Ein Einsiedler im Bistum Regensburg hat von dem dortigen Bischof offenbar den Laufpaß bekommen.
Hw. Ludwig Matzeder, Eremit von Frauenbründl.
(kreuz.net) Es ist beschlossene Sache. Der Eremit von Frauenbründl darf kein Einsiedler mehr sein.
Frauenbründl
ist eine Einsiedelei im niederbayrischen Ort Bad Abbach im Landkreis Kelheim in der Diözese Regensburg.
Die erste Klause wurde dort im Jahr 1701 errichtet.
Zwanzig Jahre später wurde das jetzige Kirchlein
mit der Heilquelle erbaut.
Im März 1858 kamen Klause und Kirche in den Besitz der Eremitenverbindung
des Bistums Regensburg.
Wallfahrtskapelle und Altvaterklause Frauenbründl in der Diözese Regensburg
Zahlreiche Wallfahrer und Wanderer kommen seither zur Eremitenklause nach Frauenbründl.
Sie beten, zünden Kerzen an oder holten sich das begehrte Frauenbründler Quellwasser, das unter dem
Chor des Kirchleins entspringt.
Der Eremit hört auch die Beichte und zelebriert die Heilige Messe. Außerdem
wird das Allerheiligste ausgesetzt und der Rosenkranz gebetet.
Doch Bischof Gerhard Ludwig Müller von
Regensburg will offenbar keine Eremiten mehr in Frauenbründl. Er lehnte darum die Zulassung von Pater
Ludwig Matzeder des gegenwärtigen Eremiten von Frauenbründl zu den Ewigen Gelübden ab.
Das Eremiten-Leben
paßt nicht in das Bild von Bischof Gerhard Ludwig Müller. Der Bischof ist zu der Ansicht gekommen, daß
das Priestertum nicht mit dem Eremitenleben vereinbar ist. Das erklärte die Pressestelle des Bistums
Regensburg vor der Mittelbayerischen Zeitung.
Ein Priester müsse in erster Linie Seelsorger sein, so
Mons. Müller.
Da hilft es auch nichts, daß die 200 Mitglieder des Fördervereins Eremitenklause um
ihren Pater kämpfen wollen. Der Verein hatte erst kürzlich die gesamte Anlage sanieren lassen.
Die
Regensburger Eremitenverbrüderung entstand im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648). Ab Anfang des 18.
Jahrhunderts ist Frauenbründl ihre Mutterklause.
Bis 1992 gehörten alle Eremiten im Bistum Regensburg
dem Dritten Orden des Heiligen Franziskus an.
Die Brüder wählen einen Altvater und treffen sich nur
einmal im Jahr. Sonst leben sie in den verschiedenen Klausen der Diözese.
Doch mit der Verweigerung
der Ewigen Profeß für Pater Ludwig Matzeder hat für die Eremitenverbrüderung das Totenglöcklein geläutet.
Pater Matzeder ist sehr traurig und überlegt jetzt auszuwandern. Auf jeden Fall wird er im September
die Mutterklause verlassen.
Bereits der Eremit von Windberg – fünfzig Kilometer östlich von Regensburg –
mußte seine Klause wegen Schwierigkeiten mit der Obrigkeit räumen.
Die Regensburger Eremitenverbrüderung
hatte viele Stürme der Zeit überlebt und sogar die Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts überstanden.
Der Diener Gottes und Regensburger Bischof Georg Michael Wittmann († 1833) kam 32 Jahre lang jeden Herbst
auf fünf bis acht Tage nach Frauenbrünnl, um sich zu erholen und geistige Übungen abzuhalten.
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79 Lesermeinungen
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#81 Marcelus 13:15:43 | Sonntag, 21. September 2008
Unzweifelhaft die Zeit seit Mitte bis Ende der D.E.Z.-1960er Die Mannsbilderwerden sich tragen wie die
Weiberleut, und die Weiberleut wie die Mannsbilder, daß man’s nimmer auseinanderkennt.Wenn sich die Bauern
kleiden wie die Städtischen, wenn die Bauern nimmer arbeiten wollen, wenn sie mit gewichsten Stiefeln
in der Miststatt stehen, wenn man die Weiberleut wie die Geißen spürt, wenn die roten Hausdächer aufkommen,
wenn auf der Straß’ die weißen Gäns daherkommen, wenn die roten und die farbigen Hüt’ aufkommen, –
das ist dann die erst Zeit. Und auch andere alte Prophezeiungen aus dem alten Bayern bzw. Baiernland haben
die Zeit der modernistischen Irrlehre präzise charaktierisiert, wie man bei Wolfgang Johannes Bekh nachlesen
kann. Wir leben in einer schwer antichristlichen Zeit, vielleicht sogar in der Zeit des größten und
letzten Antichristen, über den sich bereits der hl. Pius X. in einem Lehrschreiben fragte, ob er schon
geboren worden sei!
#80 ExBochumer † 18:54:00 | Samstag, 30. August 2008
Seit den 90er Jahren … wurde im Bistum Regensburg durch den seinerzeitigen bischöflichen Beauftragten
Weihbischof Guggenberg das eremitische Leben im Eremitenberufsverein erschwert bzw. verunmöglicht. So
wurden potentiellen Bewerbern auferlegt, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Wie soll das jedoch
gehen? Ein zurückgezogenes Leben als Eremit in Gebet und Einsamkeit führen und gleichzeitig für den
Lebensunterhalt sorgen in einem weltlichen Beruf? Das Bistum Regensburg ist für die Vernichtung des eremitischen
Lebens in Regensburg verantwortlich und hat damit etwas vernichtet, was für das christliche Leben substantiell
gilt.
Werte/r/s Pünktchen, Sie fragten weiter unten, was man tun könne. Obwohl nicht im selben filum versuchte
ich eine Antwort, die ich gerne nochmals wiederhole: Gegen Verwaltungsakte (auch kirchliche) hilft kirchliche
Verwaltungsbeschwerde, wenn nötig hierarchischer Rekurs, der nicht ganz aussichtslos sein dürfte, weil
es zu den ausdrücklichen dienstlichen Verpflichtungen des Bischofs gehört, die unterschiedlichen Formen
des geweihten Lebens zu fördern (can. 385 CIC). Nach can. 603 CIC ist auch das eremitische klar Teil
des geweihten Lebens. Damit könnte ein brauchbarer kanonischer Anwalt schon etwas machen.cc.
#78 Pünktchen 10:31:51 | Mittwoch, 27. August 2008
ExBoch Der Bischof hat offensichtlich nur Gründe, die mit seiner Perspektive einer flächendeckenden
Pastoral zu tun haben. Würde er sonst Hw. Matzeder auch weiterhin mit der „Wallfahrtskuratie“ von Frauenbründl
betrauen? Der Bischof will ja den Pflichtenkreis von Hw. M. sogar erweitern. Es liegen somit keine Gründe
in der Person des Geistlichen vor, sondern es ist das (nachvollziehbare) Interesse der Bistumsleitung,
die nun – nach Ablauf der zeitlichen Profeß – händeringend nach „Gründen“ sucht, dem Priester eine
ewige Profeß zu versagen.
#77 ExBochumer † 10:14:25 | Mittwoch, 27. August 2008
@ Pünktchen Ich stimme mit Ihnen – wie ich schon schrieb – überein, was die Begründung des Bischofs
bzw. der Bistumsverwaltung betrifft. Für die Nichtzulassung von P. Ludwig müssen somit andere Gründe
ausschlaggebend sein, die Bischof Müller nicht nennt.
#76 Pünktchen 10:05:23 | Mittwoch, 27. August 2008
Gotthard Die Fragen, die G. stellt, kann man ja an den Eremiten weiterleiten. Was, wenn der Eremit tatsächlich
auf alle möglichen Vorzüge des Priesteramtes Verzicht leisten will, wenn er nur Eremit sein darf? (By
the way: Die Homepage wird schon seit einem halben Jahr nicht mehr betrieben!) I.ü. sind alle Einwände
von G. gegenstandslos, denn sie hätten auch schon bei der Ablegung der zeitlichen Profeß vorgebracht
werden müssen. Hw. Matzeder WURDE aber zur zeitlichen Profeß zugelassen und zwar von einem Vertreter
des Bischofs! Auf keinen Fall kann man die möglichen Einwände jetzt – nach Ablauf von vier Jahren –
einfach „nachschieben“, weil man einen Ablehnungsgrund für die Ewige Profeß braucht!
Eremit mit Pensionsanspruch? hat dieser Hw Eremit eigentlich auf sein Gehalt als Priester des Bistums
Regensburg verzichtet? Hat dieser Eremit auf seinen Ruhegehaltsanspruch als Priester verzichtet? Hat dieser
Eremit sein Gehorsamsversprechen dem Bischof gegenüber zurückgezogen – und sich auf die fromme Selbstverwirklichung
zurückgezogen? Ein „Eremit“ mit webpage ist schon eine sehr modernistische Form dieser uralten christlichen
Lebensform – die übrigens selten eine priesterliche war. Ein „Eremit“ mit Internetanschluss – und damit
auch Telefon – lebt schon sehr zurückgezogen …
Ja, Elijahu, das ist die Zukunft der altehrwürdigen Braut Christi. Einen katholischen Religionsunterricht
unter diesen Umständen mag man sich selbst ausmalen. – da wird einem erst das Ausmaß der multiplen Dummheit
bewusst. Bevor sich etwas zum Guten ändert, muss es aber erst noch schlimmer werden, fürchte ich.
#71 Elijahu † 01:35:53 | Dienstag, 26. August 2008
Das Glaubensbekenntnis der Kuscheljesuskirche Hahahaha! „Wir glauben an den Frieden auf Erden! Wir glauben
an den Heiligen Geist, die Stimme in uns, die laut wird, wenn wir Gottes Spur aus den Augen verlieren.
Die uns hinweist auf die Pforte in der Mauer.“ Das ist ja so übel. Ich könnte mich vor Lachen nicht
halten wenn ich das live miterleben würde. Die Kuscheljesuskirche wie sie leibt und lebt. So was kommt
dabei heraus wenn man im Theologiestudium die Heilige Schrift nicht liest und auch den KKK nicht, sondern
sich ganz nach eigenem Geschmack seine persönliche Wohlfühlreligion bastelt. Mir persönlich ist eine
Doktorantin der katholischen Theologie bekannt, die während ihres gesamten Studiums keinen Blick in Bibel
und KKK geworfen hat, und sich auf anfrage dazu bekannt hat nicht daran zu glauben, dass Jesus der Sohn
Gottes ist.
Einfache Lösung: Der Pater soll doch zur Piusbruderschaft gehen, wenn ihn die sogenannte Amtskirche nicht
mehr will. Die Piusläute glauben noch an Gott!
Werter von Spee, von den Entfernten passt keiner aufs Entfernteste in die City-Seelsorge. Die braucht
flexiblere als diese. Um Anwärter ist dort offensichtlich auch keiner verlegen. Im Übrigen haben schon
vor zwanzig Jahren Katholiken kopfschüttelnd das Theologiestudium aufgegeben – und das ist die Ernte. forum.fv-katheol.net/viewtopic.php?f=5&t=770 Und das ist nur ein kleiner Einblick in die Theologie von
morgen.
Geht das jetzt nach Augsburg, Fulda auch in Regensburg los… …mit dem Entfernen (!) frommer Priester?
Seelsorge? Ja, ja, mit euren gruppendynamischen Priesterpoolen läuft ja die Seelsorge soooooo wunderbar…!
Wann werden eigentlich die Stillen Beter entfernt?
Dort, werte ehakafm, selbstredend nicht. Tarot-Karten sind ja auch nicht stockkatholisch. Und stiften
Sinnsuchenden ja auch irgendwie Sinn. Auch buddhistische, hinduistische, mohammedanische, freimaurerische,
mosaische, voodooistische, sufistische, taoistische Eremiten würden hier bei uns allerhöchstens einen
Welpenreflex auslösen und für Lichterketten sorgen, sollte deren hermetisches Dasein so unmenschlich
enden. Von amnesty international ganz zu schweigen. Sie haben gefragt.
#63 MariaGoretti 20:49:37 | Montag, 25. August 2008
Ende für den Eremiten Also sieht es wohl so aus, dass sich Bischof Müller über Gott erhebt, denn ein
Eremit hat doch eine besondere Berufung von Gott. Und das ist dem allmächtigen Gott nicht mehr erlaubt?
Einen Priester an den Platz zu berufen, wohin Er ihn haben will? Es ist doch so, dass die Menschen zu
den Eremiten gehen, also leben sie doch nicht für sich alleine und sind in der Seelsorge tätig. Und
was wird aus der Wallfahrtskapelle? Manchmal habe ich das Gefühl, dass nur wir vor Gott verantwortlich
sind für unser Tun und die Bischöfe nicht, es gibt ja noch mehr Beispiele, wo Priester plötzlich unerwünscht
sind, weil die Bischöfe sie nicht mehr wollen. Ich kann das nicht mehr verstehen, da versuchen manche
Bischöfe, der Kirche immer mehr den Todesstoss zu versetzen!
Die Früchte der Freimaurer gehen auf Für die modernistisch korrumpierten Priester sollen Macher sein,
Managertypen, möglichst noch mit homosexuellen Stecherqualitäten, das hat ja auch mehr Biss, mehr Power,
aalglatt sollen sie sein, Helden des Alltags halt – immer mitten im Leben und möglichst fern von Gott!
Bloss nicht zu fromm, bloss nicht zu weltfern! Managertypen braucht die Kirche, die das schöne Geld auch
gut verwalten können, die sich darum bemühen dass auch immer schön Kirchensteuerzahlernachwuchs nachwächst,
Demut, Frömmigkeit, Wahrhaftigkeit, Glaubwürdigkeit…was? Das kümmert doch keine Sau mehr. Es lebe
das Geld, es lebe der Besitz, es lebe die katholische Kirche Deutschland! Die 68er-Rotte unter den Bischöfen
gibt Vollgas, immer Vollgas, immer mit Vollgas in den Abgrund hinein.
#59 Petrus Radii 19:22:51 | Montag, 25. August 2008
Amerikanismus in Deutschland! Anscheinend ist der Herr Bischof dem Amerikanismus verfallen. Glaubt er
ueberhaupt an die gnadenvolle Wirkung und Austrahlung des Gebets und des beschaulichen Lebens? Man duerfte
es bezweifeln. Die Meinungen und Entscheidungen des Bischofs sind nicht vereinbar mit dem ueberlieferten
katholischen Glauben, da sie eine falsche Theologie als Fundament haben.
#57 Bayern-Tradi 18:39:23 | Montag, 25. August 2008
Information Die Homepage wurde übrigens auf Drängen der Diözese abgeschaltet. Werbung für das Eremiten-Leben
ist oberhirtlich verboten! Schade drum, die Seite war wirklich toll!
#56 ExBochumer † 18:36:56 | Montag, 25. August 2008
@ Pünktchen Erhalt von Frauenbründl? Es stimmt zwar, daß P. Matzeder vieles initiiert hat. Er hat selbst
auch viel aufgebaut. Es existiert ja bereits ein großer Förderverein. Die Außen- und Innenrenovierung
der Klause hat stattgefunden. Soweit ich auf seiner Homepage, die schon seit Monaten abgeschaltet ist,
gelesen habe, steht als Nächstes wohl die Beseitigung der Feuchtigkeit im Mauerwerk an. Bereits in den
90er Jahren haben umfangreiche Renovierungen stattgefunden. Damals hat die Diözese einen großen Teil
der Kosten übernommen. Wie die Finanzierung der Renovierung in den letzten Jahren aussah und künftig
aussieht – darüber kann man nur spekulieren. Soweit ich es aber weiß, steht Frauenbründl auch unter
Denkmalschutz, sodaß die Diözese mitbezahlen muß.
@aufrechter Katholik Lieber aufrechter Katholik, mit Ihrer Darstellung des Psychopathen von Regensburg,
der in seinem Hirn mehr Neurosen beherbergt als alle restlichen Mitglieder der DBK zusammen (sogar einschl.
des Köllschen Knabens) als wahre Lichtgestalt im deutschen Episcopat haben Sie sich auf alle Fälle für
eine Spitzen-Karriere im Marketing oder in Puplic-Relation empfohlen. Sie sollten sich aber trotzdem mal
auf massiven Realitätsverlust oder extrem selektives Wahrnehmungsvermögen untersuchen lassen. Bei Orwell
hieß das Syndrom „Zwiedenk“. Und immer vorsichtig sein, auf dass Sie nicht mal übers Ziel hinausschießen
und den Teufel zu einem Engel umdefinieren oder umgekehrt. MS
Tante Colonia Nun, nehmen Sie es meinetwegen als die Linie Adam und Eva, mehr aber noch als Zeichen meiner
Ihnen gefühlten Nähe wie ein Kind seiner Tante (oder sogar noch besser Großtante). Nehmen Sie es als
aufrechtes Kompliment. Gewiss haben Sie recht damit, dass er uns alles gesagt hat. Doch, Sie wissen es
aus der Hl. Schrift, hat er uns noch was zu sagen. Da wird ja ein Buch aufgeschlagen. Und was tut man
sonst als auch einem Buch vorzulesen. Und wenn das alles geschehen ist, dann, so glaube ich, werden wir,
Sie und ich und auch dieser komische Homosportler sein letztes Wort vernehmen: JAWOLL! Ich wünsche Ihnen
einen charmanten Abend!
#52 ExBochumer † 18:15:45 | Montag, 25. August 2008
@ clarissa colonia Zu den Gründen von Bischof Müller weiß ich nichts, aber lesen Sie mein Posting von
16:21 Uhr. Ich sehe da „an den Haaren“ herbeigezogene Gründe für die Nichtzulassung von P. Matzeder.
Werter erectus, Sie haben wohl nichts dagegen, daß ich Sie so nenne. Also, daß wir nun im zweiten Grade
der Seitenlinie miteinander blutsverwandt sein sollen, wäre mir neu, sofern Sie nicht die weitläufig
Linie via Adam und Eva heranziehen wollen. Aufs äußerste hingegen sehen Sie mich beruhigt ob Ihrer panegyrischen
Eloge auf den Regensburger Ortsordinarius; nur: Hat uns der Allmächtige in seinem Sohn nicht bereits
sein letztes Wort (des Heiles) zugerufen? Haben Sie da etwa etwas überhört?
Tante Colonia Wie käme ich je dazu, auch nur ein kritisches Wort gegen den so sehr geliebten Regensburger
Oberhirten zu sagen, diese wahre Lichtgestalt in dem deutschen Episcopat, diesen unermüdlichen Kämpfer
für den rechten und wahren Glauben, diesen statt- und mannhaften Hüter der wahren, konservativen Gesinnung,
diesen defensior ecclesiae vor den Schmähungen der üblen liberalistischen Presse, diesen Herold des
klaren Wortes, dieses (wir sind in diesen Tagen Zeuge) standhaften Vobilds für die jungen Hirten, ach,
glauben Sie mir (Sie glauben es gewiss), ich könnte stundenlang fortfahren und ihn lobpreisen jetzt und
alle Tage bis der Herr sein endgültiges Wort gerufen hat: jawoll!
Bayern-Tradi Das kann man diesem angeblich sportlichen Homolüstling so oft schreiben wie man will. Er
glaubt es in seinem leermasturbierten Hirn einfach nicht. Er ist nur hier um zu stänkern und herumzuätzen.
Er hat Langeweile (geht vermutlich einem nur sehr unregelmäßigen Erwerbe nach) und treibt Spott und
Hohn mit aufrechten Gesinnungen. Vermutlich ist er nicht einmal Mitglied der Kirche. Was er hier sucht,
ist nur eines: Sein geheimes, in ihm schlummerndes Minderwertigkeitsgefühl ob seiner sexuellen Orientierung
zu kompensieren, in dem er die Wahrheit lächerlich macht. Das ist ein ganz armseliges Menschlein. Da
hilft nur noch Beten. Jawoll!
clarissa Ja! Daß es keine in der Person des Geistlichen begründeten Einwände gegen die Ewige Profeß
gibt, ersieht man an der geplanten Erweiterung des Pflichtenkreises von Hw. Matzeder. Er soll das, was
er bisher betreibt (Wallfahrtskuratie für Frauenbründl) fortführen und zusätzlich noch dies und das
machen… Auf seine Ewige Profeß soll er aber dennoch verzichten, weil es den Diözesanen Kanonikern
auf einmal eingefallen ist, daß der Kandidat Diözesanpriester ist. Eine Tatsache, die doch allen seit
Jahren bekannt war!
#43 Bayern-Tradi 17:26:45 | Montag, 25. August 2008
@clarissa Natürlich haben Sie recht, ich hatte das mit dem Erscheinen des neuen Katechismus durcheinandergebracht.
Danke für die Korrektur! @sportgayfan Das ist ja schön wenn auch Schwule in die Kirche gehen. Solange
sie nicht zur Kommunion gehen ist dagegen nichts einzuwenden. Besser allerdings wäre es, wenn sie nach
reuevoller Beicht ihrem alten Leben abschwören, zu den Sakramenten hinzutreten und ein mit Gott versöhntes
neues Leben beginnen.
Wohl wahr, werte/r/s Pünktchen, zumal gerade das priesterliche Dienst- und Treueverhältnis auf der Basis
der Gegenseitigkeit beruht (wie das Lehensrecht, dem es nämlich entstammt). Erfüllt der Lehensherr seine
Schutzpflicht (zu der wohl auch der Vertrauensschutz gehört?) nicht, ist auch der Lehensmann seiner Verpflichtung
zu Dienst und Treue ledig – dafür muß ein solcher „Vertrag“ noch nicht einmal ausdrücklich „gekündigt“
werden; konkludentes Handeln genügt. Und in diesem Falle müßte sich der Lehensmann (oder Priester)
noch nicht einmal Ungehorsam vorwerfen lassen …
Ich kann es nur noch einmal wiederholen: hat man Hw. Matzeder die zeitlichen Gelübde ablegen lassen,
obwohl er damals schon Diözesanpriester war, kann man ihm schlechterdings nicht die Ewigen Gelübde verweigern
aus dem angeblichen und angeblich prinzipiellen Grund, daß er Diözesanpriester ist. Denn das hieße
ja: man hat Hw. Matzeder vor vier Jahren in die Irre laufen lassen. Hier muß für den Geistlichen einfach
ein gewisser Vertrauensschutz gelten!
Ungeachtet meiner steten Wertschätzung, lieber Tradi, aber die Eremiten kamen 1983 ins Kirchenrecht des
CIC. Danke, werter ExBochumer, für den Hinweis. Da lebt der Eremit also nun schon im dritten, fast vierten
Jahr seiner zeitlichen Bindung an das eremitische Leben. Aufgrund der grundsätzlichen analogia realis
des eremitischen zum geweihten Leben wird man dessen rechtliche Regelungen also im Sinne einer analogia
iuris heranziehen können. Da wird man sagen müssen, daß man Novizen in Religiosenverbänden entlassen
kann, wenn deren mangelnde Eignung zum Leben im konkreten Institut erkennbar wird, sogar, wenn keine Verstöße
im engeren Sinne vorliegen. Hat ein Institut aber einen Kandidaten nach Absolvierung des Noviziats zur
Ablegung der zeitlichen Bindungen zugelassen, begründet dies (übrigens ähnlich wie die Weihe) ein gegenseitiges
Dienst- und Treueverhältnis, für dessen institutsseitige Aufkündigung (z.B. durch Entlassung oder Nichtzulassung
zu den endgültigen Bindungen) schon konkrete, benennbare und überprüfbare Gründe vorliegen müssen.
Weiterhin hat sich der Bischof das Handeln seines Generalvikars (Dr. Gegenfurtner) als sein eigenes zurechnen
zu lassen. Wenn er also (höchstselbst) den Eremiten zur zeitlichen Bindung zuließ, müßte es für den
Verwaltungsakt der Nichtzulassung zu den ewigen Bindungen benennbare Gründe geben. Damit sind aber keine
„Gummigründe“ wie die genannten gemeint.
#39 sportgayfan 17:11:20 | Montag, 25. August 2008
@Elijahu Nein,damit meine ich den Mief der Katholischen Morallehre zum Beispiel die ja wohl wirklich nicht
mehr Zeitgemäss ist. @Bayerntradi Ob du es glaubst oder nicht.Auch Schwule gehen zum Gottesdienst.
@sport“gay“fan Ach so, du meinst mit „Mief von 2000 Jahren“ sicherlich wohl den Heiligen Geist. Den willste
also herauslassen, um dann den Rauch Satans hineinzulassen? Macht sicherlich Sinn von deiner verschrobenen
Warte aus. Klappt nur leider aus Prinzip nicht, denn Kirche ist immer genau da, wo der „Mief von 2000
Jahren“ ist.
#34 Bayern-Tradi 16:42:10 | Montag, 25. August 2008
@clarissa colonia Die Eremitenverbrüderungen waren vor 1992 über den III. regulierten Orden des hl.
Franzikus organisiert. Jeder Eremit war Mitglied dieser Ordenskongregation. Der jeweiligen Verbrüderung
(meistens auf Diözesanebene organisiert) stand ein Altvater vor. Somit waren alle Eremiten Ordenspatres
bzw. Ordensbrüder, die Diözese hatte da nicht viel mitzureden. 1992 wurde der sog. Eremiten-Canon in
den CIC eingeführt. Das Eremitenleben war jetzt nicht mehr an eine Ordensgemeinschaft gebunden, sondern
jeder, der sich zum Eremitenleben berufen fühlte, konnte ab da bei seinem Ortsordinarius anfragen. In
der Diözese Regensburg wurde nun 1992 die alte Eremiten-Verbrüderung aufgelöst und ein „Eremiten-Berufsverein“
gegründert, der sich auf den Eremiten-Canon beruft. So viel ich weis lebt in der Diözese Regensburg
nur noch ein Ordensbruder, der noch der alten Eremitenverbrüderung stammt und auch Mitglied des III.
regulierten Ordens ist.
Wieder mal einige Fragen an die Kundigen … Das eremitische bzw. anachoretische Lebens setzt die Bindung
an die drei evangelischen Räte durch Gelübde oder andere heiligen Bindungen voraus (can. 603 § 2 CIC).
Nach Rechtsanalogie zu can. 655 (657 § 2) muß es für die befristete Bindung an diese Lebensweise eine
definierte zeitliche Unter- und Obergrenze geben. Wie lange befindet sich der Eremit denn schon in dieser
Lebensweise? Wird durch den Ortsordinarius die Eignung des Kandidaten zu dieser Lebensform bezweifelt?
Wie begründet sich dieser Zweifel?
Bayern Tradi: Sie haben recht! Wenn man Hw. Matzeder eine zeitliche Profeß hatte ablegen lassen, dann
hatte man auch schon zu diesem Zeitpunkt keine grundsätzliche Einwände gegen den besonderen Weg des
Diözesanpriesters. Das bedeutet aber auch: man kann jetzt nicht so tun, als wären neue Gesichtspunkte
von prinzipiellem Gewicht aufgetreten! Hatte man ihn damals die zeitliche Profeß ablegen lassen, dann
kann man ihm jetzt die Ewige Profeß nicht versagen allein mit dem Hinweis auf Wesen und Aufgabe eines
Diözesanpriesters!
#31 ExBochumer † 16:21:11 | Montag, 25. August 2008
@ Bayern-Tradi: Das ist doch Quatsch. Matzeder hat sich zum Priester weihen lassen und somit auch seinem
Bischof Gehorsam versprochen. Wenn es jetzt Müller beliebt, Matzeder eben nicht zu einem ewigen Eremtenversprechen
zuzulassen, dann ist das eine – wenn auch für meine Begriffe sehr an den Haaren herbeigezogene – bischöfliche
Entscheidung. Oder aber: Es liegen andere Gründe vor, die Bischöf Müller nur sehr „unglücklich“ umschrieben
hat. Sehr befremdlich finde ich diesen Satz: „Nun ist der berufene Einsiedler, der genau vor zehn Jahren
seine Zulassungsarbeit über „Kontemplation als menschliches Phänomen“ schrieb, sehr traurig und überlegt,
wenn man ihn weiter in die Pfarr-Seelsorge hineindrängt, sich in den Laienstand zurückversetzen zu lassen
oder ganz auszuwandern, in ein Land, wo man ihn das sein lässt, was er sein will, Einsiedler.“ (Quelle:
Mittelbayerische) Sollte etwa das Priestertum Matzeders nur ein Mittel zum Zweck gewesen sein? Wenn er
sich gleich „laisieren“ lassen will, meine ich, daß seine Berufung nicht ernst und tief ist.
#30 sportgayfan 16:11:02 | Montag, 25. August 2008
@Elijahu lasst uns die Fenster der Kirche weit auf reissen und dann hinaus mit den Einsiedlern und dem
ganzen andern unmodernen Pack. Nee falsch.Um den Mief von 2000 Jahre rauszulassen.
Macht die Fenster weit! Ja, der moderne Heilige von heute, der lebt halt nicht einsam in Gebet und Kontemplation
versunken, der steht mitten im Leben! Der muss bei den Menschen sein, mittendrin im bunten Treiben! Am
besten auch und besonders zu Karneval. Das schickt sich einfach nicht, das muss doch nicht sein, dass
da welche sich dem weltlichen Treiben so verweigern. Das passt einfach nicht mehr zum Image der Macherkirche!
Also: lasst uns die Fenster der Kirche weit auf reissen und dann hinaus mit den Einsiedlern und dem ganzen
andern unmodernen Pack.
#28 Bayern-Tradi 16:04:09 | Montag, 25. August 2008
@pünktchen Das ist doch Quatsch! P. Matzeder will das Leben eines Eremiten führen und nicht Pfarrseelsorger
sein. Das war auch schon klar, als er die Zeitliche Profess abgelegt hat. Die Diözese hat ihn dazu missbraucht,
die Klause wieder herzurichten und jetzt dürfte er quasi als „Hausl“ noch in Frauenbründl bleiben, dass
das ganze nicht wieder verkommt. – P. Matzeder will Eremit sein und das wird ihm von der Diözese verweigert.
Toll, was die Herrschaften da so treiben.
st.georg: Wie kommen Sie darauf, daß mir die „oberhirtliche“ Anordnung entgangen sein soll? Vielleicht
ist Ihnen etwas entgangen? Der Eremit will der Anordnung nicht Folge leisten: Auf jeden Fall wird er im
September die Mutterklause verlassen.
@pünktchen vielleicht ist ihnen entgangen, dass die sache schon geklärt ist : Mit Wirkung zum 01.09.2008
wurden oberhirtlich angewiesen: Ludwig Matzeder als Wallfahrtskurat und Kirchenrektor in Frauenbründl
und zur seelsorglichen Mithilfe in der Pfarrei Bad Abbach-St. Nikoplaus und Poikam-St. Martin im Dekanat
Kelheim
@Marcelus das ist genauso Absolutismus, wie die Kirchenverfassung es vorschreibt Da hat ja mal einer gesagt
„bei euch aber soll es nicht so sein“ Aber das war eh nur ein Dummschwätzer der das gesagt hat.
Hw. Matzeder pokert seinerseits. Er bietet dem Bischof quasi an: „Take it or leave it!“ = Entweder Du
nimmst meinen Dienst an, so wie ich ihn verstehe, oder Du verlierst einen Priester. Das ist natürlich
in dieser Form auch ungehörig! Vielleicht könnte es eine Art Mediation geben? Vermittelt durch einen
Ordensgeistlichen, z.B. Beide Seiten müssen sich klar sein, daß es in ihrem jeweiligen Dienst um das
Reich Gottes und das Wohl der Herde geht und nicht um persönliche Befindlichkeiten. Offensichtlich wird
ja die Arbeit von Hw. M. geschätzt! Es muß eine Kompromißlinie geben. Z.B. könnte dem Diözesangeistlichen
eine gewisse, genau festgelegte Prüfungszeit (etwa fünf bis zehn Jahre) für seine Berufung auferlegt
werden. In dieser Zeit bleibt er als Wallfahrtskurator in Frauenbründl und hilft in der einen oder anderen
Gemeinde aus. Danach aber gilt seine Berufung zum Eremiten als „erprobt“ und gegen eine förmlichen Profeß
dürften dann auch keine Einwände mehr geltend gemacht werden …
Absolutismus [kursiv]Mit Wirkung zum 01.09.2008 wurden oberhirtlich angewiesen[/kursiv] eine Sprache aus
dem 19.Jahrhundert … in anderen Bistümern heißt es wohl: unser Bischof hat ernannt …
Das Problem mit Hw. Matzeder ist natürlich, daß er – in gewissem Sinne – für sich einen Berufungswechsel
geltend macht. Auf der Homepage des Bistums www.bistum-regensburg.de/borpage003798.asp heißt es über
das eremitische Leben: Mit dem CIC 1983 ist ein eremitisches Leben ermöglicht worden, dass nicht zwingend
an einen Orden gebunden ist, so wie es in den ersten Jahrhunderten der Kirche üblich war. Durch ein Gelübde
oder durch eine andere heilige Bindung in die Hände des Diözesanbischofs verpflichtet sich der Eremit
auf die drei evangelischen Räte (vgl. can. 603 § 2). Unter Wahrung seiner spezifischen Lebensform lebt
er unter Leitung des Diözesanbischofs. Der Eremit, der „in strengerer Trennung von der Welt, in der Stille
der Einsamkeit“ (can. 604 § 1) dem Leben des Gebetes, der Buße und dem Lob Gottes zum Heil der Welt
Vorrang gibt, weist auf das innere Geheimnis der Kirche hin. Sein Leben ist eine stille Predigt Christi
(vgl. KKK Nr. 921). Hw. Matzeder wurde vom Regensburger Bischof in einer ganz anderen Weihe zu einem anderen
Dienst verpflichtet. Darauf beruft sich der Bischof jetzt. Nicht ganz zu Unrecht, will mir scheinen. Aber
spiegelt es nicht den Reichtum des Katholischen (und der Diözese Regensburg !) wider, daß es bei den
Berufungen eine größere Vielfalt an Formen gibt, daß sich die Diözese z.B. auch einen Priester-Eremiten
leisten kann, dessen Wirken doch offenbar geschätzt wird …!
Pünktchen Das ist zwar zu begrüßen. Aber Orchideen sind doch viel lieber unter sich und fühlen sich
vielleicht gar nicht so behaglich bei ganz gewöhnlichen Blumen wie Wegwarten, Schafgarben, Malven, Astern
oder Sonnenblumen, etc. Sie verstehen. Der große Gärtnermeister hat das bestimmt auch so gedacht.
-sani … Müller ein kleines Problem: Wie schafft man es, gleichzeitig von reaktionären Altritualisten
über brave Katholiken bis zur Avantgard der Progressiven alle gegen sich aufzuhetzen – zugegeben, das
ist eine Leistung, entspricht aber ganz dem, Das ist doch kein Problem. Das soll dem Monsignore Müller
mal einer nachmachen. Viel Feind, viel Ehr’…
#14 ExBochumer † 12:52:51 | Montag, 25. August 2008
Aus dem Amtsblatt für die Diözese Regensburg Nr. 7 vom 28.7.2008: „Mit Wirkung zum 01.09.2008 wurden
oberhirtlich angewiesen: Ludwig Matzeder als Wallfahrtskurat und Kirchenrektor in Frauenbründl und zur
seelsorglichen Mithilfe in der Pfarrei Bad Abbach-St. Nikoplaus und Poikam-St. Martin im Dekanat Kelheim;
…“ Somit sind die Tatsachen seitens der Diözese Regensburg geschaffen. Verwundern würde mich allerdings,
wenn P. Matzeder vorher nicht seine Zustimmung dazu gegeben hätte.
also, irgendwie hat der… … Müller ein kleines Problem: Wie schafft man es, gleichzeitig von reaktionären
Altritualisten über brave Katholiken bis zur Avantgard der Progressiven alle gegen sich aufzuhetzen –
zugegeben, das ist eine Leistung, entspricht aber ganz dem, was ein Studienkollege von ihm, mit dem ich
schon des öfteren sprach, meinte, was da denn passiert sei, gerade DEN zum Bischof zu wählen. Aber genau
genommen gibts da ja auch andere … Früher fragte man nach der kürzestmöglichen Maßeinheit zwischen
zwei Fettnäpfchen – damals ein Dyba, vielleicht heute ein Müller???? Jedenfalls verstehe ich die Maßnahme
auch nicht wirklich (es sei denn, da hätte sich jemand sein kleines beschauliches Nesterl zum Faulenzen
geschaffen – könnte ja auch sein – wenn der gute Eremit so viel nebenbei tut – so wie’s ihm gefällt,
könnte vielleicht der Bischof feststellen, wenn’s schon so ist, dann soll’s gleich ordentlich sein, und
nicht der gute Mann sich einfach die Rosinen aus dem Kuchen picken, wie’s ihm grad gefällt –- es wäre
ja auch eine Möglichkeit, dass es so ist…)
HvO: Da rennen Sie bei mir offene Türen ein! Ich hatte lediglich die „Mittelbayerische“ zitiert, weil
eine Information im kreuz.net-Artikel nicht enthalten war: Hw. M. KANN in Fraunbründl verbleiben, er
wäre offiziell dann nur kein Eremit der Brüdervereinigung. Warum aber alles nach einem Muster gestrickt
sein MUSS und warum die vielfältigen Charismen in der Kirche unterdrückt werden MÜSSEN im Interesse
von Schema-F das weiß der Hochwürdigste Herr Bischof in Regensburg hoffentlich ganz genau! Er wird nämlich
einmal dafür Rechenschaft ablegen müssen!
#9 ExBochumer † 11:59:21 | Montag, 25. August 2008
Soweit mir bekannt ist, ist Matzeder nicht der einzige Priester-Eremit. Da gab es bzw. gibt es noch einen
Priester-Eremiten, der auch eine Wallfahrt betreut, jedoch auch in der Pfarrseelsorge aushilft. Und irgendwas
verstehe ich auch nicht an der Argumentation von Bischof Müller: Matzeder ist doch auch in der Krankenhausseelsorge
in Bad Abbach tätig. Bischöf Müller hat wohl Pater Matzeder ursprünglich zu einfachen Verspechen zugelassen,
verweigert ihm jedoch nun die Zulassung zu den ewigen Versprechen. Hat Müller plötzlich eine Eingebung
des Hl. Geistes gehabt? Wie kann sich so ein [angeblich hochgebildeter] Mann drehen und wenden? Schade
um Müller eigentlich …
Liebes Pünktchen, Ein Priester solle mehr für die Seelsorge da sein und Matzeder wurde auch deswegen
vom Bischof geweiht, um als Seelsorger für die Menschen da zu sein. … das entspricht genau der modernistisch-naturalistischen
Auffassung, wenn einer nur betet, Beicht hört und die Messe liest, dann ist das keine Seelsorge. Seelsorge
ist nach dieser Irrlehre eine Art psychologische Beratung mit religiösen Versatzstücken.
#7 ExBochumer † 11:49:31 | Montag, 25. August 2008
Nun denn, dann kann Kaplan Matzeder dem zuständigen Ortspfarrer als Vicarius Cooperator helfen. Dann
verwaist die Klause eben nicht (so jetzt habe ich auch den Fehler von vorhin korrigiert).
In der „Mittelbayerischen“ heißt es: Jakob Schötz von der Pressestelle der Diözese dazu: „Der Bischof
ist zur Meinung gekommen, dass Priestertum und Eremitentum mit einander nicht vereinbar sind. Ein Priester
solle mehr für die Seelsorge da sein und Matzeder wurde auch deswegen vom Bischof geweiht, um als Seelsorger
für die Menschen da zu sein.“ Diese Entscheidung sei ihm kürzlich vom Generalvikar Michael Fuchs mitgeteilt
worden. Für Matzeder heiße es aber nicht, dass er jetzt seine Sachen packen müsse. Er dürfe auch weiter
in Frauenbründl wohnen bleiben. Er werde halt jetzt als Wallfahrtspriester Dienst tun und Pfarrer Schmidbauer
bei der Seelsorge helfen.
#4 ExBochumer † 11:10:41 | Montag, 25. August 2008
Es gibt überhaupt keine Eremitenverbrüderung mehr. In den 90er Jahren wurde der Eremitenberufsverein
gegründet, dem alle Eremiten angehören und nach can. 603 CIC vor ihrem Ortsbischof entsprechende Versprechen
ablegen. Im CIC selbst steht nichts davon, daß Eremiten nicht Priester sein dürfen. Das wäre dann eine
Ermessensentscheidung des zuständigen Ortsbischofs. Ich rate Pater Matzeder sich an Rom zu wenden. Ansonsten
ist es sehr schade, daß die Klause Frauenbründl verweisen wird. Schade auch, daß die Homepage des Eremiten
schon seit vielen Monaten nicht mehr im Netz steht. Da gab es viele Fotos, auf denen das Leben des Eremiten
dargestellt wurde.
Der Bischof Das Eremiten-Leben paßt nicht in das Bild von Bischof Gerhard Ludwig Müller. Der Bischof
ist zu der Ansicht gekommen, dass, das Priestertum nicht mit dem Eremitenleben vereinbar ist. Das erklärte
die Pressestelle des Bistums Regensburg vor der Mittelbayerischen Zeitung. Eremiten gelten schon seit
der frühesten christlichen Zeit immer als besonders heilig. Aber natürlich, der Regensburger Bischof
hat Freude am Verbieten, Verbieten ist für ihn bloß Selbstzweck, um seine Macht zu demonstrieren. Er
verbietet nämlich alles, was mit ihm nichts zu tun. Laienrat verbietet er, Alte Messe verbietet er, Eremitentum
verbietet er… Dann muß er sich immer wieder von dem Staat seine Grenzen zeigen lassen. Eine lächerliche
Figur, sonst nix.
das ist doch klar!!! So ein Eremitendasein, voller Hingabe, Opfermut und strenger Disziplin paßt natürlich
nicht zu der der Spaßgesellschaft ein spirituelles Gewandt verleihenden V2-Sekte. P.S. Lieber Bischof
Müller, bei so einem eremiten ist die Gefahr, das er – wie es bei anderen Priestern in Ihrem Bistum schon
des öfteren der Fall gewesen sein soll – einen Meßdiener besteigt relativ gering.