Liturgie
Von der Liturgie gelangweilt – vom Rhythmus mitgerissen
Der Bischof schlug vor Begeisterung keine Purzelbäume. Als die große Trommel dröhnte, schaute er erst ein wenig ängstlich: Aber er hat das nie gerügt.
Die Episkopalkirche in den USA versucht schon lange, ihre Kirchenbänke mit Liebhabern der Jazz Musik zu füllen.
Die Episkopalkirche in den USA versucht schon lange, ihre Kirchenbänke mit Liebhabern der Jazz Musik zu füllen.
© Thomas Brandt , CC
(kreuz.net) Vor 45 Jahren stand Hw. Erich Weingart (75) den ersten Jazzmessen im Bistum Würzburg vor.

Das berichtete die Kirchenzeitung des Bistums Würzburg ‘Sonntagsblatt’ am Mittwoch.

Der Geistliche wirkt heute als Pfarrer in Maibach und Holzhausen. Die Gemeinden befinden sich rund 50 Kilometer nordöstlich von Würzburg.

Die erste Jazzmesse fand in den Jahren 1964 oder 1965 statt: „Zum Schrecken der Kirchenmusiker“ – erzählt der Priester.

Inzwischen hat die „moderne, rhythmische Musik“ Einzug in die Kirchen gehalten – so die Zeitung: „Gerade in Jugendgottesdiensten und auf Kirchentagen haben die traditionellen Gotteslob-Lieder beinahe ausgedient.“

Schon als Kind hat sich Hw. Weingart für die Musik der Amerikaner, den Jazz, interessiert.

Als jungen Priesteramtskandidaten trieb es ihn, diese Musik auch in den Gottesdienst zu übertragen: „Wir haben schon im Priesterseminar angefangen mit rhythmischen Psalmen in unserem Kurs, in dem übrigens auch Weihbischof Helmut Bauer war.“

Als Kaplan in Aschaffenburg ging es Hw. Weingart darum, „daß der Rhythmus mal in die Kirche kommt.“

„Das hat sich dann bald durchgesetzt und ist bis heute fester Bestandteil der Kirchenmusik. Darüber bin ich sehr froh“ – so der Priester.

Er erinnert sich, auch vor Bischof Josef Stangl von Würzburg († 1979) einen Psalm mit Rhythmus gemacht zu haben:

„Er hat nicht gerade Purzelbäume geschlagen vor Begeisterung und als die große Trommel dröhnte, da hat er erst ein wenig ängstlich geschaut, aber er hat das nie gerügt.“

Schließlich erhielt die Gruppe von Hw. Weingart – in der Diözese allgemein als „Herz-Jesu-Band“ bekannt – vom Bistum sogar einen Bus zur Verfügung gestellt:

„Mit dem sind wir dann am Wochenende hinaus in die Städte und haben etwa die Dekanatstage mitgestaltet, oder auch den Diözesantag in Würzburg“.

Außerdem gab es am Samstagabend den Herz-Jesu-Keller: „Da haben wir wirklich die ganze Stadtjugend auf die Beine gebracht und Tanzmusik gemacht, von den Beatles bis zu Improvisationen.“

Der „Sinn der Sache“ ist nach Hw. Weingart, daß die Gemeinde durch den Rhythmus mitgerissen und beteiligt wird.
      
81 Lesermeinungen
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#81   Frollein Rottenmaier †   07:41:22 | Dienstag, 2. September 2008
@Guttenberger
as Problem ist doch, daß die gelebte Wirklichkeit des Christentums mit der nur aus der Literatur bekannten, also kodifizierten, Wirklichkeit der fernöstlichen Religionen verglichen wird. Da hierbei die „Ärgernisse, die sich einzustellen pflegen“ (regula Benedicti) in den anderen Religionen unberücksichtigt bleiben, müssen diese bei einem Vergleich notwendigerweise besser abschneiden. Nur unsere Naivlinge, insbesondere 68er, sehen das nicht oder wollen es nicht sehen. Im Übrigen haben die Äpfel aus Nachbars Garten schon immer besser geschmeckt, als die eigenen!
Fühlt man sich in seiner eigenen Religion erst dann richtig angekommen, wenn man alles andere schlecht machen kann? Braucht die eigene „Rechtgläubigkeit“ auf diese Weise immer wieder Bestätigung? Ich bin sicher, bevor ich Ihren tadellosen Grad an Frömmigkeit erreicht habe, werden noch ganze Ewigkeiten ins Land ziehen müssen. Sie dürfen sich nun selber auf die Schulter klopfen!
Btw: Ich zähle weder zu „Ihren Naivlingen“ und erst recht nicht zu den 68ern, da ich zu der Zeit noch nicht einmal in Planung war. Davon abgesehen kenne ich den Buddhismus nicht nur aus Büchern, sondern konnte die Weltanschauung in Asien vor Ort erleben.
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#80   Brandenburgis   13:56:48 | Freitag, 29. August 2008
Tja, Stimme,
das können Sie – Deo gratias – nicht einmal im Entferntesten ermessen :-) :-] :-D
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#79   Colombe de la paix   13:49:28 | Freitag, 29. August 2008
@ Stimme
Es gibt aber noch die Einbildung! :-D >:)
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#78   stimme der vernunft †   13:47:24 | Freitag, 29. August 2008
@Brandenburgis
na, viel genutzt hat das Studium ja nicht.
Was mal wieder zeigt, dass Ausbildung und Bildung nicht unbedingt was miteinander zu tun haben.
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#77   Brandenburgis   13:41:25 | Freitag, 29. August 2008
@LAndorganistII
Ich bin Absolvent einer (1) Berliner Universität, und kenne die drei anderen ebenfalls von „ganz innen“. Womit ihre Lügerei mal wieder erwiesen ist.
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#76   LandorganistII   13:30:42 | Freitag, 29. August 2008
@Brandenburgis
Sie schwadronieren schon wieder über Einrichtungen, die Sie noch nie im Leben von innen gesehen haben.
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#75   Brandenburgis   11:06:33 | Freitag, 29. August 2008
Auf den Berliner
Universitäten wird schon lange nicht mehr berlinert. Auf der Corrbuser auch nicht … ^-^
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#74   LandorganistII   11:03:21 | Freitag, 29. August 2008
@brandenburgis
Natürlich auf der Universität! Wo sonst?
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#73   Brandenburgis   09:26:56 | Freitag, 29. August 2008
@-H-v-O
Wo haben Sie denn so gut berlinern gelernt?
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#72   Amanda   07:09:14 | Freitag, 29. August 2008
Guten Morgen, allerseits!
@Galatea:
Frauenpower? Wer auch immer das aufs Tapet gebracht hat – ich war es nicht, ehrlich!
@HeinrichvonOfterdingen:
Ich muss gestehen, eine Universitätsausbildung war mir nicht vergönnt. Ich scheiterte seinerzeit am – völlig unerwarteten – „numerus clausus“. Anderenfalls wäre ich heute wohl Dolmetscherin…
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#71   clarissa colonia   23:46:31 | Donnerstag, 28. August 2008
Danke, werter Jörg!
Für die historischen Einzelheiten „meiner näheren Heimat“ habe ich mich bisher noch nicht interessieren können, weil darüber leider nichts im Stowasser steht. cc.
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#70   Jörg Guttenberger, Köln   23:44:20 | Donnerstag, 28. August 2008
Castrop-Rauxel
834 ist „villa castorp“ erstmalig urkundlich erwähnt, Eickel hieß im Frühmittelalter eclo. Alles Andere sind jeweils spätere Beigaben.
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#69   EvaHermanFan akaFreimaurerin   23:17:50 | Donnerstag, 28. August 2008
Clarissa,
Gnade… :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#68   clarissa colonia   23:15:06 | Donnerstag, 28. August 2008
Werter Phillip,
Sie haben es ja fast getroffen; nur eine Frage: Ist Castrop-Rauxel lateinisch für Wanne-Eickel?
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#67   Jörg Guttenberger, Köln   23:15:01 | Donnerstag, 28. August 2008
Pjhilpp: Elsbeth Koslowski
Wer ist das? Sind ihre Fritten besonders empfehlenswert? Vielleicht können Sie mit ein Päckchen schicken?
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#66   Phillip   23:09:21 | Donnerstag, 28. August 2008
@Clarissa
Danke für Ihre Ermutigung! Ich glaub ja, daß Sie Sich normalerweise ganz anders ausdrücken und Sich hier lediglich sprachlich etwas austoben.
In meiner Phantasie arbeiten Sie in einer Imbiss-Bude in Catrop-Rauxel Süd und verkaufen Pommes mit und ohne Tunke.
Nach Feierbend holen Sie dann den Kleinen Stowasser unter dem zu kurzen Tischbein hervor und aus Elsbeth Koslowski wird Clarissa Colonia.
Wenn es anders ist, will ich es nicht wissen!
Gute Nacht!
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#65   Samurai   23:07:56 | Donnerstag, 28. August 2008
Liebe Clarissa
Schauen Sie mal hir vorbei:
www.kreuz.net/article.7726.html
;-)
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#64   clarissa colonia   23:00:29 | Donnerstag, 28. August 2008
Richtig, werter Phillip,
über Geschmack braucht man sich sogar nicht zu streiten; und ich werte es als ermutigendes Zeichen, daß ein junger Mann wie Sie in den Deklinationsschemata noch Unterhaltungswert und Inspiration findet. Nur weiter so!
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#63   Samurai   22:55:10 | Donnerstag, 28. August 2008
@ Philipp
Was halten Sie denn von
– Jazz im Allgemeinen
– Jazz- und Gospelmessen im Speziellen?
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#62   Jörg Guttenberger, Köln   22:55:02 | Donnerstag, 28. August 2008
cc: andere Religionen
Das Problem ist doch, daß die gelebte Wirklichkeit des Christentums mit der nur aus der Literatur bekannten, also kodifizierten, Wirklichkeit der fernöstlichen Religionen verglichen wird. Da hierbei die „Ärgernisse, die sich einzustellen pflegen“ (regula Benedicti) in den anderen Religionen unberücksichtigt bleiben, müssen diese bei einem Vergleich notwendigerweise besser abschneiden. Nur unsere Naivlinge, insbesondere 68er, sehen das nicht oder wollen es nicht sehen.
Im Übrigen haben die Äpfel aus Nachbars Garten schon immer besser geschmeckt, als die eigenen!
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#61   Phillip   22:50:27 | Donnerstag, 28. August 2008
@Freimaurerin/Amanda
Tatsächlich? Ich finde Clarissa ist genauso unterhaltsam und inspirierend wie ein Deklinationsschema. Aber über Geschmack sollman ja nicht streiten…
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#60   Galatea   22:48:29 | Donnerstag, 28. August 2008
Eine tolle Idee, Amanda,
das mit der Frauenpower. Seitdem hat das Niveau um gefühlte 100 Prozent pro Stunde abgenommen.
Nichtsdestoweniger – Sie werden es ja wissen.
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#59   clarissa colonia   22:44:51 | Donnerstag, 28. August 2008
Werter Brandenburger,
es hätte keiner gesonderten Erwähnung bedurft, daß Sie anerkannter Experte für Stümpereien sind.
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#58   Brandenburgis   22:42:30 | Donnerstag, 28. August 2008
Ein Konzert
in dem Stümperei als Originalität ausgegeben wird.
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#57   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:39:39 | Donnerstag, 28. August 2008
Ich fühl mich bei Clarissa
wie in einem Konzert, in dem völlig überraschend meine Lieblingsstücke eins nach dem anderen gespielt werden :(3 !
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#56   HeinrichvonOfterdingen   22:37:01 | Donnerstag, 28. August 2008
Liebe Amanda,
scheint mit als hätten Sie eine ziemlich schlechte Uni besucht, wenn überhaupt.
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#55   Amanda   22:34:42 | Donnerstag, 28. August 2008
Bei clarissa colonia fühle ich mich immer
wie in einer Vorlesung an der Uni… :(3
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#54   HeinrichvonOfterdingen   22:21:27 | Donnerstag, 28. August 2008
Lieber Brandenburger,
Ihre Beiträge sind nicht „snobistisch“ und „eurozentristisch“ sondern dumm und frech.
… ich halte die Beiträge unsrer Matrone für überheblich und hochmütig, was den Inhalt betrifft, für geschwollen und ungezogen, was die Machart betrifft. Nicht immer, zugegeben, aber häufig. Ik gloobe ik lieche da nich so falsch!
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#53   Galatea   22:19:59 | Donnerstag, 28. August 2008
Brandenburgis:
also, „snobistisch“ und „egozentrisch“! habe ich, soweit ich weiß, nicht direkt geschrieben. Das letztere kommt mir eher bekannt vor.
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#52   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:19:41 | Donnerstag, 28. August 2008
damit sich die Gemüter beruhigen,
hier de.youtube.com/watch?v=JS37bQ-SN_4 nun wieder ein echt katholisches Stück Kirchenmusik, komponiert von einem 150%igen Katholiken, für DAS kirchliche Musikinstrument schlechthin.
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#51   clarissa colonia   22:17:28 | Donnerstag, 28. August 2008
Werter Brandenburger,
dann freuen Sie sich doch darüber, daß wenigstens Sie einen so übersichtlichen Standpunkt vertreten.
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#50   Brandenburgis   22:15:56 | Donnerstag, 28. August 2008
@Klarisse
Ihre Beiträge sind nicht „snobistisch“ und „eurozentristisch“ sondern dumm und frech.
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#49   clarissa colonia   22:10:01 | Donnerstag, 28. August 2008
Werte Amanda,
danke für Ihre Zustimmung zu meinen – zugegebenermaßen – snobistischen und eurozentristischen Ansichten, die es auch beinhalten, daß ich den Weg zu anderen „Religionen“ als Abfall vom Glauben sehe. Glaube, obwohl für mich persönlich nur von mäßigem missionarischem Impetus befeuert, ist, darin muß ich unserer Kollegin Rottenmeier widersprechen, eben gerade keine Sache des Gefühls, zumindest nicht vorwiegend oder allein. Das Richtige zu erkennen ist nicht zwangsläufig mit Gefühlen der Erfüllung oder Befriedigung verbunden; eher im Gegenteil. Und wenn daraus dann ein Glaube reift, dann ist er kein Kind emotionaler Hochzeit.
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#48   Amanda   21:57:49 | Donnerstag, 28. August 2008
@clarissa colonia
Sie haben ganz recht, meine Liebe – warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Wir haben im Christentum noch so manchen spirituellen Schatz zu heben, nicht nur die RB, welche heute noch so zeitlos gültig ist wie vor 1500 Jahren, als sie entstand. Dagegen kommt kein Feng Shui an!
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#47   für die Kirche   18:46:56 | Donnerstag, 28. August 2008
@Amanda: auch einen schönen Abend!
Finde ich auch so!
muß doch weg, Ihnen wünsche ich einen schönen Abend!
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#46   Amanda   18:37:07 | Donnerstag, 28. August 2008
Siehste, der war das nämlich
mit den Manager-Seminaren! Die müssen den guten Mann irgendwie vermurkst haben. Das ist schon eine Schande für den Benediktinerorden, was der sich da herausgenommen hat. Mit der RB ist das jedenfalls nicht kompatibel!
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#45   für die Kirche   18:34:26 | Donnerstag, 28. August 2008
@Amanda: Der Abt Notke
Stimmt’s, ich habe mich auch über ihn geärgert!
Vielleicht ist er so weltfremd, daß er die Not und Leiden anderer Leute gar nicht kennt? Da er ja doch von der Welt laute Manager kennenlernt.
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#44   Amanda   18:19:17 | Donnerstag, 28. August 2008
@samura: Wir sind nicht oft einer Meinung,
das ist wahr! Um so froher bin ich, dass es nun doch mal so ist.
Was Benedikt festlegte, das drückte ca. 1300 Jahre später ein gewisser Karl Marx so aus: „Jeder nach seinen Fähigkeiten – jedem nach seinen Bedürfnissen.“
Und gerade deshalb war ich zunächst erstaunt und dann empört, als vom Herrn Abtprimas, dem ranghöchsten Benediktiner, in einem Interview www.sueddeutsche.de/…ft/artikel/351/96255/ unsägliche Äußerungen bezüglich des angeblichen Anspruchsdenkens zu vernehmen waren. Anderswo soll er gesagt haben, wenn es nach ihm ginge, würden Hartz-IV-Empfänger noch weniger Geld bekommen. Der Mann hat seine Ordensregel anscheinend nicht gründlich gelesen.
Seitdem ist der bei mir unten durch. Aber Benedikt von Nursia kann ja nix dafür…
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#43   Frollein Rottenmaier †   17:48:41 | Donnerstag, 28. August 2008
Werte Clarissa,
Was ich aber seitens der „Alle-Religionen-sind-gleich-gut-Menschen“ nie verstanden habe, ist warum es dann „Religionen“ aus Hinterindien, Südkorea oder den Malediven sein müssen. Wenn denn (aus entsprechender Perspektive) alles gleich gut wäre, könnte man ja auch beim Eigenen bleiben. Statt dessen wird auf Teufel-komm-raus fengshujisiert, reikisiert, chigongisiert, zenisiert, etc., weil das ja alles „so tiefe spirituelle Erfahrungen beinhaltet und erschließt
ich versuche mal, es zu erklären: Einige der letzten von Ihnen genannten Aspekte sind Zeitgeistphänomene wie eben auch beispielsweise die Popkultur-Kaballistik. Madonna sagt, sie stehe auf Kaballa und plötzlich fangen 1000 Teenies an, sich dafür auf oberflächliche Weise zu interessieren, ebenso wie der teilweise haarsträubende Reiki-Unsinn, bei dem gelangweilte deutsche Frauen glauben, in einem Wochenendkurs in einem hanebüchenen Esoterikzentrum für überteuerte Seminargebühren irgendwas zu lernen.
Warum nicht beim eigenen bleiben? Da wird man in ein religiöses System reingeboren, getauft und merkt aber mehr und mehr, dass man sich nicht damit identifizieren kann, man sitzt nur physisch in der Kirche, folgt aber nicht der Predigt, die Gedanken schweifen ab. Plötzlich lernt man eine Religion kennen und kann nicht mehr davon lassen, saugt alle Infos auf wie ein Schwamm, stimmt mit dem Wertesystem völlig überein und macht evtl. auch eine ganz persönliche Erfahrung. Kurz und gut: Es fühlt sich einfach richtig an.
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#42   für die Kirche   17:30:22 | Donnerstag, 28. August 2008
@Samurai: mehr oder weniger zu essen
Ist es denn modern, daß jeder Bruder nach seinem Bedürfnis so und so viel Essen bekommt?
Fließband, Standarisierung, Rationalisierung… Alles Erfindung der modernen Zeit.
Menschen als Nummern zu behandeln: Chipkarten für alle, alles Moderne.
Aristoteles sprach von einer proportionalen Gerechtigkeit, gerade in dem von Ihnen erwähnten Sinne.
Das Heilige Römische Reich: jeder Stand hat eigene Rechte und Reglungen.
Gleichheit vor dem Gesetz: neueren Datums.
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#41   clarissa colonia   17:29:37 | Donnerstag, 28. August 2008
Werte Amanda,
nicht, daß ich jetzt den Wert der regula benedicti relativieren will (wofern das bei seiner Größe denn überhaupt möglich wäre); aber, es müßte noch nicht einmal die Regula sein, da es noch eine große Zahl ungehobener Schätze christlicher Provenienz zu heben gilt. Was ich aber seitens der „Alle-Religionen-sind-gleich-gut-Menschen“ nie verstanden habe, ist (jetzt mache ich mir bestimmt wieder Feinde), warum es dann „Religionen“ aus Hinterindien, Südkorea oder den Malediven sein müssen. Wenn denn (aus entsprechender Perspektive) alles gleich gut wäre, könnte man ja auch beim Eigenen bleiben. Statt dessen wird auf Teufel-komm-raus fengshujisiert, reikisiert, chigongisiert, zenisiert, etc., weil das ja alles „so tiefe spirituelle Erfahrungen beinhaltet und erschließt“ …
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#40   Samurai   17:24:48 | Donnerstag, 28. August 2008
Liebe Amanda,wir sind nicht oft einer Meinung,…
aber hier stimme ich Ihnen absolut zu.
Benedikt sagte ja z.B. nicht, daß jeder Bruder so und so viel essen darf, sondern auch, daß der mehr (!) bekommt, der es nötig hat – sehr modern gedacht.
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#39   Amanda   17:21:09 | Donnerstag, 28. August 2008
Lieber Samurai, ich weiß, dass Sie das ernst meinten!
Und ich meine es auch ernst: Es gibt kein so weises Konzept für die Führung von Menschen, wie es die RB ist! Ich selbst lebe seit über zehn Jahren nach dieser Ordensregel, bin jedoch keine Nonne.
Ich bin überzeugt: Würde diese Regel richtig angewandt – da gebe ich Clarissa recht –, dann würde in der Wirtschaft vieles anders laufen!
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#38   Samurai   17:09:23 | Donnerstag, 28. August 2008
Nun, Amanda, ich meinte es ernst,…
was spricht sachlich betrachtet, die Erkenntnisse aus der RB auf Unternehmen zu übertragen und umzusetzen?
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#37   Amanda   17:06:59 | Donnerstag, 28. August 2008
„Benedikt für Manager“
Hält nicht beispielsweise der Abtprimas Notker Wolf derartige Seminare ab? Wobei ich zuweilen geneigt bin zu glauben, dass eher die Managermentalität auf Herrn Wolf abgefärbt hat, als die RB auf die Manager…
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#36   clarissa colonia   16:59:45 | Donnerstag, 28. August 2008
Sicher ist sie das aber nur,
wenn man sie auch zur Anwendung bringt, die regula benedicti.
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#35   Samurai   16:55:20 | Donnerstag, 28. August 2008
@ Amanda
Die Regula bendictii ist mit das beste Beispiel für – das ist nicht ehrfurchtslos gemeint- gelungene Firmenleitung.
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#34   Amanda   16:44:06 | Donnerstag, 28. August 2008
@samurai
Sie kennen die RB?
Cool! :)3
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#33   für die Kirche   16:21:31 | Donnerstag, 28. August 2008
@Oleander; @Samurai; @Gotthard
@Oleander&@Samurai:
Ok, kann auch eine Geschmackssache sein. In unserem globalen Zeitalter kann der Glaube in einer anderen Kultur zu einem anderen Ausdruck kommen.
Ich hoffe nur, daß die europäische Musik nicht deshalb verkommt, denn wenn die Europäer selber ihre Tradition und Kultur nicht mehr pflegen, wer macht das sonst? Vielleicht die Japaner? Die haben die H-Moll-Messe von Bach so gut einstudiert. Und die Chinesen haben kürzlich vor Papst das Requiem von Mozart vor Papst aufgeführt.
Andere Völker können sich durchaus die westliche Kultur aneignen, aber das nur auf eine theoretische Art. Diese Kultur hat ihre Humus in Europa. Andere Völker lernt sie als etwas Fremdes und paßt sie an die eigene Kultur an, so wird sie transformiert, was zwar ein dynamischer Prozeß ist und durchaus was Positives an sich hat, aber authentisch ist sie nicht mehr. Soll die europäische Kultur dann langsam den Status einer vergangenen Kultur wie die antike Kultur erhalten? Traurig. Hoffentlich nicht wahr.
@Gotthard: das stimmt. Daher kann sakrale Musik ohne instrumentale Begleitung auch sehr schön sein.
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#32   Gotthard   16:09:55 | Donnerstag, 28. August 2008
Orgel
Die Orthodoxen verwenden nicht einmal Orgel.
In der Mehrzahl der katholischen Kirchen Afrikas und Asiens – wie auch Lateinamerikas gibt es keine Orgeln…
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#31   Samurai   15:58:21 | Donnerstag, 28. August 2008
@ Amanda
Die von mir sehr geschätzte Benediktsregel ist aber keine allgemeine Gottesdienstregel.
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#30   Amanda   15:56:55 | Donnerstag, 28. August 2008
Aus der Regel des heiligen Benedikt:
„Die Brüder dürfen übrigens nicht der Reihe nach vorlesen oder vorsingen, sondern nur, wenn sie die Zuhörer erbauen.“ (Kap. 38, 12)
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#29   Samurai   15:56:26 | Donnerstag, 28. August 2008
Ach, „für die Kirche“
Ich bin kein Musiker aber Gospelliebhaber und liebe zu passender Zeit auch eine Mozartmesse.
Aber wenn ich die Gläubigen in der Messe ein begeistertes „Oh, lord, hear my prayer“ als Antwort auf die Fürbitten oder ein – an passender Stelle angebrachtes „Lord,I lift your name on high!“ singen höre, ist es mir lieber als ein lustlos gesungenes „Grooosser Gott, wieerr loooben dich“
Ein afrikanischer Christ sagte mir mal:
„Warum feiert ihr die Gottesdienste nicht!“
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#28   oleander75   15:56:08 | Donnerstag, 28. August 2008
Konventionen
also wenn ich zur Bundekanzlerin gehe und würde mir eine Krawatte anziehen, dann wäre das aufgesetzt und unpassend. ich besitze nicht einmal eine…
Authentisch bin ich in anderen Kleidungsstücken, ohne dabei vergammelt auszusehen.
Für manche Gruppen ist eben moderne Musik (wie auch immer) passend und authentisch – und passt dann in den Gottesdienst. Man kann auch Gottesloblieder und anders schlampig runternudeln, dass man am liebsten sagen würde „Hört auf das passt nicht in einen Gottesdienst“, das wäre dann wie wenn man mit einer zuknitterten Krawatte bei der Bundeskanzerlin auftaucht.
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#27   für die Kirche   15:49:06 | Donnerstag, 28. August 2008
@Samurai: was ist kirchlicher?
Offensichtlich darf man kein Instrument „diskriminieren“.
Aber es gibt auch Konventionen, die bestimmen, was zu welcher Situation gehört: Wenn ich von der Bundeskanzlerin empfangen werde, kann ich auch nicht im T-Shirt auftauchen. Aber T-Shirt ist auch kein schlechteres Kleidungstück als ein Kostüm.
Mozart beachtet auch solche Konventionen. Er hat über seinen Schüler (der jenige, der die Requiem-Messe fertig geschrieben hat) geschimpft, der diese Konventionen nicht verstanden hat. Bin selber keine Musikerin, aber durchaus gibt es Tonarten, die als besonders kirchlich gelten und aufgrund der Konvention bei Hörern schnell das Gefühl der Ehrfurcht hervorruft.
Auch die Schubert-Lieder verwenden spezifische Tonleiter, um bestimmte Gefühlsarten zu kodieren.
Musik ist wie eine Sprache, und genauso wie wir beim Schreiben auf Stilebene achten müssen, darf man die Musiksorten auch nicht blind anwenden.
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#26   Samurai   15:47:10 | Donnerstag, 28. August 2008
@ Landorganist
Es gibt Unterschiede:
– Gospel = Geistliche Lieder – auch Kirchenlieder der (ehemaligen) Sklaven, schon vor 1865 existent.
– Black Gospel/Spiritual = Kirchenlieder der afroamerikanischen Gemeinden, von Jazz und Blues beeinflusst. Zeit: ab etwa 1870
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#25   oleander75   15:43:15 | Donnerstag, 28. August 2008
@landorganist und für die Kirche
Verbesserung zurück:
Man kann Gospels sehr wohl liturgisch stimmig im Gottesdienst (auch Eucharistiefeier) einsetzen. Eben zu den Teilen des Propriums – beim Ordinarium wirds schwierig, das gebe ich zu.
Es geht prinzipiell nicht um Musik, sondern um Gebet.
Die Musik dient nur zur Untermalung. Sobald die Musik sich selbstverständlicht, verliert der Gottesdienst seine Bedeutung.
Das wiederspricht jetzt ja jeder Orchestermesse.
Und ist nicht ein voller Begeisterung gesungenes Großer Gott oder Christ ist erstanden ein wundervolles Gebet das auch die Herzen der Menschen anrührt?
Ich glaube man darf das Gebet nicht zu eingeschenkt sehen. Und ich kann beim Klavier oder Orgel spielen wunderbar beten. Eben in einer anderen Ausdrucksform.
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#24   Samurai   15:38:38 | Donnerstag, 28. August 2008
Kein Instrument ist kirchlicher als ein anderes
und ich habe schon mehrfach Jazzmessen mitgefeiert, in denen sowohl Lobpreis als auch – z.B. nach der Kommunion – Zeiten der Stille ihren Platz hatten.
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#23   landorganist   15:36:24 | Donnerstag, 28. August 2008
@Oleander
Ich muss auch Sie verbessern:
Gospelgesänge sind keine Kirchenlieder, sondern Sie sind Gesänge der Sklaven, die auf den Feldern angestimmt wurden. Diese Gospels handeln i. d. R. von der Sehnsucht nach Freiheit, von der Abschaffung der Sklaverei und Gleichberechtigung.
Deshalb passen Gospels auch nur selten thematisch in die Liturgie einer hl. Messe und gehören nur bedingt in den Kirchenraum.
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#22   für die Kirche   15:35:37 | Donnerstag, 28. August 2008
@oleander75: Gospel
Gospel ist der Ausdruck einer anderen Konfession, diese Art Musik paßt in eine andere Art von Versammlung, und ich gebe zu, sie ist sehr gute Musik. Aber zum katholischen Gottesdienst paßt sie nicht. Man kann sie schon singen, auch in der Kirche, aber eben nicht während der Eucharistischen Feier.
Die Orthodoxen verwenden nicht einmal Orgel.
Es geht prinzipiell nicht um Musik, sondern um Gebet.
Die Musik dient nur zur Untermalung. Sobald die Musik sich selbstverständlicht, verliert der Gottesdienst seine Bedeutung.
Ich höre jede Art von Musik und liebt sie.
Aber Unterhaltungsmusik paßt nun mal besser in Kneipen und Wohnzimmer.
Die Kirche ist zum Gebet da, sie ist keine Mehrzweckhalle.
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#21   LandorganistII   15:30:48 | Donnerstag, 28. August 2008
@Brandenburgis
Beherzigen Sie das Wort des Psalmisten und gehen Sie nicht mit Dingen um, die Ihnen zu hoch sind, Sie Simpel Sie!
Begeben Sie sich in die nächste Musikschule und belegen Sie dort das Fach „Musikalische Früherziehung“. Vielleicht kommen Sie dann noch in den Genuß wenigstens einer Erziehung!
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#20   Samurai   15:30:45 | Donnerstag, 28. August 2008
@ oleander und Brandenburger
Ich entschuldiger mich, klar gehört die base-drum dazu, ich dachte bei „große Trommel“ ein bis zwei Nummern größer.
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#19   oleander75   15:29:09 | Donnerstag, 28. August 2008
Schlaues Kerlchen
… ;-)
Ich frag mich nur gerade warum manche Instrumente Kirchlicher sein sollen als andere?
was ist denn mit eigens komponierten Messen in denen ein Saxophon vorkommt?
Und dass Gospels eindeutig Kirchenlieder sind, ist ja wohl keine Frage – hm… womit begleite ich die denn am besten, wenn nicht mit einem Klavier???
Fragen über Fragen…
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#18   Brandenburgis   15:25:33 | Donnerstag, 28. August 2008
Beim Jazz wird die große Trommel
fast durchgehend als Teil des Schlagwerks verwendet. (Fußtrommel, bass drum)
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#17   oleander75   15:24:16 | Donnerstag, 28. August 2008
@samurai
Zumindest beweißt der Autor des Artikels, daß er von Jazz nicht die kleinste Ahnung hat, denn ich überlege immer noch, wo beim Jazz die „große Trommel“ vorkommen soll.
Doch, doch – die gibts schon – als base-drum im Schlagzeug. Vermutlich fragt sich der Autor immer noch warum die so komisch am Boden rumliegt. ;-)
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#16   LandorganistII   15:24:12 | Donnerstag, 28. August 2008
@Samurai
Ich muss Sie schon etwas verbessern: Zu Zeiten Mozarts gab es noch keine Harmoniums. Selbstverständlich hat er auch für die Orgel komponiert, wenngleich wenig, da er es vorzog auf dem „König der Instrumenten“, wie er sagte, lieber ausgiebig zu improvisieren. Aber lassen wir das, zurück in die Gosse zu unserem Brandenburger… :-!
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#15   für die Kirche   15:24:08 | Donnerstag, 28. August 2008
@Samurai: warum keine Jazzmusik im Gottesdienst?
Jazz paßt nicht in einen Gottesdienst, und zwar aus demselben Grund, weshalb man bei einem Gartenfest keine Gregorianik spielt.
Solange die Idee, in der Diskothek Gregorianik (und zwar nicht die gepunschte wie von Pet shop Boy oder Sinead O’Connor, sondern die richtige, von Mönchen gesungene) zu spielen den meisten Zeitgenossen als absurd vorkommt, wird die Idee, im Gottesdienst Jazz oder Rock zu spielen, bloß eine Schnappsidee von manchen verhinderten Musikern unter den Kirchenangestellten sein.
Die Tragik ist nur, solche Schnappsidee wird nirgendswo in der Gesellschaft ernst genommen außer in der Kirche.
Wenn aber die Gregorianik in der Eckkneipe gespielt wird, bin ich durchaus bereit, einmal Jazz im Gottesdienst hinzunehmen, aber nur einmal.
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#14   Samurai   15:19:24 | Donnerstag, 28. August 2008
Tja, Landorganist,…
das sind diese „Experten“, deren Vertreter seinerzeit den Jugendlichen deutlich machten, sie sollten nicht diese „Hottentotten“- alternativ „Negermusik“ hören.
Kirchengeschichtlich ist es noch nicht lange her, daß über den Einsatz der Orgel in der Messe gestritten wurde – Mozart und Co. haben nicht für die Orgel komponiert, sondern fürs Harmonium, die Kirchenorgel war damals sehr umstritten.
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#13   LandorganistII   15:13:20 | Donnerstag, 28. August 2008
Es ist doch bekannt,
dass unser Brandenburger ein Symphonieorchester nicht von einer Tanzkapelle unterscheiden kann. Was nutzt die Diskussion. Da könnten wir gleich die Kuh des Nachbarn zur Sonntagspredigt auf die Kanzel stellen.
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#12   Samurai   15:10:22 | Donnerstag, 28. August 2008
Werter Brandenburger,…
…unabhängig von der Frage nach der Instrumentierung im Gottesdienst ansich geht es in diesem Artikel um den Jazz, und darum, wieso Jazz im Gottesdienst angeblich unpassend ist.
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#11   Florianklaus   15:09:53 | Donnerstag, 28. August 2008
@ ich liebe jazz
und höre in meiner freizeit fast keine andere musik. für mich ist diese musik, je nachdem, anregend oder entspannend, auf jeden fall unterhaltend.
daher ist diese nusik für den gottesdienst auch gänzlich ungeeignet. dort soll sich die seele zu gott erheben und die musik soll sie dabei unterstützen. insoweit halte ich es mit dem konzil (sacrosanctum concilium): gregorianik ist hierfür am besten geeignet.
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#10   Brandenburgis   14:55:22 | Donnerstag, 28. August 2008
Trommeln sind
grundsätzlich keine kirchlichen Instrumente, ebensowenig wie Klavier, Keyboard, Saxophon u.v.m.
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#9   Samurai   14:55:19 | Donnerstag, 28. August 2008
@ oleander
Zumindest beweißt der Autor des Artikels, daß er von Jazz nicht die kleinste Ahnung hat, denn ich überlege immer noch, wo beim Jazz die „große Trommel“ vorkommen soll.
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#8   oleander75   14:49:10 | Donnerstag, 28. August 2008
Negermusik
„… stelln se sich da ma vor, da hamse bei uns in der Kirche Negermusik gespielt und sind rumgesprungen wie die Affen…“
ja ja – Negermusik. Ein Neger ist ja auch nur bedingt Gottes Ebenbild, weil Gott schon immer weiß war, da ist auch Musik aus anderen Kulturen schlecht – bä bä… Schade dass die Kirche nicht im Mittelalter und nur in Europa stehen geblieben ist. :-!
Und Jesus hat beim letzten Abendmahl einen grogorianischen Choral gesunden :-S
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#7   freddie schenk   14:47:37 | Donnerstag, 28. August 2008
Wie wärs
mit ganz stillen messen? keiner sagt was, keiner singt, rockt, jazzt … Dann ka ma auch nix falsch machen! ;-)
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#6   Samurai   14:11:51 | Donnerstag, 28. August 2008
Andreas Rau…
Du hast recht.
Jazz hat seinen Ursprung genau dort, wo auch Gospel herstammt, von den Baumwollfeldern Georgias, wo die Sklaven ihre Sehnsucht nach Freiheit in zutiefst religiöse Lieder packte, die „große Trommel“ hat in der Jazzinstrumenierung nichts verloren und gute Jazz-oder Gospelmessen sind wunderbar.
Ach noch etwas:’
Die Zeitgenossen des Herrn Bach haben sich damals über die für Gottesdienste unpassende Musik beschwert.
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#5   Andreas_Rau   13:41:24 | Donnerstag, 28. August 2008
und wer sagt…
dass es nicht mal Zeiten gab, in denen das Singen der Lieder aus dem Gotteslob nicht auch das Stirnrunzeln der „Offiziellen und wahren Kirche“ gefunden hätte.
Ich glaube Musik ist wohl eher Geschmacksache. Wichtig ist doch, dass es sich bei der Musik um Musik zur Ehre Gottes handelt – oder?
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#4   ordo62   13:23:53 | Donnerstag, 28. August 2008
lieber Hw. Weingart
Sie haben damit auch sehr viele Leute zu den Messzentren der der FSSPX geführt und so – wenn auch ungewollt – der hl. Messer aller Zeiten einen großen Dienst erwiesen.
Ein älterer Herr, welcher zu Gründergeneration unserer Gemeinde zählt, berichtete mir mal sehr eindrucksvoll von diesen Abschäulichkeiten, welche ihn letztendlich zu Erzbischof Lefebvre und seinem selenrettenden Werk führten:
„… stelln se sich da ma vor, da hamse bei uns in der Kirche Negermusik gespielt und sind rumgesprungen wie die Affen…“
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#3   stimme der vernunft †   12:40:11 | Donnerstag, 28. August 2008
Jazz?
Seit wann dröhnt beim Jazz die große Trommel?
da schreibt die angebliche „Redaktion“ mal wieder den üblich Blödsinn zusammen.
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#2   noch ein Landorganist   12:11:33 | Donnerstag, 28. August 2008
mein liebes Würzburg
Dieser Käse war und ist wohl eher eine Ausnahmeerscheinung und so alt wie der hier genannte Pfarrer sind wohl auch die Fans solcher Dödel-Veranstaltungen.
Bitteschön „Jazz“ ??? :-! Wer will denn das hören, dann lieber die genannten Deichkind in der Kirche ^-^ . Aber die Nordlichter sind wohl eher evangelisch.
Aber die Reaktion des Bischofs Stangl war doch typisch. Irgendwelche untergeordneten Kräfte leiern irgendnen Dreck an und die Hirten haben Angst, sich mit jemandem schlecht zu stellen, wenn sie rechtmäßig durchgreifen. Aber natürlich nur, wenn der Dreck möglichst liberal und geschmacklos ist, bloß nicht zu katholisch, denn gegen das Katholische gibt es ja genug Schreihälse, denen sich der Bischof anschließen kann.
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#1   Fragezeichen   12:03:01 | Donnerstag, 28. August 2008
Mithin…
könnten „Deichkind“ recht haben: „Yippiyippyjeah Krawall und Remmidemmi“ :-!
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