Kardinal Martini
Altliberale fromme Sprüche
Als er in Macht und Würde war, ließ ein autoritärer Kardinal die Katholiken seiner Erzdiözese immer wieder die Härte des Gesetzes spüren. Nach seiner Pensionierung vertraut er immer weniger auf die kirchlichen Vorschriften.
Ein begeisterter Beitrag über Kardinal Martini auf 'Radio Vatikan'.
Ein begeisterter Beitrag über Kardinal Martini auf ‘Radio Vatikan’.
(kreuz.net) „Es ist ein bekanntes Phänomen, daß Bischöfe im Ruhestand sich freimütiger aussprechen, als solange sie im Amt sind“.

Das erklärte der Leiter der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan, Pater Eberhard von Gemmingen SJ, am 9. August auf der Webseite des Senders.

Der Pater bezog sich dabei auf das Buch es emeritierten Erzbischofs von Mailand, Carlo Maria Kardinal Martini. Es trägt den Titel „Jerusalemer Nachtgespräche, Über das Risiko des Glaubens“.

Pater von Gemmingen kolportiert auch die Meinung, daß Kardinal Martini vor drei Jahren hätte Papst werden können – „wenn er nicht schon schwer krank gewesen wäre.“

Der Kardinal leidet an der Parkinson-Krankheit, einer langsam fortschreitenden degenerativen Erkrankungen des motorischen Nervensystems.

Der Leiter von Radio Vatikan ist von den altliberalen Thesen des Alterzbischofs begeistert:

„Manche lassen einen aufhorchen – vor allem, wenn es um die Verkündigung der Frohbotschaft an die Jugend, also auch um Sexualität, um Liebe, um die Rolle von Frauen in der Kirche, um Ökumene, um die Verkündigung heute, um neue Bewegungen, um die Chancen der Kirche von morgen“ – frohlockt er.

Dann folgen die üblichen altliberalen frommen Sprüche und antithetischen Formulierungen, die dazu dienen, den Abfall zu beschleunigen und die katholischen Kräfte zu schwächen:

„Martini sagt, er vertraue immer weniger kirchlichen Vorschriften und immer mehr der Überzeugungskraft der Bibel, des gelebten Zeugnisses, des Gebetes“ – so Pater von Gemmingen:

„Er will jetzt nichts mehr verändern und gestalten, sondern die Kirche vom Heiligen Geist führen lassen.“

„Vieles klingt aus dem Mund von Martini sehr biblisch, gläubig, abgeklärt, weise“ – kommentiert ein hingerissener Pater von Gemmingen.
      
19 Lesermeinungen
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#19   sacerdos helveticus   13:42:30 | Dienstag, 26. August 2008
Glaubwürdiges Zelbstzeugnis Martinis
Die Quelle scheint glaubwürdig zu sein. Zwar habe ich Martinis Buch nicht vorliegen, aber der Artikel von Guido Horst aus der Tagespost ist wohl glaubwürdig. Hier der Link zum Artikel, den ich leider für meine Lesermeinung auf kreuz.net kürzen musste.
www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=41567
Schrecklich, wenn jemand der darüber hinaus als Kardinal (Treue gegenüber dem Heiligen Vater „bis zum Vergiessen des Blutes“) und als Jesuit (Besonderes Gehorsamsversprechen gegenüber dem Papst) dem Lehramt der Kirche in den Rücken fällt!
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#18   Elijahu †   13:08:33 | Dienstag, 26. August 2008
Martini für die Frauenordination?
Wenn tatsächlich ein katholischer Kardinal die Anglikaner ermuntert hat, die Frauenweihe einzuführen, dann gute Nacht. Was soll man zu solchen „Hirten“ noch sagen.
Wer solchen „Hirten“ gehorcht, der verweigert Gott den Gehorsam. Man kann nicht an einem Tisch sitzen mit solchen Teufeln in Menschengestalt und mit dem Herrn.
Die Priesterausbildung lassen die Pseudobischöfe vor die Hunde gehen, die Seminare sind leer und werden von einer Rotte von homosexuellen Priesterdarstellern runtergewirtschaftet, und auf diesem Wege meinen die modernistisch verseuchten „Bischöfe“, sie könnten uns die Frauenordination und das Laienpriestertum aufzwingen – gegen den ausdrückliche Willen des Papstes und gegen den Willen Gottes!
Wenn diese Wölfe im Schafspelz ein Schisma und einen Kirchenkampf wollen, das können sie haben. Aber dann wirds rundgehen wie im dreissigjährigen Krieg.
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#17   sacerdos helveticus   23:53:12 | Montag, 25. August 2008
Verdienst Horsts!
Horst zitiert ja in dem Fall bezüglich der Frauenordination nur aus Martinis Buch. Das Verdienst Horsts ist es, einer Leserschaft, die Martinis erwähntes Buch nicht kennen, darüber aufgeklärt zu haben, wie Martini dem Papst in den Rücken gefallen ist.
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#16   karljosef   23:37:27 | Montag, 25. August 2008
Alles hat seine Erklärung
Martini ist Jesuit. Deswegen ist sein Mitbruder v. Gemmingen von Radio Vatikan positiv auf ihn zu sprechen.
Guido Horst gehört der Bewegung Communione e Liberazione an. Deren Zentrale ist in Mailand. Und Martini machte dieser – antiökumenischen- Bewegung und deren Gründer Giussani das leben schwer. Eben weil er ein Liberaler ist.
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#15   sacerdos helveticus   22:45:12 | Montag, 25. August 2008
Bedenklicher Ratschlag Martinis !
Kehren wir zum Thema zurück!
Vor Kurzem machte G. Horst in der „Tagespost“ unter Verweis genannte Buch Martinis darauf aufmerksam, welche bedenkliche Rolle Martini spielte, als die Anglikaner über die Frauenordination diskutierten: Er ermunterte, den anglikanischen Erzbischof von Canterbury, diesen Schritt zu wagen!!
…erinnert sich der ehemalige Erzbischof von Mailand … auch an die Zeit, als die Frauenordination schon einmal die Gemüter in der anglikanischen Gemeinschaft erregte. Damals … ging es um die Weihe von Priesterinnen.
… verrät Kardinal Martini: „In den neunziger Jahren besuchte ich in Canterbury Erzbischof George Leonard Carey, …den Primas der Kirche von England. Seine Kirche litt unter den Spannungen wegen der Frauenordination. Ich versuchte, ihm Mut zu diesem Wagnis zu machen, das könnte auch uns helfen, den Frauen gerechter zu werden und zu verstehen, wie es weitergehen kann. Wir brauchen darüber nicht unglücklich zu sein, dass die evangelischen und anglikanischen Kirchen Frauen weihen und im Konzert der großen Ökumene damit etwas Wesentliches einbringen. Das ist allerdings auch kein Grund, die verschiedensten Traditionen zu vereinheitlichen“ (Seite 125).
Horst schliesst: … Sollte der von Kardinal Martini dem derzeitigen Erzbischof von Canterbury erteilte Rat die Entwicklung in Richtung Frauenweihe bei den Anglikanern wirklich befördert haben, hätte der damalige Erzbischof von Mailand der auf Kircheneinheit zielenden Ökumene keinen Dienst erwiesen.
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#14   Desperatus †   22:37:21 | Montag, 25. August 2008
Kann das mal jemand belegen, bitte?
„Als er in Macht und Würde war, ließ ein autoritärer Kardinal die Katholiken seiner Erzdiözese immer wieder die Härte des Gesetzes spüren.“
Ich erbitte dringend Beispiele und nachprüfbare Belege für diese These
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#13   Galatea   22:34:30 | Montag, 25. August 2008
Jo Berens:
Da haben Sie wirklich einmal recht. Und kommen auf den Punkt.
Das Moos, das Sie meinen, ist nicht seit Jahrhunderten angesammelt, das wird Ihnen nur so verklickert.
Das Moos, das Sie meinen, gibt es erst seit vierzig Jahren.
Eine lebendige katholische Kirche ist eine katholische. Keine ökumenische, keine beliebige.
Wer unsere Kirche verkauft, dass sind Ihre verehrten Pfarrer – und nicht nur Ihre. Falls Ihnen noch nicht von selbst der Gedanke gekommen ist, als einfacher, gläubiger Katholik.
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#12   Amanda   22:25:56 | Montag, 25. August 2008
@joberens
Was verstehen Sie unter angesammeltem Moos, wenn ich fragen darf?
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#11   joberens   22:20:20 | Montag, 25. August 2008
Amanda
Liebe Amanda, ich stelle mir das so vor wie ich es geschrieben habe. Das Evangelium ist schon wichtig und gut und wird auch von den Menschen angenommen, was die schnelle Ausbreitung des frühen Christentums beweist.
Das im Laufe der Jahrhunderte ansgesammelte Moos um das Evangelium herum droht dieses jedoch immer mehr zu ersticken.
Unverständlich ist auch, daß das, was eine Handwoll Männer und Frauen, die vielleicht nicht einmal alle lesen und schreiben konnten, vor 2000 Jahren in Gang gebracht haben, von unseren hochstudierten Kirchenobern nicht mehr zu halten zu sein scheint und seinen Höhepunkt immer mehr überschritten zu haben. Unsere Kirchen werden umgewidmet oder verkauft und die moslemichen Freunde und andere Religionen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Da kann doch von der Führung her etwas nicht stimmen. Sollte nicht auch in unserer kath. Kirche einmal darüber nachgedacht werden ob ein Führungswechsel nicht gut sein könnte?
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#10   sacerdos helveticus   20:11:53 | Montag, 25. August 2008
Kritische Würdigung
Während pater von Gemingen SJ das wirken des emeeritierten Mailänder erzbischofs recht positiv zu würdigen scheint, so sieht Guido horst in der Tagespost vom vergangenen Samstag die Sache doch recht kritisch. er spricht von einem „Gegenlehramt“ das der Kardinal beansprucht.
Hier der Link zum Artikel:
www.die-tagespost.de/…iv/titel_anzeige.asp?ID=42159
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#9   Amanda   19:06:58 | Montag, 25. August 2008
@joberens
„Back to the roots“? Wie stellen Sie sich das wohl vor?
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#8   Bernd-Jupp   19:04:45 | Montag, 25. August 2008
Martini – ein ganz Großer
Ach wie sehr würde ich diesem Artikelschreiberlein ein klein wenig von der Spiritualität, der Glaubensüberzeugung und auch der Liberalität eines Kard. Martini wünschen. Mit ihm als Papst wäre mir um die Zukunft der Kirche nicht bange – auch wenn das hier mal wieder die meisten ganz anders sehen…
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#7   joberens   18:09:47 | Montag, 25. August 2008
Amanda
Amanda, da kann ich Dir nur zustimmen. Das Evangelium ist sehr gut und paßt auch noch in die heutige Zeit. Nur das Drum herum, das man in vielleicht zu großer Selbstherrlichkeit dazu gesponnen hat, macht ganz allein die Probleme, die unsere kath. Kirche heute hat. Man sollte sich wieder auf die Anfänge besinnen, was wohl der beste Schlüssel zu einer neuen Atraktivität sein dürfte.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#6   clarissa colonia   17:58:12 | Montag, 25. August 2008
Werte/r/s Pünktchen,
obwohl im falschen filum, weil es nicht anders ging:
Gegen Verwaltungsentscheidungen hilft nur Verwaltungsbeschwerde; wenn diese nicht wirkt, kommt es zum hierarchischen Rekurs:
1. an die Religiosenkongregation; und falls die nicht entscheidet:
2. An die Apostolische Signatur.
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#5   Amanda   16:46:06 | Montag, 25. August 2008
@joberens
Nur mal so nebenbei, die Kirche ist kein beliebiger Sozialverein und auch keine Demokratie…
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#4   joberens   16:42:19 | Montag, 25. August 2008
Blaumeise
Das dürfte darauf zurückzuführen sein, daß auch die Bischöfe und Priester immer mehr selbst zu denken versuchen und erkennen, daß in unserer kath. Kirche nicht alles Gold ist was so glänzt.
Ich denke es ist ein gutes Zeichen, auch, daß sich jetzt Priesterzusammenschlüsse bilden, die Rom nicht in allem zustimmen. So kann vielleicht, mit ein wenig Druck von unten, ein Wandel in Gang kommen, den unsere kath. Kirche wieder in besseres Fahrwasser bringt. Auch die Vereinigung „Wie sind Kirche“, die sich mittlerweile in vielen Teilen der Welt gebildet haben können ein Beitrag dazu leisten. Rom muß unbedingt auch dem Schlaf der Sicherheit geweckt werden.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#3   Blaumeise   16:27:24 | Montag, 25. August 2008
Die liberale Theologie und ihr Zerstörungswerk
Die Universitätstheologie der letzten 40 Jahre hat es fertiggebracht, die Menschen nachhaltig zu verunsichern und den Glauben zu schwächen (die armen Theologiestudenten…). Theologieprofessoren sind die Hauptverantwortlichen für die „Verdunstung des Glaubens“.
Schlimm ist es, dass auch einzelne Bischöfe von einer solchen liberalen Theologie geprägt sind.
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#2   clarissa colonia   16:04:12 | Montag, 25. August 2008
Ist das ein Artikel zu einem bestimmten Thema,
oder ein ad libitum?
Und, angenommen der Artikel hätte tatsächlich ein Thema, wie wäre es dann mit: Sogar Kardinäle werden klüger – nicht nur älter!
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#1   Romulus   16:00:35 | Montag, 25. August 2008
Nicht mal verschachern kann man mehr dies Zeug
Der Leiter von Radio Vatikan ist von den altliberalen Thesen des Alterzbischofs begeistert
… die altliberale Schrott-Literatur von Martini bringt einem in Ebay nicht mal mehr einen Euro ein. Echte Ladenhüter, die der man produziert…
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