13:58:01 | Freitag, 15. August 2008
In der dekadenten Kirche des Westens werden Priester- und Ordensgewänder oft verachtet. Dagegen sind chinesische Geistliche und Ordensleute gezwungen, sich in bürgerlichen Kleidern zu verstecken.

Buchcover von „Im Schatten des großen Drachen“
(kreuz.net, Peking) Der römische Abtprimas der Benediktiner, Mons. Notker Wolf, hat gemeinsam mit Corinna
Mühlstedt ein neues Buch über China geschrieben.
Frau Mühlstedt ist promovierte evangelische Theologin,
Journalistin, Autorin sowie ARD-Korrespondentin.
Das Werk trägt den Titel „Im Schatten des großen Drachen“
und ist am 1. Juli erschienen.
Am 8. August veröffentlichte die Nachrichtenagentur ‘Kipa’ dazu eine
Rezension.
Abt Wolf schildert in dem Buch unter anderem seine Reise nach Peking im Jahr 1985.
Als er
sich in einem Hongkonger Reisebüro ein Visum für das chinesische Festland besorgte, gab er als Beruf
„Archabbot“ an.
Abt Wolf wußte, daß die Chinesen diesen Begriff nicht verstehen würden. Falls der
Geheimdienst auf ihn aufmerksam würde, hätte er zumindest nicht gelogen.
Er erreichte die Millionenstadt
Jilin im Nordosten Chinas. Dort besuchte er die Kathedrale und traf einen Priester.
Vor der Linzer ‘Kirchenzeitung’
erklärte der Abtprimas sein damaliges Reiseziel:
Die Missionsbenediktiner von St. Ottilien wirkten von
den 1920er Jahren bis 1952 in dieser Gegend.
Der Abtprimas, der damals Erzabt des Klosters Sankt Ottilien
in Deutschland war, wollte sehen, was von dem Wirken noch übrig war.
Er traf sich in den Stadt Jilin
mit Ordensschwestern, die auf engstem Raum lebten.
Zur Tarnung waren sie mit Hosen und Jacken bekleidet.
Der Abtprimas verglich die – im Westen von sogenannten Klosterfrauen freiwillig getragene Kleidung – mit
Strafanzügen.
Zwanzig Jahre späterIm Jahr 2005 reiste Abt Wolf, der inzwischen
Abtprimas der Benediktiner geworden war, zusammen mit anderen Benediktinern und Corinna Mühlstedt erneut
nach China.
Als Abtprimas mußte er seinen Aufenthalt beim chinesischen Religionsbüro melden und wurde
überall von kommunistischen Beamten begleitet.
Erneut besuchte er die Schwestern in Jilin. Die Benediktiner
hatten ihnen mittlerweile Neubauten finanziert.
Bei dieser Gelegenheit pilgerte der Abtprimas auch zu
einer Lourdesgrotte unweit der Stadt, bei der es auch eine Quelle gab.
Er schöpfte dort Wasser und erklärte
den kommunistischen Begleitern, daß dieses Wasser im christlichen Glauben eine heilsame Wirkung habe.
Anschließend bemerkte er, wie die Beamten in einem unbemerkten Augenblick aus der Quelle tranken.
Der
Abtprimas dazu: „Selbst das härteste Regime kann den Menschen ihre tiefste innerste Sehnsucht nicht austreiben.“
Immer noch schwierigDas Verhältnis zwischen der in den Untergrund gedrängten katholischen Kirche
in China und den Anhängern der kommunistischen Staatssekte „Patriotische Vereinigung“ ist nach Angaben
von Abtprimas Wolf „immer noch schwierig“.
Abt Wolf sucht die Schuld bei den Opfern: „Die Untergrundchristen
mißtrauen der öffentlich tätigen, erlaubten Kirche und halten deren Mitglieder für Verräter, weil
sie mit den Regierungsbehörden kooperieren.“
Er glaubt, daß die „Patriotische Vereinung“ sehr wohl
zum Papst halte.
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Marcelus 14:40:22 | Sonntag, 17. August 2008
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sportgayfan 14:27:23 | Sonntag, 17. August 2008
#22
sani † 20:00:47 | Samstag, 16. August 2008
#21
Gunsenum 16:29:14 | Samstag, 16. August 2008
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sani † 13:22:18 | Samstag, 16. August 2008
#19
franziskus 12:37:40 | Samstag, 16. August 2008
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Gunsenum 09:28:19 | Samstag, 16. August 2008
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sani † 02:54:12 | Samstag, 16. August 2008
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maliems 23:31:27 | Freitag, 15. August 2008
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Lutheraner 19:34:55 | Freitag, 15. August 2008
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Insinuator 19:27:51 | Freitag, 15. August 2008
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Insinuator 18:33:29 | Freitag, 15. August 2008
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ExBochumer † 18:20:32 | Freitag, 15. August 2008
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Gotthard 16:13:13 | Freitag, 15. August 2008
#1
Navon 15:16:40 | Freitag, 15. August 2008