China
Andere haben den Verstand verloren
Sie wollte nicht aufhören, die Namen ihre Heilandes und der Muttergottes anzurufen. Doch das kam sie teuer zu stehen.
Demonstration in den USA gegen die Menschenrechtsverletzungen in China.
Demonstration in den USA gegen die Menschenrechtsverletzungen in China.
© Andrew Ratto, CC
(kreuz.net/ ‘Kirche in Not’) Zwanzig Jahre lang saß der chinesische Priester Hw. Wang (80) im Gefängnis kommunistischer Sadisten.

Jetzt hat er das erste Mal über diese furchtbare Erfahrung gesprochen.

Der Geistliche kann sich sehr gut an chinesische Katholiken erinnern, die mit ihm in Haft waren und die Folter nicht überlebten:

„Viele sind in diesen Umständen gestorben, Gläubige, Ordensleute, Priester, Bischöfe, junge und alte Menschen. Andere haben den Verstand verloren und sind verrückt geworden.“

Hw. Wang selber weiß nicht, wie er die Torturen aushalten konnte: „Ich weiß nicht, wie ich es ausgehalten habe“ – wiederholt er mehrmals.

Eine katholische Frau

„Ich kann mich an eine katholische Frau erinnern. Sie hat immer wieder den Namen Jesu und Mariens ausgesprochen.“

Um sie zum Schweigen zu bringen, nähten ihr die Kommunisten die Lippen zu:

„Aber auch das hat sie nicht stoppen können. Sie hat dann mit ihrem eigenen Blut sich selber den Namen Jesu und Mariens ins eigene Fleisch geschrieben.“

Deshalb beschlossen die Kommunisten, sie zum abschreckenden Beispiel für die anderen zu machen:

„Sie banden ihr die Hände und Füße hinter den Rücken zusammen und sperrten sie in einen Käfig, der so mit Stangen versehen war, daß sie sich weder setzen noch hinlegen konnte.“

Diesen Käfig stellten die mörderischen Kommunisten auf die Straße vor das Gefängnis, um den Passanten das Schicksal eines Katholiken im realen Sozialismus vorzuführen:

„So ist sie gestorben, den Körper blutüberströmt, die Lippen zugenäht für die Ewigkeit.“

„Der Käfig stand ganze sechs Wochen vor dem Gefängnis. Der Tod durch die Hände ihrer Peiniger wurde für sie, zur Befreiung in das Reich Gottes.“

Die Frau war eine Märtyrerin des kommunistischen Terrors unter dem Völkermörder Mao Tse Tung († 1976).

China – Impressionen
Kirche im chinesischen BaustilDer Rosenkranz umspannt alle Völker und Kulturen.Muttergottes von China, bitte für uns.

Eisenstangen zwischen den Zähnen

„Nach dem Gebetsverbot folgte das Sprechverbot – wohl nur aus reiner Vergeltungssucht“, erzählt Hw. Wang weiter.

Wenn er nicht gefoltert wurde, ließ man ihn in seiner Zelle, Hände und Füße gebunden, stundenlang vor meine Pritsche hingehockt – mit einer Eisenstange zwischen den Zähnen sitzen, um ihn am Sprechen zu hindern.

„Im Gefängnis waren wir auf eine sehr strenge Diät gesetzt. Der Tee hier ist eine volle Mahlzeit, verglichen mit dem, was man mir dort acht Jahre lang gegeben hat.“

„Tag ein Tag aus waren wir gezwungen, dieselbe ungenießbare Wassersuppe zu trinken in der gerade mal zwei Maiskörner schwammen.“

Die eintönige Ernährung führte nicht nur zu einem erheblichen Gewichtsverlust, sondern auch zu einer Schwellung der Gewebe, die sehr schmerzvoll war:

„Nach einem Monat waren meine Beine dermaßen geschwollen, daß ich nicht mehr stehen konnte. In meinen Gelenken spüre ich das noch heute.“

Dennoch ist Hw. Wang heute gesund: „Ich kann Ihnen sagen, mein Magen hat sich in den letzten zwanzig Jahren wieder erholt,“ sagt er lächelnd:

„Mit meinen achtzig Jahren kann ich heute wieder alles essen, was ich möchte. Damit habe ich keine Probleme mehr.“

Erste Hinweise nach acht Jahren

Sofort nach der Entführung von Hw. Wang im Jahr 1965 machte sich seine Familie und Pfarrei auf eine jahrelange Suche nach ihm. Aber die Spuren verloren sich in einem Meer von Vermissten und Verschollenen.

„Die Behörden haben uns keine Informationen gegeben“, sagt ein Angehöriger: „Auch die Zeugen der Entführung waren in Gefahr.“

Erst im Jahr 1972 konnten sie wieder Kontakt aufnehmen. Immer noch waren Besuche verboten. Aber allein die Tatsache zu wissen, daß der Priester lebte, gab Hoffnung.

Einige Monate später wurde Hw. Wang in ein Arbeitslager verlegt. Das war für ihn eine gute Nachricht, denn es war das Ende von Wassersuppe und Maiskörnern.

„Da wir arbeiten mußten, waren sie gezwungen, uns wenigstens ein bißchen Brot mit der Suppe zu geben.“

Erst mit dem Tod des kommunistischen Völkermörders Mao Tse Tung im Jahr 1976 entspannte sich die Lage langsam.

Von seiner Zelle aus bemerkte Hw. Wang den Wechsel des Regimes aber kaum.

Erst Ende 1985 wurde er aus dem Gefängnis entlassen: „Eine Strafminderung bekam ich nicht und habe die ganzen 19 Jahre und zwei Monate im Gefängnis verbracht.“

Hw. Wangs Beispiel und das Beispiel Tausender anderer ist zur Quelle vieler Berufungen geworden.

Nicht alle Henker und Verbrecher der Kulturrevolution sind gestorben.

Einige unter ihnen, haben sich – vielleicht aus Reue – bekehrt, nachdem sie ihre Ämter verlassen hatten.
      
3 Lesermeinungen
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#3   Ludwig   10:03:14 | Donnerstag, 14. August 2008
andere haben den Verstand verloren
Ich durfte einen alten russisch orthodoxen Priester vor Jahren kennenlernen der mittlerweile zu seinem hohen Priester und Gott heimkehren durfte.
Die Leiden die er erdulden mußte waren unsäglich. Nach seiner Priesterweihe wurde er verhaftet und unter Stalin ins Zuchthaus gesteckt. Man wollte ihn durch körperliche Folter zum abschwören zwingen. Wähend des großen vaterländischen Kriegs enlassen und durch Umstände nach Deutschland deportiert. Dort hatte er sich um die russischen Gefangenen verbotswidrig gekümmert, von gesetzestreuen deutschen Staatsbürgern bei der Gestapo angezeigt und nach Dachau in Konzentrationslager verbracht. Nach dem dem Krieg an Stalin ausgeliefert gefoltert und in den Gulag gebracht. Nach Stalins Tod in Freiheit. für 3 Jahre und später wieder wegen seines Glaubens verhaftet. Unter Breschnev in die Nervenheilanstalt eingeliefert mit Medikamenten so behandelt dass er vor der Kamara das Kreuz angepisst hat. Nach Jahren entgültig entlassen.
Auf meine Frage ob er nicht von Gott enttäuscht sei, hat er mir geantwortet:warum ich war doch da als Priester wo ich am nötigsten gebraucht worden bin.
Auf eine weitere Frage von mir was er denn für seine Folterer und Hintermänner empfunden hatte sagte er nur Liebe. Er hat jeden Tag für diese Leute gebetet ihnen immer in der göttlichen Liturgie gedacht, an Ihrem Todestag immer eine Panniyida gebetet, den 40 Tage Ritus eingehalten und jeden Tag Gott unter Tränen angefleht, er sie in den Himmel aufnehmen möge.
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#2   Josef Preßlmayer   09:10:44 | Donnerstag, 14. August 2008
Im Traum gelächelt!
Ich habe ein Geschichte, ich glaube in der ungemein aufwühlenden Sendereihe „Blutiger Same“ auf „Bibel-TV“ gehört, wo KP-Schergen eine Frau am Tag immer wieder auf alle erdenkliche Weise quälten. Sie beobachteten die Frau auch als sie dann endlich schlafen konnte. Und da geschah etwas, was die Henkersknechte nicht begreifen konnten, sie zutiefst beunruhigte und erstaunte!
Diese Frau lächelte im Schlaf!
Trotz all dieser Foltern am Tag, lächelte diese Frau im Traum!
Das brach den Willen der Folterknechte, diese Frau weiter zu quälen!
Wie sehr sie diese Frau auch mißhandelten, ihre Seele lächelte im Schlaf! Ihr Gott musste eine gewaltige Kraft besitzen, dass er sie trotz aller Qualen im Schlaf lächeln ließ!
Das änderte die Haltung der Kerkermeister! Sie hörten auf, die Frau zu quälen und wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurden Gnaden der Bekehrung geschenkt!
Im unbedrängten Wohlstand glauben wir, auf Gott verzichten zu können! Die Kinder im Mutterleib, das größte Geschenk, das uns der Schöpfer-Gott zuteil werden läßt, lassen wir bei Lohnhenkern millionenfach zerstückeln, um unseren Luxus nicht teilen zu müssen!
So verhalten wir uns ähnlich wie die kommunistischen Satane, welche die Christen zu Tode marterten!
Der kommunistische Klassenwahn wird bei uns durch den feministischen Selbstbestimmungswahn ersetzt!
Was vom „Christlichen Abendland“ bleibt, werden staatlich ausgezeichnete „Entsorgungsbetriebe“ sein, wo die Babys verbrannt wurden!
China lässt uns hoffen!
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#1   Andreas_Rau   22:58:52 | Mittwoch, 13. August 2008
schrecklich…
finde ich das, wenn es so war. widerlich und Menschen unwürdig.
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