Muttergottes
Muttergottes vom Voodoo-Kult?
Heute versammeln sich die kubanischen Bischöfe am Ort, wo der Schriftsteller Ernest Hemingway seine Nobelpreis-Medaille als Votivgabe gestiftet hat.
Das Gnadenbild von El Cobre
Das Gnadenbild von El Cobre
(kreuz.net) Im Jahr 2012 wird die Vierhundertjahrfeier der Marienstatue in der Basilika von El Cobre – des kubanischen Nationalheiligtums – begangen.

Die Vorbereitungen dazu begannen gestern mit einer Messe, die von allen kubanischen Bischöfen zelebriert wurde.

Die Basilika von El Cobre befindet sich im Osten der Insel – vierzehn Kilometer westlich von der Stadt Santiago de Kuba.

Nach Auffassung des internationalen katholischen Hilfswerks ‘Kirche in Not’ ist der Anlaß eine große Chance für das Land.

Damit könnte eine „Initialzündung für eine neue Hinwendung Kubas zur katholischen Kirche“ zustande kommen – erklärte der Kuba-Referent des Hilfswerks, Javier Legorreta.

In dem Zeitraum bis zur Jubiläumsfeier am 8. September 2012 ist eine große landesweite Evangelisierung des Landes geplant. Dabei werden Gläubige von Haus zu Haus gehen.

Kinder vor der Marienstatue
Kinder vor der Marienstatue
Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten sind nach Angaben von ‘Kirche in Not’ nicht nur die kubanischen Katholiken eingeladen.

Das Gnadenbild wird angeblich auch von Christen anderer Konfession und sogar von Anhängern afrikanischer Religionen verehrt.

Die kubanischen Bischöfe betonten, daß die sozialen, kulturellen, politischen, wirtschaftlichen, ideologischen und ethnischen Unterschiede zwischen den Kubanern im Angesicht der Muttergottes von El Cobre verschwinden würden.

Die religiösen Unterschiede erwähnten die Bischöfe in ihrer Aufzählung allerdings nicht.

Die Muttergottes von El Cobre wurden von zwei Indianern – Rodrigo und Juan de Hoyos – und einem schwarzen Sklavenjungen, Juan Moreno, die in der Bucht von Nipe Salz suchten, auf einem Brett über dem Wasser schwimmend gesichtet.

Wie Juan Moreno im Jahr 1687 im Alter von 85 Jahren erzählte, stand auf dem Brett geschrieben: „Ich bin die Jungfrau der göttlichen Liebe“ – auf Spanisch: „Yo soy la Virgen de la Caridad“.

Später brachten Gläubige die Statue in einer Prozession nach El Cobre, wo es schon seit dem Jahr 1648 eine Wallfahrtskirche gab.

Das Gotteshaus ist für die kubanische Geschichte von großer Bedeutung.

Die offizielle königliche Proklamation zur Befreiung aller Sklaven auf Kuba fand auf dem Platz vor der Wallfahrtskirche statt.

Carlos Manuel de Céspedes, von den Kubanern „Vater des Vaterlandes“ genannt, bastelte die erste Flagge Kubas mit dem blauen Stoff, der den Altar der Muttergottes schmückte.

Papst Johannes Paul II. († 2005) krönte und segnete die Statue 1998 bei seinem Besuch in Kuba.

Als der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway († 1961) in den Fünfzigerjahren seine Nobelpreis-Medaille dem kubanischen Volk schenken wollte, tat er das in der Wallfahrtskirche von El Cobre.

Die Medaille ist dort bis heute unter den Votivgaben zu sehen.
      
8 Lesermeinungen
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#8   Mathilde   13:58:30 | Dienstag, 2. September 2008
@albi2000, Die Muttergottes von El Cobre hat mit Vudu-Kult nichts zu tun
Christus war immer schon der Sohn Gottes und hat sich nicht erst seit seiner Opferung dazu erhoben.Christus ist freiwillig für uns gestorben und nur mit Gebet, Beichte, Opfer und Buße werden wir von Sünden frei. Ein Kuhhandel findet also in der katholischen Kirche gar nicht statt. Es gibt eine scharfe Trennlinie zwischen der Muttergottes und der kubanischen Santeria. Es ist Sache der Kirche dieses auch immer wieder deutlich zu machen.
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#7   Marcelus   11:32:19 | Montag, 1. September 2008
Was hat der schwere Mißstand unter den kubanischen Katholiken,
der antichristliche Vudukult, mit diesem Artikel zu tun?
Möge Unsere Liebe Frau durch Ihr kubanisches Heiligtum von El Cobre die kubanischen Katholiken vom antichristlichen Satanswirken des Vudukultes befreien.
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#6   Osservatore   08:28:28 | Montag, 1. September 2008
Volksglaube
Als ich 1989 mit Erzbischof Jaime Ortega in Havanna über die Verzwickung von katholischer Lehre und kubanischem Brauchtum sprach, erklärte er mir den Unterschied von kubanischem Volksglauben und der sog. Santeria. Er wies mich darauf hin, dass der Volksglaube tief mit den afrikanischen Traditionen verwurzelt ist. Die Muttergottesstatue von Cobre wird, nebst zwei weiteren Abbildungen in Havanna, vom Volk zutiefst verehrt, auch von Nichtchristen. Weil eben Volksglaube und katholische Tradition ineinandergreifen, war es auch während der Phasen kommunistischen Atheismus möglich, den Glauben offen zu praktizieren. Ich erinnere mich heute noch an die tiefe Frömmigkeit, die ich im Heiligtum antraf. Trotz der Santeria und Kommunismus lebt die katholische Kirche, auf kleinem Feuer, weiter in den Herzen der Kubaner. Die Bischöfe und Priester des Landes verstehen es geschickt, katholische Glaubenspraxis von der Folklore der Santeria zu trennen.
www.kathmedia.com
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#5   Ultramontanus   22:43:38 | Sonntag, 31. August 2008
Die Hypothese
erscheint mir auch problematisch. Sie ist zu intellktualisiert. Warum sollten für die Mensche damals Tieropfer problematisch gewesen sein? Da gab es noch keine Tierschützer.
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#4   Samurai   22:37:41 | Sonntag, 31. August 2008
@albi2000
Zu der Theorie sage ich nur eines:
Kein Kommentar! ;-)
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#3   albi2000   15:20:02 | Sonntag, 31. August 2008
Voodoo-Kult, Schamanismus und Christentum
Ein Mensch wird von einer bösen Krankheit befallen. Er geht zu einem Schamanen, dieser muss untersuchen, welcher Geist diese Person quält, dann nimmt er mit diesem Geist Kontakt auf, und schlägt ihm einen Deal vor, er solle dieser Mensch in Ruhe lassen, uns er gebe ihm dafür ein Blutopfer, dann wird ein Widder geopfert.
Bei den gesamten Bevölkerung spielt sich das fast gleich ab: ein gewisser Gott -niemand weiß zwar so recht, welcher Gott das ist, wie er heisst-, verlangt eine Unmenge Tieropfer, um die Sünden der ungehorsamen Erdlingen zu tilgen. Um den endlosen, blutigen, tierquälerischen Schlächtereien ein Ende zu setzen, kam ein gewisser Jesus, der Menschensohn, schlägt diesem Gott einen Handel vor. Anstelle der Tieropfer bietet er sich als einmaliges ewig gültiges Menschenopfer an. Gesagt, getan, und die Erdlinge sind fürderhin von ihrer Schuld befreit und straffrei. Durch diesen Kuhhandel – Blutopferabtausch- anstelle von den Stieren einen Menschen zu opfern, kann sich dann Jesus zum Gottessohn erheben und darf auf der rechten Seite neben dem Gott-Vater sitzen und sich auch zu einem dritten Teil auch Gott nennen. „Wer’s glaubt, bezahlt einen Taler“, so steht es in einem Märchen von den Grimm Brüdern. Aber heute sagt man nicht mehr Taler, sondern Kirchensteuer.
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#2   Gotthard   14:40:21 | Sonntag, 31. August 2008
hirnlos
Die religiösen Unterschiede erwähnten die Bischöfe in ihrer Aufzählung allerdings nicht.
in diesem Zusammenhang konnten die religiösen Unterschiede auch nicht erwähnt werden … für die hirnlose Redaktion ist das aber sicher höhere Mathematik.
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#1   Sirilo   12:10:46 | Sonntag, 31. August 2008
Keine Ahnung!
Die Redaktion zeigt wieder einmal, dass sie keine Ahnung hat, worüber sie schreibt. Auf Kuba gibt es keinen Voodoo; die afrikanisch-kubanische Religion (deren Anhänger alle auch Katholiken sind) heißt dort Santeria.
de.wikipedia.org/wiki/Santeria
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