China
Die Kommunisten suchen Wunder
In der dekadenten Kirche des Westens werden Priester- und Ordensgewänder oft verachtet. Dagegen sind chinesische Geistliche und Ordensleute gezwungen, sich in bürgerlichen Kleidern zu verstecken.
Buchcover von "Im Schatten des großen Drachen"
Buchcover von „Im Schatten des großen Drachen“
(kreuz.net, Peking) Der römische Abtprimas der Benediktiner, Mons. Notker Wolf, hat gemeinsam mit Corinna Mühlstedt ein neues Buch über China geschrieben.

Frau Mühlstedt ist promovierte evangelische Theologin, Journalistin, Autorin sowie ARD-Korrespondentin.

Das Werk trägt den Titel „Im Schatten des großen Drachen“ und ist am 1. Juli erschienen.

Am 8. August veröffentlichte die Nachrichtenagentur ‘Kipa’ dazu eine Rezension.

Abt Wolf schildert in dem Buch unter anderem seine Reise nach Peking im Jahr 1985.

Als er sich in einem Hongkonger Reisebüro ein Visum für das chinesische Festland besorgte, gab er als Beruf „Archabbot“ an.

Abt Wolf wußte, daß die Chinesen diesen Begriff nicht verstehen würden. Falls der Geheimdienst auf ihn aufmerksam würde, hätte er zumindest nicht gelogen.

Er erreichte die Millionenstadt Jilin im Nordosten Chinas. Dort besuchte er die Kathedrale und traf einen Priester.

Vor der Linzer ‘Kirchenzeitung’ erklärte der Abtprimas sein damaliges Reiseziel:

Die Missionsbenediktiner von St. Ottilien wirkten von den 1920er Jahren bis 1952 in dieser Gegend.

Der Abtprimas, der damals Erzabt des Klosters Sankt Ottilien in Deutschland war, wollte sehen, was von dem Wirken noch übrig war.

Er traf sich in den Stadt Jilin mit Ordensschwestern, die auf engstem Raum lebten.

Zur Tarnung waren sie mit Hosen und Jacken bekleidet. Der Abtprimas verglich die – im Westen von sogenannten Klosterfrauen freiwillig getragene Kleidung – mit Strafanzügen.

Christliche Kunst aus China
Mariä VerkündigungHerbergssucheGeburt in Bethlehem

Zwanzig Jahre später

Im Jahr 2005 reiste Abt Wolf, der inzwischen Abtprimas der Benediktiner geworden war, zusammen mit anderen Benediktinern und Corinna Mühlstedt erneut nach China.

Als Abtprimas mußte er seinen Aufenthalt beim chinesischen Religionsbüro melden und wurde überall von kommunistischen Beamten begleitet.

Erneut besuchte er die Schwestern in Jilin. Die Benediktiner hatten ihnen mittlerweile Neubauten finanziert.

Bei dieser Gelegenheit pilgerte der Abtprimas auch zu einer Lourdesgrotte unweit der Stadt, bei der es auch eine Quelle gab.

Er schöpfte dort Wasser und erklärte den kommunistischen Begleitern, daß dieses Wasser im christlichen Glauben eine heilsame Wirkung habe.

Anschließend bemerkte er, wie die Beamten in einem unbemerkten Augenblick aus der Quelle tranken.

Der Abtprimas dazu: „Selbst das härteste Regime kann den Menschen ihre tiefste innerste Sehnsucht nicht austreiben.“

Immer noch schwierig

Das Verhältnis zwischen der in den Untergrund gedrängten katholischen Kirche in China und den Anhängern der kommunistischen Staatssekte „Patriotische Vereinigung“ ist nach Angaben von Abtprimas Wolf „immer noch schwierig“.

Abt Wolf sucht die Schuld bei den Opfern: „Die Untergrundchristen mißtrauen der öffentlich tätigen, erlaubten Kirche und halten deren Mitglieder für Verräter, weil sie mit den Regierungsbehörden kooperieren.“

Er glaubt, daß die „Patriotische Vereinung“ sehr wohl zum Papst halte.
      
24 Lesermeinungen
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#24   Marcelus   14:40:22 | Sonntag, 17. August 2008
@Gotthard: Für das heutige areligiös geprägte Deutschland ist diese Behauptung sicherlich nicht
falsch, zumindest für viele Gebiete Deutschlands,
weniger für die religiös geprägten Vereinigten Staaten, auch wenn dort die reguläre römisch-katholische Hierarchie jahrzehntelang in kriminelle Kindesschändung verwickelt war.
In der dekadenten Kirche des Westens werden Priester- und Ordensgewänder oft verachtet.
diese angeblichen Journalisten hier haben keinerlei Ahnung von ihrem Handwerk.
Es sind widerliche Hetzer…!!!!!!!!!!!!!!!!
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#23   sportgayfan   14:27:23 | Sonntag, 17. August 2008
Der Pfarrer in meinem Heimatort
läuft auch privat in „Räuberzivil“ rum.Warum denn auch nicht.
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#22   sani †   20:00:47 | Samstag, 16. August 2008
Danke …
… wenn ich im August 2009 wieder in Rom bin, werde ich dort vorbeischauen. Ich hoffe, die haben das Zeug auch in der richtigen Größe (bin nämlich nicht ganz klein und nicht ganz leicht … :-S ).
Aber was ich noch wissen wollte: kann man das auch von der Steuer abschreiben?
Und wie ist das dann: Wenn man dann so herumläuft wie ein Hutschpferd im Wurstelprater – kann ich dann Eintritt verlangen, wie der Zirkusdirektor im Zirkus.
Oder bin ich dann Bestandteil eines Museums (oder Kasperltheaters, oder Kabbarets)?
Fragen über Fragen – und wie ist das in Übersee, gibt’s das Zeug auch in Nordamerika – und wie schwer ist das dann in Summe (Übergepäck)
Also – eigentlich ist mir das alles zu mühsam zu überlegen. Kein Wunder, dass die Tradis ausser das richtige Runterlesen von einem alten Messbuch eigentlich nix anders mehr z’sammbringen – wenn die tagtäglich so viel über solche Dinge nachdenken müssen, wird das Leben schon sehr mühsam. Also ich beginn das schön langsam zu verstehen
Also: jetzt nicht mehr Frauenversteher – sondern Tradisversteher
Ja so was kann passieren, wenn man KreuzNet liest mhm
^-^ :-O :-O :-$ :-$
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#21   Gunsenum   16:29:14 | Samstag, 16. August 2008
@sani Den Saturno…
Den hochwertigsten Saturno, gibt es, meiner Erfahrung nach, bei Barbiconi in Rom. Euroclero in Rom hat die auch, aber Euroclero ist ein Ramschladen, ein katholischer Aldi sozusagen!
Hier ist ein Bild des Barbiconisaturnos und hier der Link zum Katalog dieses, nicht ganz günstigen, daüfr renommierten udn hochwertigen Ecclesia-Schneiders. Postversand ist bei denen nebenbei gratis (auch nach Deutschland) und topsicher und zügig!
www.barbiconi.it/…g_cat/thumbsat-l.jpg
www.barbiconi.it/inglese/catalogo.asp
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#20   sani †   13:22:18 | Samstag, 16. August 2008
Danke Gunsenum
… das hab ich wirklich vergessen. Das brauch ich noch – wo kriegt man denn sowas? O:O ;-) :&)
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#19   franziskus   12:37:40 | Samstag, 16. August 2008
Ritenstreit
Manager in der Wirtschaft soll man an dunklen Nadelstreif mit Krawatte besser erkennen.
Manager in der Kirche am klerikalen Outfit mit „Knopflochfieber“?
Aber letzlich ist das Ganze ein alter Hut: Der Ritenstreit zwischen Franziskaner- und Jesuitenmissionaren.
Die einen suchten im Ordenshabit mit Kreuz in der Hand das heiligen Martyrium, die anderen kleideten sich als Mandarine und ließen ohne Uniform den Heiligen Geist auf andere Weise überzeugend wirken.
o^/
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#18   Gunsenum   09:28:19 | Samstag, 16. August 2008
@sani S’gibt mehr als s’Biretterl!
Bittscheen, vergessens mir in ihrer recht detaillierten Darstellung neben den bunten Biretterln net den recht kleidsamen Saturno. Des is fei a rundlicher Hut mitam Hügelchen in derer Mitten. und gelegentlich hängt a Quasterl runter. Den trägts mer auch in bunte Farben, vornehmlich aber in schwarz!
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#17   Stanislav Kondominsky   09:01:57 | Samstag, 16. August 2008
@Lutheraner
So desinteressiert, wie sich der Katholizismus der Demokratiebewegung gegenüber verhält, läßt sich nur annehmen, die Kriche hat gar kein Interesse an Demokratie und Menschenrechten.
Ja, der Heilge Vater sollte China mit der Schweizer Garde drohen.
Obwohl, das Martyrium stände Ihnen bestimmt auch nicht schlecht, bei soviel Unrechtsbewußtsein. Geben Sie eine Kontonummer an, damit ich ihr Ticket mitfinanzieren darf.
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#16   sani †   02:54:12 | Samstag, 16. August 2008
Ich möchte noch mal …
… auf die klerikale Kleidung zurückkommen: Die gehört unbedingt forciert. Also die eleganten Hemden mit der verdeckten Knopfleiste und dem Plastikstehkragerl sind schon was elegantes – aber noch viel besser sind die langen schwarzen Gewänder mit den vielen, vielen Knopferln drauf – und wißt’s was cool ist, drunter ist ein Zipp – die Knopferl sind nur zur Dekoration. Was dem ganzen noch seine Vollständigkeit verleiht, ist aber der schwarze Gürtel (nicht der vom Judo) – der mit dem herunterhängenden Bandel mit den vielen Quasterln drauf – also – das ist wirklich der letzte Schrei – vor allem, wenn man so cool ist und dann sogar eine andere Farbe nehmen darf: Rot, violett, ja sogar weiß (wenn mit roten Knopferln, dann darf man das auch als Bischof dort anziehen wo’s sehr warm ist). Aber jetzt verrate ich ein großes Geheimnis: wisst ihr, dass es sogar die passende Unterwäsche gibt – sozusagen klerikale Dessous – natürlich entsprechend dem Dienstgrad von schwarz bis …; ja und das mit der roten Schlafhaube mit Hermelinbesatz und den roten Schucherl – da gibt’s einen richtigen klerikalen Dressman …
Also, diese klerikale Tracht ist schon wirklich was besonderes – da kann man dann so richtig sehen, ob man eh ein braver Pfarrer ist, weil dann gibts mal rote Knopferl, rote Quasterl, ein Huterl mit 3 oder 4 Spitzen drauf – wahnsinn – welche Chancen sich zu präsentieren und zu stolzieren diese klerikalen Gewandell bieten. Seitdem Zirkuspferde verboten sind, was soll man da noch sehen????…
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#15   maliems   23:31:27 | Freitag, 15. August 2008
@navon
ja, navon, das hat er.
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#14   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:12:01 | Freitag, 15. August 2008
Schon schlau,
„archabbot“ als Beruf anzugeben. Bestimmt gibts bei chinesischen Behörden kein Wörterbücher, und bestimmt haben die dann gedacht, das verstehen wir nicht, dann lassen wir ihn doch mal bedenkenlos rein.
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#13   HeinrichderZweite   20:12:42 | Freitag, 15. August 2008
(=HvO) Lieber Insinuator,
Anschließend bemerkte er, wie die Beamten in einem unbemerkten Augenblick aus der Quelle tranken.
… vielleicht war es ja auch nur ein vermeintlich unbemerkter Augenblick. Vielleicht wollte der Autor auch nur den Text durch einen kleinen Alogismus auflockern. Wer weiss? Blöde finde ich das nun allerdings nicht. Eher amüsant.
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#12   HeinrichvonOfterdingen   20:04:43 | Freitag, 15. August 2008
Liebe Lutheraner,
die Idee Falun Gong sei eine Demokratiebewegung ist genauso originell wie falsch.
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#11   Lutheraner   19:34:55 | Freitag, 15. August 2008
Die katholische Welt ist ein Bauchnabel
Die KP China verfolgt, foltert, weidet die Gedärme bei lebenidgen Leibe und ermordet die Anhänger der Demokratiebewegung Falun Gong.
So desinteressiert, wie sich der Katholizismus der Demokratiebewegung gegenüber verhält, läßt sich nur annehmen, die Kriche hat gar kein Interesse an Demokratie und Menschenrechten.
Irgendwie geht’s bei den Katholiken immer nur um das eigene Wohlergehen, nie um das Wohlergehen anderer. In der Psychologie nennt man das glaube ich „Ich-Zentrismus“. Oder: was kümmert mich der Schmerz der anderen.
Falun Gong www.faluninfo.de/index.html
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#10   Insinuator   19:27:51 | Freitag, 15. August 2008
@HvO: Bemerktes im unbemerkten Augenblick
Blöd ist formal, und auch jetzt erst gesehen, die Schwierigkeit der Textformatierung.
Blöd in der Sache ist, dass hier in einem „unbemerkten“ Augenblick einer etwas „bemerkt“ haben will. Was jetzt: Bemerkt oder unbemerkt?
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#9   HeinrichvonOfterdingen   19:21:54 | Freitag, 15. August 2008
Lieber Insinuator,
was soll denn daran blöde sein?
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#8   Insinuator   18:33:29 | Freitag, 15. August 2008
Denn sie wissen nicht, was sie schreiben!
„Anschließend bemerkte[fett ]er, wie die Beamten in einem unbemerkten[fett] Augenblick aus der Quelle tranken.“
Kreuzblöd, gell?!
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#7   ExBochumer †   18:20:32 | Freitag, 15. August 2008
Wer ist eigentlich …
Notker Wolf?
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#6   Gotthard   16:13:13 | Freitag, 15. August 2008
Hetz-Redaktion
In der dekadenten Kirche des Westens werden Priester- und Ordensgewänder oft verachtet.
diese angeblichen Journalisten hier haben keinerlei Ahnung von ihrem Handwerk.
Es sind widerliche Hetzer…!!!!!!!!!!!!!!!!
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#5   Colombe de la paix   15:34:43 | Freitag, 15. August 2008
@Stimme
Ihr Nickname ist unpassend!
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#4   stimme der vernunft †   15:31:14 | Freitag, 15. August 2008
@Colombe
bittesehr:
Es interessiert sich eh kein Schwanz dafür
Davon gibt es in der Kirche genug.
:-D :-D :-D
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#3   Colombe de la paix   15:23:04 | Freitag, 15. August 2008
@ stimme
Können Sie sich gepflegter ausdrücken?
Im Übrigen : Eh keine Sau
die gibt es in unserer Kirche nicht!
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#2   stimme der vernunft †   15:19:43 | Freitag, 15. August 2008
was Jesus
getan oder gesagt hat, interessiert doch eh keine Sau, und bei der Redaktion dieser Hetz-Seite schon zweimal nicht.
:-D
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#1   Navon   15:16:40 | Freitag, 15. August 2008
Hat Jesus
rituelle Kleidung oder Ordensgewänder befohlen oder selbst getragen?
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