(kreuz.net) Am 10. August veröffentlichte Pater Bernhard Gerstle (50) auf der Webseite ‘kath-info.de’
einen Kommentar zum Thema „Zwanzig Jahre Kirchenspaltung“.
Pater Gerstle gehört zur Priesterbruderschaft
Sankt Petrus. Seit Oktober 2004 ist er für das altgläubige Apostolat im Ruhrgebiet zuständig. Er zelebriert
die Messe in Recklinghausen und Gelsenkirchen.
In seinem Kommentar knüpft der Pater an die lefebvristischen
Bischofsweihen an, die sich Ende Juni zum zwanzigsten Mal jährten: „Ein trauriges Jubiläum“.
Mit einer Wallfahrt nach Fulda wolle deren deutscher Distrikt für die Gnadenströme danken, „die aus
ihrer Sicht seitdem durch die vier exkommunizierten Bischöfe geflossen sind“ – kommentiert er die Situation.
Alles begann mit einer Unwahrheit
Der „Bruch mit Rom“ sei 1988 mit einer Unwahrheit vollzogen worden:
„Unmittelbar vor der Bischofsweihe sieht das Rituale nämlich die Frage vor: »Habt ihr den Auftrag des
Papstes?« Daraufhin antwortete der damalige Generalobere, Pater Franz Schmidberger, wahrheitswidrig mit
»ja«, obwohl Papst Johannes Paul II. die Bischofsweihen unter Androhung der Exkommunikation verboten
hatte.“
Die damalige Führungsspitze der Piusbruderschaft habe sich in ihrer Verlegenheit auf das „ewige
Rom“ berufen.
Doch die Bischofsweihe ohne päpstliches Mandat sei zuletzt noch von Papst Pius XII. mit
Blick auf die schismatischen Bischofsweihen in China verurteilt worden.
Pater Gerstle unterschlägt die
Tatsache, daß der Vatikan heute die aus diesen Weihen hervorgegangene Hierarchie anerkennt.
Stolze Anmaßung
Die Position der Piusbruderschaft, wonach ihre unerlaubten Bischofsweihen zur Rettung der Kirche notwendig
gewesen seien bezeichnet Pater Gerstle als „stolze Anmaßung“.
Allerdings wurde seine eigene Gemeinschaft –
die Petrusbruderschaft – aufgrund dieser Weihen erst möglich gemacht.
Pater Gestle unterstreicht, daß
Papst Johannes Paul II. der Piusbruderschaft außergewöhnlich weit entgegengekommen sei: „Er war bereit,
am 15. August 1988 einen Priester aus den Reihen der Piusbruderschaft zum Bischof weihen zu lassen.“
Doch Erzbischof Marcel Lefebvre habe auf vier Bischofsweihen und der Weihe bereits am 30. Juni bestanden.
Die Verweigerung des „großherzigen Entgegenkommens von seiten Roms“ sei damals schon unbegreiflich und
heute – nach ‘Summorum Pontificum’ – noch unbegreiflicher.
Damit habe die Piusbruderschaft auch in Kreisen,
die ihr bisher noch wohlwollend gegenüber standen, den letzten Kredit verspielt.
Dann entschuldigt sich
der Pater: „Ich erwähne dies alles nicht aus parteilichen Gründen.“
Liebe statt Wahrheit?
Er möchte
niemanden verletzen, der mit der Piusbruderschaft sympathisiert und kenne auch lefebvristische Gläubige
und Priester, die zugleich „Liebe zur Kirche und zu Papst Benedikt“ hätten.
Doch angesichts der ablehnenden
Haltung des Generaloberen sei es an der Zeit, „deutlich Position zu beziehen“.
Zwar obliege es dem Heiligen
Stuhl zu beurteilen, inwiefern die Piusbruderschaft noch zur katholischen Kirche gehört, doch es sei
klar, daß sie keinen kirchlichen Sendungsauftrag oder irgendeine Jurisdiktion besitze.
Pater Gestle
ist kategorisch: „Ihre Bischöfe sind exkommuniziert und ihre Priester sind suspendiert und daher nicht
berechtigt, die Heilige Messe zu feiern beziehungsweise Sakramente zu spenden.“
Er empört sich auch
über einen jungen lefebvristischen Priester, der im April 2008 schrieb, daß sich der Konflikt mit Rom
dann von selber erledige, „wenn wir wieder einen wahrhaft katholischen Papst haben“.
Der Pater greift
auch „Hardliner wie Bischof Williamson“ an, der Rom offen vorwirft, vom Glauben abgefallen zu sein und
eine andere Religion zu vertreten.
In ihrem Bestreben nach Selbstrechtfertigung stehe die Piusbruderschaft
unter einem „Zwang, die kirchliche Situation möglichst düster zu schildern.“
Dies sei ein idealer Nährboden
für angebliche Verschwörungstheorien aller Art und für ein „Erkalten der Liebe zur Kirche“.
Pater
Gestle endet mit dem Ausruf: „Wo Petrus ist, da ist die Kirche!“
Die von den Bischöfen geduldeten und
zum kirchlichen Alltag gehörenden zahllosen moralischen, dogmatischen und liturgischen Mißbräuche sowie
Sakrilegien erwähnt Pater Gestle mit keinem Wort.
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Werter Benedikt, das war/ist mir nicht grundsätzlich unbekannt gewesen, aber, was wollen Sie mir denn
damit sagen? Ich verstehe das jetzt irgendwie nicht. Für eine Erläuterung wäre ich nicht undankbar.
cc.
@ clarissa Darf ich Sie ergebenst darauf hinweisen, dass es sich bei der FSSPX auch zu Zeiten ihrer kanonischen
Legalität nur um eine pia unio (can 707 CIC/1917) handelte?
#86 Tridentinus 11:22:37 | Freitag, 22. August 2008
Jedenfalls soviel ist sicher, Clarissa! Vaticanum II war das bisher einzige Konzil, das sich wohl zu dogmatischen
Themen geäussert („Dogmatische Konstitutionen“), dabei aber keine formalen dogmatischen Entscheidungen
getroffen hat. Und das räumt ihm unter den anderen 20 ökumenischen Konzilien erstens eine Sonderstellung
und den Theologen gegenüber seinen Aussagen eine grössere Freiheit als gegenüber jenen der bisherigen
Konzilien ein.
Aussagen von Kardinal Castrillon Hoyos Mitte Juni Gotthard: „… einige wenige Äußerungen eines Kardinals
Hoyos in einer Predigt oder einem Interview werden zu hoch offiziellen Erklärungen der Kirche umgemünzt
…“ Und wie verstehen Sie diese (an für sich klaren) Äußerungen des Kardinals Castrillon Hoyos?
Also, werter Wanderprediger, und ich dachte immer, die Kirche sei fünfzig Tage nach dem Pessach des Jahres
33 p.C.n. (786 a.u.c.) gegründet worden; das stand zumindest (sinngemäß) so in meinem alten Katechismus
drin; eine spätere Kirchengründung war da nicht erwähnt. Und außerdem, glauben Sie ich spränge über
jedes Stöckchen, das Sie mir hinhalten … bevor Sie Ihre Kanzel an St. Stephan wieder besteigen?
#83 Capistrano 01:42:17 | Freitag, 22. August 2008
@clarissa colonia: Mit Verlaub, werter Wanderprediger, Also denn, clarissa colonia, positionieren Sie
sich! Für den wahren katholischen Glauben, gegen die Wischi-Waschi-Pseudo-Religion, welche Vaticanum
II zum Gründungsakt der Kirche erhebt. Also, bekennen Sie Farbe und eiern Sie nicht herum!
#81 Gotthard 22:06:05 | Donnerstag, 21. August 2008
zweierlei Maß Diese Feststellung ist das von st.georg gepostete Dokument von Kard. Gantin, oder auch
das MP Ecclesia Dei selbst. Damit sind die Bischöfe der FSSPX nicht nur exkommuniziert, ihre Exkommunikation
ist auch festegestellt, Ich amüsiere mich immer wieder, welche akrobatischen Gehirn-Übungen gewisse
Leute sich zumuten! * eindeutige Dokumente der Kirche werden ignoriert bzw zurechtgebogen nach eigenem
Gusto – bzw nach Vorgabe eines gewissen kleinen Ortes in der Schweiz – E… * einige wenige Äußerungen
eines Kardinals Hoyos in einer Predigt oder einem Interview werden zu hoch offiziellen Erklärungen der
Kirche umgemünzt – wohl nach Vorgabe eines kleinen schweizerischen Ortes E.
Werter Tridentinus, ich unterstelle niemandem etwas, solange ich es nicht beweisen kann; noch nicht einmal
Ihnen. Die entscheidende „Nagelprobe“ ergibt sich aber trotzdem aus dem VatII: War es nun eines oder keines
(also Konzil)? Sie wollen nicht verwechselt werden mit „seichte Pseudotheologie, die bereits das logische
Denken ausklammert (Modernisten und „Konzilsspiesser“ gleichermassen = „Konservative“ + süssliche Marienerscheinungsfans
und moralinsauere „katholische“ Puritaner“, und das würde meinerseits voraussetzen, Ihnen etwas zu unterstellen
(s. Eingang). Nochmals: Bisher hat es (gottlob) in der Kirchengeschichte keine dogmatische Entscheidung
darüber gegeben, was ästhetisch schön, stilistisch angemessen oder an theologischer Methodik anzuwenden
sei. Wenn der eine oder andere Theologe in der Vergangenheit (und der Gegenwart) meinte, „Driß“ verbreiten
zu müssen, ist er immer noch gemaßregelt worden (a propos gemaßregelt: Warum meinen Sie, hat Hans Küng
das akzeptiert und ist unsuspendierter Priester der Kirche Gottes geblieben?), ganz unabhängig davon,
ob das VatII nun ein dogmatisches oder pastorales Konzil war. Und hinsichtlich der „theologie des Vat
II“ (wenns die denn gab!), gilt, was allen „Theologien“ gebührt: Wir werden sehen, ob sie das (unfaßbare)
Mysterium in geeigneter Weise ins Wort gebracht hat (oder auch nicht). Und, wenn nicht, wird uns die (Kirchen-)
Geschichte darüber schon rechtzeitig die „Wüste des Schweigens“ ausbreiten; auch, wenns lange nach mir
(uns) erst geschieht.
#79 Tridentinus 18:47:36 | Donnerstag, 21. August 2008
@Clarissa Habe ich die Sedisvakantisten als das kleinste verfügbare Übel in der Kirche bezeichnet? Beantworten
Sie diese Frage und Sie werden sehen, dass alles weitere, was Sie geschrieben haben, mir gegenüber hinfällig
ist – oder Unterstellung. Ich bin nur der Ansicht, dass ich nicht gewungen bin (oder werden kann), modernistische
Tendenzen in der Kirche, seichte Pseudotheologie, die bereits das logische Denken ausklammert (Modernisten
und „Konzilsspiesser“ gleichermassen = „Konservative“ + süssliche Marienerscheinungsfans und moralinsauere
„katholische“ Puritaner) der FSSPX vorzuziehen. Und viele in der FSSP oder anderen bisherigen Indultgemeinschaften
auch nicht, die sich freiwillig auf einen liturgischen Trachtenverein reduzieren lassen.
Werter Tridentinus, so, so, die fraterniola schismatica marcellina ist das geringste Übel in der Kirche,
aufschlußreich, sehr aufschlußreich. Die fraternitas (oder ihre Sympathisanten) stehen aber doch vor
dem Problem zu begründen, warum sie (der abgerissene Koffergriff) nunmehr die Kirche (also der Koffer)
zu sein beanspruchen können. Da wird dann gerne „Cum ex apostolatus“ aus der Mottenkiste hervorgezaubert,
obwohl bislang keine seriösen Erkenntnisse darüber vorliegen, welchen Rechtscharakter dieses päpstliche
Motuproprio überhaupt besitzt, ob es auf den Geltungsbereich des Corpus Iuris Canonici beschränkt, bzw.,
ob es nicht durch die nachfolgenden umfassenden Gesetzgebungsakte (CIC 1917, CIC 1983) ganz oder in (welchen?)
Teilen rechtsunwirksam geworden ist. Aus der Anwendung von „Cum ex“ folgt aber, daß man die Pontifices
seit … wegen doktrinärer Heterodoxie für illegitim, den apostolischen Stuhl also seit … (rechtlich
oder faktisch) für vakant erklärt. Nur die (rechtliche oder faktische) Vakanz brächte nämlich einen
rechtserheblichen Sachverhalt hervor, aus dem heraus man mit dem Argument eines äußeren „Notstandes“
die (contra iure) erfolgten als legitime, ja als legale Bischofsweihen rechtfertigen könnte. Da die Rechtfertigung
der illegitimen (und m.A. illegalen) Bischofsweihen ohne päpstlichen Weiheauftrag (oder ist der inzwischen
eingetroffen) aber zwangsläufig sedisvakantistische Annahmen voraussetzt, kann die „Kirche“ dieser „Bischöfe“
nicht in der katholischen Kirche sein. Verstanden…
#77 Benedikt 18:13:24 | Donnerstag, 21. August 2008
@ Dr. Heger Was wollen Sie denn mit Ihrem Beitrag sagen? Es ist doch klar, dass die Exkommunikation lata
sententia eingetreten ist. Rechtswirkungen hat das aber erst, wenn es auch festgestellt ist (die Feststellung
ist kein Urteil). Diese Feststellung ist das von st.georg gepostete Dokument von Kard. Gantin, oder auch
das MP Ecclesia Dei selbst. Damit sind die Bischöfe der FSSPX nicht nur exkommuniziert, ihre Exkommunikation
ist auch festegestellt, weswegen die im CIC beschriebenen Rechtsfolgen eingetreten sind.
Und, weil eine res mala per accidens auch causa alicuius boni sein kann (!), soll das Werturteil über
res mala verändern? Das entspricht sicher keiner katholischen Moraltheologie, sei diese nun vor oder
nach dem VatII druckgelegt worden!
#74 catharina 15:30:37 | Donnerstag, 21. August 2008
Ohne FSSPX keine FSSP. Stimmt. Aber auch: Ohne die häretischen Armutbewegungen des Mittelalters (die
ja ursprünglich edle Ziele verfolgten) vermutlich kein OP, kein OFM. Das in sich Gute kann per se nur
Ursache des Guten sein, etwas Schlechtes hingegen per accidens auch Ursache des Guten.
#72 Tridentinus 14:22:38 | Donnerstag, 21. August 2008
Wenn es nie eine Krise der Kirche gab und auch jetzt keine (in ein neues Stadium eingetretene) Krise der
Kirche gibt, gibt es keinen legitimen Grund einen Usus antiquior dem Usus modernus vorzuziehen. Es läst
sich nicht alles rein liturgisch lösen. Zumal alle Anweisungen Roms in dieser Sache nicht effektiv durchgesetzt
werden. Wenn es eine Hermeneutik der Kontinuität gibt, muss diese theologisch verbindlich sein und vom
Papst autoritativ als authentisch erklärt werden. Wer sich dem widersetzt, muss mit Kirchenstrafen belegt
werden, die Exkommunikation nicht ausgenommen. Wenn es Benedikt XVI. ernst ist mit einer „Reform der ‘Reform’“
muss er sie energischer durchsetzen. Ewig kann er sich nicht mehr Zeit lassen. Und auch die Kommission
Ecclesia Dei muss aus dem Dornröschenschlaf erwachen und endlich arbeiten.
Nur, um dem Eindruck kleinlicher Beckmesserei zu bestätigen, werter Dr. Heger, auch eine amtliche (gebührenpflichtige)
Verwarnung, die Sie erreicht, wenn Sie z.B. eine Geschwindigkeitsübertretung begangen haben, beruht auf
einem reinen Verwaltungsverfahren mit Amtsermittlung, das der demokratische Rechtsstaat also wohl auch
zu kennen scheint. Sind Sie damit nicht einverstanden, haben Sie die Möglichkeit des Widerspruchs, wobei
die Vorwürfe dann üblichergweise gerichtlich geklärt werden. Gleiches gilt für das kirchliche Verwaltungsverfahren,
bei dem ebenfalls der Rechtsweg zu den zuständigen kirchlichen Gerichten immer eröffnet ist.
Was gibt es da zu deuteln? fragt „st.georg“ mit Bezug auf ein Dekret eines vatikanischen „Ministeriums“,
das eine angeblich automatisch eingetretene Exkommunikation usw. der Bischöfe der FSSPX behauptet. Schlicht
nichts. „st.georg“ muß sich nur einmal den Unterschied klarmachen, der zwischen einem Urteil und der
Behauptung besteht, ein Urteil sei lata sententia eingetreten. Für Begriffsstutzige eine Analogie aus
dem bürgerlichen Leben: Man stelle sich vor, das Strafgesetzbuch kennte nicht nur die durch ein Gericht
in einem ordentlichen Verfahren verhängte Todesstrafe, sondern auch die Variante, daß man sich bei Verdacht
des Mordes, des Hochverrats usw. diese Strafe durch lata sententia zuziehen kann. Das wäre eine demokratische
Form der Tyrannei. MfG Christoph Heger
Mit Verlaub, werter Wanderprediger, ich bedarf zwar der Brille zum Lesen, sehe aber nach meinem Dafürhalten
noch ganz passabel für mein Alter; von organischer Blindheit kann demnach keine Rede sein. Auch pflege
ich nicht, mir die Welt schönzulügen, wie manche Männer sich die Kellnerin schöntrinken im Verlaufe
des Abends. Daß jedes Ding zwei Seiten hat, so auch das VatII, ist ein so platter Allgemeinplatz, daß
ich ihn mir kaum zu schreiben erlaube. Sicher wird das VatII instrumentalisiert, und zwar von allen möglichen
Seiten und entweder positiv oder negativ: Wer keine Kirchendisziplin will, beruft sich darauf, wer liturgischen,
theologischen oder stilistischen Nonens zu begründen sucht, beruft sich darauf, wer Bischofsweihen rechtfertigen
muß, beruft sich darauf, wer kein sonstiges Argument für seine „Privatoffenbarungen“ oder -einsichten
hat, beruft sich darauf, wer mehr Primat will, beruft sich darauf, wer mehr Synode will, beruft sich darauf,
wer für den Papst ist, beruft sich darauf, wer gegen ihn ist ebenfalls, der „Sedisvakantist“ tut es,
der „Traditionalist“ gleichermaßen und auch der „Modernist“ … setzen Sie die Liste gerne selber fort.
Eines haben diese ganzen Begründungsversuche aber, bei aller Unterschiedlichkeit in Interesse und Zielrichtung,
immer gemein: Das Konzil (wahlweise auch dessen „Geist“, „Theologie“ „Unterwanderung“, etc.) dient (abseits
jeder sachlich-inhaltlichen Kritik) als chamäleoneske Universalbegründung für banalste Eigen- oder
Partikularinteressen, und das meist ungelesen!
#68 Capistrano 00:17:32 | Donnerstag, 21. August 2008
@clarissa colonia Sie schreiben Unsinn. In der Tat ist Vaticanum II nicht als allgemeines Konzil einzustufen.
Allerdings ist die Annahme, Vaticanum II sei ein solches allgemeines Konzil und die dort verkündeten
Lehren hätten dogmatischen Charakter die Daseinsbegründung weitester Teile der Amtskirche. Damit werden
alle Mißbräuche, alle Abkehrungen und Verdrehungen der katholischen Lehre, die Hinwendung zur protestantischen
Theologie usw.verteidigt. Wir können und dürfen nicht hinter Vaticanum II zurück! So schallt es aus
allen Himmelsrichtungen. Und tatkräftig ist man allerorten am Werke, alles zu zerstören, was noch halbwegs
katholisch ist – mit dem Banner „Vaticanum II“ vorweg. Sie scheinen dies nicht zu bemerken. Ich fragte
Sie bereits an anderer Stelle, ob sie blind durchs Leben gehen…
Werter Karljosef, meines Wissens ist bislang keine einzige Theologie, theologische Methode oder theologisches
Vorgehen dogmatisch vorgeschrieben worden. Selbst can. 252 § 3 CIC schreibt nur vor, daß die theologischen
Studien der Priesteramtskandidaten sich an Thomas von Aquin orientieren sollen, ohne seine scholastische
Theologie als theologische Methode vorzuschreiben. Wer auch immer den Vorwurf erhebt, die Theologie oder
theologische Methode habe sich geändert, wäre des dogmatischen Beweises dafür schuldig, daß dies verboten
ist.
#66 karljosef 23:48:13 | Mittwoch, 20. August 2008
@ Ein Teil der Katholischen Kirche aber eben nicht alle. Mit Rom verbundene Traditionalisten sehen auch
die Schwierigkeiten der neuen Theologie. Deswegen braucht man die Piusbruderschaft doch nicht. Keiner
wird Exkommuniziert nur weil er die neue Theologie ablehnt. Ich wurde von mk gefragt was die Piusbruderschaft
tun muss, um sich mit dem Papst zu versöhnen. Seine Autorität akzeptieren. (auch als operativer Chef ,
mit Weisungsbefugnis, nicht aber seine Theologie!)
Werter Wanderprediger, Sie gehören doch auch zu der hiesigen Fraktion, die unermüdlich die (wahrscheinlich
zutreffende, zumindest aber diskutable) These von der mangelnden dogmatischen Relevanz des VatII als Argument
gegen dessen Verbindlichkeit, Konzilscharakter etc. vertreten. Nun ergibt sich aber genau daraus eine
wohl nur schwerlich zu überwindende Schwierigkeit: Wenn dem VatII die dogmatische Bedeutung und Verbindlichkeit
abgeht, weil es weder neue Dogmen noch alte Anatheme gab, ist ja nichts als Glaubenslehre definiert worden,
was zu derselben im Widerspruch steht; dann hat sich ja nichts geändert und alles ist in Butter, denn
nichts und niemand hindert Sie, an der (unveränderten) Lehre der Kirche festzuhalten. Dann aber ist doch
völlig unverständlich, daß Sie (und andere) den beständigen Versuch unternehmen, das VatII für alles
Mögliche verantwortlich zu machen, obwohl sich doch an der Lehre der Kirche, gar nichts geändert hat.
#62 Capistrano 23:19:38 | Mittwoch, 20. August 2008
@catharina Werte catharina, Ihr Vergleich geht völlig fehl. Er ist geradezu blasphemisch. Der Papst ist
nicht Gott. Er ist auch nicht wie Gott. Die Priesterbruderschaft Papst Pius X. hat sich die Verteidigung
des katholischen Glaubens auf die Fahnen geschrieben. Katholischer Glaube bedeutet nicht nur sklavische
Unterwerfung unter den jeweiligen Papst im Sinne von Kadavergehorsam. Auch ein Papst ist dem katholischen
Glauben unterworfen. Die „offizielle“ römisch-katholische Kirche hat es sich leider zur Aufgabe gemacht,
eine andere Theologie zu vertreten und zu lehren, als ungefähr 1.930 Jahre vor dem Vaticanum II gelehrt
wurde. Eine Theologie, welche die fast 2000jährige vorhergehende Theologie faktisch beiseite wischt,
ist falsch. Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Punkt.
#61 catharina 22:33:43 | Mittwoch, 20. August 2008
Anerkennung Die Priesterbruderschaft St. Pius X. anerkennt den gegenwärtigen Papst. Schön und gut. Die
Frage für einen Katholiken ist aber: Anerkennt auch der gegenwärtige Papst die Priesterbruderschaft
St. Pius X.? Ich muß immer an einen schweren Sünder denken, der sagt: Ich anerkenne ja Gott als meinen
Herrn. Doch in dem, was er tut, findet er eben nicht die Anerkennung Gottes. Auch dann nicht, wenn er
es meint.
Guten Abend! Wie wärs denn damit? Joh 17, 20 – 23: Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern
auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist
und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und
ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins
sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt,
dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Streitet ruhig weiter, Jesus wirds
freuen … oder nicht?
@clarissa colonia Das war nicht sauber formuliert. Gemeint war, dass die FSSPX keine eigenen, also von
der FSSPX gemachte Dogmen verbreitet. ansonsten werden die Dogmen der katholischen Kirche sehr wohl im
Rahmen der Seelsorge verbreitet.
Sie schrieben, wenn ich erinnern darf, sinngemäß, daß besagte Bruderschaft keine Dogmenverbreitet!
Wer weder seelsorgt noch verkündigt kommt natürlich auch nicht in Versuchung, Dogmen zu verbreiten.
@clarissa colonia Eine eigene Meinung darf die FSSPX ja haben. Solange sie keine offiziellen Dogmen ablehnt
oder das Glaubensgut angreift, darf sie meinen, was sie will. Die Kirche hat allgemein eigene Meinungen
akzeptiert, solange die grundlegenden Glaubensdefinitionen nicht angegriffen wurden. D.h. die FSSPX darf
zur Religionsfreiheit eine vom Konzil abweichende Meinung haben – Exkommunikationsgrund ist das nicht.
War es auch nie – Exkommunkationsgrund waren die Bischofsweihen.
Ich möchtegern glauben, daß die schismatische Bruderschaft keine Dogmen verbreitet, denn Seelsorge betreiben
sie ja nur eigenmilieubezogen … wurde aber ganau das nicht kürzlich in diesem Forum ganz vehement abgelehnt?
@karljosef Wurde dieses Versprechen eingefordert? Die Ablehnung des Konzils sehe ich auch nicht als schlimm
an, da von der FSSPX keine Dogmen verbretiet werden. Ökumenismus darf man auch verneinen. Ich sehe momentan
kein Argument, die Exkommunikation beizubehalten.
#51 karljosef 20:14:22 | Mittwoch, 20. August 2008
@ Den Gehorsam Die Piusbruderschaft muss versprechen keine weiteren Bischöfe ohne die Erlaubnis Roms
zu weihen. V2 kann man kritisch gegenüberstehen (es veraltet ja schon), Ökumene kann man auch ablehnen.
@karljosef Die FSSPX erkennt B16 ja als Papst an und hat um Aufhebung der Exkommunikation nachgesucht.
Gibt es überhaupt noch einen Grund, die Exkommuikation nicht aufzuheben?
Katholisch/nicht katholisch? Von einem Koffer reißt der Griff ab (wie mir am vergangenen Sonnabend);
und nun behauptet der Griff, er wäre der Koffer. Das als Bebilderung der wieder und wieder aufgestellten
Behauptung, die fraterniola schismatica (Griff) wäre die katholische Kirche (Koffer).
#48 karljosef 19:48:22 | Mittwoch, 20. August 2008
@ unitate fidei Wer wurde den gemassregelt, weil er zu Irrtümern seine Meinung sagt? Dies kann man sehr
wohl auch in der Einheit mit Rom tun. Die Zeiten haben sich geändert. Der einzige Grund für einen Hinauswurf
waren eben die Bischofweihen von Marcel Lefevbre. Man kann alles was das Traditionalistenherz begehrt,
heute auch mit Rom haben. Auch wird die Rolle von Marcel Lefevbre übertrieben positiv in den Beiträgen
dargestellt. Es gab auch andere , Kardinal Siri zu Beispiel. Die Piusbruderschaft muss sich eben sachliche
und faire Kritik gefallen lassen, eben auch von der Petrusbruderschaft oder sonst wem. Die Piusbruderschaft
darf nicht nur austeilen sondern muss auch einstecken könne. Auch sehe ich sie einem immer größeren
Rechtfertigunsdruck ausgesetzt.
#47 unitate fidei 18:47:05 | Mittwoch, 20. August 2008
Das Elend der Petrusbruderschaft Zur Wahrheitsposition gehört unabdingbar die Verurteilung des Irrtums.
Wer darauf verzichtet, indem er zum Irrtum schweigt, der billigt, dass die Wahrheit verunehrt wird. Die
Petrusbruderschaft ist gezwungen, die Irrtümer des Konzils und des nachkonziliaren Roms zu verschweigen,
um ihre Existenz nicht zu gefährden. Das ist der Preis dafür, dass sie „das Richtige machen“ darf. Aber
mit dem „Richtigmachen“ ist es aus dem genannten Grund nicht getan. Demgegenüber bringt die Piusbruder-schaft
jene Irrtümer offen zur Sprache. Deo gratias!
st.georg Man kann das 1. auch anders sehen und 2. scheint das der Piusbruderschaft nicht schlecht bekommen
zu sein. Wieso? Damals ging es um die Weihe eines Bischofs. Heute werden die vier Bischöfe von Rom bei
einer Übereinkunft nicht in Frage gestellt (nach Card. Hoyos). Der tatsächliche Ungehorsam hat der Entwicklung
der Bruderschaft jedenfalls nicht geschadet. In diesem Punkt und auch in anderer Hinsicht. Und: Summorum
pontifikum wurde dadurch erst möglich.
das ist die haltung des hl.vaters In seinem Buch „Zur Lage des Glaubens“ sagte Benedikt XVI. über Lefebvre:
„Wenn man bei der grundsätzlichen Absage gegenüber dem II. Vatikanum bleibt, so sehe ich keinerlei Zukunft
für eine dann in sich unlogische Position. Ausgangspunkt für diese Richtung ist ja die strengste Treue
zur Lehrverkündigung, besonders Pius IX. und Pius X. wie – noch grundlegender – des I. Vatikanums und
seiner Definition des päpstlichen Primats. Aber warum nur die Päpste bis zu Pius XII. und nicht weiter?
Ist etwa der Gehorsam gegenüber dem Heiligen Stuhl teilbar nach Jahren oder nach der Nähe einer Lehre
zur vorgegeben eigenen Überzeugung?“
#44 Alois Bischof 18:37:14 | Mittwoch, 20. August 2008
st.georg Da es kein Schisma gab (wie Ecclesia Dei-Kommission heute lehrt), kann es auch keine Zustimmung
zu einem nichtexistierenden Schisma geben. Die FSSPX ist römisch-katholisch. Modernisten sind nicht-katholisch.
Die modernen Pfarreien sind fast alle nicht-katholisch. So sind die Fakten. Face reality.
Guiseppe Sie können ja schon mal mit dem Beten beginnen! Im übrigen: Wenn Gotthard im Zusammenhang mit
P. Gerstle von der FSSP sich über die Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe ausläßt, dann ist das nur
schlecht geheuchelt. Der hat doch mit der Petrusbruderschaft ebenso wenig am Hut wie mit der Piusbruderschaft.
Damit liegt er aber genau im Trend der Bischöfe. Ist immerhin auch was!
was gibt es da zu deuteln? Dekret der Bischofskongregation und Kardinal Gantin vom 1. Juli 1988, veröffentlicht
am 3. Juli im Osservatore Romano: Msgr. Marcel Lefebvre, ermeritierter Erzbischof von Tulle, hat – trotz
des ausdrücklichen Monitums vom 17. Juni und der wiederholten Bitten, er möge von seinem Vorhaben absehen –
durch die Bischofsweihen von vier Priestern ohne päpstlichen Auftrag und gegen den Willen des Papstes
einen Akt schismatischer Natur gesetzt und sich damit die von can. 1364 par. 1 und can. 1382 des Codex
des kanonischen Rechtes vorgesehene Strafe zugezogen. Ich erkläre mit allen rechtlichen Folgen, daß
sowohl der obengenannte Msgr. Marcel Lefebvre als auch Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais, Richard
Williamson und Alfonso de Galarreta „ipso facto“ sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation
als Tatstrafe zugezogen haben. Weiter erkläre ich, daß Msgr. Antonio de Castro Mayer, emeritierter Bischof
von Campos, indem er direkt an der Liturgiefeier als Konzelebrant teilnahm und öffentlich dem schismatischen
Akt zustimmte, sich die von ca. 1364 par. 1 vorgesehene Exkommunikation als Tatstrafe zugezogen hat. Die
Priester und Gläubigen werden ermahnt, dem Schisma von Msgr. Lefebvre nicht zuzustimmen, weil sie sich
„ipso facto“ die schwere Strafe der Exkommunikation zuziehen würden. Gegeben von der Kongregation für
die Bischöfe, am 1. Juli 1988 gez. Kardinal Bernardin Gantin Präfekt der Kongregation für die Bischöfe
(Orig. lat. in O.R. 3.7.88)
@ Heggi „Ich kann FSSPX nur raten abzuwarten, ob Benedikt sich in Rom durchsetzt.“ Wie wäre es mit einigen
Rosenkränzen für den Papst während der Zeit des Abwartens?
Gotthard Da heult niemand auf, weil das nicht das Problem ist. Das Problem für Benedikt sind Relativisten
wie Sie, die alles goutieren, Schwule am Altar, Frauen im Talar und eine Theologie wie auf dem Basar.
Ich kann FSSPX nur raten abzuwarten, ob Benedikt sich in Rom durchsetzt.
@heggi Herrumlabern kann jeder! ja Heggi, da heulen die Hunde wieder auf … ich weiß, die Wahrheit schmerzt …
eskommuniziert und suspendiert sind die knappen aber deutlichen Worte für diese Pius-Leute mit ihren
Mitra-Trägern.
#36 ottaviani 15:28:42 | Mittwoch, 20. August 2008
das Problem ist die Priesterbruderschaft St. Petrus reduziert das Problem auf die Liturgie was Rom ja
seit Ende der 70er Jahren versucht man begnügt sich damit eine wunderschöne Liturgie zu feiern aber
findet kein kritisches Wort zu Religionsfreiheit Ökumenismus Kollegialität ect und leider empfiehlt
man den Gläubigen auch den NOM zu besuchen Summorum Pontificum hat an den oben gennanten Problemen nix
geändert
kategorisch Pater Gestle ist kategorisch: „Ihre Bischöfe sind exkommuniziert und ihre Priester sind suspendiert
und daher nicht berechtigt, die Heilige Messe zu feiern beziehungsweise Sakramente zu spenden.“ klar ist
er kategorisch – weil er in einem einzigen Satz die Situation klar darstellt… daran beißt die Maus
keinen Faden ab … und alles Gejammere der Piusbrüder auch nicht. Exkommuniziert und suspendiert – zwei
eindeutige Tatbestände!!!!!!!!!!!! Sonst noch ein Kommentar?
#32 No Comment 15:03:13 | Mittwoch, 20. August 2008
Dass die FSSP noch etwas Zeit braucht, um ihre „biographische“; nicht aber „ideologische“ Herkunft aus
der SSPX zu „verarbeiten“, ist doch keine Überraschung. Man muss das erst richtig einsortieren, dass
man dort die tridentinische Prägung des Katholizismus möglichst beibehalten will, aber eben nicht in
die Falle des (virtuellen) Integralismus tappen möchte. Die FSSP hat Lefebvre nix, Johannes Paul II.
aber alles zu verdanken. Die Petrusbrüder sollten den Papst, der sie aus den Fängen des ‘‘intégrisme’’
befreit hat, als echten Gründer verehren.
#31 Brandenburgis 15:02:08 | Mittwoch, 20. August 2008
Wieso gehört Lerle einem „braunen Sumpf“ an? Da müße er ja Sozialist sein, Nationalsozialist gar. Davon
ist ja nicht das geringste festzustellen – bie Ihnen hingegen sehr viel!
#30 Alois Bischof 15:01:52 | Mittwoch, 20. August 2008
Marranenjäger Sie sind jetzt frustriert, weil die Sedisvakantistenveröffentlichungen unter Ihrem Namen
Konsequenzen gehabt hatten? (Vor allem die unseriösenen Bildrufmorde gegen die Weihbischöfe FSSPX.)
Sie sind wohl der letzte verbliebene Katholik, nicht? Bei Ihnen befürchtet man immer den nächsten Schritt.
Übertritt zum schiitischen Islam… Denken Sie doch mal nach und benehmen sich anständiger. Hier und
sonstwo. Das ist wichtig. Sozial und römisch-katholisch. Anstand ist kein Liberalismus.
#27 Alois Bischof 14:19:20 | Mittwoch, 20. August 2008
P. Gerstle sieht nicht ein, daß es eine dogmatische und theologische Krise auch in der offiziellen „Amtshierarchie“
gibt seit 1964/1965 (spätestens), daß Häresie Konsequenzen hat. Er spricht von „Erkaltung der Liebe
zur Kirche“. Aber zu welcher „Kirche“? Liebe zur Konzilskirche, deren Credo die Antithese des Römischen-Katholischen
ist in vielen Hinsichten? Und sieht P. Gerstle nun wirklich nicht ein, daß man Konzilspäpsten die Buddha-Statuen
anbeten lassen und Heiden zu Götzendienst für „den Weltfrieden“ anregen (Assisi 1986/2002), die den
„Islam segnen“ (Jordanien, 2001) wollen und von einer angeblich „verlorengegangenen Einheit“ der Kirche
sprechen (wobei doch die hl. Kirche ein ist und nur katholisch), die vielen anglikanischen Erzlaien Fischerringe
und Ringsküsse übergeben und Hirtenstäbe verleihen, die Interkommunion mit Lutheranern (Frère Roger
19.4.2005) betreiben und von „gesunder Laizität“ sprechen während sie Erzbischöfen gegenüber erklären
daß Christus nicht über die Gesellschaft und den Staat herrschen dürfe, und totale revolutionäre Riten
einsetzen, usw. usw. nicht vertrauen kann. Da kann man von Liebe sprechen. Aber man muß zuerst den Römischen,
Katholischen und Apostolischen Glauben lieben (das tut die FSSPX), und in der Funktion dieses Christentums
steht der Gehorsam. Der wahre Gehorsam wird von der FSSPX respektiert, obgleich die FSSPX natürlich nicht
unfehlbar oder ohne Sünden ist. Wann bekommt die Petrusbruderschaft endlich den eigenen Bischof eigentlich!!???
Eine volle Wiedereingliederung der FSSPX in die katholische Kirche ist erst möglich, wenn die große
Mehrheit der Bischöfe nicht mehr den Rotarien-, Lions-, und Co.-Seilschaften angehören, deren oberste
Maxime das altbekannte „Freiheit, Gleichheit, Brüderilchkeit (=Kollegialität)“ Prinzip ist. Die nachkonziliare
Ekklesiologie kennt nicht mehr die hierarchische Struktur. Auch das Königtum Christi muß sich in der
nur diesseits existierenden Kirche den Beschlüssen der Bischofskonferenzen unterordnen. Die Petrusbruderschaft
weiß selbst ja ganz genau, daß sie ohne Piusbrüder schon längst von den „Bischofkonferenzen“ liquidiert
wäre. Finanziell und idell werden sie von ihren Vorgesetzen in keiner Weise unterstützt. Man kann Msgr.
Lefebvre nicht genug danken, daß er die alte „Ekklesiologe“ gerettet hat. Die Geschichte des V2 ist noch
lange nicht geschrieben.
#25 Alois Bischof 14:03:52 | Mittwoch, 20. August 2008
Ständig hetzt die Petrusbruderschaft gegen die FSSPX weiter in den letzten Jahren. Obwohl P. Gerstle
sein Apostolat wahrscheinlich einstellen hätte müssen, oder nicht einmal aufbauen hätte können, ohne
die „traurigen“ aber heute mehr denn je notwendigen unter epikeia erlaubten Weihe von vier Weihbischöfen
durch Erzbischof Lefebvre im Juni 1988. Die Petrusbrüder verstehen nicht, daß sie nur als Gegengewicht
zur FSSPX erlaubt und toleriert werden. Ihr Apostolat hat sich auch seit ‘Summorum pontificum’ nicht vergrößert.
P. Gerstle unterschlägt die totale doktrinäre dogmatische Revolution auf und nach dem II. Vatikanum,
nicht nur in deutschen ‘Katechismen’, sondern auch im modernen Vatikan, wo ja schließlich die Revolution
1962-1965 offiziell als „ökumenisches Konzil“ abgesegnet wurde. Jedenfalls in den Augen verwirrter Gläubigen
und der öffentlichen Meinung. Als Spalter des traditionellen römisch-katholischen Widerstandes sollte
man diese ‘kath-info.de’-Beiträge abweisen. Immer wieder versuchen nämlich FSSP-Mitglieder die FSSPX-Allierten
davon zu überzeugen überzutreten. Damit hatte P. Bisig auch in diesem Jahr wieder ‘Erfolg’, nämlich
in Papa Stronsay wo auch persönliche Konflikte mit Menzingen eine Rolle spielten. P. Gerstle FSSP sollte
mal einsehen, daß es ihn und sein Apostolat so ohne Erzbischof Lefebvre und seine Notstandsweihen nie
gegeben hätte. P. Bisig wäre wahrscheinlich nicht einmal Priester geweiht. Obwohl Kompromiß-Katholiken
auch das wohl schaffen. Traditionalisten nicht.
LandorganistII Soll ich das annehmen, was Sie ausdrücken wollen oder das, was Cardinal Catrillon Hoyos
zum kirchenrechtlichen Status von FSSPX gesagt hat?
@Heggi Ich glaube Sie verstehen die Begrifflichkeiten Schuld-Sühne-Vergebung nicht. Es geht nicht darum
die Schuld des einen gegen die Schuld des anderen aufzuwiegen. So funktioniert das Prinzip nicht. Die
Pius-Bischöfe sind exkommuniziert auch wenn noch so viele Neunmalkluge etwas anderes behaupten. Aber
es steht ihnen frei, sich aus dem Kirchenbann zu lösen, durch Buße und Gehorsam. Die Schuld anderer
Bischöfe hat damit nichts zu tun.
@Heggi Ja, da haben Sie durchaus leider sehr recht. Auch und gerade in den sich „modern und zeitgemäß“
wähnenden Teilen der Kirche ist der Ungehorsam gegenüber Rom weit verbreitet. Auch ich empfinde das
als sehr ärgerlich und schmerzhaft. Aber das gibt bei aller Sympathie für viele ihrer Anliegen der FSSPX
und deren Unterstützerumfeld kein Recht ebenfalls ungehorsam zu sein.
Üble und unwürdige Polemik Eines scheinen all jene „Scheingehorsamen“ zu vergessen: 1. Es gäbe heute
die Petrusbruderschaft ohne Msgr. Lefebvre nicht! 2. Die katholische Messe und das katholische Priestertum
wären längst erloschen und ersetzt durch den konziliaren Gemeindeleiter oder Leiterin! 3. Die „Freigabe“
der katholischen Messe durch den gegenwärtigen Papst, so er denn die katholische vertritt oder sie vertreten
will, wäre ohne Msgr. Lefébvre niemals erfolgt! 4. Die Weihe der Auxiliarbischöfe durch Msgr. Lefébvre
beruft sich auf den Grundsatz: „Not kennt kein Gebot!“ 5. Es wäre sinnvoll, wenn jene nicht den Modernisten,
die nur lachen können über den Kadavergehorsam, den „Gehorsame“ fordern, diesen nicht gewollt oder ungewollt
zu zu arbeiten!
Komma …Ungehorsam gegenüber dem Hl. Vater… Ein wichtiges Stichwort, das Sie da gegegeben haben! Gewiß
läßt sich Ungehorsam gegen Ungehorsam nicht gegenseitig aufwiegen, aber wenn ich den Ungehorsam der
meisten Bischöfe in Deutschland betrachte, wie Sie versuchen, Summorum pontificum auszuhebeln oder bei
den korrigierten Wandlungswortenjede Umsetzung hinauszuzögern oder gar zu verhindern, dann kann ich daß
tiefe Mißtrauen der FSSPX verstehen. Wie könnte im übrigen der Papst unter diesen Umständen eine Versöhnung
der FSSPX gegenüber seinen bischöflichen Mitbrüdern durchsetzen? Tatsächlich: Ungehorsam dauert manchmal
länger oder lange! Wie lange hat übrigens der Ungehorsam der deutschen Bischöfe in Sachen Schwangerenberatung
gegenüber dem Papst gedauert? Und er dauert teilweise noch heute an in Form von sog. Donum Vitae!
Ich finde das witzig, wenn sich die Sektierer streiten „Meine Sekte ist die wahre Kirche, deine ist nur
eine Sekte!“ „Nein, meine Sekte ist die wahre wahre Kirche, ihr seid nur Schismatiker“ „Nein, wir sind
keine Schismatiker!“ „Aber dann gehört ihr ja auch zu meiner Sekte“ „Nein, tun wir nicht!“ „Also seid
ihr doch Schismatiker“ „nein, sind wir nicht“ Echt ein lächerlicher Haufen, diese Katholiken
#14 ExBochumer † 13:01:00 | Mittwoch, 20. August 2008
Die FSSPX tritt für die katholische Kirche ein. Von diversen anderen Gemeinden, so die Gemeinde St. Michael
in Schweinfurt, kann man nur das Gegenteil konstatieren.
Recht hat er! Pater Gerstle beschreibt die Situation völlig richtig – die FSSPX hat historisch im Kampf
für die „Alte Messe“ sicher grosse Verdienste erworben – der Ungehorsam gegenüber dem Hl. Vater bei
den Bischofsweihen 1988, der polemische und z.T. gehässige Stil gegen Rom und das sektiererische Verhalten
in heutiger Zeit hat diese Verdienste leider sehr beschädigt. Wer in Zeiten von „Summorum pontificum“
noch meint die FSSPX unterstützen zu müssen – eine Gruppierung auf dem sicheren Weg in die Sektensackgasse,
sollte gut überlegen, ob er damit nicht sein Seelenheil aufs Spiel setzt. Kein Heil ohne die Kirche –
und die ist da, wo der Papst ist!
Guiseppe Wenn diese Weihen glasklar schismatisch sind (wie Sie schreiben), dann sollte Rom damit genauso
entspannt umgehen, wie bei der Orthodoxie. Jedoch nix ist hier glasklar (aus der Sicht Roms). Leider sitzt
Pater Gerstle in anderer Hinsicht selbst in einem Glashaus, deshalb sollte er auch nicht so mit Steinen
herumschmeißen.
@ Witzbold Ruhrgebietler eben nicht, denn es bleibt die Frage offen, welcher Papst gemeint ist! Wenn es
der heiligmäßige Pius X ist, dann ist doch alles in bester Ordnung. Ja klar. Der hl. Pius X. hat die
Bischofsweihen der FSSPX 1988 posthum erlaubt. Sonst noch was? Papst Clemens VII. hat mich soeben übrigens
zum Kardinalbischof ernannt.
Heul!!! Ja, Kritik gegen die FSSPX ist ja soooooo gemein! „Die damalige Führungsspitze der Piusbruderschaft
habe sich in ihrer Verlegenheit auf das „ewige Rom“ berufen.“ Da ist wohl ein Tippfehler. Eigentlich müsste
es heißen: „Die damalige Führungsspitze der Piusbruderschaft habe sich in ihrer Verlogenheit auf das
„ewige Rom“ berufen.“ „Pater Gerstle unterschlägt die Tatsache, daß der Vatikan heute die aus diesen
Weihen hervorgegangene Hierarchie anerkennt.“ Selbst wenn der Vatikan, die „aus diesen Weihen hervorgegangene
Hierarchie“ anerkannt haben sollte (können Sie, kreuz.net, das belegen?), was hat die Gültigkeit der
Weihen, odar gar die angebliche Anerkennung der angeblich aus den Weihen hervorgegangenen Hierarchie bitteschön
mit der Tatsache zu tun, dass diese Weihen glasklar schismatisch sind? „Die von den Bischöfen geduldeten
und zum kirchlichen Alltag gehörenden zahllosen moralischen, dogmatischen und liturgischen Mißbräuche
sowie Sakrilegien erwähnt Pater Gestle mit keinem Wort.“ Muss er das in einem Beitrag, bei dem es um
die FSSPX geht? Ich kenne P. Gerstle persönlich. Und er hat die Mißbräuche/Sakrilegien immer wieder
benannt! Doch benutzt er dabei nicht die derbe, abwertende und beleidigende Sprache, wie es immerwieder
kreuz.net und einige FSSPX-Angehörige tun! P. Gerstle hat ganz nüchtern die Fakten benannt und die richtigen
Schlüsse daraus gezogen. Und er hat dies sachlich und in Liebe getan. Mögen möglichst viele FSSPX-Anhänger
dies lesen und darüber zuerst einmal ausführlich nachdenken, bevor sie attackieren…
Das übliche Die von den Bischöfen geduldeten und zum kirchlichen Alltag gehörenden zahllosen moralischen,
dogmatischen und liturgischen Mißbräuche sowie Sakrilegien erwähnt Pater Gestle mit keinem Wort. Die
waren ja auch nicht das Thema dieses Artikels.
eben nicht wahrheitswidrig! „Unmittelbar vor der Bischofsweihe sieht das Rituale nämlich die Frage vor:
»Habt ihr den Auftrag des Papstes?« Daraufhin antwortete der damalige Generalobere, Pater Franz Schmidberger,
wahrheitswidrig mit »ja«, obwohl Papst Johannes Paul II. die Bischofsweihen unter Androhung der Exkommunikation
verboten hatte.“ eben nicht, denn es bleibt die Frage offen, welcher Papst gemeint ist! Wenn es der heiligmäßige
Pius X ist, dann ist doch alles in bester Ordnung. Und es ist eben nicht Kirche da, wo Petrus ist, sondern
wo Jesus Christus ist – und die hlg. Liturgie im allerheiligsten Altarsakrament nach der eig gültigen
trid. Liturgie zelebriert wird. und von daher ist es verständlich, daß Gestle die Liturgiemißbrüuche
natürlich nicht erwähnt! ein erklaten der Lieb zur Kirche kann nur da ausgemacht werden, wo eben nicht
die hlg. trid. Liturgie zelebriert wird. Sie gibt den teilnehmenden Seelen die geistige Nahrung für die
Herausforderungen in dieser Welt. Insofern ist S.E. Bischof Williamson einer der letzten Bewahrer eben
jener Liebe zu Jesus Christus und darin gegründet sein Nachfolger.
Wir alle suchen nach Wahrheit und wo finden wir die, Herr Josef Berens? In der Person Jesu Christi, in
Seinem Wort und in der von Ihm gegründeten Kirche. Im übrigen ist es so, dass derjenige, welcher sich
zu einer Wahrheit bekennt, damit de facto andere „Wahrheiten“ ausschließt. Sie sollten wirklich mal die
Schriften der Frau Kuby über die schon vom Heiligen Vater beklagte Diktatur des Relativismus lesen.
#6 ExBochumer † 12:09:47 | Mittwoch, 20. August 2008
@ joberens Sie sind und bleiben ein Anhänger des Sektenführers Breitenbach. Warum bleiben Sie nicht
in Ihrem Alt-68er-Forum und werben dort um Adepten für Ihre Irrlehren? Breitenbach wird es Ihnen danken.
Vom Komplizen zum Opfer Abbé Georges de Nantes – kein Sedesvakantist – schliesst seine gegen den Frevler
Montini gerichtete Anklageschrift mit den Worten: „heiliger Vater, heute sind Sie der Komplize der Modernisten,
morgen werden Sie deren Gefangener und Übermorgen deren Opfer sein.“ Genau dies geschah. Die Piusbruderschaft
ist – was allzu leicht vergessen wird – eine Gründung der Konzilssekte. Sie trägt die Unterschrift des
damaligen Bischofs von Fribourg, Monseigneur Charrière. Auf Druck der französischen Bischöfe und ohne
dass hierfür ein Erfordernis vorlag, ordnete der Frevler Montini die Schliessung des Seminar von Econe.
Eine dümmere Massnahme hätte er kaum treffen können. Das Verhältnis Bischof Lefebvre zum modernistischen
Rom war gespalten. Jean Guitton, ein unverdächtiger Zeuge und Freund Montinis berichtet, der Erzbischof
habe ihm erklärt, er müsse die Weihen vornehmen, um sein Werk zu retten, doch würden Rom und Econe
sich früher oder später wieder finden
#4 ExBochumer † 12:02:08 | Mittwoch, 20. August 2008
@ Landorganisten Homo bleibt Homo. Sünder bleibt Sünder. Und was haben Sie gegen Bierzelte? Wo denn
eine Weihe stattfindet, ist und bleibt es eine Weihe. Was verstehen Sie denn eigentlich unter „Bierzelten“?
Sie sind ein verdammter Ketzer. – Mehr nicht.
Wahrheitssuche Ich denke, wir sind alle auf der Suche nach der Wahrheit und daß ist auch gut so. Wer
und welche Religion dieser näher ist, dürfte nur Gott wissen. Josef Berens
#1 ExBochumer † 11:48:19 | Mittwoch, 20. August 2008
Begrifflichkeiten Was sind „Lefebvristen“? Hängen etwa diverse Menschen dem Erzbischof Lefebvre an? Ich
habe ja schon etlichen Schwachsinn gehört. Aber das ist die Spitze. Piusbrüder ließe ich mir ja noch
gefallen. Eine Conclusio: Die Redaktionsmitglieder von kreuz.net sind ein bunter Haufen. Mögen die sich
doch erst mal um eine einheitliche Sprachregelung einigen, bevor „kreuz.net – katholische Nachrichten“
zunehmend verkommt.