Unverzichtbar + 70 Nonnen ausgetreten + Exkommunikation + Angeklagt + Neue Bedingungen + Weder verweichlicht noch verweiblicht
Unverzichtbar
Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, hat den Papst am Mittwoch in der römischen
Gemelli-Klinik besucht. Der Heilige Vater sei über den Besuch glücklich gewesen. Nach einer Mitteilung
der Pressestelle des Erzbistums Köln hat er sich sehr über den Verlauf der Vorbereitungen für den Weltjugendtag
interessiert. Dabei habe der Papst mit einer äußerst kräftigen Stimme gesprochen. Kardinal Meisner
habe dem Heiligen Vater mitgeteilt, daß man ihn in Köln erwarte und daß er dort unverzichtbar sei.
Kardinal Meisner brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, daß der Papst im August ganz sicher nach Köln
kommen werde.
70 Nonnen ausgetreten
Deutschland. 70 Klosterschwestern haben mit römischem Einverständnis
gleichzeitig den Orden der Thuiner Franziskanerinnen verlassen. Dies berichtete die linksliberale deutschen
„Tageszeitung“ am Mittwoch. Die Ordensfrauen der Kongregation im Bistum Osnabrück seien gemeinsam mit
der im Mai abgewählten Generaloberin Schwester Carmen Droste aus der Gemeinschaft ausgeschieden. Zuvor
hätten die 70 Schwestern versucht, innerhalb des Ordens eine eigene Gemeinschaft zu gründen. Dies sei
allerdings vom Vatikan verboten worden. Gründe über den Austritt der Ordensfrauen wurden bislang nicht
bekannt. Die „Tageszeitung“ vermutet, daß der Schritt mit der ebenfalls im Bistum Osnabrück ansässigen
„Christusgemeinschaft“ zusammenhängt. Diese arbeitet zur Zeit an Statuten. Sie legt einen beonderen Schwerpunkt
auf Jugendarbeit in Treue zur Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils und zu Papst Johannes Paul II.
Exkommunikation
Kanada. Der Bischof von Calgary, Frederick Bernhard Henry, meinte am Dienstag in einer
Erklärung, daß er – würde es nach ihm gehen – den Ministerpräsidenten von Kanada, Paul Martin, exkommunizieren
würde. Ministerpräsident Martin ist ein Förderer des Homo-Konkubinates und beabsichtigt, es landesweit
einzuführen. „Entweder ist man in der Kirche oder man ist es nicht“, meinte Bischof Henry zur Homosexuellen-Debatte:
„Wenn man nicht in ihr bleibt, dann hat man sich selbst vom Leib Christi getrennt. Das ist eine persönliche
Entscheidung.“
Angeklagt
Deutschland. Ein 66-jähriger Abtreiber aus Augsburg (Bayern) und eine gleichaltrige
Anästhesistin aus Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) sollen den Tod einer 37-jährigen Mutter verschuldet
haben. Gegen beide wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Dies teilte die Staatsanwaltschaft
Augsburg am Mittwoch mit. Im Juni 2003 hatte die 37-jährige ihr Kind abtreiben lassen. Während der Aufwachphase
bemerkte ihre elfjährige Tochter, daß sich Mama kalt anfühlte und informierte das Praxispersonal. Der
daraufhin verständigte Notarzt konnte das Leben der Frau nicht mehr retten. Die Staatsanwaltschaft klagt
jetzt den Abtreiber an, nicht ausreichend vorgesorgt zu haben. Weder er noch die Anästhesistin hätten
sichergestellt, daß die noch narkotisierte Frau von Fachpersonal betreut würde. Der geständige Abtreiber
muß sich außerdem wegen illegaler Abtreibungen, Körperverletzung und Betrug vor dem Landesgericht Augsburg
verantworten. Seit 10. Februar befindet er sich in Untersuchungshaft.
Neue Bedingungen
China. In China
gelten seit Dienstag im rechtlichen Status von Kirchen und religiösen Gemeinschaften neue Bedingungen.
Laut einem Bericht des Nachrichtendienstes ‘AsiaNews’ sind Glaubensgemeinschaften neu als juristische
Personen anerkannt und können damit Besitzer von Grundstücken und Immobilien sein. Bisher mußte für
den Bau einer Kirche oder eines Tempels eine Schenkung durch den Staat erfolgen.
Weder verweichlicht
noch verweiblicht
Dominikanische Republik. „Ich sehe, daß wir einen gesunden, intelligenten und männlichen
Klerus brauchen. Er soll weder verweichlicht noch verweiblicht sein.“ Homosexuelle gehörten nicht in
die Priesterseminare. Das sagte der Erzbischof von Santo Domingo, Nikolas Kardinal Jesus Lopez Rodriguez
(68), kürzlich zum Thema Homosexualität in Priesterseminarien. Die Kirche müsse ernsthafte Männer
zu Priestern ausbilden, die ihren Dienst in Würde ausüben könnten. Es brauche Seminaristen, die über
alle Eigenschaften verfügten, die Gott dem Mann gegeben habe.
Email-Adressen der Empfänger
1 Lesermeinung
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Lehre des 2. Vatikanischen Konzils??? Christus-Gemeinschaft und Treue zur „Lehre“ des 2. Vatikanischen
Konzils??? Ich dacht Treue zum Lehramt aller Zeiten und aller Päpste geht vor. Zudem hat das 2. Vatikanische
Konzil nichts an der Römisch-Katholische Lehr hinzufügen können: „Das Konzil wird keine Glaubensdefinitionen
zusammenstellen und verkünden. Dies wurde ausreichend von den früheren Konzilen getan. Dieses Konzil
wir ein pastorales sein“ – Allokution Seiner Heiligkeit Papst Johannes XXIII. beim Beginn des Konzils.
Man soll einfach Römisch-Katholisch wie immer bleiben. Kein Ökumenismus in heutiger Form.