell den Kurs gegen die Homosexualität
fährt, ist das meines Erachtens nur eine Schutzmaßnahme für die Priester, nichts sonst. Deshalb sind
die kirchlichen Verlautbarungen zum Thema für mich auch kein Ärgernis, weil mir sehr wohl bewusst ist,
welchem Zweck es dient. Wetten das bei strengster Ahndung kaum mehr ein Bischofsstuhl besetzt werden könnte?
Sicher gab es Homosexualität schon vor dem VatII, und man wußte sie auch zu benennen; das nur zur Vorbeugung,
sonst wird hier nach dem „Stille-Post-Prinzip“ früher oder später behauptet, das VatII habe Homosexualität
erfunden. Aber: Wenn (conditionalis!) es sie auch vorher gab, dann folgt daraus, daß wohl auch vor dem
VatII solche Personen der Weihegnade teilhaftig geworden sind. Welcher Zusammenhang sollte also bestehen
zwischen dem VatII und der (angeblichen) „homosexuellen Überflutung“ von Priesterseminarien? Ist das
nicht etwas arg willkürlich an den Haaren herbeigezogen?
#13 Desperatus † 13:19:54 | Montag, 11. August 2008
@Aleph Das ist mir schon klar. In der Zeit seit des sechziger Jahren haben wir auch in der Kirche gelernt,
Sexualität zu thematisieren. Mich ärgert nur, das es immer noch Menschen gibt, die glauben, etwas werde
erst dadurch existent, daß es verbalisiert wird. Zugleich wird hier sehr massiv der Zusammenhang zwischen
der zölibatären Lebensform und Homosexualität geleugnet. Wie viele, gerade ältere Priester haben sich
auch deshalb zu diesem Weg entschlossen, um dem Rechtfertigungsdruck („warum hast Du keine Freundin?“)
zu entgehen? Hier wird doch gerade in der unaufgearbeiteten eigenen (Homo-)Sexualität die spätere Krise
geradezu grundgelegt.
Desperatus Im Übrigen: ist Homosexualität ein Erfindung des zweiten Vatikanums? Die gab es bestimmt
auch schon davor. Aber da fehlt die Begrifflichkeit. Beziehungsweise, man wusste nicht wie man dazu sagen
durfte… Deshalb war das Thema, obwohl präsent aber nicht so virulent…
#9 Desperatus † 12:35:17 | Montag, 11. August 2008
@Freinsberg wenn es für jeden sündigen Seminaristen einen Teil gibt, uns wir alle Seminare in den Blick
nehmen, müßten wir jetzt etwa bei Folge 35957 sein. Im Übrigen: ist Homosexualität ein Erfindung des
zweiten Vatikanums?
#6 ExBochumer † 12:22:18 | Montag, 11. August 2008
Das „Treibhhaus“ bringt mich auf seltsame Gedanken: In einem Treibhaus kann es auch schwüle Temperaturen
geben. Viele Seminare haben auch ein Schwules Klima. Und wenn jetzt sogar schon Seminaristen Jugendliche
„homosexuell attackieren“, dann stimmt was im US-System der Priesterausbildung nicht. Die Leitenden in
den Seminaren müssen mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden, wenn es immer Wieder derartige Vorfälle
gibt. Im Übrigen: Auch in Deutschland gibt es Mißstände in Seminaren. Davon gibt es schon x Zeugnisse
von diversen Ex-Seminaristen.
Treibhaus „als es ein wahrhaftes Treibhaus für homosexuelle Exzesse war“ Abgesehen von dieser zu einsamer
Größe aufragenden Formulierung- welches Priesterseminar (ob nun katholisch oder Piussekte) wäre das
nicht?