Sie bezeichnen sich selber als „helle Köpfe“. Nur mit dem logischen Denken will es noch nicht recht klappen.
Links: Philosoph Daniel von Wachter Rechts: Logo der Brights
(kreuz.net) In einem Münchner Vortrag über den Atheismus bezeichnete der evangelische Philosoph Daniel
von Wachter die umstrittene Gruppierung „Die Brights“ als Vertreter des Atheismus.
Von Wachter unterrichtet
an der ‘Academia Internacional de Filosofía’ an der Pontificia Universidad Católica in Santiago de Chile.
Ein Vertreter von ‘Brights’ protestierte darauf gegen von Wachters Qualifizierung: Die Brights seien
Naturalisten, aber nicht unbedingt Atheisten.
Dann drohte er dem Philosophen: „Sie haben Gelegenheit,
Ihre Falschdarstellung binnen einer Woche zu widerrufen.“
Jetzt hat sich von Wachter in einer Aussendung
zu dieser Drohung geäußert:
„Gerne weise ich darauf hin, daß die Brights sich als Naturalisten, aber
nicht unbedingt als Atheisten verstehen“ – erklärt der Philosoph ironisch.
Damit hätten die ‘Brights’
aber ein widersprüchliches Selbstverständnis:
„Unter »Naturalismus« versteht man die Auffassung,
daß es nichts als den Inhalt unseres Raum-Zeit-Systems gibt, das heißt, daß es nur Materielles gibt.“
Die Folgerung des Philosophen: „Es gibt demnach zum Beispiel keine Geister, keine Seelen, keine nichtmaterielle
»Energie«, keine platonischen Ideen und keinen Gott.“
Er zitiert auch Eigenaussagen von ‘Brights’:
„Das Weltbild eines Bright ist frei von übernatürlichen und mystischen Elementen.“
Fazit: „Wenn es
Lehre der ‘Brights’ ist, daß der Naturalismus wahr sei, daß der Atheismus aber nicht zur Lehre der Brights
gehöre, ist die Lehre der Brights selbstwidersprüchlich.“
Von Wachter weist auch auf die Selbstvorstellung
der ‘Brights’ hin:
„Was ist ein Bright? Ein Bright ist eine Person mit einem naturalistischen Weltbild,
frei von Übernatürlichem. Wir Brights glauben nicht an Geister, Elfen oder den Osterhasen – oder an
Gott.“
Doch unbeschadet dieser Tatsache und der normalen menschlichen Logik erklären die ‘Brights’ auch
das folgende:
„Die Gemeinschaft der Brights schließt verschiedene naturalistische Perspektiven und Kategorien
mit ein. Dazu gehören auch einige Ausprägungen pantheistischen Gottesglaubens. Die Bewegung ist keine
atheistische Bewegung“.
Von Wachter ist ratlos: „Über die Motive für die Aussage der Brights, der Naturalismus,
aber nicht der Atheismus gehöre zur Lehre der Brights, kann ich nur spekulieren.“
Einige Äußerungen
würden darauf hinweisen, daß einige Brights „Atheist“ für ein Schimpfwort hielten.
Die Konklusion
des Philosophen: „Jedenfalls ist Selbstwidersprüchlichkeit ein sicheres Zeichen von Irrationalität.“
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29 Lesermeinungen
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care clare, das ist doch nur Wortgeklingel und in Hauptsache ein „Formelkompromiß“ mittels größtenteils
neu- (schlimmstenfalls selbst-) erfundener Latino-graezistischen Pseudoternini! Beweisen die denn, daß
die Hellen so helle sind wie sie zu sein vorgeben? Da ich ja nun ausgesprochen überzeugt von der (äußeren
wie inneren) Identität des Christlichen und des Vernünftigen bin, erspare ich Ihnen (aber vorwiegend
mir), eine extensive Bewertung Ihrer Zuschrift vorzunehmen. Nur soviel: Parenthesen (z.B. „der Etymologie
des Wortes entsprechend“) trennt man auch nach neuer Rechtschreibung mittels Kommata oder Gedankenstrichen
ab. Dann schreiben Sie, darin gipfeln ja Ihre bodenlosen (resp. unfundierten) Aussagen, man könne „nämlich
auch dann an die Existenz bzw. Nichtexistenz Gottes glauben, wenn man nicht glaubt, dass man (100%ig)
wissen kann, ob er existiert oder nicht“. Junger Mann, das geht ja so nicht! Gehörten Sie nun der artikelkritisierten
Philosophiesekte an, oder nicht (was mir beides egal wäre), werden Sie auch dann 100%ig einräumen müssen,
daß man die Existenz Gottes weder beweisen, noch sie widerlegen kann. Wüßte ich nämlich 100%ig, daß
Gott „existiert“, besäße ich doch eindeutig Kenntnisse, die meinen (begrenzten aber sicher erleuchteten)
Erkenntnishorizont eindeutig übersteigen und daher von Ihrer Sekte es ante abgelehnt werden. D.H. wüßte
ich, wie auch immer, zu 100% über Gott und seine Existenz bescheid, könnte ich das bei Ihnen ohne Sektenausschluß
gar nicht sagen.
Eine Sache der Definition 1) Unter „negativer Atheismus“/„Nontheismus“ versteht man im weiteren Sinn die
Abwesenheit des Glaubens, dass es Gottheiten gibt, und im engeren Sinn die Abwesenheit des Glaubens, dass
(der theistische) Gott existiert. 2) Unter „positiver Atheismus“ versteht man im weiteren Sinn den Glauben,
dass es (höchstwahrscheinlich) keine Gottheiten gibt, und im engeren Sinn den Glauben, dass (der theistische)
Gott (höchstwahrscheinlich) nicht existiert. Ein positiver Atheist muss keineswegs behaupten, dass sein
Glaube den Status von Wissen hat! 3) Unter „(doxastischer) Agnostizismus“ versteht man die Abwesenheit
sowohl des Glaubens, dass es Gottheiten gibt/Gott existiert, als auch des Glaubens, dass es keine Gottheiten
gibt/Gott nicht existiert. Agnostizismus als Glaubensagnostizismus bedeutet also Glaubens- oder Urteilsenthaltung
in Bezug auf die Gottesfrage. Daneben gibt es den epistemischen Agnostizismus, der sich der Etymologie
des Wortes entsprechend nicht auf die Glaubens-, sondern auf die Wissensebene bezieht. Es entsteht kein
Widerspruch, wenn sich ein positiver Atheist oder ein Theist zugleich als epistemischer Agnostiker bezeichnet!
Man kann nämlich auch dann an die Existenz bzw. Nichtexistenz Gottes glauben, wenn man nicht glaubt,
dass man (100%ig) wissen kann, ob er existiert oder nicht. Negativer Atheismus/Nontheismus = Positiver
Atheismus + (doxastischer) Agnostizismus + religiöser Indifferentismus
Das mit dem „schwachen“ und „starken“ Atheismus finde ich nicht notwendig. Agnostiker= sagt, er wisse
nicht bzw. könne nicht wissen, ob es einen Gott gibt Atheist= sagt, er wisse, dass es keinen Gott gibt
Warum nicht lieber diese eindeutigen Begriffe gebrauchen?
Der Name „Bright“ Wenn wir uns als „Brights“ bezeichnen, dann geht es uns bei diesem Namen einzig und
allein darum, unsere Verbundenheit mit der geisteserhellenden Tradition der (religionskritischen) Aufklärung
zum Ausdruck zu bringen, und mitnichten darum zu behaupten, wir hätten grundsätzlich einen höheren
Durchschnitts-IQ als religiöse Menschen. Ich kenne keinen Bright, der das von sich behauptet! Ich weiß
ja, welch teuflisches Vergnügen es Ihnen bereitet, unseren Namen in diffamierender Absicht tendenziös
mit „die hellen Köpfe“, „die Schlauen“ oder „die Intelligenten“ zu übersetzen. Doch mit unserem wirklichen
Selbstverständnis hat Ihre Unterstellung nichts zu tun! Wir sind zwar der Meinung, dass der Theismus
falsch ist, aber keineswegs der Meinung, dass Theisten per se dümmer sind als wir!
@Ultramontanus Wenn Gott die Welt schuf, wer schuf dann Gott? Sie sehen, die Einführung des Begriffs
„Gott“ erweitert das Weltbild zwar, erklärt aber nichts. Ich kann meinem Nichtwissen um die Ursache der
Welt nicht dadurch ein Ende setzen, dass ich einfach eine höhere Macht postuliere, die außerhalb der
Naturgesetze steht. Die Frage nach dem Schöpfer des Schöpfers führt zu einem unendlichen Regress, also
letztlich zu nichts. Also fange ich damit gar nicht erst an.
#25 Sebastijonas 09:10:45 | Mittwoch, 20. August 2008
@ Breitie Ich verstehe das noch nicht ganz. In den Zitaten der Breiten wird immer betont: „Wir glauben
nicht an Gott/Götter,“ wenn ich das richtig verstanden habe. Das taucht mehrmals auf. Gleichzeitig wird
das Wort „Agnostiker“ offensichtlich vermieden, also meinen sie das wohl nicht. Was soll dann aber bloß
„Nicht-theismus“ anderes sein als „A-theismus“?
Zur Doppeldeutigkeit des Begriffs „Atheist“ Was Herr von Wachter übersehen oder gar wissentlich verschwiegen
hat, ist, dass der Begriff „Atheist“ de facto in einem doppelten, d.h. sowohl in einem weiteren als auch
in einem engeren Sinn gebraucht wird: Ein Atheist im weiteren, schwachen Sinn ist ein Nichttheist, d.h.
jemand, der nicht an die Existenz Gottes glaubt, und somit kein Theist ist. Ein Atheist im engeren, starken
Sinn ist jemand, der explizit an die Nichtexistenz Gottes glaubt. Nun ist es zwar so, dass alle starken
(positiven) Atheisten aus logischen Gründen zugleich schwache (negative) Atheisten sind, aber nicht so,
dass alle schwachen Atheisten („Ohngötter“) zugleich starke Atheisten („Gottesleugner“) sind. So sind
z.B. alle Agnostiker und religiös Indifferenten Atheisten im schwachen, aber nicht im starken Sinn. Tatsache
ist, dass der Naturalismus zumindest den schwachen, negativen (wertfrei gemeint!) Atheismus, d.i. den
Nichttheismus impliziert. Naturalismus und Theismus sind in der Tat logisch unvereinbar. Man kann nicht
beides sein: Naturalist und Theist. Wenn ein Bright jedoch über sich selbst aussagt, er sei Naturalist,
aber kein starker, positiver (wertfrei gemeint!) Atheist, dann ist daran absolut nichts widersprüchlich!
Von Wachters Kommentar beruht auf einem rein terminologischen Missverständnis! Fakt ist: Alle Brights
sind als Naturalisten per definitionem Nichttheisten, d.i. Atheisten im weiteren, schwachen, negativen
Sinn, aber nicht notwendigerweise im engeren, starken, positiven Sinn.
#23 Florian Geyer 00:01:29 | Mittwoch, 20. August 2008
Frills ich schätze so klare Bekenntnisse. Ist mir lieber wie wenn jemand Gott für eine Chimäre hält
und kirchlich tätig ist wegen weltlichem Humanismusgedanken. Wenn der Glaube nur als Anker besteht weil
man eine psychologische Stütze hat wenn man sich einen lieben Mann vorstellt der im Himmel sitzt und
einen ganz ganz lieb hat ist er ohnehin verfehlt.
#22 Ultramontanus 23:58:19 | Dienstag, 19. August 2008
@NoFrills: Warum ist das denn so „klar“ für Sie? Warum existiert denn Materie überhaupt? Ist es denkbar,
dass Materie sich selbst in die Existenz setzt?
Sie fürchten sich Zunächst einmal halte ich die Bezeichnung „Brights“ für recht anstößig. Sie ist
vermutlich als bewusste Provokation gewählt, um überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden. Man muss
schon recht laut schreien, will man im medialen Rauschen dieser Welt noch wahrgenommen werden. „kreuz.net“
ist ebenfalls so ein schreiendes Markenzeichen. Etlichen Menschen wird es mulmig, wenn sie durch Gebrauch
ihres Verstandes endlich Gott aus ihrem Weltbild getilgt haben. Denn man ist ja nicht nur Verstandes-
sondern auch Gefühlswesen. Und als solches kann man sich schon sehr einsam fühlen, wenn da keine übernatürliche
Macht mehr ist, die einen schützt und einem Sinn gibt. Auch Furcht vor einer unendlichen Leere setzt
ein. Mancher Bright mag also seinen Naturalismus nicht in aller Konsequenz leben. Auch ich habe Gott durch
den Gebrauch meines Verstandes aus meinem Weltbild getilgt. Das macht mich gelegentlich frösteln. Aber
Erkenntnis und Glück korrelieren nicht. So bin ich denn Atheist und insgesamt weder glücklicher noch
unglücklicher als früher, als ich es noch mit der Pascalschen Wette hielt. Für mich ist sonnenklar:
Gott ist eine Erfindung des Menschen und erklärt sich aus menschlichen Sehnsüchten. Außer den Menschen
kenne ich niemanden, der auf die Idee von Gott gekommen wäre.
Helle Geister „Darwinismus“ ist kein naturwissenschaftliches Konzept. Jemand, der Charles Darwins Theorie
für richtig hält, ist kein Darwinist. Genausowenig wie jemand, der an Newtons Gravitationstheorie glaubt,
ein Newtonist ist. Der Begriff „Darwinismus“ wird vorrangig von von Verfechtern der Design-Hypothesen
verwendent. Häufig wird von diesen behauptet, die Evolutionstheorie sei keine wissenschaftliche Theorie,
die aus prüfbaren Fakten und handfesten Beweisen besteht, sondern eine allein auf Dogmen basierende Ideologie.
Evolution gibt, wie Naturwissenschaft generell, kein Kommentar zum Übernatürlichen oder zur Moral, denn
diese zwei Aspekte sind für wissenschaftliche Forschung irrelevant, da sie völlig subjektiv sind. Design-Verfechter
versuchen, aus der Evolutionstheorie eine Ideologie zu machen und versuchen so, sie in Verruf zu bringen.
Sie machen an den Haaren herbeigezogene Behauptungen, wie dass Darwin dogmatisch sei, obwohl der Evolutionstheorie
tatsächlich keinerlei Ideologie zugrunde liegt, geschweige denn, dass sie selbst eine wäre. „Bedenkt,
dass Fanatiker gefährlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen,
einen Schurken wohl.“ – Voltaire, ‘Potpourri’ Wer sind die Fanatiker? Die Brights, die demütig nach einem
logisch koherenten empirisch-naturwissenschaftlichen Weltbild forschen, oder die fanatischen Gläubigen,
die der Ansicht sind, die selbstverliebt überzeugt sind, alle „ewigen“ Wahrheiten bereits gefunden zu
haben?
LOLBrand In Ihrem Verständnis von Beweisführung bewahrheitet sich wieder mal das „Gebet“ des Voltaire:
I have never made but one prayer to God, a very short one: „O Lord make my enemies ridiculous.“ And God
granted it. Voltaire
Das sind alles schöne Zitate aber sie sagen 1) nichts darüber aus, daß diese Wissenschafter „intelligenter“
sind als andere (es gibt außerdem mehr als genug Zitate von der „Gegenseite“) und 2) sind Aussagen wie
die Newtons keinerlei Beweis für ein gottähnliches Wesen, ja noch nicht einmal eine wirkliche Hypothese.
Hier sprechen die Emotionen und bewunderndes Staunen über das Universum, nicht Fakten und echte Erkenntnisse
über die Welt.
#16 Brandenburgis 17:02:47 | Dienstag, 19. August 2008
Isaak Newton Der Begründer der klassischen theoretischen Physik sagte am Ende seines Lebens: Die wunderbare
Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesens
zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis.
Max Planck: Daß ein an Weisheit uns himmelhoch überlegenes Wesen, welches jede Falte in unserem Gehirn
und jede Regung unseres Herzens durchschauen kann, unsere Gedanken und Handlungen als kausal bedingt erkennen
würde, das müssen wir uns schon gefallen lassen. Darin liegt aber keinerlei Herabwürdigung unseres
berechtigten Selbstgefühls. Teilen wir doch diesen Standpunkt auch mit den Bekennern der erhabensten
Religionen. Soweit wir dagegen selbst als erkennendes Subjekt auftreten, müssen wir auf eine rein kausale
Beurteilung unseres gegenwärtigen Ich Verzicht leisten. Hier ist also die Stelle, wo die Willensfreiheit
einsetzt und ihren Platz behauptet, ohne sich durch irgend etwas verdrängen zu lassen.
#14 Brandenburgis 16:52:12 | Dienstag, 19. August 2008
Prof. J. von Uexküll (Biologie) (Begründer der Umweltlehre) Der Darwinismus ist weiter nichts als die
Verkörperung des Willensimpulses, die Planmäßigkeit auf jede Weise aus der Natur loszuwerden. So ist
der Entwicklungsgedanke die heilige Überzeugung Tausender geworden, die aber mit einer vorurteilslosen
Naturforschung gar nichts mehr zutun hat.
Max Planck: Wenn also beide, Religion und Naturwissenschaft, zu ihrer Betätigung des Glaubens an Gott
bedürfen, so steht Gott für die eine am Anfang, für die andere am Ende alles Denkens. Der einen bedeutet
er das Fundament, der anderen die Krone des Aufbaus jeglicher weltanschaulicher Betrachtung.
Hmhmhm Das sagt noch nichts konkretes über seinen Gottesglauben aus, abgesehen davon ist es aber auch
so, daß Gott in seiner Arbeit keine Rolle gespielt hat. Ich hab’ da auch noch ein nettes Zitat, vom Einstein
Albert: „Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen Überzeugungen gelesen haben, eine
Lüge, die systematisch wiederholt wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies
niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös
nennen könnte, so ist es eine unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissenschaft
enthüllen kann.“
#8 Lutheraner 15:53:56 | Dienstag, 19. August 2008
Wie gesagt, beweisen Sie ihren Gott Die intelligenteren Naturwissenschafler haben ihre Beweise in allen
Schattierungen erbracht, daß es den alttestamenlichen Rachegott nicht geben kann. Der Beweis für Jahwe
steht jedoch weiterhin aus. Wenn Christen den Begriff Irrationalität auf anderen anwenden, kann ich nur
lachen. Irrational ist, daß ein Römersohn die physische Nachfahrenschaft eines perversen Königs angedicht
wird, gleichzeitig jungfäulich von einem ominösen Geist gezeugt sein soll und dann auch noch Jesus heißt,
wofür dann die vermeintliche Prophezeihung verbogen werden mußte.
#7 ExBochumer † 12:17:19 | Montag, 18. August 2008
@ Daniel Stöhr. Aneinandergeraten sind wir schon öfter. Doch was bringt Ihnen eigentlich die Abstufung
Atheismus – Agnostizismus? Gottesleugner und Gotteszweifler sind die doch auf jeden Fall. Warum gehen
Ihnen nicht beide Gruppen gegen den Strich? – Sie sind doch ein Lingen-Befürworter? Somit müßten Sie
auch gegenüber Atheisten und Agnostizisten kampfbereit gegenüberstehen und nicht Haarspalterei betreiben?
Das frage ich mich bei Euch Extremisten, die für sich den Anspruch erheben, immer unfehlbar zu sein (siehe
Lingen!!).
Brights Wer Brights in diesem Zusammenhang mit „die Intelligenten“ übersetzt, hat entweder keinerlei
Ahnung (brights bezieht sich vielmehr auf das Enlightenment, also die Aufklärung) von dem Thema, oder,
was ich hier ob des Bildungsgrades des Herrn Wachter eher annehmen muß, er misrepresentiert diese Bezeichnung
bewußt und mit Absicht. Würde auch zu seiner Zusammenarbeit mit dem Herrn Kissler passen… P.S.: Ich
bin mit dem Begriff Brights auch nicht zufrieden, aber das ist ein anderes Thema.
Naturalismus=Atheismus? Soviel ich weiß, heißt Naturalismus nicht unbedingt strikter Atheismus, sondern
ist auch mit einem Agnostizismus vereinbar. Nämlich dann, wenn er sich nur von der erkenntnistheoretischen
Ebene her definiert. Die (Natur-)wissenschaft ist auch „naturalistisch“, d.h. sie schließt metaphysische
Erklärungen aus. Wenn ein Wissenschaftler eine metaphysische Erklärung einführt, ist er eben draußen
aus der Wissenschaft. Das muss aber nicht heißen, dass er auch Atheist sein muss, um Wissenschaftler
zu sein. Jedenfalls gibt es da Abstufungen bezüglich dessen, was unter „Naturalismus“ verstanden wird.