11:44:55 | Sonntag, 31. August 2008
Heute versammeln sich die kubanischen Bischöfe am Ort, wo der Schriftsteller Ernest Hemingway seine Nobelpreis-Medaille als Votivgabe gestiftet hat.

Das Gnadenbild von El Cobre
(kreuz.net) Im Jahr 2012 wird die Vierhundertjahrfeier der Marienstatue in der Basilika von El Cobre –
des kubanischen Nationalheiligtums – begangen.
Die Vorbereitungen dazu begannen gestern mit einer Messe,
die von allen kubanischen Bischöfen zelebriert wurde.
Die Basilika von El Cobre befindet sich im Osten
der Insel – vierzehn Kilometer westlich von der Stadt Santiago de Kuba.
Nach Auffassung des internationalen
katholischen Hilfswerks ‘Kirche in Not’ ist der Anlaß eine große Chance für das Land.
Damit könnte
eine „Initialzündung für eine neue Hinwendung Kubas zur katholischen Kirche“ zustande kommen – erklärte
der Kuba-Referent des Hilfswerks, Javier Legorreta.
In dem Zeitraum bis zur Jubiläumsfeier am 8. September
2012 ist eine große landesweite Evangelisierung des Landes geplant. Dabei werden Gläubige von Haus zu
Haus gehen.

Kinder vor der Marienstatue
Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten sind nach Angaben von ‘Kirche in Not’ nicht nur die kubanischen
Katholiken eingeladen.
Das Gnadenbild wird angeblich auch von Christen anderer Konfession und sogar von
Anhängern afrikanischer Religionen verehrt.
Die kubanischen Bischöfe betonten, daß die sozialen, kulturellen,
politischen, wirtschaftlichen, ideologischen und ethnischen Unterschiede zwischen den Kubanern im Angesicht
der Muttergottes von El Cobre verschwinden würden.
Die religiösen Unterschiede erwähnten die Bischöfe
in ihrer Aufzählung allerdings nicht.
Die Muttergottes von El Cobre wurden von zwei Indianern – Rodrigo
und Juan de Hoyos – und einem schwarzen Sklavenjungen, Juan Moreno, die in der Bucht von Nipe Salz suchten,
auf einem Brett über dem Wasser schwimmend gesichtet.
Wie Juan Moreno im Jahr 1687 im Alter von 85 Jahren
erzählte, stand auf dem Brett geschrieben: „Ich bin die Jungfrau der göttlichen Liebe“ – auf Spanisch:
„Yo soy la Virgen de la Caridad“.
Später brachten Gläubige die Statue in einer Prozession nach El Cobre,
wo es schon seit dem Jahr 1648 eine Wallfahrtskirche gab.
Das Gotteshaus ist für die kubanische Geschichte
von großer Bedeutung.
Die offizielle königliche Proklamation zur Befreiung aller Sklaven auf Kuba fand
auf dem Platz vor der Wallfahrtskirche statt.
Carlos Manuel de Céspedes, von den Kubanern „Vater des
Vaterlandes“ genannt, bastelte die erste Flagge Kubas mit dem blauen Stoff, der den Altar der Muttergottes
schmückte.
Papst Johannes Paul II. († 2005) krönte und segnete die Statue 1998 bei seinem Besuch in
Kuba.
Als der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway († 1961) in den Fünfzigerjahren seine
Nobelpreis-Medaille dem kubanischen Volk schenken wollte, tat er das in der Wallfahrtskirche von El Cobre.
Die Medaille ist dort bis heute unter den Votivgaben zu sehen.
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#8
Mathilde 13:58:30 | Dienstag, 2. September 2008
#7
Marcelus 11:32:19 | Montag, 1. September 2008
#6
Osservatore 08:28:28 | Montag, 1. September 2008
#5
Ultramontanus 22:43:38 | Sonntag, 31. August 2008
#4
Samurai 22:37:41 | Sonntag, 31. August 2008
#3
albi2000 15:20:02 | Sonntag, 31. August 2008
#2
Gotthard 14:40:21 | Sonntag, 31. August 2008
#1
Sirilo 12:10:46 | Sonntag, 31. August 2008