19:00:55 | Donnerstag, 28. August 2008
Der kirchlichen Mission nach dem Zweiten Vatikanum geht es offenbar nicht um die Bekehrung der Herzen zu Christus. Sie versteht sich vielmehr als Teil der interreligiösen Schönen-Neuen-Welt Bewegung. Von Hubert Hecker.

Der neue Präsident der ‘Missio’ in Aachen, Prälat Dr. Klaus Krämer
© Pressebild Missio(kreuz.net) Beim internationalen katholischen Missionswerks ‘missio’ in Aachen ist ein Stabwechsel angesagt.
Der Franziskanerpater Hermann Schalück verläßt das Werk nach zehneinhalb Jahren. Neuer Präsident
wird Domkapitular Klaus Krämer (44) aus dem Bistum Rottenburg-Stuttgart.
Pater Schalück hatte das Missionswerk
in seiner Amtszeit zu einer Projektagentur weiterentwickelt.
Diese legt die Spendengelder unter dem Motto
„Solidarität und Gerechtigkeit“ weltweit an den sozialen Brennpunkten und für die kirchliche Infrastruktur
in der dritten Welt an.
Mission als „Aufbrechen von Lebenskraft“Die christliche Mission wurde dabei
zu einem „Aufbrechen von Lebenskraft“
umgedeutet . Diese Lebenskraft sei in jedem Menschen und allen Völkern
grundgelegt.
Es ist nicht anzunehmen, daß der neue Präsident die
Absage an die katholische Mission
beenden wird.
Domkapitular Krämer hat bereits angekündigt, daß ‘missio’ noch „moderner“ ein „den Menschen
zugewandtes Gesicht zeigen und sich für den Dialog mit den Religionen einsetzen“ werde. Das Programm
heißt also: Weiter so!
Vorkonziliare Mission in Afrika

© Missionsagentur Fides

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Fides

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Ein suspendierter Benediktiner
und ein MedizinmannWie der ‘missio’-geförderte Dialog der Religionen aussehen könnte, erläutert Christoph
Quarch, ein „Spezialist für Spiritualität“, in der Märznummer des Magazins ‘kontinente’.
Die Zeitschrift
wird von 24 Missionsorden und dem Missionswerk ‘missio’ Aachen publiziert.
Quarch ist Chefredakteur des
linkskatholischen Magazins ‘Publik Forum’ und Stabmitglied in einem, nicht näher bekannten, ‘Welt-Spirit-Forum’
im Schweizer Ferienort Arosa.
Er fordert einen weltweiten Aufbruch zu einem „spirituellen Klimawandel“.
Dabei müsse der schwierige Weg vom Hirn zum Herz zurückgelegt werden, um das Eis in den Herzen der
Menschen zu schmelzen.
Quarch beruft sich auf den suspendierten Benediktinerpater und Zen-Meister Willigis
Jäger sowie auf einen namhaften Eskimo-Schamanen als Kronzeugen für die mystische Erfahrung der Einheit
und Verbundenheit alles Seienden.
Alle großen religiösen Traditionen seien sich bei allen Unterschieden
einig in der tiefen Einsicht: Wir sind alle eins.
Die von innen gefühlte Einheit führe die Menschen
zu einer neuen Globalisierung der mystischen Spiritualität. Dabei seien alle in einem großen „Netzwerk
des Lebens“ verbunden. Man könne nur dann gut und nachhaltig leben, wenn die „innere Balance dieses Netzwerkes“
beachtet werde.
Wie sagt man „Gott“ auf Arabisch?Die Missionszeitschrift läßt ihre Leser auch in
praktischen Fragen am interreligiösen Dialog der Kulturen teilnehmen.
So stellt die Redaktion die Frage,
ob arabische und malaiische Christen Gott auch ‘Allah’ nennen dürften.
Die Redaktion scheint nicht zu
wissen, daß „Allah“ im Arabischen das übliche Wort für „Gott“ ist und in dieser Sprache auch von Christen
oder Juden verwendet wird. Darum übersteigert sie dieses banale lexikalische Problem zu einer interreligiösen
Frage:
„Wir dürfen uns das Konzept des einen, gemeinsamen Gottes nicht aus der Hand nehmen lassen, das
Christen, Muslime und Juden teilen. Auch wenn wir in unterschiedlichen Offenbarungstraditionen stehen,
glauben wir doch alle an den einen Gott.“
„Diese fundamentale Übereinstimmung sollten wir betonen –
warum nicht auch mit einer gemeinsamen Bezeichnung für Gott?“
Dabei stellt sich für die Leser der Zeitschrift
‘kontinente’ die Frage:
Wird das interreligiöse Gottesgebet mit den Moslems nicht schwierig, wenn die
Christen etwa den Kreuzweg beten, wie ihn die umstrittene protestantische Theologin Dorothee Sölle († 2003)
in einem anderen Beitrag zu Lateinamerika beschreibt?
Keineswegs. Bei dem von Frau Sölle beschriebenen
Kreuzweg würden die Passionsstationen in der Art eines einfachen Straßentheaters dargestellt. Dabei
stehen aktuelle soziale und politische Probleme im Vordergrund – interreligiöse Probleme sollte es so
keine geben.
Elend und Armut werden in den Szenen angeklagt, politisches Versagen und Korruption angeprangert,
Solidarität und Gerechtigkeit werden erträumt.
Das Magazin der Missionsorden und des katholischen Missionswerks
‘missio’ versteht sich offenbar als Teil der interreligiösen Schönen-Neuen-Welt-Bewegung mit ihren spirituellen,
humanistischen und sozialen Dimensionen.
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Piet 13:30:44 | Freitag, 29. August 2008
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Piet 12:06:56 | Freitag, 29. August 2008
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Abu 10:34:14 | Freitag, 29. August 2008
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Samurai 20:00:35 | Donnerstag, 28. August 2008
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Samurai 19:30:12 | Donnerstag, 28. August 2008