Jugendkirche
Bis zur Unkenntlichkeit angepaßt
Das Prinzip der sogenannten missionarischen Kirche ist ein Etikettenschwindel. Er dient zur Verwässerung und Verweltlichung der katholischen Lehre. Von Hubert Hecker.
Hinter der dritten Schwarzbrille von rechts verbirgt sich der Diözesan-Jugendpfarrer des Bistums Limburg, Hw. Olaf Lindenberg.
Hinter der dritten Schwarzbrille von rechts verbirgt sich der Diözesan-Jugendpfarrer des Bistums Limburg, Hw. Olaf Lindenberg.
(kreuz.net) Die katholischen Missionsorden und Missionswerke in Deutschland haben ihre Missionsaufgabe seit einigen Jahren aufgegeben .

Da überrascht es, daß Bischöfe und Ordinariate immer öfter von der „missionarischen Kirche“ sprechen.

Doch der Begriff ist ein Etikettenschwindel. Er dient vor allem dazu, eine weitere Stufe der kirchlichen Selbstverweltlichung zu verdecken.

Das wird deutlich, wenn man sich die heute gehandelten Beispiele missionarischer Aktivitäten vor Augen führt – etwa die Valentinstag-Gottesdienste von Pfarrer Thomas Groß in Bensheim im Bistum Mainz oder seine Gemeindevisionenkonferenz im Kirchenraum.

Scheinmission

Man gibt vor, gegenüber den sogenannten Fernstehenden missionarische Kirche zu sein.

Gleichzeitig wird die katholische Glaubens- und Sittenlehre zu einer dünnen Suppe allseitiger Toleranz, Nettigkeit und unverbindlicher Selbstbestimmung verwässert.

Der vorgebliche Eifer für Fernstehende legt den Verdacht eines Ablenkungsmanövers nahe, wenn die Kirche für die Kinder der Nahstehenden beim Erstkommunionunterricht, in der Firmkatechese und im schulischen Religionsunterricht die Glaubenslehre so billig macht, daß die meistens zu Fernstehenden werden.

‘Missionarisch Kirche sein’ bedeutet Anpassung der katholischen Lehre an den herrschenden Zeitgeist.

Nach einer von der deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Studie aus dem Jahre 2005 tummeln sich die Fernstehenden in mindestens sieben der insgesamt zehn gesellschaftlichen Milieus von Lebensstilen.

Milieusensible Anpassungspastoral

Diese Studie hat die Pastoraltheologen und Planungsstäbe in 17 der 22 bischöflichen Ordinariate beflügelt, die kirchliche Lehre noch weiter in eine „milieusensible“ Anpassungspastoral an die jeweiligen Lebensstile auszufransen.

Matthias Sellmann – Leiter des Projektes „Kirchliche und religiöse Orientierung in den Sinus-Milieus 2005“ – tingelt mit seiner Forderung durchs Land, die Kirche in Milieukirchen aufzuspalten:

„Wir brauchen Jugendkirchen, Seniorenkirchen, Familienkirchen, Intellektuellenkirchen, Künstlerkirchen.“

Als Pilotprojekt für die Milieukirchen gelten die Jugendkirchen, für die Sellmann ebenfalls seit längerem die Trommel rührt.

Aufgemotzte Kirche

Mit Kampagnen wie „pimp my church“ – so Sellmann in einem Beitrag aus dem Jahre 2005 – sollen die sogenannt fernstehenden Jugendlichen in die Kirchen gelockt werden.

Kirchenraum und Liturgie werden dabei so aufgemotzt, wie Zuhälter ihre Autos auftakeln, damit „ Jesus unplugged“ erlebt wird.

Nach diesem Programm wurden auch die drei Jugendkirchen im Bistum Limburg zu Event- und Erlebnisschuppen umfunktioniert.

Die gelegentlichen Jugendgottesdienste sind bis zur Unkenntlichkeit in die vom Konsumwahn beherrschte Jugendkultur eingepaßt.

Der missionarische Erfolg von Jugendkirchen wird daran gemessen, ob Schüler an den letzten Schultagen vor den Ferien zur „Holiday Church“ kommen, um in der Jugendkirchen-Krypta unter Kunstpalmen meditativ zu chillen .

Noch ein Schuß Homo-Ideologie

Mit einer Trauerkirche und einem Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität sind inzwischen zwei weitere Schwerpunktkirchen in Frankfurt eingerichtet worden.

Auch eine Stadteilkirche mit dem Schwerpunkt Musik und Kultur könnte er sich vorstellen, erklärte der damals zuständige Bischof von Limburg, Mons. Franz Kamphaus (76), bei einer Firmvisitation im Jahre 2006.

In dieses Konzept der Milieu- oder Lebensweltkirchen paßt dann auch die Homosexuellengemeinde „ schwul und katholisch“ hinein, die seit über fünfzehn Jahren in der Frankfurter Pfarrei Maria Hilf beheimatet ist.

Es ist klar, daß bei einer solchen Entwicklungsplanung das kirchenrechtlich gebotene Pfarreiprinzip schleichend aufgelöst wird, das von anderer Seite schon durch pastorale Räume unterminiert wurde.

Der neue Bischof von Limburg, Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, war – noch als Münsteraner Weihbischof – einer der wenigen kirchlichen Vertreter, der vor einer unkritischen Bedienung der unterschiedlichen Milieus warnte.

Erst recht dürfe die Kirche nicht die problematische Aufsplitterung in gesellschaftliche Milieus durch Anpassung oder pastorale Ausrichtung verstärken.

Im Gegenteil. Die Kirche sollte im kritischen Dialog mit Menschen verschiedener Lebenswelten aufzeigen, was das unterscheidend Christliche ist.

Unter dieser selbstgestellten Aufgabe wartet noch viel Arbeit auf den neuen Bischof von Limburg.
      
51 Lesermeinungen
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#51   Sozialkatholisch   14:22:46 | Dienstag, 19. August 2008
Na gut!
Kann ich so gerade noch gutheißend stehen lassen!
:-)
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#50   Regina 1961   14:21:32 | Dienstag, 19. August 2008
@sozicat
Ach sozi, düe Dich ist Deine Mami die beste Köchin der Welt. Und das ist auch richtig so und soll so bleiben. ;-)
Regina1961
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#49   Sozialkatholisch   14:15:25 | Dienstag, 19. August 2008
@ Regina
Wenn ich ein dreisterne Koch werde und bei meiner Mami lerne bin ich aber besser als dein Sohn!
^-^
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#48   Regina 1961   14:13:14 | Dienstag, 19. August 2008
@sozicat
Seien Sie friedlich mein Lieber,
vielleicht habe ich ja auch einmal das Glück, daß mein Sohn 3-Sterne-Koch wird. Und dann hat er es von mir gelernt. Zumindestens die Grundlagen. :-)
Regina1961
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#47   Sozialkatholisch   14:10:41 | Dienstag, 19. August 2008
@ Regina
Das die ersten Köche Frauen waren, denke ich auch, aber die Vollendung waren eben die männlichen Meisterköche!
;-)
Außer bei meiner Mami natürlich!
:-]
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#46   Regina 1961   14:05:26 | Dienstag, 19. August 2008
@sozicat
Und die haben es bei der Mama gelernt. Sagte jedenfalls mal Paul Bocuse in einem Interview. Und der Laferjohannes hat einen ähnlichen Spruch loisgelassen.
Regina1961
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#45   Sozialkatholisch   13:19:03 | Dienstag, 19. August 2008
Einspruch Regina
Die besten Köche in großen Hotels und anderen Feinschmeckerbuden sind zumeist Männer!
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#44   Regina 1961   13:16:35 | Dienstag, 19. August 2008
@sozialkatholisch
Nicht nur die eigene Mutter sondern auch andere Frauen!!! :(3
Regina1961
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#43   Colombe de la paix   13:07:41 | Dienstag, 19. August 2008
@sozialkatholisch
:(3 Finde ich schön, wenn Männer ihre Mütter so schön ehren! :(3 :(3 :(3
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#42   Sozialkatholisch   13:03:38 | Dienstag, 19. August 2008
@ Täubchen
Hoppala, is mir nur so rausgerutscht.
O:)
Auf jeden Fall kocht meine Mami am besten!
:)3
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#41   Regina 1961   12:32:39 | Dienstag, 19. August 2008
Liebe Leute,
ich möchte an dieser Stelle nur eines einwerfen: „Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen!“ Und von all dem ist in diesem Forum mal wieder, nichts zu spüren. Da wird wieder gelästert und böse dahergeredet, sachlich argumentieren scheint sowieso ein Fremdwort zu sein.
An die Tradis in diesem Forum: Wo ist denn euer Profil? Wo ist es? Warum sieht man euch in keiner Gemeinde? Wäre das nicht der erste Ort, wo ihr hingehen müßtet um euch zu profilieren? Warum sieht man euch nicht? Antwort: Es gibt zu Wenige. Laßt euch in den Gottesdiensten des NOM blicken, in den von euch so verhaßten Jugendkirchen und was ihr sonst noch alles ablehnt. Geht doch mal dorthin. Vielleicht werdet ihr dort sogar bemerkt. Und vielleicht freuen sich einige andere Katholiken. Aber hört auf, euch noch weiter einzubuddeln. Nicht wir sind bis zur Unkenntlichkeit angepaßt. IHR seid bis zur Unkenntlichkeit aus der Katholischen Kirche verschwunden. Anstatt zu lästern macht doch mal!!!
Regina1961
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#40   Colombe de la paix   11:38:17 | Dienstag, 19. August 2008
@saozialkatholisch
:-S Seid wann so frauenfeindlich? :'(
Aber ich denke auch, nicht die Einrichtung einer Kirche macht den Glauben aus!
Prunk und Kitsch hat Jesus sicherlich auch nicht gewollt!
Aber jede Epoche hatte was für sich.
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#39   Sozialkatholisch   11:26:29 | Dienstag, 19. August 2008
Na, es wird immer mehr klar
Banalisierte Sakralräume mit Selbstverwirklichungskerzen, Altären als Ständern für Ikebana-Blumensteckerein und handgebatikten Überwurfstolen in allen liturgischen Farben gleichzeitig sind (zumindest meinem Stilempfinden) ebenso scheußlich wie „Puppenstuben-Katholizismus“ in Bisquitporzellan oder Modellgips mit Spitzendeckchen und gemainplatzhaltigen Spruchkärtchen. Wenn Barock, dann Barock; wenn Klassizismus, dann Klassizismus und wenn Gotik, dann Gotik; da brauche ich keine künstlichen Gesprängeaufsätze, damit Neo- auf gotischer aussieht.
Warum der hl. Paulus der Meinung (natürlich vom hl. Geist inspiriert) war das Frauen in der Gemeinde schweigen sollen.
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#38   clarissa colonia   10:38:39 | Dienstag, 19. August 2008
Werte/r/s Pünktchen,
erst einmal möchte ich mich für Ihre Antwort auf meine „Sozialdemokratisierungsfrage“ bedanken; nicht aber ohne Sie zu bitten, der ästhetischen Banalisierung, von Ihnen als Sozialdemokratisierung bezeichnet, den ästhetischen „Archaismus“ der Neo-Stile beizugesellen. Banalisierte Sakralräume mit Selbstverwirklichungskerzen, Altären als Ständern für Ikebana-Blumensteckerein und handgebatikten Überwurfstolen in allen liturgischen Farben gleichzeitig sind (zumindest meinem Stilempfinden) ebenso scheußlich wie „Puppenstuben-Katholizismus“ in Bisquitporzellan oder Modellgips mit Spitzendeckchen und gemainplatzhaltigen Spruchkärtchen. Wenn Barock, dann Barock; wenn Klassizismus, dann Klassizismus und wenn Gotik, dann Gotik; da brauche ich keine künstlichen Gesprängeaufsätze, damit Neo- auf gotischer aussieht.
Sicher hat die Banalisierung auch andernorts gewirkt und sich in Tendenzen der (inhaltlichen) Anbiederung konkretisiert; sicher gibt es in der Tradition (das aber wohl ein Allgemeinplatz) Bewahrens- wie Bedenkenswertes, das bedenkenlos mit dem Bade ausgeschüttet worden ist; aber generell liegt für mich das künftige Heil nicht in der Vergangenheit.
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#37   Sozialkatholisch   09:46:34 | Dienstag, 19. August 2008
Es ist natürlich menschlich
sich alles so bequem und einfach wie möglich zu machen, aber aus christlicher Sicht gesehen ist das nunmal der breite Weg und ohne Fleis keinen Preis!
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#36   Pünktchen   09:43:51 | Dienstag, 19. August 2008
Wieso dieser Niedergang
in so kurzer Zeit, fragt clarissa. Zunächst einmal muß man der Behauptung entgegentreten, der Niedergang sein urplötzlich erfolgt. In Wahrheit zieht er sich über Jahrzehnte hin als stetiger Prozeß. Der Gottesdienstbesuch in der zurückliegenden Jahrhunderthälfte kann dafür als Gradmesser dienen: s. hier www.dbk.de/…mme/kath-gott-06.pdf!
Der Wunsch der Kirche, „zeitgemäß“ zu sein, hat bewirkt, daß sich die Kirche mordsmäßig um das Zeitliche und Heutige kümmert, darüber aber das Ewige und Unwandelbare verliert. Die Zeitgenossen suchen immer weniger ihr Heil in der Kirche, obwohl diese sich ihnen förmlich anbiedert. Könnte es nicht sogar sein, daß die Zeitgenossen fernbleiben, weil die Kirche sich ihnen anbiedert? Könnte es nicht sein, daß die Menschen schon gar keine gehobenen Erwartungen mehr hegen, weil die Weltbeglückungsbotschaften der Kirche auch nicht mehr sehr viel anders klingen als das Parteiprogramm der SPD?
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#35   Colombe de la paix   09:40:45 | Dienstag, 19. August 2008
Werte clarissa c
Sie schreiben:
Und, wenn es doch nicht so solide war wie behauptet, warum sollte dann von seiner Restaurierung das Heil der Welt (oder der Kirche) abhängig sein?
Ich denke, dass das Heil nach unserem Leben, gefährdeter
ist, wenn wir nicht anfangen, die Kirche zu heilen und
sie wieder ernst zu nehmen.
Wer hält die Beichte noch für wichtig?
Oder die Sakramente im Allgemeinen?
Wahrscheinlich war die „ Laissez -Faire“ Erziehungsform
der Gläubigen doch nicht ganz richtig. Ich vermag das nicht zu beurteilen, weil ich in diese Zeit geboren wurde.
Es müßte tatsächlich ein anderer Weg gefunden werden.
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#34   Gotthard   09:39:35 | Dienstag, 19. August 2008
@Pünktchen
Beim Altar z.B. herrscht oft das Prinzip der gefälligen Fensterbrett-Aufhübschung mit Blumengestecken und Selbstgetöpfertem vor.
ich bevorzuge auch den lieben Heiland mit Außenborder aus Gips … und die so lieb schauende Gips-Madonna in blauem Gewand … und natürlich die Spitzendeckchen auf dem Altar …
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#33   clarissa colonia   09:38:48 | Dienstag, 19. August 2008
Ja, selbstverständlich:
Die Risse und Mängel im Fundament waren längst bauseits vorhanden, weil es wohl doch nicht so solide fundamentiert war, wie es hier so gerne herbeigeredet wird! Und wenn man ein Fundament sanieren will, muß man erst einmal die losen (und nicht mehr tragfähigen) Teile entfernen!
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#32   Amanda   09:37:36 | Dienstag, 19. August 2008
Naja, das ist eigentlich schnell erklärt…
Das beste Fundament bricht weg, wenn es über Jahrzehnte kontinuierlich unterspült und ausgehöhlt wird…
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#31   Sozialkatholisch   09:30:13 | Dienstag, 19. August 2008
wieso dieser so supertoll grundgelegten und geordneten societas perfecta
dann innerhalb weniger Jahre das Fundament weggebrochen sein soll
Ich denke mal liebe Clarissa, das du da wenn du ein bischen nachdenkst auch selber drauf kommen könntest!
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#30   clarissa colonia   09:23:06 | Dienstag, 19. August 2008
Oh, ja, das Böse ist eingezogen …
an 400 Jahre haben sich die tridentinischen Pfarrer gemüht, um in Europa trotz stellenweiser Behinderung durch den „weltlichen Arm“ ein solides christliches Fundament zu legen; und ist es etwa nicht gelungen? Sonntagspflicht flächendeckend bei den Gläubigen und die kirchlichen Feiertage durchgesetzt, einmal jährliche Beichte und Kommunion (vorwiegend in der Hl. Woche) verpflichtend gemacht, klandestine verboten und Ehe zu einem öffentlich-rechtlichen Institut transformiert, Priesterausbildung vereinheitlicht und Seminarordnungen erlassen, das beste aller möglichen Missale promulgiert, etcetc. Und da, obwohl alles so super läuft, kommt plötzlich der dicke alte Mann aus Sotto il Monte, reißt die Fenster auf, durch die wir das Böse bis dahin aus sicherer Entfernung beobachtet haben, und betätigt sich doch glatt als Einzugshelfer des Bösen in die Kirche.
Kein Wunder, daß seit 1962 die Kirchenbesucherzahlen sofort auf magere 25% (oder weniger) gefallen sind. Da wundert mich nur, ich sagte es schon einmal, wieso dieser so supertoll grundgelegten und geordneten societas perfecta dann innerhalb weniger Jahre das Fundament weggebrochen sein soll. Und, wenn es tatsächlich so war, kann dieses ja so solide, wie hier redundant behauptet, wohl kaum gewesen sein. Und, wenn es doch nicht so solide war wie behauptet, warum sollte dann von seiner Restaurierung das Heil der Welt (oder der Kirche) abhängig sein?
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#29   Colombe de la paix   09:16:52 | Dienstag, 19. August 2008
Werte /s/r Pünktchen hat mit dieser Aussage:
Sie ahnen längst: Die Kirche hat mir nichts Eigenes zu geben, sondern sie bietet genau dasselbe wie andere – nicht kirchliche – Sozialbeglückungsagenturen auch!
wieder vollkommen Recht. Dieses Verhalten läßt
kath. Christen in anderen Gruppierungen suchen!
@Sozialkatholisch:Grob zusammengefassthat die Kirche das alte, wahre Missionsziel:“ Durch Buße, Beichte und Umkehr könnt ihr euch wieder mit Gott versöhnen und euer Leben durch reinigen immer wieder auf Gott ausrichten!“
Diesen Missionsauftrag hat die Kirche schlicht und ergreifend vergessen oder verlernt!
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#28   Pünktchen   09:10:14 | Dienstag, 19. August 2008
clarissa: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen“
ist das Motto einer am Augenblickgeschmack ausgerichteten Bedürfnisorientierung der Kirche. Das strahlt gerade auch in den Kultus und die ästhetische Ausgestaltung aus. Beim Altar z.B. herrscht oft das Prinzip der gefälligen Fensterbrett-Aufhübschung mit Blumengestecken und Selbstgetöpfertem vor. Irgendein inhaltliches Gestaltungsprinzip ist da nicht mehr erkennbar. Martin Mosebach hat in seinem Büchlein über die „Häresie der Formlosigkeit“ einige Beispiele für die ästhetische Sozialdemokratisierung benannt.
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#27   Sozialkatholisch   09:02:33 | Dienstag, 19. August 2008
Grob zusammengefasst
hat die Kirche das alte, wahre Missionsziel:“ Durch Buße, Beichte und Umkehr könnt ihr euch wieder mit Gott versöhnen und euer Leben durch reinigen immer wieder auf Gott ausrichten!“
Mit dem Satz:“ Vielleicht seit ihr getauft, aber Gott hat euch sowieso lieb und ihr könnt machen was ihr wollt, bloß keinen (Demokraten?) ärgern oder das wahre Evangelium verkünden.“
Tja, das Böse ist wirklich in der Kirche eingezogen und hat antichristliches Grundverhalten vieler Gläubigen als Frucht gebracht.
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#26   clarissa colonia   08:56:13 | Dienstag, 19. August 2008
Werte/r/s Pünktchen,
obwohl ich den Gedanken etwas bizarr finde, kann ich inhaltliche Sozialdemokratisierung so gerade noch verstehen, zumal ich Politische Theologie unter die praktischen Fächer einordnen würde. Aber, was ist ästhetische Sozialdemokratisierung; das habe ich ja noch nie gehört.
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#25   Amanda   08:54:43 | Dienstag, 19. August 2008
Jawoll, Pünktchen!
Glasklar erkannt und ausgedrückt! :)3
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#24   Pünktchen   08:48:05 | Dienstag, 19. August 2008
Die inhaltliche und ästhetische
Sozialdemokratisierung der Kirche, ihre Verwandlung in eine Agentur für sozialpädagogische Rundum-Betreuung wird den weiteren Niedergang nicht aufhalten! Die Leute riechen den Braten! Sie ahnen längst: Die Kirche hat mir nichts Eigenes zu geben, sondern sie bietet genau dasselbe wie andere – nicht kirchliche – Sozialbeglückungsagenturen auch! Daß „Protestant“ sich begeistert, ist kein Wunder. Die Evangelische Kirche ist auf diesem Weg in den Untergang schon einige Jahrzehnte weiter und tiefer gesunken als die katholische Kirche! Diese soll ihr möglichst folgen in den Abgrund … :-!
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#23   Amanda   23:56:41 | Montag, 18. August 2008
@Alkuin
Soviel ich weiß, bedeutet „pimp“ auch „aufmotzen“. In jedem Fall handelt es sich um ein Verb, nicht – wie Sie implizieren – um ein Nomen. Jedenfalls nicht im Zusammenhang.
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#22   Alkuin   22:15:08 | Montag, 18. August 2008
–-----
„pimp my church“ :-! :-!
Das ist doch zum kotzen!!! Das wort pimp heisst doch ZUHÄLTER.
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#21   Protestant   22:07:46 | Montag, 18. August 2008
@exbochumer
mehr kommt von euch protestantischen Brüdern nicht.
Und was ist mit den Schwestern? Aber klar, du hast ja was gegen Frauen, wie die meisten hier… :-D :-D :-D
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#20   Stanislav Kondominsky   22:03:07 | Montag, 18. August 2008
@Wir wissen wie …
Wir machen einmal im Monat in der Kirche einen LAN Abend mit CS als Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene und nennen die Veranstaltung „Sacroevent“.
Die Kirche ist immer gerammelt voll. Die Rechner stehen dann bis zum Tabernakel. Um mehr Platz zu haben werden die alte Kniebank und der Beichtstuhl für die Dauer des Events demontiert und kommen in den Kirchhof.
Gelegentlich konnten wir beobachten, wie sich ein junges Paar gemeinsam in den dort stehenden Beichtstuhl begab. Über diese Kontaktaufnahme haben sich die Organisatoren sehr gefreut, zeigt es doch, dass man den jungen Menschen den Beichtstuhl nur auf moderne Art und Weise näher bringen muss, dann schnuppern sie auch mal dran.
Der Kirchenchor singt in den CS-Pausen „Oh happy day“.
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#19   ExBochumer †   21:59:07 | Montag, 18. August 2008
@ Protestant
Ihr Posting zeugt von einem derartig schwachsinnigen Inhalt, das typisch für die protestantischen Gemeinschaften ist. Gehaltvolles gibt es nicht. Und da wollen doch die Protestanten immer wieder die Gemeinschaft mit der Kirche.
Davon können die Protestanten doch nur träumen. Irrtümer, Irrlehren und Schwachsinn – mehr kommt von euch protestantischen Brüdern nicht.
Typisch.
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#18   Gotthard   21:54:12 | Montag, 18. August 2008
@von Ofterdingen
Sie können wohl nicht anders als alle, die anderer Meinung sind als Sie schwach anzureden.
Ich versuche immer wieder, Dich stark anzureden … ich versuche auch immer wieder, auf Dich einzugehen … doch sind einige Deiner Äußerungen auf der emotionalen Ebene, die ich dann auch in meiner Antwort benutze.
Du siehst also, vieles ist ein Echo…
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#17   Protestant   21:48:34 | Montag, 18. August 2008
@exbochumer
Was Sie da von sich geben, ist das niedrigste Niveau, das ich jemals gelesen habe.
Danke,lieber Ex- für das Kompliment! Ich wollte hier schon immer mal in irgendwas der Erste oder Beste sein! Kriege ich jetzt den lateinischen Dosenrandorden?Oder das kreuz.net-Verdienstkreuz?‘Vielleicht auch den goldenen „marcelus“ in Form einer Ananas?
Aber am allermeisten überrascht micht die Tatsache, das du-mein lieber Ex-Boxhumer Freund- das Wort „niveau“ richtig geschrieben hast. Solche Dinge sind ja leider heutezutage nicht alltäglich!
Aber eigentlich will ich keinen Orden! Ich will, das der FC Bayern mit Klinsi wieder die Champiopns-League gewinnt und Deutscher Fussballmeister wird!Und das Angela Merkel nächstes Jahr Kanzlerin wird! Und das ExBochumer endlich mal einen Löffel mehr Intelligenz in seine Frphstückshaferflocken bekommt… :-]
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#16   HeinrichvonOfterdingen   21:42:59 | Montag, 18. August 2008
Lieber Gotthard,
nun fangen Sie schon wieder mit der primitiven Duzerei an. Sie können wohl nicht anders als alle, die anderer Meinung sind als Sie schwach anzureden.
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#15   Florian Geyer   21:42:13 | Montag, 18. August 2008
Gotthard
[klein]ich halte also meine Augen weiterhin weit geöffnet … gehe in die Welt und schaue, was Sache ist.[klein)
na hoffentlich hams da noch genug Zeit fürs Beichte abnehmen und fürs Rosenkranzbeten vor lauter in die Welt gehen
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#14   Amanda   21:41:31 | Montag, 18. August 2008
@Protestant
Schwulsein widerspricht dem Katholischsein keineswegs – schwule Handlungsweisen schon. Kleiner, aber feiner Unterschied!
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#13   EvaHermanFan akaFreimaurerin   21:40:57 | Montag, 18. August 2008
@exbochumer
Sie sind ein Spinner.
Super-Niveau :(3 !
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#12   ExBochumer †   21:39:12 | Montag, 18. August 2008
@ Protestant
Sie sind ein Spinner.
Verharren Sie in Ihrem Irrtum der evangelischen Sekte.
Was Sie da von sich geben, ist das niedrigste Niveau, das ich jemals gelesen habe.
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#11   Gotthard   21:37:59 | Montag, 18. August 2008
@von Ofterdingen
… aber Sie versteh’n sie nicht, genausowenig wie Sie die Dinge verstehen die andere geschrieben haben.
es ist wirklich ein Pech, dass meine Beobachtungen nicht in dein Weltbild passen …
es ist ein echtes Pech, dass die Welt nicht so ist, wie Du sie gerne hättest…
es ist wirklich eine Schande, dass dein Gesichtskreis sich nicht mit der Wirklichkeit deckt…
ich halte also meine Augen weiterhin weit geöffnet … gehe in die Welt und schaue, was Sache ist.
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#10   Protestant   21:36:44 | Montag, 18. August 2008
…Korrektur
Kirchenraum und Liturgie werden dabei so aufgemotzt, wie Zuhälter ihre Autos auftakeln, damit „ Jesus unplugged“ erlebt wird.
Das ist in meinen Augen schon beinahe Gotteslästerung-die Behauptung und der Vergleich! :-!
schwul und katholisch
Das ist kein Widerspruch!
So ist es richtig!
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#9   HeinrichvonOfterdingen   21:33:24 | Montag, 18. August 2008
Lieber Gotthard,
… und ich sehe die Dinge, die ich geschrieben habe.
… aber Sie versteh’n sie nicht, genausowenig wie Sie die Dinge verstehen die andere geschrieben haben. So ‘n Pech aber auch! Schreiben Sie weiter … Amok! Sie gehörten auch verboten hier auf dieser Site.
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#8   Protestant   21:33:23 | Montag, 18. August 2008
Lieber christlich angepasst, als kreuznetlerisch vertrottelt
Valentinstag-Gottesdienste
Was in aller Welt soll denn dagegen sprechen? Solange die Gottesdienste nicht auf lateinisch abgehalten werden, ist es doch völlig okay! :-]
„Wir brauchen Jugendkirchen, Seniorenkirchen, Familienkirchen, Intellektuellenkirchen, Künstlerkirchen.“
Völlig korrekt! Kirche muss zu den Menschen und nicht warten, bis sich mal einer zu ihnen verirrt!
Kirchenraum und Liturgie werden dabei so aufgemotzt, wie Zuhälter ihre Autos auftakeln, damit „ Jesus unplugged“ erlebt wird.
schwul und katholisch
Das ist kein Widerspruch! :-]
Das ist in meinen Augen schon beinahe Gotteslästerung-die Behauptung und der Vergleich! :-!
Erst recht dürfe die Kirche nicht die problematische Aufsplitterung in gesellschaftliche Milieus durch Anpassung oder pastorale Ausrichtung verstärken. o.O
Nein,nein,die dummen Menschen sollen sich gefälligst anpassen! Und wer nicht freiwillig kommt, der soll gefälligst in der Hölle schmoren! :-)
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#7   Gotthard   21:27:19 | Montag, 18. August 2008
@marcelus
ich halte meine Augen offen – ich gehe in die Welt – und ich sehe die Dinge, die ich geschrieben habe.
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#6   Marcelus   21:16:47 | Montag, 18. August 2008
@Gotthard der Beschöniger der V2-Kirchenkrise: Vergleichen Sie die Kirche vor dem Pastoralkonzil,
deren großartige Liturgie, die vielen Gläubigen, die vollen Beichtstühle, die rechtgläubigen Religionsbücher,
die Treue zum und des Heiligen Vaters,
und vergleichen Sie den Häretikerhaufen, und was heute noch übriggeblieben ist, und den Sie uns als Erfolg verkaufen wollen.
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#5   Gotthard   21:12:10 | Montag, 18. August 2008
@marcelus
ach mein lieber Marcelus,
bei 12 Priesterweihen, 18 Diakonenweihen und 22 Beauftragungen zum Akolytat vor 3 Wochen in EINEM Bistum kann wohl nicht von einer erfolglosen Kirche gesprochen werden …
die kaum noch vorhandenen Weihen bei den Pius-Brüdern sprechen auch eine eindeutige Sprache …
erweitere Dein Gesichtsfeld … und Dein Geist wird sich auch wieder aufhellen!
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#4   Marcelus   21:07:54 | Montag, 18. August 2008
@Gotthard: Und Sie haben die Studie natürlich verstanden
Wieso ist die Pastoralkonzilsmodernismuspseudokirche dann so erfolglos, dafür häretisch.
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#3   Gotthard   21:03:14 | Montag, 18. August 2008
dieser Hecker …
hat Hecker eigentlich schon einmal die Sinus-Studie gelesen – und wenn ja, auch verstanden?
Hecker gehört zur Kategorie „ich weiß nichts – habe aber zu allem meine dezidierte Meinung … allerdings keine Rezepte“
mit Hecker werden wir die Welt gewinnen – und den Himmel dazu!
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#2   Regina 1961   20:29:24 | Montag, 18. August 2008
Bildermeile
Und was hat das Bild vom Olaf Lindenberg mit dieser Überschrift zu tun? Oder ist es schon ein Sakrileg, daß er der Limburger Jugendpfarrer ist und die Gottesdienste in der Cross-Over-Kirche hält?
Regina1961
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#1   clarissa colonia   18:27:14 | Montag, 18. August 2008
Der (noch unverdient) Gelobte
warnt nur vor einer unkritischen Bedienung verschiedener Milieus und leht eine solche (anders als der Tenor des Artikels) wohl nicht grundsätzlich ab. Ist dieser Unterschied differenzierbar?
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