Muselmanen
Die angeblichen Anfänge des Islam
Eine Forschergruppe möchte die Mythen der sogenannten historisch kritischen Exegese benützen, um den Koran zu entmythologisieren. Daß es Mohammed nicht gegeben hat, versteht sich in dieser Optik fast von selber.
Demonstration in Dänemark.
Demonstration in Dänemark.
© Michell Zappa, CC
(kreuz.net) Koranforscher um die ‘Arbeitsstelle für Religionswissenschaft’ der Universität des Saarlandes haben den Verein Inârah gegründet. Der Name bedeutet soviel wie „Erleuchtung“.

Ziel der Forschergruppe ist, den Koran mit denselben umstrittenen Methoden zu deuten, die seit langer Zeit auch in der immer mehr marginalisierten christlichen Exegese angewendet werden.

Die Saarbrücker Gruppe hat in den Jahren 2005 und 2007 zwei Sammelbände herausgegeben. Diese wollen das bisherige Bild der Entstehung des Korans und des Islam revolutionieren.

Die interdisziplinäre Forschergruppe widmet sich seit einigen Jahren der Neubewertung von Quellen zur Frühgeschichte des Islam.

Dabei stehen die spärlichen urkundlichen Zeugnisse des 7. und 8. Jahrhunderts – meist Inschriften und Münzen – im Mittelpunkt.

Mitte März fand dazu ein internationales Kolloquium unter dem Titel „Frühe Islamgeschichte und der Koran/Early History of Islam and the Koran“ in Otzenhausen an der Saar statt.

Davon berichtete die rechtsgerichtete Berliner Wochenzeitung ‘Junge Freiheit’ am 11. April.

Mitveranstalter war das religionsfeindliche New Yorker ‘Committee for the Scientific Examination of Religion’.

Islam – eine christliche Sekte?

Im Einleitungsreferat stellte der abgefallene Priester und Saarbrücker Islamwissenschaftler Karl Heinz Ohlig den gegenwärtigen Stand der Arbeiten seiner Gruppe dar. Er erklärte, daß für das siebte und achte Jahrhundert urkundliche Zeugnisse einer neuen Religion im nahen und mittleren Osten fehlen.

Die frühen arabischen Herrscher treten in ihren Urkunden entweder ohne religiöse oder mit christlichen Kennzeichen auf.

Ausgangspunkt der mit dem Jahr 622 beginnenden arabischen Zeitenwende scheint der Beginn einer arabischen Alleinherrschaft in Syrien zu sein.

Dieser könnte mit dem Sieg der Byzantiner und ihrer arabischen Verbündeten über die persischen Sassaniden im gleichen Jahr zusammenhängen. Mit dem Zerfall des Sassanidenreichs dehnte sich der Machtbereich der arabischen Hilfstruppen der Byzantiner auch auf Persien aus.

Auf Münzen aus dem Osten dieses Raums tritt erstmals ab 660 die Herrschaftsdevise „MHMT/muhammad“ auf, wörtlich „der Gepriesene/der Gelobte“.

Das war nach Olig zunächst eine Ehrenbezeichnung für Jesus Christus, was auch in der aus dem Jahre 691 stammenden Inschrift Abd el-Maliks im Innern des Jerusalemer Felsendoms ersichtlich sei.

Diese arabischen Herrscher lehnten aber die Gottessohnschaft und die Dreieinigkeit ab.

Erst im Verlauf des neunten Jahrhunderts sei der zunehmend abstrakt verstandene und von der Person Jesu losgelöste Begriff „muhammad“ mit neuen theologischen und biographischen Inhalten gefüllt worden.

Islamische Historiographie hätten schließlich während der Bagdader Abbassidenherrschaft (750-900) ein festgefügtes Geschichtsbild geschafffen, in dem ein in Mekka und Medina wirkender arabischer Prophet gleichen Namens im Mittelpunkt steht.

Keine islamische Eroberung Spaniens?

Der Paderborner Romanist Johannes Thomas lieferte in seinem Referat „frühe spanische Zeugnisse in arabischer Sprache und erste Aussagen zum Islam“.

Er interpretierte die islamische Eroberung Spaniens im Jahre 711 als eine Fehde zwischen Arianern und katholischen Spaniern. Die maurischen Hilfstruppen der Arianer seien schließlich zu arabischen Eroberern geworden. Diese hätten zunächst wenig mit dem Islam zu tun gehabt.

In Spanien würden im achten Jahrhundert alle Anzeichen für eine neue Religion fehlen. Erst im Verlauf des neunten Jahrhunderts zeichne sich eine Wandlung ab.

Noch in den Akten des Konzils von Cordoba in Südspanien (839) würden lediglich die häretischen „Casianer“ als Gegner bezeichnet.

Die Kathedrale von Cordoba
I 785 begann Kalif Abd al-Rahman I. über einer gotischen Kirche eine beeindruckende Moschee zu bauen.Der Bau hat eine Ausdehnung von 23.000 Quadratmetern.Im 13. Jahrhundert wurde die Moschee vom spanischen König an die Kirche zurückgegeben.

Koran – ein christliches Liturgiebuch?

Der pseudonyme Koranforscher Christoph Luxenberg vertrat die Auffassung, daß der Koran in großen Teilen auf einer christlichen Grundschrift in syrischer Sprache basiert.

Luxenberg sprach über die „geheimnisvollen Buchstaben“ des Korans, die sich am Beginn mehrerer Suren finden.

Es würden sich dabei Vergleiche mit dem siebenbändigen aramäischen Liturgiebuch aufdrängen. Dort beziehen sich ähnlich Buchstaben auf die Zahl eines bestimmten Psalms oder auf liturgische Abkürzungen, Anweisungen oder Tonarten.

Das deute auf eine frühe Funktion eines Teils der koranischen Texte im christlichen Gottesdienst hin.

Die Suren 73 und 74 interpretiert Luxenberg mit Hilfe der aramäischen – syrischen – Sprache als Regeln für ein Mönchsleben.

Der in Indien geborene und in Pakistan aufgewachsene abgefallene Moslem und pseudonymische Autor Ibn Warraq (62) sprach über sein neuestes Buch „Defending the West: Eine Kritik an Edward Saids Orientalismus“, das im August 2007 erschien.

Said († 2003) war ein in Jerusalem geborener Christ, Schriftsteller und Kämpfer gegen die israelische Unterdrückung der Palästinenser.

Das Buch bejammert Saids angeblich antiwestliche Thesen, die benutzt würden, um kritische Studien zur islamischen Welt und in islamischer Geschichte zu blockieren.

Diese antiwestliche Einstellung islamischer Länder besorge sogar die umstrittene Uno-Organisation Unesco.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Dr. Christoph Heger   12:39:45 | Mittwoch, 13. August 2008
„Texte von Mohammed selbst“
Haben wir „Texte von Mohammed selbst“?
Solche Texte könnten der Koran oder auch die unendlich vielen Traditionsberichte (arab. Hadithe) sein, die berichten, was Mohammed gesagt und wie er sich geräuspert und geschneuzt haben soll.
Der Koran geht im Kern – das dürfte inzwischen als gesichert gelten – auf vorislamisch-christliche Texte zurück, womöglich ein syrisches Lektionar. Ob unter den später hinzugefügten Texten auch solche von einem „Propheten“ aus Mekka-Hintertupfingen sind (der aber zweifellos nicht „Mohammed“ geheißen hat), muß zur Zeit noch offen bleiben.
Was unter den unendlich vielen Hadithen „echt“ ist – darüber streiten sich die Muslime selbst, ohne widerspruchsfreie Kriterien zu haben, „echt“ und „unecht“ zu unterscheiden. Immerhin stammen die von den Muslimen zur Grundlage des islamischen Rechts genommenen Hadithsammlungen (vor allem von Buchari und Muslim) aus einer Zeit von mindestens 200 Jahren nach den angeblichen Ereignissen.
In solchen Hadithen ist tatsächlich auf das Eindeutigste gesagt, daß M. die kleine Aischa mit 6 Jahren geheiratet und, als sie 9 Jahre alt war, „die Ehe vollzogen“ habe. Gewisse geschmackvolle Hadithe unterrichten uns auch über die Einzelheiten des Geschlechtsverkehrs.
Allerdings es gibt auch – was bei dem ganzen Wust an Berichten nicht verwunderlich ist – Berichte, wonach Aischa älter, nämlich erwachsen war.
Wie auch immer – das islamische Gesetz erlaubt dem „Vorbild“ folgend die „Ehe“ mit Neunjährigen.
MfG
Ch.H.
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#19   DerBerliner   12:05:17 | Mittwoch, 13. August 2008
@Pünktchen
Nicht fragen: gurgeln!
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#18   Pünktchen   11:18:51 | Mittwoch, 13. August 2008
Der Berliner
die Texte erwähnt werden, die von Mohammed selbst stammen sollen, in denen er sich vieler Morde rühmt und von seiner Schändung der Aisha im Alter von 8 Jahren berichtet
Nur interessehalber:
An welche Texte dachten Sie da?
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#17   DerBerliner   11:12:01 | Mittwoch, 13. August 2008
Mohammed – Massenmörder und Kinderschänder
Mich befremdet, daß hier mit keinem Wort die Texte erwähnt werden, die von Mohammed selbst stammen sollen, in denen er sich vieler Morde rühmt und von seiner Schändung der Aisha im Alter von 8 Jahren berichtet.
Eine Religion, die auf einem solchen Schwerverbrecher als Gründer und „Propheten“ basiert, kann nur satanisch sein und muß m.E. von jedem Christen völlig abgelehnt und maximal bekämpft werden.
An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen! Gilt hier für die Mohammedaner (beschönigend und verharmlosend „Moslems“), die Anhänger eines Mörders und Kinderschänders.
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#16   Dr. Christoph Heger   13:45:39 | Dienstag, 12. August 2008
M. Mestrallet hat leider (fast) recht.
Die Forschungen von Edouard-Marie Gallez scheinen hierzulande in der Tat noch nicht genügend rezipiert worden zu sein. Allerdings sagte mir einer der Organisatoren des Kolloquiums in Otzenhausen – wenn ich mich noch recht erinnere und keine Namensverwechslung begehe –, daß Dr. Gallez auch eingeladen war, aber wegen Terminschwierigkeiten nicht kommen konnte.
Das Otzenhausener Kolloquium erbrachte noch kein geschlossenes Bild, wie denn – wenn schon die herkömmliche Historiographie der Entstehung des Islams nicht haltbar ist – diese tatsächlich verlaufen ist. Vielleicht weisen Gallez und Moussali den richtigen Weg.
MfG
Christoph Heger
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#15   Jean-Paul MESTRALLET   13:30:40 | Dienstag, 12. August 2008
GALLEZ ‘le Messie et son Prophète“ bleibt leidrer unbekannt von Deiutchen
Edouard-Marie GALLEZ’s Doktorarbeit (2003) in Strassburg, 2005 in der Sammlung „Studia Arabica“ Editions de Paris – Untertitel „Aux origines de l’Islam“ – 2 Bände €35.- bzw €38.-- : 1) De Qumrân à Mohammed; 2) Du Mohammed des Califes au Mohammed de l’histoire ist viel breiter und gründlicher argumentiert als Luxenbergs Buch. 20 Auszüge in <lemessieetsonprophète.com> sind liesbar.
Auf Antoine Moussali’s Einsichten erklärt der belgische Ordensmann warum ursprünglich Muhammad ein haeretiker „Judeo-Nazarener“ Prediger war, in Syria und nicht in der Mekka-Medina Gegend, usw, bis zur Umgestaltung seiner Lehre zugunten der Bagdader Kaliffen.
Unbedingt zu lesen!
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#14   Dr. Christoph Heger   10:02:44 | Dienstag, 12. August 2008
Es ist bedauerlich, daß
der namenlos bleibende Autor den Mitteilungen über das internationale Kolloquium „Frühe Islamgeschichte und der Koran/Early History of Islam and the Koran“ in Otzenhausen an der Saar eine Reihe nicht zur Sache gehörender Bemerkungen untermischt. Es tut eben nichts zur Sache, daß der Kirchenhistoriker Ohlig ein laisierter Geistlicher ist.
Falsch ist die Behauptung, Mitveranstalter sei das religionsfeindliche New Yorker ‘Committee for the Scientific Examination of Religion’ gewesen. Es hat allerdings Heiterkeit der Teilnehmer hervorgerufen, daß Richard Dawkins einer der Hauptsponsoren war.
Wissenschaftlich noch absurder ist die üble Laune des Autors gegen die historisch-kritische Methode. Der gelegentliche Mißbrauch dieser Methode in antikirchlicher Absicht macht es nicht unnötig, sie endlich auch auf den Koran anzuwenden – von dem nicht einmal eine kritische Textausgabe vorliegt.
Star der Veranstaltung war Christoph Luxenberg, der die teilnehmenden Wissenschaftler damit begeisterte, daß er erstmalig eine überzeugende Deutung aller „geheimnisvollen Buchstaben“ im Koran vorlegte. Seine Gegner, die es bisher nicht vermocht haben, sich Punkt für Punkt mit seinen Entdeckungen auseinanderzusetzen, sind erneut gefordert.
Übrigens, die Meinung, daß die Saarbrücker nicht wussten, daß „mamed“ in „zeitnahen“ Dokumenten vorkommt, ist irrig.
Die Verhandlungen des Otzenhausener Kolloquiums erscheinen im September im Verlag Hans Schiler, Berlin.
MfG
Christoph Heger
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#13   Uwe Schmidt   00:15:56 | Dienstag, 12. August 2008
‘Inârah
Luxenberg ist sicher kein Spinner (die Orientalisten haben ihm sogar einen eigenen Kongress gewidmet), auch ist er gläubiger Katholik, nur sind seine neuen Deutungen manchmal etwas weit hergeholt, zumindest aber nicht beweisbar.
Dass man den Koran jetzt auch wissenschaftlich untersucht, ist aber eine gute Sache.
Mohammed soll fast zeitnah – was die Saarbrücker nicht wussten – in einem armenischen Text vorkommen (aber ob denn der schon ediert odersonst zugänglich ist?), sodass seine Existenz dann doch gesichert wäre.
Otzenhausen, ASKO-Stiftung und dazu noch der Alt-‘68-er Ohlig – das deutet für mich alles erstmal auf Freimaurerei hin, mal sehen…
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#12   diaconus   21:42:52 | Montag, 11. August 2008
Koranforschung
Den Christen macht man den Vorwurf, dass das NT zwischen 20 – 60 Jahre nach dem Tod Jesu, also zu einer Zeit, wo noch Augenzeugen lebten, niedergeschrieben wurden. Aber es ist erwiesen, dass der Koran rd. 150 Jahre nach dem Tod Mohammeds niedergeschrieben wurde, ebenso stammen die „Interpretationen“ dazu aus der gleichen Zeit. Der Koranforscher Günter Lüling vermutete schon um 1970 herum, dass dem Koran ein christliches Strophenlied zu Grunde liegt. Und am 19. Dez. 2006 schreibt der Wiener Islamforscher Rüdiger Lohiker, in der „Presse“: „Deutlich wird jedenfalls, dass der Koran auf der Basis eines vornizänischen Christentum (Anm. vor dem Konzil von Nizäa) argumentiert“. Und zur Inschrift im Felsendom sagte er zu Luxenbergs Deutung: „Die These ist provokant, ganz klar. Und sie ist nicht von der Hand zu weisen.“. Leider konnte ich eine Fotokopie eines Bildes der erwähnten Münze nicht hineinkopieren. Die Vorderseite der Münze zeigt einen christlichen Herrscher mit dem Kreuzsymbol während die Rückseite das „Muhammed“-Motto zeigt.
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#11   Pünktchen   19:34:38 | Montag, 11. August 2008
Die Existenz von Mohammed
wird inzwischen von einer zunehmenden Zahl von Forschern in Frage gestellt. So hat der niederländ. Islamforscher Hans Jansen in seiner neuen Mohammed-Biographie die Zweifel am Quellencharakter der Biographie von Ibn Ishaq nachgewiesen.
Die biographische Literatur über einen angebl. Propheten „Muhammed“ beginnt in einer Zeit, die 150 bis 200 Jahre nach seinem behaupteten Auftreten liegt. Das ist im Falle Jesu und der Evangelien anders. Unter den Evangelisten gibt es Augenzeugen des Geschehens.
Daß die Quellenkritik der Saarbrücker Forscher von Haus aus „atheistisch“ sei, darf man als haltlose Behauptung zurückweisen.
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#10   miles immaculatae   18:07:36 | Montag, 11. August 2008
Macht das Sinn?
Macht es nun wirklich Sinn, darüber zu spekulieren, ob Mohammed eine geschichtliche Person ist? Kann diese Spekulation zu einem sinnvollen Ergebnis führen?
Würden wir als Christen uns von den Argumenten eines „Wissenschaftlers“ überzeugen lassen. der die Existenz Jesu Christi in Frage stellt? Wohl kaum.
Ganz abgesehen davon, daß die geschichtliche Existenz Jesu ebenso wie die geschichtliche Existenz Muhammads von der erdrückenden Mehrheit seriöser Wissenschaftler als nachgewiesen angesehen wird.
Luxenburg gilt als Spinner. Ohlig hat uns schon vor Jahren mit obskuren Priestertrugs-Thesen zur Lehre von der göttlichen Dreifaltigkeit „beglückt“.
Wen interessieren die Thesen von interessanten, aber letztlich nicht ernstzunehmenden Atheisten?
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#9   Desperatus †   17:00:33 | Montag, 11. August 2008
@Pünktchen
Vielen Dank für die Zugänglichmachung der Quelle
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#8   Pünktchen   16:31:36 | Montag, 11. August 2008
Der dem kreuz.net-Artikel zugrundeliegende Text
kann
–-- >>> hier www.kreuz.net/bookentry.3032.html
aufgerufen werden!
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#7   athanasius1957   16:26:10 | Montag, 11. August 2008
Nikolaus von Kues – Nicolai de Cusa
Das Problem der im Islam fehlenden Apologetik ist schon von Nikolaus von Kues um 1460 in seiner Abhandlung „Cribratio alkorani – Sichtung des Korans“ www.amazon.de/…787309373/ref=sr_1_9?ie=UTF8&s=book… in drei Bänden angegangen worden.
Von meiner Großmutter (verstorben 1976) erfuhr ich, daß die Lieblingstochter Mohammeds, Fatima, als Christin gestorben sein soll. Deswegen wurde und wird der Marienwallfahrtsort FATIMA auch immer als der „Knackpunkt“ für die Konversion der Muslime betrachtet.
Zur Zeit Mohammeds waren in Mekka zwei große Glaubensgruppen vertreten: Juden der Diaspora bzw. Nestorianer, welche auch tw. die Lehrer Mohammeds waren.
Gegen Ende des 8. Anfang des 9. Jahrhunderts wurde den Theologieschülern im Islam aber das Lesen des Alten und Neuen Testamentes sowie des Talmuds verboten. Wahrscheinlich war die Konversionsrate zu hoch.
Da der Koran nur Arabisch authent ist, gab und gibt es bis heute keine textkritischen Übersetzungen wie bei der Bibel, wo immer auf alte bzw. noch ältere Urtexte seien sie griechisch oder lateinisch geschrieben zurückgegriffen wird.
Deswegen sind die Entdeckungen Luxenburgs für die islamische Welt so „gefährlich“, da sie bei Annahme dieser Entdeckungen die Theologie des Islams in seinen Grundfesten erschüttern würden.
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#6   Pünktchen   16:22:12 | Montag, 11. August 2008
Eine strenge Verbalinspiration vergleichbar
der islamischen wird von keinem anerkannten kathol. Exegeten oder Theologen vertreten. Diese eigentümlich „starke“ Auffassung von Verbalispiration im Islam sollte ja als knock-out-Argument gegen Christentum/Judentum, samt ihrer angeblich auf „Fälschungen“ beruhenden Schriften, dienen. Die Herabkunft des Koran ist so mirakulös wie die Herabkunft des Fleischgewordenen Wortes im Christentum: während letztere sich durch ein Jungfrau vollzog, geschah erstere vermittels eines Analphabeten! Mohammed sei des Lesens und Schreibens unkundig gewesen, und das beweise die übernatürliche Wesensart der Koranoffenbarung, heißt es. Mohammed kam zu seinem Text wie die Jungfrau zum Kinde!
Natürlich enthält der Korantext zeitbedingte Vorstellungen und Fehler über etliche Fragen. Die Erde z.B. ist wie im jüdisch-christl. Psalter „auf Pfeiler gegründet“. usw.usf.
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#5   Ydefix   16:07:58 | Montag, 11. August 2008
Vorsicht, Vorsicht…
„Daher nützt es durchaus nichts zu sagen, dass der Heilige Geist Menschen als Werkzeuge zum Schreiben verwendet habe, und dass zwar nicht dem Haupturheber, wohl aber den inspirierten Verfassern etwas falsches habe entschlüpfen können.Denn er selbst hat sie durch eine übernatürliche Kraft so zum Schreiben angeregt und bestimmt, und den Verfassern also Beistand geleistet, dass sie all das und nur das, was er sie hieß, richtig im Geiste erfassten, getreulich niederschreiben wollten und passend mit unfehlbarer Wahrheit ausdrückten; sonst wäre der Heilige Geist nicht selbst Urheber der gesamten Heiligen Schrift.“
www.stjosef.at/…dentissimus_deus.htm
Daraus folgt also ganz klar, dass es in der „heiligen“ Schrift weder Widersprüche noch Irrtümer geben darf. Selbst da, wo ganz eindeutige Widersprüche feststellbar sind, muss man trotzdem behaupten: es gibt keine. (Ganz zu schweigen davon, dass Die Erschaffung einer Frau aus einer Rippe etwas anderes ist, als die Entstehung durch Evolution -selbst in so einer absolut wesentlichen Frage leitet uns die „heilige“ Schrift also in die Irre…aber nein, das darf ja nicht sein :-# )
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#4   Pünktchen   15:39:54 | Montag, 11. August 2008
Eine historisch-kritische Vorgehensweise
hat der Islam mehr zu fürchten als das Christentum aus dem einfachen Grunde, weil die Christen NICHT behaupten, daß die bibl. Bücher Gott selbst zum Autor hätten. Dies aber ist der Anspruch, den der orthod. Islam für den Koran erhebt: jedes Wort, ja jede Silbe verdanke sich einer Offenbarung von oben und Mohammed sei nichts als ein – zunächst widerstrebender – „Stenograph“ Gottes, dessen sich der Allmächtige bedient habe wie wir eines Schreibinstrumentes. Dieser maximale Anspruch für eine wort-wörtl. Inspiration treibt dann seltsame Blüten in Umgang und Behandlung des Koran. Dieser sei widerspruchsfrei, enthalte keinerlei Fehler, sei angeblich vereinbar mit der modernen Kosmologie, sei die schönste und erhabenste Dichtung, die je hervorgebracht wurde usw.usw. – Eine historisch-kritische Exegese verbietet sich danach schon deswegen, weil der Koran selbst der erhabenen und jenseitigen Sphäre Gottes angehört und seine „Genese“ keine menschliche, kontingente und historische sein kann (und darf!). Ja, der Koran ist das EWIGE Wort Gottes, das als solches keine Ursprungsbeziehungen in tradierten Kulturgütern, Texten, und liturgischen Praktiken haben darf. Die sensationellen Entdeckungen von Luxenberg de.wikipedia.org/…/Christoph_Luxenberg stellen die unkrit.-dogmat. Koranexegese vor gewaltige Herausforderungen. Wenn es sich als richtig erweist, daß zahlreiche dunkle Suren über die Berücksichtigung einer histor. sehr wahrscheinlichen syr. Lesart verständlich werden, dann ist eine starke Verbalinspiration nicht zu halten!
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#3   LandorganistII   15:22:51 | Montag, 11. August 2008
Wir finden das
:-[ recht langweilig.
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#2   Aleph †   15:19:23 | Montag, 11. August 2008
Desperatus
Bin jetzt mal wech! Bis dann…
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#1   Desperatus †   15:16:07 | Montag, 11. August 2008
Was will uns dieser Artikel sagen?
Nicht mehr, als dass es sich hier um einen Übungstext zum Gebrauch des Konjuktives handelt.
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