09:44:16 | Mittwoch, 2. März 2005
St. Pölten
Bischof Klaus Küng von St. Pölten beabsichtigt offensichtlich, den in ganz Österreich für seine Tiraden gegen Papst und Kirche bekannten Benediktinerpater Udo Fischer zu rehabilitieren.
(kreuz.net, St. Pölten) Bischof Klaus Küng hat offensichtlich die Absicht, den Benediktinerpater und
Pfarrer von Paudorf in der Diözese St. Pölten wieder in Amt und Würde einzusetzen. Am vergangenen Montag
soll er dem Geistlichen in einem persönlichen Gespräch die offizielle Wiedereinsetzung in Aussicht gestellt
haben. Dies berichtete die linksliberale österreichische Tageszeitung „Standard“ am Mittwoch.
Paudorf
befindet sich unweit des niederösterreichischen Benediktinerklosters Göttweig, zu dem Pater Udo Fischer
gehört. Die Pfarrei wird vom Kloster betreut, und der Abt von Göttweig hat bei der Besetzung der dortigen
Pfarrstelle ein Vorschlagsrecht.
Im Frühjahr 1998 wurde Pater Udo von seinem damaligen Diözesanbischof
Kurt Krenn abgesetzt, nachdem er gegen diesen heftige Attacken geritten hatte. Nach seiner Absetzung schlug
ihn der Abt des Stiftes Göttweig, Clemens Lashofer, ein zweites Mal als Pfarrer von Paudorf vor. Der
Bischof rührte sich nicht mehr, und so blieb alles beim alten Pfarrer.
Pater Udo startete seine kirchliche
Laufbahn als treuer Sohn des späteren Kardinals Hans-Hermann Groer und als eifriger Jünger der Apostolatsbewegung
„Legion Mariens“, wo er sehr segensreich wirkte. Dann wurde Fischer Mönch und Priester.
Über die Gründe,
warum der fromme Pater plötzlich ins radikal-progressistische Lager geschwemmt wurde, gibt es nur Spekulationen.
Seither ist der ehemalige Apostel der „Legion Mariens“ österreichweit zum Sprachrohr des linken Widerstandes
geworden. Erst kürzlich hat er
auch Bischof Klaus Küng angegriffen.
Es werde Gespräche zwischen Bischof
Küng und Abt Lashofer geben, meinte Pater Udo jetzt gegenüber dem „Standard“: „Ich kann noch nicht sagen,
wann genau ich wieder offiziell im Amt bin“.
Aus dem Büro von Bischof Küng kam ebenfalls eine Stellungnahme:
„Wir haben alles in die Wege geleitet. Es sollte so bald wie möglich sein.“
„Das Treffen ist sehr positiv
verlaufen, und wir haben so gut wie alle Altlasten aufgearbeitet“, meinte Pater Udo im Gespräch mit dem
„Standard“. Er sei froh, daß es jetzt durch Bischof Küng zu einem Neubeginn zu kommen scheine.
„Die
Freude ist natürlich in der Pfarre jetzt riesengroß. Feiern werden wir aber erst dann, wenn wir meine
Wiedereinsetzung auch schriftlich in Händen halten“, erklärte der Konventuale des Benediktinerstiftes
Göttweig.
Pater Udo hatte bislang eine schriftliche Entschuldigung verlangt. Auf diese Forderung hat
er jetzt offenbar verzichtet. „Bischof Küng und ich haben uns darauf geeinigt, daß keiner von uns beiden
irgendwelche Bedingungen stellen wird.“
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#3
Yersinia 20:53:17 | Freitag, 23. September 2005
#2
sttn 00:07:24 | Donnerstag, 3. März 2005
#1
Vetter Taferl 18:48:12 | Mittwoch, 2. März 2005