Mons. Wilhelm Egger
Nichts hat auf einen so schnellen Abschied hingedeutet
Am Montag beendete der Papst seinen Urlaub im Südtirol. Am Samstag der gleichen Woche starb sein Gastgeber.
Bischof Wilhelm Egger
Bischof Wilhelm Egger
(kreuz.net) Der Bischof von Bozen-Brixen, Mons. Wilhelm Egger OFMcap (68), ist am Samstag abend um 19.20 Uhr überraschend in seiner Wohnung am Domplatz 5 in Bozen verstorben.

Das berichtete die Südtiroler Presse.

Seine Haushälterin, die das Abendessen gekocht hatte, wartete vergeblich auf den Bischof.

Als sie ihn nach mehrmaligem Rufen in seiner Wohnung suchte, fand sie ihn lebend aber bewußtlos am Boden im Bad.

Sofort verständigte sie die Notrufzentrale. Umgehend eilte der Notarzt zur Wohnung des Bischofs.

Vergeblich versuchten die Nothelfer während fast einer Stunde den sterbenden Bischof wiederzubeleben.

Heute um 12.00 Uhr wurde in allen Pfarrkirchen die große Glocke zehn Minuten lang geläutet.

Auf dem Brixner Domplatz läuteten bereits Samstag abend um 21.33 die Glocken des Domes.

Dekan Johann Messner gab die Nachricht vom Tod des Bischofs bekannt.

Noch vor wenigen Tagen hat der Papst den Bischof bei offenbar guter Gesundheit zurückgelassen.
Noch vor wenigen Tagen hat der Papst den Bischof bei offenbar guter Gesundheit zurückgelassen.
Beim heutigen Engel des Herrn erklärte Papst Benedikt XVI.: „Vor wenigen Tagen habe ich ihn in offenbar guter Gesundheit zurückgelassen. Nichts hätte auf ein so schnelles Hinscheiden schließen lassen.“

Der Papst hatte den Verstorbenen zum besonderen Sekretär der bevorstehenden Bischofssynode über die Bibel ernannt, die vom 5. bis 26. Oktober in Rom stattfinden wird.

Sein Zwillingsbruder wurde auch Priester

Der Verstorbene wurde im Jahr 1940 in Innsbruck geboren. 1944 zog seine verwitwete Mutter mit ihm und seinem Zwillingsbruder Kurt nach Sterzing in Südtirol.

Schon fünf Jahre später starb die Mutter.

Der spätere Bischof trat am 29. August 1956, im Alter von 16 Jahren, in den Kapuzinerorden ein. Sein Zwillingsbruder Kurt ist ebenfalls Kapuziner.

Sein Theologiestudium absolvierte er in der Schweiz, in Rom und in Jerusalem.

Am 29. Juni 1965 wurde er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder in Brixen zum Priester geweiht.

Mit 32 Jahren promovierte er zum Doktor der Bibelwissenschaften und war darauf bis 1986 als ordentlicher Professor für Neues Testament an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Brixen tätig.

Am 29. Juli 1986 wurde Wilhelm Egger zum Diözesanbischof von Bozen-Brixen ernannt.

Am 31. August desselben Jahres wurde er im Dom zu Brixen von seinem Vorgänger, Mons. Joseph Gargitter, zum Bischof geweiht.

Wilhelm Egger war Präsident der Katholischen Bibelföderation, Vorsitzender des Leitungsgremiums zur Revision der Einheitsübersetzung und Beauftragter für Ökumene in der Regionalen Bischofskonferenz Nordost-Italien.

‘Youtube’: Video von Bischof Egger beim Papstbesuch
      
25 Lesermeinungen
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#26   LandorganistII   10:58:13 | Mittwoch, 20. August 2008
@Signum
Die „Redaktion“ muss sich wahrscheinlich noch mit dem Wirken des Verstorbenen befassen, um es dann, sagen wir mal in etwa 10 Jahren, „kritisch“ zu bewerten.
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#25   SignumSalutis †   08:25:22 | Mittwoch, 20. August 2008
… kein Tritt hinterher von ketz.net?
… eigentlich kriegen Leute wie der verstorbene Bischof Egger bei ketz.net ja eher noch einen (A…)tritt hintendrein, oder scheinheilige Bemerkungen über Liberalität oder schlimmen NEOkonservatismus.
Der Verstorbene war Exeget, wandte historisch-kritische Methoden der Bibelexegese an, machte dabei auch von Linguistik (uuuähhh!) Gebrauch …
Kurz: die Methodenlehre zu NT habe ich persönlich mit viel Gewinn studiert. Zur Lektüre empfohlen. Wirkt, wenn man sich dem Inhalt öffnet, sicher heilsam gegen chronisches Fundinose, Tradiitis und Biblizistose.
Methodenlehre zum NT von Egger www.amazon.de/…-Egger/dp/345121024X
Leider z. Zt. nicht erhältlich o.O
Gott nehme den verstorbenen Kapuzinerbischof auf in seine ewige Herrlichkeit. o^/
SignSal
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#24   LandorganistII   08:20:37 | Dienstag, 19. August 2008
Heinrich Ofenrohr
Dann fangen Sie bitte bei sich selber an, Sie selbsternannter Großinquisitor.
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#23   _zeitgeist   22:13:21 | Montag, 18. August 2008
@frei M
eine typische Antwort der Nichtkenner. Schade, ich habe Sie für mitteilsamer und -ja- intelligenter gehalten.
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#22   HeinrichvonOfterdingen   21:40:21 | Montag, 18. August 2008
Lieber Landorgler,
Der Verstorbene möge in Frieden ruhen!
… ach das wünschen wir allen, wieviele Missetaten oder gute Werke der jeweilige Tote auch auf seinem Gewissen haben mag. Und doch werden wir – mit Gottes Hilfe – niemals aufhören Missetaten als solche zu geisseln und gute Werke, die Menschen getan haben als solche zu preisen. Weil dies auch Gottesdienst ist.
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#21   EvaHermanFan akaFreimaurerin   21:24:09 | Montag, 18. August 2008
@zeitgeist
Also, wenns so wichtig ist: ich stimme eher für den großen Plan. diaconus: solche Geschichten kenn ich auch. Zufall? Eher nicht. – Und das es mir fern liegt, mich über den Tod eines Menschen zu amüsieren, hab ich ja weiter unten schon gesagt.
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#20   diaconus   12:42:02 | Montag, 18. August 2008
Nur Erfahrungen aus meiner Tätigkeit
als langjähriger (15 Jahre) KH-Seelsorger und ebenso parallel tätiger Begräbnisleiter. Ich wurde zu einem Sterbenden gerufen: Frau und Sohn anwesend, 2. Sohn beruflich 200 km abwesend, kann erst am nächsten Tag kommen, 14 Tag später zufälliges (??) Treffen mit der Witwe im KH, der Mann ist 1 Stunde nach der Ankunft des Sohnes am Bett gestorben. An Zufälle glaube ich nicht.
Gespräch vor dem Begräbnis: Der Mann ist ganz überraschend gestorben, tot vom Sessel gefallen. Die Witwe erzählt mir, in den letzten 3 Wochen vor seinem Tod haben sie alle Freunde besucht, und es war wie ein Abschied.
Mein Freund, von mir in den letzten Wochen der Krankheit begleitet, sagte 6 Wochen vor seinem Tod, bei dem ich dann anwesend war: „Ich bin schon neugierig, was mich drüben erwartet.“
Betrachtet diese Erfahrungen als nur im Glauben fassbares Mysterium. Ich verneige mich tief vor Gott für dieses Mysterium. Ich will nur Zeugnis geben und nicht daherplappern.
Bischof Egger – Ruhe in Frieden, der Herr lasse ihn Seine Herrlichkeit schauen.
Preist den Herrn!
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#19   LandorganistII   11:00:27 | Montag, 18. August 2008
Selbst der Tod,
vermag nicht, einige Schreiberlinge wenigstens für einen Augenblick innezuhalten. Erschreckend!
Der Verstorbene möge in Frieden ruhen!
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#18   sani †   04:35:22 | Montag, 18. August 2008
oder ist …
… die Biochemie Teil des großen Plans? – Semantische Spielereien – das kann man bis in die Unendlichkeit fortsetzen. Ich denk mir nur, ganz gleich ob gläubig oder nicht gläubig – können diverse – sagen wir es nobel – sich selbst überaus intelligent wähnende – nicht mal angesichts der Todesnachricht eines Menschen – in diesem Tröt den Schnabel halten?????
Ihr widert mich an :-!
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#17   _zeitgeist   00:26:07 | Montag, 18. August 2008
großer Plan
Wir sind hier nicht im Olympia-Studio und müssen keine Allgemeinplätze verbreiten. Ihr Nick zeigt ja an, dass Sie ein Kind anderer Gedanken sind. Urteilen sollten wir eh nicht. Die Frage ist wichtig: Gibt es einen großen Plan, oder ist unser Tod eine Sache der Biochemie? Was denken Sie?
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#16   EvaHermanFan akaFreimaurerin   23:58:07 | Sonntag, 17. August 2008
@zeitgeist
Ich bin für einen Moment davon ausgegangen, dass für den hypothetischen Gastgeber eigentlich ein früherer Zeitpunkt vorgesehen gewesen wäre – wer oder was das so vorgesehen hätte, und ob überhaupt, kann ich natürlich überhaupt nicht beurteilen. Ich hab halt mal kurz so getan, als sei ein bestimmter Zeitpunkt festgelegt (wie oder von wem auch immer) und das der Einfachheit halber „Großer Plan“ genannt. Äh…verständlich?
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#15   _zeitgeist   23:45:04 | Sonntag, 17. August 2008
Großer Plan
Bevor Sie sich in Daunen hüllen: Was soll denn der große Plan sein, und bevor Sie mich missverstehen, diese Frage soll keine Provokation sein.
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#14   EvaHermanFan akaFreimaurerin   23:40:47 | Sonntag, 17. August 2008
Bevor ich ins Bett gehe,
geb ich auch hierzu noch meinen Senf und eine Theorie: Wäre es nicht denkbar, dass ein Gastgeber, der kurz nach dem hohen Besuch das Zeitliche segnet, in Wirklichkeit länger gelebt hat als im Großen Plan vorgesehen? Um den hohen Besuch noch zu erleben?
(Der Gastgeber in diesem Artikel möge in Frieden ruhen, und selbstverständlich hätte ich ihm ein längeres Leben gern gegönnt.)
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#13   clarissa colonia   23:40:00 | Sonntag, 17. August 2008
Ich ebenso, werter Aleph,
Gute Nacht!
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#12   Aleph †   23:37:00 | Sonntag, 17. August 2008
clarissa colonia
Danke, damit kann ich gut leben. Aber entre nous: ich bin gern ein Schalk… :-)
Aber jetzt will ich versuchen, den Absprung zu schaffen…
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#11   clarissa colonia   23:34:12 | Sonntag, 17. August 2008
Werter Aleph,
Sie sind ein Schalk!
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#10   Aleph †   23:30:58 | Sonntag, 17. August 2008
clarissa colonia
Am Montag beendete der Papst seinen Urlaub im Südtirol. Am Samstag der gleichen Woche starb sein Gastgeber.
Also meine Feststellung sollte doch zumindest erlaubt sein, wenn der Gastgeber des Papstes eine Woche später sterben muss.
Waren denn alle Mühen des Gastgebers umsonst…?
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#9   clarissa colonia   23:26:36 | Sonntag, 17. August 2008
Ja sicher, werter Aleph,
das hatten Sie doch als „offensichtlich“ bezeichnet, obwohl das (für dieses Forum schon erstaunlich) niemand behauptet hatte.
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#8   Aleph †   23:21:19 | Sonntag, 17. August 2008
clarissa colonia
Meinen Se jetzt die lebensverlängernde Wirkung…?
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#7   clarissa colonia   23:18:47 | Sonntag, 17. August 2008
Dann können wir wohl weder behaupten,
sie hätte es, noch, sie hätte es nicht, werter Aleph.
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#6   Aleph †   23:15:06 | Sonntag, 17. August 2008
clarissa colonia
…und wer hätte denn eine solche Kontrollgruppe?
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#5   clarissa colonia   23:10:55 | Sonntag, 17. August 2008
… ganz offensichtlich …
scheint mir nur zu sein, werter Aleph, daß wir keine „Kontrollgruppe“ haben um entweder das eine oder das andere zu beweisen.
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#4   Aleph †   22:58:40 | Sonntag, 17. August 2008
Keine lebensverlängernde Wirkung
Das nützt alles nichts: Wir wissen weder die Zeit noch die Stunde, wann wir abberufen werden.
Da nützt es auch wenig, kurz zuvor noch Gastgeber des Bischofs von Rom gewesen zu sein.
Lebensverlängernde Wirkung hat es ganz offensichtlich keine.
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#3   nachtlaterne71   22:47:42 | Sonntag, 17. August 2008
requiescat in pace
Ruhe in Frieden
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#1   Marcelus   15:36:58 | Sonntag, 17. August 2008
Was für eine schnelle und tragische Abberufung durch Christus selbst,
nachdem jener Bischof kurz zuvor noch der Gastgeber des Statthalters Christi auf Erden gewesen ist.
Nun ist (höchstwahrscheinlich) Christus Sein Gastgeber im Himmel.
Requiem æternam dona ei, Domine,
et lux perpetua luceat ei.
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